Beschreibung
Bedienelement der Gebäudetechnik
Die Erfindung betrifft ein Bedienelement der Gebäudetechnik Verwendung findet ein Bedienelement der Gebäudetechnik beispielsweise als Installationsschalter oder Installationstas¬ ter bei Elektroinstallationen in Gebäuden aller Art. Zur Zuordnung der Funktion des jeweiligen Bedienelements werden diese mit Beschriftungen versehen, die u.a. aufgeklebt oder auch aufgedruckt sein können.
Bekannt ist aus der DE 101 03 335 Al ein Bedienelement für ein elektronisches Gerät, wie beispielsweise Mobiltelefon o- der Taschenrechner, das an mindestens einer Seite eine Anzei¬ ge aufweist, die unterschiedliche Funktionen des Gerätes kennzeichnet. Die Anzeige basiert dabei auf dem Prinzip der elektronischen Tinte bzw. des elektronischen Papiers.
In der EP 0 889 425 Al ist ein elektronisches Preisanzeige¬ system offenbart, bei dem Preisanzeigen mittels eines zentra¬ len Rechners über einen Datenbus gesteuert werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Bedienelement der Gebäudetechnik zu schaffen, das eine komfortabel veränderbare Beschriftung mit einem geringen Platzbedarf aufweist.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Pa¬ tentanspruchs 1 gelöst; vorteilhafte Ausgestaltungen sind je- weils Gegenstand von weiteren Ansprüchen.
Durch die über eine Schnittstelle ansteuerbare Anzeige des Bedienelements, bei der zwischen zwei transparenten Elektro¬ den ein Fluid vorgesehen ist, in dem bewegliche Anzeigemittel
angeordnet sind, welche in Abhängigkeit einer an die Elektro¬ den angelegten Spannung ihre Lage im Fluid derart verändern, dass an einer der beiden transparenten Elektroden ein sichtbarer Kontrast im Sinne eines Teils eines Schriftzeichens ge- geben ist, kann die Anzeige auf einfache Weise mittels unter¬ schiedlicher Datenübertragungseinheiten individuell eingestellt oder je nach Bedarf flexibel verändert werden, wobei die Art des Anzeigeelements eine platz- und stromsparende Bauform ermöglicht. In der Installationstechnik ist es dem- nach möglich, vor allem in Zweckbauten, Bedienelemente, wie Schalter oder Taster, mit einfach veränderbaren Beschriftungsfeldern zu versehen, die über deren Verwendungszweck AufSchluss geben. Somit wird dem Kundenwunsch, Büros hinsichtlich der Elektroinstallation flexibel zu nutzen und die- se auf einfache Weise an die Bedürfnisse der Nutzer anpassen zu können, Genüge getan.
Mit Vorteil ist das Bedienelement als Installationstaster o- der Installationsschalter ausgeführt, so dass auf in der E- lektroinstallationstechnik standardisierte Bauformen zurückgegriffen werden kann.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist das Anzeigeelement in dem Betätigungsmittel, insbesondere Taster- oder Schalter- wippe, lösbar eingelegt, wodurch eine besonders platzsparende Baueinheit mit einer Wechseloption des Anzeigeelements im Falle eines Defekts gegeben ist.
Vorteilhafterweise ist das Anzeigeelement in dem Betätigungs- mittel, insbesondere Taster- oder Schalterwippe, fest in
Kunststoffmasse eingespritzt, so dass mit wenigen Fertigungs¬ schritten eine funktionsfähige Baueinheit herstellbar ist.
Mit Vorteil ist die Schnittstelle für ein Gebäudeleitsystem, insbesondere EIB oder LON, mit einem darin integrierbaren Programmiergerät ausgebildet; hierbei kann bei der Program¬ mierung des Bedienelements über das Bussystem gleichzeitig auch die elektronische Beschriftung des Anzeigeelements ein¬ gestellt werden.
Vorteilhafterweise ist die Schnittstelle für ein eigenständi¬ ges leitungsbehaftetes Programmiergerät ausgebildet, so dass auch proprietäre Systeme konventioneller Art zum Einsatz kommen können.
In einer weiteren Ausführungsform ist die Schnittstelle für ein eigenständiges kabelloses Programmiergerät, insbesondere mit Funk- oder Infrarotfunktion, ausgebildet; hierbei kann zum einen über eine Schreib-Leseeinheit des Programmiergerä¬ tes ein in dem Bedienelement befindlicher Transponder neben Datensignalen auch mit der zur Programmierung notwendigen Spannung berührungslos versorgt werden und zum anderen ist eine platzsparende Infrarotkommunikationseinheit vorsehbar.
Die Erfindung sowie vorteilhafte Ausgestaltungen gemäß den Merkmalen der weiteren Ansprüche werden im Folgenden anhand in der Zeichnung schematisch dargestellter Ausführungsbei- spiele näher erläutert, ohne dass insoweit eine Beschränkung der Erfindung erfolgt; darin zeigen:
FIG 1 ein anspruchsgemäßes Bedienelement gekoppelt an ein
Bussystem; FIG 2 ein anspruchsgemäßes Bedienelement gekoppelt an ein kabelbehaftetes Programmiergerät; FIG 3 ein anspruchsgemäßes Bedienelement gekoppelt an ein kabelloses Programmiergerät; und
FIG 4 eine erste Ausführung des Anzeigeelements des an¬ spruchsgemäßen Bedienelements;
FIG 5 eine weitere Ausführung des Anzeigeelements des an¬ spruchsgemäßen Bedienelements.
In den FIG 1 bis 3 ist jeweils ein Bedienelement 1 der Gebäu¬ detechnik gezeigt, das mit einem Betätigungsmittel 2 versehen ist. Das als Schalter oder auch Taster ausgeführte Betäti¬ gungsmittel 2 weist ein Anzeigeelement 3 auf, welches in das Material des Betätigungsmittels 2 dauerhaft eingespritzt oder eingeklipst oder wieder entnehmbar eingelegt oder eingescho¬ ben oder auf vergleichbare Weise damit verbunden sein kann. Das Anzeigeelement 3 gemäß der FIG 4 und 5 weist hierbei ei¬ nen konstruktiven Aufbau auf, bei dem zwischen zumindest zwei transparenten Elektroden 4 ein Fluid 5 vorgesehen ist, in dem bewegliche Anzeigemittel 6 angeordnet sind, welche in Abhän¬ gigkeit einer an die Elektroden 4 angelegten Spannung ihre Lage im Fluid 5 derart verändern, dass zumindest an einer der beiden transparenten Elektroden 4 ein sichtbarer Kontrast im Sinne zumindest eines Teils eines Schriftzeichens gegeben ist .
Das Bedienelement 1 ist zudem mit einer Schnittstelle 7 zur Daten- und ggf. Energieübertragung ausgerüstet, wodurch über einen Fernzugriff Einstellungen vorgenommen werden können, um die Bedürfnisse des Benutzers des Bedienelements 1 zu berück¬ sichtigen. Sofern die Ankopplungs-Schnittstelle 7 auch zur Übernahme von Energie dient, kann diese zum Betreiben sowohl des Gebäudetechnik-Bedienelements als auch zum Betreiben des zugehörigen Anzeigefelds genutzt werden.
Gemäß der Ausführung nach FIG 1 dient zur Datenübertragung ein externes Ein-/Ausgabegerät 8, das als Programmiergerät ausgeführt ist. Das Programmiergerät 8, beispielsweise in
Form eines Personal Computers oder Notebooks, ist über einen Bus 9 bzw. dessen Leitungen an einen Busankoppler 10 angeschlossen. Der Busankoppler 10 wiederum ist über eine weitere Busleitung 9 an der Schnittstelle 7 angekoppelt.
Die Anzeige des Anzeigeelements 3 ist durch von dem Program¬ miergerät 8 generierte und über die Schnittstelle 7 übertra¬ gene Daten steuerbar, so dass beispielsweise bei der Program¬ mierung des Bedienelements 1 über einen Bus nach dem EIB- o- der LON-Standard gleichzeitig auch die Beschriftung des
Schalters oder Tasters vorgenommen werden kann. In Folge dessen ist dann beispielsweise der Schriftzug „Jalousie Küche" oder „Licht Badezimmer" oder dergleichen im Anzeigefeld des Anzeigeelements 3 für den Bediener zu sehen. Durch diese Vor- gehensweise erhält jedes Bedienelement zu seiner zugewiesenen Funktion auch die zugehörige Beschriftung, so dass Verwechs¬ lungen bei der Funktionszuordnung ausgeschlossen sind; somit zeigt die Anzeige des Anzeigeelements 3 die Funktion des Be¬ dienelements 1 eindeutig an. Auch die Einbeziehung des Be- dienelements 1 in ein komplexeres Gebäudemanagementsystem ist möglich, wonach neben Jalousien und Licht auch das Klima geregelt oder Notfallsituationen, wie beispielsweise Rauch und Feuer, erfasst und gemeldet werden können.
In weiteren Ausgestaltungen gemäß FIG 2 und 3 dienen als Daten-Übertragungsmedien zum einen ein Datenkabel 11 eines proprietären Programmiergerätes 8, das an die Schnittstelle 7 des Bedienelements 1, die beispielsweise als USB-Schnitt¬ stelle ausgeführt ist, angeschlossen ist bzw. zum anderen ei- ne Funk- oder auch Infrarot-Verbindung 13 zwischen den
Schnittstellen 7,12 des Programmiergerätes 8 und des Bedien¬ elements 1.
Gemäß FIG 4 ist der schematische Aufbau einer Ausführungsform des Anzeigeelements 3 gezeigt. Hierbei sind die beiden be¬ reits erwähnten hauchdünnen, biegsamen und transparenten E- lektroden 4 vorgesehen, zwischen denen sich die mit der Flüs- sigkeit 5 gefüllten, kugelförmigen Behältnisse 14 befinden. In der Flüssigkeit 5 sind beispielsweise schwarze und weiße Anzeigemittel 6 in Form von Farb-Pigmenten frei beweglich untergebracht. Die schwarzen Pigmente weisen dabei eine negati¬ ve und die weißen Pigmente eine positive Ladung auf. Sobald an den Elektroden 4 eine Spannung angelegt wird, wandern die Pigmente entsprechend ihrer Ladung innerhalb der transparen¬ ten Behältnisse 14 in Richtung der einen oder der anderen E- lektrode, um schließlich in Summe mit Pigmenten benachbarter Behältnisse einen Schriftzug oder auch ein Gesamtbild ent- sprechend FIG 4 zu schaffen.
Vorteilhafterweise verharren die Pigmente in der jeweiligen Stellung auch dann, wenn keine Spannung mehr anliegt. Bedingt durch die die Anzeige speichernden Eigenschaften des Anzeige- elements 3 ist eine dauerhafte Beschriftung von Bedienober¬ flächen ohne Spannungsversorgung möglich. Damit ist neben einer Anbindung eines derartigen Anzeigeelements direkt über ein Bussystem auch eine Programmierung über eine Koppelung mittels Schreib-Lesegerät und zugehörigem Transponder mög- lieh, wobei die zur Programmierung des Transponders notwendi¬ ge Spannung berührungslos über das Programmiergerät übertra¬ gen wird.
Gemäß FIG 5 ist der schematische Aufbau einer weiteren Aus- führungsform des Anzeigeelements 3 dargestellt. In diesem
Fall sind ebenfalls zwei hauchdünne, biegsame und transparen¬ te Elektroden 4 vorgesehen, zwischen denen sich eine Flüssigkeit 5 befinden. In der Flüssigkeit 5 sind kugelförmige An¬ zeigemittel 6 mit einer schwarzen und einer weißen Kugelhälf-
te frei drehbar gelagert. Die schwarzen Kugelhälften weisen dabei eine negative und die weißen Kugelhälften eine positive Ladung auf. Sobald an den Elektroden 4 eine Spannung angelegt wird, drehen sich die Kugeln 6 entsprechend ihrer Ladung in- nerhalb der Flüssigkeit 5 in Richtung der einen oder der anderen Elektrode, um schließlich in Summe mit benachbarten Kugeln ebenfalls einen Schriftzug oder auch ein Gesamtbild ent¬ sprechend FIG 5 zu erzeugen. Beide Ausführungen gemäß der FIG 4 und 5 ermöglichen durch ihren flachen Aufbau eine Integra- tion des Anzeigeelements in ein Installations-Bedienelement mit an sich beschränkten Integrationsmöglichkeiten für zusätzliche Funktionsmittel.
Die zuvor erläuterte Erfindung kann wie folgt zusammengefasst werden:
Um ein Gebäudetechnik-Bedienelement 1 mit einem Betätigungs¬ mittel 2 zu schaffen, das eine komfortabel veränderbare Be¬ schriftung mit einem geringen Platzbedarf aufweist, ist vor- gesehen, eine Schnittstelle 7 zumindest zur Übertragung von Daten eines an die Schnittstelle 7 ankoppelbaren externen Ein-/Ausgabegerätes 8 und zumindest ein Anzeigeelement 3 ein¬ zusetzen, dessen Anzeige durch über die Schnittstelle 12 ü- bertragene Daten steuerbar ist, wobei zwischen zumindest zwei transparenten Elektroden 4 ein Fluid 5 vorgesehen ist, in dem bewegliche Anzeigemittel 3 angeordnet sind, welche in Abhän¬ gigkeit einer an die Elektroden 4 angelegten Spannung ihre Lage im Fluid 5 derart verändern, dass zumindest an einer der beiden transparenten Elektroden 4 ein sichtbarer Kontrast im Sinne wenigstens eines Teils eines Schriftzeichens oder we¬ nigstens eines Teils einer Darstellung gegeben ist.