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Mehrzwecksterilisierungsapparat zum Sterilisieren von Gartenmaterial
Die Sterilisierung von Kulturerde in Behäl- tern unter Hitzeeinwirkung ist bekannt und hat sich im allgemeinen vorzüglich bewährt. Es zeigte sich jedoch, dass es unzweckmässig ist, sterilisierte Kulturerde, Torfmull etc. mit nicht sterilisierten Geräten, Töpfen etc. zu bearbei- ten. Bekanntlich haften an letzteren stets Reste von Erde, welche von anderen Arbeitsstellen stammen, die keiner Sterilisierung unterzogen wurden. Auf diese Weise gelangten bisher un- beachtet Pflanzen- und Bodenschädlinge wieder in die sterilisierte Erde und die Wirksamkeit der Sterilisierung wurde reduziert, so dass man gezwungen war, letztere vorzeitig zu wieder- holen.
An sich sind sogenannte Mehrzwecksterilisie- rungsapparate bekannt, die in verschiedenen
Abteilungen unterteilt sind, wobei jede für die
Aufnahme eines bestimmten Sterilisierungsgutes dient. Diese haben eine gemeinsame elektrische
Heizquelle und die einzelnen Räume der ver- schiedenen Abteilungen lassen sich gleichzeitig oder unabhängig voneinander beheizen. Solche
Mehrzweckapparate dienten zur Hauptsache zur
Sterilisierung von ärztlichen, chirurgischen und hygienischen Instrumenten oder Geräten, Ver- bandzeug oder Kleidungsstücken. Zum Betrieb von schwerem Gut in verhältnismässig umfang- reichen Mengen und für grossräumige, zur
Bodenbearbeitung dienende Geräte waren diese ungeeignet.
Mehrzwecksterilisierungsapparate, welche zur Aufnahme bestimmter Artikel eingerichtet waren, wiesen in der Regel in Schubladen vorgesehene und räumlich getrennte, übereinanderliegende Abteilungen auf, wobei die zu sterilisierende Wärme durch Umleitungen den verschiedenen Stellen zugeführt wurde.
Derartige Sterilisierungsgeräte schlossen von vornherein den Gebrauch für Schüttgut, wie Erde, aus, da das Einführen sowie die Herausnahme derselben angesichts ihrer Beschaffenheit und wegen des hohen Gewichtes besonderer Voraussetzungen bedarf.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist 1lln ein Mehrzwecksterilisierapparat zum Steri- 'isieren von Gartenmaterial, wie Kulturerde, Torfmull, Gartengeräte etc. Erfindungsgemäss zeichnet sich derselbe dadurch aus, dass über der, den Durchlass von zu sterilisierendem Schüttgut, wie Erde, von oben nach unten ermöglichenden Abteilung, in welcher die durch über den ganzen Abteilungsraum gleichmässig verteilte Röhren und diese miteinander verbindende Wärmeverteilerlamellen gebildete elektrische Heizung freihängend liegt, durch einen wegnehmbaren, den Durchlass der Heizwärme ermöglichenden, zur Aufnahme der zu sterilisierenden Gartengeräte dienenden Rost getrennt, unmittelbar die zweite Abteilung angeordnet ist,
wobei in der ersten Abteilung die Sterilisierung durch direkte übertragung der Heizwärme an das eingebrachte Schüttgut, in der zweiten Abteilung dagegen durch Bestreichung der Gartengeräte mittels der von der gleichen Heizung ausgehenden Wärme bewirkt wird.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigt : Fig. 1 eine Seitenansicht des kombinierten Apparates teilweise im Schnitt, Fig. 2 eine Draufsicht zu Fig. 1, bei welcher der Rost nicht angedeutet ist, Fig. 3 eine Vorderansicht des Apparates und Fig. 4 eine Teilansicht des Rostes.
Der dargestellte kombinierte Apparat weist einen rechteckigen Behälter 1 mit korrosionsbeständigen Wänden und leicht lösbarem
Boden 2 auf. Der Behälter ist, wenigstens von der Schmalseite gesehen, nach unten konisch erweitert, wie dies in Fig. 3 ersichtlich ist. Die Längswände sind an ihrem oberen Rand durch U-Profile 3 versteift, in welchen an den Schmalseiten als Handgriffe 4'vorstehende Rohre 4 befestigt sind. Im Raum des Behälters sind in gleichmässig verteilter Anordnung stabförmige
Heizkörper 5 in der Längsrichtung des Behälters verlaufend angeordnet, welche durch quer zu diesen verlaufende, diese untereinander wärmeleitend verbindende, durchgehende Wärmeverteilerbleche 6 (Heiz-Elemente) verbunden sind.
Die Heizrohre 5 sind in zwei Lagen übereinander angeordnet und bilden mit den Verteilerblechen 6 einen zusammenhängenden Heizkörper, welcher durch Lagerung, wenigstens der äusseren Heizrohre der unteren Lage, an den schmalseitigen Wänden des Behälters in diesem festgelegt ist. 7 ist ein Thermostat, des-
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sen Fühler 7'mit mehrerep Wärmeyerteiler- blechen in wärmeleitender Verbindung steht.
Der Heizstromkreis wird durch den Thermostat 7 über einen Schaltschützen 8 innerhalb des am Thermostaten eingestellten Regelbereiches reguliert. 9 ist eine Kontrollampe,"welche an- zeigt, wenn der Heizkörper unter Strom steht.
Die vertikal angeordneten Wärmeverteiler- bleche 6 gestatten ein leichtes Einfüllen der zu sterilisierenden Erde etc. von oben. Das Ent- leeren des Behälters erfolgt durch Hochheben des letzteren.
Zum Auflegen von zu sterilisierenden Gar- tengeräten dient ein gitterförmiger Rost 10, welcher, wie Fig. 1 zeigt, in den Behälter ein- legbar ist, wobei die Wärmeverteilerbleche 6 als Auflage für den Rost dienen. Als Rost kann auch ein gelochtes Blech verwendet werden.
Eine auf den Behälter 1 aufsetzbare Haube 11 dient zur Abschliessung eines die zu sterilisie- renden Geräte umgebenden Sterilisierraumes.
Die Haube n stützt sich mittels eines flansch- förmigen Randes auf dem Behälterrand ab. Er ist an seinen Schmalseitenwänden je mit einem
Handgriff 12 und an der einen Schmalseiten- wand mit einer mit Abschlussklappe : ? 3 ver- sehenen Öffnung versehen, welche auch das
Sterilisieren von mit Stiel versehenen Garten- geräten ermöglicht, derart, dass die Stiele durch die Öffnung aus dem Behälter herausragen.
14 ist ein aussen an der Haube ablesbares Ther- mometer zur Feststellung der Sterilisierungs- temperatur unter der Haube.
Beim Sterilisieren von Kulturerde, Torfmull etc. kann die Behälteröffnung mit einem fla- chen Deckel oder auch mit der Haube zuge- deckt werden.
Das Sterilisieren der Gartengeräte erfolgt bei entleertem Behälter 1. Die Geräte werden auf den in den Behälter eingelegten Rost 10 ge- legt und dann die Haube auf den Behälter auf- gesetzt. Die zu erzielende Sterilisierungstempe- ratur für die Gartengeräte kann ebenfalls am
Thermostat 7 eingestellt werden.
Der beschriebene Apparat kann auch als
Ofen für die Raumheizung oder als vollautomatisch arbeitendes Bewurzelungs- oder Vermehrungsbett verwendet werden.
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in der Schliessstellung verriegelbar sein.
PATENTANSPRÜCHE
1. lyfehrzwecksterilisierpngsappa. rat mit beheizbarem Aufnahmebehälter, der verschiedene Abteilungen zur Aufnahme von Sterilisierungsgut aufweist, die mit einer gemeinsamen Heiz- quelle versehen sind, wobei die verschiedenen Abteilungen gleichzeitig oder unabhängig voneinander aufgeheizt werden können, dadurch gekennzeichnet, dass über der den Durchlass von zu sterilisierendem Schüttgut, wie Erde von oben nach unten ermöglichenden Abteilung 611'), ion welcher die durch über den ganzen
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baren, den Durchlass der Heizwärme ermöglichenden, zur Aufnahme der zu sterilisierenden Gartengeräte dienenden Rost (10) getrennt, unmittelbar die zweite Abteilung (11) angeordnet ist,
wobei in der ersten Abteilung die Sterilisierung durch direkte Übertragung der Heizwärme an das eingebrachte Schüttgut, in der zweiten Abteilung dagegen durch Bestreichung der Gartengeräte mittels der von der gleichen Heizung ausgehenden Wärme bewirkt wird.
2. Mehrzwecksterilisierungsapparat nach An-
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Wärmeverteilerlamellen (6) der Heizung lose aufliegt.
3. Mehrzwecksterilisierungsapparat nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Fühler (7') des Thermostaten mehrere Wärmeverteilerbleche (6) gleichzeitig durchsetzt.
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