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Packung für Briefmarken-Klebefälze.
Die Erfindung bezieht sich auf Klebefälze für Briefmarken, das sind rechteckige, etwa 2-3 cm2 grosse Stücke durchscheinenden oder durchsichtigen Papiers, die auf einer Seite mit Klebstoff bestrichen sind. Man benutzt die Klebefälze in der Weise, dass man sie faltet und den einen Schenkel an die aufzubewahrende Briefmarke, den andern Schenkel an das in Aussicht genommene Feld des Albumblattes od. dgl. klebt. Um Beschädigungen der oft sehr wertvollen Briefmarken beim Wiederablösen vom Falz möglichst zu vermeiden, soll die Faltung so durchgeführt werden, dass der mit der Briefmarke zu verbindende Schenkel erheblich kürzer ist als der auf das Sammelblatt geklebte. Zweckmässig beträgt das Längenverhältnis der beiden Schenkel 1 : 3 bis 1 : 4.
Zur Verpackung der Klebefälze benutzt man gegenwärtig entweder gewöhnliche Briefumschläge, die mit einem entsprechenden Quantum gefüllt werden, oder man verwendet Schachteln, in welchen die Fälze aufeinandergestapelt sind. Eine dritte Art der Verpackung besteht darin, die Fälze zu je 100 Stück in kleinen Stapeln zu vereinigen, die durch eine umgelegte Papierschleife zusammengehalten werden. Welche bekannte Verpackung aber auch immer benutzt werden mag, so ist es recht mühselig, einen einzelnen Falz aus dem Vorrat herauszuheben und das winzige mit Klebstoff bestriehene Papier- stückchen in richtiger Weise zu falten.
Im Sinne der Erfindung wird durch eine besondere, an sich bekannte Verpackung das Hantieren mit Briefmarken-Klebefälzen erheblich vereinfacht. Im wesentlichen besteht die Erfindung darin, dass die Klebefälze ineinander gefalzt und in einer mit einem Schlitz ausgestatteten Hülle derart untergebracht sind, dass das im Stapel zuhöchst liegende Blatt den Schlitz durchsetzt. Solche Packungen sind z. B. für Zigarettenpapier längst bekannt. Im Falle des Zigarettenpapieres besteht der Vorteil der Packung jedoch nur darin, die Einzelentnahme der Blätter zu gewährleisten. Die Falte erweist sich beim Zigaretten- papier als Nachteil, beim Klebefalz für Briefmarken aber als hervorragender Vorzug, indem das mühsame Falten entbehrlich gemacht ist.
Bei der neuen Anwendung der Packung ergibt sich ferner ein Vorteil noch insofern,. als auch das Einkleben der Fälze erheblich erleichtert wird. Es besteht nämlich die Möglichkeit, die Packung wie ein Gerät zu benutzen, in das ein Klebefalz eingespannt ist, so dass man statt mit dem Einzelfalz mit der Packung hantieren kann.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Packung gemäss der Erfindung dargestellt.
Die Fig. 1 und 2 zeigen Schaubilder in aufrechter und umgekehrter Stellung und die Fig. 3 und 4 einen Quer-und einen Längsschnitt.
Aus den Klebefälzen 1 werden durch Ineinanderfalzen Stapel hergestellt, die man in einen Umschlag einhüllt. Gemäss des dargestellten Ausführungsbeispieles besteht der Umschlag aus einer ganz kleinen Faltschachtel2, deren Boden einen breiten Schlitz 3 aufweist, durch den der eine Schenkel des im Stapel zuhöchst liegenden Falzes durchgesteckt ist. Zieht man diesen Falz ab, so wird der in seine Falte eingelegte Schenkel des zweiten Falzes durch den Schlitz 3 durchgezogen und dadurch in die zum Abziehen bereite Stellung gebracht.
Fig. 4 ist zu entnehmen, dass die Schenkellängen der Fälze ungleich sind ; zweckmässig stehen sie im Verhältnis von etwa 1 : 3, so dass sie ohne weiteres verwendungsbereit sind. Die üblichen glatten Klebefälze müssen bekanntlich von Hand aus gefaltet werden, was wegen der Kleinheit derselben sehr umständlich ist. Dabei ist es beim Falten von Hand aus auch nicht möglich, die Falte stets an der richtigen
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Stelle anzubringen. Es werden sich vielmehr hinsichtlich der Schenkellängen Verschiedenheiten ergeben, die das richtige Einreihen der Marken erschweren.
Sind die Schenkel ungleich lang, so ergibt sich auch der Vorteil, dass der den Schlitz des Umschlages durchsetzende Schenkel grösser wird und dadurch bequemer mit den Fingern erfasst werden kann.
Wenn in einer Hülle sehr viele Fälze untergebracht werden sollen, der Stapel also verhältnismässig hoch ist, so werden Mittel vorgesehen, um den Stapel an die geschlitzte Wand der Hülle anzupressen, damit der Inhalt bis zum letzten Stück zuverlässig entnommen werden kann. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel dient diesem Zweck ein Z-förmig gestaltetes Stück Karton 4, das wie eine Feder wirkt. Gegebenenfalls kann zwischen Feder und Stapel ein steifer Karton 5 eingesetzt sein.
Die'Packung gemäss der Erfindung kann mit Vorteil als Gerät benutzt werden, welches das Hantieren mit den Klebefälzen erleichtert. Das Befeuchten des an die Unterlage zu klebenden Schenkels wird demgemäss zweckmässig durchgeführt, solange sich der Falz noch in der Hülle befindet. Auch das Einkleben des befeuchteten Schenkels an die Unterlage kann man unter Benutzung der Hülle als Handhabe durchführen, indem man die Hülle unter entsprechendem Druck auf die Unterlage aufsetzt und dann hochhebt, wobei der mit einem Schenkel an der Unterlage klebende Falz aus der Hülle herausgezogen wird. Schliesslich wird der kürzere Schenkel des an der Unterlage haftenden Falzes befeuchtet und die Briefmarke angeklebt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Packung für Briefmarken-Klebefälze, dadurch gekennzeichnet, dass die Fälze in an sich bekannter Weise ineinandergefalzt und in einer mit einem Schlitz ausgestatteten Hülle derart untergebracht sind, dass das im Stapel zu höchst liegende Blatt den Schlitz durchsetzt.