AT11976U1 - Vorrichtung zum verriegeln eines mit einer flügeltür ausgestatteten schiebetors in seiner verschiebelage - Google Patents
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- E05C—BOLTS OR FASTENING DEVICES FOR WINGS, SPECIALLY FOR DOORS OR WINDOWS
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verriegeln eines mit einer Flügeltür (1) ausgestatteten Tores (2) in seiner Verschiebelage mit einem zwischen einer Verriegelungsstellung und einer Freigabestellung verlagerbaren Riegel (3), der in seiner Verriegelungsstellung in eine Ausnehmung (4) im Boden oder in der Schiebetorzarge eingreift. Um vorteilhafte Konstruktionsverhältnisse zu schaffen, wird vorgeschlagen, dass der Riegel (3) über einen durch die Flügeltürbewegung betätigten Stelltrieb (7) aus seiner Freigabestellung bei geschlossener Flügeltür (1) in seine Verriegelungsstellung bei geöffneter Flügeltür (1) verlagerbar ist
Description
österreichisches Patentamt AT11 976U1 2011-08-15
Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verriegeln eines mit einer Flügeltür ausgestatteten Schiebetors in seiner Verschiebelage mit einem zwischen einer Verriegelungsstellung und einer Freigabestellung verlagerbaren Riegel, der in seiner Verriegelungsstellung in eine Ausnehmung im Boden oder in der Schiebetorzarge eingreift.
[0002] Grundsätzlich ist es bekannt, Schiebetore, die üblicherweise in oberen bzw. unteren Laufschienen zwischen einer Offen- und Verschlussstellung verlagerbar geführt sind, mit Durchgangstüren auszustatten. Diese Schiebetore sind dabei insbesondere in der Verschlussstellung, gegebenenfalls mit eine Nut einer Falle hintergreifenden Fallenschlössern, mit einem in den Boden bzw. in die Schiebetorzarge oder in eine am Boden angeordnete Führungsschiene eingreifenden Riegel verriegelbar. Für die in das jeweilige Schiebetorblatt eingebaute und als Durchgangstüre ausgebildete Flügeltür, ist gegebenenfalls eine eigene Zarge im Schiebetorblatt vorgesehen, bzw. bildet das Schiebetorblatt selbst die Zarge für die Flügeltür aus. Im Übrigen ist für den Begriff Schiebetor der Begriff Schiebetüre als Synonym zu verstehen. Für diverse Verwendungsfälle werden schwellenlose Durchgangstüren verlangt, insbesondere Servicetüren, Fluchttüren, oder dgl.. Dazu ist es erforderlich, ein Verwinden des Schiebetorblatts beim öffnen der Schiebetüre möglichst zu unterbinden, um die Funktion der Flügeltür nicht einzuschränken bzw. zu behindern.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung der eingangs geschilderten Art zum Verriegeln eines mit einer Flügeltür ausgestatteten Schiebetores anzugeben, mit dem ein Verwinden der Schiebetür beim Öffnen der Flügeltüre zumindest in weiten Bereichen unterbunden werden kann.
[0004] Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass der Riegel über einen durch die Flügeltürbewegung betätigten Stelltrieb aus seiner Freigabestellung bei geschlossener Flügeltür in seine Verriegelungsstellung bei geöffneter Flügeltür verlagerbar ist.
[0005] Da das Fehlen einer Schwelle für die Flügeltür üblicherweise ein instabiles Torblatt zur Folge hat, das nur mit erheblichem Mehraufwand ausgesteift werden könnte, und eine Bedienung der eingebauten Flügeltüre erschweren bzw. durch Klemmungen verhindern würde, wird mit der Erfindung eine Vorrichtung, insbesondere ein Beschlag vorgeschlagen, der beim Öffnen der Flügeltür automatisch einen Riegel in die Verriegelungsstellung verlagert und damit die Schiebetür in ihrer Verschiebelage, insbesondere quer zur Verschiebelage, fixiert und somit Verwindungen des Torblattes sicher unterbindet. Im einfachsten Fall kann dieser Riegel in eine im Boden bzw. in einen in der Torzarge vorgesehene Falle bzw. Ausnehmung eingreifen und das Schiebetor beim Öffnen der Flügeltür somit in seiner Verschiebelage fixieren. Anderseits besteht auch die Möglichkeit torbodenseitig eine Bodenschiene vorzusehen, in welche der Riegel beim Öffnen der Flügeltür eingreift. Damit ist zwar nicht unbedingt eine Sicherung des Schiebetors in Verschieberichtung, aber quer zur Verschieberichtung gewährleistet und wird eine Verwerfung bzw. eine Wellung des Schiebetors beim Öffnen der Flügeltür vermieden.
[0006] Der vorzugsweise zu einem Beschlag zusammengefasste Stelltrieb zur Verriegelung der Flügeltür ist vorzugsweise in der Zarge der Flügeltür bzw. im Torblatt des Tores eingebaut bzw. integriert. Der Einbau der Vorrichtung kann auf der Türschlossseite der eingebauten Gehtüre oder auf der Band- und/oder Schlossseite erfolgen. Bei geschlossener Flügeltür ist der Riegel in das Torblatt eingezogen und das Betätigungselement für den Verriegelungsbolzen ebenfalls in das Torblatt in die Flügeltürzarge eingeschoben. Beim Öffnen der Flügeltüre wird das Betätigungselement freigegeben und der Verriegelungsbolzen fährt aus dem Torblatt aus und in eine am Boden oder in einer Bodenmulde bzw. in der Torzarge vorgesehene Falle ein.
[0007] Dazu können noch Sicherungselemente vorgesehen sein, die ein Öffnen der Flügeltüre lediglich bei geschlossenem Schiebetor erlauben. Beim Schließen der Flügeltüre wird das Betätigungselement wiederum in die Flügeltürzarge bzw. in das Torblatt eingeschoben, wodurch der Verriegelungsbolzen angehoben wird und das Schiebetor entlang seiner Verschiebeführung wieder verlagert werden kann. österreichisches Patentamt AT11 976U1 2011-08-15 [0008] Um die vorgeschilderte Funktion zu erreichen, empfiehlt es sich insbesondere, wenn der im eine Flügeltürzarge aufweisenden Schiebetorblatt angeordnete Stelltrieb einen bei geöffneter Flügeltür aus der Schiebetürzarge in den von der Flügeltürzarge aufgespannten Durchgang vorragenden und bei geschlossener Flügeltür zumindest größtenteils in die Flügeltürzarge eingeschobenen, mit dem Riegel antriebsverbundenes Betätigungselement umfasst. Dieses Betätigungselement erkennt die Flügeltürstellung (offen oder geschlossen) und steuert dabei in Abhängigkeit der Flügeltürlage mechanisch, elektrisch und/oder hydraulisch die erforderliche Riegellage. Ob dabei das Schiebetor eine gesonderte Flügeltürzarge aufweist oder der Schieber selbst die Zarge der Flügeltür ausgebildet, bleibt einem Fachmann überlassen.
[0009] In der Folge sollen zwei, besonders vorteilhafte, weil einfache und sichere Alternativen für einen mechanischen Stelltrieb zum verlagern des Riegels angegeben werden.
[0010] Nach einer ersten vorteilhaften Ausgestaltungsform weist der Stelltrieb ein Betätigungselement in Form eines zweiarmigen Hebels auf, dessen eines Ende eine mit der Flügeltür zusammenwirkende Betätigungsfläche aufweist und dessen anderes Ende über eine Pendelstütze mit dem in einer Geradführung gelagerten Riegel antriebsverbunden ist, wobei das Hebellager, die Anlauffläche der Betätigungsfläche und das Pendelstützenlager des Hebels vorzugsweise ein Dreieck aufspannen.
[0011] Alternativ dazu kann der Stelltrieb ein Betätigungselement in Form eines in einer Geradführung gelagerten Schiebers umfassen, dessen eines Ende eine mit der Flügeltür zusammenwirkende Betätigungsfläche aufweist und dessen anderes Ende vorzugsweise über eine Kulissenführung mit dem in einer Geradführung gelagerten Riegel antriebsverbunden ist.
[0012] Die mit der Flügeltür zusammenwirkende Betätigungsfläche kann dabei gegebenenfalls mit einem Rollenlager ausgestattet sein, um die Leichtgängigkeit der Vorrichtung sicherzustellen und um den Verschleiß der Vorrichtung zu minimieren.
[0013] Zur Unterstützung der sicheren Funktion der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es von Vorteil, wenn der Riegel bzw. der Stelltrieb zumindest in der Freigabestellung mit einer den Riegel in Richtung seiner Verriegelungsstellung verlagerbaren Feder vorgespannt ist.
[0014] Die Erfindung betrifft allerdings nicht nur eine Vorrichtung zum Verriegeln eines mit einer Flügeltür ausgestatteten Tores, sondern auch einen bestimmungsgemäß zu verwendenden Beschlag zum Verriegeln eines mit einer Flügeltür ausgestatteten Tores, insbesondere Schiebetores, der insbesondere den Stelltrieb mit dem Betätigungselement und dem Riegel umfasst.
[0015] In der Zeichnung ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels schematisch dargestellt. Es zeigen [0016] Fig. 1 [0017] Fig. 2 [0018] Fig. 3 [0019] Fig. 4 [0020] Fig. 5 einen Ausschnitt eines mit einer Flügeltür ausgestatteten Schiebetors mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, den Ausschnitt aus Fig. 1 gemäß Schnitt ll-ll in vergrößertem Maßstab, einen Querschnitt durch das Tor und Flügeltürblatt im Bereich der Vorrichtung in stark vergrößertem Maßstab mit dem sich in Verriegelungsstellung befindlichen Riegel, die Vorrichtung aus Fig. 3 mit dem in Freigabestellung verlagerten Riegel und eine Konstruktionsvariante der erfindungsgemäßen Vorrichtung aus Fig. 1 bis 4.
[0021] Eine Vorrichtung zum Verriegeln eines mit einer Flügeltür 1 ausgestatteten Schiebetors 2 in einer Verschiebelage umfasst u. a. einen zwischen einer Verriegelungsstellung (Fig. 3) und einer Freigabestellung (Fig. 4) verlagerbaren Riegel 3, der in seiner Verriegelungsstellung in eine Ausnehmung 4 im Boden 5 oder in der Schiebetorzarge eingreift. Die Flügeltür 1 ist in üblicher Weise mittels Bändern 6 am Schiebetorblatt angeschlagen, wobei im folgenden Ausführungsbeispiel das Schiebetorblatt selbst die Zarge für die Flügeltür 1 ausbildet.
[0022] Um eine vereinfachte und automatische Verriegelung des Schiebetors 2 in einer Ver- 2/9
Claims (6)
- österreichisches Patentamt AT 11 976 U1 2011-08-15 schiebelage beim öffnen der Flügeltür 1 gewährleisten zu können, ist der Riegel 3 über einen durch die Flügeltürbewegung betätigten Stelltrieb 7 aus seiner Freigabestellung bei geschlossener Flügeltür 1 in seine Verriegelungsstellung bei geöffneter Flügeltür 1 verlagerbar. [0023] Dazu weist der im Schiebetorblatt angeordnete Stelltrieb 7 ein bei geöffneter Flügeltür 1 aus der Flügeltürzarge 8 in den von der Flügeltürzarge 8 aufgespannten Durchgang 9 vorragendes, und bei geschlossener Flügeltür 1 zumindest größtenteils in die Flügeltürzarge 8 bzw. in das Torblatt eingeschobenes, mit dem Riegel 3 antriebsverbundenes Betätigungselement 10. [0024] Nach dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 4 umfasst der Stelltrieb 7 ein Betätigungselement 10 in Form eines zweiarmigen Hebels, dessen eines Ende eine mit der Flügeltür 1 zusammenwirkende Betätigungsfläche 11 aufweist und dessen anderes Ende über eine Pendelstütze 12 mit dem in einer Geradführung 13 gelagerten Riegel 3 antriebsverbunden ist, wobei das Hebellager 14, die Betätigungsfläche 11 und das Pendelstützenlager 15 im dargestellten Ausführungsbeispiel ein Dreieck aufspannen. [0025] In der alternativen Ausgestaltungsform nach Fig. 5 umfasst der Stelltrieb 7 ein Betätigungselement 10 in Form eines in einer Geradführung 13 gelagerten Schiebers, dessen eines Ende eine mit der Flügeltür 1 zusammenwirkende Betätigungsfläche 11 aufweist und dessen anderes Ende über eine Kulissenführung 16 mit dem in einer Geradführung 13 gelagerten Riegel 3 antriebsverbunden ist. [0026] Betätigungselement 10, Riegel 3 samt Riegelführung und Stelltrieb 7 sind dabei stets in einem ein Gehäuse bildenden Beschlag 17 angeordnet, der in für ein Schloß üblicherweise in ein Torblatt oder dgl. integrierbar ist. Ansprüche 1. Vorrichtung zum Verriegeln eines mit einer Flügeltür ausgestatteten Schiebetors in seiner Verschiebelage mit einem zwischen einer Verriegelungsstellung und einer Freigabestellung verlagerbaren Riegel, der in seiner Verriegelungsstellung in eine Ausnehmung im Boden oder in der Schiebetorzarge eingreift, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (3) über einen durch die Flügeltürbewegung betätigten Stelltrieb (7) aus seiner Freigabestellung bei geschlossener Flügeltür (1) in seine Verriegelungsstellung bei geöffneter Flügeltür (1) verlagerbar ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der im eine Flügeltürzarge (8) aufweisenden Torblatt angeordnete Stelltrieb (7) einen bei geöffneter Flügeltür (1) aus der Flügeltürzarge (8) in den von der Flügeltürzarge (8) aufgespannten Durchgang (9) vorragenden und bei geschlossener Flügeltür (1) zumindest größtenteils in die Flügeltürzarge (8) eingeschobenen, mit dem Riegel (3) antriebsverbundenes Betätigungselement umfasst.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Stelltrieb (7) ein Betätigungselement (10) in Form eines zweiarmigen Hebels umfasst, dessen eines Ende eine mit der Flügeltür (1) zusammenwirkende Betätigungsfläche (11) aufweist und dessen anderes Ende über eine Pendelstütze (12) mit dem in einer Geradführung gelagerten Riegel (3) antriebsverbunden ist, wobei das Hebellager (14), die Anlauffläche der Betätigungsfläche (11) und das Pendelstützenlager (15) des Hebels vorzugsweise ein Dreieck aufspannen.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Stelltrieb (7) ein Betätigungselement in Form eines in einer Geradführung gelagerten Schiebers umfasst, dessen eines Ende eine mit der Flügeltür (1) zusammenwirkende Betätigungsfläche (11) aufweist und dessen anderes Ende vorzugsweise über eine Kulissenführung (16) mit dem in einer Geradführung (13) gelagerten Riegel (3) antriebsverbunden ist. 3/9 österreichisches Patentamt AT 11 976 U1 2011-08-15
- 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (3) bzw. der Stelltrieb (7) zumindest in der Freigabestellung mit einer in Richtung Verriegelungsstellung wirkenden Feder vorgespannt ist.
- 6. Beschlag (17) mit einem Stelltrieb (7) zum Verriegeln eines mit einer Flügeltür (1) ausgestatteten Tores (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 5. Hierzu 5 Blatt Zeichnungen 4/9
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| EP2871313A1 (de) * | 2013-11-07 | 2015-05-13 | GEZE GmbH | Verriegelungsvorrichtung |
| DE102014105655A1 (de) * | 2014-04-22 | 2015-10-22 | Novoferm Riexinger Türenwerke GmbH | Schiebetor, insbesondere Brandschutzschiebetor |
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2010
- 2010-12-30 AT AT0809410U patent/AT11976U1/de not_active IP Right Cessation
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| EP2871313A1 (de) * | 2013-11-07 | 2015-05-13 | GEZE GmbH | Verriegelungsvorrichtung |
| DE102014105655A1 (de) * | 2014-04-22 | 2015-10-22 | Novoferm Riexinger Türenwerke GmbH | Schiebetor, insbesondere Brandschutzschiebetor |
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