AT129647B - Absperrorgan. - Google Patents

Absperrorgan.

Info

Publication number
AT129647B
AT129647B AT129647DA AT129647B AT 129647 B AT129647 B AT 129647B AT 129647D A AT129647D A AT 129647DA AT 129647 B AT129647 B AT 129647B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
shut
sealing
seal
slide
sealing surfaces
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Schaeffer & Budenberg Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Schaeffer & Budenberg Gmbh filed Critical Schaeffer & Budenberg Gmbh
Application granted granted Critical
Publication of AT129647B publication Critical patent/AT129647B/de

Links

Landscapes

  • Safety Valves (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Absperrorgan. 



   Die   Dichtflächen   von   Absperrorganen   werden leicht zerstört, wenn feste Teilchen, wie Kesselstein, Schweissperlen, Rost, Fremdkörper beim Abschluss sich   dazwischenkleinmen,   oder wenn die Dichtflächen beim Abschluss oder beim Öffnen mit hohem Druck aufeinander gleiten und   fressen. Ausserdem   treten Korrosion und   Strahlverschleiss   vielfach als Ursache der Zerstörung auf. 



   Man hat bisher versucht, diese   Zerstörungserscheinungen   durch besondere Materialauslese zu bekämpfen ; statt der früher   üblichen Weichmetalldichtungen   wurden bei stark bean- 
 EMI1.1 
 die   Dichtorgane gewählt.   Es zeigte sich aber bald, dass auch die härtesten Stoffe gegen Strahlverschleiss, der durch rasch bewegte Betriebsmittel, z. B. beim Sandstrahlgebläse, verursacht wird, keinen sicheren Schutz bieten. Hatte sich an einer winzigen Stelle einmal eine Strahlverschleissnut gebildet, so war das Zerstörungswerk auch durch das härteste Material nicht mehr aufzuhalten. Diese Erscheinung wurde z.

   B. oft beobachtet, wenn sich kleine feste Teilchen, wie Kesselstein,   Schweissperlen,   Rost u. dgl., beim Abschluss zwischen die Sitze geklemmt hatten. 
 EMI1.2 
 körper aus hartem, korrosionsfestem Material von mehr als 700 kg/mm2 Brinell-Oberflächenhärie fertigt und gleichzeitig die zusammenarbeitenden Dichtkörper mit einem spezifischen Anpressdruck von mehr als 400    & y/css   aufeinanderpresst, so dass die zwischen die Sitzflächen gelangenden festen Teilchen ohne Beschädigung der Dichtkörper zermalmt werden. Härte allein oder hoher Anpressdruck allein genügen in keiner Weise. Erst die Kombination sichert gleichzeitig gegen alle Verschleisserscheinungen. 



   Durch die gleichzeitige Steigerung von Härte und Anpressungsdruck wird ein erheblicher technischer Effekt erzielt. Alle festen Teilchen, die etwa zwischen die   Dichtflächen   gelangen, werden ohne jede Beschädigung der Dichtfläche zu feinstem Mehl zermalmt, das bei der nächsten Öffnungsperiode, mangels jeglicher Haftfähigkeit an der glatten Oberfläche, vom Betriebsmittel mit Leichtigkeit abgespült wird. Die Abdichtung erfolgt somit sicher. Gegen Korrosion, Strahlverschleiss und Reibverschleiss ist gleichermassen Sicherheit geboten. Die Lebensdauer des Absperrorganes wird dadurch ganz erheblich vergrössert. Das Anwendungsgebiet erweitert sich auf höchste Betriebsdrücke und vor allem auf neuerdings vorkommende Betriebstemperaturen bis zu 600  C. 



   Ein besonderer Vorteil ergibt sich für Schieber, insofern, als sowohl Entlastungsvorrichtungen (Umführungen) als auch Dichtungsabziehvorrichtungen (z. B. Schraubenspindeln, die beim Öffnen und Schliessen die bewegliche Dichtung in Richtung der Achse der festen Dichtung bewegen, also senkrecht zu der festen Dichtung) in Wegfall kommen können. Denn das Material mit der angegebenen Härte hat die Eigenschaft, selbst auf gleichem Gegenmaterial nicht zu fressen. Die   Schieberdichtflächen   können also ohne jede Vorsichtsmassregel aufeinander gleitend geschlossen werden. Dabei ergibt sich eine wesentliche Vereinfachung des gesamten 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Triebwerkes.

   Weiterhin schaben die unter hohem Druck aufeinander gleitenden Dichtflächen die Mehrzahl der Unreinigkeiten beim   Schliessvorgange weg.   Beim Öffnen kann unter Benutzung der vorliegenden Erfindung selbst bei höchsten Betriebsdrücken auf jede Entlastungsvorrichtung oder Umführung verzichtet werden. Dadurch wird die Bauart des Schiebers weiterhin vereinfacht und seine Arbeitsweise   zuverlässiger und schneller.   Bei elektrischem Antrieb fällt jegliche Komplikation (Feststellvorrichtungen für die Ausgleichstellung, besondere Schalter, um-   ständliche Bedienung usw. ) weg. Vorliegende Erfindung ermöglicht also den Bau eines ein-   fachen, zuverlässigen Universalschiebers für Hochdruck und Heissdampf, für korrodierende und erodierende Stoffe. 



   Besonders geeignet ist für die Ausbildung von Dichtkörper oberflächengehärtetes, korrosionsfestes, z. B. nitriergehärtetes Material mit einer Oberflächenhärte von über 700 Brinelleinheiten. Eine zuverlässige Dichtung wird aber nur erreicht, wenn gleichzeitig die spezifischen 
 EMI2.1 
 nügende Sicherheit zu erlangen, empfiehlt es sich, mit den Anpressdrücken je nach Bedarf noch höher, unter Umständen bis über 1000   lcg/cm2 zu   gehen. Zur Erreichung der hohen Anpressdrücke müssen die Dichtflächen entsprechend schmal ausgebildet werden. Der eine Dicht- 
 EMI2.2 
 Führung beim Aufsetzen sich erübrigt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Absperrorgan, insbesondere Schieber, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtkörper aus einem zweckmässig korrosionsfesten Material von einer Oberflächenhärte von mehr als 700 kg/mm2 Brinell bestehen, und dass die zusammenarbeitenden Dichtkörper mit einem spezifischen Anpressdruck von mehr als 400 lcg/cm2 gegeneinandergepresst werden, so dass die zwischen die EMI2.3
AT129647D 1930-11-04 1931-10-05 Absperrorgan. AT129647B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE129647T 1930-11-04

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT129647B true AT129647B (de) 1932-09-10

Family

ID=29277581

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT129647D AT129647B (de) 1930-11-04 1931-10-05 Absperrorgan.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT129647B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1550496B1 (de) Ventil fuer grosse Druckgefaelle
AT129647B (de) Absperrorgan.
DE102007028276A1 (de) Verfahren zur Oberflächenbehandlung ferritisch/martensitischer 9 bis 12% Cr-Stähle
DE501144C (de) Durchzugschieber
DE690379C (de) Abdichtung fuer Absperrventile, Absperrschieber o. dgl. fuer hohe Druecke und Temperaturen
CH292513A (de) Dichtungseinrichtung an Rohrverbindungen.
DE604737C (de) Blasvorrichtung zum Aufschleudern eines Gemisches von Druckluft, Sand und Wasser
DE597877C (de) Absperrventil fuer hochgespannten Heissdampf
CH161912A (de) Absperrorgan.
DE2008765A1 (de) Selbstreinigendes Hochleistungsventil
AT30711B (de) Einrichtung an Rückschlag-Abschlußorganen zur Erzielung stoßfreier Wirkung.
AT70327B (de) Entlasteter Turbinenschieber.
AT95487B (de) Sicherheitsvorrichtung für Dampferzeuger.
DE528420C (de) Packung fuer Iaengsbewegliche Wellen, Stangen und Kolben aus einem nichtmetallischenKern mit einer metallischen Bewehrung
DE768145C (de) Einrichtung zum Verhueten der Entflammung der Verschlussplatte von Druckminderern und Absperrventilen, insbesondere fuer Sauerstoffatemgeraete
DE689289C (de) Dampfwasser-Ableiter fuer Hoechstdruck
DE104303C (de)
DE567176C (de) Mit Kreuzstrom arbeitender Lufterhitzer
DE801484C (de) Ventil
AT60297B (de) Einrichtung zur Verhütung eines forcierten Anheizens bei mit flüssigen Brennstoffen geheizten Dampfkesseln.
DE840247C (de) Umfuehrungs- und Absperreinrichtung fuer Dampfwasserableiter
DE600445C (de) Drosselventil fuer Spaltanlagen
DE1803822A1 (de) Vollhub-Sicherheitsventil
AT36880B (de) Windkessel, insbesondere für Farbzerstäuberanlagen.
DE581732C (de) Absperrschieber fuer Heisswindleitungen