<Desc/Clms Page number 1>
Vorrichtung zum Erzeugen von Titerschwankungen bei künstlichen Fäden
Bei der Herstellung von Fäden mit Titerschwankungen muss man darauf bedacht sein, das Einsetzen der Titerschwankungen weitgehend unreelmässig vorzunehmen, um beispielsweise bei der WeitervcTvendung der Fäden zum Gewebe durch
EMI1.1
Fadenlagerungen Spiegelbildungen u. ä.man z. B. so vor, dass der frischgesponnene Faden durch unregelmässig-einsetzenden erhöhten oder verminderten Abzug ungleiche Stärke erhält. Nach einem anderen Verfahren wird die Spinnpumpe auf unregelmässige Förderleistungen verstellt oder es wird neben einer gleichmässig laufenden Spinnpumpe eine absatzweise einsetzende zweite Spinn-
EMI1.2
wird.
Alle diese Vorrichtungen zur Erzeugung von Fäden mit Titerschwankungen werden nach einem Programm gesteuert, welches vorwiegend auf me-
EMI1.3
geformt werdenTiterschwankungen. Sie hatten jedoch den Nachteil, dass man von den Gegebenheiten natürlicher
EMI1.4
Vorgängeabhängig blieb, die z. B. im Falle kosmischer Strahlen über grösseren Zeitverlauf grosse Schwankungen der Impulszahlen pro Zeiteinheit aufwiesen. Ausserdem konnte es vorkommen, dass solche völlig zufällig aufgefangene Strahlen eine so ungünstige
EMI1.5
dass diese in der Praxis nicht verwertbar waren. Weiterhin liessen sich die auf diesem Wege ermittelten Steuerimpulse nicht reproduzieren.
Diese Nachteile und die ausserordentlich empfindlichen Einrichtungen haben das sonst brauchbare Verfahren der Steuerimpulsgabe durch Strahlungen
EMI1.6
Die Erfindung bezweckt, bei dem zuletzt genannten Verfahren die angeführten Nachteile zu beseitigen. Die Erfindung bezieht sich demnach auf eine Vorrichtung zum Erzeugen von Titerschwan-
EMI1.7
Impulse über Verstärker an Schaltrelais weitergeleitet werden, welche die Titeränderungsmittel steuern, wodurch unregelmässig aufeinanderfolgende Titerschwankungen im Faden hervorgerufen werden. Das Erfindungsziel wird dadurch erreicht, dass mit unregelmässig verteilten Impulsen beaufschlagte Magnetbänder oder-platten und. eine an sich bekannte elektromagnetische Abnahmeeinrichtung vorgesehen sind.
Hiebei können die Magnetbänder oder-platten besprochen und die Einrichtung nur zur Abnahme eines oder mehrerer Frequenzteilbereiche eingerichtet sein. Soweit Im-
EMI1.8
ver Strahlen neuartigerweise auf die Magnetbänder oder-platten aufgebracht werden sollen, kann mit Vorteil ein erfindungsgemässes Verfahren angewendet werden, das darin besteht, dass die Magnetfeldimpulse im Takte aufgefangener kosmischer oder radioaktiver Strahlenimpulse auf die Magnetbänder bzw. -platten aufgebracht und im Falle unerwünschter Impulsfolgen nachträglich korrigiert werden.
EMI1.9
bänder weisen grosse Vorteile auf. Die Magnetbänder oder Magnetplatten können so aufgebaut sein, dass sie in langzeitigem Turnus abzuspielen sind.
Ausserdem ist es möglich, von einem einmal bestehenden Mutterband beliebig viele Tochterbänder abzunehmen, wodurch eine glücklich ver-
EMI1.10
<Desc/Clms Page number 2>
: werdenDie auf den Magnetbändern oder Magnetplatten konservieren Impulse können auf vielfältigstem
Wege hergestellt werden. So ist es zum Beispiel möglich, dafür in einfachster Weise das gespro- chene Wort anzuwenden. Man kann jedoch auch so vorgehen, dass man die an sich bewährte Im- puls gabe nach radioaktiven und kosmischen Strah- len für das Bespielen der Bänder und Platten be- nutzt. Man erhält dann eine in jedem Falle un- regelmässige Impulsverteihmg auf dem Band. Sollte nun aus spinntechnischen Gründen oder Anord- nungsgründen eine andere Verteilung der Impulse an gewissen Stellen von Vorteil sein, so kann man die betreffende Stelle auf dem Magnetband nachtäglich durch Streichen und Einfügen neuer oder versetzter Impulse korrigieren.
Auf diesem Wege ist es also möglich, einen Steuerimpulsgeber für
EMI2.1
gem Turnus abläuft und gleichzeitig vervielfältig- bare und reproduzierbare Impulse abgibt.
An Hand der Zeichnung wird eine mögliche
Ausführungsform des ssteuerimpulsgebers näher be- schrieben.
EMI2.2
1flukst, die wiederum über einem Transformator 5 das Schaltrelais 6 im Takte der Steuerimpulse an- zieht. Nach beendetem Impuls fällt das Schalt- relais wieder ab. Je nach seiner Stellung werden beispielsweise zwei verschiedene Stromkupplungen 7 und 8 der nicht näher gezeichneten Pro- duktionsmaschine betätigt, wodurch beispielsweise eine Zusatz-Spinnpumpe vorübergehend eingeschaltet wird oder der Fadenabzug abgebremst oder in verstärktem Masse eingeschaltet werden kann.
Auf dem Magnetband bzw. der Magnetplatte können in bekannter Weise beliebig viele Steuerimpulsreihen dadurch aufgeprägt sein. dass man jeder Impulsreihe eine andere Grundfrequenz zuordnet. Beim Abnehmen werden die einzelnen Frequenzen auseinandergesiebt und die Impulse einer jeden Frequenz dem zugehörigen Relais zugeführt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Erzeugen von Titerschwankungen bei künstlichen Fäden, bei der elektrische Impulse über Verstärker an Schaltrelais weitergeleitet werden, welche die Titeränderungsmittel steuern, wodurch unregelmässig aufeinanderfol- gende Titerschwankungen im Faden hervorgerufen werden, dadurch gekennzeichnet, dass mit unregelmässig verteilten Impulsen beaufschlagte Magnetbänder oder-platten und eine an sich bekannte elektromagnetische Abnahmeeinrichtungvorgesehen sind.