AT112989B - Verfahren zur Gewinnung von Celluloid und Silber aus alten Kinematographen-Films. - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Celluloid und Silber aus alten Kinematographen-Films.

Info

Publication number
AT112989B
AT112989B AT112989DA AT112989B AT 112989 B AT112989 B AT 112989B AT 112989D A AT112989D A AT 112989DA AT 112989 B AT112989 B AT 112989B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
celluloid
silver
old
extraction
cinematograph film
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Dr Pick
Original Assignee
Hans Dr Pick
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hans Dr Pick filed Critical Hans Dr Pick
Application granted granted Critical
Publication of AT112989B publication Critical patent/AT112989B/de

Links

Landscapes

  • Manufacture Of Macromolecular Shaped Articles (AREA)
  • Peptides Or Proteins (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 



   Gegenüber der bekannten Behandlung der Filme mit   Hypochloritlösung   (Osterr. Patent Nr. 93640) zur Entfernung der Eiweissschicht hat das gegenständliche Verfahren wesentliche Vorzüge. Es gestattet ein technisches Arbeiten in eisernen Gefässen, das Arbeiten mit   Normalätzlauge   ist billiger und bequemer als das mit der leichtzersetzlichen Hypochloritlösung ; das behandelte Celluloid leidet nicht durch Vergilben und Brüchigwerden. 



   Die abgerollten Filme werden nach dem gegenständlichen Verfahren nach Entfernung der Gelatineemulsion mittels warmer, verdünnter   Ätzlauge   einer mehrstündigen Nachbehandlung durch kalte Normallauge (40 g NaOH im Liter) ausgesetzt. Hiedurch wird-entgegen den Behauptungen des Österr. Patentes   Nr. 93640-die   als Haftträger der Gelatine auf dem Celluloid dienende   Eiweissschicht   entfernt. Diese   Eiweissschicht,   welche wie das Celluloid durchsichtig ist, wird von den Lösungsmitteln des Celluloids nicht gelöst und fällt beim Lösen des Celluloids in Form von zahllosen unfiltrierbaren Flittern aus, welche eine wertvermindernde Trübung der solcherart hergestellten   ; Lösungen   verursachen. 



   Verwendung verdünnterer Ätzlauge ist auch bei längerer Einwirkungsdauer ohne Wirkung ; wesentlich konzentriertere Laugen sowie stark erhöhte Badtemperatur bewirken Trübungen des behandelten Celluloids. 



   Zur Gewinnung des in der Ätznatronlauge mit dem kolloidal gelösten Gelatine suspendierten molekularen Silbers wird die Lauge siedend heiss durch ein geeignetes Koagulationsmittel, z. B. ein drei-   wertiges Metal1salz, zweckmässig FerrisuIfat   oder Aluminiumsulfat, ausgefällt, wodurch das kolloidale Gelatine ausflockt und das metallische Silber in den Niederschlag mitreisst. 



   Die in den D. R. P. Nr. 323708 und 329061 niedergelegte Arbeitsweise, welche die Ausflockung der gelatinösen Brühe in der Kälte unter ausdrücklichem Ausschluss höherer Temperaturen   als 300 C   vorschreibt, ist dadurch bedingt, dass die niederzuschlagende Emulsion aus Silberhalogeniden (Bromsilber, Chlorsilber) besteht. Die Koagulationsbedingungen für die Silberhalogenide dürften wesentlich verschieden sein von der Ausflockung molekularen Silbers, welches   ausschliesslich   in der Ablauge der behandelten Films vorhanden ist. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Gewinnung von Celluloid und Silber aus alten Kinematographen-Films, dadurch gekennzeichnet, dass die Films nach Entfernung der Gelatineemulsion mittels warmer, sehr verdünnter Ätzalkalienlauge einer mehrstündigen Nachbehandlung in kalter   Normallauge-also   z. B. 40 g NaOH im Liter-ausgesetzt werden, wodurch die als Haftträger der Emulsion auf dem Celluloid dienende Eiweissschicht, die beim Auflösen des Celluloids in seinen Lösungsmitteln, weil in ihnen selbst unlöslich, zu wertvermindernden Trübungen Anlass gibt, entfernt wird, ohne dass das solcherart behandelte Celluloid an seiner Qualität Einbusse erleidet. 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die in der Ätzlauge kolloidal gelöste Gelatine durch Zusatz eines geeigneten Koagulators, z. B. Ferrisulfat oder Aluminiumsulfat, u. zw. in der Siedehitze ausgeflockt wird, wodurch das in der Lösung suspendierte molekulare Silber in den Niederschlag mitgerissen wird. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT112989D 1927-03-04 1927-03-04 Verfahren zur Gewinnung von Celluloid und Silber aus alten Kinematographen-Films. AT112989B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT112989T 1927-03-04

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT112989B true AT112989B (de) 1929-04-25

Family

ID=3627945

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT112989D AT112989B (de) 1927-03-04 1927-03-04 Verfahren zur Gewinnung von Celluloid und Silber aus alten Kinematographen-Films.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT112989B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT112989B (de) Verfahren zur Gewinnung von Celluloid und Silber aus alten Kinematographen-Films.
AT117842B (de) Verfahren zum Koagulieren, bzw. Fällen von Viskose.
CH167051A (de) Verfahren zur Herstellung eines metallhaltigen Farbstoffes.
AT121992B (de) Verfahren zur Herstellung von eisenfreiem Titandioxyd.
DE479400C (de) Verfahren zur Herstellung von technisch reinen Fluoraluminium-Fluoralkali-Doppelverbindungen
CH111274A (de) Verfahren zur Herstellung eines neuen Azofarbstoffes.
CH182047A (de) Verfahren zur Herstellung eines komplex gebundenes Metall enthaltenden Farbstoffes.
AT151148B (de) Blankpapier für Absaugedruck.
DE680394C (de) Verfahren zur Trennung des Nickels von anderen Schwermetallen
AT122529B (de) Verfahren zum Trocknen von Zellulose.
AT162290B (de) Verfahren zum Kühlen von Flüssigkeiten, insbesondere bei der Viskoseherstellung
CH134107A (de) Verfahren zur Darstellung eines Küpenfarbstoffes.
CH144763A (de) Verfahren zur Herstellung eines neuen metallhaltigen Farbstoffes.
CH210506A (de) Verfahren zur Herstellung eines chromierbaren Farbstoffes der Triarylmethanreihe.
CH119886A (de) Verfahren zur Herstellung eines neuen Farbstoffes.
CH179679A (de) Verfahren zur Darstellung eines neuen walkechten Anthrachinonfarbstoffes.
CH121483A (de) Verfahren zur Herstellung eines neuen Farbstoffes.
CH145838A (de) Verfahren zur Herstellung eines metallhaltigen Farbstoffes.
CH203046A (de) Verfahren zur Darstellung eines chromierbaren Farbstoffes der Triarylmethanreihe.
CH128230A (de) Verfahren zur Darstellung eines Säurefarbstoffes der Anthrachinonreihe.
CH131260A (de) Verfahren zur Herstellung eines neuen Farbstoffes.
CH183882A (de) Verfahren zur Herstellung eines komplex gebundenes Metall enthaltenden Farbstoffes.
CH230418A (de) Verfahren zur Herstellung eines neuen Kondensationsproduktes.
CH127263A (de) Verfahren zur Herstellung eines blauen Küpenfarbstoffes aus 1-Amino-2-Chlor-Anthrachinon.
CH173068A (de) Verfahren zur Herstellung eines violetten Schwefelfarbstoffes.