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Durchschussrahmen für Einrichtungen zur Bestimmung der Gesehossgeseliwindiglielten und Streuungsbitder.
Bekanntlich werden die Geschossgeschwindigkeiten, abgesehen von photographischen Methoden, dadurch bestimmt, dass in der Schusslinie in gewissen Abständen voneinander Rahmen aufgestellt werden, die mit stromführenden parallelen oder gitterförmig sich kreuzenden Drahtlagen bespannt sind. Beim Durchschuss der einzelnen hintereinanderstehenden Rahmen werden Stromunterbrechungen bewirkt, die zur Aufzeichnung der Zeitpunkte der einzelnen Rahmendurchschüsse bestimmt sind.
Durch die Registrierung der Zeitdifferenzen zwischen den Durchschüssen zweier benachbarter Rahmen, die einen bekannten Abstand besitzen, wird die mittlere Geschossgesehwindigkeit zwischen den beiden
Rahmen ermittelt.
Diese mit stromführendem Draht bespannten Rahmen haben jedoch den Nachteil, dass nach jedem Durchschuss die zerschossene Drähte an den Durchschussstellen wieder leitend verknüpft werden müssen. Demnach ist es nach dieser bekannten Methode nicht möglich, sämtliche im Reihenfeuer einer automatischen Waffe abgegebenen Schüsse einzeln zu vermessen, d. h. nicht nur die einzelnen
Geschossgeschwindigkeiten, sondern auch gleichzeitig mit derselben Einrichtung die Treffpunktsverteilung, also die Streuungsbilder für die verschiedenen Schussweiten sowie die Zeitintervalle zwischen den aufeinanderfolgenden Geschoss-oder Gesehosssplitterdurchgängen durch einen Rahmen zu bestimmen.
Um diese Bestimmungen einzeln oder gemeinsam durchzuführen, sind die einzelnen Durch- schussrahmen erfindungsgemäss derartig ausgebildet, dass sowohl die Vorderfläche als auch die von ihr elektrisch isolierte parallele Rückfläche des Rahmens mindestens einen Metallbelag aufweist, dessen Abstand vom andern etwas grösser, gleich oder kleiner ist als die Länge der verwendeten Geschosse, wobei der Belag der Vorderfläche mit einem Pol und der Belag der Rückfläche mit dem andern Pol einer Batterie über ein den Stromverlauf zeichnendes Gerät (Oszillograph od. dgl.
) ver- bunden ist, so dass beim Durchschuss des Rahmens das den vorderen Belag etwas einbordelnde Geschoss im Augenblick der Überbrückung des aus diesem Grunde die Geschosslänge auch etwas übertreffenden Abstandes der beiden Metallbeläge den Stromschluss bewirkt, der in bekannter Weise gleichzeitig mit einer Zeitmarkierung auf einem mit gegebenener konstanter Geschwindigkeit ablaufenden Registrerband verzeichnet werden kann.
Zur Messung der Geschossgeschwindigkeit genügt für jeden Rahmen die Bespannung der Vorderund Rückfläche mit je einer dünnen elastischen Blechplatte, die nach dem Durchschuss keine störende Durchbiegung aufweist, damit die Stromleitung nach dem Durchschuss sicher unterbrochen wird.
Selbstverständlich kann man auch zwischen die beiden leitenden Flächen eine isolierende Schicht, z. B. eine Pappendeckel-oder Weiehgummiplatte, einlegen, dann kann deren Vorderfläche etwa mit Aluminiumfolie belegt sein, dagegen müsste der rückwärtige Metallbelag so fest sein, dass er nicht durch die beim Durchschuss auftretende Stauchung der Isolationsmasse schon reisst, bevor er noch mit der Geschossspitze in Berührung kommt.
Zwecks Feststellung der zeitlichen Aufeinanderfolge der durch die einzelnen Felder eines rechteckig unterteilten Rahmens hindurchgehenden Schüsse, also zur Ermittlung eines räumlich-zeitlichen Streuungsbildes automatisch feuernder Schusswaffen ist sowohl die Vorder-als auch die Rückfläehe des Rahmens mit einer Anzahl paralleler sich gegenseitig nicht berührender elastischer Bleehstreifen bespannt, wobei sich die Richtungen der vorderen und hinteren Streifen gegenseitig rechtwinkelig kreuzen.
Jeder einzelne dieser Streifen der Vorderfläche ist mit dem einen Pol und jeder Streifen der
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einer Stromkurve geeignetes Instrument (Oszillograph od. dgl. ) verbunden, so dass jeder Durchschuss der beiden hintereinander sich kreuzenden Streifen einen Stromstoss bedingt, der gleichzeitig von zwei Stromindikatoren auf dem laufenden Registrierband aufgezeichnet wird. Ist z.
B. der rechteckige Schussrahmen auf der Vorderfläche mit drei vertikalen und auf der Rüekfläehe mit vier horizontalen
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Teilfelder ergeben, so bedingt jeder Durchschuss eines Teilfeldes durch das stromsehliessende Geschoss einen Stromstoss, der gleichzeitig die beiden angeschlossenen Stromindikatoren in Aktion setzt, so dass man aus den zwei genau übereinanderstehenden Zacken der von den sieben verwendeten Strom-
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stellen kann.
Sollen nur vertikale oder horizontale Streuungen festgestellt werden, so erhält der Durehsehuss- rahmen auf einer, z. B. der Vorderfläche einen den ganzen Rahmen ausfüllenden Belag, während die andere Fläche parallele horizontale oder vertikale Belagstreifen erhält, von denen jeder einzelne iiber ein den Stromverlauf aufzeichnendes Gerät mit einem und der gegenüberstehende Vollfläehenbelag mit dem andern Pol verbunden ist.
Ein solcher Rahmen mit vertikalen Streifen unmittelbar hinter einem solchen Rahmen mit horizontalen Streifen gibt eine Verbindung von gleicher Wirkung wie der vorbesehriebene Rahmen mit parallelen Belagstreifen der Vorderfläche, die sich mit den parallelen Belagstreifen der Rückfläche senkrecht kreuzen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Durchschussrahmen für Einrichtungen zur Bestimmung der Gesehossgesehwindigkeiten und Streuungsbilder, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die Vorderfläehe als auch die von ihr elektrisch isolierte, parallele Rückfläche des Rahmens mindestens einen Metallbelag aufweist, dessen Abstand vom andern etwas grösser, gleich oder kleiner ist als die Länge der verwendeten Geschosse, wobei der Belag der Vorderfläche mit dem einen Pol, der Belag der Rückfläche mit dem andern Pol einer Batterie über ein den Stromverlauf aufzeichnendes Gerät (Oszillograph od. dgl.
) verbunden ist, so dass bei jedem Durchschuss des Rahmens das Geschoss selbst im Augenblick der Überbrückung des Abstandes zwischen den beiden Metallbelägen den Stromschluss und die Aufzeichnung des Stromstosses bewirkt.