AT153343B - Gerät als Ersatz für das Tabakrauchen. - Google Patents

Gerät als Ersatz für das Tabakrauchen.

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AT153343B
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Richard Dr Dolberg
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Richard Dr Dolberg
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  Gerät als Ersatz für das Tabakrauchen. 



   Es sind schon Geräte, insbesondere in Zigarettenform bekannt, welche eine aromatische Substanz enthalten und den Zweck haben, als Ersatz für das Tabakrauchen zu dienen oder welche (in Pfeifenform) den Tabakrauch mit einem besonderen Aroma anreichern sollen. Diese Geräte haben aber keinen grösseren Anklang gefunden, wie aus den Umsatzangaben der einschlägigen   Geschäfte   hervorgeht. 



   Es ist anderseits bekannt, dass als Ersatz für das Tabakrauchen Bonbons, namentlich gummiartige Kaubonbons oder Kaugummi empfohlen und verwendet werden, von dem Gedanken ausgehend, dass durch deren Verwendung gemäss der instinktiven Neigung des Menschen, an Gegenständen zu kauen, eine Ablenkung von der Gewohnheit des Einsaugens von Tabakrauch dargeboten wird. Auch die Kaubonbons und der Kaugummi konnten sich als Ersatz für das Tabakrauchen nicht durchsetzen, offenbar auch deshalb nicht, weil der Gewohnheitsraucher zu sehr an der Gewohnheit hängt, an einer Zigarette, Zigarre oder Pfeife zu saugen und ihm das Kauen allein eine befriedigende Illusion nicht zu geben vermag. 



   Die vorliegende Erfindung geht nun von der Erwägung aus, die beiden oberwähnten Vorkehrungen als Ersatz für das Tabakrauchen miteinander zu kombinieren. Erfindungsgemäss wird demzufolge ein vorzugsweise in Pfeifen-oder Zigarettenform gebrachtes Gerät verwendet, in welches eine Füllung eingebracht wird, die Stoffe mit sich führt, welche sich leicht verflüchtigen und die Geschmacksnerven anregen. Überdies besitzt das Gerät ein zum Kauen besonders geeignetes Mundstück, welches sich von den bereits bekannten Hartgummimundstücken dadurch unterscheidet, dass es aus einem zäh-elastischen Material, beispielsweise aus Weichgummi, besteht. 



   Der Raucher hat nunmehr eine Pfeife oder einen Zigarettenspitz im Munde, an dem er ganz nach seiner Rauchergewohnheit saugen kann, wobei die sich verflüchtigenden Stoffe seine Geschmacksnerven in wohltuender Weise anregen, während gleichzeitig auch seine Kaumuskeln durch das zähelastische Mundstück zur Kautätigkeit angeregt werden. 



   Diese an sich einfache Kombination zweier im Grundsätzlichen zum Teil bereits bekannter Massnahmen haben in der Ausführungsweise, wie sie in der vorliegenden Erfindung konkret angewandt wird, überraschende Erfolge ergeben. Sogar leidenschaftliche Raucher, welche namentlich aus gesundheitlichen Gründen das Tabakrauchen einstellen oder einschränken mussten, waren nunmehr imstande, dieses Vorhaben auszuführen, weil sie in der Gewohnheit, ein Rauchgerät zum Munde zu führen und daran zu saugen, nicht beeinträchtigt wurden, weil ferner die eingesaugten aromatischen Dämpfe verschiedenen Geschmacksneigungen angepasst werden können und sehr angenehm empfunden werden und weil die gleichzeitige Anregung zum Kauen eine als wohltuend empfundene ablenkende   Beschäftigung   darstellt. 



   In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise zur Darstellung gebracht, wobei die Fig. 1 eine Pfeife im Aufriss, die Fig. 2 die Füllung hiezu in perspektivischer Sicht zeigt. Die zähelastische Kauvorrichtung ist in Fig. 1 mit a bezeichnet. 



   Die Füllung ist folgendermassen beschaffen : Um zu verhindern, dass sich leicht verflüchtigende Stoffe noch vor der Inbenutzungnahme verdampfen, werden diese Stoffe (wie in Fig. 2 dargestellt ist) in einer dicht geschlossenen Kapsel c, beispielsweise aus Gelatine, untergebracht. Als Füllung werden geschmacksführende Substanzen verschiedener Art (mit allerlei Früchte-, Kräuter-oder anderem Geschmack) verwendet. Zu der diese Füllung enthaltenden Kapsel gehört noch ein Pfropfen aus einem aufsaugfähigen Stoff, beispielsweise aus Zellstoff, der so geformt ist, dass er in den Pfeifenkopf oder in das Zigarettenrohr leicht eingeführt werden kann. In der Fig. 2 ist ein Pfropfen b dargestellt, der 

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 in den Pfeifenkopf laut Fig. 1 hineinpasst.

   Nachdem der Pfropfen in den Pfeifenkopf eingeführt wurde, wird die verschlossene Kapsel mit der   geschmaeksführenden   Substanz auf den Pfropfen aufgelegt und   dieselbe durch Einstiche (mit Nadel, Bleistift, Taschenmesser od. dgl. ) geöffnet, worauf die geschmacks-   führende Substanz den Pfropfen durchdringt ; die leere Kapsel bleibt dann im Pfeifenkopf liegen, um zu verhindern, dass die geschmacksführende Substanz sich nach der Aussenluft hin verflüchtigt. Die Entfernung des Pfropfens kann nach Verbrauch der Füllung durch ein Taschenmesser, eine Nadel od. dgl. leicht erfolgen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Gerät, vorzugsweise in Zigaretten-oder Pfeifenform, als Ersatz für das Tabakrauchen, dadurch gekennzeichnet, dass es in an sich bekannter Weise mit leicht sich verflüchtigenden, aromatischen oder andern, die Geschmacksnerven anregenden Stoffen gefüllt ist und dass es ausserdem ein, die Kautätigkeit anregendes, zäh-elastisches Mundstück besitzt. EMI2.1
AT153343D 1937-06-15 1937-06-15 Gerät als Ersatz für das Tabakrauchen. AT153343B (de)

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