WO2011131453A1 - Gehörschutzeinrichtung mit verstellbarer dämpfung - Google Patents

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WO2011131453A1
WO2011131453A1 PCT/EP2011/054575 EP2011054575W WO2011131453A1 WO 2011131453 A1 WO2011131453 A1 WO 2011131453A1 EP 2011054575 W EP2011054575 W EP 2011054575W WO 2011131453 A1 WO2011131453 A1 WO 2011131453A1
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Siemens Medical Instruments Pte. Ltd.
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Gehörschutzeinrichtung zum Schutz eines Gehörs, insbesondere eines menschlichen Gehörs, vor Überlastung durch zu hohe Umgebungsschallpegel. Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Gehörschutzeinrichtung anzugeben, die in wechselnden Umgebungsgeräuschsituationen einfach und unaufwändig aktivierbar und deaktivierbar ist und dabei auf einfach handhabbare Weise das Sprachverstehen in Geräuschumgebungen mit Störgeräuschen, insbesondere auch mit Störgeräuschen mit geringem Pegel, unterstützt und verbessert. Die Erfindung löst diese Aufgabe durch eine Gehörschutzeinrichtung (1, 11, 21, 31) zum Tragen im Gehörgang, die eine proximale Schallöffnung (43) und eine distale Schallöffnung (42) sowie einen die beiden Schallöffnungen verbindenden Schallkanal (41) aufweist, der reversibel verschlossen oder geöffnet werden kann.

Description

Beschreibung
Gehörschutzeinrichtung mit verstellbarer Dämpfung Die Erfindung betrifft eine Gehörschutzeinrichtung zum Schutz eines Gehörs, insbesondere eines menschlichen Gehörs, vor Überlastung durch zu hohe Umgebungsschallpegel .
Gehörschutzeinrichtungen dienen dem Schutz des Gehörs vor Überlastung und Schädigung durch zu hohe Pegel bzw. Schalldrücke des Umgebungsschalls. Sie finden beispielsweise in lärmbelasteten Arbeitsumgebungen, z.B. im Straßenbau, oder bei Aktivitäten in Zusammenhang mit hohen Lautstärken, z.B. beim Abfeuern von Schusswaffen, Verwendung. Gehörschutzein- richtungen dienen dazu, den Schalldruck des Umgebungsschalls, bevor dieser das Trommelfell erreicht, auf ein unschädliches Niveau zu dämpfen. Je nach Einsatzzweck können unterschiedliche Frequenzgänge und unterschiedliche starke Dämpfungen vor¬ gesehen werden.
Es sind Gehörschutzeinrichtungen bekannt, bei denen über jede Ohrmuschel eine Halbschale gelegt wird. Die Halbschalen wer¬ den durch die elastische Kraft eines Bügels angedrückt. Sol¬ che Gehörschutze werden auch als Kapselgehörschutz oder um- gangssprachlich als Mickey Mouse bezeichnet. Weiter sind Ge¬ hörschutzeinrichtungen bekannt, die auf flexiblen Filtern oder Lamellen basieren, die in den Gehörgang eingeführt werden. Häufig sind die Filter je nach Einsatzzweck austauschbar, um verschiedene Frequenzgänge oder Dämpfungen zu erzie- len. Es sind auch SchaumstoffStöpsel aus flexiblem Schaum¬ stoff bekannt, die ebenfalls in den Gehörgang eingeführt wer¬ den. Dazu wird der SchaumstoffStöpsel zusammengedrückt und in den Gehörgang eingeführt, wo er sich wieder ausdehnt und da¬ bei flexibel und dicht an die Wände des Gehörgangs anlegt.
Eine aufwendiger herzustellende vorbekannte Gehörschutzein¬ richtung beruht auf einem nutzerindividuell hergestellten Ohrstöpsel, einer sogenannten Otoplastik. Die Form der Otoplastik, insbesondere die Kontur, ist an die Gestalt des jeweiligen Gehörgangs exakt angepasst. Die Otoplastik ist da¬ her komfortabel zu tragen, sitzt sicher im Gehörgang und bewirkt eine gute Dämpfung, da sie gut gegen die Gehörgangwand abdichtet.
Ein andere, aufwendigere Gehörschutzeinrichtung beruht darauf, Umgebungsschall zu analysieren und ein Kompensationssig¬ nal zu erzeugen, dass störenden Umgebungsschall auslöscht. Das Kompensationssignal ist ein dem Umgebungsschall entspre¬ chendes, jedoch phasenverkehrtes Schallsignal. Die Kompensa¬ tion ergibt sich dadurch, dass eine Superposition des Kompensationssignals und des Umgebungsschalls wegen der um 180° verkehrten Phase zur Auslöschung des Umgebungsschalls führt. Dieser Vorgang wird auch als Active Noise Cancellation (ANC) bezeichnet. Active Noise Cancellation funktioniert vor allem bei eher statischen und kohärenten Umgebungsschallsignalen.
Nachteilig an den vorbekannten Gehörschutzeinrichtungen ist, dass sie bei wechselnden Umgebungsgeräuschsituationen nicht einfach und unaufwändig aktiviert und deaktiviert werden kön¬ nen. Bei Auftreten von Lärm müssen sie auf den Kopf aufgesetzt bzw. in den Gehörgang eingesetzt, beim Verschwinden von Lärm wieder abgesetzt werden.
Aus der Druckschrift US 7,512,243 B2 ist eine Gehörschutzein¬ richtung in Form eines im Gehörgang zu tragenden Stöpsels bekannt. Der Stöpsel kann als nutzerindividuelle Otoplastik hergestellt sein und weist eine proximale und eine distale Schallöffnung auf. Proximal bezeichnet dabei eine innenlie¬ gende Position im Gehörgang nahe des Trommelfels, distal eine außenliegende Position im Gehörgang nahe dem Übergang zur Ohrmuschel. Die beiden Schallöffnungen sind durch einen
Schallkanal verbunden, der reversibel verschlossen oder ge- öffnet werden kann. Mit verschlossenem Schallkanal bewirkt der Ohrstöpsel eine maximale Geräuschdämpfung, mit geöffnetem Schallkanal eine minimale Geräuschdämpfung. Das Verschließen und Öffnen kann durch manuelle Betätigung erfolgen, so dass ein Nutzer den Schallkanal bei Auftreten von Lärm verschließen und bei Verschwinden des Lärms öffnen kann.
Hörgeschädigte Personen können ebenso wie Personen mit gesun- dem Gehör von Gehörschutzeinrichtungen profitieren. Je nach Grad der Hörschädigung müssen auch Hörgeschädigte gegen übermäßigen Umgebungslärm geschützt werden.
Üblicherweise werden Hörgeschädigte mit einer Hörhilfe thera- piert. Diese ist in der Regel als Hörgerät ausgeführt und dient der Versorgung einer hörgeschädigten Person mit akustischen Umgebungssignalen, die zur Kompensation bzw. Therapie der jeweiligen Hörschädigung verarbeitet und verstärkt sind. Sie besteht prinzipiell aus einem oder mehreren Eingangswand- lern, aus einer Signalverarbeitungseinrichtung, einer Verstärkungseinrichtung, und aus einem Ausgangswandler. Der Eingangswandler ist in der Regel ein Schallempfänger, z.B. ein Mikrofon, und/oder ein elektromagnetischer Empfänger, z.B. eine Induktionsspule. Der Ausgangssignalerzeuger ist in der Regel als elektroakustischer Wandler, z. B. Miniaturlautsprecher, oder als elektromechanischer Wandler, z. B. Knochenleitungshörer, realisiert. Er wird auch als Hörer oder Receiver bezeichnet. Der Ausgangssignalerzeuger erzeugt Ausgangssigna¬ le, die zum Gehör des Patienten geleitet werden und beim Pa- tienten eine Hörwahrnehmung erzeugen sollen. Der Verstärker ist in der Regel in die Signalverarbeitungseinrichtung integriert. Die Stromversorgung der Hörhilfe erfolgt durch eine ins Hörhilfegehäuse integrierte Batterie. Die wesentlichen Komponenten einer Hörhilfe sind in der Regel auf einer ge- druckten Leiterplatine als Schaltungsträger angeordnet bzw. damit verbunden.
Sensorineurale Schwerhörigkeit beginnt häufig mit mangelnder Funktion der äußeren Haarzellen des Gehörapparats . Bei sol- cherart anfänglichen bzw. sehr geringen Hörschädigungen kann das Sprachverstehen bereits beeinträchtigt und gerade in Si¬ tuationen mit störendem Umgebungsschall eventuell nicht mehr ausreichend sein. Andererseits ist bei anfänglichen Hörschä- digungen eine Therapie durch Verwendung eines Hörgeräts häu¬ fig nicht oder noch angezeigt. Bei Verwendung eines Hörgeräts mit offener Anpassung, d.h. dass der Gehörgang für Umgebungsschall offen bleibt, würde nämlich Störschall das Gehör nichtsdestotrotz erreichen. Bei Verwendung eines Hörgeräts mit geschlossener Anpassung würde der Patient auch in Situationen, in denen sein Hörvermögen ausreichend wäre, den Umgebungsschall nicht auf natürliche Art wahrnehmen können. Gehörschutzeinrichtungen können zwar gegen unterschiedlichste Störgeräusche im Umgebungsschall eingesetzt werden. Sie stel¬ len bei beeinträchtigtem Sprachverstehen wegen anfänglicher Hörschädigung jedoch selbst bei Störgeräuschen mit geringem Pegel ebenfalls keine zufriedenstellende Lösung dar, da es nicht möglich ist, gezielt ausschließlich Sprachsignale pas¬ sieren zu lassen.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Gehörschutzeinrichtung anzugeben, die in wechselnden Umgebungsgeräuschsitu- ationen einfach und unaufwändig aktivierbar und deaktivierbar ist und dabei auf einfach handhabbare Weise das Sprachverste¬ hen in Geräuschumgebungen mit Störgeräuschen, insbesondere auch mit Störgeräuschen mit geringem Pegel, unterstützt und verbessert .
Die Erfindung löst diese Aufgabe durch eine Gehörschutzeinrichtung mit den Merkmalen des unabhängigen Patentanspruchs.
Ein Grundgedanke der Erfindung besteht in einer Gehörschutz- einrichtung, die im Gehörgang eines Benutzers getragen wird, und die eine proximale und eine distale Schallöffnung sowie einen die beiden Schallöffnungen verbindenden Schallkanal aufweist. Eine Verschlusseinrichtung ist vorgesehen, um den Schallkanal reversibel zu verschließen oder zu öffnen. Die Gehörschutzeinrichtung umfasst weiter eine Hörhilfeeinrichtung . Eine solche Gehörschutzeinrichtung erlaubt ein Hören auf natürliche Art, wenn der Schallkanal geöffnet ist, sowie einen Schutz gegen Umgebungslärm, wenn der Schallkanal geöffnet ist. Besonders vorteilhaft ist, dass die Hörhilfeeinrichtung zur Unterstützung und Verbesserung des Sprachverstehens beitragen kann. Das Sprachverstehen kann sowohl durch Umgebungslärm als auch durch die bestimmungsgemäß Dämpfung durch die Gehörschutzeinrichtung beeinträchtigt werden, so dass die Hörhilfeeinrichtung gerade im bestimmungsgemäßen Gebrauch der Gehörschutzeinrichtung hilfreich sein kann. Selbst bei geöffnetem Schallkanal kann eine geringe Beeinträchtigung des Sprachverstehens durch eine ungewollte minimale Dämpfung so¬ wie durch Störgeräusche infolge ungewollter Bewegung der Gehörschutzeinrichtung im Gehörgang verursacht werden, die durch die Hörhilfeeinrichtung kompensiert werden kann.
Eine vorteilhafte Weiterbildung besteht darin, dass die Hör¬ hilfeeinrichtung ein- und ausschaltbar ist. Sie wird in Abhängigkeit von einem Verschließen des Schallkanals selbsttä¬ tig eingeschaltet. In Abhängigkeit von einem Öffnen des
Schallkanals wird sie selbsttätig ausgeschaltet. Dadurch wird in besonders vorteilhafter Weise die Unterstützung durch die Hörhilfeeinrichtung lediglich dann aktiviert, wenn sie am dringendsten erforderlich ist, nämlich bei maximaler Geräuschdämpfung durch die Gehörschutzeinrichtung infolge geschlossenen Schallkanals. Gerade für anfängliche, geringe Hörschädigung, z.B. anfängliche sensorineurale Hörschädigung, kann dadurch eine Unterstützung des Sprachverstehens in schwierigen, gering störgeräuschbelasteten Sprechumgebungen erreicht werden, während der Nutzer in sonstigen Geräuschumgebungen ausschließlich auf die dann noch vollkommen ausreichende natürliche Weise hört.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung besteht darin, dass der Nutzer die Verschlusseinrichtung manuell betätigen kann. Die Verschlusseinrichtung verschließt den Schallkanal bei ma¬ nueller Betätigung und bei erneuter Betätigung öffnet sie ihn wieder. Dadurch hat es der Nutzer jederzeit in der Hand, die Geräuschdämpfung bei subjektiv empfundenem Bedarf zu aktivieren und ansonsten zu deaktivieren.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung besteht darin, dass eine Klassifizierungseinrichtung zur Klassifizierung des Umgebungsschalls vorgesehen und der Schallkanal in Abhängigkeit vom Auftreten von Umgebungsschall einer vorbestimmten Klasse automatisch verschlossen wird. Zum Verschließen des Schallkanals ist ein motorischer Antrieb erforderlich, der beispiels- weise durch elektroaktive Polymere, piezoelektrische Werk¬ stoffe, ein elektromagnetisches Ventil oder Klappe, oder ei¬ nen elektromagnetischen Antrieb realisiert sein kann. Der motorische Antrieb kann entweder die vorangehend erläuterte Verschlusseinrichtung betätigen, oder es kann ein separater Schließer für den Schallkanal vorgesehen sein, der den
Schallkanal unabhängig vom Zustand der Verschlusseinrichtung schließen kann. Durch das automatisierte Schließen des
Schallkanals arbeitet die Gehörschutzeinrichtung in für den Nutzer besonders bequemer und komfortabler Weise.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung besteht darin, dass die Gehörschutzeinrichtung ein Gehäuse umfasst, dessen äußere Kontur individuell an einen Gehörgang eines Benutzers ange- passt ist. Ein solches auch als Otoplastik bezeichnetes Ge- häuse ist komfortabel zu tragen und sitzt verlust- und ver¬ rutschsicher im Gehörgang. Zudem ergibt sich durch die optimal angepasste Kontur eine besonders gute Abdichtung gegen die Gehörgangwand und damit eine besonders gute Dämpfung. Insbesondere falls die Gehörschutzeinrichtung manuell betä- tigbar ist, ist der stabile Sitz im Gehörgang von großem Vorteil, da er verhindert, dass durch die Betätigung der korrekte Sitz im Gehörgang verloren geht.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung besteht darin, dass die Gehörschutzeinrichtung sie ein Gehäuse umfasst, dessen äußere Kontur elastisch verformbar ist. Dies kann beispielsweise durch Verwendung eines elastischen Schaums oder Kunststoffs erreicht werden. Eine solche Gehörschutzeinrichtung passt ihre äußere Kontur vorteilhafterweise an einen Gehör¬ gang eines Benutzers selbsttätig an. Dazu wird sie zunächst zusammengedrückt und dann in den Gehörgang eingeführt, wo sie sich durch elastische Rückverformung an den Gehörgang anlegt („anschmiegt"). Eine solche Gehörschutzeinrichtung kann so weitgehend wie möglich aus elastisch verformbarem Material bestehen. Sie kann aber auch ein Gehäuse und lediglich einen Überzug über das Gehäuse aus elastisch verformbarem Material aufweisen. Eine besonders vorteilhafte Kombination kann darin bestehen, dass die Gehörschutzeinrichtung ein individuell an- gepasstes, als Otoplastik ausgeführtes Gehäuse mit einem elastisch verformbaren Überzug aufweist.
Weiter vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen sowie aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen und Figuren. Es zeigen:
FIG 1 Gehörschutzeinrichtung geschlossen
FIG 2 Gehörschutzeinrichtung geöffnet
FIG 3 Gehörschutzeinrichtung mit direktionaler Mikro- fonanordnung
FIG 4 Gehörschutzeinrichtung mit Schließen-Öffnen-
Druckmechanismus
FIG 5 Gehörschutzeinrichtung mit Schallkanal-Schließer
In Figur 1 ist eine Gehörschutzeinrichtung 1 mit verschlossenem Schallkanal 41 schematisch dargestellt. Die Gehörschutzeinrichtung 1 besteht aus einer Verschlusseinrichtung 44 sowie einem Gehäuse 12.
Das Gehäuse 12 ist als nutzerindividuell an die Form eines Gehörgangs des Nutzers angepasste Otoplastik ausgeführt. Die nutzerindividuelle Formgebung kann in herkömmlicher Weise beispielsweise durch Rapid-Prototyping-Verfahren erfolgen. Zudem kann das Gehäuse 12 zumindest außenseitig flexibel aus¬ geführt sein, beispielsweise durch einen Silikongelüberzug, um den Tragekomfort zu erhöhen und den dichten Sitz zu verbessern. Das Gehäuse 12 kann auch, ebenfalls zumindest au- ßenseitig, elastisch ausgeführt sein, beispielsweise durch Verwendung eines PU-Schaums.
Im Gehäuse 12 sind als hauptsächliche und miteinander elekt- risch verbundene Komponenten einer Hörhilfeeinrichtung ein Mikrofon 3, eine Signalverarbeitungseinrichtung 4 sowie ein Receiver 6 angeordnet. Das Mikrofon 3 ist durch eine Mikro¬ fonöffnung mit der Außenseite des Gehäuses 12 verbunden, die Mikrofonöffnung ist durch eine schalldurchlässige Membran 9 vor dem Eindringen von Verunreinigungen und Fremdkörpern geschützt. Der Receiver 6 ist durch eine Receiveröffnung mit der Außenseite des Gehäuses 12 verbunden, die Receiveröffnung ist durch einen schalldurchlässigen Cerumen-Schutz 8 vor dem Eindringen von Cerumen und Verunreinigungen geschützt.
Das Gehäuse 12 umfasst weiter den Schallkanal 41, der von der proximalen Seite des Gehäuses 12 (in der Abbildung unten) zur distalen Seite des Gehäuses 12 (in der Abbildung oben) verläuft. Er verbindet eine proximale Schallöffnung 43 des Ge- häuses 12, die durch einen Cerumen-Schutz 8 geschützt ist, mit einer distalen Schallöffnung 42 des Gehäuses 12, die durch eine Membran 9 geschützt ist. Der Schallkanal 41 ist von der Receiveröffnung getrennt, um einen direkten Feedbackpfad vom Receiver 6 über den Schallkanal 41 zum Mikrofon 3 zu vermeiden.
Die Verschlusseinrichtung 44 ist in der Abbildung im den Schallkanal 41 verschließenden Zustand dargestellt, sie sitzt unmittelbar auf dem Gehäuse 12 auf. Ein als Dichtring 40 aus- geführtes Dichtmittel sorgt für einen möglichst dichten, ins¬ besondere schalldichten Sitz der Verschlusseinrichtung 44 auf dem Gehäuse 12. Insbesondere ist damit auch die distale
Schallöffnung 42, die innerhalb des durch den Dichtring 40 umschlossenen Raums angeordnet ist, möglichst schalldicht ge- gen die äußere Umgebung abgedichtet. Auf diese Weise ver¬ schließt die Verschlusseinrichtung 44 den Schallkanal 41. In der Verschlusseinrichtung 44 ist ein Mikrofonkanal 10 vorgesehen, durch den hindurch Umgebungsschall zum Mikrofon 3 gelangen kann. Der Mikrofonkanal 10 ist durch den Dichtring 40 umschlossen und dadurch möglichst schalldicht mit der Mik- rofonöffnung verbunden, so dass kein Schall durch den Mikrofonkanal 10 hindurch zur distalen Schallöffnung 42 gelangen kann .
In der Verschlusseinrichtung 44 ist weiter eine Batterie 2 zur Versorgung der elektrischen Komponenten der Hörhilfeeinrichtung angeordnet. Durch die Anordnung innerhalb der Verschlusseinrichtung 44 ist die Batterie 2 gut von außen zugänglich. Falls eine nicht-aufladbare Batterie 2 verwendet wird, ist sie wegen der guten Zugänglichkeit einfach aus¬ tauschbar. Beispielsweise kann eine nicht dargestellte Batte¬ rie-Öffnung in der Verschlusseinrichtung 44 vorgesehen sein, oder die Verschlusseinrichtung 44 kann abnehmbar auf das Gehäuse 12 aufgesetzt sein und beim Abnehmen den Zugang zur Batterie 2 freigeben. Falls eine aufladbare Batterie 2 ver¬ wendet wird, ist der Ladestrom wegen der guten Zugänglichkeit der Batterie 2 gut einspeisbar, sei es kabellos oder kabelge¬ bunden .
Die Signalverarbeitungseinrichtung 4 kann je nach Betriebsart automatisch beim Öffnen oder Verschließen des Schallkanals 41 durch die Verschlusseinrichtung 44 die Hörhilfeeinrichtung ein- oder ausschalten. Zu diesem Zweck umfasst die Signalverarbeitungseinrichtung eine Ein-Aus-Schalteinrichtung 5. Die Ein-Aus-Schalteinrichtung 5 wird durch Betätigung der Ver- Schlusseinrichtung 44 angesteuert, beispielsweise durch einen nicht dargestellten elektrischen Schalter oder einen berührungslosen Näherungssensor, z.B. auf kapazitiver oder induktiver Basis. Sobald die Ein-Aus-Schalteinrichtung 5 ein Verschließen des Schallkanals 41 durch die Verschlusseinrichtung 44 detektiert, schaltet sie die Hörhilfeeinrichtung aus. De- tektiert die Ein-Aus-Schalteinrichtung 5 wiederum ein Öffnen des Schallkanals 41, schaltet sie die Hörhilfeeinrichtung ein. Im dargestellten Zustand der Gehörschutzeinrichtung 1 mit verschlossenem Schallkanal 41 ist die Hörhilfeeinrichtung dementsprechend durch die Ein-Aus-Schalteinrichtung 5 eingeschaltet . Zudem kann die Signalverarbeitungseinrichtung 4 auch durch den Benutzer ein- oder ausgeschaltet werden. Dies kann beispielsweise durch manuelle Betätigung eines nicht dargestell¬ ten Ein-Aus-Schalters oder durch eine ebenfalls nicht darge¬ stellte Fernbedienung geschehen. Auf diese Weise kann der Be- nutzer je nach Bedarf einen permanenten Betrieb der Hörhilfeeinrichtung erzwingen oder den Betrieb unterbinden.
In Figur 2 ist die vorangehend erläuterte Gehörschutzeinrich¬ tung 1 mit geöffnetem Schallkanal 41 schematisch dargestellt. In der Darstellung sind die gleichen Bezugszeichen wie vorangehend verwendet und es wird insoweit auf die vorangehende Erläuterung verwiesen.
Im Gegensatz zur vorangehenden Darstellung sitzt die Ver- Schlusseinrichtung 44 nicht auf dem Gehäuse 12 auf. Dadurch ist die distale Schallöffnung 42 des Schallkanals 41 zur Um¬ gebung hin geöffnet und Umgebungsschall kann durch die dista¬ le Schallöffnung 42 hindurch eindringen. Dadurch kann der Umgebungsschall durch die distale Schallöffnung 42, durch den Schallkanal 41 und durch die proximale Schallöffnung 43 hin¬ durchtreten. Wird die Gehörschutzeinrichtung 1 bestimmungsgemäß im Gehörgang eines Benutzers getragen, gelangt der Umge¬ bungsschall auf diesem Weg in den proximalen Teil des Gehörgangs und zum Trommelfell.
Im dargestellten Zustand der Gehörschutzeinrichtung 1 mit geöffnetem Schallkanal 41 ist die Hörhilfeeinrichtung durch die Ein-Aus-Schalteinrichtung 5 ausgeschaltet. In Figur 3 ist eine Gehörschutzeinrichtung 11 mit direktiona- ler Mikrofonanordnung schematisch dargestellt. Sie besteht aus einem Gehäuse 13 und einer Verschlusseinrichtung 45. Das Gehäuse 13 umfasst als Komponenten einer Hörhilfeeinrichtung einen Receiver 6, der mit einer durch einen Cerumen- Schutz 8 geschützten Receiveröffnung verbunden ist, sowie eine Signalverarbeitungseinrichtung 4 mit einer Ein-Aus- Schalteinrichtung 5. Bezüglich der Funktion der Ein-Aus- Schalteinrichtung 5 und der weiteren Hörhilfeeinrichtungs- Komponenten wird auf die vorangehenden Erläuterungen verwiesen . Das Gehäuse umfasst einen Schallkanal 41 mit distaler Schall¬ öffnung 42 und proximaler Schallöffnung 43, die durch einen Cerumen-Schutz 8 und eine Membran 9 geschützt sind. Bezüglich des Schallkanals 41 wird ebenfalls auf die vorangehenden Er¬ läuterungen verwiesen.
Die Verschlusseinrichtung 45 umfasst eine Batterie 2 zur Versorgung der Komponenten der Hörhilfeeinrichtung mit elektrischer Energie. Zudem sind in der Verschlusseinrichtung 45 zwei Mikrofone 3 angeordnet, die jeweils mit einer Mikrofon- Öffnung verbunden sind. Die beiden Mikrofone 3 bilden gemeinsam eine direktionale Mikrofonanordnung. Die Anordnung der Mikrofone 3 in der Verschlusseinrichtung 45 erhöht zudem deren Abstand zum Receiver 6, was die Feedbackneigung verringert .
Die Verschlusseinrichtung 45 ist in der Abbildung im den Schallkanal 41 verschließenden Zustand dargestellt, sie sitzt unmittelbar auf dem Gehäuse 13 auf. Der Zustand mit geöffne¬ tem Schallkanal 41 entspricht analog dem vorangehend erläu- terten geöffneten Zustand und ist nicht eigens dargestellt.
In Figur 4 ist eine Gehörschutzeinrichtung 21 mit Gehäuse 14 und Verschlusseinrichtung 46 sowie einem Druckmechanismus zum Öffnen und Verschließen eines Schallkanals schematisch darge- stellt.
Das Gehäuse 14 umfasst den nicht dargestellten Schallkanal, von dem lediglich die proximale Schallöffnung 43 angedeutet ist. Zudem ist im Gehäuse 14 eine Hörhilfeeinrichtung vorgesehen, die ebenso wenig dargestellt ist. Bezüglich der nicht dargestellten Bestandteile wird auf die vorangehenden Erläu¬ terungen verwiesen.
Die Verschlusseinrichtung 46 hat, wie ebenfalls vorangehend erläutert, die Funktion, den Schallkanal im Gehäuse 14 zu verschließen oder zu öffnen, indem sie entweder auf dem Gehäuse 14 aufsitzt oder von diesem beabstandet positioniert ist. In der Verschlusseinrichtung ist eine Spule 48 angeord¬ net. Im Gehäuse 14 sind induktive Näherungssensoren 60 ange¬ ordnet. Eine Annäherung der nicht aktive betriebenen und le¬ diglich als Induktivität wirkenden Spule 48 kann von den Näherungssensoren 60 detektiert werden. Daher kann durch die Näherungssensoren 60 detektiert werden, ob die Verschlusseinrichtung 46 auf dem Gehäuse 14 aufsitzt (Schallkanal ver¬ schlossen) oder nicht (Schallkanal geöffnet) . Das Detektions- signal der Näherungssensoren 60 kann dazu verwendet werden, die Hörhilfeeinrichtung in der vorangehend erläuterten Weise an- oder auszuschalten.
Zwischen dem Gehäuse 14 und der Verschlusseinrichtung 46 ist ein Druckmechanismus angeordnet, der einen Wechsel zwischen geöffnetem und verschlossenen Zustand durch Druckbetätigung auf die als Drucktaste 55 ausgebildete distale Seite der Ver¬ schlusseinrichtung 46 ermöglicht. Dabei wird, gleich der Betätigung eines Druckkugelschreibers, durch einmaliges Drücken auf die Drucktaste 55 die Verschlusseinrichtung 46 auf das Gehäuse 14 aufgesetzt und durch erneutes Drücken wieder vom Gehäuse 14 abgehoben bzw. umgekehrt.
Die Bestandteile des Druckmechanismus sind in der Abbildung der besseren Erkennbarkeit halber als Explosionszeichnung voneinander getrennt dargestellt. Die Verschlusseinrichtung 46 weist einen Druckkolben 56 auf, der in einem Druckzylinder 57 des Gehäuses 14 geführt ist. An der Außenseite des Druck¬ kolbens 56 sind Führungen 52 angeordnet, ebenso an der Innen¬ seite des Druckzylinders 57. Die Führungen 52 des Druckkol- bens 56 laufen auf der profilierten Oberkante eines zwischenliegenden Formteils 50 entlang. Dadurch wird das Formteil 50 bei Druckbetätigung rotiert. Die Führungen 52 des Druckzylinders 57 laufen auf der profilierten Unterkante des Formteils 50 entlang. Durch die Rotation des Formteils 50 bei Betäti¬ gung rasten die Führungen 52 des Druckzylinders abwechselnd entweder in der Geöffnet-Raste 59 oder der Verschlossen-Raste 58 des Formteils 50 ein. Im Druckzylinder 57 sitzt eine Feder 49 auf einem Widerlager 53 auf. Die Feder 49 ist zwischen dem Widerlager 53 und dem Formteil 50 angeordnet, so dass ein
Drücken der Verschlusseinrichtung 46 zum Gehäuse 14 hin gegen die Kraft der Feder 49 erfolgt.
In Figur 5 ist eine Gehörschutzeinrichtung 31 schematisch dargestellt. Sie umfasst eine Verschlusseinrichtung 47 und ein Gehäuse 15. In der Verschlusseinrichtung 47 ist eine Batterie 2 und ein Mikrofonkanal 10 angeordnet. Im Gehäuse 15 ist eine Hörhilfeeinrichtung mit Receiver 6 samt Receiveröff- nung sowie Cerumen-Schutz 8, Signalverarbeitungseinrichtung 4 und Mikrofon 3 samt Mikrofonöffnung und Membran 9 angeordnet. Ein Schallkanal 41 verbindet eine durch den Cerumen-Schutz 8 geschützte proximale Schallöffnung 43 mit einer durch die Membran 9 geschützten distalen Schallöffnung 42. Die Signalverarbeitungseinrichtung 4 ist mit einem Schließgeber 7 verbunden. Der Schließgeber 7 treibt einen Schließer 54. Durch den Schließer 54 kann der Schallkanal 41 unabhängig von der Verschlusseinrichtung 47 verschlossen werden. Der Schließer 54 kann beispielsweise mechanisch als Blende oder Klappe oder Ventil ausgeführt sein. Er kann beispielsweise auch auf Basis elektroaktiver Polymere arbeiten. Der Schließer 54 wird über den Schließgeber 7 von der Signalverarbeitungseinrichtung 4 gesteuert. Die Signalverarbeitungseinrichtung 4 umfasst eine Klassifizierungseinrichtung, die als Algorithmus realisiert und daher nicht dargestellt ist. Die Klassifizierungseinrichtung analy¬ siert den durch das Mikrofon 3 detektierten Umgebungsschall und klassifiziert ihn, das bedeutet ordnet ihn Klassen zu. Die Klassen sind charakteristische für bestimmte Umgebungsge¬ räuschsituationen. Tritt Umgebungsschall vorbestimmter Klassen auf, d.h. treten vorbestimmte Umgebungsgeräuschsituatio- nen auf, kann die Signalverarbeitungseinrichtung 4 den
Schließer 54 schließen. Ein Schließen des Schallkanals 41 durch den Schließer 54 kann beispielsweise bei übermäßigen Umgebungs-Geräuschpegeln als automatische Schutzfunktion geschehen, falls die Verschlusseinrichtung 47 geöffnet ist.
Ein Grundgedanke der Erfindung lässt sich wie folgt zusammenfassen: Die Erfindung betrifft eine Gehörschutzeinrichtung zum Schutz eines Gehörs, insbesondere eines menschlichen Ge¬ hörs, vor Überlastung durch zu hohe Umgebungsschallpegel. Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Gehörschutzeinrichtung anzugeben, die in wechselnden Umgebungsgeräuschsituatio¬ nen einfach und unaufwändig aktivierbar und deaktivierbar ist und dabei auf einfach handhabbare Weise das Sprachverstehen in Geräuschumgebungen mit Störgeräuschen, insbesondere auch mit Störgeräuschen mit geringem Pegel, unterstützt und ver¬ bessert. Die Erfindung löst diese Aufgabe durch eine Gehör¬ schutzeinrichtung 1,11,21,31 zum Tragen im Gehörgang, die eine proximale Schallöffnung 43 und eine distale Schallöffnung 42 sowie einen die beiden Schallöffnungen verbindenden
Schallkanal 41 aufweist, der reversibel verschlossen oder ge¬ öffnet werden kann. Erfindungsgemäß weist diese Gehörschutz¬ einrichtung zusätzlich eine Hörhilfeeinrichtung. Eine solche Gehörschutzeinrichtung erlaubt ein Hören auf natürliche Art, wenn der Schallkanal geöffnet ist, sowie einen Schutz gegen Umgebungslärm, wenn der Schallkanal geöffnet ist. Besonders vorteilhaft ist, dass die Hörhilfeeinrichtung zur Unterstüt¬ zung und Verbesserung des Sprachverstehens insbesondere bei verschlossenem Schallkanal beitragen kann. Damit kann eine Verbesserung sowohl bei hohen Geräuschpegeln als auch bei Ge- räuschumgebungen mit zwar geringen Pegeln jedoch diffusen Geräuschsituationen erreicht werden.

Claims

Patentansprüche
1. Gehörschutzeinrichtung (1,11,21,31), die dazu ausgebildet ist, im Gehörgang eines Benutzers getragen zu werden, die ei- ne proximale Schallöffnung (43) und eine distale Schallöff¬ nung (42) sowie einen die beiden Schallöffnungen verbindenden Schallkanal (41) aufweist, und die eine Verschlusseinrichtung (44,45,46,47) umfasst, die dazu ausgebildet ist, den Schall¬ kanal (41) reversibel zu verschließen oder zu öffnen, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s sie eine Hörhilfeeinrichtung umfasst.
2. Gehörschutzeinrichtung (1,11,21,31) nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s die Hörhilfeeinrichtung einen Eingangswandler, insbesondere ein Mikrofon (3) , einen Ausgangssignalerzeuger, insbesondere einen Receiver (6), und eine Signalverarbeitungseinrichtung (4) umfasst.
3. Gehörschutzeinrichtung (1,11,21,31) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s die Hörhilfeeinrichtung ein- und ausschaltbar ist, und dass sie in Abhängigkeit von einem Verschließen des Schallkanals (41) selbsttätig eingeschaltet oder in Abhängigkeit von einem Öffnen des Schallkanals (41) selbsttätig ausgeschaltet wird.
4. Gehörschutzeinrichtung (1,11,21,31) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s die Verschlusseinrichtung (44,45,46,47) manuell betätigbar ist .
5. Gehörschutzeinrichtung (1,11,21,31) nach Anspruch 3, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s die Verschlusseinrichtung (44,45,46,47) in Abhängigkeit von einer manuellen Betätigung den Schallkanal (41) verschließt und in Abhängigkeit von einer erneuten, gleichartigen manuellen Betätigung den Schallkanal (41) öffnet.
6. Gehörschutzeinrichtung (1,11,21,31) nach Anspruch 5, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s die Verschlusseinrichtung (44,45,46,47) durch Drücken einer Drucktaste (55) manuell betätigt wird.
7. Gehörschutzeinrichtung (1,11,21,31) nach einem der Ansprü- che 2 bis 6,
d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s die Signalverarbeitungseinrichtung (4) eine Klassifizierungseinrichtung zur Klassifizierung des Umgebungsschalls umfasst, und dass der Schallkanal (41) in Abhängigkeit von einem Klas- sifizierungsergebnis automatisch verschlossen wird durch die Verschlusseinrichtung (44,45,46,47) und/oder durch einen im Bereich des Schallkanals (41) angeordneten Schließer (54).
8. Gehörschutzeinrichtung (1,11,21,31) nach einem der vorher- gehenden Ansprüche,
d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s sie ein Gehäuse (12,13,14,15) umfasst, dessen äußere Kontur individuell an einen Gehörgang eines Benutzers angepasst ist.
9. Gehörschutzeinrichtung (1,11,21,31) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s sie ein Gehäuse (12,13,14,15) umfasst, dessen äußere Kontur elastisch verformbar ist.
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