Beschreibung
Optische Anordnung und Anzeigegerät Die vorliegende Erfindung betrifft eine optische Anordnung.
Moderne Anzeigegeräte wie Displays beruhen oft auf einer An¬ ordnung einer Vielzahl von Leuchtdiodenchips, die in einem Multichip Bauteil für den Einsatz als Display, wie beispiels- weise ein Narrow Pixel Pitch Video Wall Modul, zusammenge- fasst werden. Hierbei wird beispielsweise die Idee verfolgt, einzelne Rot, Grün, Blau (RGB) -Leuchtdiodenchips durch Chip¬ gruppen mit jeweils einer Vielzahl von gleichfarbig emittie¬ renden Leuchtdiodenchips zu ersetzen. Hierdurch können Ein- schränkungen umgangen werden, die durch das Setzen der Chips auf dem Chipträger hervorgerufen werden, und eine höhere Dichte und damit Auflösung erreicht werden.
Bei bisherigen optischen Anordnungen für Anzeigegeräte kommen beispielsweise Prismen oder Mikrolinsenarrays zum Einsatz, die zu unerwünschten Verzerrungen in der Bilddarstellung führen können. Die Strahlführung ist oftmals komplex und durch die dichte Gruppierung der Leuchtdiodenchips auf einem ge¬ meinsamen Träger begrenzt.
Es besteht Bedarf an einer optischen Anordnung und einem Anzeigegerät, das eine hohe Auflösung und bessere Bildqualität ermöglicht . Diese Aufgabe wird durch die Gegenstände der unabhängigen An¬ sprüche gelöst. Weiterbildungen und Ausgestaltungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
In zumindest einer Ausführungsform weist eine optische Anord¬ nung eine Vielzahl erster Chipgruppen und eine Vielzahl zweiter Chipgruppen auf. Jede der beiden Chipgruppen umfasst jeweils wenigstens zwei gleichartige Lumineszenzdiodenchips.
Die Lumineszenzdiodenchips aus einer Chipgruppe sind dazu eingerichtet, elektromagnetische Strahlung derselben Wellen¬ längencharakteristik zu emittieren. Die Lumineszenzdiodenchips aus unterschiedlichen Chipgruppen sind hingegen dazu eingerichtet, elektromagnetische Strahlung unterschiedlicher Wellenlängencharakteristik zu emittieren. Untereinheiten des optischen Elements sind in Öffnungen einer Maske angeordnet. Dadurch erhöht sich vorteilhaft die optische Trennung von be¬ nachbarten Einheitszellen und dadurch erhöht sich der Kon- trast. Weitergehend kann die Maske aus einem Licht absorbie¬ rendem Material ausgebildet sein, wodurch sich störende Re¬ flexe an der Oberfläche vorteilhaft für den Betrachter ver¬ ringern. Die Lumineszenzdiodenchips innerhalb einer der Chip¬ gruppen sind insbesondere bezüglich einer Hauptabstrahlrich- tung nebeneinander angeordnet. Das heißt, in einer lateralen Richtung, die quer oder senkrecht zur Hauptabstrahlrichtung verläuft können die Lumineszenzdiodenchips innerhalb einer der Chipgruppen nebeneinander angeordnet sein. Die gleichartigen Lumineszenzdiodenchips sind beispielsweise von gleichem Fertigungstyp und unterscheiden sich lediglich durch prozessbedingte Herstellungstoleranzen. D.h. innerhalb einer Chipgruppe weisen die Lumineszenzdiodenchips im Wesent¬ lichen die gleiche Peak- oder Dominantwellenlänge auf, bezie- hungsweise emittieren im gleichen Spektralbereich. Herstellungsbedingte Abweichungen, wie unterschiedliche Abstrahlin¬ tensitäten können auftreten. Beispielsweise handelt es sich
bei den Lumineszenzdiodenchips um anorganische, einkristal¬ line LEDs (engl, light emitting diodes) oder organische
Leuchtdioden, die in Dünnschichttechnik auf einem gemeinsamen Substrat als integrierte Matrizen aufgebaut sind (sogenannte OLEDs oder engl, organic light emitting diodes) . Eine Chip¬ gruppe kann auch als eine OLED mit zwei oder mehreren Segmenten ausgeführt sein, die sich einzeln ansteuern lassen. Insbesondere kann es sich bei den Lumineszenzdiodenchips auch um Laserdioden, insbesondere um „vertical-cavity surface-emit- ting" Laserdioden (VCSEL) handeln.
Die Chipgruppen sind entlang eines regelmäßigen Gitters aus ersten Einheitszellen auf einer Hauptfläche eines gemeinsamen Trägers angeordnet. Jede der ersten Einheitszellen weist zu- mindest einen Lumineszenzdiodenchip aus einer der ersten Chipgruppen und einen Lumineszenzdiodenchip aus einer der zweiten Chipgruppen auf, die der Einheitszelle zugeordnet sind . Ein optisches Element ist vorgesehen und bezüglich der Haupt¬ abstrahlrichtung den Chipgruppen nachgeordnet. Das optische Element ist dazu eingerichtet, von den Lumineszenzdiodenchips der Chipgruppen emittiertes Licht in zweiten Einheitszellen in einer Auskoppelebene zusammenzuführen: Dabei weist mindes- tens eine zweite Einheitszelle eine Fläche auf, die geringer oder gleich groß ist, wie die Fläche einer der ersten Einheitszellen .
Der Begriff „Einheitszelle" bezieht sich auf die Anordnung der Lumineszenzdiodenchips beziehungsweise der Chipgruppen. Innerhalb der ersten Einheitszellen sind jeweils mehrere Chipgruppen anteilig mit zumindest einem Lumineszenzdioden-
chip angeordnet, wobei vorzugsweise die Zahl und/oder Anord¬ nung der jeweiligen Lumineszenzdiodenchips in den ersten Einheitszellen gleich ist. Durch die Zuordnung unterschiedlicher Lumineszenzdiodenchips zu ersten Einheitszellen können
Bildelemente aufgebaut werden, die in unterschiedlichen Farben emittieren. Beispielsweise kann eine Einheitszelle zwei Lumineszenzdiodenchips unterschiedlicher Farben aufweisen. Für Anzeigegeräte und Displays können jedoch auch weitere Lu¬ mineszenzdiodenchips mit beliebigen Wellenlängencharakteris- tika, beispielsweise in den drei Grundfarben Rot, Grün, Blau (RGB) Einheitszellen zugeordnet werden. Die Lumineszenzdio¬ denchips einer ersten Einheitszelle entsprechen in der Auskoppelebene einem Bildelement oder Pixel. Des Weiteren ist der Begriff „flächige Anordnung auf dem Träger" so zu verstehen, dass die Lumineszenzdiodenchips sowohl nebeneinander, beispielsweise in einer Reihe, als auch nach Art einer Matrix, z.B. eine 2x2 Matrix, in einer Chipgruppe angeordnet werden können. Ebenso kann die Anordnung der Chip- gruppen entlang des Gitters in Reihen und Matrizen erfolgen.
Mit dem Ausdruck "regelmäßiges Gitter" ist eine Gitteranord¬ nung beschrieben, bei dem eine Einheitszelle das gesamte Git¬ ter beschreiben kann. Im Zusammenhang mit dem Träger ist das Gitter zudem zweidimensional. Insbesondere kann das regelmä¬ ßige zweidimensionale Gitter periodisch oder quasi-periodisch sein. Das Gitter ergibt sich beispielsweise durch periodische oder quasi-periodische Wiederholung der in den ersten Einheitszellen definierten Anordnung von Chipgruppen auf dem Träger. Vorzugsweise ist die Wiederholung durch Translation in zwei verschiedenen Richtungen in der Fläche des Trägers definiert. In Folge der Ausgestaltung des optischen Elements ergibt sich damit auch ein sich wiederholendes Gitter in der
Auskoppelebene auf Basis der zweiten Einheitszellen.
Die Einheitszellen können beispielsweise dreieckig, rechteckig, quadratisch, fünfeckig, hexagonal usw. sein. So ist es möglich, die Chipgruppen entsprechend des zweidimensionalen Gitters in Form von Dreiecken, Rechtecken, Quadraten, Fünfecken, Hexagonen usw. oder in quasi-kristallinen Gittern anzuordnen. Ist beispielsweise die Zielanwendung ein gekrümmtes, flächiges Direkt-Display, können entsprechende gekrümmte Chipanordnungen in Betracht gezogen werden, wie zum Beispiel zum Aufbau eines kugelförmigen Fußballs ein zweidimensionales Gitter nach Art von Penta- und Hexagonen geeignet sind.
Der gemeinsame Träger weist bevorzugt eine Leiterplatte, ein Substrat und/oder eine Keramik auf. Der Träger verfügt bei¬ spielsweise über elektrische Verbindungen, um die optische Anordnung mit einer Steuereinheit verbinden zu können. Bevorzugt sind dabei die einzelnen Lumineszenzdiodenchips so auf dem Träger untereinander verschaltet, dass sie durch die Steuereinheit einzeln oder in Gruppen ansteuerbar sind. Insbesondere ist die Intensität des jeweils emittierten Lichtes eines angesteuerten Lumineszenzdiodenchips durch die Steuer¬ einheit einstellbar. Die zweiten Einheitszellen sind in der Auskoppelebene defi¬ niert. Sie umfassen das vom optischen Element geführte Licht der Lumineszenzdiodenchips aus den unterschiedlichen Chipgruppen. Insbesondere ist eine zweite Einheitszelle die kleinste Einheit von Lumineszenzdiodenchips in der Auskoppel- ebene, die dazu verwendet werden kann, die Lichtumverteilung in der Auskoppelebene zu beschreiben.
Durch die Verwendung von Chipgruppen von gleichartigen Lumineszenzdiodenchips ist ein vereinfachtes Herstellungsverfah¬ ren möglich. So ist es ein Vorteil lediglich gleichartige Lu¬ mineszenzdiodenchips zu gruppieren, weil auf eine Filterano- rdnung mit unterschiedlichen Farbfiltern, beispielsweise nach Art einer Bayer-Matrix, oder den einzelnen Pixeln zugeordnete Konverter verzichtet werden kann. Dies macht das Herstel¬ lungsverfahren nicht nur einfacher, sondern auch kostengünstiger .
Durch Verwendung des optischen Elements wird eine hohe Auflö¬ sung der gesamten optischen Anordnung erzielt, da in den zweiten Einheitszellen jeweils Licht von Lumineszenzdiodenchips unterschiedlicher Gruppen zusammengeführt wird, obwohl diese in den ersten Einheitszellen einander nicht direkt benachbart sein müssen. Die Auflösung ist insbesondere nicht durch die Größe der Lumineszenzdiodenchips, beispielsweise durch deren Kantenlänge, begrenzt. Vielmehr hängt die er¬ reichbare Auflösung von der Größe der Lumineszenzdiodenchips selbst ab, deren emittiertes Licht durch das optische Element umverteilt wird. Die Umverteilung führt dazu, dass Licht un¬ terschiedlicher Wellenlänge in den zweiten Einheitszellen zusammengeführt wird und diese Einheitszellen in der Fläche kleiner sind, als die ersten Einheitszellen, die im Wesentli- chen durch die Chipgruppen gebildet sind. Die optische Anord¬ nung verteilt das von den Lumineszenzdiodenchips emittierte Licht so um, dass die resultierenden zweiten Einheitszellen kleiner sind als die ersten Einheitszellen. Dadurch ergeben sich Vorteile für den Aufbau von direkt emittierenden RGB- Displays.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform umfasst die optische Anordnung einen Aufbau bei dem ein Abstand zwischen Lumineszenzdiodenchips innerhalb einer Chipgruppe geringer ist, als ein Abstand zwischen Lumineszenzdiodenchips benachbarter Chipgruppen. Das heißt, in lateraler Richtung sind sich die Lumineszenzdiodenchips innerhalb einer Chipgruppe näher, als sich Lumineszenzdiodenchips unterschiedlicher Chipgruppen sind .
Gemäß zumindest einer Ausführungsform umfasst die optische Anordnung wenigstens eine Vielzahl einer weiteren Chipgruppe aus Lumineszenzdiodenchips. Die Lumineszenzdiodenchips der weiteren Chipgruppen sind dazu eingerichtet, elektromagneti¬ sche Strahlung mit von den ersten und zweiten Chipgruppen un terschiedlicher Wellenlängencharakteristik zu emittieren. Beispielsweise umfassen die ersten Chipgruppen rot emittie¬ rende Lumineszenzdiodenchips, die zweiten Chipgruppen grün emittierende Lumineszenzdiodenchips und die weiteren Chip¬ gruppen blau emittierende Lumineszenzdiodenchips. Die ersten Einheitszellen bilden dann eine Matrix wie etwa eine RGB- o- der Bayer-Matrix.
Der Begriff „weitere Chipgruppen" kann jedoch auch bedeuten, dass dritte, vierte usw. Chipgruppen mit jeweils gleicharti¬ gen Lumineszenzdiodenchips vorgesehen sein können. Es können beliebige Farben den jeweiligen Chipgruppen zugeordnet sein, indem jeweils entsprechende Lumineszenzdiodenchips in diesen Gruppen zusammengefasst sind. Auch ist die Zahl von Chipgrup pen nicht auf drei beschränkt, sondern es können grundsätzlich beliebige unterschiedliche Chipgruppen vorgesehen sein.
Jeder der ersten Einheitszellen ist zumindest ein Lumineszenzdiodenchip aus einer der ersten, zweiten und aus einer
der weiteren Chipgruppen zugeordnet. Das optische Element ist dabei dazu eingerichtet, von den Lumineszenzdiodenchips der ersten, zweiten und weiteren Chipgruppen emittiertes Licht derart in zweiten Einheitszellen zusammenzuführen, dass mindestens eine zweite Einheitszelle eine Fläche aufweist, die geringer oder gleich groß ist, wie die Fläche einer der ersten Einheitszellen.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform weisen die Chipgruppen jeweils zwei Lumineszenzdiodenchips oder jeweils vier Lumi¬ neszenzdiodenchips auf.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform sind die Chipgruppen jeweils entweder zwischen Eckpunkten der ersten Einheitszellen angeordnet, wobei die Eckpunkte der ersten Einheitszellen selbst frei von Lumineszenzdiodenchips sind. Alternativ sind die Chipgruppen an den Eckpunkten der ersten Einheitszellen angeordnet. Dann weisen Bereiche zwischen den Eckpunkten keine Lumineszenzdiodenchips auf. In beiden Fällen sind die Chipgruppen so auf dem Träger in ersten Einheitszellen angeordnet, dass gleichartige Lumineszenzdiodenchips direkt oder unmittelbar benachbart sind, während zwischen den einzelnen Chipgruppen ein größerer Abstand verbleiben kann.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform grenzen die Lumineszenzdiodenchips einer Chipgruppe direkt aneinander.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform sind die Lumineszenzdi¬ odenchips einer Chipgruppe monolithisch miteinander ausgebil¬ det .
Gemäß zumindest einer Ausführungsform ist das optische Ele¬ ment so eingerichtet und derart den Chipgruppen nachgeordnet,
dass jeweils emittiertes Licht, das von den Lumineszenzdio¬ denchips emittiert wird, die gemeinsam einer der ersten Ein¬ heitszellen zugeordnet sind, mittels des optischen Elements in einer zweiten Einheitszelle in der Auskoppelebene zusam¬ mengeführt wird. Mit anderen Worten kommt es durch das opti¬ sche Element nicht zu Überschneidungen zwischen unterschied¬ lichen Einheitszellen, sondern das aus einer Einheitszelle emittierte Licht wird auch nur in eine zweite Einheitszelle in der Auskoppelebene zusammengeführt.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform umfasst das optische Element eine Vielzahl von Untereinheiten. Diese Untereinhei¬ ten sind jeweils einer der ersten Einheitszellen zugeordnet und so den Chipgruppen nachgeordnet, dass die Untereinheiten entlang der Hauptstrahlrichtung zumindest einen Teil der zugeordneten ersten Einheitszellen bedecken.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform sind die Untereinheiten des optischen Elements in Öffnungen einer Maske angeordnet.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform wird die Maske durch Aufdrucken, Verkleben, Laminieren, Gießen und/oder durch Molden auf das optische Element aufgebracht.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform sind auf Oberflächen der Maske und/oder Oberflächen des optischen Elements ein re- flektives Material, ein absorbierendes Material und/oder ein lichtstreuendes Material aufgebracht.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform sind die Untereinheiten im Bereich der Öffnungen in der Maske trapezförmig.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform weisen die Untereinhei- ten jeweils einen optischen Lichtleiter auf, der eingerichtet ist, das von den Lumineszenzdiodenchips der Chipgruppen emit- tierte Licht durch Totalreflexion an internen Oberflächen der Untereinheiten in den zweiten Einheitszellen zusammenzufüh- ren .
Gemäß zumindest einer Ausführungsform weisen die Untereinhei¬ ten jeweils mindestens eine verspiegelte Oberfläche, insbe¬ sondere einen Spiegel, auf. Diese sind eingerichtet, dass von den Lumineszenzdiodenchips der Chipgruppen emittierte Licht durch Reflexion in den zweiten Einheitszellen zusammenzuführen .
Gemäß zumindest einer Ausführungsform, weist die optische An¬ ordnung einen transparenten Hilfsträger zwischen dem optischen Element und den Lumineszenzdiodenchips auf. Der Hilfs¬ träger ist insbesondere transparent für die in den Lumines¬ zenzdiodenchips erzeugte elektromagnetische Strahlung. Dabei kann der Hilfsträger zu einer vorab durchgeführten Gruppierung der einzelnen Chipgruppen zu RGB-Chipgruppen dienen und dadurch die spätere Positionierung erleichtern.
Es wird ferner ein Verfahren zur Herstellung einer optischen Anordnung angegeben. Mit dem Verfahren kann insbesondere eine hier beschriebene optische Anordnung hergestellt werden. Das heißt, alle für die optische Anordnung offenbarten Merkmale sind auch für das Verfahren offenbart und umgekehrt.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Verfahrens zur Her¬ stellung einer optischen Anordnung werden zunächst einzelne Chipgruppen zu einem Modul zusammengestellt und auf einem be-
reitgestellten Hilfsträger angeordnet. Dies kann beispielsweise mittels Kleben geschehen. Anschließend wird eine Viel¬ zahl der Module auf einem Träger angeordnet und befestigt. Die Chipgruppen sind dabei dem Träger zugewandt, so dass sie sich zwischen dem Träger und dem Hilfsträger befinden. Der Hilfsträger kann dabei mehrere Chipgruppen vollständig überdecken. In einem nächsten Schritt kann das optische Element auf den transparenten Hilfsträger aufgebracht werden. Dies ist dann der Fall, wenn der Hilfsträger transparent ausgebil- det ist. Der transparente Hilfsträger kann zum Beispiel mit einem Kunststoffmaterial oder mit einem Glas gebildet sein.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Verfahrens zur Her¬ stellung einer optischen Anordnung wird der Hilfsträger nach dem Befestigen der Chipgruppen auf dem Träger wieder gelöst und das optische Element kann anschließend direkt auf die Chipgruppen aufgebracht werden. Dieses Vorgehen hat den Vorteil, dass auch ein opaker oder strahlungsundurchlässiger Hilfsträger verwendet werden kann.
Es wird ferner ein Anzeigegerät mit einer hier beschriebenen optischen Anordnung angegeben. Das heißt, alle für die optische Anordnung offenbarten Merkmale sind auch für das Anzeigegerät offenbart und umgekehrt.
Nach einer Ausführungsform umfasst ein Anzeigegerät eine optische Anordnung, wie sie obenstehend gezeigt wurde. Darüber hinaus verfügt das Anzeigegerät über eine Steuereinheit zum Ansteuern der auf dem Träger angeordneten Lumineszenzdioden- chips.
Auf einem Träger einer geeigneten Größe lässt sich die Vielzahl von Chipgruppen mit Lumineszenzdiodenchips anordnen. Die
ersten Einheitszellen stellen dabei die kleinste Einheit dar. Auf diese Weise kann die optische Anordnung zu einem Anzeige¬ gerät wie einem Bildschirm, einem Fernseher oder Monitor zusammengefügt und betrieben werden. Bei gegebener Auflösung, zum Beispiel für ein HDTV-Display (High Definition Televi- sion, engl, für hochauflösendes Fernsehen), benötigt ein Anzeigegerät der vorgeschlagenen Art, welches pixelierte Chips und das beschriebene optische Element aufweist, deutlich we¬ niger Chips als ein vergleichbares Anzeigegerät aus kleinen Einzelchips.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Figuren näher erläutert. Soweit sich Teile oder Bauteile in ihrer Funktion entsprechen, wird deren Beschreibung nicht in jeder der fol- genden Figuren wiederholt.
Die Figuren und die Größenverhältnisse der in den Figuren dargestellten Elemente untereinander sind nicht als maßstäb¬ lich zu betrachten. Vielmehr können einzelne Elemente und insbesondere Schichtdicken zur besseren Darstellbarkeit und/oder zum besseren Verständnis übertrieben groß dargestellt sein.
Es zeigen:
Figur 1 ein Ausführungsbeispiel einer optischen Anordnung in einer Draufsicht,
Figur 2 weiteres Ausführungsbeispiel einer optischen
Anordnung in einer Draufsicht,
Figuren 3 bis 10 weitere Ausführungsbeispiele einer sehen Anordnung in einer Seitenansicht mit einem optischen Element, Figuren IIA und IIB Draufsicht auf ein weiteres Ausführungs¬ beispiel einer optischen Anordnung, sowie ein Modul daraus ,
Figur 12 eine seitliche Schnittansicht der optischen Anord- nung aus Figur IIA,
Figur 13 eine weitere seitliche Schnittansicht einer opti¬ schen Anordnung, und Figuren 14A und 14B eine Draufsicht auf ein weiteres Ausfüh¬ rungsbeispiel einer optischen Anordnung, sowie ein Modul daraus .
Figur 1 zeigt eine beispielhafte Ausführungsform einer opti- sehen Anordnung. Auf einem gemeinsamen Träger 1 sind mehrere Lumineszenzdiodenchips 21, 22, 31, 32, 41, 42 jeweils in Chipgruppen 2, 3, 4 flächig angeordnet. Jede der Chipgruppen umfasst jeweils zwei gleichartige Lumineszenzdiodenchips 21 und 22, 31 und 32 oder 41 und 42. Gleichartige Lumineszenzdi- odenchips sind jeweils dazu eingerichtet, im Wesentlichen gleiche Farben zu emittieren. Beispielsweise umfassen erste Chipgruppen 2 jeweils rot emittierende Lumineszenzdiodenchips 21, 22. Zweite Chipgruppen 3 umfassen jeweils grün emittierende Lumineszenzdiodenchips 31, 32 und dritte Chipgruppen 4 umfassen jeweils blau emittierende Lumineszenzdiodenchips 41,
42.
Die Chipgruppen, und damit die Lumineszenzdiodenchips, sind entlang eines Gitters in Einheitszellen El auf dem Träger 1 angeordnet. Parallel zum Gitter liegt eine Einkoppelebene EE in der die ersten Einheitszellen zu liegen kommen. In jeder Einheitszelle El befinden sich unterschiedliche Lumineszenz¬ diodenchips aus jeweils drei verschiedenen Chipgruppen. Bei¬ spielsweise umfasst eine Einheitszelle El einen rot, grün und blau emittierenden Lumineszenzdiodenchip. Auf diese Weise kann eine Leuchtdioden-Matrix auf dem Träger 1 gebildet wer- den. Beispielsweise ist dies eine RGB-Farb-Matrix, wie eine Bayer-Matrix. In diesem Sinne können auch andere Farb-Matri- zen auf Basis anderer Farben gebildet werden. Die jeweils verbleibenden Lumineszenzdiodenchips aus den Chipgruppen sind weiteren Einheitszellen zugeordnet. Bis auf den Rand der op- tischen Anordnung sind damit alle Lumineszenzdiodenchips zu¬ mindest einer Einheitszelle zugeordnet. Wiederum bis auf den Rand sind alle Lumineszenzdiodenchips aus den Chipgruppen auch einer weiteren Einheitszelle zugeordnet, so dass eine Chipgruppe (bis auf solche, die am Rand der Anordnung liegen) über jeweils zwei Lumineszenzdiodenchips verfügt, die unter¬ schiedlichen Einheitszellen zugeordnet sind.
Bei der Anordnung von Chipgruppen bzw. Lumineszenzdiodenchips in den Einheitszellen El des Gitters (in der Einkoppelebene EE) sind Abstände zwischen den Lumineszenzdiodenchips inner¬ halb einer der Chipgruppen stets kleiner als Abstände zwischen benachbarten Chipgruppen. In der vorliegenden Ausführungsform sind die Chipgruppen jeweils zwischen Eckpunkten der einzelnen Einheitszellen angeordnet.
Der Träger 1 und die Lumineszenzdiodenchips können ein mono¬ lithisches Bauteil sein. Alternativ kann der Träger 1 separat
gefertigt sein und anschließend mit den einzelnen Chips be¬ stückt werden. In der Zeichnung nicht gezeigt sind elektrische Verdrahtungen, sowie Details des Aufbaus und der ent¬ sprechenden Komponenten, wie zum Beispiel Klebstoff, Lot, Lötpads, Bonddrähte und dergleichen. Die Lumineszenzdiodenchips sind elektronisch kontaktier- und steuerbar. Die Lumineszenzdiodenchips haben typischerweise einen Durchmesser im Bereich von 50 μιη und sind nebeneinander angeordnet, so dass eine Chipgruppe ca. 100 μιη lang ist. Die ersten Einheitszel- len haben eine Kantenlänge in der Größenordnung von 1000 μιη.
Figur 2 zeigt eine weitere beispielhafte Ausführungsform ei¬ ner optischen Anordnung. Diese Ausführung ähnelt derjenigen aus Figur 1. Jede der Chipgruppen umfasst nunmehr jeweils vier gleichartige Lumineszenzdiodenchips 21, 22, 23 und 24, sowie 31, 32, 33 und 34 bzw. 41, 42, 43 und 44. Gleichartige Lumineszenzdiodenchips sind wiederum dazu eingerichtet, im Wesentlichen gleiche Farben zu emittieren. Beispielsweise umfassen erste Chipgruppen 2 jeweils rot emittierende Lumines- zenzdiodenchips 21, 22, 23, 24. Zweite Chipgruppen 3 umfassen jeweils grün emittierende Lumineszenzdiodenchips 31, 32, 33, 34 und dritte Chipgruppen 4 umfassen jeweils blau emittie¬ rende Lumineszenzdiodenchips 41, 42, 43, 44. Die Chipgruppen und damit die Lumineszenzdiodenchips sind entlang des Gitters in den ersten Einheitszellen El auf dem Träger 1 flächig angeordnet. In jeder der Einheitszellen El befindet sich ein Lumineszenzdiodenchip aus drei unterschiedlichen Chipgruppen 2, 3, 4. Beispielsweise umfasst eine Ein- heitszelle El einen rot, grün und blau emittierenden Lumines¬ zenzdiodenchip. Die jeweils verbleibenden drei Lumineszenzdi¬ odenchips aus den jeweiligen Chipgruppen sind weiteren Ein-
heitszellen zugeordnet. Bis auf den Rand der optischen Anord¬ nung sind damit alle Lumineszenzdiodenchips zumindest einer Einheitszelle zugeordnet. Wiederum bis auf den Rand, sind alle Lumineszenzdiodenchips aus den Chipgruppen weiteren Ein- heitszellen zugeordnet.
Wie bei der Anordnung von Chipgruppen bzw. Lumineszenzdiodenchips in Einheitszellen eines Gitters gemäß Figur 1 sind Ab¬ stände zwischen den Lumineszenzdiodenchips innerhalb einer der Chipgruppen stets kleiner als Abstände zwischen benachbarten Chipgruppen. In der vorliegenden Ausführungsform sind die Chipgruppen jeweils an Eckpunkten des Gitters bzw. der einzelnen Einheitszellen El angeordnet. Figur 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer optischen Anord¬ nung in einer Seitenansicht mit einem optischen Element. In der Zeichnung ist oben rechts eine Draufsicht der optischen Anordnung angedeutet. Der untere Teil zeigt eine Schnitt¬ zeichnung entlang einer Schnittgeraden Sl einer Ausführungs- form gemäß Figur 1. Die folgenden Erläuterungen lassen sich jedoch analog auch auf einer Ausführungsform nach Figur 2 übertragen .
Gezeigt ist der Träger 1 auf dem Lumineszenzdiodenchips aus drei Chipgruppen angeordnet sind. Entlang einer dem Träger 1 abgewandten Hauptabstrahlrichtung ist ein optisches Element 5 nachgeordnet, d.h. über den Chipgruppen vorgesehen. Dieses optische Element 5 umfasst Untereinheiten 51, 52 und 53, die jeweils durch Bereiche 54 voneinander getrennt sind. Bei- spielsweise sind die Untereinheiten 51, 52 trapezförmig ausgeführt. Die Untereinheiten 53 können auch andere Geometrien aufweisen und beispielsweise quaderförmig sein. Alle Untereinheiten bzw. das optische Element sind für die von den
Lumineszenzdiodenchips emittierte elektromagnetische Strah¬ lung (zumindest teilweise) transparent.
Das optische Element 5 bzw. dessen Untereinheiten können auf verschiedene Art und Weise ausgestaltet werden, wie im Zusam¬ menhang mit den folgenden Figuren erläutert wird. Allen diesen Ausgestaltungen gemeinsam ist es, dass das von den Lumineszenzdiodenchips entlang der Hauptabstrahlrichtung emittierte Licht in das nachgeordnete optische Element 5 einge- koppelt wird. In der Folge wird das emittierte Licht inner¬ halb des optischen Elements umgelenkt und in einer Auskoppel¬ ebene AA ausgekoppelt. Dabei ist das optische Element, bzw. sind dessen Untereinheiten, dazu eingerichtet, das emittierte Licht zumindest teilweise zu mischen, so dass sich das von den Lumineszenzdiodenchips emittierte Licht in der Auskoppel¬ ebene AA überlagert bzw. zu einer Mischfarbe gemischt wird. Auf diese Weise werden in der Auskoppelebene AA Mischfarben abgebildet . Die jeweiligen Untereinheiten des optischen Elements sind dabei so angeordnet, dass sie im Wesentlichen jeweils eine kom¬ plette erste Einheitszelle El bedecken (siehe Abbildung oben rechts) , wenn man entlang der Hauptabstrahlrichtung auf das optische Element 5 schaut. Mit anderen Worten definieren die Untereinheiten zweite Einheitszellen E2 in der Auskoppelebene AA, die beispielsweise durch die Untereinheiten begrenzt sind. In diese zweite Einheitszellen E2 wird durch das opti¬ sche Element 5 das von den Lumineszenzdiodenchips emittierte Licht, die einer ersten Einheitszelle El zugeordnet sind, ge- mischt. Je nach Ansteuerung, beispielsweise durch einen eingestellten Intensitätswert, können unterschiedliche Farben gemischt werden und beispielsweise als Bildelemente eines An¬ zeigegerätes oder Displays verwendet werden. Dabei weist eine
zweite Einheitszelle E2 eine geringere oder gleich große Flä¬ che in der Auskoppelebene AA auf, als eine Fläche einer ers¬ ten Einheitszelle El in der Einkoppelebene EE . Dies hat ins¬ besondere den Vorteil, dass die Lumineszenzdiodenchips selbst größer sein können und sich mit geringerem Montageaufwand montieren lassen. Dennoch kann mit Hilfe des optischen Elements 5 eine hohe optische Auflösung erreicht werden.
Figur 4 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer opti- sehen Anordnung in einer Seitenansicht mit einem optischen
Element. In der Zeichnung ist oben rechts eine Draufsicht der optischen Anordnung angedeutet. Der untere Teil der Zeichnung zeigt eine Seitenansicht entlang der Schnittgeraden Sl. Das gezeigte Ausführungsbeispiel ist ferner in zwei alternativen Formen A und B gezeigt. In beiden Beispielen ist eine Maske 6 auf dem optischen Element 5 gezeigt. Die Einkoppel- bzw. Aus¬ koppelebene sowie die entsprechenden Einheitszellen sind für eine bessere Darstellung nicht gezeigt, ergeben sich jedoch analog zur Figur 3.
Im Beispiel A sind Zwischenräume 11 zwischen Lumineszenzdio¬ denchips 21, 22, 31, 32 mit einem Material, wie beispiels¬ weise einem Moldmaterial , aufgefüllt. Dieses Material ist beispielsweise undurchsichtig, z.B. schwarz und für das von den Lumineszenzdiodenchips emittierte Licht nicht transpa¬ rent. Das Material kann jedoch auch transparent und zusätz¬ lich mit lichtstreuenden Partikeln durchmengt sein. Wahlweise kann sich auf einer Oberfläche 12 ein reflektives- bzw. spie¬ gelndes Material befinden.
Die Untereinheiten 51, 52 des optischen Elements 5 sind auf einer gemeinsamen Oberfläche gebildet aus den Chipgruppen 2, 3, 4 und den aufgefüllten Zwischenräumen 11 angeordnet. Die
Untereinheiten 51, 52 sind in diesem Ausführungsbeispiel tra¬ pezförmig ausgestaltet, können jedoch auch andere Formen aufweisen und beispielsweise dreieckig, rechteckig usw. sein. Die Untereinheiten 51, 52 weisen ein Material, wie z.B. Par- tikel auf, dass lichtstreuend wirkt, so dass die Untereinhei¬ ten einem Diffuser entsprechen. Optional sind Außenflächen 13 mit einem reflektiven- bzw. spiegelnden Material belegt.
Zwischenräume 61 zwischen den Untereinheiten 51, 52 sind ebenfalls mit einem Material, wie beispielsweise einem Mold- material, aufgefüllt. Dieses Material ist beispielsweise lichtundurchlässig, z.B. schwarz und für das von den Lumines¬ zenzdiodenchips emittierte Licht nicht transparent. Die Fül¬ lungen zwischen den Untereinheiten bilden eine Maske 6, wobei die Untereinheiten 51, 52 Öffnungen bilden, durch die die Lumineszenzdiodenchips Licht emittieren können.
Im Beispiel B ähnelt dem Beispiel A und stellt gewissermaßen eine alternative Ausgestaltung dar. Die Zwischenräume 11 und die Maske 6 sind abweichend von Beispiel A mit einem hellen oder weißen Moldmaterial ausgeführt. Zumindest die Zwischen¬ räume 61 der Maske 6 sind aus einem absorbierenden Material ausgeführt. Optional können auch die aufgefüllten Zwischenräume 11 mit dem absorbierenden Material ausgeführt sein. Die Maske 6 kann durch Aufdrucken, Verkleben, Laminieren, mit einem Gussverfahren aufgebracht werden. Die Maske 6 kann grundsätzlich in einem Prozess auf der optischen Anordnung aufgebracht werden oder in einem getrennten Prozess hergestellt und dann aufgebracht werden.
Die Maske 6 der Beispiele A und B ergibt einen guten Schwarz¬ eindruck und erhöht damit den optischen Kontrast der opti-
sehen Anordnung. Die lichtstreuenden Partikel haben den Effekt, dass sie für eine gute Durchmischung von Licht durch das optische Element 5 bzw. dessen Untereinheiten 51, 52, 55, 56 sorgen. Flächen wie die Außenflächen mit einem reflek- tiven- bzw. spiegelnden Material aber auch helles bzw. weißes Moldmaterial sorgen für eine hohe Effizienz der Durchmischung .
Figur 5 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer opti- sehen Anordnung in einer Seitenansicht mit einem optischen
Element. In der Zeichnung ist oben rechts eine Draufsicht der optischen Anordnung angedeutet. Der untere Teil der Zeichnung zeigt eine Seitenansicht entlang der Schnittgeraden Sl. Das Ausführungsbeispiel ähnelt dem Beispiel A aus der Figur 4 und lässt sich analog auch auf das Beispiel B übertragen. Zum einen ist eine Dicke des optischen Elements 5 bzw. der Maske 6 erhöht. Durch diese Schichtdicke lässt sich beispielsweise ein Schwarzeindruck einstellen und damit der Kontrast beein- flussen. Eine hohe Schichtdicke ergibt einen hohen Kontrast, kann aber auch zu einer geringeren Effizienz führen, wenn weniger Licht ausgekoppelt werden kann.
Ferner kann eine Oberfläche der optischen Anordnung gebildet aus einer Oberfläche der Maske 6 und des optischen Elements 5 zumindest teilweise aufgeraut sein. Eine solche Strukturie¬ rung kann etwa dadurch erreicht werden, dass Licht streuendes Material auf der Oberfläche aufgebracht wird. Beispiele sind Partikel, Halbkugeln, Rillen, Prismen und ähnliche Struktu- ren. Solche Strukturen verringern Reflexionen von Umgebungslicht an der Oberfläche und verbessern dadurch ebenfalls Schwarzeindruck und Kontrast der optischen Anordnung.
Figur 6 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer opti¬ schen Anordnung in einer Seitenansicht mit einem optischen Element. In der Zeichnung ist oben rechts eine Draufsicht der optischen Anordnung angedeutet. Der untere Teil der Zeichnung seigt eine Seitenansicht entlang der Schnittgeraden Sl. Das Ausführungsbeispiel entspricht dem Beispiel A der Figur 4, wobei alle Moldmaterialien schwarz bzw. so gewählt sind, dass sie einen Großteil auftreffenden Umgebungslichts absorbieren. Es sind in diesem Beispiel keine weiteren Maßnahmen wie re- flektives oder streuende Material vorgesehen. Die Abbildung oben rechts illustriert die unterschiedlichen Kontrasteindrü¬ cke im Vergleich der Figuren 4 bis 6. In diesem Ausführungsbeispiel wird vergleichsweise viel Umgebungslicht absorbiert. Figur 7 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer opti¬ schen Anordnung in einer Seitenansicht mit einem optischen Element .
Gezeigt ist wiederum der Träger 1 auf dem Lumineszenzdioden- chips aus den Chipgruppen angeordnet sind. Entlang einer dem Träger 1 abgewandten Hauptabstrahlrichtung ist das optisches Element 5 nachgeordnet, d.h. über den Chipgruppen vorgesehen. Dabei ist ein Abstandshalter 7 vorgesehen. Das optische Element 5 umfasst quaderförmige Untereinheiten 51, 52 und 53, die jeweils durch Bereiche 54 voneinander getrennt sind. Die Untereinheiten 53 können auch andere Geometrien aufweisen und beispielsweise trapezförmig sein. Alle Untereinheiten bzw. das optische Element sind für die von den Lumineszenzdiodenchips emittierte elektromagnetische Strahlung (zumindest teilweise) transparent.
Die Untereinheiten 51, 52, 53 sind jeweils über den ersten Einheitszellen El angeordnet. Sie haben dabei vorzugsweise
eine Kantenlänge, die ein 2,5-faches der Kantenlänge der Lu¬ mineszenzdiodenchips aufweist. Die Untereinheiten weisen ein transparentes Material auf, beispielsweise PC, PMMA, Silikon, Epoxy oder Glas und sind voneinander beabstandet.
Das von den Lumineszenzdiodenchips emittierte Licht wird in die zugeordneten Untereinheiten 51, 52, 53 eingekoppelt. Innerhalb der Untereinheiten wird das Licht durch Totalrefle¬ xion an den Wänden der Untereinheiten umgelenkt und in die Auskoppelebene AA ausgekoppelt. Ergänzend oder auch alterna¬ tiv können die Wände auch ein reflektives- bzw. spiegelndes Material aufweisen. Die Untereinheiten haben so die Funktion eines Lichtleiters. Figur 8 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer opti¬ schen Anordnung in einer Seitenansicht mit einem optischen Element. Dieses Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem aus Figur 7 lediglich darin, dass sich der Abstandshalter 7 jeweils nur über Teile der Unterseiten der Untereinheiten erstreckt.
Figur 9 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer opti¬ schen Anordnung in einer Seitenansicht mit einem optischen Element. Dieses Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von denen aus den Figuren 7 und 8 lediglich darin, dass kein Abstandshalter an den Unterseiten der Untereinheiten 51, 52, 53 vorgesehen ist und die Untereinheiten direkt auf den Chipgruppen aufliegen. Figur 10 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer opti¬ schen Anordnung in einer Seitenansicht mit einem optischen Element. Die Untereinheiten werden abweichend von den Figuren 7 bis 9 durch vertikale (oder auch gewinkelte) Reflektoren 57
gebildet. Bereiche zwischen den Reflektoren können mit einem transparenten Material gefüllt sein oder auch ohne jegliches Material sein. Die Reflektoren 57 sind jeweils über den ers¬ ten Einheitszellen El angeordnet und begrenzen diese. Bei- spielsweise sind die Reflektoren 57 so über den Chipgruppen angeordnet, dass sie in einer Verbindungslinie zwischen den Lumineszenzdiodenchips einer Chipgruppe zu liegen kommen. Vorteilhaft ist es, wenn eine Länge der Reflektoren im We¬ sentlichen der Kantenlänge der Lumineszenzdiodenchips ent- spricht.
Die Figuren IIA und IIB zeigen Draufsichten auf ein Ausführungsbeispiel einer hier beschriebenen optischen Anordnung. In der Figur IIA sind Module 8 an Kanten der ersten Einheitszellen El auf dem Träger 1 angeordnet. Die Module 8 umfassen jeweils mehrere Chipgruppen 2, 3, 4, die jeweils unterschied¬ liche Wellenlängencharakteristiken aufweisen. Dadurch entsteht in jedem Modul 8 zum Beispiel ein sogenanntes RGB-Pixel mit Lumineszenzdiodenchips, die im Betrieb rotes, grünes und blaues Licht emittieren.
Figur IIB zeigt den Aufbau eines einzelnen Moduls 8. Dieses Modul 8 besteht aus mehreren Chipgruppen 2, 3, 4, die wiede- rum mehrere Lumineszenzdiodenchips 21, 22, 31, 32, 41, 42 um¬ fassen .
Figur 12 zeigt eine seitliche Schnittansicht der optischen Anordnung aus Figur IIA entlang der eingezeichneten Schnitt- geraden S2. Die Module 8 sind auf einem Hilfsträger 9 angebracht, zum Beispiel mittels Kleben. Anschließend werden die Module 8 samt dem Hilfsträger 9 auf dem Träger 1 positioniert und der Hilfsträger 9 wird abgelöst.
Die optische Anordnung im Ausführungsbeispiel der Figur 13 weist den gleichen Aufbau wie die optische Anordnung im Aus¬ führungsbeispiel der Figur 12 auf. Der Hilfsträger 9 ist nicht abgelöst, allerdings ist er für die elektromagnetische Strahlung durchlässig. Auf der den Lumineszenzdiodenchips ab¬ gewandten Oberseite des durchlässigen Hilfsträgers 9 ist eine Montage der optischen Untereinheiten 51, 52 und 55 zum Beispiel durch Kleben oder „direct bonding" möglich. Die Figuren 14A und 14B zeigen Draufsichten auf ein Ausführungsbeispiel einer hier beschriebenen optischen Anordnung.
Im Ausführungsbeispiel der Figur 14A sind die Module 8 dabei an Ecken der Einheitszellen 1 auf dem Träger 1 angeordnet.
Figur 14B zeigt ein einzelnes Modul 8, welches aus mehreren Chipgruppen 2, 3, 4 zusammengesetzt ist, die wiederum mehrere Lumineszenzdiodenchips 21, 22, 31, 32, 41, 42 umfassen. Diese Patentanmeldung beansprucht die Priorität der deutschen Patentanmeldung DE 10 2016 108 776.9, deren Offenbarungsge¬ halt hiermit durch Rückbezug aufgenommen wird.
Bezugs zeichenliste
1 Träger
2 Chipgruppe
3 Chipgruppe
4 Chipgruppe
5 optisches Element
6 Maske
7 Abstandshalter
8 Modul
9 Hilfsträger
11 Zwischenraum
12 Oberfläche
13 Außenfläche
21 Lumines zenzdiodenchip
22 Lumines zenzdiodenchip
23 Lumines zenzdiodenchip
24 Lumines zenzdiodenchip
31 Lumines zenzdiodenchip
32 Lumines zenzdiodenchip
33 Lumines zenzdiodenchip
34 Lumines zenzdiodenchip
41 Lumines zenzdiodenchip
42 Lumines zenzdiodenchip
43 Lumines zenzdiodenchip
44 Lumines zenzdiodenchip
51 Untereinheit
52 Untereinheit
53 Untereinheit
54 Zwischenraum
55 Untereinheit
56 Untereinheit
57 Reflektor
61 Zwischenraum
AA Auskoppelebene
EE Einkoppelebene
El erste Einheitszelle E2 zweite Einheitszelle
51 Schnittgerade
52 Schnittgerade