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Verfahren und Vorrichtung, um die Aufmerksamkeit des Publikums auf den Verkauf einer bestimmten
Ware zu lenken.
Um die Aufmerksamkeit des Strassenpublikums auf eine Ware zu lenken, bedient man sich heutzutage fast ausschliesslich optischer Mittel, wie z. B. mit natürlichem oder künstlichem Licht gespeister Leuchtschilder mit ruhender oder beweglicher Inschrift. Bei der weit verbreiteten Anwendung dieser Blickfangmittel, die insbesondere in den Geschäftsvierteln einer Stadt in zahlloser Menge anzutreffen sind, erfüllen diese vielleicht nur dann mehr vollständig ihren Zweck, wenn sie durch besondere Grösse oder Eigenart den Blick fesseln ; in allen anderen Fällen wird hingegen ihre Wirkung als Blickfang nicht sonderlich gross sein.
Es ist auch schon versucht worden, Riechstoffe zu Reklamezwecken zu verwenden, u. zw. wurden gleichzeitig oder abwechselnd mit optischen und akustischen Sendungen riechende Flüssigkeiten, insbesondere Luftreinigungs-und Desinfektionsmittel zerstäubt. Solche unspezifische Gerüche konnten aber nicht dazu dienen, eine bestimmte Ware anzupreisen und da die Richtung, aus der der Geruch kommt, nicht immer augenblicklich feststellbar ist, war die Wirkung einer solchen Reklame recht zweifelhaft.
Die Erfindung beruht auf der Erscheinung, dass Gerüche, die für bestimmte Waren charakteristisch sind, bei den meisten Menschen den Gedanken an diese Waren auslösen.
Wird ausserdem das Geschäftslokal, in dem die betreffenden Waren feilgehalten werden, gleichzeitig mit der Geruchsempfindung oder bald nachher sichtbar, so entsteht eine bestimmte Gedankenassoziation und eine stark suggestive Wirkung, welche die Bereitschaft des Wahrnehmenden zum Kaufe der betreffenden Ware-durch die zusammenwirkenden Sinneseindrücke erheblich steigert.
Gemäss der Erfindung wird nun ein für die Ware, für welche geworben werden soll, charakteristischer Geruch, z. B. an der Strassenseite eines Geschäftslokals, einer Gaststätte od. dgl. ausgesendet. Diese Aussendung kann derart erfolgen, dass eine Ausblase-oder Zerstäubervorrichtung verwendet wird, die an dem strassenseitig gelegenen Teil des Lokals an solcher Stelle angeordnet ist, dass mit ihr in Richtung gegen den Gehsteig ein die betreffende Geruchswirkung erzeugendes Gas ausgeblasen bzw. eine solche Flüssigkeit zerstäubt wird, wodurch das Strassenpublikum in besonders wirksamer Weise anf den jeweiligen Charakter des Geschäftes aufmerksam gemacht wird, da sich ein für die in dem Geschäft feilgehaltenen Waren, z. B. Kaffee, Tabak, Speisen, Getränke, charakteristischer Geruch verbreitet. Ebenso ist es auch möglich, z.
B. vor einer Blumenhandlung Blumenduft oder vor einer Lederhand- lung Juchtengeruch zu verbreiten, wodurch in jedem Falle die vorübergehenden Leute zwangsläufig auf den Charakter des Geschäftes aufmerksam werden. Für einen Modewarenladen könnte beispielsweise durch Verbreitung eines parfümartigen Duftes geworben werden. Die Geruchsverbreitung mit Hilfe der Zerstäubervorrichtung kann natürlich den jeweiligen Verhältnissen entsprechend ununterbrochen oder in gewissen Zeitabständen, z. B. nur in Zeiten lebhaften Verkehrs erfolgen. Hiefür kann gemäss einer bevorzugten Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes eine Zerstäubervorrichtung nach Art einer Blumenspritze Verwendung finden, die mit ihren Saugrohr in einen die zu zerstäubende Flüssigkeit enthaltenden Vorratsbehälter eintaucht und der das zerstäubende Mittel von einem kleinen, z.
B. durch ein Feder-
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werk, einen kleinen Elektromotor u. dgl. angetriebenen Ventilator zugeführt wird. Der Zusammenbau der Zerstäubervorrichtung mit dem Ventilator zwecks Erzielung einer gedrängten Bauart und zur Vermeidung von Druckverlusten kann dabei vorteilhaft in der Weise erfolgen, dass das Blasrohr des Zerstäubers von der Druckleitung des Ventilators gebildet wird. Ebenso ist es natürlich möglich, als zerstäubendes Mittel Pressluft zu verwenden, die dem Zerstäuber von einer Pressluftflasche geliefert wird.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes in Fig. 1 und 2 in zwei zueinander senkrechten Schnitten veranschaulicht.
1 bezeichnet die äussere Verkleidung, das Portal od. dgl. eines Geschäftsladens, an deren bzw. dessen Innenseite die Reklameeinrichtung, z. B. in Tür- oder Kopfhöhe eines Menschen so angebracht ist, dass mit ihr durch die, z. B. von einem kurzen Rohrstück gebildete Öffnung 2 in der Verkleidung 1 od. dgl. eine zerstäubte Duftwolke gegen die Strassenseite des Ladens ausgeblasen werden kann. Die Zerstäubervorrichtung ist in einem Gehäuse 3 untergebracht, das durch eine Scheidewand 4 in einen oberen und einen unteren Raum 5 bzw. 6 unterteilt ist. Der untere Raum 6 dient als Vorratsbehälter für die zu zerstäubende Flüssigkeit, die durch einen Füllstutzen 12 eingefüllt werden kann und in welche das Saugrohr 7 des nach Art einer Blumenspritze ausgebildeten Zerstäubers eintaucht.
In dem oberen Raum 5 des Gehäuses 3 ist ein kleiner Ventilator 9 (Druckluftgebläse) untergebracht, der seinen Antrieb von einem gleichfalls im Raum 5 vorgesehenen kleinen Elektromotor 10 erhält, dessen Welle mit der des Ventilators unmittelbar gekuppelt ist. An der der Saugseite des Ventilators 9 gegenüberliegenden Wand des Gehäuses 3 ist eine oder mehrere Öffnungen 11 vorgesehen, welche der Luft den Zutritt gestatten. Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, bildet die Druckleitung 6 des Ventilators gleichzeitig das Blasrohr des Zerstäubers, von dem aus das zerstäubende Mittel über die obere Mündung des Saugrohres 7 streicht und die in diesem emporsteigende Flüssigkeit in Richtung gegen die Öffnung 2 zerstäubt.
Die vorstehend beschriebene Ausführungsform kann natürlich mannigfache Abänderungen erfahren. So kann an Stelle des Elektromotors 10 ein Federwerk als Antriebsmotor für den Ventilator Verwendung finden. Es wäre ferner möglich, als zerstäubendes Mittel Druckluft zu verwenden, die dem Blasrohr des Zerstäubers aus einem kleinen Pressluftbehälter zuströmt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren, um die Aufmerksamkeit des Publikums auf den Verkauf einer bestimmten Ware zu lenken, dadurch gekennzeichnet, dass ein für die betreffende Ware charakteristischer Geruch in wahrzunehmender Weise an der strassenseitigen Front des Geschäftslokales oder der Gaststätte ausgesendet wird.