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Einrichtung an elektrischen Kochgeräten.
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung an elektrischen Kochgeräten, die das so häufig vor- kommende Überkochen von Flüssigkeiten, ins- besondere Milch oder Suppe, unschädlich macht, indem sie den Verlust dieser Speisen vermeidet und überdies die sonst dabei entstehende Ver- unreinigung des Kochgerätes vollkommen ver- hindert.
Erfindungsgemäss ist am Kochgerät ein Auf- fanggerät angeordnet, das mit einem elektrischen
Schalter in solcher mechanischer Verbindung steht, dass der Kochstrom bei Erreichung einer bestimmten Gewichtsmenge im Auffanggefäss selbsttätig abgeschaltet wird.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 perspektivisch die Gesamtanordnung bei Verwendung eines mit Steckkupplungsanschluss versehenen Kochgerätes und die Fig. 2 einen Schnitt durch das hiebei verwendete Zusatzgerät.
Auf einer mit Steckkupplungsanschluss versehenen elektrischen Kochplatte 1 ist ein Kochtopf 2 aufgesetzt, der eine etwas schräg angebrachte Rinne 3 mit einem Ablaufstutzen 4 trägt, so dass etwa überkochende Flüssigkeiten von dieser Rinne aufgefangen werden und nicht auf das Kochgerät gelangen können. Von der Rinne fliessen sie in ein unter den Ablauf gestelltes Auffanggefäss 5 ab, das auf einer Konsole 6 steht, auf der es mittels federnder Klappen 7 gegen Umfallen gesichert ist. Die Konsole wird von zwei den Kocher umgreifenden, zusammen einen
U-förmigen Schwenkarm Y bildenden Armen getragen.
Der Schwenkarm 9 lagert an der Achse 10 und diese wieder in Lagerösen 11 eines Zusatzgerätes 12, das kästchenförmigausgebildet ist und auf der einen Seite mit einem Paar Steckbuchsen 13 und auf der andern Seite mit einem Steckerpaar 14 ausgerüstet ist. Mittels der Steckbuchsen 13 kann das Kästchen 12 an die Stecker 15 des Kochers angeschlossen und so mit diesem elektrisch gekuppelt und auch mechanisch verbunden werden. Mit der Achse 10 undrehbar verbunden ist ein in das Innere des Kästchens ragendes Zahnsegment 17, das mit einem Ritzel 18 in Eingriff steht, welches am Kästchen drehbar gelagert ist. Mit dem Ritzel 18 ist ein Arm 19 mit federndem Sperrzahn 20 verbunden, der in ein Sperrad 21 eingreift.
Das Sperrad 21 sitzt auf der Achse eines Schalters 22, der ein-oder auch zweipolig in den elektrischen Verbindungs- leitungen zwischen Stecker 14 und Steckbuchsen 13 liegt. Mit dem Zahnsegment 17 ist ferner ein Blech 24 mit einer Rast 25 verbunden, in die eine
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Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende :
Solange das Auffanggefäss 5 leer ist, hält die in der Rast 25 eingreifende Feder 26 den Schwenkarm 9 in der in vollen Linien gezeichneten Hochlage. Sobald jedoch überkochende Flüssigkeit in das Gefäss 5 einströmt und dieses etwa bis zur Hälfte gefüllt hat, überwindet das vergrösserte Gewicht die Kraft der Feder 26 und schwenkt den Arm 9 nach unten, wobei das Zahnsegment 17 das Ritzel 18 in Drehung versetzt und dieses über den Sperrzahn 20 und Sperrad 21 den Schalter 22 in die Ausschaltstellung verdreht.
Die etwa noch überströmende Flüssigkeit füllt die obere Hälfte des Auffanggefässes 5. Ein weiteres Überkochen wird durch die Abschaltung des Stromes verhindert. Zur Wiedereinschaltung entleert man das Gefäss 5 und schwenkt den Arm 9 wieder in die Hochlage, wobei der Sperrzahn 20 an den Zähnen des Sperrades 21 zurückgleitet ; die Stromeinschaltung wird erst wieder durch Be- tätisuns des auf der Achse des Drehschalters 22 sitzenden Drehknopfes 27 vorgenommen, mit welchem man natürlich auch jederzeit unabhängig von der Lage des Schwenkarmes 9 die Stromunterbrechung bewirken kann.
Die geschilderte und in der Zeichnung dargestellte Einrichtung dient für die Anbringung an bereits vorhandenen elektrischen Kochplatten.
Wird hingegen die Einrichtung bei der Fabrikation von Kochplatten oder elektrischen Herden angebracht, so kann sie wesentlich einfacher und weniger hervortretend ausgestaltet werden. Der Schwenkarm, der das Auffanggefäss trägt, wird dann in das Gehäuse der Kochplatte unten eingeführt und betätigt einen hier von aussen nicht sichtbar angebrachten, unter Luftabschluss stehenden Kippschalter, wie z. B. einen Quecksilberschalter oder Vakuumschalter, wobei sich besondere Übersetzungsgetriebe erübrigen.
Es ist klar, dass derartige Schaltelemente natürlich auch bei Zusatzgeräten, wie in der Zeichnung dargestellt, mit Vorteil verwendet werden können.
Bei der Neufabrikation von Kochgeräten mit der Vorrichtung nach der Erfindung kann diese noch mit einer an sich bereits bekannten weiteren Sicherheitsvorrichtung versehen werden, welche
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das Aufstellen von leeren Kochtöpfen auf die unter Strom stehende Kochplatte verhindert. Hiezu wird ein aus der Kochplatte herausragender Fühlstift angebracht, der mit einem Schalter und einer Gegenkraft z. B. einer Feder so zusammenwirkt, dass er den Schalter erst dann schliesst, wenn ein bestimmtes Mindestgewicht auf ihm aufruht, während die Feder, wenn dieser Druck auf den Fühlstift aufhört, weil die Belastung entsprechend verringert wird, den Schalter selbsttätig öffnet.
Die zusätzliche Anbringung eines solchen Fühlstiftes ist besonders deshalb günstig, weil der mit dieser Einrichtung zusammenwirkende Schalter mit dem vom Schwenkarm der vorher beschriebenen Einrichtung betätigten Schalter identisch sein kann, indem sowohl dieser Schwenkarm als auch der Fühlstift über einseitig wirkende Getriebemittel auf ihn einwirken, so dass er un-
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PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung an elektrischen Kochgeräten, gekennzeichnet durch ein Auffanggefäss für überkochende Speisen, das mit einem elektrischen Schalter in solcher mechanischer Verbindung steht, dass der Strom bei Erreichung einer bestimmten Gewichtsmenge im Auffanggefäss selbststätig abgeschaltet wird.