AT111835B - Gesinterte Hartlegierungen für Werkzeuge und Arbeitsgeräte und zu ihrer Herstellung dienende Verfahren. - Google Patents

Gesinterte Hartlegierungen für Werkzeuge und Arbeitsgeräte und zu ihrer Herstellung dienende Verfahren.

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AT111835B
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  Gesinterte   Hartlegierungen   für Werkzeuge und Arbeitsgeräte und zu ihrer Herstellung dienende Verfahren. 
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   geräten   ganz besonders dadurch aus, dass sie neben der allen Hartlegierungen eigenen   aussergewöhnlichen   Härte eine bisher unerreichte Festigkeit und Zähigkeit aufweisen, so dass z. B. aus den verbesserten Le-   gierungen   hergestellte Drehwerkzeuge auch den bei Werkzeugmaschinen unvermeidlichen stossartigen Beanspruchungen sicher standhalten. 



   Als Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes soll erläutert werden, wie eine bei fünfzigfacher Vergrösserung porenfreie Hartlegierung hergestellt wird, die ausser Wolframkarbid   5111   Kobalt enthält. Zunächst werden die entsprechenden Mengen Wolframmetall und Kobaltmetall, jedes für sich. in einer   Kugelmühle   so gemahlen, dass die Grösse jedes Teilchens des Wolframmetalles und des Kobaltmetalles kleiner wird als ein Zehntausendstel Millimeter. Das fein gemahlene Wolframmetall wird sodann 
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 Atmosphäre karburiert, wobei ein vollkommen graphitfreies Wolframkarbid mit etwa   5-2   bis   6-2%   Kohlenstoffgehalt entsteht. Selbstverständlich kann das Karburieren auch in anderer Weise erfolgen.

   Das so gewonnene Wolframkarbid wird erneut in einer Kugelmühle so gemahlen, dass die   Teilchengrösse   wieder kleiner wird als ein Zehntausendstel Millimeter. Dieses feine Wolframkarbidpulver wird sodann mit dem feinen Kobaltpulver innig gemischt und die Mischung einem weiteren   Mahlvorgang   von sehr langer Dauer (mindestens 50 Stunden) unterworfen. Durch diesen dritten Mahlvorgang wird eine noch viel inniger Mischung des Pulvergemenges unter weiterer Verkleinerung der Korngrösse erzielt. Nach Beendigung des dritten Mahlvorganges befindet sich das Gemisch in einem Zustand, bei dem anscheinend jedes Karbidteilchen von einer sehr dünnen Kobalthaut überzogen ist.

   Aus dem auf diese Weise hergestellten Pulvergemisch wird sodann zwecks Herstellung eines Werkzeuges ein Presskörper gebildet, der die ungefähre Endform des gewünschten Werkzeuges oder Arbeitsgerätes zeigt. Dieser Presskörper wird durch Vorsinterung bei etwa 700 bis 1100  C, daran anschliessende Bearbeitung mittels materialwegnehmender Körper zur Erzielung der genauen Endform und durch Hochsinterung bei etwa 1300 bis 1600  C in ein die genaue Endform aufweisendes Werkzeug umgewandelt, das neben einer aussergewöhnlichen Härte eine bisher unerreichte Festigkeit und Zähigkeit besitzt. Die ganz besonders hohe Festigkeit und Zähigkeit verdankt die Legierung dabei der besonders grossen Dichtheit und Feinkörnigkeit des Gefüges, das im Bruch auch noch bei etwa fünfzigfache Vergrösserung porenfrei erscheint. 



   Die Anwendung des im vorstehenden erläuterten dritten Mahlvorganges ist dabei geeignet, ein ganz besonders dichtes und dementsprechend widerstandsfähiges Erzeugnis hervorzubringen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Gesinterte Hartlegierungen für Werkzeuge und Arbeitsgeräte, dadurch gekennzeichnet, dass ihr Bruch infolge der Verwendung entsprechend fein zerkleinerter Ausgangsstoffe bei einer etwa   fünfzig-   fachen Vergrösserung keine Poren erkennen lässt. 

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Claims (1)

  1. 2. Verfahren zur Herstellung von Hartlegierungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zerkleinerung der Ausgangsstoffe bis zu einer Korngrösse von mindestens ein Zehntausendstel Millimeter getrieben wird.
    3. Verfahren zur Herstellung gesinterter Presskörper aus Hartlegierungen nach Anspruch 1, die ein Sehwermetallkarbid, vorzugsweise Wolframkarbid, und ein weicheres Metall, z. B. Eisen, Nickel oder Kobalt, enthalten, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwermetall und das weichere Metall, jedes für sich, bis zur Erzielung einer Korngrösse kleiner als ein Zehntausendstel Millimeter gemahlen, das Schwermetall sodann karburiert, das so erzeugte Karbid wieder bis zur Erzielung der oben angegebenen Korngrösse gemahlen, das gemahlene Karbidpulver mit dem Pulver des weicheren Metalles innig gemischt, zu einem Presskörper geformt und hernach gesintert wird.
    4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischung der beiden Pulver vor dem Formen zu Presskörpern einem weiteren Mahlvorgang von sehr langer Dauer (z. B. von mindestens 50 Stunden) unterworfen wird. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
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