AT12330U1 - Fassung für schmuckstücke - Google Patents
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Description
österreichisches Patentamt AT12330U1 2012-04-15
Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft eine Fassung für ringförmige Schmuckstücke, insbesondere Armreifen oder Ringe mit Emailauftrag, wobei die Fassung einen ringförmigen Körper mit einer an einer Seitenfläche des ringförmigen Körpers ausgebildeten, ringförmigen Nut zur Aufnahme des Schmuckstückrandes aufweist.
[0002] Die Erfindung betrifft weiters ein Schmuckstück, insbesondere Armreifen oder Ring mit Emailauftrag, das aus wenigstens zwei nebeneinander angeordneten ringförmigen Schmuckstückelementen zusammengesetzt ist.
[0003] Ringförmige Schmuckstücke, wie beispielsweise Armreifen oder Ringe sind in den verschiedensten Ausführungen und Materialien bekannt. Bei ringförmigen Schmuckstücken, die zur Gänze aus Metall, z.B. einem Edelmetall, bestehen, ist eine Fassung in der Regel nicht erforderlich, da das Metall selbst dem Schmuckstück die erforderliche Festigkeit verleiht. Eine Fassung ist bei ringförmigen Schmuckstücken meist dann gebräuchlich, wenn das Schmuckstück aus einem empfindlichen Material besteht, dessen Kanten oder Ränder geschützt werden müssen, oder aus einem Material, das selbst keine ausreichende Formbeständigkeit, Festigkeit oder dgl. aufweist.
[0004] Ringförmige Fassungen werden aber auch bei Schmuckstücken verwendet, die eine Emailauftrag aufweisen. Chemisch betrachtet handelt es sich bei Email um ein Schmelzgemisch aus Silikaten, Boraten und Fluoriden mit den Metallen Natrium, Kalium, Blei und Aluminium. Die für das Erscheinungsbild des Schmuckstückes wichtige Färbungen erreicht man beispielsweise durch Eisen-, Chrom-, Cadmium-, Cobalt-, Nickel-, Gold-, Uran- und Antimonoxide. Diese Masse wird, manchmal mit Zusätzen, in der Regel in einer oder mehreren Schichten auf einen ringförmigen, meist aus Metall bestehenden Träger aufgebracht und bei hohen Temperaturen und kurzer Brenndauer geschmolzen, wobei meist ein Überzug des Trägermaterials angestrebt wird. Beim Bemalen können die Emailfarben frei aufgetragen werden, so dass sie je nach Art des verwendeten Materials mehr oder weniger stark ineinander verlaufen können. Zum Schluss, d.h. beim letzten Brand, sinken die Farben in die darunterliegenden Grundemailschichten und bilden mit diesen eine glasartige Oberfläche. Wenn der Auftrag der Emailschichten auf die Armreifen oder Ringe händisch erfolgt, ist nach dem Brennen ein sogenannter "Kantenrückzug" zu beobachten. Das bedeutet, dass sich die Emailschicht an den Kanten etwas zurückzieht und kurz hinter der Kante einen deutlich erkennbaren Wulst bildet. Fassungen dienen hierbei dazu, diesen Kantenrückzug abzudecken.
[0005] Nach dem Anbringen der Fassungen ist das betreffende Schmuckstück fertiggestellt und es ist nicht ohne weiteres möglich das Schmuckstück ohne Entfernung der Fassung umzugestalten oder mit anderen Schmuckelementen baulich zu kombinieren. Gerade bei ringförmigen Schmucksstücken, wie insbesondere bei Armreifen wäre es aber wünschenswert ein Schmuckstück aus mehreren ringförmigen Elementen zusammensetzen zu können, um beispielsweise ein modulares System realisieren zu können, bei dem Schmuckstückelemente beliebig miteinander kombiniert werden können.
[0006] Die vorliegende Erfindung zielt daher darauf ab, ein Schmuckstück sowie eine Fassung der eingangs genannten Art dahingehend weiterzubilden, dass mehrere Schmuckstückelemente in einfacher Art und Weise zusammengesetzt werden können.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe sieht ein erster Aspekt der Erfindung bei einer Fassung der eingangs genannte Art vor, dass der ringförmige Körper an seinen beiden gegenüberliegenden Seitenflächen je eine ringförmige Nut zur Aufnahme der einander zugewandten Ränder zweier nebeneinander angeordneter ringförmiger Schmuckstückeelemente aufweist. Erfindungsgemäß wird somit eine doppelseitige Fassung vorgeschlagen, mit welcher eine Kombination zweier oder mehrerer ringförmiger Schmuckstückelemente, insbesondere von Email-Reifen mit wenig Aufwand gelingt. 1 /4 österreichisches Patentamt AT 12330 U1 2012-04-15 [0008] Zur Lösung der der Erfindung zugrunde liegenden Aufgabe sieht ein zweiter Aspekt der Erfindung bei einem Schmuckstück, insbesondere Armreifen oder Ring mit Emailauftrag, der eingangs genannte Art vor, dass zwischen zwei Schmuckstückelementen eine erfindungsgemäße Fassung angeordnet ist, in deren Nuten die zueinander gewandten Ränder der zwei ringförmigen Schmuckstückeelemente aufgenommen sind. Die doppelseitige Fassung ermöglicht es hierbei erstmals gleichzeitig die erwähnte Abdeckung des Kantenrückzugs zu gewährleisten und zwei oder mehrere ringförmige Schmuckstücke, insbesondere Email-Reifen zu einem Schmuckstück miteinander zu kombinieren.
[0009] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird ein modulares System zum Herstellen von ringförmigen Schmuckstücken, insbesondere Armreifen oder Ringen mit Emailauftrag, vorgeschlagen, bestehend aus einer Mehrzahl von ringförmigen Schmuckstückelementen, doppelseitigen Verbindungsfassungen zum Verbinden von zwei Schmuckstückelementen und einseitigen Endfassungen, die mit lediglich einer Ringnut ausgebildet sind, als Randelemente, wobei die Schmuckstückelemente mit den Fassungen beliebig kombinierbar sind. Auf Grund des modularen Systems wird die Gestaltungsfreiheit bei der Herstellung von Schmuckstücken wesentlich erhöht, da unterschiedlich gestaltete Schmuckstückelemente beliebig miteinander kombiniert und zusammengesetzt werden können. Dabei kann die Mustervielfalt bei den vorgefertigten Schmuckstückelementen reduziert werden, da sich ausreichende Gestaltungsunterschiede auf Grund der Kombinationsmöglichkeiten ergeben.
[0010] Die erfindungsgemäße Doppelfassung ist in bevorzugter Weise im Querschnitt im wesentlichen H-förmig ausgebildet, wobei die beiden ringförmigen Nuten denselben Querschnitt und dieselbe Form aufweisen. Insbesondere weisen die ringförmigen Nuten einen im wesentlichen rechteckigen Querschnitt auf.
[0011] Um eine ausreichende Stabilität und Formbeständigkeit zu gewährleisten, sieht eine bevorzugte Weiterbildung vor, dass die Fassung aus Metall besteht. Dadurch werden gleichzeitig der erforderliche Kantenschutz und eine stabile Verbindung zweier benachbarter Schmuckstückelemente erreicht.
[0012] Wenn, wie dies einer anderen bevorzugten Weiterbildung entspricht, die axiale Breite der Fassung wenigstens der zweifachen radialen Dicke entspricht, wird ein ausreichend bemessener Aufnahmeraum für die Ränder der Schmuckstückelemente und gleichzeitig eine möglichst schlanke, ästhetisch ansprechende Bauweise geschaffen.
[0013] Die Ränder der Schmuckelemente können in den Nuten beispielsweise durch Klemmen gehalten sein. Zusätzlich oder alternativ sind die Ränder der Schmuckelemente in den Nuten durch Kleben gehalten.
[0014] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. In dieser zeigen Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Schmuckstück in zusammengesetztem Zustand, Fig.2 das Schmuckstück in einer auseinandergezogenen Darstellung und Fig.3 einen Querschnitt der Fassung.
[0015] In Fig. 1 ist ein Email-Armreifen 1 dargestellt, der aus drei Reifen 2 zusammengesetzt wurde. Die Reifen sind mit Hilfe von doppelseitigen Fassungen 3 miteinander verbunden. In der auseinandergezogenen Darstellung gemäß Fig.2 ist ersichtlich, dass die doppelseitigen Fassungen 3 zur Aufnahme der Ränder der Reifen 2 ringförmige Nuten 4 aufweisen. Die doppelseitigen Fassungen 3 dienen dabei sowohl dem mechanischen Verbinden von zwei nebeneinander angeordneten Reifen 2 als auch der Abdeckung des durch den oben erwähnten Kantenrückzug entstandenen Wulstes. An den äußeren Rändern 5 des Armreifens ist jeweils eine (nicht dargestellte) einseitige Fassung angeordnet.
[0016] In der Querschnittsansicht gemäß Fig.3 ist ersichtlich, dass die doppelseitige Fassung 3 an ihren beiden gegenüberliegenden Seitenflächen je eine ringförmige Nut 4 aufweist. 2/4
Claims (10)
- österreichisches Patentamt AT 12330 U1 2012-04-15 Ansprüche 1. Fassung für ringförmige Schmuckstücke, insbesondere Armreifen oder Ringe mit Emailauftrag, wobei die Fassung (3) einen ringförmigen Körper mit einer an einer Seitenfläche des ringförmigen Körpers ausgebildeten, ringförmigen Nut zur Aufnahme des Schmuckstückrandes aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der ringförmige Körper an seinen beiden gegenüberliegenden Seitenflächen je eine ringförmige Nut (4) zur Aufnahme der einander zugewandten Ränder zweier nebeneinander angeordneter ringförmiger Schmuckstückeelemente (2) aufweist.
- 2. Fassung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fassung (3) im Querschnitt im wesentlichen H-förmig ausgebildet ist.
- 3. Fassung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Fassung (3) aus Metall besteht.
- 4. Fassung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die ringförmigen Nuten (4) einen im wesentlichen rechteckigen Querschnitt aufweisen.
- 5. Fassung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die axiale Breite der Fassung (2) wenigstens der zweifachen radialen Dicke entspricht.
- 6. Schmuckstück, insbesondere Armreifen oder Ring mit Emailauftrag, das aus wenigstens zwei nebeneinander angeordneten ringförmigen Schmuckstückelementen (2) zusammengesetzt ist, wobei zwischen den zwei Schmuckstückelementen (2) eine Fassung (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 5 angeordnet ist, in deren Nuten (4) die zueinander gewandten Ränder der zwei ringförmigen Schmuckstückeelemente (2) aufgenommen sind.
- 7. Schmuckstück nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Ränder der Schmuckelemente (2) in den Nuten (4) durch Klemmen gehalten sind.
- 8. Schmuckstück nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Ränder der Schmuckelemente (2) in den Nuten (4) durch Kleben gehalten sind.
- 9. Schmuckstück nach Anspruch 6, 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Schmuckstück (1) an den Außenrändern mit Hilfe jeweils einer lediglich eine einzige Ringnut aufweisenden Fassung gefasst ist.
- 10. Modulares System zum Herstellen von ringförmigen Schmuckstücken, insbesondere Armreifen oder Ringen mit E-mailauftrag, bestehend aus einer Mehrzahl von ringförmigen Schmuckstückelementen (2), Verbindungsfassungen (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 5 zum Verbinden von zwei Schmuckstückelementen (2) und Randfassungen, die mit lediglich einer Ringnut ausgebildet sind, als Randelemente, wobei die Schmuckstückelemente (2) mit den Fassungen (4) beliebig kombinierbar sind. Hierzu 1 Blatt Zeichnungen 3/4
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