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Vorrichtung zum Lagern von Strahlröhren, insbesondere von Fernsehröhren
DieErfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Lagern von Strahlröhren, insbesondere von Fernsehröhren.
Es ist bekannt, Strahlröhren in Sockeln zu lagern, die in einer Grundplatte aus Isoliermaterial liegen und darin durch radial nach aussen wirkende, am Sockelhals angreifende Zugfedern gehalten werden. Durch die Anordnung der besonderen Sockel wird aber das Gehäuse unnötig vergrössert. Ausserdem ist die federnde Lagerung der Röhre unvollkommen, da sie auf einem verhältnismässig kleinen Teil der Röhre beschränkt ist.
Es ist weiter bekannt, die Röhren an zwei voneinander unabhängigen Stellen zu lagern, nämlich vorn am Gehäuse und hinten durch einen Lagerbock. Derartige Lagerungen sind aber nachteilig, da sich jedes Lager unabhängig von dem andern verlagern kann.
Es ist ferner der Vorschlag gemacht worden, den Röhrenkörper mittels Bändern, Federn od. dgl. in waagrechter Richtung gegen einen Blendrahmen zu drücken, der einen Teil der Haltevorrichtung bildet. In der Praxis hat sich gezeigt, dass diese Lagerung nachteilig ist, da zu jedem Fernsehempfängermodell ein anderer Blendrahmen benötigt wird, also jedes Mal besondere Presswerkzeuge hiefür hergestellt werden müssen. Ausserdem ist bei dieser Lagerung ein im Verhältnis zu den Röhrenabmessungen grosses Gehäuse notwendig.
Bei einer andern bekannten A usführungsform weist die Hslterung eine Tülle auf, die mit einer Manschette die Kolbenwandung allseitig in der Nähe des Bildschirmes umfasst und einen rahmenartigen Ansatz hat, gegen den sich die Kathodenstrahlröhre beim Aufschieben der Tülle am Bildschirm abstützt.
Diese Halterung liegt gegen die Gerätefrontplatte. Der rahmenartige Ansatz ist dabei fest mit der Halterung verbunden und übernimmt somit die Aufgabe eines Blendrahmens, so dass auch alle die Nachteile zu verzeichnen sind, die bei den vorstehend erwähnten Ausführungen auftreten, bei denen der Blendrahmen einen Teil der Haltevorrichtung bildet.
DieErfindung vermeidet die vorstehend in grossen Zügen angegebenen Nachteile der bekannten Ausführungen, von denen sie sich vor allen Dingen dadurch unterscheidet, dass die Haltevorrichtung aus einer in Längsrichtung verlaufende Wellungen oder Rippen aufweisenden, auf dem Boden des sie aufnehmenden Gehäuses befestigten Lagerschale besteht, die auf ihrer ganzen Tiefe gegen die Innenseite der Gehäuseumfangswand liegt und in die lose ein Blendrahmen eingeschoben ist, der gegen ihreninnenumrang und federnd gegen die vordere Stirnseite der Röhre sowie gegen die Gehäusevorderwand bzw. einer dort vorgesehenen Fensterscheibe liegt.
In Weiterbildung der Erfindung kann die Lagerschale eine vom oberen kürzeren Teil zum unteren längeren Fuss schräg verlaufende Hinterkante besitzen.
Bei der erfindungsgemäss ausgebildeten Haltevorrichtung wird die Röhre zwanglos, u. zw. ausschliesslich von der Lagerschale getragen, die darüber hinaus noch zur Erhöhung der Steifigkeit des Gehäuses beiträgt, welche Wirkung durch den losen Blendrahmen unterstützt wird. Dieser Blendrahmen ist vollständig unabhängig von der Haltevorrichtung. Es können somit die verschiedensten Blendrahmenmodelle benutzt werden, ohne dass die Haltevorrichtung verändert werden muss. Da die erheblichen Toleranzen der Röhre durch die Elastizität der Lagerung ausgeglichen werden, braucht der Blendrahmen nicht wesentliche
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