Vorrichtung und Verfahren zur Überprüfung des Inertisierungszustands eines Brennstoff-Bereitstellungssystems
Die hier offenbarte Technologie betrifft ein Fahrzeug mit einer Brennstoffzelleneinheit zur Erzeugung von elektrischer Energie für eine elektrische Antriebsmaschine des Fahrzeugs, wobei die Brennstoffzelleneinheit aus einem Brennstoff-Bereitstellungssystem des Fahrzeugs mit Brennstoff versorgt wird. Insbesondere betrifft die Erfindung ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Überprüfung der Inertisierung des Brennstoff- Bereitstellungssystems eines Fahrzeugs.
Ein elektrisch angetriebenes Fahrzeug kann eine Brennstoffzelleneinheit mit einer oder mehreren Brennstoffzellen aufweisen, die eingerichtet ist, auf Basis eines Brennstoffs, insbesondere auf Basis von Wasserstoff, elektrische Energie für den Betrieb der elektrischen Antriebsmaschine des Fahrzeugs zu erzeugen. Der Brennstoff für die Brennstoffzelleneinheit wird durch ein Brennstoff- Bereitstellungssystem des Fahrzeugs bereitgestellt, wobei das Brennstoff- Bereitstellungssystem typischerweise ein oder mehrere Behälter, insbesondere Druckbehälter und/oder Kryobehälter, zur Speicherung des Brennstoffs aufweist.
In Vorbereitung zu einer Wartungsmaßnahme an dem Brennstoff- Bereitstellungssystem und/oder an der Brennstoffzelleneinheit kann es erforderlich sein, das Brennstoff-Bereitstellungssystem zu inertisieren, wobei im Rahmen der Inertisierung des Brennstoff-Bereitstellungssystems Brennstoff in dem Brennstoff-Bereitstellungssystem, insbesondere in ein oder mehreren Leitungen des Brennstoff-Bereitstellungssystems, durch ein inertes Gas ersetzt wird.
Die Inertisierung eines Brennstoff-Bereitstellungssystems ist typischerweise ein manueller oder ein teilautomatisierter Prozess, der z.B. durch einen Service- Mitarbeiter durchgeführt wird. Bei der Durchführung des manuellen
Inertisierungsprozesses kann es zu Fehlbedienungen des Service-Mitarbeiters und dabei ggf. zu einer unzureichenden Inertisierung des Brennstoff- Bereitstellungssystems kommen.
Es ist eine bevorzugte Aufgabe der hier offenbarten Technologie, zumindest einen Nachteil von einer vorbekannten Lösung zu verringern oder zu beheben oder eine alternative Lösung vorzuschlagen. Es ist eine bevorzugte Aufgabe der hier offenbarten Technologie, eine effiziente, zuverlässige und sichere Inertisierung eines Brennstoff-Bereitstellungssystems zu ermöglichen. Die Aufgabe(n) wird/werden jeweils gelöst durch den Gegenstand der unabhängigen Patentansprüche. Die abhängigen Ansprüche stellen bevorzugte Ausgestaltungen dar.
Gemäß einem Aspekt wird eine Vorrichtung zur Ermittlung von Zustandsinformation in Bezug auf die Inertisierung eines Brennstoff-
Bereitstellungssystems mit einem inerten Gas beschrieben. Das Brennstoff- Bereitstellungssystem kann dabei eingerichtet sein, eine Brennstoffzelleneinheit mit Brennstoff zu versorgen. Die Brennstoffzelleneinheit kann z.B. einen Brennstoffzellenstapel mit ein oder mehreren Brennstoffzellen aufweisen. Die Brennstoffzelleneinheit kann eingerichtet sein, auf Basis des Brennstoffs elektrische Energie zu erzeugen. Der Brennstoff kann Wasserstoff umfassen bzw. Wasserstoff, insbesondere Eh bzw. compressed gaseous hydrogen (CGH2), sein. Die Brennstoffzelleneinheit ist beispielsweise für mobile Anwendungen wie Kraftfahrzeuge (z.B. Personenkraftwagen, Krafträder, Nutzfahrzeuge) gedacht, insbesondere zur Bereitstellung der Energie für mindestens eine Antriebsmaschine zur Fortbewegung des Kraftfahrzeugs. In ihrer einfachsten Form ist eine
Brennstoffzelle ein elektrochemischer Energiewandler, der Brennstoff (z.B. Wasserstoff) und Oxidationsmittel (z.B. Luft, Sauerstoff und/oder Peroxide) in Reaktionsprodukte umwandelt und dabei Elektrizität und Wärme produziert.
Das Brennstoff-Bereitstellungssystem kann zumindest einen Behälter, insbesondere Druckbehälter, zur Speicherung von Brennstoff umfassen. Der Behälter kann ausgebildet sein, Brennstoff zu speichern, der unter Umgebungsbedingungen gasförmig ist. Das Brennstoff-Bereitstellungssystem kann beispielsweise in einem Kraftfahrzeug eingesetzt werden, das mit komprimiertem (auch Compressed Natural Gas oder CNG genannt) oder verflüssigtem (auch Liquid Natural Gas oder LNG genannt) Erdgas oder mit Wasserstoff als Brennstoff betrieben wird. Das Brennstoff-Bereitstellungssystem umfasst typischerweise ein oder mehrere Brennstoff-Leitungen, die ausgebildet sind, Brennstoff von dem zumindest einen Behälter und/oder von einem Betankungszugang (insbesondere von einer Betankungskupplung) des Brennstoff- Bereitstellungssystems zu der Brennstoffzelleneinheit zu leiten.
Der Behälter des Brennstoff-Bereitstellungssystems kann ein composite overwrapped pressure vessel, ein kryogener Druckbehälter und/oder ein Hochdruckgasbehälter sein. Hochdruckgasbehälter sind ausgebildet, bei Umgebungstemperaturen Brennstoff dauerhaft bei einem nominalen Betriebsdruck (auch nominal working pressure oder NWP genannt) von mindestens 350 barü (= Überdruck gegenüber dem Atmosphärendruck) oder mindestens 700 barü zu speichern. Ein kryogener Druckbehälter ist geeignet, den Brennstoff bei den vorgenannten Betriebsdrücken auch bei Temperaturen zu speichern, die deutlich (z.B. mehr als 50 Kelvin oder mehr als 100 Kelvin) unter der Betriebstemperatur des Kraftfahrzeuges liegen.
Die Inertisierung des Brennstoff-Bereitstellungssystems kann darauf ausgelegt sein, den Brennstoff in dem Brennstoff-Bereitstellungssystem und/oder der Brennstoffzelleneinheit mit einem inerten Gas (insbesondere mit Stickstoff) zu
ersetzen (abgesehen von dem Brennstoff in den ein oder mehreren Druckbehältern des Brennstoff-Bereitstellungssystems). Mit anderen Worten, es kann in einem Inertisierungsprozess bewirkt werden, dass der außerhalb der ein oder mehreren Druckbehälter angeordnete Brennstoff im Wesentlichen vollständig (z.B. zu 99% oder mehr oder zu 99.9% oder mehr) mit dem inerten Gas ersetzt wird. So kann eine sichere Wartung des Brennstoff-Bereitstellungssystems und/oder der Brennstoffzelleneinheit ermöglicht werden. Die in diesem Dokument beschriebene Vorrichtung ist darauf ausgerichtet zu überprüfen, ob sich das Brennstoff-Bereitstellungssystem tatsächlich in dem inerten Zustand befindet (bei dem z.B. 99% oder mehr des Brennstoffs durch das inerte Gas ersetzt wurden).
Die Vorrichtung ist eingerichtet, zu bewirken, dass die Brennstoffzelleneinheit mit Gas aus dem Brennstoff-Bereitstellungssystem versorgt wird. Dabei kann insbesondere bewirkt werden, dass der Brennstoffzelleneinheit (ggf. ausschließlich) Gas aus den ein oder mehreren Brennstoff-Leitungen bereitgestellt wird. Alternativ oder ergänzend kann bewirkt werden, dass der Brennstoffzelleneinheit Gas bereitgestellt wird, während der Druckbehälter geschlossen ist und/oder ohne, dass dabei Brennstoff aus dem (oder aus irgendeinem) Druckbehälter entnommen wird. Es kann somit bewirkt werden, dass die Brennstoffzelleneinheit mit dem Gas versorgt, insbesondere gespült wird, das sich in dem Brennstoff-Bereitstellungssystem außerhalb irgendeines Druckbehälters des Brennstoff-Bereitstellungssystems befindet.
Die Vorrichtung kann ferner eingerichtet sein, Messinformation in Bezug auf den elektrischen Strom und/oder in Bezug auf die elektrische Spannung zu ermitteln, die infolge der Versorgung (insbesondere der Spülung) der Brennstoffzelleneinheit mit Gas aus dem Brennstoff-Bereitstellungssystem bewirkt werden. Es kann somit ermittelt werden, ob das Gas aus dem Brennstoff- Bereitstellungssystem eine Spannung und/oder einen Strom in der Brennstoffzelleneinheit bewirkt (was darauf schließen ließe, dass das Gas weiterhin Brennstoff aufweist). Die Messinformation kann anhand einer Strom-
und/oder Spannungs-Messeinheit der Brennstoffzelleneinheit ermittelt bzw. erfasst werden.
Des Weiteren ist die Vorrichtung eingerichtet, die Zustandsinformation in Bezug auf die Inertisierung des Brennstoff-Bereitstellungssystems auf Basis der Messinformation zu ermitteln. Dabei kann auf Basis der Messinformation insbesondere Zustandsinformation ermittelt werden, die die Konzentration von Brennstoff in dem Gas aus dem Brennstoff-Bereitstellungssystem anzeigt. Alternativ oder ergänzend kann die Zustandsinformation den Grad der Inertisierung des Brennstoff-Bereitstellungssystems anzeigen. Alternativ oder ergänzend kann die Zustandsinformation anzeigen, ob sich das Brennstoff- Bereitstellungssystem in einem inerten Zustand befindet oder nicht. Alternativ oder ergänzend kann die Zustandsinformation anzeigen, ob das Gas aus dem Brennstoff-Bereitstellungssystem eine Konzentration an Brennstoff aufweist, die gleich wie oder kleiner als ein vordefinierter Konzentrations-Schwellenwert (z.B. von 1% oder von 0,1%) ist.
Es kann somit im Anschluss an die Durchführung eines Inertisierungsprozesses Zustandsinformation in Bezug auf den tatsächlichen Inertisierungszustand des Brennstoff-Bereitstellungssystems ermittelt werden. So kann eine besonders sichere Wartung des Brennstoff-Bereitstellungssystems ermöglicht werden.
Die Vorrichtung kann eingerichtet sein, eine Maßnahme in Bezug auf die Inertisierung des Brennstoff-Bereitstellungssystems zu bewirken, wobei die Maßnahme von der ermittelten Zustandsinformation abhängt. Die Maßnahme kann dabei die Ausgabe eines Hinweises umfassen, z.B. die Ausgabe eines Hinweises dahingehend, ob sich das Brennstoff-Bereitstellungssystem in einem inerten Zustand befindet oder nicht, und/oder die Ausgabe eines Hinweises in Bezug auf die Konzentration von Brennstoff in dem Gas aus dem Brennstoff- Bereitstellungssystem. So kann die Sicherheit der Wartung des Brennstoff- Bereitstellungssystems weiter erhöht werden.
Die Vorrichtung kann eingerichtet sein, zu bestimmen, ob ein Inertisierungsprozess des Brennstoff-Bereitstellungssystems erfolgt ist. Wie bereits oben dargelegt, kann der Inertisierungsprozess darauf ausgelegt sein, Brennstoff in den ein oder mehreren Brennstoff-Leitungen des Brennstoff-
Bereitstellungssystems und/oder in der Brennstoffzelleneinheit (im Wesentlichen vollständig, etwa zu 99% oder mehr, oder zu 99,9% oder mehr) durch das inerte Gas zu ersetzen. Beispielsweise kann über eine Benutzerschnittstelle eine Abfrage an einen Nutzer dahingehend erfolgen, ob ein Inertisierungsprozess durchgeführt wurde. Es kann dann auf Basis einer Nutzereingabe in Reaktion auf die Abfrage bestimmt werden, ob ein Inertisierungsprozess durchgeführt wurde oder nicht.
Die Vorrichtung kann eingerichtet sein, zu bewirken, dass die Brennstoffzelleneinheit (ggf. nur dann) mit Gas aus dem Brennstoff- Bereitstellungssystem versorgt wird, um die Zustandsinformation zu ermitteln, wenn bestimmt wurde, dass zuvor ein Inertisierungsprozess des Brennstoff- Bereitstellungssystems erfolgt ist. Mit anderen Worten, die in diesem Dokument beschriebene Überprüfung des Inertisierungszustands kann selektiv (ggf. nur dann) erfolgen, wenn bestimmt wurde, dass zuvor ein Inertisierungsprozess durchgeführt wurde. So kann eine besonders sichere und zuverlässige Ermittlung des Inertisierungszustands ermöglicht werden.
Die Vorrichtung kann eingerichtet sein, Messinformation in Bezug auf die Höhe der elektrischen Spannung und/oder die Höhe bzw. die Stärke des elektrischen Stroms zu ermitteln. Es kann dann in besonders präziser Weise auf Basis der Messinformation (insbesondere auf Basis der Spannungshöhe bzw. der Stromstärke) Zustandsinformation ermittelt werden, die die Konzentration von Brennstoff in dem Gas aus dem Brennstoff-Bereitstellungssystem anzeigt. Die Vorrichtung kann eingerichtet sein, Messinformation in Bezug auf das
Vorliegen von Brennstoff in dem Abgas der Brennstoffzelleneinheit zu ermitteln,
das infolge der Versorgung der Brennstoffzelleneinheit mit Gas aus dem Brennstoff-Bereitstellungssystem bewirkt wird. Die Messinformation kann dabei insbesondere, die Konzentration und/oder die Menge an Brennstoff in dem Abgas der Brennstoffzelleneinheit anzeigen. Die Messinformation kann anhand eines Abgas- und/oder Brennstoff-Sensors der Brennstoffzelleneinheit ermittelt werden.
Die Zustandsinformation kann dann in besonders präziser Weise auch auf Basis der Messinformation in Bezug auf das Vorliegen von Brennstoff in dem Abgas der Brennstoffzelleneinheit ermittelt werden. Insbesondere kann auf Basis der Messinformation Zustandsinformation ermittelt werden, die die Konzentration von Brennstoff in dem Gas aus dem Brennstoff-Bereitstellungssystem anzeigt.
Gemäß einem weiteren Aspekt wird eine weitere Vorrichtung zur Ermittlung von Zustandsinformation in Bezug auf die Inertisierung eines Brennstoff- Bereitstellungssystems mit einem inerten Gas beschrieben. Die in diesem Dokument beschriebenen Maßnahmen sind auch auf diese Vorrichtung anwendbar.
Die Vorrichtung ist eingerichtet, zu bewirken, dass die Brennstoffzelleneinheit mit Gas aus dem Brennstoff-Bereitstellungssystem versorgt wird. Des Weiteren kann die Vorrichtung eingerichtet sein, Messinformation in Bezug auf das Vorliegen von Brennstoff in dem Abgas der Brennstoffzelleneinheit zu ermitteln, das infolge der Versorgung der Brennstoffzelleneinheit mit Gas aus dem Brennstoff-Bereitstellungssystem bewirkt wird. Die Vorrichtung ist ferner eingerichtet, die Zustandsinformation in Bezug auf die Inertisierung des Brennstoff-Bereitstellungssystems auf Basis der Messinformation zu ermitteln.
Gemäß einem weiteren Aspekt wird ein (Straßen-) Kraftfahrzeug (insbesondere ein Personenkraftwagen oder ein Lastkraftwagen oder ein Bus oder ein Motorrad) beschrieben, das die in diesem Dokument beschriebene Vorrichtung umfasst. Das Fahrzeug kann insbesondere einen elektrischen Antriebsmotor zum Antrieb des
Fahrzeugs aufweisen. Des Weiteren kann das Fahrzeug eine Brennstoffzelleneinheit umfassen, die eingerichtet ist, auf Basis eines Brennstoffs elektrischen Strom für den Betrieb des Antriebsmotors zu generieren. Außerdem kann das Fahrzeug ein Brennstoff-Bereitstellungssystem umfassen, das eingerichtet ist, die Brennstoffzelleneinheit mit Brennstoff zu versorgen.
Gemäß einem weiteren Aspekt wird ein Verfahren zur Ermittlung von Zustandsinformation in Bezug auf die Inertisierung eines Brennstoff- Bereitstellungssystems mit einem inerten Gas beschrieben. Das Brennstoff- Bereitstellungssystem ist eingerichtet, eine Brennstoffzelleneinheit mit Brennstoff zu versorgen. Das Verfahren umfasst das Bewirken, dass die Brennstoffzelleneinheit mit Gas aus dem Brennstoff-Bereitstellungssystem versorgt wird. Des Weiteren umfasst das Verfahren das Ermitteln von Messinformation in Bezug auf den elektrischen Strom und/oder in Bezug auf die elektrische Spannung, die infolge der Versorgung der Brennstoffzelleneinheit mit Gas aus dem Brennstoff-Bereitstellungssystem bewirkt werden. Alternativ oder ergänzend umfasst das Verfahren das Ermitteln von Messinformation in Bezug auf das Vorliegen von Brennstoff in dem Abgas der Brennstoffzelleneinheit, das infolge der Versorgung der Brennstoffzelleneinheit mit Gas aus dem Brennstoff- Bereitstellungssystem bewirkt wird. Außerdem umfasst das Verfahren das Ermitteln von Zustandsinformation in Bezug auf die Inertisierung des Brennstoff- Bereitstellungssystems auf Basis der Messinformation.
Gemäß einem weiteren Aspekt wird ein Software (SW) Programm beschrieben. Das SW Programm kann eingerichtet werden, um auf einem Prozessor (z.B. auf einem Steuergerät eines Fahrzeugs) ausgeführt zu werden, und um dadurch das in diesem Dokument beschriebene Verfahren auszuführen.
Gemäß einem weiteren Aspekt wird ein Speichermedium beschrieben. Das Speichermedium kann ein SW Programm umfassen, welches eingerichtet ist, um
auf einem Prozessor ausgeführt zu werden, und um dadurch das in diesem Dokument beschriebene Verfahren auszuführen.
Es ist zu beachten, dass die in diesem Dokument beschriebenen Verfahren, Vorrichtungen und Systeme sowohl alleine, als auch in Kombination mit anderen in diesem Dokument beschriebenen Verfahren, Vorrichtungen und Systemen verwendet werden können. Des Weiteren können jegliche Aspekte der in diesem Dokument beschriebenen Verfahren, Vorrichtungen und Systemen in vielfältiger Weise miteinander kombiniert werden. Insbesondere können die Merkmale der Ansprüche in vielfältiger Weise miteinander kombiniert werden.
Im Weiteren wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher beschrieben. Dabei zeigen
Figur la ein beispielhaftes Fahrzeug mit einem Brennstoff-Bereitstellungssystem;
Figur lb ein beispielhaftes Brennstoff-Bereitstellungssystem; und
Figuren 2a und 2b Ablaufdiagramme von beispielhaften Verfahren zur Ermittlung von Zustandsinformation in Bezug auf die Inertisierung eines Brennstoff-
Bereitstellungssystems.
Wie eingangs dargelegt, befasst sich das vorliegende Dokument mit der effizienten und zuverlässigen Inertisierung eines Brennstoff- Bereitstellungssystems. In diesem Zusammenhang zeigt Fig. la ein beispielhaftes Fahrzeug 100 mit einem Brennstoff-Bereitstellungssystem 150, das ausgebildet ist, eine Brennstoffzelleneinheit des Fahrzeugs 100 (die ggf. Teil des Brennstoff- Bereitstellungssystems 150 ist) mit einem Brennstoff, insbesondere mit Wasserstoff bzw. Fh, zu versorgen. Des Weiteren umfasst das Fahrzeug 100 eine (Überwachungs-) Vorrichtung 101, die eingerichtet ist, Zustandsinformation in Bezug auf einen Zustand des Brennstoff-Bereitstellungssystems 150 zu ermitteln. Der Zustand kann sich auf die Inertisierung, insbesondere auf den Grad der Inertisierung, des Brennstoff-Bereitstellungssystems 150 beziehen.
Die Vorrichtung 101 kann ferner eingerichtet sein, in Abhängigkeit von der ermittelten Zustandsinformation eine Maßnahme in Bezug auf das Brennstoff- Bereitstellungssystem 150, etwa eine Schutzmaßnahme zum Schutz des Brennstoff-Bereitstellungssystems 150, zu bewirken. Beispielsweise kann über eine Benutzerschnittstelle 102 des Fahrzeugs 100 angezeigt werden, ob das Brennstoff-Bereitstellungssystem 150 einen ausreichend hohen Grad der Inertisierung aufweist oder nicht.
Fig. lb zeigt ein beispielhaftes Brennstoff-Bereitstellungssystem 150. Das Brennstoff-Bereitstellungssystem 150 umfasst typischerweise einen Druckbehälter 110, der dazu verwendet werden kann, Brennstoff (insbesondere Wasserstoff) für die Brennstoffzelleneinheit 151 zu speichern. Der Druckbehälter 110 ist über zumindest eine Brennstoff-Leitung 112, 117 mit der Brennstoffzelleneinheit 151 verbunden.
Der Druckbehälter 110 weist ein steuerbares Ventil 115 auf, durch das Brennstoff aus dem Druckbehälter 110 in die Brennstoff-Leitung 112 geführt werden kann. Das Ventil 115 des Druckbehälters 110 ist typischerweise in einem Ruhezustand verschlossen, so dass über das Ventil 115 kein Brennstoff aus dem Druckbehälter 110 austreten kann. Das Ventil 115 des Druckbehälters 110 kann ausgebildet sein, in Reaktion auf ein Steuersignal, etwa ein Steuersignal der Vorrichtung 101, geöffnet zu werden.
Der Druckbehälter 110 kann über einen Betankungszugang 114 (z.B. über einen Tanknippel) mit Brennstoff betankt werden. Insbesondere kann über den Betankungszugang 114 Brennstoff aus einer Tanksäule über die Brennstoff- Leitung 112 in den Druckbehälter 110 gefördert werden.
Die Brennstoffzelleneinheit 151 wird typischerweise mit einem relativ niedrigen Betriebsdruck (z.B. im Bereich von 10-20 barü) betrieben, wobei der Niederdruck für die Brennstoffzelleneinheit 151 meist substantiell unter dem Hochdruck (z.B.
im Bereich von 700 barü) in der Brennstoff-Leitung 112 und im Druckbehälter 110 liegt. Zwischen dem Druckbehälter 110 und der Brennstoffzelle 101 kann daher ein Druckwandler 116 (insbesondere ein Druckregler) angeordnet sein, der eingerichtet ist, Brennstoff aus der Hochdruck-Brennstoff-Leitung 112 (der einen relativ hohen Druck aufweist) in eine Niederdruck-Brennstoff-Leitung 117 (mit einem relativ niedrigen Druck) zu überführen. Der Brennstoff wird dann über die Niederdruck-Brennstoff-Leitung 117 zu der Brennstoffzelleneinheit 151 geführt.
Durch das Öffnen des Ventils 115 des Druckbehälters 110 kann Brennstoff aus dem Druckbehälter 110 in die Brennstoff-Leitung 112, 117 gelangen. Das Brennstoff-Bereitstellungssystem 150 kann ein Entlastungsventil 121 aufweisen, durch das Brennstoff aus der Brennstoff-Leitung 112, 117 in eine Umgebung des Brennstoff-Bereitstellungssystems 150, insbesondere in eine Umgebung des Fahrzeugs 100, abgeführt werden kann. Insbesondere kann ein Fahrzeug-externer Entlastungsschlauch 133 mittels eines Kupplungselements 131 mit dem Entlastungsventil 121 verbunden werden. Durch Ankupplung des Entlastungsschlauchs 133 kann das Entlastungsventil 121 geöffnet werden, so dass Brennstoff aus dem Brennstoff-Bereitstellungssystem 150 abgeführt werden kann.
Im Vorfeld zu Wartungsarbeiten an dem Brennstoff-Bereitstellungssystem 150 kann es erforderlich sein, das Brennstoff-Bereitstellungssystem 150 zu inertisieren bzw. in einen inerten Zustand zu überführen. Der inerte Zustand kann z.B. erreicht sein, wenn der Anteil an Brennstoff, insbesondere an Eh, in den Komponenten außerhalb des Druckbehälters 110, insbesondere in den ein oder mehreren Brennstoff-Leitungen 112, 117, gleich wie oder kleiner als ein vordefinierter Konzentrations-Schwellenwert (etwa von 0,1%) ist.
Die Inertisierung des Brennstoff-Bereitstellungssystems 150 kann derart erfolgen, dass
1) der Gasdruck in dem Brennstoff-Bereitstellungssystem 150 (außerhalb des Druckbehälters 110), d.h. insbesondere in den ein oder mehreren Brennstoff-Leitungen 112, 117 und/oder in der Brennstoffzelleneinheit 151, reduziert wird, z.B. auf 0 barü; zu diesem Zweck kann z.B. das Entlastungsventil 121 geöffnet werden, um Gas aus dem Brennstoff- Bereitstellungssystem 150 abzulassen; alternativ oder ergänzend kann das Gas über die Brennstoffzelleneinheit 151 aus dem Brennstoff- Bereitstellungssystem 150 geführt werden; und anschließend
2) ein inertes Gas, z.B. Stickstoff, in das Brennstoff-Bereitstellungssystem 150 geleitet wird, und dabei der Gasdruck in dem Brennstoff- Bereitstellungssystem 150 (außerhalb des Druckbehälters 110) wieder erhöht wird, z.B. auf 15 barü). Das inerte Gas kann dabei über den Betankungszugang 114 zugeführt werden.
Die o.g. Schritte stellen einen Zyklus des Inertisierungsprozesses dar, wobei in einem Zyklus die Konzentration an Brennstoff in dem Bereitstellungssystem (außerhalb des Druckbehälters 110) um einen bestimmten Faktor, z.B. um den Faktor 10, reduziert werden kann. Der Inertisierungsprozess kann mehrere Zyklen aufweisen, um iterativ zu bewirken, dass die Brennstoff-Konzentration in dem Bereitstellungssystem (außerhalb des Druckbehälters 110) den Konzentrations- Schwellenwert erreicht oder unterschreitet.
Bei Servicearbeiten an einem Fh-Tanksystem 150 kann es somit erforderlich sein, das Tanksystem 150 in einen sicheren und/oder inerten Zustand zu überführen. Dabei wird der Wasserstoff durch ein nicht brennbares (inertes) Gas ersetzt. Diese Inertisierung kann durch einen Diagnosejob angestoßen und/oder bewirkt werden.
Im Rahmen der Inertisierung wird das Fh-System 150 bis auf 0 bar entlastet und anschließend mit dem inerten Gas (z.B. Stickstoff) auf einen Druck von z.B. 15 bar bedrückt. Anschließend wird der Druck wieder komplett entlastet und erneut mit dem inerten Gas (z.B. Stickstoff) auf einen Druck von z.B. 15 bar bedrückt.
Dieser Vorgang wird so oft wiederholt, z.B. bis der Wasserstoff im System 150 unter einen bestimmten Konzentrations-Schwellenwert (z.B. 1 Promille) verdünnt ist und damit nicht mehr mit anderen Stoffen reagieren kann. Der Konzentrations- Schwellenwert kann gleich wie oder kleiner als eine Untere-Explosions-Grenze (UEG) von Wasserstoff sein.
Die Ausführung des Diagnosejobs kann allerdings ein fehlerhaftes Bedienen durch einen Service-Mitarbeiter nicht ausschließen und die Wasserstofffreiheit kann somit nicht garantiert werden. In diesem Dokument wird ein Diagnoseverfahren zur Diagnose des im System 150 befindlichen Gases beschrieben, durch das garantiert werden kann, dass das Eh-System 150 "wasserstofffrei" ist.
Zur Überprüfung des Inertisierungszustands des Brennstoff- Bereitstellungssystems 150 kann die Vorrichtung 101 eingerichtet sein, zu bewirken, dass Gas aus dem Brennstoff-Bereitstellungssystem 150, insbesondere Gas aus der Brennstoff-Leitung 112, 117, durch die Brennstoffzelleneinheit 151 gespült wird. Mit anderen Worten, es kann bewirkt werden, dass die Brennstoffzelleneinheit 151 mit Gas aus dem Brennstoff-Bereitstellungssystem 150, insbesondere mit Gas aus der Brennstoff-Leitung 112, 117, betrieben wird.
Das Spülen der Brennstoffzelleneinheit 151 mit Gas aus dem Brennstoff- Bereitstellungssystem 150 führt dazu, dass der in dem Gas verbliebene Brennstoff in der Brennstoffzelleneinheit 151 eine chemische Reaktion bewirkt, die wiederum zu einem Spannungsabfall an der Brennstoffzelleneinheit 151 und/oder zu einem Stromfluss durch die Brennstoffzelleneinheit 151 führt. Das Vorliegen von Brennstoff innerhalb des Gases aus dem Brennstoff-Bereitstellungssystem 150 kann somit anhand einer Spannungs- und/oder Strom-Messeinheit 161 zur Messung der elektrischen Spannung an der und/oder des elektrischen Stroms durch die Brennstoffzelleneinheit 151 erkannt werden. Dabei hängen die Höhe der
Spannung und/oder die Stärke des Stroms typischerweise von der Konzentration von Brennstoff in dem Gas aus dem Brennstoff-Bereitstellungssystem 150 ab.
Die Vorrichtung 101 kann somit eingerichtet sein, Messinformation in Bezug auf die Spannung und/oder den Strom an der Brennstoffzelleneinheit 151 zu ermitteln (z.B. anhand der Spannungs- und/oder Strom-Messeinheit 161). Der Zustand des Brennstoff-Bereitstellungssystems 150 in Bezug auf die Inertisierung kann dann in zuverlässiger Weise auf Basis der Messinformation ermittelt werden.
Alternativ oder ergänzend kann das Brennstoff-Bereitstellungssystem 150 einen Abgas-Sensor 162 umfassen, der eingerichtet ist, Messinformation in Bezug auf das Vorliegen von Brennstoff in dem Abgas der Brennstoffzelleneinheit 151 zu erfassen. Die Vorrichtung 101 kann eingerichtet sein, den Zustand des Brennstoff- Bereitstellungssystems 150 in Bezug auf die Inertisierung auf Basis der Messinformation bzgl. des Abgases der Brennstoffzelleneinheit 151 zu ermitteln.
Auf Basis der Messinformation der Spannungs- und/oder Strom-Messeinheit 161 und/oder des Abgas-Sensors 162 kann somit in effizienter und zuverlässiger Weise der Zustand des Brennstoff-Bereitstellungssystems 150 in Bezug auf die Inertisierung ermittelt werden. Insbesondere kann der Grad der Inertisierung, etwa die verbliebene Konzentration an Brennstoff in dem Brennstoff- Bereitstellungssystem 150, ermittelt werden. In Abhängigkeit von dem ermittelten Inertisierungszustand des Brennstoff-Bereitstellungssystems 150 kann dann ggf. eine Maßnahme bewirkt werden, z.B. um den Nutzer des Brennstoff- Bereitstellungssystems 150 zu veranlassen, den Inertisierungsprozess fortzuführen, oder um den Nutzer darüber zu informieren, dass sich das Brennstoff-Bereitstellungssystem 150 in einem inerten Zustand befindet. So kann ein besonders sicherer Betrieb des Brennstoff-Bereitstellungssystems 150 ermöglicht werden.
Es kann somit zur Analyse, ob das Fh-System 150 ausreichend gespült wurde, die Brennstoffzelleneinheit 151 mit dem im Eh-System 150 befindlichen Gas durchspült werden. Wenn sich kein Wasserstoff mehr im Gas befindet, erzeugt die Brennstoffzelleneinheit 151 keine Spannung. Dies kann von dem Steuergerät 101 des Systems 150 gemessen und zurückgemeldet werden. Alternativ oder ergänzend kann in der Abgasleitung der Brennstoffzelleneinheit 151 ein Wasserstoffsensor 162 angeordnet sein. Dieser kann als Messgröße zur Erkennung von Rest-Wasserstoff verwendet werden. Es kann somit eine Diagnosefunktion bereitgestellt werden, die (in Reaktion auf das Spülen der Brennstoffzelleneinheit 151 mit Gas) die Zellspannung misst und die Eh Konzentration im Abgas misst. Es kann dann eine Auswertung der Messwerte erfolgen und eine Rückmeldung in Bezug auf die Auswertung (z.B. über eine Benutzerschnittstelle 102) bereitgestellt werden.
Zur Ermittlung der Zustandsinformation kann von der Vorrichtung 101 bewirkt werden, dass alle erforderlichen Ventile geschaltet werden, um die Brennstoffzelleneinheit 151 mit dem Gas aus dem Eh-System 150 (das außerhalb der ein oder mehreren Druckbehälter 110 angeordnet ist) zu spülen. Durch Auswertung der Zellspannung und/oder des Wasserstoffsensors 162 in der Abluft kann detektiert werden, ob sich im Gas noch Wasserstoff befindet oder nicht. Sollte sich noch Wasserstoff im Eh-System 150 befinden, erzeugt die Brennstoffzelleneinheit 151 über ihre ein oder mehreren Brennstoffzellen eine messbare Spannung. Gleichzeitig ist am Wasserstoffsensor 162 in der Abluftanlage eine Konzentration an Wasserstoff zu erkennen.
Fig. 2a zeigt ein Ablaufdiagramm eines beispielhaften (ggf. Computer implementierten) Verfahrens 200 zur Ermittlung von Zustandsinformation in Bezug auf die Inertisierung eines Brennstoff-Bereitstellungssystems 150 (das ggf. Teil eines Fahrzeugs 100 ist) mit einem inerten Gas (z.B. mit Stickstoff). Wie in diesem Dokument dargelegt, ist das Brennstoff-Bereitstellungssystem 150
eingerichtet, eine Brennstoffzelleneinheit 151 (z.B. einen Brennstoffzellenstapel) mit (einem gasförmigen) Brennstoff (insbesondere mit H2) zu versorgen.
Das Verfahren 200 umfasst das Bewirken 201, dass die Brennstoffzelleneinheit 151 mit Gas aus dem Brennstoff-Bereitstellungssystem 150, insbesondere mit Gas aus den ein oder mehreren Brennstoff-Leitungen 112, 117 des Brennstoff- Bereitstellungssystems 150, versorgt, insbesondere gespült, wird (ohne, dass dabei Brennstoff aus irgendeinem Druckbehälter 110 des Brennstoff- Bereitstellungssystems 150 entnommen wird). Nach einer erfolgreichen Inertisierung sollte das der Brennstoffzelleneinheit 151 bereitgestellte Gas im Wesentlichen (zumindest zu 99% oder mehr) das inerte Gas sein.
Das Verfahren 200 umfasst ferner das Ermitteln 202 von Messinformation in Bezug auf den elektrischen Strom und/oder in Bezug auf die elektrische Spannung, die infolge der Versorgung der Brennstoffzelleneinheit 151 mit Gas aus dem Brennstoff-Bereitstellungssystem 150 bewirkt werden. Die Messinformation kann anhand einer Strom- und/oder Spannungs-Messeinheit 161 der Brennstoffzelleneinheit 151 ermittelt werden. Die Messinformation kann insbesondere anzeigen, ob und ggf. wie stark die Spannung ist, die dadurch bewirkt wird, dass die Brennstoffzelleneinheit 151 mit dem Gas aus dem (inerten) Brennstoff-Bereitstellungssystem 150 gespült wird.
Des Weiteren umfasst das Verfahren 200 das Ermitteln 203 von Zustandsinformation in Bezug auf die Inertisierung des Brennstoff- Bereitstellungssystems 150 auf Basis der Messinformation. Dabei kann die Zustandsinformation insbesondere anzeigen, ob sich das Brennstoff- Bereitstellungssystem 150 in einem inerten (sicheren) Zustand befindet oder nicht.
Fig. 2b zeigt ein Ablaufdiagramm eines weiteren beispielhaften (ggf. Computer implementierten) Verfahrens 210 zur Ermittlung von Zustandsinformation in Bezug auf die Inertisierung eines Brennstoff-Bereitstellungssystems 150 mit
einem inerten Gas (z.B. mit Stickstoff). Die Verfahren 200, 210 können in beliebiger Weise miteinander kombiniert werden.
Das Verfahren 210 umfasst, das Bewirken 211, dass die Brennstoffzelleneinheit 151 mit Gas aus dem Brennstoff-Bereitstellungssystem 150, insbesondere mit Gas aus den ein oder mehreren Brennstoff-Leitungen 112, 117 des Brennstoff- Bereitstellungssystems 150, versorgt, insbesondere gespült, wird (ohne, dass dabei Brennstoff aus irgendeinem Druckbehälter 110 des Brennstoff- Bereitstellungssystems 150 entnommen wird).
Das Verfahren 210 umfasst ferner das Ermitteln 212 von Messinformation in Bezug auf das Vorliegen von Brennstoff in dem Abgas der Brennstoffzelleneinheit 151, das infolge der Versorgung der Brennstoffzelleneinheit 151 mit Gas aus dem Brennstoff-Bereitstellungssystem 150 bewirkt wird. Die Messinformation kann anhand eines Brennstoff- und/oder Abgas-Sensors 162 der Brennstoffzelleneinheit 151 ermittelt werden.
Des Weiteren umfasst das Verfahren 210 das Ermitteln 213 von Zustandsinformation in Bezug auf die Inertisierung des Brennstoff- Bereitstellungssystems 150 auf Basis der Messinformation. Dabei kann die Zustandsinformation insbesondere anzeigen, ob sich das Brennstoff- Bereitstellungssystem 150 in einem inerten (sicheren) Zustand befindet oder nicht.
Durch die in diesem Dokument beschriebenen Maßnahmen kann in zuverlässiger Weise der Inertisierungszustand eines Brennstoff-Bereitstellungssystems 150 ermittelt werden, wodurch die Sicherheit von Wartungsarbeiten an dem Brennstoff-Bereitstellungssystem 150 erhöht werden können.
Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die gezeigten Ausführungsbeispiele beschränkt. Insbesondere ist zu beachten, dass die Beschreibung und die Figuren
nur beispielhaft das Prinzip der vorgeschlagenen Verfahren, Vorrichtungen und Systeme veranschaulichen sollen.
Bezugszeichenliste
100 Fahrzeug
101 (Steuer-) Vorrichtung 102 Benutzerschnittstelle
110 Druckbehälter
112, 117 Brennstoff-Leitung
114 B etankungszugang
115 Druckbehälter-V entil 116 Druckwandler 121 Entlastungsventil 131 Kupplungsel ement 133 Entlastungsschlauch 150 Brennstoff-Bereitstellungssystem 151 Brennstoffzelleneinheit
161 Spannungs- und/oder Strom-Messeinheit 162 Abgas- und/oder Brennstoff-Sensor 200 Verfahren zur Ermittlung des Inertisierungszustands
201-203 Verfahrensschritte 210 Verfahren zur Ermittlung des Inertisierungszustands
211-213 Verfahrensschritte