<Desc/Clms Page number 1>
Schutzdecke für Eisenbahnbriicken über Strassen.
EMI1.1
zum Schutze der Passanten gegen das von der Lokomotive abrinnende Wasser oder herabtropfende Schmieröl u. dgl. in der Regel mit Wellblechschutzdecken versehen. Diese schliessen unterhalb der Hauptträger unmittelbar an die Brücke an und sind entweder an das Tragwerk selbst oder mitunter auch an die Brückenbedielung angehängt.
Diese Wellblechdecken haben wohl den Vorteil verhältnismässiger Leichtigkeit an sich, verursachen jedoch hohe Erhaltungskosten. Insbesondere in grösseren Stationen, wo die Brücken stets starker Ver- unreinigung ausgesetzt sind, zumal im Winter, wo zum Schutze des Verschubpersonals bei Glatteis die Brückenbedielung täglich mehrmals mit Sand und Schlacke bestreut wird, sammelt sich auf diesen Wellblechdecken in kurzer Zeit eine erhebliche Sehmutzschichte an, deren Entfernung bedeutende Schwierigkeiten und Kosten verursacht. Überdies hat die Behinderung der Entwässerung der Decke durch die Schmutzschichte sowohl ein baldiges Durchrosten des Wellbleches als auch ein starkes Anrosten der Anschlüsse der Querträger an die Hauptträger und die Windverbände zur Folge.
Will man eine derartige Decke gründlich reinigen, so muss sie vom Tragwerk abgenommen werden, wodurch die Befestigungsmittel in der Regel derart leiden, dass sie zumeist nach einer jeden solchen Arbeit erneuert werden müssen ; auch bildet in einem solchen Falle die abgesenkte Decke ein Verkehrshindernis. Es wird also in der Regel von der Entfernung der Decke Abstand genommen und deren Reinigung in langwieriger und unzuläng- licher Weise in aufgezogenem Zustande vorgenommen. Einen weiteren erheblichen Nachteil dieser Decken bildet auch der Umstand, dass sie die Zugänglichkeit einzelner Tragwerksteile und somit die Möglichkeit der Untersuchung derselben hindern. Diese Übelstände sollen durch die Erfindung vermieden werden.
Der Gegenstand der Erfindung bildet demgegenüber eine Schutzdecke für Eisenbahnbrücken über Strassen, welche leicht lösbar oder abklappbar ist oder aber aus einzelnen leicht lösbaren oder abklappbaren Feldern besteht.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung liegt in der besonderen Ausbildung der Decke oder Deckenteile, sowie deren Befestigung an den Brückenträgern.
Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 einen Querschnitt, Fig. 2 einen Längsschnitt bei teilweise aufgezogenen und teilweise abgeklappten Deckenfeldern, Fig. 3 und 4 Querschnitt und Ansicht einer besonderen Deckenlagerung und Fig. 5 und 6 die Verbindung zweier gegenüberliegender Deckenfelder in Ansicht und Draufsicht.
EMI1.2
jedem Brückenfelde aus zwei abklappbaren durch Winkeleisengerippe g verstärkten Blechen, welche gelenkartig (Fig. 3 und 4) an dem Hauptträgeruntergurt u befestigt sind.
In der Längenrichtung übergreifen die einzelnen Bleche 1, 11, 111 einander feldweise, so dass eine vollständige Abdeckung stattfindet. Die Übergriffe können miteinander verschraubt werden.
Die Befestigung der Bleche an die Hauptträger h erfolgt durch Winkeleisen w derart, dass bei den Trägern die erforderlichen Nieten ausgekreuzt und die Winkel w unter Benutzung der vorhandenen Nietlöcher angenietet werden ; um Abscherwirkungen auf den stählernen Bolzen b hintanzuhalten und ihm eine gute Führung zu geben, werden die Winkel w mit stählernen, abschraubbaren Lagerfuttern c versehen. Die Scharnierlasche a besteht aus einem entsprechend starken Flusseisenblech, das über den Bolzen gebogen, gleichzeitig zur Deckung und Verbindung des Zusammenschlusses des Abbindegerippes g dient.
<Desc/Clms Page number 2>
Die Lasche ist innen mit einer Stahlhülse f ausgekleidet und mit einem verschliessbaren Schmierloch e versehen. Die Fuge zwischen Scharnierblech a und Lagerfutter c wird zum Sehutze gegen Eindringen von Schmutz durch eine an das Lagerfutter mit einem kleinen Schraubenstift befestigte Hülse d gedeckt.
EMI2.1
Die Decke ist also teils an den Scharnieren a befestigt, teils trägt sie sich selbst durch die Verbindung der Pratzen p (s. Fig. 5 und 6). Diese Pratzen sind unmittelbar an dem abgebundenen Gerippe g des Bleches befestigt, so dass dieses selbst beim Aufziehen der Klappen nicht verbogen werden kann.
Die Innenbefestigung der beiden Klappen kann auch durch Keile, welche in einem in die übergreifenden Teile der Pratzen eingelassenen wagrechten Schlitz eingetrieben sind, erfolgen.
Zum Herablassen oder Aufziehen der Klappen dient in jedem Feld eine entsprechend lange und starke Kette k, die am oberen Windverband oder am Horizontalverband v der Fahrbahnträger befestigt wird und in welche beide Klappen I, l'usw. mit je einer an der mittleren Pratze p befestigten kurzen Kette (s. Fig. 1 und 5) eingehängt sind, wodurch es möglich ist, entweder beide Klappen gleichzeitig oder einzeln für sich herabzulassen. Ausserdem bildet diese Kette auch einen Schutz gegen ein allfälliges Herabfallen der Decke.
Zur Entwässerung der Decke dient ein in der Brückenachse an den-Blechen 1, 11, 111 mit trapezförmigen Rinnenhaken y angeschlossener Zinkblechtrog t. Diese Rinnenhaken y sind an der einen Klappe l' angenietet. Diese Entwässerungströge t übergreifen einander in gleicher Weise wie die Decken. Die Klappen erhalten gegen die Brückenachse ein Gefälle von etwa 150/"und ebenso die Trogrinne t ein derartiges Gefälle gegen die Widerlager, an welchen zur Aufnahme des Wassers der Decke eine abnehmbare Rinne r angebracht ist.
Wegen des feldweisen Übergreifens von Deckenklappe I usw. und Trogrinne t wird das Abklappen immer in der Reihenfolge vom Widerlager zur Brückenmitte vorzunehmen sein.
EMI2.2
absenken zu können, muss die an ihm befestigte Rinne r ausgehoben werden, weshalb sich die Anordnung leicht entfernbarer oder klappbarer Rinnenhaken r empfiehlt.
Das Reinigen der entweder gleichzeitig oder einzeln abgeklappten Flächen kann in kürzester Zeit durch Abspülen oder Abkehren entweder von der Strasse oder von der Brücke aus erfolgen ; die Klappen können übrigens in jeder gewünschten Lage durch die Kette fixiert werden. Für die leichte Handhabung beim Abklappen und Aufziehen ist die entsprechende Ausbildung der Scharniere massgebend.
Da die Bleche einander übergreifen, müssen die Scharnierbolzen b feldweise von der Briickenmitte gegen die Widerlager um die Blechstärke tiefer gesetzt werden.
Im Falle Ausbesserungsarbeiten die gänzliche Entfernung der Decken nötig machen sollten, kann dies leicht und rasch durch Herausziehen der Bolzen b im abgeklappten Zustande der Decke geschehen.
Ebenso einfach kann die Wiederanbringung durch Einfädeln erfolgen.
Durch das Abklappen der Decke wird es möglich sein, die Haupt-und Querträgeruntergurte u und den Windverband. i öfters untersuchen und die erforderlichen Ausbesserungen bequem vornehmen zu können, wodurch der Brücke eine längere Lebensdauer gesichert wird.
Das Reinigen kann in beliebiger Weise unter Aufrechterhaltung des Strassenverkehr vorgenommen werden. Man kann entweder sämtliche Klappen gleichzeitig oder nur teilweise unter Freihaltung einer entsprechenden Strassenbreite herablassen und reinigen.
Die Entwässerungsmöglichkeit ist stets eine leichte, da die beiden Klappenteile in der Mitte nicht ganz zusammenschliessen, sondern zwecks leichterer Entwässerungsmöglichkeit zwischen den Klappen ein Raum von etwa 20 mm Breite freigehalten wird.
Die Reinigung kann in rascher, gründlicher und billiger Weise vorgenommen werden. Der Kehricht kann direkt von der Decke in bereitgestellte Behälter gefegt und abgeführt werden.
Diese Arbeit, zu der bisher bei den Wellblechdecken für eine Brücke von 10 m Lichtweite zwei bis drei Arbeiter ungefähr 14 Tage benötigen, kann unter Verwendung der Klappdecken in wenigen Stunden ausgeführt werden.
Die im dargestellten Ausfuhrungsbeispiel gezeichnete Brücke für den Fall"Fahrbahn versenkt" kann auch bei "Fahrbahn oben oder unten"mit der beschriebenen Schutzdecke versehen werden, welche auch bei beliebigen Trägerformen Anwendung findet.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.