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Ringdrosselspule als Nebenstellenspeisebrücte.
Gegenstand der Erfindung ist eine Ringdrosselspule, die durch Aufbringen zweier Wicklungen und zweckentsprechenden Abgleich derselben geeignet ist, die Funktion einer Speisebrücke zur Speisung der Nebenstellen über die Anschlussleitung vom Amt her zu übernehmen.
Die zur Nebenstellenspeisung bei den ZB-Fernsprechvermittlungsstellen dienenden Speisehrücken bestehen aus zwei bzw. drei Drosselspulen D, und D. bzw. Z) und zwei Kondensatoren Ci und C.,. Die Drosselspule D ; ist mit der Zentralbatterie verbunden und leitet den Speisestrom in die b-Leitung. Die Drosselspule D2 dient mit dem Kondensator C2, welcher den Weg für den Gleichstrom zur a-Leitung verriegeln soll, lediglich zur Herstellung des elektrischen Gleichgewichtes. Der Kondensator Ci schliesst die b-Innenleitung von der Aussenleitung gegen den Gleichstrom der Zentralbatterie an der Speisebrücke ab.
Es ist Erfordernis, dass zur Vermeidung schädlichen Übersprechens zwischen den über die gleiche Leitung gespeisten Nebenstellen auf eine besonders gute Drosselwirkung einerseits und anderseits auf einen guten Ausgleich gesehen werden muss. Ausserdem bedingt die Notwendigkeit, eine grosse Zahl von Speisebrücken auf kleinstem Raume unterzubringen, eine weitgehendst Verringerung der äusseren Abmessungen der Speisebrückenanordnung. Diese Bedingungen in günstigstem Masse zu erfüllen, ist der Zweck der vorliegenden Erfindung.
Bekanntlich werden die grössten Drosselwirkungen an Spulen mit geschlossenem Eisenkern erreicht, wobei Form und Material des Kernes von ausschlaggebender Bedeutung sind. Je besser der magnetische Schluss des Eisens, je höher die Anfangspermeabilität des verwendeten Kernmaterial und je günstiger dieses unterteilt ist, um so grösser ist bei sonst gleichen Bedingungen die Selbstinduktion der Spule. Bei Verwendung der bisher gebräuchlichen Drosselspulen mit rahmenförmig gestaltetem Kern tritt der Übelstand auf, dass zwischen den äusseren Absciilussplatten und dem Mantel Stossflächen vorhanden sind, die einen ziemlich hohen magnetischen Übergangswiderstand besitzen und dadurch eine Streuung der Kraftlinien an diesen Stellen sowie an den scharf ausgeprägten Ecken hervorrufen.
Dieser Umstand kann leicht eine induktive Beeinflussung benachbarter Stromkreise und damit Übersprechen zur Folge haben. Solche nachteilige Wirkungen werden bekanntlich von Ringspulen vermieden. Nach der Erfindung wird die Ringdrosselspule mit zwei gleichmässig über den ganzen Kern verteilten Wicklungen versehen, die auf Grund ihrer räumlichen Anordnung völlig gleiche elektrische Eigenschaften erhalten. Durch Zuschaltung der obengenannten Kondensatoren Ci und C2 ist die Ringspule als Speisebrücke für Nebenstellenbetrieb geeignet ; denn der Speisestromdurchgang durch die eine Wicklung ändert die Scheinwiderstände beider Wicklungen gleichmässig, so dass unabhängig von dem Gleichstromdurchgang stets eine gleichmässige Belastung beider Leitungen gewahrt wird.
Als besonderer Vorteil ergibt sich gleichzeitig, dass neben der elektrischen Verbesserung eine wesentliche konstruktive Vereinfachung der Speisebrücke für Nebenstellen und eine erhebliche Verkleinerung ihrer äusseren Abmessungen erreicht wird, da alle Wicklungen auf einem Kern aufgebracht sind. Bisher war es nämlich üblich, in einer solchen Schaltung zwei und in bestimmten Fällen sogar drei auf je einen besonderen Kern gewickelte Drosselspulen zu verwenden.
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Auf. der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung dargestellt.
Fig. 1 zeigt die schematische Darstellung einer Drosselspule, Fig. 2 und 3 zeigen die Verwendungsmöglichkeiten der Drosselspulen als Speisebrücke für Nebenstellen.
Der ringförmige Kern A ist vorteilhaft aus unterteiltem Eisen mit hoher Anfangspermeabilität hergestellt. Auf diesem ist zunächst die Wicklung D aufgebracht und über dieser die Wicklung D bzw. Ds, die wegen ihrer höheren Strombelastung einen grösseren Querschnitt erhält, aufgewickelt. Die Windungen aller Wicklungen sind nach der Erfindung auf den ganzen Umfang des Kernes A gleichmässig verteilt und so abgeglichen, dass z. B. die Wicklung D2 mit dem Kondensator 0, zusammen und die Wicklung Di gleichen Scheinwiderstand haben.
Bei Verwendung der Speisebrücke im Selbstanschlussbetrieb ist es möglich, den in solchen Schaltungen vorhandenen Widerstand von 700 Ohm in an-sich bekannter bifilarer Anordnung auf dem gleichen Kern unterzubringen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
EMI2.1
1. Ringdrosselspule mit einem Kern aus Material von möglichst hoher Anfangs- permeabilität, insbesondere für Speisebrücken zur Nebenstellenspeisung z. B. bei Fernsprech- vermittlungsstellen, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Kern (A) zwei oder mehrere, gegenseitig abgeglichene Wicklungen (Di, D2, Da) aufeinander und auf den ganzen Kern gleichmässig verteilt, gewunden werden.