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Elektrischer Kleinwiderstand
Eine Entwicklungsrichtung im elektrischen Gerätebau zielt auf eine weitestgehende Verkleinerung der verwendeten Apparate hin. Insbesondere sind dabei die transportablen Rundfunkempfangsgeräte, Sondergeräte und andere fernmeldetechnischen Kleingeräte zu nennen. Hand in Hand mit der Verkleinerung der einzelnen Bestandteile steigt aber die Beanspruchung dieser Teile und es müssen Massnahmen getroffen werden, um insbesondere die Wärmebeanspruchung und Festigkeit der klein gewordenen Teile in zulässigen Grenzen zu halten.
In Fig. 1 ist ein Schichtwiderstand gezeichnet, der in Natur eine Länge von ungefähr 8 bis 10 mm besitzt. Der Schichtträger ist das Glas-oder Keramikröhrchen 2, das mit der gewendelten Widerstandsschicht 4 bedeckt ist. Dieses dünne Röhrchen ist nun mechanisch sehr empfindlich und wird zu seinem Schutze mit einer Bakelitmasse 5 umpresst, durch welche die im Widerstand erzeugte Wärme an die Oberfläche dringen muss. Um die Wärme gut ableiten zu können, werden nach der deutschen Patentschrift Nr. 684027 von beiden Seiten in das Widerstandsträgerröhrchen zwei die Wärme gut leitende
Drähte eingeschoben, die gleichzeitig als Strom- zuführung dienen und sich deshalb in der Mitte nicht berühren dürfen. Diese werden mit einer die Wärme gut leitenden Paste (wie z. B. Graphit oder ein Lot) versehen, die mit dem Wider- standsträger guten Wärmekontakt geben.
Die in der Widerstandsschicht entstehende Wärme kann nun durch die Drahtenden abgeleitet werden.
Als Nachteile dieser bekannten Anordnung sind zu nennen, dass die Bakelitumpressung eine gewisse Stärke nicht unterschreiten darf, weil durch den entstehenden Hohlraum in der Mitte 6 der Widerstand stark bruchgefährdet ist. Ausserdem entsteht an dieser Stelle ein Wärmestau. Eine Verkleinerung der gesamten Widerstandsgrösse durch Verwendung einer Lackierung an Stelle der Bakelitumpressung ist aus Festigkeitsgründen daher unmöglich. Um diese Nachteile zu vermeiden, soll nun der Kerndraht im ganzen durchlaufend ausgebildet und der zweite Kontakt aussen an dem anderen Ende des Widerstandes angebracht werden.
Fig. 2 zeigt eine erfindungsgemässe Anordnung, welche die eben genannten Nachteile vermeidet und es gestattet, Widerstände herzustellen, welche bei gleicher Belastungsfähigkeit noch kleiner werden, als die in der Fig. 1 gezeigten Miniatur-Widerstände.
Über eingut wärmeleitendes Metallstäbchen oder Röhrchen 9 wird ein an seinem unteren Ende mit einer keramischen Masse verschlossenen Keramikröhrchen 7 geschoben und mit einer Graphitpaste 12 oder einem Metall-Lot an dem Metallröhrchen oder Stäbchen befestigt. Diese Pare gibt auch den elektrischen Kontakt zwischen dem Anschlussdraht und der aussen auf dem Röhrchen angebrachten glatten oder gewendelten Widerstandsschicht 10, welch letztere an dem verschlossenen Ende des Röhrchens mit einem Anschlussdraht 11 Kontakt macht. Die gut leitende Graphitpaste 12 erleichtert auch hier wieder die Kontaktgabe von Anschlussdraht und Widerstandsschicht. Der ganze Widerstand wird dann mit der Lackschicht 13 versehen und dadurch vor Kratzbeschädigungen geschützt.
Als besondere Vorteile dieser Anordnung sind zu nennen : Der dünne Widerstandsträger 7, der aus Keramik oder Glas bestehen kann, ist durch das eingeschobene Metallstäbchen 9 mechanisch gegen Abbrechen geschützt ; das Metallstäbchen (Cu-Stäbchen 9), welches im Betrieb an einen gut wärmeleitenden Bestandteil in der Apparatur angelötet wird, schafft die im Widerstand erzeugte Wärme restlos und gleichmässig fort ; der Widerstand wird durch diese Massnahme bei gleicher Watt-Belastung ungefähr halb so gross als die bisher verwendeten.
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