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Siebbelag.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Siebbelag, insbesondere für Strohschüttler in Dreschmaschinen, der den Strohdurchfall und den Körnerverlust wesentlich vermindert und Spreu und Kaff ungehindert hindurchlässt ; er trägt zur Verkürzung der Länge des Sehüttlers und zur Erzielung der damit verbundenen konstruktiven und wirtschaftlichen Vorteile bei.
Die bisher fast allgemein Verwendung findenden Strohschüttlerbeläge aus Holz bestehen aus quer zur Arbeitsrichtung verlaufenden Vorschubleisten und längsverlaufenden Stegleisten, welche, die breiten Durchfallräume unterteilen. Die im Profil meist dreieckigen Holzleisten verbrauchen eine bedeutende tote Siebfläche, da sie kräftig genug sein müssen und ihre Grundfläche breit genug sein muss, um eine haltbare Befestigung zu ermöglichen. Die steilere Ausbildung hölzerner Vorschubleisten hat den Nachteil, dass ihr Profil zu schwach wird.
Ihr dreieckiges Profil ergibt sieh aus der Grundfläche, der vorderen steilen Stosskante sowie der hinteren stark geneigt liegenden Rückenfläche. Denkbar sind auch Nachahmungen
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den quer verlaufenden Lochreihen ein Profil wie die hölzernen Vorsehubleisten aufweisen. Um bei diesen Belagsarten den Strohdurchgang zu vermindern, verkleinerte man bisher die Lochung, indem man die Vorschubleisten in der Arbeitsrichtung und die Stegleisten quer dazu zusammenrückte. Dies hat den
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nicht genügt.
Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, den Siebbelag für Strohschüttler aus einer Blechtafel herzustellen. Durch Knickungen dieses Siebbleches erhält der Querschnitt eine Zickzackform. Diese Siebfläche hat aber nur kleine Ausschnitte, so dass der Luftdurehgang noch schlechter ist als bei den vorher erwähnten Konstruktionen. Hiezu kommt, dass eine genügende Festigkeit des Siebbelages nur dann erreicht wird, wenn das Blech genügend stark ist.
Der Erfindungsgegenstand beseitigt diese Nachteile. Es werden bei einer Blechtafel die Vorschubleisten durch Faltung des Bleches gebildet und befinden sich die Leisten zwischen geraden, quer zur
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in Anspruch nehmen, werden gemäss der Erfindung die Schenkel dieser Vorschubleisten dicht aneinandergepresst, so dass sie parallel oder annähernd parallel verlaufen und der Querschnitt der Vorschubleisten die Gestalt einer Falte hat. Die Gesamtheit der oberen Kanten der Vorschubleisten bildet ein oberes Siebniveau über dem unteren Niveau der Sieblöeher, so dass das Stroh von den Löchern ferngehalten wird. Die Zuführungsflächen zu den Löchern brauchen nicht mehr konisch, wie bei den Holzleisten zu verlaufen, sondern können parallel gehalten sein. Dadurch sind Verstopfungen beseitigt.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausuhrungsform eines Siebbelages gemäss der Erfindung dargestellt und zeigt Fig. 1 den Längsschnitt. Fig. 2 die Draufsicht und Fig. 3 eine schaubildliche Darstellung. a sind die durch Faltung der Blechtafel entstandenen Förderleisten, c die in den geraden Querreihen liegenden Löcher und b die verbleibenden Längsleisten. Der Pfeil zeigt die Förderrichtung des Gutes an.
Durch das von den Leistenkanten gebildete obere Siebniveau wird eine gründliche Strohaussehüttelung und Körnerausscheidung erzielt und der bisherige Nachteil des starken Strohdurchganges
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wird voll von dem bei der Auf-und Abwärtsbewegung des Schüttlers auftretenden Luftstrom getroffen, und wenn es, durch die Aufwärtsbewegung des Schüttlers hochgeworfen, zu fallen beginnt, ist es gezwungen, gegen ein Luftquantum zu fallen, das durch den zurückgehenden Sehüttler nach oben dringt und dank der geringen toten Hache im Sehüttlerbelag nur unwesentlich geschwächt wird.
So entsteht neben der Verhinderung des Strohdurchganges ausserdem eine sehr wirksame Strohlockerung und schnelle Körner-
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genügende Sehüttlerleistung geben, kann man die Länge des Strohschüttlers verkleinern, was einer Ersparnis an Material, schwingenden Massen und Kraft gleichkommt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Siebbelag, insbesondere für Strohschüttler von Dreschmaschinen, bestehend aus einer mit durch Knickungen gebildeten Querleisten und mit quer angeordneten geraden Lochreihen versehenen Blechtafel, dadurch gekennzeichnet, dass die Längswände der zwischen den Lochreihen liegenden Vorschubleisten eng und annähernd parallel gefaltet sind, so dass die Leisten nur das Mindestmass an Siebfläche für sich in Anspruch nehmen.