AT123374B - Vorrichtung zur Gewinnung von absolutem Alkohol. - Google Patents

Vorrichtung zur Gewinnung von absolutem Alkohol.

Info

Publication number
AT123374B
AT123374B AT123374DA AT123374B AT 123374 B AT123374 B AT 123374B AT 123374D A AT123374D A AT 123374DA AT 123374 B AT123374 B AT 123374B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
air pump
alcohol
vacuum
radiator
pump
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Wilhelm Vogelbusch
Original Assignee
Wilhelm Vogelbusch
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wilhelm Vogelbusch filed Critical Wilhelm Vogelbusch
Application granted granted Critical
Publication of AT123374B publication Critical patent/AT123374B/de

Links

Landscapes

  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    V orriclltnug zur Gewinnung   von absolutem Alkohol. 



    Es ist bekannt, dass bei Alkohol-Wasser-Lösungen, wenn sie unter Vakuum destilliert werden, der Alkoholbestandteil der Dämpfe grösser ist, als wenn die Destillation bei atmosphärischem Druck erfolgen würde. 



  Während bei atmosphärischem Druck durch Destillation ein Spiritus von höchstens 95'6 Gewichtsprozenten erhalten wird, liefert nach den Untersuchungen von Merman (s. Journal of The Chemical Society, April 1913, S. 628 u. f., und anderen Autoren) eine Alkohol-Wasser-Lösung bei einem absoluten Druck von 70 mm Quecksilbersäule wasserfreien Alkohol. 



  Es liegt nahe, diese Beobachtung zur industriellen Gewinnung von wasserfreiem Alkohol zu benutzen. 



  Bei den in Betracht kommenden sehr niedrigen Siedetemperaturen ist indessen ein beträchtlicher Alkoholverlust durch die zwecks Erhaltung des Vakuums aus der Destilliervorriehtung abzusaugenden grossen Luft (Gas) mengen zu befürchten. Die weiter unten beschriebene Vorrichtung soll diesen Übelstand dadurch beseitigen, dass zum Absaugen der unkondensierbaren Gase eine Dampfstrahlvakuumpumpe verwendet wird, welche in dem Entwässerungsapparat ein hohes Vakuum, von z. B. etwa 710 mm Quecksilbersäule, erzeugt. Die Gase kommen in dieser Pumpe mit dem dieselbe betätigenden, in einer Düse expandierenden, Wasserdampf in Beriihrung und der mit den Gasen nach der Luftpumpe übertretende Alkoholdampf wird durch den Wasserdampf aufgenommen (gelöst).

   Die von der Dampfstrahlluftpumpe geförderten Gase bestehen also aus unkondensierbaren Gasen (in der Hauptsache atmosphärischer Luft), welche einerseits unter dem Einfluss des hohen Vakuums aus der zu destillierenden Ausgangslösung frei geworden sind, anderseits aus atmosphärischer Luft, die durch unvermeidliche Undichtigkeiten der Apparatur in diese eingedrungen ist, ferner aus dem von diesen Gasen mitgeführten dampfförmigen Alkohol und schliesslich dem Betriebsdampf der Luftpumpe. Sie werden bei ihrem Austritt aus der Dampfstrahlluftpumpe niedergeschlagen und auf diese Weise der Alkohol in Form einer Alkohol-Wasser-Lösung zurückerhalten. Durch Destillation kann er aus dieser leicht wieder zurückgewonnen werden. 



  Die Destillationsvorriehtung ist in Fig. 1 der beiliegenden Zeichnung dargestellt. Die unter hohem Vakuum stehende Destillierkolonne a geeigneter Konstruktion mit entsprechend geringeren Bewegungswiderständen für die dieselbe durchstreichenden Dämpfe ist mit einem Dephlegmator b und einem Gaskühler c versehen. An den Ausgang des letzteren ist ein Dampfstrahlverdiehter d angeschlossen, der in einen Kondensator e fördert. Die Dampfstrahlpumpe d saugt ununterbrochen die unkondensierbaren Gase ab und hält dadurch das Betriebsvakuum in der Kolonne a aufrecht. Im Dephlegmator b sowie im Kondensator c werden die Alkoholdämpfe soweit wie möglich niedergeschlagen.

   Der in den Gasen verbleibende Rest wird durch den Treibdampf der Strahlluftpumpe aufgenommen und schlägt sieh mit diesem als wässrige Alkohollösung im Kondensator e nieder, um in einem kleinen Destillierapparat zurück-   
 EMI1.1 
 kommenden lufthaltigen Alkohol-Wasser-Dämpfe auch unmittelbar behandelt werden. Der Dephlegmator   lässt   sich vorteilhaft als Verdampfungskühler ausbilden. Er wird dann mit einem Kondensator verbunden, in welchem die auf   Kühlseite   des Dephlegmators aus einer Lösung von entsprechendem Siedepunkt entwickelten Dämpfe niedergeschlagen werden. Das Kondensat der letzteren kehrt in den Dephlegmator zurück, um dort erneut zu verdampfen. 



   Die aus der Strahlluftpumpe kommenden Dämpfe können zum Beheizen der   Destilliervorrichtung   verwendet werden, wenn man sie in dem am Fusse (Blase) der Destillierkolonne sieh befindlichen Heizkörper kondensieren lässt. Das aus dem letzteren ablaufende Kondensat wird eventuell mit Wasser gekühlt, um eine teilweise Verdunstung des Alkohols zu vermeiden. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 dampf des Strahlverdiehters in den die Kolonne e beheizenden Heizkörper f gedrückt, kondensieren sich hier und verlassen die Heizvorrichtung als   alkoholhaltiges   Kondenswasser. 



   Die Temperatur im Heizkörper und damit in der Destillierkolonne lässt sieh sehr genau dadurch regulieren, dass man den entsprechend bemessenen Heizkörper unter Vakuum arbeiten lässt, dessen   Höhe   den Erfordernissen gemäss eingestellt wird. Die die unkondensierbaren Gase letzten Endes aus dem Heizkörper absaugende Luftpumpe erhält eine gut arbeitende   Vaknumeinstellvorrichtung, etwa   ein Luft- 
 EMI2.2 
 
Kolonne kann eine verschiedenartige sein.

   Zum Beispiel kann neben der vorbesehriebenen Heizvorrichtung, die zugleich Kondensationseinriehtung für die von der Strahlluftpumpe geförderten Gase ist, eine zweite mit Dampf entsprechender Spannung beschickte Heizvorrichtung vorhanden sein, über welche mit Hilfe eines Regulators der Destillierkolonne zusätzlich so viel Wärme zugeführt wird, als zur Erhaltung des
Beharrungszustandes erforderlich ist. 



   Aber auch dann, wenn der Abdampf des Strahlverdiehters nicht zum Beheizen der Destillierkolonne verwendet wird, kann es zwecks Verminderung des Verbrauches an Treibdampf vorteilhaft sein, die Dampfstrahlluftpumpe statt unmittelbar in die Atmosphäre in ein (durch eine andere   Luftpumpe   beliebiger Bauart)   vorevakuiertes   Gefäss arbeiten zu lassen. 



   In diesem Falle muss, wie auf Fig. 3 gezeigt, zwischen Vakuumgefäss g und   Strahlluftpumpe d   ein Kondensator h eingeschaltet werden, in welchem die aus der Strahlluftpumpe kommenden Dämpfe niedergeschlagen werden. Das Gefäss g wird mittels einer Luftpumpe beliebiger Bauart dauernd unter Vakuum gehalten, dessen Höhe durch die Vorrichtung i eingestellt wird. Um das Übertreten von Alkohol nach der Luftpumpe mit den von dieser abgesaugten Gasen zu vermeiden, wird in die Saugleitung zweekmässig ein Kondensator eingeschaltet. 



   Statt als selbständige Apparatur kann die vorbeschriebene Einrichtung auch mit einem Destillierbzw. Rektifizierapparat von an sich bekannter Bauart verbunden werden. Die in diesem auf etwa   96'5 Vo-   lumenprozente gebrachten Dämpfe gehen dann als solche nach der vorstehend beschriebenen Vakuum-   entwässerungsvorriehtung weiter. Für   diesen Fall ist die in der Fig. 2 dargestellte Schaltung nicht ohne weiteres anwendbar. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Gewinnung von absolutem Alkohol aus auf beliebige Weise   erzeugtem hoch-   prozentigem Spiritus unter Anwendung eines mittels Dampfstrahlpumpe erzeugten Vakuums, dadurch gekennzeichnet, dass das von dieser Pumpe geförderte Gemisch in eine Destillierkolonne   (z.   B. in die zur Erzeugung des Ausgangsspiritus dienende), die dadurch ganz oder teilweise beheizt wird, geleitet wird, dass in dieser die Gewinnung des Alkoholanteiles erfolgt und die unkondensierbaren Gase in an sieh bekannter Weise aus der Kolonne abgeleitet werden.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das aus der Dampfstrahlluftpumpe kommende Gemisch in einem Oberflächenkondensator oder in einer ändern geeigneten Vorrichtung niedergeschlagen wird.
    3. Vorrichtung nach den Ansprüchen l und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das aus der Vakuumpumpe (Strahlverdichter) kommende Gemisch von Dampf und unkondensierbaren Gasen in einem mit der Destillierkolonne zur Erzeugung des absoluten Alkohols in Verbindung stehenden Heizkörper niedergeschlagen wird.
    4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Dampfstrahlluftpumpe in ein mittels einer andern Luftpumpe beliebiger Bauart vorevakuiertcs Gefäss fördert. wobei zwischen Dampfstrahlvakuumpumpe und Vakuumgefäss eine Kondensationsvorrielhtung zum Niederschlagen der Dämpfe geschaltet wird. EMI2.3 vorrichtung der Heizkörper der Destillierkolonne zur Erzeugung des absoluten Alkohols verwendet wird und die zum Entlüften des Heizkörpers dienende Luftpumpe eine Lufteinziehvorrichtung erhält. um das Vakuum im Heizkörper und damit die Kondensationstemperatur genau einstellen zu können.
AT123374D 1928-09-27 1928-09-27 Vorrichtung zur Gewinnung von absolutem Alkohol. AT123374B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT123374T 1928-09-27

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT123374B true AT123374B (de) 1931-06-25

Family

ID=3633360

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT123374D AT123374B (de) 1928-09-27 1928-09-27 Vorrichtung zur Gewinnung von absolutem Alkohol.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT123374B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE645679C (de) Verfahren zum Verdampfen, Konzentrieren und Destillieren
DE2202260A1 (de) Verfahren zum Destillieren von Fluessigkeiten
DE2407686A1 (de) Destillierverfahren
AT123374B (de) Vorrichtung zur Gewinnung von absolutem Alkohol.
DE573999C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Destillation von Naphthalin, Anthracen usw.
DE454197C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Rektifizieren der bei der Zerlegung der Luft in ihre Bestandteile erhaltenen Gemische an Edelgasen
DE459470C (de) Verfahren zum Verdampfen oder Destillieren unter Rueckgewinnung der Verdampfungswaerme mittels Waermepumpe
US3216910A (en) Controlled air bleed flash evaporator
EP0256214A2 (de) Verfahren zum Abtrennen von wasserunlöslichen Destillaten aus Wasserdampfbrüden
DE102004040950A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Destillation von Lösungen mit integrierter Wärmerückgewinnung
AT126590B (de) Verfahren zur ununterbrochenen Erzeugung von absolutem Alkohol.
DE511005C (de) Einrichtung zum Entgasen von Fluessigkeiten
DE740750C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Entfernung von nicht oder schwer kondensierbaren Daempfen oder Gasen aus zu kondensierenden Daempfen
DE624966C (de) Verfahren zur Herabsetzung des Kondensationsdruckes bei der Zerlegung der Luft durch Verfluessigung und Rektifikation
DE508483C (de) Vorrichtung zur Entlueftung von Speisewasser
DE460471C (de) Verfahren zur Verbesserung der Waermewirtschaft bei der Wiederbelebung von Adsorptionsmitteln mit ueberhitzten Fluessigkeitsdaempfen
DE598442C (de) Verfahren zum Kuehlen von Fluessigkeiten, insbesondere Salzloesungen
DE944666C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von wasserloeslichen Loesungsmitteln aus gas-oder dampffoermigen Mitteln
DE2552746A1 (de) Einsatz eines duennschichtverdampfers bei kondensations-aufheizanlagen
DE393409C (de) Verfahren zum Eindampfen und Trocknen
DE570360C (de) Verfahren zur mehrstufigen Vakuumkuehlung von Salzloesungen
SU136739A1 (ru) Способ конденсации соковых паров
DE2649967B1 (de) Verfahren zur rekonzentrierung eines wasserhaltigen glykols
DE932490C (de) Verfahren zur Krafterzeugung in Verbindung mit der Abtreibung fluechtiger Stoffe
DE457261C (de) Einrichtung zur Erhoehung der Verdampfungsfaehigkeit von Fluessigkeiten