WO2018077342A1 - Anschlagdämpfer für eine schaltwelle - Google Patents

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Tobias KIRCHGÄSSNER
Peter WELKER
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Abstract

Bei einer rotativ schwenkbar in einem Schaltdom eines Schaltgetriebes angeordneten Schaltwelle ist ein Anschlagdämpfer vorgesehen, der die Schaltwelle an Endanschlägen beim Schalten eines Ganges mechanisch dämpft. Zu diesem Zweck ist in einer Rastierhülse der Schaltwelle eine Spannhülse mit Voranschlägen rotativ verschiebbar angeordnet. Die Voranschläge der Spannhülse geraten vor dem Erreichen der Endlage der Schaltwelle zunächst mit einem Anschlagzapfen oder -bolzen des Schaltdomes in Wirkkontakt, bevor dieser unter Überwindung einer zwischen Spannhülse und Rastierhülse anstehenden Reibkraft den Endanschlag an der Rastierhülse erreicht.

Description

Titel
Anschlagdämpfer für eine Schaltwelle
Die Erfindung betrifft einen Anschlagdämpfer für eine in einem Schaltdom bewegbar gelagerte Schaltwelle eines Schaltgetriebes, vorzugsweise zur Dämpfung des Endanschlages einer rotativ schwenkbar angeordneten Schaltwelle am Schaltdomgehäuse. Durch die DE 100 649 18 A1 ist eine in einem Schaltdomgehäuse axial verschiebbar angeordnete Schaltwelle bekannt, die zur Anwahl von Schaltgassen in zwei Endstellungen positionierbar ist, wobei eine Kraft zum Positionieren der Schaltwelle gegen die Rückstellkraft eines Federelementes erfolgt, das zum Einen an der Schaltwelle und zum Anderen am Schaltdomgehäuse abgestützt ist. In den Endstellungen der Schalt- welle gegenüber dem Schaltdomgehäuse ist das Federelement stark vorgespannt und zwingt dadurch die Schaltwelle in eine zwischen den Endanschlägen angeordnete Mittelstellung. Zum Schalten eines Ganges ist die Schaltwelle rotativ schwenkbar angeordnet. In der Regel erfolgt diese Schwenkbewegung gegen einen Anschlag des Schaltdomgehäuses und ist mit einem Rückfedern verbunden, was als Klirren emp- funden wird.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Anschlagdämpfer für eine in einem Schaltdom bewegbar angeordnete Schaltwelle zu schaffen. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Es ist ein besonderer Vorteil der Erfindung, dass ein Anschlagdämpfer für die Endstellungen der Schaltwelle im Schaltdomgehäuse, insbesondere in rotativer Schwenkrichtung, vorgesehen ist. Durch diese Maßnahme wird ein Anschlagimpuls beim Schalten eines Ganges gedämpft und eine Rückstellkraft auf die Schaltwelle minimiert, so dass der Schaltkomfort spürbar verbessert wird. In einfacher vorteilhafter Ausgestaltung ist der Dämpfer ein mechanisches Mittel, welches durch Reibung eine Dämpfung erzeugt.
Im bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der Dämpfer als Spannhülse ausgebildet, die in einem zylinderförmigen Gehäuseabschnitt einer an der Schaltwelle angeordneten Rastierhülse angeordnet ist und durch eine nach außen wirkende Vorspannung an der zylinderförmigen Innenwand der Rastierhülse verspannt ist.
Die Spannhülse ist zylinderförmig ausgebildet und weist einen Längsschlitz zur fe- dernden Durchmesserveränderung auf. Durch diese Maßnahme kann die Spannhülse einfach innerhalb der Rastierhülse montiert werden.
Die Spannhülse weist beim bevorzugten Ausführungsbeispiel mindestens einen Durchbruch z. B. ein rechteckförmiges Fenster auf, welcher dem Schlitz vorzugsweise diametral gegenüberliegend angeordnet ist. Durch diese Anordnung wird der Durchbruch genau im Bereich einer Schaltkulisse der Rastierhülse angeordnet, in welcher ein Anschlagmittel, vorzugsweise ein Zapfen oder Bolzen des Schaltdomes in die Kulisse eingreift. Zur Erzielung einer gleichmäßigen Federwirkung der Spannhülse können, am Umfang der Spannhülse verteilt, auch mehrere Durchbrüche vorgesehen sein.
Zwischen einer Außenmantelfläche der Spannhülse und einer Innenmantelfläche der Rastierhülse ist eine gemeinsame Reibfläche vorgesehen, durch welche die Spannhülse je nach Vorspannung der Spannhülse und Reibfaktor der Reibfläche entspre- chend schwer axial bewegbar ist.
Der Durchbruch in der Spannhülse ist in Umfangsrichtung kürzer ausgebildet, als der Durchbruch in der Rastierhülse (Schaltkulisse), so dass der Zapfen oder Bolzen des Schaltdomes beim Schalten der Schaltwelle zum Schalten eines Ganges zunächst an der Voranschlagkante des Durchbruches der Spannhülse anschlägt, diese daraufhin gedämpft gegen die zwischen der Außenmantelfläche der Spannhülse und Innenmantelfläche der Rastierhülse anstehenden Reibkraft verdreht, bis der Anschlagzapfen oder -bolzen in einer Endstellung am Endanschlag der Schaltkulisse anschlägt. Weitere Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen beschrieben. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im Folgenden beschrieben. Es zeigen
Fig. 1 eine Rastierhülse mit eingebauter Spannhülse in perspektivischer Ansicht. Fig. 2 die Spannhülse in perspektivischer Ansicht.
Eine Schaltwelle 1 eines Schaltgetriebes weist gemäß Fig. 1 eine die Schaltwelle 1 koaxial umgebende Rastierhülse 2 auf. Die Schaltwelle 1 ist zusammen mit der Rastierhülse 2 in einem Schaltdomgehäuse (nicht dargestellt) des Schaltgetriebes z. B. zur Gangschaltung schwenkbar und z. B. zur Anwahl einer Schaltgasse axial verschiebbar gelagert.
Die Rastierhülse 2 weist in ihrem zylinderförmigen Mantel 4 mindestens eine Schaltkulisse 6, z. B. in Form eines Durchbruches auf.
Der Durchbruch 6 weist in Umfangsrichtung der Rastierhülse 2 eine Länge L auf, die einem Abstand zwischen zwei Gängen entspricht. Die Mantelwand der Rastierhülse 2 dient im Bereich des Durchbruches 6 als Anschlag 7; 8, insbesondere als Endanschlag für einen an dem Schaltdomgehäuse angeordneten Anschlagzapfen oder - bolzen 9.
Innerhalb der Rastierhülse 2 ist ein Dämpfungselement 1 1 , in Form einer Spannhülse angeordnet. Die Spannhülse 1 1 liegt unter Vorspannung mit einer an ihrer Außenmantelfläche vogesehenen Reibfläche 12 an einer Reibfläche 13 der Innenmantelfäche der Rastierhülse 2 an.
Die Spannhülse 1 1 weist einen, sich in axialer Richtung erstreckenden, Schlitz 14 und an ihrem Umfang mindestens einen, vorzugsweise eine Anzahl von gleichmäßig am Umfang verteilt angeordneten Durchbrüchen 16 auf, die z. B. im Wesentlichen recht- eckförmig ausgebildet sind.
Die Durchbrüche 16 weisen in Umfangsrichtung der Spannhülsel 1 eine Länge I auf, die kleiner ist als eine Länge L der Durchbrüche 6 der Rastierhülse (I < L).
Die Wand der Spannhülse 1 1 dient im Bereich der Durchbrüche 16 als Voranschlag 17; 18 für den Anschlagzapfen oder -bolzen 9 des Schaltdomgehäuses.
Die Spannhülse 1 1 ist durch den Schlitz 14 federelastisch ausgebildet und kann zur Montage zusammengedrückt werden, so dass sich eine Durchmesserverkleinerung der Spannhülse 1 1 bei der Montage ergibt. Die Spannhülse 1 1 wird von der Stirnseite der Rastierhülse 2 in die Rastierhülse 2 eingefügt und so positioniert, dass ein Durch- bruch 16 der Spannhülse 1 1 mit dem Durchbruch 6 der Rastierhülse 2 fluchtet.
Der Anschlagzapfen oder -bolzen 9 ragt so tief durch den Durchbruch 6 in die Rastierhülse 2 hinein, dass dieser sowohl mit den Endanschlägen 7, 8, als auch den Voranschlägen 17, 18 in Kontakt bringbar ist.
Bei der Anwahl einer ersten Schaltgasse wird die Schaltwelle 1 in dem Schaltdomgehäuse axial verschoben. Zum Schalten eines Ganges wird die Schaltwelle in der Schaltgassenposition rotativ geschwenkt. Hierbei gelangt der Anschlagzapfen oder - bolzen 9 zunächst an den Voranschlag 17; 18 im Durchbruch 16 der Spannhülse 1 1 und verschiebt die Spannhülse 1 1 gegen eine zwischen der Spannhülse 1 1 und der Rastierhülse 2 wirkende Reibkraft, die von der Reibflächen 12, 13 und der Vorspannung der Spannhülse 1 1 erzeugt wird, bis der Anschlagzapfen oder -bolzen 9 an dem Endanschlag 7; 8 der Rastierhülse anliegt. Bezugszeichenliste
I Schaltwelle
2 Rastierhülse
3
4 Mantel (2)
5
6 Durchbruch, Schaltkulisse
7 Endanschlag (6)
8 Endanschlag (6)
9 Anschlagzapfen oder -bolzen (3)
10 -
I I Spannhülse
12 Reibfläche (1 1 )
13 Reibfläche (2)
14 Schlitz (1 1 )
15 -
16 Durchbruch
17 Voranschlag (16)
18 Voranschlag (16)
I Länge des Durchbruchs 16 in Umfangsrichtung L Länge des Durchbruchs 6 in Umfangsrichtung

Claims

Patenansprüche
1 . Anschlagdämpfer für eine in einem Schaltdom rotativ schwenkbar gelagerte Schaltwelle eines Schaltgetriebes mit einer Rastierhülse zur Positionierung der Schaltwelle, dadurch gekennzeichnet,
dass die Rastierhülse (2) ein Dämpfungselement (1 1 ) zur Endlagendämpfung der Schaltwelle 1 aufweist.
2. Anschlagdämpfer nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet,
dass das Dämpfungselement (1 1 ) eine Spannhülse ist.
3. Anschlagdämpfer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die Spannhülse (1 1 ) in der Rastierhülse (2) unter Vorspannung angeordnet ist.
4. Anschlagdämpfer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die Rastierhülse (2) und die Spannhülse (1 1 ) miteinander in Wirkverbindung stehende Reibflächen (12, 13) aufweisen.
5. Anschlagdämpfer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
dass Spannhülse (1 1 ) gegen eine zwischen den Reibflächen (12, 13) wirkende Reibkraft verschiebbar in der Rastierhülse (2) angeordnet ist.
6. Anschlagdämpfer nach Anspruch 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass die Spannhülse (1 1 ) einen Schlitz (14) und mindestens einen Durchbruch (16) aufweist.
7. Anschlagdämpfer nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Durchbruch (16) Voranschläge (17, 18) für einen Anschlagszapfen oder - bolzen (9) des Schaltdomgehäuses (3) angeordnet sind.
8. Anschlagdämpfer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastierhülse (2) einen Durchbruch (6) aufweist, der als Schaltkulisse für den Anschlagzapfen oder -bolzen (9) dient.
9. Anschlagdämpfer nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
dass in dem Durchbruch (6) Endanschläge (7, 8) für den Anschlagzapfen oder -bolzen (9) angeordnet sind.
10. Anschlagdämpfer nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Länge (I) des Durchbruches (16) in Umfangsrichtung der Spannhülse (1 1 ) kleiner ist, als eine Länge (L) des Durchbruches (6) in Umfangsrichtung der Rastierhülse (2).
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DE102012013768A1 (de) * 2012-07-11 2013-02-28 Daimler Ag Getriebeschalteinheit für ein Handschaltgetriebe eines Kraftfahrzeugs
DE102014107767B3 (de) * 2014-06-03 2015-10-01 Jopp Holding GmbH Schaltwellenmodul zum Schalten von Gängen in einem Schaltgetriebe

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