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Österreichische PATENTSCHRIFT Nr. 17263. PARSONS FOREIGN PATENTS COMPANY LIMITED IN LONDON.
Dampfturbine mit einzeln hergestellten Schaufeln.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Dampfturbine mit einzeln hergestellten Schaufeln, welche angestauchte bezw. umgebogene Kopfplatten besitzen, die sich im Rade zu einem Ring zusammenfügen. Die Erfindung kennzeichnet sich dadurch, dass sich die Kopfplatten
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an den Schaufelenden entsteht und dadurch ein völlig dichter Abschluss gebildet wird.
Bei Anwendung der Erfindung für den Fall, dass die Schaufeln aus gewalztem oder gezogenem Draht von zur Schaufelformung geeignetem Querschnitt in entsprechenden Längen abgeschnitten sind, werden die Schaufeln ähnlich wie Nadeln oder Drahtstifte in einer Maschine bekannter Art angeknöpft und dann werden die Kopfenden umgebogen und in eine Form gehracht, dass sie sich nach dem Einsetzen in die Turbine derart übergreifen, dass ein glatter, ununterbrochener Abschlussring an den Schaufelenden entsteht.
Diese Art der M'erstellung und Formung der Schaufeln ermöglicht örtliche Ausdehnungen des Kranzes, falls dieser durch Reibung eine Krhit/ung erfahren sollte ; sie ist auch für jedes beliebige Material, aus welchem die Schaufetn erzeugt werden. anwendbar. Die neuen Schaufeln können in irgendeiner bekannten Weise in Nuten des Gehäuses und der Spindel
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Um einen Schleifring zur Abdichtung eines Schaufelkranzes gegen die benachbarten Schaufelkränze herzustellen, wie diese bereits bekannt sind, können die Kopfplatten seitlich entweder auf einer Seite oder auf beiden Seiten die Schaufeln überragen.
In den beiliegenden Zeichnungen stellen die Fig. 1, 2 und 3 in Ansicht die erste Form der mit. Kopf versehenen Schaufeln dar, welche ein ganz oder nahezu geschlossenes Aneinanderfügen an der Dampfeintrittsseite gestatten. Die Fig. 4 und 5 zeigen Schaufeln
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7 und 8 bieten eine zweite Form der mit Kopf versehenen Schaufeln, welche ein einheitliches Aneinanderschliessen an der Dampfaustrittsseito ermöglichen ; Fig. 9 zeigt Schaufeln dieser Art in ihrer Vereinigung zu einem Ring in Aufsicht. Die Fig. 10, 11 und 12 zeigen eine dritte Form der Schaufeln mit glattem Abschluss nach beiden Seiten des Schaufelringes und Fig. 13 bietet die zugehörige Aufsicht einer solchen Schaufel, während Fig. 14 drei solche vereinigte Schaufeln darstellt.
Die Fig. 15 und 16 stellen in Längs-und Querschnitt einen Teil einer mit derartigen Schaufeln ausgerüsteten Dampfturbine dar- Fig. 17 ist eine Aufsicht einer Reihe von Schaufelringen der in Fig. 15 gezeigten Art.
Bei Ausführung der Erfindung werden Schaufeln aus geeignetem Material, nachdem sie auf eine der Art des abzuformenden Kopfes entsprechende Länge abgeschnitten worden sind, mittelst bekannter Maschinen wie gewöhnliche Stecknadeln oder Drahtstifte mit Köpfen versehen oder ihre Kopfenden werden umgebogen und unter grossem Drucke in die geforderte Gestalt flach gedrückt, so dass nach Einsetzen in die Turbine, die Kopfenden dicht aneinander anliegen und sich derart übergreifen, dass entweder an der Dampfeintritts- oder an der Austrittsseite des SchaJ1felringes ein geschlossenes Gefüge geschaffen wird.
Bei der ersten Art des Anköpfens werden Stempel von solcher Art angewendet, dass der Kopf nur an der konkaven Schaufelfläche (Fig. 1-5) gebildet wird und diese Köpfe, wie Fig. 4 zeigt, aneinander stossen. Dadurch wird ein dichtes Aneinanderfügen an der Eintritts-
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seite der Schaufelringe hervorgerufen. Der Kopf jeder Schaufel a (Fig. 2, und 3) steht rings in die Ebene des'Schaufelringes voround ist bei c eingebogen, wodurch eine Flansche d entsteh die den ttnteren Teil des Kopfes der nächsten Schaufel überlappt, wie die Fig. 5 unjd Migen und so einen vollen Kranz an der Dampfeintrittsseite der Schaufelringe bildet die Richtung des einströmenden Dampfes ist in Fig. 5 durch den Pfeil 2 angedeutet.
Der so gebildete Mantel wird auf der Drehbank oder durch Schleifen geglättet, sobald die Schaufeln festgemacht sind.
Bei der zweiten Art dar Kopfanformung sind Stempel in Verwendung, welche den Kopf nur an der konvexen Seite der Schaufel ausbilden (Fig. 6 und 9) und dadurch an der Dampfaustrittsseite der Scbaufelringe einen geschlossenen Mantel erzeugen. In diesem Falle werden die Köpfe c abgebogen, so dass sie einander überdecken, können wobei jeder Teil d über dem Teil b der angrenzenden Schaufel a (Fig. 9) liegt. Die Richtung des strömenden Dampfes ist in Fig. 9 durch den Pfeil 2 angegeben.
Bei der dritten Art des Anköpfens, die in den Fig. 10 bis 14 dargestellt ist, erhalten die gebildeten Köpfe auf beiden Seiten der Schaufeln Ansätze bund d. Der Kopf wird ebenfalls abgebogen, so dass eine Überdeckung stattfinden kann, wobei der Teil d des einen Kopfes sich über den Teil b des nächsten Kopfes legt. (Fig. 14). Die punktierten Linien
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Köpf einen vollen Mantel auf beiden Seiten des Schaufelringes.
Diese Art der Ausgestaltung lässt örtliche Ausdehnungen in dem Mantel zu, falls dieser durch Reibung erhitzt werden sollte. Um die Fugen in dem Mantel mehr dampfdicht zu machen, kann in allen diesen Fällen durch Löten ein Abschluss geschaffen werden. Die erhitzten Schaufeln lassen sich auf gewöhnliche Weise in eingefräste Nuten des Gehäuses und der Spindel einsetzen.
Um einen Widerlagsring für den Schleifring des Schaufelkranzes herzustellen, werden die Halteringe oder Passstücke e länger als gewöhnlich gemacht, so dass sie über den Seiten der Nuten vorstehen und einen erhöhten Ring bilden, Diese an sich bekannte Einrichtung macht Fig. 15 ersichtlich. Der Schleifring f bewirkt mit den Halteringen einen Abschluss der Srhaufelkränze gegeneinander.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Dampfturbine mit oinzpln hergestellten Schaufeln, welche angestauchte bezw. um gebogene Kopfplatten besitzen, die sich im Rade zu einem Ring zusammenfügen, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Kopfplatten überdecken und derart geformt sind, dass ein glatter, ununterbrochener Abschluss-ring an den Schaufelenden entsteht, in welchem örtlich Ausdehnungen infolge Erhitzung möglich sind.