AT14614U1 - Pflanzenhalte- und Bewässerungssystem - Google Patents
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Abstract
Bei einem Pflanzenhalte- und Bewässerungssystem (1), welches einen wenigstens einseitig offen ausgebildeten Hauptkörper (2) mit wenigstens einer Aufnahmeöffnung zur lösbaren Festlegung von einem Pflanzenhalteelement (3) oder einem Pflanzentopf (7) umfasst, ist der Hauptkörper (2) im Wesentlichen rohrförmig ausgebildet, und ist an einem seiner offen ausgebildeten Enden mit einem Wasserzulauf (9) versehen, und wobei in dem Hauptkörper (2) eine Mehrzahl von im Wesentlichen kreisförmigen Öffnungen zur Aufnahme von entweder jeweils einem Pflanzentopf (7) oder einem weiteren im Wesentlichen rohrförmigen, wenigstens eine im Bereich seiner Längserstreckung kreisförmige ausgebildete Öffnung aufweisendes Pflanzenhalteelement (3) ausgebildet ist, sowie ein Wasserablauf und gegebenenfalls wenigstens ein Verschlusselement (8) für die im Wesentlichen kreisförmigen Öffnungen oder ein offen ausgebildetes Ende des Hauptkörpers (2) vorgesehen sind.
Description
Beschreibung [0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Pflanzenhalte- und Bewässerungssystem,umfassend einen wenigstens einseitig offen ausgebildeten Hauptkörper mit wenigstens einerAufnahmeöffnung zur lösbaren Festlegung von einem Pflanzenhalteelement oder einem Pflan¬zentopf.
[0002] Kombinierte Pflanzenhalte- und Bewässerungssysteme sind in den unterschiedlichstenAusprägungen bekannt und insbesondere sind Pflanzenanzuchtsysteme bekannt, in welchenein wenigstens einseitig offener Hauptkörper in Form einer Schale zur Verfügung gestellt wird,in dessen Aufnahmeöffnung Pflanzenhalteelemente entweder einzeln oder in Form eines Ar¬rays eingesetzt werden, welche Pflanzenhalteelemente auf ihrer Unterseite offen ausgebildetsind, um eine Flüssigkeitsaufnahme aus der Schale und somit das Anzüchten von Setzlingendarin zu ermöglichen.
[0003] Nachteilig an derartigen bekannten Pflanzenhalte- und Bewässerungssystemen miteinem Grundkörper in Form einer Schale ist einerseits die große Verdunstungsoberfläche undandererseits das Faktum, dass sie eine relativ große Grundfläche benötigen, um eine Mehrzahlvon Pflanzen, beispielsweise Gemüsepflanzen anzuzüchten, so dass sie für einen Einsatz beinur geringem zur Verfügung stehenden Platz nicht geeignet sind.
[0004] Aus der DE-U 20 2011 109 100 U1 ist ein vertikales Pflanzsystem bekannt geworden,welches ein Speicherelement mit Öffnungen aufweist und in diese Öffnungen einsetzbarePflanzgefäße aufweist, welche über Schlitze in die Öffnungen des Speicherelements eingreifen.Dieses insbesondere zur Wandmontage gedachte Pflanzsystem ist in neben der relativ großflä¬chigen Ausbildung desselben insbesondere dahingehend nachteilig, dass das Speicherelementeinen großen Raumbedarf aufweist und nur in dafür ausgebildete Öffnungen bzw. Hohlräumedes Speicherelements Pflanzentröge bzw. Pflanzgefäße eingesetzt werden können, so dassneben dem relativ großen Raumbedarf auch ein schweres und insbesondere wenig flexiblesSystem zur Verfügung gestellt wird.
[0005] Die vorliegende Erfindung zielt nun darauf ab, ein Pflanzenhalte- und Bewässerungssys¬tem zur Verfügung zu stellen, welches modular aufgebaut ist und flexibel an die unterschied¬lichsten Einsetzbedingungen angepasst werden kann. Des Weiteren zielt die Erfindung daraufab, ein Pflanzenhalte- und Bewässerungssystem zur Verfügung zu stellen, welches mit wenigenHandgriffen erweitert bzw. verkleinert werden kann, um ohne großen Aufwand an dem jeweili¬gen zur Verfügung stehenden Platz bzw. Raum angepasst werden kann und an kleinen Stand¬flächen angeordnet werden kann.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe ist das erfindungsgemäße Pflanzenhalte- und Bewässe¬rungssystem dadurch gekennzeichnet, dass der Hauptkörper im Wesentlichen rohrförmig aus¬gebildet ist, und an einem seiner offen ausgebildeten Enden mit einem Wasserzulauf versehenist, und dass in dem Hauptkörper eine Mehrzahl von im Wesentlichen kreisförmigen Öffnungenzur Aufnahme von entweder jeweils einem Pflanzentopf oder einem weiteren im Wesentlichenrohrförmigen, wenigstens eine im Bereich seiner Längserstreckung kreisförmige ausgebildeteÖffnung aufweisenden Pflanzenhalteelement ausgebildet ist, sowie ein Wasserablauf und ge¬gebenenfalls wenigstens ein Verschlusselement für die im Wesentlichen kreisförmigen Öffnun¬gen oder ein offen ausgebildetes Ende des Hauptkörpers vorgesehen sind. Indem der Haupt¬körper im Wesentlichen rohrförmig ausgebildet ist und an einem seiner offenen ausgebildetenEnden mit einem Wasserzulauf versehen ist, gelingt es einerseits, ein Pflanzenhalte- und Be¬wässerungssystem zur Verfügung zu stellen, welches einen geringen Bodenplatzbedarf auf¬weist und dessen Wasserzufuhr in bzw. an einem Hauptkörper angelenkt ist. Indem weiterhinder Hauptkörper eine Mehrzahl von im Wesentlichen kreisförmigen Öffnungen für die Aufnahmevon entweder jeweils einem Pflanzentopf und/oder weite einem weiteren, im Wesentlichenrohrförmigen, wenigstens eine im Bereich seiner Längserstreckung kreisförmig ausgebildeteÖffnung aufweisenden Pflanzenhalteelement ausgebildet ist, gelingt es, entweder den Haupt¬körper als solchen als Pflanzenhalte- oder Bewässerungssystem heranzuziehen, oder diesen
Hauptkörper durch Anlenken von weiteren im Wesentlichen rohrförmig ausgebildeten Pflanzen-halteelementen auszubauen bzw. zu erweitern, und somit ein beliebig an den zur Verfügungstehenden Raum anpassbares Pflanzenhalte- und Bewässerungssystem zur Verfügung zustellen. Hierbei ist es insbesondere günstig, dass die im Wesentlichen kreisförmigen Öffnungensowohl zur Aufnahme von einem Pflanzentopf ausgebildet sein können, als auch zur Festle¬gung von weiteren Pflanzenhalteelementen, so dass je nach Bedarf die Größenanpassung desPflanzenhalte- und Bewässerungssystems vorgenommen werden kann. Es erübrigt sich hierbeifestzuhalten, dass nicht sämtliche rohrförmigen Körper ein und denselben Durchmesser aufwei¬sen müssen, sondern dass beispielsweise in eine kreisförmige Öffnung Reduzierstücke oderden Durchmesser vergrößernde Elemente eingebaut werden können, so dass auch in Abhän¬gigkeit von der Größe der an dem Pflanzenhalte- und Bewässerungssystem angelenkten Pflan¬zentöpfe eine große Variabilität zur Verfügung gestellt werden kann. Gleiches gilt für die Längeder jeweiligen Pflanzenhalteelemente, wobei es sich bei einer großen Längserstreckung derPflanzenhalteelemente als günstig erwiesen hat, entweder einen weiteren Hauptkörper anzu¬ordnen, um ein Durchsacken bzw. Ausbrechen der Pflanzenhalteelemente mit Sicherheit zuvermeiden oder beispielsweise einen konventionellen Ständer für das Halten eines bzw. derfreien Endes(n) eines Pflanzenhalteelements zur Verfügung zu stellen.
[0007] Weiterhin kann das Pflanzenhalte- und Bewässerungssystem so ausgebildet sein, dassentweder ein Wasserablauf vorgesehen ist, welcher in günstiger Weise im unteren freien End¬bereich des Hauptkörpers angeordnet ist, oder aber eine Kreislaufführung des zugeführtenWassers zur Verfügung gestellt wird, in welchem Fall ein besonders wassersparendes Systemzur Verfügung gestellt werden kann, welches auch durch die mehrfache in Kreislaufführung desSpeisewassers für anzuzüchtende Pflanzen eine optimale Ausnutzung von im Wasser enthalte¬nen Nährstoffen gewährleistet.
[0008] Selbstverständlich ist es möglich, einzelne kreisförmige Öffnungen, in welche weder einPflanzentopf noch ein weiteres Pflanzenhalteelement eingesetzt ist, temporär zu verschließen.
[0009] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung ist das Pflanzenhalte- und Bewässerungssys¬tem so ausgebildet, dass der Hauptkörper und/oder das (die) Pflanzenhalteelement(e) mitwenigstens einem mit dem Wasserzulauf verbundenen Wasserführungselement, insbesondereeinem Lochschlauch versehen ist (sind). Mit einer derartigen Weiterbildung gelingt es, nicht nurdas Wasser kontrolliert in den Hauptkörper und/oder die Pflanzenhalteelemente einströmen zulassen, sondern über ein Wasserführungssystem gezielt an den Ort zu transportieren, wo Was¬ser benötigt wird. In bevorzugter Weise ist das Wasserführungselement als Lochschlauch aus¬gebildet, welcher Lochschlauch entweder unter den Pflanzentöpfen angeordnet werden kannoder über diese geführt werden kann, um die Pflanzen von oben zu bewässern.
[0010] Um insbesondere ein zu rasches Abströmen des Wassers aus dem Pflanzenhalte- undBewässerungssystem mit Sicherheit hintanzuhalten, ist die Erfindung dahingehend weitergebil¬det, dass der Hauptkörper und/oder das (die) Pflanzenhaltelement(e) mit Einbauten, wie Weh¬ren oder Leitelementen versehen ist (sind). Durch das Vorsehen von Einbauten, wie beispiels¬weise Wehren, Leitelementen oder Zulauftrichtern, wird gewährleistet, dass ein zu raschesAbströmen des Wassers hintangehalten wird und beispielsweise bei Hydrokulturen immerausreichend Wasser entweder in dem Hauptkörper oder in den Pflanzenhaltelementen steht,damit die in den Pflanzentöpfen aufgenommenen Pflanzen ausreichend bewässert und ernährtwerden können.
[0011] Um ein unbeabsichtigtes Lecken des für die Bewässerung erforderlichen Wassers ausdem Pflanzenhalte- und Bewässerungssystem hintanzuhalten, ist die Erfindung dahingehendweitergebildet, dass das (die) Pflanzenhalteelement(e) und/oder das (die) Verschlusselement(e)mittels eines Dichtelements, insbesondere einer Ringdichtung in freie Enden oder Öffnungendes Hauptkörpers und/oder der (des) Pflanzenhaltelemente(s) eingesetzt sind. Es erübrigt sichfestzuhalten, dass neben dem Vorsehen eines Dichtelements selbstverständlich auch andereArten von Verbindungen, wie mittels Muffen, Reduzierstücken oder Erweiterungsstücken zwi¬schen dem Hauptkörper und den Pflanzenhalteelementen zur Verfügung gestellt werden kön¬ nen, je nachdem, ob eine Durchmesservergrößerung, Durchmesserverkleinerung oder aucheine Krümmung zwischen den einzelnen Elementen erforderlich ist. Durch das Festlegen derPflanzenhalteelemente mittels Dichtungen an dem Hauptkörper gelingt nicht nur ein dichterVerschluss zwischen den einzelnen Elementen, sondern insbesondere wird auch eine beliebiglösbare und wieder festlegbare Verbindung zur Verfügung gestellt, so dass das System je nachden Erfordernissen adaptiert, umgebaut und verändert werden kann.
[0012] Indem, wie dies einer Weiterbildung der Erfindung entspricht, das Pflanzenhalte- undBewässerungssystem so weitergebildet ist, dass ein unteres freies Ende des rohrförmigenHauptkörpers mit wenigstens einem offen- und verschließbaren Deckel versehen ist, kann jenach Anforderung, ein offenes oder geschlossenes System zur Verfügung gestellt werden,welches entweder bei geschlossenem Deckel ein Wasserreservoir im unteren Bereich desrohrförmigen Hauptkörpers aufweist oder jederzeit die Ableitung von überschüssigem Wasserermöglicht.
[0013] Eine besonders vielseitige Anwendungsmöglichkeit des Pflanzenhalte- und Bewässe¬rungssystems ist dadurch gegeben, dass, wie dies einer Weiterbildung der Erfindung entspricht,der Hauptkörper und die Pflanzenhalteelemente als gerade, längsgestreckte Kunststoff rohreausgebildet sind. Durch das Vorsehen von gerade und langstreckt ausgebildeten Kunststoffroh¬ren sowohl als Hauptkörper als auch als Pflanzenhalteelementen kann das System beispiels¬weise aus gängigen in Baumärkten erhältlichen Rohrsystemen, wie beispielsweise Abwasser¬rohren, zusammengebaut werden, wobei jegliche käuflich erwerbbare Dichtungs- und Verbin¬derelemente eingesetzt werden können. Zur Aufnahme der Pflanzentöpfe genügt es, in derarti¬ge handelsübliche langgestreckte Rohre entsprechende Öffnungen zu schneiden, wobei für dasHalten der Pflanzentöpfe Aufnahmeringe, insbesondere konische Aufnahmeringe in die Öffnun¬gen eingesetzt werden können, um ein Wackeln bzw. unbeabsichtigtes Verschwenken derPflanzentöpfe hintanzuhalten. Weiterhin gelingt es mit einer derartigen Ausführung insbesonde¬re durch die vertikale Anordnung des als Hauptkörper ausgebildeten langgestreckten, geradenRohrs vorhandene Räume so effizient wie möglich zu nützen und es gelingt weiterhin, um aufentsprechende Raumgrößen bzw. Pflanzengrößen Rücksicht zu nehmen, beispielsweise nichtjede Öffnung des Hauptkörpers mit einem Pflanzentopf oder einem Pflanzenhalteelement zuversehen.
[0014] Eine andere Ausbildung des Pflanzen halte- und Bewässerungssystems ist hierbei soausgebildet, dass der Hauptkörper als in Form von Mäandern angeordnetes Rohr ausgebildetist und dass die Öffnungen zur Aufnahme von jeweils einem Pflanzentopf an waagrecht verlau¬fenden Bereichen des Kunststoffrohrs ausgebildet sind. Bei einer derartigen Ausbildung wirdauf das Anbringen von gesonderten Pflanzenhalteelementen verzichtet und lediglich die waag¬recht verlaufenden Bereiche des Hauptkörpers, welche die Pflanzenhalteelemente darstellen,Aufnahmeöffnungen für die Pflanzentöpfe ausgebildet. Diese Aufnahmeöffnungen könnenhierbei je nach Abstand zwischen den einzelnen waagrechten Teilen der Mäander direkt unterdem darunter gelagerten Rohr befinden, oder aber seitlich an den Rohren ausgebildet werden,wodurch es beispielsweise gelingt, begrünte Wände durch eine entsprechende Anordnung vonPflanzentöpfen in dem Hauptkörper zu erzielen.
[0015] Indem, wie dies einer Weiterbildung der Erfindung entspricht, das Pflanzenhalte- undBewässerungssystem so ausgebildet ist, dass in dem Schlauchleitungssystem eine Wasse¬rumwälzpumpe, insbesondere im Bereich des wenigstens einen im unteren freien Endes desrohrförmigen Hauptkörpers vorgesehenen offen- und schließbaren Deckels zwischengeschaltetist, gelingt es, vorhandenes Wasser permanent im Kreislauf zu führen und dadurch zu vermei¬den, dass Wasser beispielsweise im unteren Endbereich des Hauptkörpers steht und brackigwird bzw. es durch Ausbilden von Schimmel oder dgl. zu Geruchsbelästigungen führt.
[0016] Indem die Wasserumwälzpumpe im Bereich eines im freien Endbereich des Hauptkör¬pers vorgesehenen offen- und schließbaren Deckels zwischengeschaltet ist, wird weiterhin diesichere Zugänglichkeit der Umwälzpumpe gewährleistet und dadurch verhindert, dass dasgesamte System auseinandergebaut werden muss, wenn Wartungsarbeiten an der Umwälz¬ pumpe erforderlich werden können. Durch eine derartige Ausbildung mit Wasserzulauf, Um¬wälzpumpe, Hauptleitung und Zweigleitungen, sei es mit Lochschläuchen oder lediglich durchVorsehen durch Einbauten in den Pflanzenhalteelementen gelingt es, das System für die vielfäl¬tigsten Anwendungsbereiche auszubilden, sei es für Hydrokulturen, normale Kultivierung vonPflanzen in Erde bzw. Substrat oder anderen Substraten, wie in Tongranulat oder dgl. Pflanzenanzuzüchten. Mit einem derartigen Bewässerungssystem wird ein extrem geringer Wasserver¬brauch ermöglicht und gleichzeitig eine gezielte und ausreichende Versorgung der Pflanzen mitWasser gewährleistet, wodurch nicht nur ein rascheres Wachstum der Pflanzen erreicht wird,sondern insbesondere vermieden wird, dass Pflanzen aufgrund eines Überangebots von Was¬ser gelb werden bzw. faulen. Mit einem derartigen Entwässerungssystem kann darüber hinausauch das Wachstum von Pflanzen kontrolliert werden und das Wasserangebot bzw. Nährstoff¬angebot für die Pflanzen in Abhängigkeit von in dem Pflanzenhalte- und Bewässerungssystemanzuzüchtenden Pflanzen eingestellt werden.
[0017] Um ein Stehen von Wasser in den Pflanzenhalteelementen mit Sicherheit zu vermeiden,können diese, wie dies einer Weiterbildung der Erfindung entspricht, so angeordnet werden,dass die Pflanzenhalteelemente an dem Hauptkörper mit einer Neigung zwischen 0,5° und 4°,insbesondere 0,6° und 2° angelenkt sind. Mit einer derartigen Neigung wird das Abfließen vonüberschüssigem Wasser gewährleistet, ohne dass ein Austrocknen der Pflanzen zu befürchtenwäre. Eine derartige Ausbildung ist insbesondere dann günstig, wenn die Pflanzen von oben mitWasser versorgt werden, in welchem Fall überschüssiges, d.h. durch Substrat und dem Pflanz¬topf durchtretendes Wasser unmittelbar abgeleitet wird und verhindert wird, dass die Pflanzen inWasser stehen, was üblicherweise für die Anzucht von Pflanzen in Substrat nicht günstig ist.Wenn die Pflanzentöpfe dicht in den dafür vorgesehenen Aufnahmeöffnungen eingesetzt sind,wird überdies mit einem derartigen System sichergestellt, dass die Wasserverdunstung mög¬lichst gering gehalten wird.
[0018] Schließlich kann, um ein unbeabsichtigtes Entnehmen bzw. ein Herausfallen von Pflanz¬töpfen aus den Pflanzenhalteelementen mit Sicherheit zu vermeiden, die Erfindung so weiter¬gebildet sein, dass die Aufnahmeöffnungen zur lösbaren Festlegung von Pflanzentöpfen mitlösbar festlegbaren Haltelementen, insbesondere Halteringen versehen sind. Bei einer derarti¬gen Ausbildung können beispielsweise auch mehrere Halteringe verschiedener Größe ineinan¬der gestapelt werden, so dass Töpfe unterschiedlicher Größe in ein und dieselbe Öffnung desPflanzenhalteelements eingesetzt werden können.
[0019] Es erübrigt sich festzuhalten, dass die Wahl des Materials für das Pflanzenhalte- undBewässerungssystem in weiten Bereichen frei ist, so dass neben dem Halten und Bewässernder Pflanzen auch beispielsweise Licht- und Wärmeschutzeffekte erzielt werden können und einoptisch ansprechendes Äußeres des Pflanzenhalte- und Bewässerungssystems zur Verfügunggestellt werden kann. Insbesondere bei kälteempfindlichen Pflanzen ist es von großer Bedeu¬tung, dass das Pflanzenhalte- und Bewässerungssystem bei geeigneter Materialwahl aucheinen thermischen Schutz für die anzuzüchtenden Pflanzen gewährleistet.
[0020] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausfüh¬rungsbeispielen näher erläutert. In diesen zeigen: [0021] Fig. 1 ein Pflanzenhalte- und Bewässerungssystem gemäß der Erfindung mit aus¬ schließlich einem Hauptkörper, [0022] Fig. 2 eine Variante des erfindungsgemäßen Pflanzenhalte- und Bewässerungssys¬ tems mit einem Hauptkörper und einer Mehrzahl von Pflanzenhalteelementen, [0023] Fig. 3 eine Teilansicht eines erfindungsgemäßen Pflanzenhalte- und Bewässerungs¬ systems, bei welchem das Bewässerungssystem als Lochschlauch ausgebildetist, und [0024] Fig. 4 eine Teilansicht einer Variante des Pflanzenhalte- und Bewässerungssystems, bei welchem ein zu rasches Abfließen des Wassers mit Hilfe von Wehren ausden Pflanzenhalteelementen verhindert wird.
[0025] In Fig. 1 ist mit 1 ein Pflanzenhalte- und Bewässerungssystem bezeichnet, welches auseinem Hauptkörper 2 besteht, welcher im Wesentlichen als mäandrierendes, rohrförmigesElement ausgebildet ist. Der Hauptkörper 2 weist hierbei im Wesentlichen waagrecht verlaufen¬de, rohrförmige Pflanzenhalteelemente 3 auf, sowie mittels Verbindungsstücken 4 an den rohr¬förmigen Pflanzenhalteelementen 3 angelenkten Krümmer 5. Der Hauptkörper 2 des Pflanzen¬halte- und Bewässerungssystems 1 ist hierbei als beidseitig offenes Rohr ausgebildet und kanninsbesondere an seinem oberen Endbereich 6 beispielsweise mit einem Verbindungselement 4und einem Krümmer 5 versehen werden, um das mäandrierend ausgebildete Pflanzenhalte-und Bewässerungssystem 1 weiter zu vergrößern. In den Pflanzenhalteelementen 3 des Pflan¬zenhalte- und Bewässerungssystems 1 sind hierbei eine Mehrzahl von Pflanzentöpfen einge¬legt, wie dies schematisch mit 7 dargestellt ist. Damit die Pflanzentöpfe 7 in den Pflanzenhal¬teelementen 3 des Hauptkörpers 2 eingesetzt werden können, sind entsprechende Ausneh¬mungen bzw. Löcher in den Pflanzenhalteelementen 3 des Hauptkörpers 2 ausgebildet.
[0026] In Fig. 2, in welcher die Bezugszeichen von Fig. 1 so weit als möglich beibehalten sind,ist wiederum ein Pflanzenhalte- und Bewässerungssystem 1 dargestellt, welches einen imWesentlichen vertikal verlaufenden Hauptkörper 2 aufweist, an welchem eine Mehrzahl vonwaagrecht angeordneten Pflanzenhalteelementen 3 angelenkt sind. Die Pflanzenhalteelemente3 sind hierbei wiederum mit Flanschen 4 an dem Hauptkörper 2 angelenkt, wobei zwischen denFlanschen 4 und dem Hauptkörper 2 üblicherweise ein Dichtungsring, welcher in dieser Figurnicht dargestellt ist, zwischengelagert ist, um ein Lecken von Flüssigkeit aus dem System mitSicherheit zu vermeiden. Sowohl der Hauptkörper 2 als auch die Pflanzenhalteelemente 3können hierbei an ihren offenen Endbereichen mit jeweils offen- und verschließbaren Deckelnversehen sein, wie dies in Fig. 2 schematisch mit 8 bezeichnet ist. Die Deckel 8 können hierbeibeliebig geöffnet und geschlossen werden, um freien Zugang sowohl zum Hauptkörper 2 alsauch zu den Pflanzenhalteelementen 3 zu besitzen.
[0027] In Fig. 2 sind wiederum in den Pflanzenhaltelementen 3 eine Mehrzahl von Pflanzentöp¬fen 7 schematisch angedeutet, in welchen anzuzüchtende Pflanzen eingesetzt sein können. Eserübrigt sich festzuhalten, dass der Abstand zwischen den einzelnen Pflanzenhalteelementen 3größer oder kleiner sein kann und dass diese nicht nur in zwei Richtungen von dem Hauptkör¬per abgehen können, sondern beispielsweise schneckenförmig um den Hauptkörper angeord¬net sein können oder in jeder beliebigen Anordnung. Auch ist die Länge der Pflanzenhalteele¬mente 3 variabel wählbar.
[0028] Fig. 3, welche eine Teilansicht des Pflanzenhalte- und Bewässerungssystems 1 von Fig.2 zeigt, ist das Pflanzenhalte- und Bewässerungssystem 1 im Schnitt dargestellt, so dass zu¬sätzlich zu den in Fig. 2 gezeigten Elementen auch das Bewässerungssystem erkenntlich ist. Indem Hauptkörper 2 ist ein Zulaufrohr 9 eines Bewässerungssystems dargestellt, von welchemZulaufrohr 9 Zweigleitungen 10 in die einzelnen Pflanzenhalteelemente 3 geführt werden. Beider Darstellung von Fig. 3 wird Wasser entsprechend dem Pfeil 11 in das Zulaufrohr 9 einge¬pumpt und in die Zweigleitungen 10 geführt. Die Zweigleitungen 10 sind hierbei als Lochschläu¬che ausgebildet, wobei die Löcher 12 des Lochschlauchs immer so angeordnet sind, dassWasser direkt unter einem Pflanztopf 7 in das Innere des Pflanzenhalteelements 3 austritt. Miteiner derartigen Ausbildung wird ausreichend Wasser für die Anzucht von beliebigen Pflanzenzur Verfügung gestellt, ohne dass eine Überbewässerung der Pflanzen zu befürchten ist. Nichtbenötigtes Wasser läuft bei der Ausbildung von Fig. 3 direkt unter den Zweigleitungen 10 wie¬derum in den Hauptkörper 2 des Pflanzenhalte- und Bewässerungssystems 1 zurück und wirdim unteren Endbereich des Hauptkörpers 1 durch eine in Fig. 3 nicht dargestellte Pumpe wiede¬rum in das Zulaufrohr 9 des Bewässerungssystems rückgeführt.
[0029] Selbstverständlich kann in gleicher Weise die Ausbildung so gewählt sein, dass anstelleder Anordnung der Lochschläuche unter den Pflanztöpfen 7 diese über den Pflanztöpfen 7angeordnet sind, wodurch Wasser von oben in die Pflanztöpfe 7 tröpfelt. Welcher Art des Be¬wässerungssystems gewählt wird, hängt hierbei von der jeweiligen anzuzüchtenden Art derPflanzen ab und von der Art der Substrate, welche für die Anzucht der jeweiligen Pflanzen alsbesonders günstig angesehen werden.
[0030] In Fig. 4 ist eine Variante des Bewässerungssystems von Fig. 3 dargestellt. Die nichtdargestellte Pumpte pumpt wiederum in Richtung des Pfeils 11 Wasser in das Zulaufrohr 9 desBewässerungssystems, welches von dem Zulaufrohr 9 in die Zweigleitungen 10 geführt wird.Die Zweigleitungen 10 enden hierbei unmittelbar nach dem Flansch, mit welchem das Pflan-zenhalteelement 3 an dem Hauptkörper 2 angelenkt ist und Wasser rinnt frei in das Pflanzen-halteelement 3. Um ein unmittelbares Abfließen des Wassers aus dem Pflanzenhalteelement 3zu verhindern, ist das Pflanzenhalteelement 3 hierbei mit einem Wehr 13 ausgebildet, welchesWehr 13 sicherstellt, dass Wasser immer eine gewisse Füllhöhe im Inneren des Pflanzenhal-teelements 3 aufweist. Bei einer derartigen Ausbildung, welche insbesondere für Hydrokulturengeeignet ist, ragen die unteren Endbereich der Pflanztöpfe 7 bis in das Wasser und überschüs¬siges Wasser läuft, wenn die Füllhöhe des Wehrs 13 erreicht ist, über das Wehr 13 über undrinnt wiederum in den unteren Endbereich des Hauptkörpers 2 ab, wo es wiederum von dernicht dargestellten Pumpe 11 in das Rohrleitungssystem gepumpt wird. In einer derartigenAusbildung wird eine optimale Ausnützung des zur Verfügung stehenden Wassers gewährleis¬tet und insbesondere die Verdunstung des Wassers so gering wie möglich gehalten, da jeglicheÖffnungen des Pflanzenhalte- und Bewässerungssystems 1 entweder durch Deckel 8 oder aberdurch Pflanztöpfe 7 im Wesentlichen dicht verschlossen sind.
[0031] Es erübrigt sich festzuhalten, dass selbstverständlich in dem Bewässerungssystembestehend aus Zulaufrohr 9 und Zweigleitungen 10 zusätzlich Nährstoffe für die Pflanzen imKreislauf geführt werden können, wobei das Zudosieren der Nährstoffe günstiger Weise imBereich der nicht dargestellten Umwälzpumpe stattfindet.
Claims (9)
- Ansprüche 1. Pflanzenhalte- und Bewässerungssystem (1), umfassend einen wenigstens einseitig offenausgebildeten Hauptkörper (2) mit wenigstens einer Aufnahmeöffnung zur lösbaren Festle¬gung von einem Pflanzenhalteelement (3) oder einem Pflanzentopf (7), wobei der Haupt¬körper (2) im Wesentlichen rohrförmig ausgebildet ist, und an einem seiner offen ausgebil¬deten Enden mit einem Wasserzulauf (9) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass indem Hauptkörper (2) eine Mehrzahl von im Wesentlichen kreisförmigen Öffnungen zurAufnahme von entweder jeweils einem Pflanzentopf (7) oder einem weiteren im Wesentli¬chen rohrförmigen, wenigstens eine im Bereich seiner Längserstreckung kreisförmige aus¬gebildete Öffnung aufweisendes Pflanzenhalteelement (3) ausgebildet ist, sowie ein Was¬serablauf und gegebenenfalls wenigstens ein Verschlusselement (8) für die im Wesentli¬chen kreisförmigen Öffnungen oder ein offen ausgebildetes Ende des Hauptkörpers (2)vorgesehen sind, und dass die Öffnungen zur Aufnahme zur lösbaren Festlegung vonPflanzentöpfen (7) mit gegebenenfalls lösbar festlegbaren Haltelementen, insbesondereHalteringen versehen sind.
- 2. Pflanzenhalte- und Bewässerungssystem (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,dass der Hauptkörper (2) und/oder das (die) Pflanzenhalteelement(e) (3) mit mit wenigs¬tens einem mit dem Wasserzulauf (9) verbundenen Wasserführungselement, insbesondereeinem Lochschlauch verbunden ist (sind).
- 3. Pflanzenhalte- und Bewässerungssystem (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn¬zeichnet, dass der Hauptkörper (2) und/oder das (die) Pflanzenhaltelement(e) (3) mit Ein¬bauten, wie Wehren oder Leitelementen (13) versehen ist (sind).
- 4. Pflanzenhalte- und Bewässerungssystem (1) nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch ge¬kennzeichnet, dass das (die) Pflanzenhalteelement(e) (3) und/oder das (die) Verschlus-selement(e) (3) mittels eines Dichtelements, insbesondere einer Ringdichtung in freie En¬den oder Öffnungen des Hauptkörpers (2) und/oder der (des) Pflanzenhaltelemente(s) (3)eingesetzt sind.
- 5. Pflanzenhalte- und Bewässerungssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurchgekennzeichnet, dass ein unteres freies Ende des rohrförmigen Hauptkörpers (2) mit we¬nigstens einem offen- und verschließbaren Deckel (8) versehen ist.
- 6. Pflanzenhalte- und Bewässerungssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurchgekennzeichnet, dass der Hauptkörper (2) und die Pflanzenhalteelemente (3) als gerade,längsgestreckte Kunststoff rohre ausgebildet sind.
- 7. Pflanzenhalte- und Bewässerungssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurchgekennzeichnet, dass der Hauptkörper (2) als in Form von Mäandern angeordnetes Rohrausgebildet ist und dass die Öffnungen zur Aufnahme von jeweils einem Pflanzentopf (7)an waagrecht verlaufenden Bereichen des Kunststoffrohrs ausgebildet sind.
- 8. Pflanzenhalte- und Bewässerungssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurchgekennzeichnet, dass in dem Schlauchleitungssystem (9, 10) eine Wasserumwälzpumpe,insbesondere im Bereich des wenigstens einen im unteren freien Endes des rohrförmigenHauptkörpers (2) vorgesehenen offen- und schließbaren Deckels (8) zwischengeschaltetist.
- 9. Pflanzenhalte- und Bewässerungssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurchgekennzeichnet, dass die Pflanzenhaltelemente (3) an dem Hauptkörper (2) mit einerNeigung zwischen 0,5° und 4°, insbesondere 0,6° - 2° angelenkt sind. Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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