AT103541B - Schutzdecke für Eisenbahnbrücken über Straßen. - Google Patents

Schutzdecke für Eisenbahnbrücken über Straßen.

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AT103541B
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protective
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bridge
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Egon Ing Magyar
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Egon Ing Magyar
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  Schutzdecke für Eisenbahnbriicken über Strassen. 
 EMI1.1 
 zum Schutze der Passanten gegen das von der Lokomotive abrinnende Wasser oder herabtropfende Schmieröl u. dgl. in der Regel mit Wellblechschutzdecken versehen. Diese schliessen unterhalb der Hauptträger unmittelbar an die Brücke an und sind entweder an das Tragwerk selbst oder mitunter auch an die Brückenbedielung angehängt. 



   Diese Wellblechdecken haben wohl den Vorteil verhältnismässiger Leichtigkeit an sich, verursachen jedoch hohe Erhaltungskosten. Insbesondere in grösseren Stationen, wo die Brücken stets starker Ver-   unreinigung   ausgesetzt sind, zumal im Winter, wo zum Schutze des Verschubpersonals bei Glatteis die Brückenbedielung täglich mehrmals mit Sand und Schlacke bestreut wird, sammelt sich auf diesen Wellblechdecken in kurzer Zeit eine erhebliche   Sehmutzschichte   an, deren Entfernung bedeutende Schwierigkeiten und Kosten verursacht. Überdies hat die Behinderung der Entwässerung der Decke durch die Schmutzschichte sowohl ein baldiges Durchrosten des Wellbleches als auch ein starkes Anrosten der Anschlüsse der Querträger an die Hauptträger und die Windverbände zur Folge.

   Will man eine derartige Decke gründlich reinigen, so muss sie vom Tragwerk abgenommen werden, wodurch die Befestigungsmittel in der Regel derart leiden, dass sie zumeist nach einer jeden solchen Arbeit erneuert werden müssen ; auch bildet in einem solchen Falle die abgesenkte Decke ein Verkehrshindernis. Es wird also in der Regel von der Entfernung der Decke Abstand genommen und deren Reinigung in langwieriger und unzuläng-   licher Weise in aufgezogenem Zustande vorgenommen. Einen weiteren erheblichen Nachteil dieser Decken   bildet auch der Umstand, dass sie die Zugänglichkeit einzelner Tragwerksteile und somit die Möglichkeit der Untersuchung derselben hindern. Diese Übelstände sollen durch die Erfindung vermieden werden. 



   Der Gegenstand der Erfindung bildet demgegenüber eine Schutzdecke für Eisenbahnbrücken über Strassen, welche   leicht lösbar   oder abklappbar ist oder aber aus einzelnen leicht lösbaren oder abklappbaren Feldern besteht. 



   Ein weiteres Merkmal der Erfindung liegt in der besonderen Ausbildung der Decke oder Deckenteile, sowie deren Befestigung an den Brückenträgern. 



   Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 einen Querschnitt, Fig. 2 einen Längsschnitt bei teilweise aufgezogenen und teilweise abgeklappten Deckenfeldern, Fig. 3 und 4 Querschnitt und Ansicht einer besonderen Deckenlagerung und Fig. 5 und 6 die Verbindung zweier gegenüberliegender Deckenfelder in Ansicht und Draufsicht. 
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 jedem   Brückenfelde   aus zwei abklappbaren durch Winkeleisengerippe g verstärkten Blechen, welche gelenkartig (Fig. 3 und 4) an dem Hauptträgeruntergurt u befestigt sind. 



   In der   Längenrichtung   übergreifen die einzelnen Bleche 1, 11, 111 einander feldweise, so dass eine vollständige Abdeckung stattfindet. Die Übergriffe können miteinander verschraubt werden. 



   Die Befestigung der Bleche an die Hauptträger   h   erfolgt durch Winkeleisen w derart, dass bei den Trägern die erforderlichen Nieten ausgekreuzt und die Winkel w unter Benutzung der vorhandenen Nietlöcher angenietet werden ; um Abscherwirkungen auf den stählernen Bolzen b hintanzuhalten und ihm eine gute Führung zu geben, werden die Winkel w mit stählernen, abschraubbaren Lagerfuttern c versehen. Die Scharnierlasche a besteht aus einem entsprechend starken Flusseisenblech, das über den Bolzen gebogen, gleichzeitig zur Deckung und Verbindung des Zusammenschlusses des Abbindegerippes g dient. 

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   Die Lasche ist innen mit einer Stahlhülse f ausgekleidet und mit einem verschliessbaren Schmierloch e versehen. Die Fuge zwischen   Scharnierblech   a und Lagerfutter   c   wird zum Sehutze gegen Eindringen von Schmutz durch eine an das   Lagerfutter   mit einem kleinen Schraubenstift befestigte Hülse d gedeckt. 
 EMI2.1 
 



   Die Decke ist also teils an den Scharnieren a befestigt, teils   trägt sie sich selbst durch   die Verbindung der Pratzen p (s. Fig. 5 und 6). Diese Pratzen sind unmittelbar an dem abgebundenen Gerippe g des Bleches befestigt, so dass dieses selbst beim Aufziehen der Klappen nicht verbogen werden kann. 



   Die Innenbefestigung der beiden Klappen kann auch durch Keile, welche in einem in die übergreifenden Teile der Pratzen eingelassenen wagrechten Schlitz eingetrieben sind, erfolgen. 



   Zum Herablassen oder Aufziehen der Klappen dient in jedem Feld eine entsprechend lange und starke Kette k, die am oberen Windverband oder am Horizontalverband v der Fahrbahnträger befestigt wird und in welche beide Klappen I, l'usw. mit je einer an der mittleren Pratze p befestigten kurzen Kette (s. Fig. 1 und 5) eingehängt sind, wodurch es möglich ist, entweder beide Klappen gleichzeitig oder einzeln für sich herabzulassen. Ausserdem bildet diese Kette auch einen Schutz gegen ein allfälliges Herabfallen der Decke. 



   Zur Entwässerung der Decke dient ein in der   Brückenachse   an   den-Blechen 1, 11, 111   mit trapezförmigen Rinnenhaken y angeschlossener Zinkblechtrog t. Diese Rinnenhaken y sind an der einen Klappe   l'   angenietet. Diese   Entwässerungströge   t übergreifen einander in gleicher Weise wie die Decken. Die Klappen erhalten gegen die Brückenachse ein Gefälle von etwa   150/"und   ebenso die Trogrinne t ein derartiges   Gefälle gegen die Widerlager, an welchen zur Aufnahme   des Wassers der Decke eine abnehmbare Rinne r angebracht ist. 



   Wegen des feldweisen Übergreifens von Deckenklappe   I   usw. und   Trogrinne   t wird das Abklappen immer in der Reihenfolge vom Widerlager zur Brückenmitte vorzunehmen sein. 
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 absenken zu können, muss die an ihm befestigte Rinne r ausgehoben werden, weshalb sich die Anordnung leicht entfernbarer oder   klappbarer   Rinnenhaken r empfiehlt. 



   Das Reinigen der entweder gleichzeitig oder einzeln abgeklappten Flächen kann in kürzester Zeit durch Abspülen oder Abkehren entweder von der Strasse oder von der Brücke aus erfolgen ; die Klappen können übrigens in jeder gewünschten Lage durch die Kette fixiert werden. Für die leichte Handhabung beim Abklappen und Aufziehen ist die entsprechende Ausbildung der Scharniere massgebend. 



   Da die Bleche einander übergreifen, müssen die Scharnierbolzen b feldweise von der   Briickenmitte   gegen die Widerlager um die Blechstärke tiefer gesetzt werden. 



   Im Falle Ausbesserungsarbeiten die gänzliche Entfernung der Decken nötig machen sollten, kann dies leicht und rasch durch Herausziehen der Bolzen b im abgeklappten Zustande der Decke geschehen. 



  Ebenso einfach kann die Wiederanbringung durch Einfädeln erfolgen. 



   Durch das Abklappen der Decke wird es möglich sein, die Haupt-und Querträgeruntergurte u und den   Windverband. i   öfters untersuchen und die erforderlichen Ausbesserungen bequem vornehmen zu können, wodurch der Brücke eine längere Lebensdauer gesichert wird. 



   Das Reinigen kann in beliebiger Weise unter Aufrechterhaltung des   Strassenverkehr   vorgenommen werden. Man kann entweder   sämtliche   Klappen gleichzeitig oder nur teilweise unter Freihaltung einer entsprechenden Strassenbreite herablassen und reinigen. 



   Die Entwässerungsmöglichkeit ist stets eine leichte, da die beiden Klappenteile in der Mitte nicht ganz zusammenschliessen, sondern zwecks leichterer   Entwässerungsmöglichkeit   zwischen den Klappen ein Raum von etwa 20 mm Breite freigehalten wird. 



    Die Reinigung kann in rascher, gründlicher und billiger Weise vorgenommen werden. Der Kehricht   kann direkt von der Decke in bereitgestellte Behälter gefegt und abgeführt werden. 



   Diese Arbeit, zu der bisher bei den Wellblechdecken für eine Brücke von 10   m   Lichtweite zwei bis drei Arbeiter ungefähr 14 Tage benötigen, kann unter Verwendung der Klappdecken in wenigen Stunden ausgeführt werden. 



   Die im dargestellten   Ausfuhrungsbeispiel   gezeichnete Brücke für den Fall"Fahrbahn versenkt" kann auch bei "Fahrbahn oben oder   unten"mit   der beschriebenen Schutzdecke versehen werden, welche auch bei beliebigen   Trägerformen   Anwendung findet. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Schutzdecke für Eisenbahnbrücken über Strassen, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutz" decke zur Gänze leicht lösbar oder abklappbar ist oder aus einzelnen leicht lösbaren oder abklappbaren Feldern besteht. <Desc/Clms Page number 3> EMI3.1
    3. Schutzdecke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass kurze Querwinkel (w) unmittelbar zwecks Anbringung der Scharniere (a) an den Brückenträgern (h) unter Verwendung der vorhandenen Nietlöcher angeschlossen sind.
    4. Schutzdecke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in die Querwinkel (w) stählerne L ! tgerfutter (c) eingepasst sind, an denen eine die Stossfuge zwischen Scharnierlasche (a) und Lagerfutter (c) deckende Hülse (d) befestigt ist.
    5. Schutzdecke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Scharnierlasche aus einem einzigen, über den Scharnierbolzen (b) gebogenen Blech besteht und mit einer für die Aufnahme des Schmiermittels dienenden, den Bolzen (b) umschliessenden Hülse (f) ausgekleidet ist und gleichzeitig als Knotenlasche für das Abbindegerippe (g) dient.
    6. Schutzdecke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Zwecke der Verbindung der beiden Klappenhälften (I und V usw.) in jedem Felde einander übergreifende Pratzen (p) miteinander verbunden sind.
    7. Schutzdecke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in jedem Brückenfelde an einer Klappe trapezförmige Rinnenhaken (y) befestigt sind, wodurch die in die Haken gebettete und mit Übergriffen versehene Trogrinne (t) gleichfalls feldweise abgeklappt werden kann.
    8. Schutzdecke nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ausziehbare oder klappbare Rinnenhaken für die Entfernung der Saumrinnen (r) der Widerlager aus dem Bereich der ausgeschwenkten Deckenklappen.
AT103541D 1924-11-29 1924-11-29 Schutzdecke für Eisenbahnbrücken über Straßen. AT103541B (de)

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