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Vorrichtung zur Verhinderung des Offenlassens von Gasgerätehähnen zur Nachtzeit.
Eine grosse Anzahl von Leuchtgasvergiftungsfällen während der Nachtruhe ist darauf zurückzuführen, dass sieh die Person, welche den Gashahn zu betätigen hat, nach dem Auslöschen des Lichtes zur Ruhe begibt und aus Vergesslichkeit den Gashahn über Nacht in offener bzw. nicht ganz geschlossener Stellung belässt. Die vorliegende Erfindung bezweckt die Beseitigung der Gasvergiftungsgefahr, die nach dem Auslöschen des Lichtes dem Schlafenden drohen kann.
Es sind Sicherheitsversc Müsse für Gashähne bekannt, bei welchen der Schlüssel nur bei geschlossenem Gashahn abgenommen werden kann oder selbsttätig durch Federdruck abgeworfen wird. Diese Einrichtung gibt aber nur eine bedingte Sicherheit, da man darauf nicht aufmerksam gemacht wird, dass sich der Gashahn in nicht geschlossener Stellung befindet. Diese erhöhte oder unbedingte Sicherheit
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trischen Lichtes in Abhängigkeit von dem geschlossenen Zustande des Herdgashahnes gebracht wird.
Gemäss der Erfindung ist über dem Hahngriff des Gasgerätes und über dem Lichtschaltergriff je eine Kappe samt einem Rohrstutzen angebracht, in welchen Rohrstutzen Stifte von Betätigungsbacken für die Griffe untergebracht und einem für beide gemeinsamen Betätigungssehlüssel zugänglich sind, der infolge einer bajonettartige Einrichtung, die aus einem Stift in dem zum Hahngriff des Gasgerätes zugehörigen Rohrstutzen, einer Rille und einem Längsschlitz im Schlüssel besteht, vom Gashahn nur in dessen Schliessstellung abnehmbar ist.
Gemäss einer Abänderung können der Hahngriff und der Lichtschaltergriff samt zugehöriger Kappe in Wegfall kommen und kann die Spindel des Gashahnes sowie die des Lichtschalters von axialen fixen Rohrstutzen umgeben und selbst so ausgebildet sein, dass sie von einem gemeinsamen, in die Rohrstutzen einsetzbaren Schlüssel betätigt werden können.
Zwei Ausführungsformen der Vorrichtung gemäss der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt. Fig. 1 und 2 zeigen je einen Längsschnitt des auf dem elektrischen Ausschalter bzw. auf einen Gasherdhahn aufgesetzten Teiles der Vorrichtung, während Fig. 3,3a und 3b eine Seiten-, eine Vorderansicht und einen Querschnitt des zum Verstellen des Lichtschalters und der Gashahnspindel dienenden gemeinsamen Schlüssels veranschaulichen. Fig. 4 und 5 zeigen je einen Längsschnitt einer Abänderung der Vorrichtung.
Die Vorrichtung nach Fig. 1-3 besteht aus zwei mit Rohrstutzen 7 und 17 versehenen Kappen 1
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griff 3 des Gashahnes 5 umfasst. Beide Kappen sind in je einer Konsole 6 gelagert, die an der Wand oder am Hahn bzw. Schalter befestigt ist. Im Inneren der Rohrstutzen 7 bzw. 17 ist ein Griff 9 bzw. 19 drehbar
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Gasherdhahnes umhüllenden Kappe 18 (Fig. 2) ist mit einer nach innen vorspringenden Nase 11 versehen, die bei geschlossenem Gashahn mit dem Querstück 16 des Griffes 19 in einer senkrechten Ebene
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dem Schlüssel zusammenwirkend einen Bajonettverschluss bildet.
Ausserdem ist die Kappe 18 mit einer an sich bekannten Vorrichtung versehen, die aus einer mit dem Stift 19 drehbaren Scheibe 14 und einem Fensterehen M in der Kappe besteht und zur Anzeige der Offen-und Schliessstellung des Gashahnes dient.
Die geschilderte Vorrichtung wirkt nun folgendermassen :
Um das elektrische Licht mit dem Schalter 4 abzuschalten, muss man den Stift 9 verdrehen ; dies ist jedoch nur unter Zuhilfenahme des Schlüssels 12 möglich, der sich wieder aus dem den Gasherdhahn umgebenden Rohrstutzen 17 nur dann herausnehmen lässt, wenn der Gashahn vollständig geschlossen ist. Um das Einstecken des Schlüssels 12 in den Rohrstutzen zu ermöglichen, muss der Schlitz 20 mit der Nase 11 in Eingriff gebracht werden. Da die Nase 11 und das Querstück 16 bei geschlossenem Gashahn in einer senkrechten Ebene liegen, kann der Schlüssel auf den Griff 19 aufgesteckt werden, wobei das Querstück 16 in den Schlitz 20 eingreift.
Bei aufgestecktem Schlüssel befindet sich die Quernut 1. 3 gerade in der Höhenlage der Nase 11, so dass der Schlüssel verdreht und der Gashahn 5 mit Hilfe der Backen 8 geöffnet werden kann. Da der Schlitz 20 bei der Verdrehung des Schlüssels von der Nase 11 wegbewegt wird, wird ein Abnehmen des Schlüssels durch die Nut 1. 3, in die die Nase eingreift, nunmehr verhindert.
Um den Schlüssel aus dem Rohrstutzen 17 herausnehmen zu können, ist der Schlüssel 12 wieder so weit zu verdrehen, bis der Schlitz 20 unterhalb der Nase 11 steht, was der Fall ist, wenn der Gashahn vollständig geschlossen ist, da nur dann das Querstüek 16 und die Nase 11 in einer senkrechten Ebene liegen.
Die oben geschilderte Vorrichtung erfordert keine Umarbeitung der bestehenden Schalter und Gasherdhähne, u. zw. im Gegensatz zu der im folgenden beschriebenen Abänderung, die, wenn auch
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notwendig macht.
Die in Fig. 4 und 5 dargestellte Abänderung weicht von der geschilderten Einrichtung darin
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und nur Rohrstutzen 18", 18'vorgesehen sind, die nunmehr die Spindeln 9'und 19'des Lichtschalters 4 und des Gashahnes 5 umschliessen. Die Spindeln 9'und 79'erfüllen die den Stiften 9 und 19 in der vorgeschilderten Vorrichtung zugedachte Aufgabe, d. h. der Schlüssel 12 wird auf die Spindel des Sehalters 4 und auf die Spindel 19'des Gasherdhahnes unmittelbar aufgesetzt. Der die Gashahnspindel umgebende Rohrstutzen 18'ist mit einer Nase 11 versehen, die in die Nut.
M des Schlüssels 12 eingreift und das Herausnehmen des Schlüssels verhindert, wenn der Hahn in der offenen oder nicht ganz geschlossenen Stellung steht.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Verhinderung des Offenlassens von Gasgerätehähnen zur Nachtzeit, dadurch gekennzeichnet, dass über dem Handgriff (3) des Gasgerätes und über dem Lichtschaltergriff (2) je
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Gashahn (5) nur in dessen Schliessstellung abnehmbar ist.