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Verfahren zum Herstellen von aus Pressstüeken zusammengesetzten und verschweissten Hohl- rahmen, insbesondere für Motorräder.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Rahmen, insbesondere für Motorräder, die aus Pressteilen zusammengesetzt und miteinander verbunden sind. Das Verbinden dieser Rahmen- hälften erfolgt entweder durch Vernieten oder Verschweissen, wobei an den Rahmenhälften Flansche für die zu verbindenden Stellen angebogen sind. Es ist auch bereits vorgeschlagen, die Rahmenhälften unmittelbar an den Stosskanten miteinander zu verschweissen. Dieses Verschweissen erfolgt aber, wie überall im Motorradbau, in der Weise, dass die Schweissvorrichtung an der Verbindungsnaht entlang- geführt und damit eine fortlaufende Verschweissung zwischen den einzelnen Teilen erreicht wird.
Gemäss der Erfindung wird eine wesentliche Verbilligung des Herstellungsverfahrens für solche kastenförmige Motorradrahmen durch die Verwendung des bekannten Widerstands- oder Abschmelz- verfahrens erzielt. Dieses Widerstands-oder Abschmelzverfahren ist an sich bereits bei der Herstellung von Blechhohlkörpern verwendet worden. Auch ist schon insbesondere vorgeschlagen worden, die
Hälften eines Hinteraehsgehäuses für Kraftfahrzeuge an ihren Stosskanten in dieser Weise zu ver- schweissen.
Die Anwendung dieses Verfahrens für das Herstellen von Motorradrahmenteilen erweist sich insofern als vorteilhaft, als durch dasselbe an Stellen Verschweissungen von Rahmenteilen vorgenommen werden können, die für die bisher im Motorradrahmenbau üblichen Schweissvorrichtungen überhaupt nicht oder schlecht zugänglich sind. Nach dem erfindungsgemässen Verfahren werden ferner in die zu verbindenden Pressstücke gleichzeitig als Verstärkung des Rahmens dienende Blechein-oder-auflagen eingelegt und danach sämtliche Teile, also Rahmen und die Verstärkungen, durch das Widerstandsoder Abschmelzverfahren in einem Arbeitsvorgang vereinigt. Ferner können im gleichen Vorgang die in der Schweissnaht in Aussparungen der Rahmenhälfte zu liegen kommenden Lagerstück od. dgl. mit im Rahmen befestigt werden.
Die Erfindung ist auf der Zeichnung an Hand eines Ausführungsbeispiels schematisch dargestellt.
Fig. 1 zeigt den Rahmen mit der daran befestigten Hinterradgabel in Ansicht, Fig. 2 zeigt eine Draufsieht. Fig. 3 bis 6 zeigen die entsprechenden Schnitte 111- VI.
Die Rahmenhälften 1 und 2 sind als Pressteile aus Blech hergestellt und mittels des Widerstands- oder Abschmelzschweissverfahrens an ihren Stoss-bzw. Schnittkanten zusammengeschweisst, wobei gegebenenfalls schon bei der Herstellung der Pressteile, insbesondere beim Schneiden der aufeinander- passenden Stosskanten, die in der Nahtebene liegenden Bohrungen für die Lagerung der Vorderradgabel im Rahmen herausgeschnitten werden. Die Schweissverbindung wird in der Weise hergestellt, dass die mit ihren Kanten genau aufeinanderpassenden Pressteile gleichzeitig und auf die gewollte Länge mit den Stosskanten zusammengefügt werden.
Die Pressteile sind so geformt, dass an den Stellen, wo die Beanspruchung gross und gegebenen- falls der Querschnitt durch Bohrungen geschwächt ist, eine Vergrösserung des Querschnittes oder eine Verstärkung desselben erfolgt. An den Stellen, wo die Beanspruchung des Rahmens von quer durch den Rahmen gehende Bolzen 3 (Fig. 1) ausgeht, werden die Pressteile zweckmässig durch aufgeschweisste Blechein-bzw.-auflagen , 5 verstärkt. Bei den in der Nahtebene des Rahmens liegenden Bohrungen werden besondere Lagerstück 6 in den Rahmen eingeschweisst.
Die Gabel für das Hinterrad, welche aus zwei V-förmigen Streben 7 besteht, ist in bekannter Weise mit dem Rahmen durch Bolzen 8 ver- ) bunden. Die äussere, hintere Seite der Strebe 9 ist kreisbogenförmig zum Anfügen des ebenso ausge-
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in die mit einer Gewindebohrung versehenen und in den Rahmen eingeschweissten Lagerstück 6 eingeschraubt werden.
Fig. 3 zeigt die Pressteile 1 und 2 im zusammengeschweissten Zustande. Die Lagerung eines quer durch den Rahmen gehenden Bolzens ist aus Fig. 4 ersichtlich. Eine Lagerhülseist durch die Bohrungen des'Rahmens gesteckt und mit demselben verschweisst. Die Bohrung des Rahmens ist dabei noch durch
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In Fig. 5 ist eine weitere Verstärkung der Pressteilbohrung durch eine Blecheinlage 4 zu sehen, welche mit eingeschweisst wird.
Fig. 6 zeigt einen in der Nahtebeneliegenden Schnitt durch den Steuerkopf, wobei zur Lagerung
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Lagerhülse 10, 12 dient, wobei die obere Lagerhülse 12 nach dem Einsetzen ebenfalls mit dem Rahmen verschweisst wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Herstellen von aus Pressstücken zusammengesetzten und verschweissten Hohl- rahmen, insbesondere für Motorräder ; dadurch gekennzeichnet, dass die Rahmenhälften und die als Verstärkung des Rahmens dienenden Blechein-oder-auflagen gleichzeitig in einem Arbeitsgang mit ihren Stosskanten angelegt und mittels Widerstands-oder Abschmelzschweissverfahrens in gewollter Länge verschweisst werden.