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Kolbenverdichter Be, Kolbenvcrdichtern wird Luft oder Gas zufolge des im Zylinder beim Ansaughub entstehenden Unterdruckes bei den Bauarten, welche die Verwendung der leistungsmindernden Einlassventile vermeiden, durch Schlitze, Bohrungen und sonstige Ausnehmungen der Zylinderwand in den Zylinder gesaugt. Diese Einlassöffnungen werden für den Gas- oder Luftdurchfluss geöffnet, indem entweder die Oberkante des Kolbens in Totpunktnähe sie freigibt oder entsprechende Ausnehmungen in der Kolbenwand sich mit denen der Zylinderwand überdecken, so dass die Ansaugluft (Gas) im ersten Fall direkt, im zweiten Fall über ein im Kolbenboden angeord- netes Ventil in den Zylinder einströmen kann.
Diese bisher bekannten Bauarten haben den
Nachteil, dass durch erhebliche Verminderung der Durchflussquerschnitte der Füllungsgrad mit einem Kontraktionskoeffizienten von 0-6 bis 0-7 berechnet werden muss. Dabei wird bei Ver- wendung von Einlassventilen im Kolbenboden, abgesehen von den höheren Herstellungskosten und der grösseren Betriebsunsicherheit, der
Vorteil der längeren Durchflussdauer durch die zusätzlichen Druckverluste in den Kolben- kanälen fast aufgehoben.
Wie in zwei Ausführungsformen in Fig. 1 und 3 bzw. 2 und 4 der Zeichnung dargestellt, erfolgt zur Vermeidung von Kontraktionsverlusten gerade bei höchster Durchflussgeschwindigkeit der Einlass des zu verdichtenden gasförmigen Mediums nur durch Schlitze 10 in der Zylinderwand 1, die durch Führungsstege 11 umkränzt sind, welche die Durchflussöffnungen 10 düsenförmig bis zu den Steuerquerschnitten 6 verengen.
Zum Unterschied von den düsenförmigen
Einlassschlitzen, wie sie für Zweitaktmotoren schon vorgeschlagen wurden, sind bei den
Einlassöffnungen 10 in der Wand des Verdichter- zyhnders die seitlichen Führungswände der
Stege 11 erfindungsgemäss so angeordnet, dass bei symmetrischer Anordnung ivre gedachten
Verlängerungen 14 bis 19 sich in Punkten auf der der Ansaugzuleitung 7 abgewendeten Hälfte B bis C der Symmetrieebene 55 schneiden.
Da ferner festgestellt wurde, dass der Ansaug- strom sich an die Wand des Zylinders 9 oder den Boden 20 des Kolbens 5 anzulegen trachtet, werden erfindungsgemäss in den Schlitzen 10 die unteren Führungswände 8, 12 und bei der
Ausführungsform gemäss Fig. 2 und 4 auch die oberen Führungswände 13 geneigt angeordnet und diese Neigung in der Neigung des Kolbenbodens'20 fortgesetzt, um so unter möglichst geringen Strömungsverlusten die durch einander gegenüberliegende Schlitze fliessenden Ansaugströme im Zylinder nach oben zu richten.
Die durch die erfindungsgemässe Anordnung erzielte Mehrleistung kommt am sinnfälligsten dadurch zum Ausdruck, dass die Ansaugleistung von 4 m3/Min. mit zwei Zylindern erreicht wird, wogegen bei den bisherigen Bauarten für weniger als halb so grosse Ansaugleistungen von rund 1. 5 m3/Min. schon die doppelte Anzahl, also vier Zylinder, erforderlich war oder wegen der Grösse der Kolben die Umdrehungszahl erheblich herabgesetzt und ein gesondertes Untersetzung getriebe zwischen den Verdichter und den zumeist mit rund 1500 Umdrehungen/Min. laufenden Elektro-oder Verbrennungsmotor eingebaut werden musste. Gegenüber dem bisherigen Stand der Technik ergibt sich durch die wesentliche Vereinfachung bei mehr als doppelter Leistung und erheblich grösserer Betriebssicherheit ein bedeutender Fortschritt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kolbenverdichter, in dessen Zylinderwand über der Kolbenoberkante in der kurbelwellen- nahen Totpunktlage Einlassschlitze vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erreichung der grösstmöglichen Zylinderfüllung die Einlass- schlitze (10) durch die zwecks geringstem
Strömungswiderstand nach Art der Tragflügel- nasen halbelliptischen Querschnitt aufweisenden
Zwischenwände (11) und die nach aero- dynamischen Grundsätzen abgerundeten oberen und unteren Führungsflächen (8, 9, 12 und 13) einen düsenförmigen Durchlassquerschnitt er- halten und zu der dem Zylinder und der Ansaug- leitung gemeinsamen Symmetrieebene (SS) symmetrisch und derart angeordnet sind, dass die gedachten Verlängerungen (14 bis 19) der
Seitenwände der Stege (11)
sich in Punkten auf der der Ansaugleitung (7) abgewandten
Hälfte (BC) dieser Symmetrieebene schneiden, und dass die oberen und unteren Führungsflächen der Einlassschlitze (8, 9, 12, 13) gegen die
Zylinderachse eine Neigung von 65 bis 86 aufweisen.
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