AT158542B - Hochdruckdampfspeicher mit Wasserfüllung. - Google Patents

Hochdruckdampfspeicher mit Wasserfüllung.

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Description


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  Hochdruckdampfspeicher mit Wasserfüllung. 



   Die Erfindung bezieht sich auf eine   Hochdruckdampfspeicheranlage   mit Wasserfüllung, der Dampf unter Druckabfall zum Antrieb einer Kraftmaschine entnommen wird. Die Anlage wird durch von elektrischem Strom erzeugte Wärme aufgeladen. Derartige Speicheranlagen dienen dazu, billigen elektrischen Strom, der insbesondere bei Nacht anfällt, in Form von Wärme zu speichern und die aufgespeicherte Energie zu Zeiten grossen Kraftbedarfes oder in Zeiten, in denen die Stromerzeugung hohe Kosten verursacht, zur Krafterzeugung zu verwenden. 



   Die Erfindung besteht darin, dass ein   Wärmeaustauseher,   der durch die mittels elektrischen Stromes erzeugte Wärme beheizt wird, durch eine Zuflussleitung mit dem Wasserraum des Speichers und durch eine Abflussleitung ebenfalls mit dem Wasserraum des Wärmespeichers verbunden ist und dass die Speiseleitung, durch die der Anlage während des Betriebes Speisewasser zugeführt wird, in die zum Wärmeaustauscher führende Zuflussleitung oder in den Wärmeaustauscher mündet. Durch diese Massnahme wird eine rasche und zweckentsprechende Aufladung der Speicheranlage ermöglicht. Besonders zweckmässig ist die Erfindung für Speicheranlagen, denen Dampf zum Antrieb einer Kraftmaschine entnommen wird.

   In diesem Falle ist es von besonderem Vorteil, den Speicher für einen Höchstdruck von 60   atü   oder darüber zu bemessen, an den Speicher eine normale Frischdampfmaschine anzuschliessen und in der Entladeleitung des Speichers ein Drosselventil anzuordnen, durch das der Druck des Speicherdampfes auf den annähernd gleichbleibenden Eintrittsdruck der Kraftmaschine herabgedrosselt wird, wodurch nicht nur das Speichervermögen der Anlage wesentlich vergrössert wird, sondern sich auch eine einfache Bauart der Kraftmaschine ergibt. 



   Bei den bekannten Speicheranlagen, die mittels elektrischen Strom aufgeladen und denen Dampf zum Antrieb einer Kraftmaschine entnommen wurde, war der Höchstdruck des Speichers 15   alu.   



  Der tiefste Druck, bis zu dem eine solche Speicheranlage entladen wurde, betrug etwa   0-5-3 als.   



  Infolge des Druckabfalles wurden Turbinen mit mehreren Einlässen verwendet und der Speicherdampf mit fortschreitender Entladung in Turbinenstufen niedrigeren Druckes eingeführt. 



   Diese Anlagen haben einen verhältnismässig geringen Wirkungsgrad von etwa 15 bis 18%, so dass zur Gewinnung von 1 kWh aufgespeicherten Stromes etwa 6-7 kWh zur Ladung der Speicheranlage notwendig sind. 



   Es ist nun vorgeschlagen worden, den Wirkungsgrad derartiger Anlagen dadurch zu heben, dass der Abdampf der Turbinen nicht in einem Kondensator niedergeschlagen, sondern einem Niederdruckspeicher zugeführt wird. Die Aufladung derartiger Anlagen soll dann in der Weise vor sich gehen, dass mit Hilfe eines durch einen Elektromotor angetriebenen Kompressors Dampf aus dem Unterspeicher komprimiert und dem Oberspeicher zugeführt wird. Derartige Anlagen haben zwar einen besseren Wirkungsgrad, da der Wärmeverlust durch das Kühlwasser vermieden wird, ihre Anschaffungskosten sind aber durch das Hinzukommen des Kompressors des Unterspeichers und anderer Teile erheblich teurer als die oben geschilderten Anlagen. Ausserdem ist der Betrieb und die Regelung einer Speicheranlage mit Kompressor äusserst kompliziert. 



   Die Erfindung bezweckt nun, den Wirkungsgrad der Speicherung von elektrischem Strom mit Hilfe von Dampfspeichern zu verbessern und gleichzeitig die Anschaffungskosten zu verringern. 



  Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass die Speicheranlage für einen Höchstdruck von über 60 Atm. bemessen wird. Die Speicherung wird also in das Hochdruckgebiet verlegt und damit zur Lösung der vorliegenden Aufgabe ein vollkommen neuer Weg beschritten. 

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 z. B. eine Heisswasserheizung, abgegeben wird. Sehr zweckmässig ist es auch, das in die Speicheranlage zurückzuspeisende Wasser durch Anzapfdampf der Kraftmaschine vorzuwärmen. 



   Es kann ferner vorteilhaft sein, die durch den elektrischen Strom erzeugte Wärme auf das Speicherwasser mit Hilfe einer Flüssigkeit zu übertragen, die einen hohen Siedepunkt besitzt. Das hat den Vorteil, dass der Durchlauferhitzer geringeren Drücken ausgesetzt ist, wodurch sich eine einfachere Konstruktion ergibt. 



   In den Fig.   -4   sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. In Fig. 2 ist der Hoch- druckspeicher mit 1, die Dampfturbine mit 2 bezeichnet. In dem Durchlauferhitzer 3 wird das Speicherwasser durch den elektrischen Strom erhitzt. In der Falleitung 4 und in der Steigeleitung 5 stellt sich ein selbsttätiger Wasserumlauf ein. Durch die Pumpe 6 wird Wasser in den   Speicherkreislauf   gepumpt. 



  Um Pumpenarbeit zu sparen, kann das Wasser nach Beendigung der Entladung auf einmal in den
Speicher gepumpt werden. Es ist aber auch möglich, die Wasserzufuhr durch das Ventil 7 während der Ladeperiode zu regeln. In diesem Falle wird zweckmässigerweise in der Leitung 4 ein Rückschlagventil vorgesehen. 



   Fig. 3 stellt eine Anlage dar, bei der der Turbinendampf zur Heisswassererzeugung entnommen wird. Es sind zwei Speicherbehälter 11, 12 vorhanden. Der Ladekreislauf der Speicheranlage führt über   die Leitungen 13, 14, die Pumpe 15, das Regelventill6, den Durchlauferhitzer 17 und die Leitung 18.   



  Von dem Speicher 11 aus wird durch Dampfabgabe der Speicher 12 aufgeladen. Die Dampfentnahme findet über das Reduzierventil 19 und den Überhitzer 20 statt. Von hier aus strömt der Dampf in die Turbinen 21. An die Turbinen ist ein   Oberflächenvorwärmer 22   und ein   Mischvorwärmer   23 angeschlossen. Das warme Wasser wird durch die Pumpe 24 in die Vorlaufleitung 25 gedrückt. Die   Rücklaufleitung   ist mit 26 bezeichnet. Zwischen Vorlauf- und Rücklaufleitung ist ein Speicher 27 eingeschaltet. Das anzuwärmende Wasser wird durch die Pumpe 28 entnommen, die zweckmässigerweise von der Temperatur des erwärmten Wassers hinter dem Vorwärmer 23 geregelt wird.

   Von der Vorlaufleitung 25 führt eine Leitung 29 in den   Speieherkreislauf.   Durch diese Leitung wird das Wasser in das Speichersystem eingeführt. Die Absperrventile 30 und 21 sind dabei wechselweise geschlossen bzw. geöffnet. 



   In Fig. 4 ist die Speicheranlage 41, 42 in ähnlicher Weise ausgeführt wie in Fig. 3. Zur Aufladung der Speicheranlage wird eine Flüssigkeit von hohem Siedepunkt verwendet, die durch die Pumpe 43 im Kreislauf zwischen dem Erhitzer 44 und dem   Speicher-M geführt   wird. In der Rücklaufleitung ist ein Ausgleichbehälter 45 vorgesehen. Die Ladung kann durch das Ventil 46 geregelt werden. 



  Statt wie in Fig. 4 dargestellt, die   Heizfläche   innerhalb des Speichers 41 unterzubringen, ist es auch möglich, das Wasser des Speichers 41 in einem Vorwärmer ausserhalb des Speichers zu erhitzen, durch den einerseits das Speicherwasser und anderseits die   schwersiedende   Flüssigkeit strömt. 



   Flüssigkeiten von hohem Siedepunkt können auch dazu verwendet werden, den Speicherdampf zu überhitzen oder zusätzlich zu der in Fig. 4 innerhalb des Speichers 41 vorgesehenen Überhitzung noch höhere Temperaturen zu erreichen. 



   Zu diesem Zwecke kann in dem Beispiel nach Fig. 4 eine   Wärmeaustausehvorriehtung   in der Leitung 47 vorgesehen werden. Es kann auch zweckmässig sein, wenn der Speicherdampf durch eine schwersiedende Flüssigkeit überhitzt werden soll, diese Flüssigkeit in einem besonderen Behälter aufzuspeichern. Der Speicher kann an der Leitung 47 angeschlossen sein und gleichzeitig das Ausgleichsgefäss 45 ersetzen. 



   Schliesslich ist eine weitere Vereinfachung der Anlage dadurch möglich, dass der Vorwärmer, der das Speicherwasser während der Aufladung erhitzt, während der Entladung zur Überhitzung des Speicherdampfes dient. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Hochdruckdampfspeicher mit Wasserfüllung, der mittels einer elektrischen Heizeinrichtung aufgeladen und dem Dampf unter Druckabfall entnommen wird, dadurch gekennzeichnet, dass ein   Wärmeaustauscher   (3), der durch die mittels elektrischen Stromes erzeugte Wärme beheizt wird, durch eine Zuflussleitung   (4)   mit dem Wasserraum des   Wärmespeicher     (1)   und durch eine Abflussleitung   (6)   ebenfalls mit dem Wasserraum des   Wärmespeicher     (1)   verbunden ist und dass die Speiseleitung, durch die der Anlage während des Betriebes Speisewasser zugeführt wird, in die zum Wärmeaustauscher   (3)   führende   Zuflussleitung     (4)

     oder in den Wärmeaustauscher   (3)   mündet (Fig. 2).

Claims (1)

  1. 2. Hochdruckspeicheranlage nach Anspruch 1, der Dampf zum Antrieb einer Kraftmaschine entnommen wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Speicher für einen Höchstdruck von 60 alibi oder darüber bemessen ist, dass an den Speicher (12) eine normale Frischdampfturbine f angeschlossen ist, dass in der Entladeleitung des Speichers eine Drosselvorrichtung (19) vorgesehen ist, durch die der Speicherdampf etwa auf den annähernd gleichbleibenden Eintrittsdruck der Frischdampfturbine herabgedrosselt wird und dass hinter der Drosselvorriehtung ein Überhitzer vorgesehen ist, in dem der Speicherdampf durch Speicherwärme überhitzt wird (Fig. 3).
    3. Hochdruckspeicheranlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmeaustauscher (3) ausserhalb des Speicherbehälters (1) und tiefer als dieser Speicherbehälter angeordnet <Desc/Clms Page number 4> EMI4.1 einstellen kann.
    4. Hochdruckspeicheranlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in die Speiseleitung ein oder mehrere Vorwärmer (22, 23) eingeschaltet sind, in denen das Speisewasser der Speicheranlage durch Anzapf-oder Gegendruckdampf einer Kraftmaschine (21) vorgewärmt wird (Fig. 3).
    5. Hochdruckspeieheranlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass an die Speiseleitung ein Wärmespeicher (27) angeschlossen ist, in dem überschüssiges Speisewasser gespeichert wird.
    6. Hochdruckspeicheranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die durch elektrischen Strom erzeugte Wärme durch ein im Kreislauf zwischen der ausserhalb des Speichers ange- ordneten elektrischen Heizeinrichtung (44) und dem Wärmeaustauscher geführtes schwersiedendes Medium hoher Temperatur auf den Wärmeaustauscher übertragen wird (Fig. 4).
    7. Hochdruckspeicheranlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass an das Kreislaufsystem ein Speicher (45) für das wärmeübertragende Medium angeschlossen ist.
    8. Hochdruckspeicheranlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmeaustauscher, durch den während der Ladung die mittels elektrischen Stromes erzeugte Wärme auf das Speicherwasser übertragen wird, bei der Entladung des Speichers zur Überhitzung des Speicherdampfes verwendet wird. EMI4.2
AT158542D 1936-04-21 1936-11-16 Hochdruckdampfspeicher mit Wasserfüllung. AT158542B (de)

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