AT107518B - Überspannungsschutzvorrichtung, bestehend aus Glimmschutz und Funkenstrecke mit Erdausschaltung. - Google Patents
Überspannungsschutzvorrichtung, bestehend aus Glimmschutz und Funkenstrecke mit Erdausschaltung.Info
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Description
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Überspannungsschutzvorrichtung, bestehend aus Glimmsciutz und Fuukenstrecke mit Erdausschaltung.
Es ist bekannt, Funkenstrecken mit einer selbsttätigen Unterbrechung des Erdstromkreises aus- zurüsten. Die Funkenstrecken haben die Aufgabe, die Amplitude von Überspannungswellen zu verringern. Ferner sind Apparate zur Abflachung der steilen Stirn bekannt (Kondensator, Glimmschutz usw. ). Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Kombination einer Funkenstreeke mit Unterbrechung des Erdstromkreises mit einem Appaiat zur Abflachung der Stirn. Trifft eine Spiungwelle auf den Apparat auf, so wird durch die Funkenstrecke ihre Amplitude erniedrigt, während durch die Vorrichtung zur Abflachung der Stirn die Steilheit ihres Anstieges verringert wird.
Nach Unterbrechung des Lichtbogens durch den Erdleitungsschalter ist ein Maschinenstrom nicht mehr vorhanden. Dagegen können durch die Wellen im Netz Energiemengen an den Ableiter kommen, die sofort abgeleitet werden müssen. Hiezu kann in den Erdleitungskreis ein Kondensator oder eine Funkenstrecke eingebaut werden, die während der Unterbrechung des Erdkreises am Schalter für den Maschinenstiom den aus den Überspannungswellen herrührenden Strom ableitet.
Es wurde nun gefunden, dass eine ganz wesentliche Verbesserung solcher Einrichtungen erzielt werden kann, wenn an Stelle eines Kondensators ein Glimmschutz angewendet wird, der nicht nur einen Verschiebungsstiom durchlässt, sondern den Wellen auch Energie entzieht und ihre Stirn abschleift. Von den möglichen Schaltungen ist jene besonders geeignet, bei der der Glimmschutz parallel zu der ganzen andern Überspannungsschntzvonichtung liegt. Es wird dadurch der Aufbau wesentlich vereinfacht.
Gegenüber der bekannten Anordnung, bei der Glimmschutz und Hörnerableiter parallel geschaltet werden, besitzt die neue Schutzvorrichtung den Vorteil, dass die Funkenstrecke sehr schnell ausgeschaltet wird, so dass einerseits der Erdungswiderstand nur kurze Zeit beansprucht bleibt, andeiseits die Vei- wendung von Elektrodenformen möglich ist, die einen dynamischen Auftrieb zum Löschen des Lichtbogens nicht hervorrufen.
Während sonst Hörner verwendet werden müssen, deren Entladeverzug vc) hältnismässig gross ist, ermöglicht die rasch wirkende, unter Öl vor sich gehende Unterbrechung des Erdkreises die Benutzung von Kugelelektioden mit grossen Krümmungsradien oder von plattenelektroden, so dass dadurch der Entladeverzug der Funkenstrecke erheblich heruntergesetzt und die bei Gewittern sonst leicht eintretende übermässige Beanspruchung der Glimmschutzglocke verhindert wird.
In Fig. 1 ist das Schaltungsschema der neuen Anordnung gezeigt. List die Hochspannung führende Leitung, E die Erde, dazwischen befindet sich der Glimmschutz G und parallel dazu die Funkenstreeke F mit ihrem Voischaltwiderstand W und ihrem Erdungssehalter S, dessen Magnetspule M entweder in Reihe mit dem Widerstand oder parallel zu einem Teil desselben angeordnet sein kann.
Die beschriebene Zusammenstellung der beiden Überspannungsschutzapparate, von denen der eine die Wellen abflacht, jedoch ihre Amplitude nur in mässigen Grenzen heruntersetzt, der andere dagegen die Amplitude nach Verlauf eines mässigen Entladeverzuges sehr erheblich verkleinert und dadurch den ersten Apparat schützt, ermöglicht es, dadurch, dass Lichtbögen entweder ganz vermieden oder unter Öl schnell ausgeschaltet werden, die beiden Teile zu einem praktisch recht bequemen gemeinsamen Apparat zusammenzubauen.
Zweckmässig wird dabei der Unterbrechungsschalter des Erdstromkreises, der als Ölschalter ausgebildet ist, als Sockel des Ganzen benutzt, der aus seinem Deckel die Funkenstrecke und den Glimm-
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schutz trägt. Eine Ausführungsform ist in Fig. 2 in schematischem Schnitt dargestellt. 1 ist das Olgefäss des Unterbrechers, 2 dessen Schaltmesser, 3 der zur Öffnung dieses Schaltmessers dienende Magnet, 4 dessen Spule, welche von dem Erdstrom oder einem Teil desselben durchflossen ist. 5 ist der Deckel des Ölschalters, in dem die Durchführungen 6, 7 angebracht sind. Auf dem Deckel ist ein bügelförmiger Träger 8 aufgebaut, der auf der einen Seite den oberen Rechen 9 des Glimmschutzes, auf der andern Seite die obere Elektrode 10 der Funkenstrecke trägt.
Letztere ist, wie sich aus dem Schema Fig. 1 ergibt, von dem geerdeten Bügel 8 isoliert und parallel zu dieser Isolation befindet sich der Widerstand 11 zur Begrenzung des Erdschlussstromes. Dieser Widerstand wird zweckmässig einen solchen Ohmwert erhalten, dass er-gemeinsam mit der Auslösespule 4-etwa den Wellenwiderstand der zu schützenden Wicklungen darstellt.
Auf der Durchführung 6 ist die untere Elektrode 12 der Funkenstrecke, auf der Durchführung 7 der untere Rechen 13 des Glimmschutzes angebracht ; dieser Rechen trägt die Glasglocke 14 des Glimmschutzes. Die Zuleitung 15 von der unter Hochspannung befindlichen Leitung fühlt zum oberen Ende des Durchführungsisolators 7.
Claims (1)
- Wie sich aus der schematischen Skizze ergibt, ist der Aufbau verhältnismässig einfach, nimmt wenig Platz in Anspruch und ermöglicht, alle Teile in einem gemeinsamen Apparat zusammenzufassen, so dass an Ort und Stelle keine weiteren Arbeiten als nur der Anschluss der Hochspannungsleitung bei 15 und der Erdleitung am Deckel 5 notwendig sind.Als besonders zweckmässig erweist sich eine Abschirmung der Funkenstrecken 10, 12 gegen den Glimmschutz 9, 13, 14, einerseits um ein Überschlagen von Lichtbogen von der Funkenstrecke zum Glimmschutz, anderseits um eine etwa unerwünschte Bestrahlung der Funkenstrecke durch den Glimmschutz zu verhindern. Ferner ermöglicht diese Abschirmung, welche in der Fig. 2 mit 16 bezeichnet ist, einen Schutz der Funkenstrecke gegen Staub und atmosphärische Einflüsse, welche die Wirkung beeinträchtigen können. Die Abschirmung 16 kann entweder-wie in Fig. 2 dargestellt-aus einem Isolierrohr bestehen, welches gegebenenfalls an den Enden abgeschlossen ist, oder nur aus einem teilweise wirksamen Schirm.Letztere Anordnung wird man unter Umständen ver wenden, wenn-man - im Gegensatz zu dem Vorstehenden-die Bestrahlung der Funkenstrecke durch den Glimmschutz ausnutzen will, um den Entladeverzug der Funkenstrecke zu verringern. EMI2.1 wesentlichen Vorteil, dass der Widerstand leichter zugänglich und dabei leichter auswechselbar ist. Man kann ihn sogar an dem Träger mittels Steckkontakten befestigen, von denen nur der eine gegen den Träger isoliert sein muss ; dann lässt sich der Widerstand durch einfaches Herausziehen entfernen und durch einen andern ersetzen, z. B. wenn er einem andern Wellenwiderstand angepasst werden soll.PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Überspannungsschutzvorichtung für elektrische Anlagen, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zu einer Funkenstrecke mit durch den Ableiterstrom betätigtem Unter brechungss chalter Glimmschutz geschaltet wird.2. Überspannungsschutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Glimmschutz zwischen Leitung und Erde, also parallel zu@ Funkenstrecke, Erdungswiderstand und E@dunter- brecher zusammen liegt.3. Überspannungsschutzvorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass Glimmschutz, Funkenstrecke, Erdungswiderstand und Erdunterbiecher zu einem gemeinsamen Apparat zusammengebaut sind.4. Überspannungsschutzvorrichtung nach den Ausprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der als Olschalter ausgebildete Eidunter b@echer Funkenstrecke und GHmnischutz trägt.5. Überspannungsschutzvonichtung nach den Anspl üchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Erdungswiderstand leicht auswechselbar in Luft angeordnet ist.6. Überspannungsschutzvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Funkenstrecke mit isolierenden Schirmen umgeben ist.
Applications Claiming Priority (1)
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1926
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