AT18335U1 - Reinigungsvorrichtung - Google Patents
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Abstract
Reinigungsvorrichtung (1) für die Reinigung von Getränkeleitungen einer Schankvorrichtung (2), insbesondere für die Reinigung von Getränkeleitungen eines Bag-in-Box Systems, mit - einem mit wenigstens einer Reinigungsflüssigkeit (3), insbesondere Wasser und/oder Reinigungsmittel, wenigstens teilweise befüllten oder befüllbaren Reinigungsbehälter (4), - einer mit dem Reinigungsbehälter (4) verbundenen Zuflussleitung (5), - wenigstens einer mit der Zuflussleitung (5) verbundenen ersten Reinigungsleitung (6), wobei die wenigstens eine erste Reinigungsleitung (6) eine erste Anschlussvorrichtung (7) zum Anschluss an wenigstens einen ersten Getränkestrang (A), vorzugsweise an eine erste Anstichleitung (8) des ersten Getränkestrangs (A), der Schankvorrichtung (2) umfasst, - wenigstens einer mit der Zuflussleitung (5) verbundenen zweiten Reinigungsleitung (9), wobei die wenigstens eine zweite Reinigungsleitung (9) eine zweite Anschlussvorrichtung (10) zum Anschluss an wenigstens einen zweiten Getränkestrang (B), vorzugsweise an eine zweite Anstichleitung (11) des zweiten Getränkestrangs (B), der Schankvorrichtung (2) umfasst, wobei in der wenigstens einen ersten Reinigungsleitung (6) ein erstes Ventil (12) angeordnet ist, wobei in der wenigstens einen zweiten Reinigungsleitung (9) ein zweites Ventil (13) angeordnet ist, wobei eine signaltechnisch mit dem ersten Ventil (12) und mit dem zweiten Ventil (13) verbundene Ventilsteuervorrichtung (14) vorgesehen ist, wobei das erste Ventil (12) und das zweite Ventil (13) von der Ventilsteuervorrichtung (14) ansteuerbar sind.
Description
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Reinigungsvorrichtung für die Reinigung von Getränkeleitungen einer Schankvorrichtung, insbesondere für die Reinigung von Getränkeleitungen eines Bag-in-Box Systems, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, eine Schankvorrichtung, insbesondere ein Bag-in-Box System, mit wenigstens einer solchen Reinigungsvorrichtung sowie ein Verfahren zum Reinigen wenigstens einer Getränkeleitung einer Schankvorrichtung, insbesondere eines Bag-in-Box Systems, mit einer solchen Reinigungsvorrichtung.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind bereits Reinigungsvorrichtungen für die Reinigung von Getränkeleitungen einer Schankvorrichtung, insbesondere für die Reinigung von Getränkeleitungen eines Bag- in-Box Systems, bekannt. Die herkömmlichen Reinigungsvorrichtungen umfassen einen Reinigungsbehälter, der wenigstens teilweise mit wenigstens einer Reinigungsflüssigkeit, insbesondere Wasser und/oder Reinigungsmittel, befüllt werden kann. Ausgehend von dem Reinigungsbehälter ist eine Zuflussleitung mit dem Reinigungsbehälter verbunden, über welche die wenigstens eine Reinigungsflüssigkeit aus dem Behälter entnommen werden kann. Im Fall einer Reinigungsvorrichtung für zwei Getränkestränge einer Schankvorrichtung sind mit der Zuflussleitung eine erste Reinigungsleitung und eine zweite Reinigungsleitung verbunden, wobei die erste Reinigungsleitung eine erste Anschlussvorrichtung (z. B. in Form einer Kupplung oder eines Adapters) zum Anschluss der ersten Reinigungsleitung an eine erste Anstichleitung des ersten Getränkestrangs der Schankvorrichtung umfasst und wobei die zweite Reinigungsleitung eine zweite Anschlussvorrichtung (z. B. in Form einer Kupplung oder eines Adapters) zum Anschluss der zweiten Reinigungsleitung an eine zweite Anstichleitung des zweiten Getränkestrangs der Schankvorrichtung umfasst. Als Getränkestrang werden dabei die Leitungen und Komponenten bezeichnet, entlang denen ein Getränk von der Getränkequelle (z.B. eine Bag-in-Box) bis zur Zapfvorrichtung oder der Zapfvorrichtung vorgelagerten gemeinsamen Komponenten (z. B. Schaltvorrichtung, Saugleitung, Pumpe oder Getränkeleitung) fließt. Ein jeder Getränkestrang umfasst üblicherweise eine sogenannte Anstichleitung, das ist jene getränkeführende Leitung, an der die Getränkequelle zur Einspeisung eines Getränks in die Schankvorrichtung angeschlossen werden kann. Selbstverständlich können bei einer Schankvorrichtung auch mehr als zwei Getränkestränge vorhanden sein.
[0003] Beim Beispiel der Schankvorrichtung mit zwei Getränkesträngen ist im Schankbetrieb der Schankvorrichtung an der ersten Anstichleitung (erster Getränkestrang) eine erste Getränkequelle (z. B. in Form einer Bag-in-Box enthaltend ein Sirup) angeschlossen und an der zweiten Anstichleitung (zweiter Getränkestrang) ist eine zweite Getränkequelle (z. B. in Form einer Bagin-Box enthaltend einen Fruchtsaft) angeschlossen.
[0004] Zum Reinigen der getränkeführenden Leitungen der Schankvorrichtung mittels herkömmlicher Reinigungsvorrichtungen werden die Getränkequellen von den Anstichleitungen getrennt und die beiden Getränkestränge werden nacheinander mit der Reinigungsflüssigkeit gespült. So wird beispielsweise zuerst die erste Reinigungsleitung der Reinigungsvorrichtungen mittels der ersten Anschlussvorrichtung mit der ersten Anstichleitung verbunden und anschließend die Reinigungsflüssigkeit über die erste Anstichleitung in den ersten Getränkestrang eingebracht. Danach wird die erste Reinigungsleitung wieder von der ersten Anstichleitung getrennt und es wird die zweite Reinigungsleitung der Reinigungsvorrichtungen mittels der zweiten Anschlussvorrichtung mit der zweiten Anstichleitung verbunden und anschließend die Reinigungsflüssigkeit über die zweite Anstichleitung in den zweiten Getränkestrang eingebracht.
[0005] Insbesondere bei Schankvorrichtungen in Form von Bag-in-Box Systemen gibt es bei dem herkömmlichen Reinigungsvorgang bekannterweise Schwierigkeiten. Vor allem besteht das Problem darin, dass beim herkömmlichen Reinigungsvorgang das manuelle Umstecken der Reinigungsvorrichtung von der ersten Anstichleitung des ersten Getränkestrangs zur zweiten Anstichleitung des zweiten Getränkestrangs und umgekehrt sehr zeitaufwändig ist.
[0006] Der Reinigungsvorgang wird üblicherweise in drei Etappen (Wasser - Reinigungsmittel Wasser) durchgeführt und bei der Stilllegung der Zapfvorrichtungen (z. B. Zapfhahn) ist eine
vierte Etappe zum Entleeren der Getränkeleitungen notwendig. Zuerst werden die erste Anstichleitung von der ersten Bag-in-Box sowie die zweite Anstichleitung von der zweiten Bag-in-Box getrennt. Anschließend wird alleinig die erste Anstichleitung mit dem Reinigungsbehälter verbunden (über die erste Reinigungsleitung und die Zuflussleitung) und der Zapfhahn wird so lange betätigt, bis die erste Anstichleitung vollständig mit Wasser gefüllt ist. Dann wird die erste Anstichleitung abgeschlossen und die zweite Anstichleitung wird mit dem Reinigungsbehälter verbunden (über die zweite Reinigungsleitung und die Zuflussleitung). Im Anschluss wird der Zapfhahn wieder so lange betätigt, bis die zweite Anstichleitung und somit die gesamte Getränkeleitung dieses Getränkestrangs vom Reinigungsbehälter bis zum Zapfhahn vollständig mit Wasser gefüllt ist. Die Etappen zwei (mit Reinigungsmittel) und drei (mit Wasser) werden gleichermaßen, wie oben für die erste Etappe beschrieben, durchgeführt.
[0007] Bis dato muss man für den herkömmlichen Reinigungsvorgang die erste Anstichleitung und die zweite Anstichleitung zumindest dreimal pro Getränkesorte manuell umstecken. Die Entfernung und damit die Gesamtlänge der getränkeführenden Leitungen vom Zapfhahn bis zur Bagin-Box Anlage, welche sich oftmals räumlich entfernt in einer der unteren Etagen eines Gebäudes befindet, ist dementsprechend groß. Der herkömmliche Reinigungsvorgang nimmt entsprechend viel Zeit in Anspruch, weil die zu reinigenden Anstichleitungen nach jedem Zapfvorgang manuell umgesteckt werden müssen. Die damit verbundene lange Arbeitszeit ist aus betriebswirtschaftlicher Sicht oft nicht rentabel. Ein weiterer Nachteil der herkömmlichen Reinigungsmethode ist die schwierige Einschätzung der Anzapfzeit für die Anstichleitung, mit der begonnen wird. Aufgrund oftmals unterschiedlicher Längen der Anstichleitungen ist es nur sehr schwer möglich, eine ausreichende Zeit für die vollständige Befüllung des entsprechenden Getränkestrangs einzuschätzen. Aus Gründen der Vorsicht wird daher meist mehr Wasser und Reinigungsmittel verwendet als erforderlich wäre.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es, die vorbeschriebenen Nachteile zu vermeiden und eine gegenüber dem Stand der Technik verbesserte Reinigungsvorrichtung anzugeben. Des Weiteren sollen eine Schankvorrichtung mit wenigstens einer solchermaßen verbesserten Reinigungsvorrichtung und ein Verfahren zum Reinigen wenigstens einer Getränkeleitung einer Schankvorrichtung mit einer solchermaßen verbesserten Reinigungsvorrichtung angegeben werden.
[0009] Diese Aufgabe wird durch eine Reinigungsvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1, eine Schankvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 7 und einem Verfahren zum Reinigen wenigstens einer Getränkeleitung einer Schankvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 13 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
[0010] Bei der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung ist vorgesehen, dass in der wenigstens einen ersten Reinigungsleitung ein erstes Ventil angeordnet ist, wobei in der wenigstens einen zweiten Reinigungsleitung ein zweites Ventil angeordnet ist, wobei eine signaltechnisch mit dem ersten Ventil und mit dem zweiten Ventil verbundene Ventilsteuervorrichtung vorgesehen ist, wobei das erste Ventil und das zweite Ventil von der Ventilsteuervorrichtung ansteuerbar sind.
[0011] Durch das Vorsehen der Ventile in den Reinigungsleitungen und einer entsprechenden Ventilansteuerung kann das manuelle Umstecken der Reinigungsleitungen an die Getränkestränge der Schankvorrichtung entfallen. Die Reinigungsvorrichtung kann an alle Getränkestränge der Schankvorrichtung angeschlossen werden und während des gesamten Reinigungsvorgangs angeschlossen bleiben. Dies führt zu einer deutlichen Zeitersparnis. Durch eine entsprechende Ventilansteuerung kann der Reinigungsvorgang außerdem weitestgehend automatisiert ablaufen, was zu einer weiteren Zeitersparnis und damit auch Kostenersparnis führt.
[0012] Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass die Ventilsteuervorrichtung über eine erste Steuerleitung signaltechnisch mit dem ersten Ventil verbunden ist und über eine zweite Steuerleitung signaltechnisch mit dem zweiten Ventil verbunden ist. Bei den Ventilen kann es sich um an sich bekannte, elektrisch und/oder elektronisch steuerbare Ventile handeln, die für den Einsatz in getränkeführenden Leitungen geeignet sind. Diese Ventile können diskret (völlig offen, völlig geschlossen) oder proportional (Offnungsweite entsprechend einem Steuersignal) ausgeführt
sein. Die Ventilsteuervorrichtung kann über die Steuerleitungen die Ventile ansteuern, indem entsprechende Steuersignale an die Ventile gesendet werden. Die Steuerleitungen können prinzipiell drahtgebunden oder drahtlos sein. Bei den Steuersignalen kann es sich um elektrische oder elektronische Signale handeln. Die Steuersignale können auch unter Verwendung an sich bekannter Übertragungstechnologien und -protokolle übertragen werden (z. B. über WLAN oder Bluetooth). Es ist auch denkbar, dass Ventile und Ventilsteuervorrichtung hydraulisch und/oder pneumatisch wirkend ausgebildet sind.
[0013] Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass die Ventilsteuervorrichtung einen Wechselschalter mit einem Signaleingang, einem mit der ersten Steuerleitung verbundenen ersten Signalausgang und einem mit der zweiten Steuerleitung verbundenen zweiten Signalausgang umfasst, wobei durch den Wechselschalter eine Signalverbindung zwischen Signaleingang und erstem Signalausgang oder zwischen Signaleingang und zweitem Signalausgang herstellbar ist. Durch den Wechselschalter kann in einfacher Weise ein am Signaleingang anliegendes Steuersignal (z. B. zum Offnen eines Ventils) wahlweise dem ersten Ventil oder dem zweiten Ventil zugeführt werden. Der Wechselschalter kann dabei ebenfalls automatisch ansteuerbar sein, sodass beispielsweise vorgesehen sein kann, dass für eine vorgebbare oder vorgegebene Zeitdauer zunächst das erste Ventil mit dem Steuersignal beaufschlagt wird (erstes Ventil wird geöffnet und zweites Ventil bleibt geschlossen) und danach für eine vorgebbare oder vorgegebene Zeitdauer das zweite Ventil mit dem Steuersignal beaufschlagt wird (zweites Ventil wird geöffnet und erstes Ventil wird und bleibt geschlossen).
[0014] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsvariante kann vorgesehen sein, dass erstes Ventil und zweites Ventil von der Ventilsteuervorrichtung abwechselnd, vorzugsweise periodisch und abwechselnd, ansteuerbar sind, vorzugsweise während einer vorgebbaren oder vorgegebenen Reinigungszeit. Mit anderen Worten ist die Ventilsteuervorrichtung dabei derart konfiguriert, dass die beiden Ventile abwechselnd angesteuert werden. Dies kann z. B. mittels des oben erläuterten Wechselschalters erfolgen.
[0015] Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass die Ventilsteuervorrichtung derart konfiguriert ist, dass jeweils während eines vorgebbaren oder vorgegebenen Zeitintervalls abwechselnd zunächst das erste Ventil geöffnet und das zweite Ventil geschlossen ist und dann das zweite Ventil geöffnet und das erste Ventil geschlossen ist. Ein Reinigungsvorgang kann dadurch so ablaufen, dass während des ersten Zeitintervalls das erste Ventil geöffnet und das zweite Ventil geschlossen ist, während des zweiten Zeitintervalls das zweite Ventil geöffnet und das erste Ventil geschlossen ist, während des dritten Zeitintervalls wieder das erste Ventil geöffnet und das zweite Ventil geschlossen ist, usw. Dieses abwechselnde Ansteuern der Ventile kann so lange vorgenommen werden, bis alle an die Ventile angeschlossenen Getränkestränge mit Wasser bzw. Reinigungsmittel vollgefüllt und ausreichend gereinigt sind. Das vorgebbare oder vorgegebene Zeitintervall kann auch als Taktzeit bezeichnet werden (die Zeit, in der die Ventile abwechselnd im offenen bzw. geschlossenen Zustand sind) und kann optimalerweise etwa 3 Sekunden bis 6 Sekunden betragen.
[0016] Dabei kann auch vorgesehen sein, dass die Ventilsteuervorrichtung derart konfiguriert ist, dass die abwechselnde Ansteuerung von erstem Ventil und zweitem Ventil während einer vorgebbaren oder vorgegebenen Reinigungszeit erfolgt.
[0017] Durch einen derart automatisiert ablaufenden Reinigungsvorgang mit der vorgeschlagenen Reinigungsvorrichtung können insbesondere Reinigungsfehler im Zusammenhang mit der Einschätzung der Anzapfzeit für die Anstichleitung, mit der begonnen wird, ausgeschlossen werden. Ein weiterer Vorteil der automatischen Reinigungsmethode ist, dass damit auch ein optimierter und ressourcensparender Verbrauch von Wasser und Reinigungsmittel zum Vorteil für die Umwelt gegeben ist.
[0018] Es kann selbstverständlich auch vorgesehen sein, dass die zu reinigende Schankvorrichtung mehr als zwei Getränkestränge aufweist. Dementsprechend kann auch die vorgeschlagene Reinigungsvorrichtung mehr als zwei Reinigungsleitungen mit darin angeordneten Ventilen umfassen. So kann beispielsweise vorgesehen sein, dass die Reinigungsvorrichtung drei, vier oder
mehr Reinigungsleitungen umfasst, die mit den entsprechenden Getränkesträngen der zu reinigenden Schankvorrichtung verbindbar sind, wobei in jeder Reinigungsleitung jeweils ein Ventil angeordnet ist, wobei die Ventile über die signaltechnisch mit den Ventilen verbundene Ventilsteuervorrichtung ansteuerbar sind. Die vorgeschlagene Reinigungsvorrichtung ist daher nicht so zu verstehen, dass sie nur oder genau zwei Reinigungsleitungen umfasst.
[0019] Schutz wird auch begehrt für eine Schankvorrichtung, insbesondere Bag-in-Box System, mit wenigstens einer Reinigungsvorrichtung gemäß der vorbeschriebenen Art.
[0020] Vorzugsweise kann dabei vorgesehen sein, dass die Schankvorrichtung wenigstens einen ersten Getränkestrang und wenigstens einen zweiten Getränkestrang umfasst, wobei die wenigstens eine erste Reinigungsleitung mittels der ersten Anschlussvorrichtung mit dem wenigstens einen ersten Getränkestrang verbunden oder verbindbar ist, wobei die wenigstens eine zweite Reinigungsleitung mittels der zweiten Anschlussvorrichtung mit dem wenigstens einen zweiten Getränkestrang verbunden oder verbindbar ist.
[0021] Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass die Schankvorrichtung ausgestattet ist mit
- wenigstens einer Zapfvorrichtung, vorzugsweise in Form eines Zapfhahns,
- wenigstens einer Pumpe, vorzugsweise in Form einer Vakuumpumpe, wobei die wenigstens eine Pumpe über eine Getränkeleitung mit der wenigstens einen Zapfvorrichtung verbunden ist,
- wenigstens einer Schaltvorrichtung, vorzugsweise in Form eines Vakuumumschalters, wobei die Schaltvorrichtung über eine Saugleitung mit der wenigstens einen Pumpe verbunden ist,
- wenigstens einem mit der wenigstens einen Schaltvorrichtung verbundenen ersten Getränkestrang umfassend eine erste Anstichleitung,
- wenigstens einem mit der wenigstens einen Schaltvorrichtung verbundenen zweiten Getränkestrang umfassend eine zweite Anstichleitung,
wobei die wenigstens eine erste Reinigungsleitung mittels der ersten Anschlussvorrichtung mit der wenigstens einen ersten Anstichleitung verbunden oder verbindbar ist, wobei die wenigstens eine zweite Reinigungsleitung mittels der zweiten Anschlussvorrichtung mit der wenigstens einen zweiten Anstichleitung verbunden oder verbindbar ist.
[0022] Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass die Schaltvorrichtung einen ersten Fluideingang, einen zweiten Fluideingang und einen Fluidausgang umfasst, wobei die erste Anstichleitung mit dem ersten Fluideingang verbunden ist, wobei die zweite Anstichleitung mit dem zweiten Fluideingang verbunden ist, wobei der Fluidausgang mit der Saugleitung verbunden ist, wobei die Schaltvorrichtung zwischen einer ersten Schaltstellung, bei der ein Fluidfluss zwischen dem ersten Fluideingang und dem Fluidausgang ermöglicht ist, und einer zweiten Schaltstellung, bei der ein Fluidfluss zwischen dem zweiten Fluideingang und dem Fluidausgang ermöglicht ist, vorzugsweise automatisch, hin und her schaltbar ist.
[0023] In einer besonders bevorzugten Ausführungsvariante kann vorgesehen sein, dass die Schaltvorrichtung ein Vakuumumschalter ist. Vakuumumschalter mit einem ersten Fluideingang, einem zweiten Fluideingang und einem Fluidausgang sind an sich bekannt. Wenn der Fluidausgang des Vakuumumschalters mit einer saugenden Pumpe verbunden ist, sich der Vakuumumschalter in der ersten Schaltstellung befindet und ein Fluidfluss unterbunden wird, indem beispielsweise der Zufluss zum ersten Fluideingang gestoppt wird (indem z.B. ein Ventil in der Zuflussleitung zum ersten Fluideingang geschlossen wird), dann schaltet der Vakuumumschalter in die zweite Schaltstellung. In entsprechender Weise schaltet der Vakuumumschalter ausgehend von der zweiten Schaltstellung in die erste Schaltstellung, wenn ein Fluidfluss unterbunden wird, indem beispielsweise der Zufluss zum zweiten Fluideingang gestoppt wird (indem z.B. ein Ventil in der Zuflussleitung zum zweiten Fluideingang geschlossen wird).
[0024] Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass der Vakuumumschalter ausgehend von der
ersten Schaltstellung und geöffnetem ersten Ventil nach einer durch die Ventilsteuervorrichtung angesteuerten Schließung des ersten Ventils und, vorzugsweise gleichzeitigen, Öffnung des zweiten Ventils aufgrund der durch die Pumpe verursachten Saugkraft in der Saugleitung und dem dadurch entstehenden Unterdruck in der ersten Anstichleitung in die zweite Schaltstellung wechselt, wobei der Vakuumumschalter ausgehend von der zweiten Schaltstellung und geöffnetem zweiten Ventil nach einer durch die Ventilsteuervorrichtung angesteuerten Schließung des zweiten Ventils und, vorzugsweise gleichzeitigen, Öffnung des ersten Ventils aufgrund der durch die Pumpe verursachten Saugkraft in der Saugleitung und dem dadurch entstehenden Unterdruck in der zweiten Anstichleitung in die erste Schaltstellung wechselt.
[0025] Dadurch kann in besonders einfacher Weise ein automatisches Umschalten zwischen den zu reinigenden Getränkesträngen erreicht werden, da der Vakuumumschalter automatisch den Schaltstellungen der Ventile in den Reinigungsleitungen folgt und somit die zu reinigenden Getränkestränge nicht manuell geschaltet werden müssen.
[0026] Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass der Reinigungsbehälter der Reinigungsvorrichtung offen ausgebildet ist oder Luftzufuhröffnungen oder eine Luftzufuhr aufweist, beispielsweise in Form eines im Deckel des Reinigungsbehälters ausgebildeten Ventils, z.B. in Form eines Unterdruckventils, das bei Vorliegen eines vorgegebenen oder vorgebbaren Unterdrucks im Reinigungsbehälter öffnet, wodurch Luft in den Reinigungsbehälter eintreten kann. Mit anderen Worten ist hierbei der Reinigungsbehälter nicht luftdicht oder hermetisch verschlossen ausgebildet. Der Reinigungsbehälter kann zum Beispiel durchaus auch als ein einfacher oben offener Kübel ausgebildet sein.
[0027] Des Weiteren wird Schutz begehrt für ein Verfahren zum Reinigen wenigstens einer Getränkeleitung einer Schankvorrichtung, insbesondere eines Bag-in-Box Systems, mit einer Reinigungsvorrichtung gemäß der vorbeschriebenen Art, wobei die Schankvorrichtung ausgestattet ist mit
- wenigstens einer Zapfvorrichtung, vorzugsweise in Form eines Zapfhahns,
- wenigstens einer Pumpe, vorzugsweise in Form einer Vakuumpumpe, wobei die wenigstens eine Pumpe über die wenigstens eine Getränkeleitung mit der wenigstens einen Zapfvorrichtung verbunden ist,
- wenigstens einer Schaltvorrichtung, vorzugsweise in Form eines Vakuumumschalters, wobei die Schaltvorrichtung über eine Saugleitung mit der wenigstens einen Pumpe verbunden ist,
- wenigstens einem mit der wenigstens einen Schaltvorrichtung verbundenen ersten Getränkestrang umfassend eine erste Anstichleitung,
- wenigstens einem mit der wenigstens einen Schaltvorrichtung verbundenen zweiten Getränkestrang umfassend eine zweite Anstichleitung,
wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:
- Anschließen der wenigstens einen ersten Reinigungsleitung mittels der ersten Anschlussvorrichtung an die wenigstens eine erste Anstichleitung,
- Anschließen der wenigstens einen zweiten Reinigungsleitung mittels der zweiten Anschlussvorrichtung an die wenigstens eine zweite Anstichleitung,
- ggf. wenigstens teilweises Befüllen des Reinigungsbehälters mit wenigstens einer Reinigungsflüssigkeit, insbesondere Wasser und/oder Reinigungsmittel,
abwechselndes, vorzugsweise periodisches und abwechselndes, Ansteuern von erstem Ventil und zweitem Ventil durch die Ventilsteuervorrichtung, vorzugsweise während einer vorgebbaren oder vorgegebenen Reinigungszeit.
[0028] Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass die Schaltvorrichtung einen ersten Fluideingang, einen zweiten Fluideingang und einen Fluidausgang umfasst, wobei die erste Anstichleitung mit dem ersten Fluideingang verbunden ist, wobei die zweite Anstichleitung mit dem zweiten
Fluideingang verbunden ist, wobei der Fluidausgang mit der Saugleitung verbunden ist, wobei die Schaltvorrichtung zwischen einer ersten Schaltstellung, bei der ein Fluidfluss zwischen dem ersten Fluideingang und dem Fluidausgang ermöglicht ist, und einer zweiten Schaltstellung, bei der ein Fluidfluss zwischen dem zweiten Fluideingang und dem Fluidausgang ermöglicht ist, vorzugsweise automatisch, hin und her schaltbar ist.
[0029] Dabei kann vorzugsweise vorgesehen sein, dass die Schaltvorrichtung ein Vakuumumschalter ist.
[0030] In einer besonders bevorzugten Ausführungsvariante kann vorgesehen sein, dass ausgehend von der ersten Schaltstellung und geöffnetem ersten Ventil und geschlossenem zweiten Ventil das erste Ventil geschlossen wird und, vorzugsweise gleichzeitig, das zweite Ventil geöffnet wird, wobei der Vakuumumschalter aufgrund der durch die Pumpe verursachten Saugkraft in der Saugleitung und dem dadurch entstehenden Unterdruck in der ersten Anstichleitung in die zweite Schaltstellung wechselt.
[0031] Mit anderen Worten befindet sich hierbei der Vakuumumschalter zunächst in der ersten Schaltstellung, bei der ein Fluidfluss zwischen dem ersten Fluideingang (der mit dem ersten Getränkestrang verbunden ist) und dem Fluidausgang ermöglicht ist. Das erste Ventil ist geöffnet und das zweite Ventil ist geschlossen, somit kann der erste Getränkestrang gereinigt werden. Nun wird das erste Ventil geschlossen und gleichzeitig das zweite Ventil geöffnet, woraufhin aufgrund der durch die Pumpe verursachten Saugkraft ein Unterdruck (Vakuum) in der ersten Anstichleitung entsteht und der Vakuumumschalter in die zweite Schaltstellung wechselt, bei ein Fluidfluss zwischen dem zweiten Fluideingang (der mit dem zweiten Getränkestrang verbunden ist) und dem Fluidausgang ermöglicht ist, sodass der zweite Getränkestrang gereinigt werden kann.
[0032] Entsprechend kann vorgesehen sein, dass ausgehend von der zweiten Schaltstellung und geöffnetem zweiten Ventil und geschlossenem ersten Ventil das zweite Ventil geschlossen wird und, vorzugsweise gleichzeitig, das erste Ventil geöffnet wird, wobei der Vakuumumschalter aufgrund der durch die Pumpe verursachten Saugkraft in der Saugleitung und dem dadurch entstehenden Unterdruck in der zweiten Anstichleitung in die erste Schaltstellung wechselt.
[0033] Mit anderen Worten befindet sich hierbei der Vakuumumschalter in der zweiten Schaltstellung, bei der ein Fluidfluss zwischen dem zweiten Fluideingang (der mit dem zweiten Getränkestrang verbunden ist) und dem Fluidausgang ermöglicht ist. Das zweite Ventil ist geöffnet und das erste Ventil ist geschlossen, somit kann der zweite Getränkestrang gereinigt werden. Nun wird das zweite Ventil geschlossen und gleichzeitig das erste Ventil geöffnet, woraufhin aufgrund der durch die Pumpe verursachten Saugkraft ein Unterdruck (Vakuum) in der zweiten Anstichleitung entsteht und der Vakuumumschalter in die erste Schaltstellung wechselt, bei ein Fluidfluss zwischen dem ersten Fluideingang (der mit dem ersten Getränkestrang verbunden ist) und dem Fluidausgang ermöglicht ist, sodass der erste Getränkestrang gereinigt werden kann.
[0034] Anschließend kann wieder durch entsprechende Ventilansteuerung (wie zuvor beschrieben) auf den zweiten Getränkestrang umgeschaltet werden. Auf diese Weise können erster Getränkestrang und zweiter Getränkestrang abwechselnd gereinigt werden. Der Vakuumumschalter braucht dabei nicht manuell betätigt zu werden, da der aufgrund der entsprechenden Ventilansteuerung automatisch zwischen dem ersten Getränkestrang und dem zweiten Getränkestrang hin und her schaltet. Ein vorteilhafter Nebeneffekt ist dabei, dass durch diese Vorgehensweise auch die korrekte Funktionsweise des Vakuumumschalters überprüft werden kann.
[0035] Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der nachfolgenden Figurenbeschreibung erläutert. Dabei zeigen:
[0036] Fig. 1 eine Schankvorrichtung in Form eines Bag-in-Box Systems,
[0037] Fig. 2 einen herkömmlichen Reinigungsvorgang getränkeführender Leitungen der Schankvorrichtung gemäß Fig. 1,
[0038] Fig. 3 einen herkömmlichen Reinigungsvorgang weiterer getränkeführender Leitungen
der Schankvorrichtung gemäß Fig. 1, [0039] Fig. 4 ein Ausführungsbeispiel einer vorgeschlagenen Reinigungsvorrichtung,
[0040] Fig. 5 eine Schankvorrichtung mit daran angeschlossener Reinigungsvorrichtung gemäß Fig. 4 und
[0041] Fig. 6 eine beispielhafte Ventilsteuervorrichtung eines Ausführungsbeispiels einer vorgeschlagenen Reinigungsvorrichtung.
[0042] Fig. 1 zeigt eine Schankvorrichtung 2 in Form eines an sich bekannten Bag-in-Box Systems mit automatischer Umschaltung. Dieses System wird beispielsweise für Sirupe und andere Getränke (Fruchtsäfte usw.) verwendet. Die hier gezeigte Schankvorrichtung 2 umfasst eine Zapfvorrichtung 21 in Form eines Zapfhahns. Die Zapfvorrichtung 21 ist über eine Getränkeleitung 23 mit einer Pumpe 22 verbunden. Die Pumpe 22 ist in diesem Beispiel als Vakuumpumpe ausgebildet, die über eine entsprechende Pneumatikversorgung 28 betätigbar ist. Die Pneumatikversorgung 28 dient als Antriebsmedium für die Vakuumpumpe. Über eine Saugleitung 25 ist eine Schaltvorrichtung 24, hier in Form eines Vakuumumschalters, mit der Pumpe 22 verbunden. Die gezeigte Schankvorrichtung 2 umfasst zwei Getränkestränge A, B, die jeweils mit der Schaltvorrichtung 24 verbunden sind und an denen eine Bag-in-Box Anlage angeschlossen ist. Der erste Getränkestrang A umfasst eine erste Anstichleitung 8, und der zweite Getränkestrang B umfasst eine zweite Anstichleitung 11. Am Ende der ersten Anstichleitung 8 ist eine erste Kupplungsvorrichtung 26 und daran angeschlossen eine erste Bag-in-Box 29 angeordnet, und am Ende der zweiten Anstichleitung 11 ist eine zweite Kupplungsvorrichtung 27 und daran angeschlossen eine zweite Bag-in-Box 30 angeordnet.
[0043] Sobald die Zapfvorrichtung 21 in Form des Zapfhahns betätigt wird, entsteht ein Druckabfall in der Getränkeleitung 23. Dadurch wird die Vakuumpumpe aktiviert und durch einen darin integrierten Druckabfallschalter beginnt das Ansaugen des Getränkes 33 der ersten Bag-in-Box 29 durch die erste Anstichleitung 8 und den Vakuumumschalter und weiter durch die Saugleitung 25 zur Vakuumpumpe. Durch die von der Pneumatikversorgung 28 betriebene Vakuumpumpe wird das Getränk 33 durch die Getränkeleitung 23 zum Zapfhahn gedrückt. Der Getränkefluss des Getränks 33 ausgehend von der ersten Bag-in-Box 29 bis zur Zapfvorrichtung 21 in Form des Zapfhahns ist durch Pfeile entlang der getränkeführenden Leitungen (erste Anstichleitung 8, Saugleitung 25, Getränkeleitung 23) angedeutet. Wenn während des Zapfens die erste Bag-inBox 29 leer wird, entsteht ein Unterdruck (Vakuum) in der ersten Anstichleitung 8. Die Schaltvorrichtung 24 in Form des Vakuumumschalters schaltet dann automatisch auf die zweite Bag-inBox 30 um. Somit fließt das Getränk 33 weiter durch die zweite Anstichleitung 11 so lange bis der Zapfhahn geschlossen wird. Der Getränkefluss des Getränks 33 ausgehend von der zweiten Bag-in-Box 30 bis zur Zapfvorrichtung 21 in Form des Zapfhahns ist durch Pfeile entlang der getränkeführenden Leitungen (zweite Anstichleitung 11, Saugleitung 25, Getränkeleitung 23) angedeutet.
[0044] Fig. 2 zeigt die Schankvorrichtung 2 der Fig. 1, wobei die erste Bag-in-Box 29 und die zweite Bag-in-Box 30 zum Zwecke der Reinigung der getränkeführenden Leitungen der Schankvorrichtung 2 abgeschlossen wurden. Zur Reinigung der getränkeführenden Leitungen, insbesondere der Getränkeleitung 23, der Schankvorrichtung 2 wird in diesem Beispiel ein herkömmlicher Reinigungsbehälter 4 mit der Schankvorrichtung 2 verbunden.
[0045] Mit dem teilweise mit einer Reinigungsflüssigkeit 3 (in diesem Beispiel Wasser) befüllten Reinigungsbehälter 4 ist eine Zuflussleitung 5 verbunden, von der wiederum zwei Reinigungsleitungen 6, 9 abzweigen. Die erste Reinigungsleitung 6 umfasst eine erste Anschlussvorrichtung 7 (z. B. in Form einer Kupplung oder eines Adapters) zum Anschluss der ersten Reinigungsleitung 6 an die erste Anstichleitung 8 des ersten Getränkestrangs A der Schankvorrichtung 2, und die zweite Reinigungsleitung 9 umfasst eine zweite Anschlussvorrichtung 10 (z. B. in Form einer Kupplung oder eines Adapters) zum Anschluss der zweiten Reinigungsleitung 9 an die zweite Anstichleitung 11 des zweiten Getränkestrangs B der Schankvorrichtung 2. Zum Anschließen der ersten Reinigungsleitung 6 an die erste Anstichleitung 8 kann die erste Anschlussvorrichtung 7
mit der ersten Kupplungsvorrichtung 26 am Ende der ersten Anstichleitung 8 verbunden werden, und zum Anschließen der zweiten Reinigungsleitung 9 an die zweite Anstichleitung 11 kann die zweite Anschlussvorrichtung 10 mit der zweiten Kupplungsvorrichtung 27 am Ende der zweiten Anstichleitung 11 verbunden werden.
[0046] Im gezeigten Beispiel ist nun die erste Kupplungsvorrichtung 26 der ersten Anstichleitung 8 mit der ersten Reinigungsleitung 6 verbunden und die zweite Kupplungsvorrichtung 27 der zweiten Anstichleitung 11 ist von der zweiten Reinigungsleitung 9 getrennt. Der Reinigungsbehälter 4 ist mittels der Zuflussleitung 5 mit der ersten Reinigungsleitung 6 und der zweiten Reinigungsleitung 9 verbunden.
[0047] Vor Beginn des Reinigungsvorgangs wird die erste Reinigungsleitung 6 mittels der ersten Anschlussvorrichtung 7 (und der mit der ersten Anschlussvorrichtung 7 verbundenen ersten Kupplungsvorrichtung 26) mit der ersten Anstichleitung 8 verbunden. Die zweiten Anstichleitung 11 wird nicht angeschlossen. Die erste Anstichleitung 8 und die zweite Anstichleitung 11 sind zunächst immer noch mit Getränk 33 gefüllt. Um den Reinigungsvorgang zu starten, wird die Zapfvorrichtung 21 in Form des Zapfhahns betätigt. Die Pumpe 22 in Form der Vakuumpumpe saugt die Reinigungsflüssigkeit 3 in Form von Wasser aus dem Reinigungsbehälter 4 durch die Zuflussleitung 5 mittels der ersten Reinigungsleitung 6 und der ersten Anstichleitung 8 durch die Schaltvorrichtung 24 in Form des Vakuumumschalters und durch die Saugleitung 25 an und fördert das Wasser mittels der Getränkeleitung 23 zum Zapfhahn. Damit werden die erste Anstichleitung 8 und die weiteren getränkeführenden Leitungen mit Wasser durchgespült. Der Fluss der Reinigungsflüssigkeit 3 ausgehend vom Reinigungsbehälter 4 bis zur Zapfvorrichtung 21 in Form des Zapfhahns ist durch Pfeile entlang der entsprechenden Leitungen (Zuflussleitung 5, erste Reinigungsleitung 6, erste Anstichleitung 8, Saugleitung 25, Getränkeleitung 23) angedeutet.
[0048] Fig. 3 zeigt die Fortsetzung des mit Bezugnahme auf Fig. 2 beschriebenen herkömmlichen Reinigungsvorgangs der Schankvorrichtung 2 gemäß Fig. 1. Nach dem Reinigen des ersten Getränkestrangs A soll nun noch der zweite Getränkestrang B der Schankvorrichtung 2 gereinigt werden. Dazu wird die zweite Anstichleitung 11 mittels zweiter Kupplungsvorrichtung 27 und zweiter Anschlussvorrichtung 10 mit der zweiten Reinigungsleitung 9 verbunden, und die erste Kupplungsvorrichtung 26 der ersten Anstichleitung 8 wird von der ersten Reinigungsleitung 6 getrennt. Der Reinigungsbehälter 4 ist mittels der Zuflussleitung 5 mit der zweiten Reinigungsleitung 9 und der ersten Reinigungsleitung 6 verbunden. Die zweite Reinigungsleitung 9 ist mittels der zweiten Anschlussvorrichtung 10 (und der mit der zweiten Anschlussvorrichtung 10 verbundenen zweiten Kupplungsvorrichtung 27) mit der zweiten Anstichleitung 11 verbunden. Die erste Anstichleitung 8 ist getrennt. Die erste Anstichleitung 8 ist bereits mit Reinigungsflüssigkeit 3 in Form von Wasser gefüllt, und die zweite Anstichleitung 11 ist noch mit Getränk 33 gefüllt.
[0049] Um den Reinigungsvorgang fortzusetzen, wird die Zapfvorrichtung 21 in Form des Zapfhahns betätigt. Die Pumpe 22 in Form der Vakuumpumpe saugt die Reinigungsflüssigkeit 3 in Form von Wasser aus dem Reinigungsbehälter 4 durch die Zuflussleitung 5 mittels der zweiten Reinigungsleitung 9 und der zweiten Anstichleitung 11 durch die Schaltvorrichtung 24 in Form des Vakuumumschalters und durch die Saugleitung 25 an und fördert das Wasser mittels der Getränkeleitung 23 zum Zapfhahn. Damit werden nun auch die zweite Anstichleitung 11 sowie die weiteren getränkeführenden Leitungen mit Wasser durchgespült. Der Zapfhahn wird so lange betätigt, bis alle Leitungen des zweiten Getränkestrangs B vom Reinigungsbehälter 4 bis zum Zapfhahn (zweite Anstichleitung 11, Saugleitung 25, Getränkeleitung 23) mit Wasser gefüllt sind. Der Fluss der Reinigungsflüssigkeit 3 ausgehend vom Reinigungsbehälter 4 bis zur Zapfvorrichtung 21 in Form des Zapfhahns ist durch Pfeile entlang der entsprechenden Leitungen (Zuflussleitung 5, zweite Reinigungsleitung 9, zweite Anstichleitung 11, Saugleitung 25, Getränkeleitung 23) angedeutet.
[0050] Fig. 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer vorgeschlagenen Reinigungsvorrichtung 1 für die Reinigung von Getränkeleitungen einer Schankvorrichtung 2, insbesondere für die Reinigung von Getränkeleitungen eines Bag-in-Box Systems. Die Reinigungsvorrichtung 1 umfasst einen mit wenigstens einer Reinigungsflüssigkeit 3, insbesondere Wasser und/oder Reinigungsmittel,
wenigstens teilweise befüllbaren Reinigungsbehälter 4 und eine mit dem Reinigungsbehälter 4 verbundene Zuflussleitung 5. Mit der Zuflussleitung 5 sind eine erste Reinigungsleitung 6 und eine zweite Reinigungsleitung 9 verbunden, sodass grundsätzlich Reinigungsflüssigkeit 3 aus dem Reinigungsbehälter 4 über die Zuflussleitung 5 in die erste Reinigungsleitung 6 und in die zweite Reinigungsleitung 9 fließen kann.
[0051] Die erste Reinigungsleitung 6 umfasst eine erste Anschlussvorrichtung 7 zum Anschluss der ersten Reinigungsleitung 6 an einen ersten Getränkestrang A, vorzugsweise an eine erste Anstichleitung 8 des ersten Getränkestrangs A, der mit der Reinigungsvorrichtung 1 zu verbindenden Schankvorrichtung 2. In der ersten Reinigungsleitung 6 ist ein erstes Ventil 12 angeordnet, durch das der Durchfluss der Reinigungsflüssigkeit 3 durch die erste Reinigungsleitung 6 ermöglicht (bei geöffnetem ersten Ventil 12) oder blockiert (bei geschlossenem ersten Ventil 12) werden kann. Bei geöffnetem ersten Ventil 12 kann Reinigungsflüssigkeit 3 vom Reinigungsbehälter 4 über die Zuflussleitung 5 durch die erste Reinigungsleitung 6 bis zur ersten Anschlussvorrichtung 7 fließen.
[0052] Die zweite Reinigungsleitung 9 umfasst eine zweite Anschlussvorrichtung 10 zum Anschluss der zweiten Reinigungsleitung 9 an einen zweiten Getränkestrang B, vorzugsweise an eine zweite Anstichleitung 11 des zweiten Getränkestrangs B, der mit der Reinigungsvorrichtung 1 zu verbindenden Schankvorrichtung 2. In der zweiten Reinigungsleitung 9 ist ein zweites Ventil 13 angeordnet, durch das der Durchfluss der Reinigungsflüssigkeit 3 durch die zweite Reinigungsleitung 9 ermöglicht (bei geöffnetem zweitem Ventil 13) oder blockiert (bei geschlossenem zweiten Ventil 13) werden kann. Bei geöffnetem zweiten Ventil 13 kann Reinigungsflüssigkeit 3 vom Reinigungsbehälter 4 über die Zuflussleitung 5 durch die zweite Reinigungsleitung 9 bis zur zweiten Anschlussvorrichtung 10 fließen.
[0053] Die Reinigungsvorrichtung 1 umfasst eine Ventilsteuervorrichtung 14, die signaltechnisch über eine erste Steuerleitung 15 mit dem ersten Ventil 12 und über eine zweite Steuerleitung 16 mit dem zweiten Ventil 13 verbunden ist. Erstes Ventil 12 und zweites Ventil 13 sind von der Ventilsteuervorrichtung 14 ansteuerbar.
[0054] Fig. 5 zeigt eine Schankvorrichtung 2 in Form eines Bag-in-Box Systems mit daran angeschlossener Reinigungsvorrichtung 1 gemäß Fig. 4. Der Reinigungsbehälter 4 der Reinigungsvorrichtung 1 ist etwa zur Hälfte mit Reinigungsflüssigkeit 3, hier in Form von Wasser, befüllt. Die erste Reinigungsleitung 6 mit erstem Ventil 12 ist mittels erster Anschlussvorrichtung 7 und erster Kupplungsvorrichtung 26 mit einer ersten Anstichleitung 8 eines ersten Getränkestrangs A der Schankvorrichtung 2 verbunden. Die zweite Reinigungsleitung 9 mit zweitem Ventil 13 ist mittels zweiter Anschlussvorrichtung 10 und zweiter Kupplungsvorrichtung 27 mit einer zweiten Anstichleitung 11 eines zweiten Getränkestrangs B der Schankvorrichtung 2 verbunden.
[0055] Die Ventilsteuervorrichtung 14 des hier gezeigten Ausführungsbeispiels der Reinigungsvorrichtung 1 hat die Aufgabe, periodisch und abwechselnd in vorgegebenen Zeitintervallen das erste Ventil 12 und das zweite Ventil 13 zu öffnen und zu schließen, wodurch während des Reinigungsvorganges die Schaltvorrichtung 24 in Form eines Vakuumumschalters abwechselnd zwischen der ersten Anstichleitung 8 und der zweiten Anstichleitung 11 umschaltet. Die Ventilsteuervorrichtung 14 kann beispielsweise derart konfiguriert sein, dass jeweils während eines vorgebbaren oder vorgegebenen Zeitintervalls abwechselnd zunächst das erste Ventil 12 geöffnet und das zweite Ventil 13 geschlossen ist und dann das zweite Ventil 13 geöffnet und das erste Ventil 12 geschlossen ist. Dadurch können die Getränkestränge A, B wie nachfolgend erläutert abwechselnd gereinigt werden.
[0056] Der Vakuumumschalter umfasst einen ersten Fluideingang, einen zweiten Fluideingang und einen Fluidausgang, wobei die erste Anstichleitung 8 mit dem ersten Fluideingang verbunden ist und die zweite Anstichleitung 11 mit dem zweiten Fluideingang verbunden ist. Der Fluidausgang ist mit der Saugleitung 25 verbunden. Der Vakuumumschalter ist zwischen einer ersten Schaltstellung, bei der ein Fluidfluss zwischen dem ersten Fluideingang und dem Fluidausgang ermöglicht ist, und einer zweiten Schaltstellung, bei der ein Fluidfluss zwischen dem zweiten Fluideingang und dem Fluidausgang ermöglicht ist, hin und her schaltbar.
[0057] Ausgehend von der ersten Schaltstellung und geöffnetem ersten Ventil 12 und geschlossenem zweiten Ventil 13 wird das erste Ventil 12 geschlossen und gleichzeitig das zweite Ventil 13 geöffnet (durch die Ventilsteuervorrichtung 14), wobei der Vakuumumschalter aufgrund der durch die Pumpe 22 verursachten Saugkraft in der Saugleitung 25 und dem dadurch entstehenden Unterdruck (Vakuum) in der ersten Anstichleitung 8 in die zweite Schaltstellung wechselt. Mit anderen Worten befindet sich hierbei der Vakuumumschalter zunächst in der ersten Schaltstellung, bei der ein Fluidfluss zwischen dem ersten Fluideingang (der mit dem ersten Getränkestrang A verbunden ist) und dem Fluidausgang ermöglicht ist. Das erste Ventil 12 ist geöffnet und das zweite Ventil 13 ist geschlossen, somit kann der erste Getränkestrang A gereinigt werden. Nun wird das erste 12 Ventil geschlossen und gleichzeitig das zweite Ventil 13 geöffnet, woraufhin aufgrund der durch die Pumpe 22 verursachten Saugkraft der Vakuumumschalter in die zweite Schaltstellung wechselt, bei der ein Fluidfluss zwischen dem zweiten Fluideingang (der mit dem zweiten Getränkestrang B verbunden ist) und dem Fluidausgang ermöglicht ist. Dadurch dass das zweite Ventil 13 geöffnet ist, kann der zweite Getränkestrang B gereinigt werden.
[0058] Der Vakuumumschalter befindet sich nun in der zweiten Schaltstellung. Ausgehend von der zweiten Schaltstellung und geöffnetem zweiten Ventil 13 und geschlossenem ersten Ventil 12 wird das zweite Ventil 13 geschlossen und gleichzeitig das erste Ventil 12 geöffnet (durch die Ventilsteuervorrichtung 14), wobei der Vakuumumschalter aufgrund der durch die Pumpe 22 verursachten Saugkraft in der Saugleitung 25 und dem dadurch entstehenden Unterdruck (Vakuum) in der zweiten Anstichleitung 11 in die erste Schaltstellung wechselt. Mit anderen Worten befindet sich hierbei der Vakuumumschalter in der zweiten Schaltstellung, bei der ein Fluidfluss zwischen dem zweiten Fluideingang (der mit dem zweiten Getränkestrang B verbunden ist) und dem Fluidausgang ermöglicht ist. Das zweite Ventil 13 ist geöffnet und das erste Ventil 12 ist geschlossen, somit kann der zweite Getränkestrang B gereinigt werden. Nun wird das zweite Ventil 13 geschlossen und gleichzeitig das erste Ventil 12 geöffnet, woraufhin aufgrund der durch die Pumpe 22 verursachten Saugkraft der Vakuumumschalter in die erste Schaltstellung wechselt, bei der ein Fluidfluss zwischen dem ersten Fluideingang (der mit dem ersten Getränkestrang A verbunden ist) und dem Fluidausgang ermöglicht ist. Dadurch dass das erste Ventil 12 geöffnet ist, kann der erste Getränkestrang A gereinigt werden.
[0059] Ein Reinigungsvorgang der Getränkeleitungen der Schankvorrichtung 2 unter Verwendung der vorgeschlagenen Reinigungsvorrichtung 1 läuft dabei beispielsweise folgendermaßen ab. Zunächst ist das erste Ventil 12 im offenen Zustand und das zweite Ventil 13 ist geschlossen. Durch die Betätigung der Zapfvorrichtung 21 in Form eines Zapfhahns fängt die hier als Vakuumpumpe ausgebildete Pumpe 22 an, das Wasser aus dem Reinigungsbehälter 4 zu saugen. Das Wasser fließt mittels der Zuflussleitung 5 durch das erste Ventil 12 in der ersten Reinigungsleitung 6, und weiter mittels der ersten Anstichleitung 8 durch die als Vakuumumschalter ausgebildete Schaltvorrichtung 24 und durch die Saugleitung 25, die mit der als Vakuumpumpe ausgebildeten Pumpe 22 verbunden ist. Die Vakuumpumpe, die durch die Pneumatikversorgung 28 angetrieben wird, drückt das Wasser weiter durch die Getränkeleitung 23 bis zum Zapfhahn. Während des Zapfens schließt nach einem vorgegebenen Zeitintervall die Ventilsteuervorrichtung 14 mittels der ersten Steuerleitung 15 das erste Ventil 12. In der ersten Anstichleitung 8 wird dadurch Unterdruck erzeugt. Durch den Unterdruck schaltet der Vakuumumschalter automatisch auf die zweite Anstichleitung 11 um. Gleichzeitig öffnet die Ventilsteuervorrichtung 14 mittels der zweiten Steuerleitung 16 das zweite Ventil 13. Das Wasser fließt weiter ununterbrochen durch den Vakuumumschalter über die Saugleitung 25 zur Vakuumpumpe, die das Wasser mittels der Getränkeleitung 23 zum Zapfhahn drückt. Nach dem vorgegebenen Zeitintervall schließt das zweite Ventil 13 und somit wird in der zweiten Anstichleitung 11 Unterdruck erzeugt. Durch den Unterdruck schaltet der Vakuumumschalter wieder auf die erste Anstichleitung 8 um und gleichzeitig öffnet die Ventilsteuervorrichtung 14 mittels der ersten Steuerleitung 15 das erste Ventil 12. Dieser Vorgang wird automatisch so oft wiederholt, bis die Getränkeleitung 23 vollständig mit Wasser gefüllt ist. Ein manuelles Umstecken von erster Anstichleitung 8 und zweiter Anstichleitung 11 ist nicht mehr notwendig, da die Umschaltung durch die Ventile 12, 13 und die Ventilsteuervorrichtung 14 automatisch erfolgt. Derselbe Reinigungsvorgang kann dann noch mit flüssigem Reinigungsmittel und anschließend noch einmal mit Wasser durchgeführt werden. Der Fluss der
Reinigungsflüssigkeit 3 (Wasser bzw. Reinigungsmittel) ausgehend vom Reinigungsbehälter 4 bis zur Zapfvorrichtung 21 in Form des Zapfhahns ist durch Pfeile entlang der entsprechenden Leitungen (Zuflussleitung 5, erste Reinigungsleitung 6, erste Anstichleitung 8, zweite Reinigungsleitung 9, zweite Anstichleitung 11, Saugleitung 25, Getränkeleitung 23) angedeutet.
[0060] Fig. 6 zeigt eine beispielhafte Ventilsteuervorrichtung 14 eines Ausführungsbeispiels einer vorgeschlagenen Reinigungsvorrichtung 1.
[0061] Die hier abgebildete Reinigungsvorrichtung 1 umfasst einen mit wenigstens einer Reinigungsflüssigkeit 3, insbesondere Wasser und/oder Reinigungsmittel, wenigstens teilweise befüllbaren Reinigungsbehälter 4 und eine mit dem Reinigungsbehälter 4 verbundene Zuflussleitung 5. Die Zuflussleitung 5 umfasst eine Verteilvorrichtung 32 in Form eines Sammelrohres, von dem in diesem Beispiel vier erste Reinigungsleitungen 6 und vier zweite Reinigungsleitungen 9 abzweigen. In jeder der vier ersten Reinigungsleitungen 6 ist jeweils ein erstes Ventil 12 angeordnet, und in jeder der vier zweiten Reinigungsleitungen 9 ist jeweils ein zweites Ventil 13 angeordnet. Die ersten Ventile 12 und die zweiten Ventile 13 sind als elektrisch steuerbare Ventile ausgebildet. Eine gemeinsame Masseleitung 31 ist von der Ventilsteuervorrichtung 14 zu den ersten Ventilen 12 und den zweiten Ventile 13 geführt. Zur elektrischen Ansteuerung der ersten Ventile 12 ist eine gemeinsame erste Steuerleitung 15 von der Ventilsteuervorrichtung 14 zu den vier ersten Ventilen 12 geführt, und zur elektrischen Ansteuerung der zweiten Ventile 13 ist eine gemeinsame zweite Steuerleitung 16 von der Ventilsteuervorrichtung 14 zu den vier zweiten Ventilen 13 geführt.
[0062] Die hier abgebildete Ventilsteuervorrichtung 14 umfasst einen Wechselschalter 17 mit einem Signaleingang 18, einem ersten Signalausgang 19 und einem zweiten Signalausgang 20. Der erste Signalausgang 19 ist signaltechnisch (hier elektrisch) mit der ersten Steuerleitung 15 verbunden, und der zweite Signalausgang 20 ist signaltechnisch (hier elektrisch) mit der zweiten Steuerleitung 16 verbunden. An den Signaleingang 18 des Wechselschalters 17 ist ein Steuersignal in Form einer elektrischen Spannung angelegt. Je nach Schalterstellung des Wechselschalters 17 wird somit das Steuersignal auf die erste Steuerleitung 15 oder auf die zweite Steuerleitung 16 geführt, wodurch entweder die ersten Ventile 12 oder die zweiten Ventile 13 geöffnet werden.
[0063] Der Wechselschalter 17 kann dabei automatisch ansteuerbar ausgebildet sein, sodass beispielsweise vorgesehen sein kann, dass für eine vorgebbare oder vorgegebene Zeitdauer zunächst die ersten Ventil 12 mit dem Steuersignal beaufschlagt werden (die ersten Ventile 12 werden geöffnet und die zweiten Ventile 13 werden geschlossen) und danach für eine vorgebbare oder vorgegebene Zeitdauer die zweiten Ventile 13 mit dem Steuersignal beaufschlagt werden (die zweiten Ventile 13 werden geöffnet und die ersten Ventile 12 werden geschlossen). Dadurch können die ersten Ventile 12 und die zweiten Ventile 13 von der Ventilsteuervorrichtung 14 periodisch und abwechselnd angesteuert werden, bis die an die ersten Reinigungsleitungen 6 und an die zweiten Reinigungsleitungen 9 angeschlossenen Getränkestränge einer Schankvorrichtung 2 gereinigt sind.
BEZUGSZEICHENLISTE:
4
10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33
Reinigungsvorrichtung Schankvorrichtung Reinigungsflüssigkeit Reinigungsbehälter Zuflussleitung
erste Reinigungsleitung erste Anschlussvorrichtung erste Anstichleitung
zweite Reinigungsleitung zweite Anschlussvorrichtung zweite Anstichleitung erstes Ventil
zweites Ventil Ventilsteuervorrichtung erste Steuerleitung
zweite Steuerleitung Wechselschalter Signaleingang
erster Signalausgang zweiter Signalausgang Zapfhahn
Pumpe
Getränkeleitung Schaltvorrichtung Saugleitung
erste Kupplungsvorrichtung zweite Kupplungsvorrichtung Pneumatikversorgung erste Bag-in-Box
zweite Bag-in-Box Masseleitung Verteilvorrichtung
Getränk
erster Getränkestrang zweiter Getränkestrang
AT 18 335 U1 2024-10-15
Claims (1)
- Ansprüche1. Reinigungsvorrichtung (1) für die Reinigung von Getränkeleitungen einer Schankvorrichtung (2), insbesondere für die Reinigung von Getränkeleitungen eines Bag-in-Box Systems, mit - einem mit wenigstens einer Reinigungsflüssigkeit (3), Insbesondere Wasser und/oder Rei-nigungsmittel, wenigstens teilweise befüllten oder befüllbaren Reinigungsbehälter (4),- einer mit dem Reinigungsbehälter (4) verbundenen Zuflussleitung (5),- wenigstens einer mit der Zuflussleitung (5) verbundenen ersten Reinigungsleitung (6), wobei die wenigstens eine erste Reinigungsleitung (6) eine erste Anschlussvorrichtung (7) zum Anschluss an wenigstens einen ersten Getränkestrang (A), vorzugsweise an eine erste Anstichleitung (8) des ersten Getränkestrangs (A), der Schankvorrichtung (2) umfasst,- wenigstens einer mit der Zuflussleitung (5) verbundenen zweiten Reinigungsleitung (9), wobei die wenigstens eine zweite Reinigungsleitung (9) eine zweite Anschlussvorrichtung (10) zum Anschluss an wenigstens einen zweiten Getränkestrang (B), vorzugsweise an eine zweite Anstichleitung (11) des zweiten Getränkestrangs (B), der Schankvorrichtung (2) umfasst,dadurch gekennzeichnet, dass in der wenigstens einen ersten Reinigungsleitung (6) einerstes Ventil (12) angeordnet ist, wobei in der wenigstens einen zweiten Reinigungsleitung(9) ein zweites Ventil (13) angeordnet ist, wobei eine signaltechnisch mit dem ersten Ventil(12) und mit dem zweiten Ventil (13) verbundene Ventilsteuervorrichtung (14) vorgesehenist, wobei das erste Ventil (12) und das zweite Ventil (13) von der Ventilsteuervorrichtung(14) ansteuerbar sind.2, Reinigungsvorrichtung nach dem vorangehenden Anspruch, wobei die Ventilsteuervorrichtung (14) über eine erste Steuerleitung (15) signaltechnisch mit dem ersten Ventil (12) verbunden ist und über eine zweite Steuerleitung (16) signaltechnisch mit dem zweiten Ventil (13) verbunden ist.3. Reinigungsvorrichtung nach dem vorangehenden Anspruch, wobei die Ventilsteuervorrichtung (14) einen Wechselschalter (17) mit einem Signaleingang (18), einem mit der ersten Steuerleitung (15) verbundenen ersten Signalausgang (19) und einem mit der zweiten Steuerleitung (16) verbundenen zweiten Signalausgang (20) umfasst, wobei durch den Wechselschalter (17) eine Signalverbindung zwischen Signaleingang (18) und erstem Signalausgang (19) oder zwischen Signaleingang (18) und zweitem Signalausgang (20) herstellbar ist.4. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei erstes Ventil (12) und zweites Ventil (13) von der Ventilsteuervorrichtung (14) abwechselnd, vorzugsweise periodisch und abwechselnd, ansteuerbar sind, vorzugsweise während einer vorgebbaren oder vorgegebenen Reinigungszeit.5. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Ventilsteuervorrichtung (14) derart konfiguriert ist, dass jeweils während eines vorgebbaren oder vorgegebenen Zeitintervalls abwechselnd zunächst das erste Ventil (12) geöffnet und das zweite Ventil (13) geschlossen ist und dann das zweite Ventil (13) geöffnet und das erste Ventil (12) geschlossen ist.6. Reinigungsvorrichtung nach dem vorangehenden Anspruch, wobei die Ventilsteuervorrichtung (14) derart konfiguriert ist, dass die abwechselnde Ansteuerung von erstem Ventil (12) und zweitem Ventil (13) während einer vorgebbaren oder vorgegebenen Reinigungszeit erfolgt.7. Schankvorrichtung (2), insbesondere Bag-in-Box System, mit wenigstens einer Reinigungsvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche.8. Schankvorrichtung nach dem vorangehenden Anspruch, mit wenigstens einem ersten Getränkestrang (A) und wenigstens einem zweiten Getränkestrang (B), wobei die wenigstens eine erste Reinigungsleitung (6) mittels der ersten Anschlussvorrichtung (7) mit dem wenigstens einen ersten Getränkestrang (A) verbunden oder verbindbar ist, wobei die wenigstens10.11.12.13.AT 18 335 U1 2024-10-15eine zweite Reinigungsleitung (9) mittels der zweiten Anschlussvorrichtung (10) mit dem wenigstens einen zweiten Getränkestrang (B) verbunden oder verbindbar ist.Schankvorrichtung nach dem vorangehenden Anspruch, mit- wenigstens einer Zapfvorrichtung (21), vorzugsweise in Form eines Zapfhahns,- wenigstens einer Pumpe (22), vorzugsweise in Form einer Vakuumpumpe, wobei die wenigstens eine Pumpe (22) über eine Getränkeleitung (23) mit der wenigstens einen Zapfvorrichtung (21) verbunden ist,- wenigstens einer Schaltvorrichtung (24), vorzugsweise in Form eines Vakuumumschalters, wobei die Schaltvorrichtung (24) über eine Saugleitung (25) mit der wenigstens einen Pumpe (22) verbunden ist,- wenigstens einem mit der wenigstens einen Schaltvorrichtung (24) verbundenen ersten Getränkestrang (A) umfassend eine erste Anstichleitung (8),- wenigstens einem mit der wenigstens einen Schaltvorrichtung (24) verbundenen zweiten Getränkestrang (B) umfassend eine zweite Anstichleitung (11),wobei die wenigstens eine erste Reinigungsleitung (6) mittels der ersten Anschlussvorrich-tung (7) mit der wenigstens einen ersten Anstichleitung (8) verbunden oder verbindbar ist,wobei die wenigstens eine zweite Reinigungsleitung (9) mittels der zweiten Anschlussvorrichtung (10) mit der wenigstens einen zweiten Anstichleitung (11) verbunden oder verbindbar ist.Schankvorrichtung nach dem vorangehenden Anspruch, wobei die Schaltvorrichtung (24) einen ersten Fluideingang, einen zweiten Fluideingang und einen Fluidausgang umfasst, wobei die erste Anstichleitung (8) mit dem ersten Fluideingang verbunden ist, wobei die zweite Anstichleitung (11) mit dem zweiten Fluideingang verbunden ist, wobei der Fluidausgang mit der Saugleitung (25) verbunden ist, wobei die Schaltvorrichtung (24) zwischen einer ersten Schaltstellung, bei der ein Fluidfluss zwischen dem ersten Fluideingang und dem Fluidausgang ermöglicht ist, und einer zweiten Schaltstellung, bei der ein Fluidfluss zwischen dem zweiten Fluideingang und dem Fluidausgang ermöglicht ist, vorzugsweise automatisch, hin und her schaltbar ist.Schankvorrichtung nach dem vorangehenden Anspruch, wobei die Schaltvorrichtung (24) ein Vakuumumschalter ist.Schankvorrichtung nach dem vorangehenden Anspruch, wobei der Vakuumumschalter ausgehend von der ersten Schaltstellung und geöffnetem ersten Ventil (12) nach einer durch die Ventilsteuervorrichtung (14) angesteuerten Schließung des ersten Ventils (12) und, vorzugsweise gleichzeitigen, Öffnung des zweiten Ventils (13) aufgrund der durch die Pumpe (22) verursachten Saugkraft in der Saugleitung (25) und dem dadurch entstehenden Unterdruck in der ersten Anstichleitung (8) in die zweite Schaltstellung wechselt, wobei der Vakuumumschalter ausgehend von der zweiten Schaltstellung und geöffnetem zweiten Ventil (13) nach einer durch die Ventilsteuervorrichtung (14) angesteuerten Schließung des zweiten Ventils (13) und, vorzugsweise gleichzeitigen, Öffnung des ersten Ventils (12) aufgrund der durch die Pumpe (22) verursachten Saugkraft in der Saugleitung (25) und dem dadurch entstehenden Unterdruck in der zweiten Anstichleitung (11) in die erste Schaltstellung wechselt.Verfahren zum Reinigen wenigstens einer Getränkeleitung (23) einer Schankvorrichtung (2), insbesondere eines Bag-in-Box Systems, mit einer Reinigungsvorrichtung (1) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Schankvorrichtung (2) ausgestattet ist mit- wenigstens einer Zapfvorrichtung (21), vorzugsweise in Form eines Zapfhahns,- wenigstens einer Pumpe (22), vorzugsweise in Form einer Vakuumpumpe, wobei die wenigstens eine Pumpe (22) über die wenigstens eine Getränkeleitung (23) mit der wenigstens einen Zapfvorrichtung (21) verbunden ist,- wenigstens einer Schaltvorrichtung (24), vorzugsweise in Form eines Vakuumumschalters, wobei die Schaltvorrichtung (24) über eine Saugleitung (25) mit der wenigstens einen Pumpe (22) verbunden ist,- wenigstens einem mit der wenigstens einen Schaltvorrichtung (24) verbundenen erstenGetränkestrang (A) umfassend eine erste Anstichleitung (8), - wenigstens einem mit der wenigstens einen Schaltvorrichtung (24) verbundenen zweiten Getränkestrang (B) umfassend eine zweite Anstichleitung (11),wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:- Anschließen der wenigstens einen ersten Reinigungsleitung (6) mittels der ersten Anschlussvorrichtung (7) an die wenigstens eine erste Anstichleitung (8),- Anschließen der wenigstens einen zweiten Reinigungsleitung (9) mittels der zweiten Anschlussvorrichtung (10) an die wenigstens eine zweite Anstichleitung (11),- ggf. wenigstens teilweises Befüllen des Reinigungsbehälters (4) mit wenigstens einer Reinigungsflüssigkeit (3), Insbesondere Wasser und/oder Reinigungsmittel,- abwechselndes, vorzugsweise periodisches und abwechselndes, Ansteuern von erstem Ventil (12) und zweitem Ventil (13) durch die Ventilsteuervorrichtung (14), vorzugsweise während einer vorgebbaren oder vorgegebenen Reinigungszeit.14. Verfahren nach dem vorangehenden Anspruch, wobei die Schaltvorrichtung (24) einen ersten Fluideingang, einen zweiten Fluideingang und einen Fluidausgang umfasst, wobei die erste Anstichleitung (8) mit dem ersten Fluideingang verbunden ist, wobei die zweite Anstichleitung (11) mit dem zweiten Fluideingang verbunden ist, wobei der Fluidausgang mit der Saugleitung (25) verbunden ist, wobei die Schaltvorrichtung (24) zwischen einer ersten Schaltstellung, bei der ein Fluidfluss zwischen dem ersten Fluideingang und dem Fluidausgang ermöglicht ist, und einer zweiten Schaltstellung, bei der ein Fluidfluss zwischen dem zweiten Fluideingang und dem Fluidausgang ermöglicht ist, vorzugsweise automatisch, hin und her schaltbar ist.15. Verfahren nach dem vorangehenden Anspruch, wobei die Schaltvorrichtung (24) ein Vakuumumschalter ist.16. Verfahren nach dem vorangehenden Anspruch, wobei ausgehend von der ersten Schaltstellung und geöffnetem ersten Ventil (12) und geschlossenem zweiten Ventil (13) das erste Ventil (12) geschlossen wird und, vorzugsweise gleichzeitig, das zweite Ventil (13) geöffnet wird, wobei der Vakuumumschalter aufgrund der durch die Pumpe (22) verursachten Saugkraft in der Saugleitung (25) und dem dadurch entstehenden Unterdruck in der ersten Anstichleitung (8) in die zweite Schaltstellung wechselt.17. Verfahren nach einem der beiden vorangehenden Ansprüche, wobei ausgehend von der zweiten Schaltstellung und geöffnetem zweiten Ventil (13) und geschlossenem ersten Ventil (12) das zweite Ventil (13) geschlossen wird und, vorzugsweise gleichzeitig, das erste Ventil (12) geöffnet wird, wobei der Vakuumumschalter aufgrund der durch die Pumpe (22) verursachten Saugkraft in der Saugleitung (25) und dem dadurch entstehenden Unterdruck in der zweiten Anstichleitung (11) in die erste Schaltstellung wechselt.Hierzu 6 Blatt Zeichnungen
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| WO2018192716A1 (de) * | 2017-04-21 | 2018-10-25 | Wmf Group Gmbh | Milchzufuhrvorrichtung sowie verfahren zum zuführen von milch |
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- 2023-04-18 AT ATA50284/2023A patent/AT527171A2/de unknown
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