BESCHREIBUNG
Probenaufnahme für eine Kryoprobe und zugehöriges Untersuchungsverfahren
Die Erfindung betrifft eine Probenaufnahme, insbesondere für Kryoproben sowie ein Untersuchungsverfahren unter Verwendung einer derartigen Probenaufnahme gemäß dem Oberbegriff der nebengeordneten Ansprüche.
Aus DE 100 60 889 Al ist eine Probenaufnahme bekannt, die bei der Kryokonservierung eingesetzt werden kann, um eine Viel- zahl von Kryoproben getrennt voneinander aufzunehmen. Die einzelnen Kryoproben können hierbei optisch untersucht werden, indem durch eine Abdeckung der einzelnen Probenkammern LichtSignale ein- bzw. ausgekoppelt werden.
Nachteilig an dieser bekannten Probenaufnahme ist jedoch die unbefriedigende Eignung für optische Untersuchungen der in den einzelnen Probenkammern bzw. in Mehrprobensystemen befindlichen Kryoproben.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, die vorstehend beschriebene bekannte Probenaufnahme dahingehend zu verbessern, dass die darin befindlichen Kryoproben besser optisch untersucht werden können bzw. dass eine effizientere Untersuchung in Mehrprobensystemen möglich ist.
Diese Aufgabe wird durch einen Probenaufnahme bzw. ein Untersuchungsverfahren gemäß den nebengeordneten Ansprüchen gelöst .
Die Erfindung umfasst die allgemeine technische Lehre, zur optischen Untersuchung der Kryoprobe Lichtwellenleiter einzusetzen, die in die Probenkammer gerichtet sind oder direkt in die Probenkammer münden.
Über derartige Lichtwellenleiter kann in die Probenkammer ein Lichtsignal eingekoppelt werden, das von der darin befindlichen Probe beeinflusst wird. Das von der Kryoprobe beein- flusste Lichtsignal wird dann durch einen Lichtwellenleiter wieder aus der Probenkammer ausgekoppelt und ermöglicht im Rahmen einer anschließenden Auswertung Rückschlüsse auf den Zustand und die Beschaffenheit der untersuchten Probe.
In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung weist die Probenaufnahme eine Vielzahl von Probenkammern für jeweils eine Probe auf, wobei in jede der Probenkammern jeweils mindestens ein Lichtwellenleiter gerichtet ist oder direkt mündet, um eine optische Untersuchung der in der Probenkammer befindlichen Probe zu ermöglichen. Vorzugsweise sind die ein- zelnen Probenkammern hierbei rasterförmig in der Probenaufnahme angeordnet, wie es beispielsweise auch bei einer herkömmlichen Mikrotiterplatte der Fall ist. Die Anzahl der Probenkammern in der Probenaufnahme ist hierbei beliebig und kann entsprechend dem erforderlichen Probenvolumen variiert werden.
In einer Variante der Erfindung mündet in die Probenkammer jeweils ein Lichtwellenleiter zur Einkopplung eines Lichtsignals und ein weiterer Lichtwellenleiter zur Auskopplung des von der Probe beeinflussten Lichtsignals, so dass die Einbzw. Auskopplung der Lichtsignale durch unterschiedliche Lichtwellenleiter erfolgt. In dieser Variante der Erfindung ist wahlweise eine Transmissionsmessung oder eine Reflexionsmessung der in der Probenkammer befindlichen Probe möglich.
Bei einer Transmissionsmessung münden der zur Einkopplung des Lichtsignals dienende Lichtwellenleiter einerseits und der zur Auskopplung des Lichtsignals dienende Lichtwellenleiter andererseits auf gegenüber liegenden Seiten in die Probenkammer ein. Der Winkel zwischen den beiden Lichtwellenleitern kann hierbei in einem Bereich zwischen 150 Grad und 180 Grad liegen, um eine aussagefähige Transmissionsmessung zu ermöglichen.
Bei einer ebenfalls möglichen Reflexionsmessung münden der zur Einkopplung des Lichtsignals dienende Lichtwellenleiter einerseits und der zur Auskopplung des Lichtsignals dienende Lichtwellenleiter andererseits dagegen auf derselben Seite in die Probenkammer. Hierbei können die beiden Lichtwellenleiter zur Ein- bzw. Auskopplung des Lichtsignals einen Winkel einschließen, der im Bereich zwischen 0 Grad und 50 Grad liegt, um eine aussagefähige Reflexionsmessung zu ermöglichen.
In beiden Fällen (Reflexionsmessung und Transmissionsmessung) können Systeme zur Bündelung, Brechung und/oder Umlenkung der Lichtsignale eingesetzt werden.
Bei einer erfindungsgemäßen Probenaufnahme mit einer Vielzahl von Probenkammern besteht die Möglichkeit, dass die zur Einkopplung des Lichtsignals dienenden Lichtwellenleiter von mehreren Probenkammern eingangsseitig zusammenführt und gemeinsam ansteuerbar sind. Dies ermöglicht vorteilhaft eine Vereinfachung der optischen Ansteuerung, da nur ein einziges Messsignal erzeugt werden muss, das auf die einzelnen Probenkammern aufgeteilt wird. Die Selektivität der optischen Untersuchung kann hierbei dadurch erreicht werden, dass aus jeder Probenkammer getrennt jeweils ein Lichtsignal ausgekop-
pelt wird, wozu vorzugsweise jeweils ein Lichtwellenleiter vorgesehen ist.
Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass die zur Auskopp- lung des Lichtsignals dienenden Lichtwellenleiter von mehreren Probenkammern ausgangsseitig zusammengeführt und gemeinsam auslesbar sind. Eine derartige Zusammenführung der zur Auskopplung dienenden Lichtwellenleiter vereinfacht vorteilhaft die messtechnische Auswertung, da nur ein einziger opti- scher Detektor erforderlich ist. Die Selektivität der optischen Untersuchung kann hierbei dadurch erreicht werden, dass in die einzelnen Probenkammern jeweils ein Lichtwellenleiter mündet, wobei in die einzelnen Probenkammern sequentiell ein Lichtsignal eingekoppelt wird, so dass nur eine einzige Probe die ausgangsseitige Messung beeinflusst.
Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, dass sowohl die zur Einkopplung der Lichtsignale dienenden Lichtwellenleiter als auch die zur Auskopplung der Lichtsignale aus den Proben- kammern dienenden Lichtwellenleiter eingangsseitig bzw. ausgangsseitig zusammengeführt werden, was messtechnisch am einfachsten ist, aber keine selektive Untersuchung der in den einzelnen Probenkammern befindlichen Kryoproben erlaubt.
Ferner besteht die Möglichkeit, dass die Einkopplung des Lichtsignals und die Auskopplung des von der Probe beein- flussten Lichtsignals jeweils durch einen einzigen Lichtwellenleiter erfolgt. Dies bietet den Vorteil, dass für jede Probenkammer nur ein einziger Lichtwellenleiter erforderlich ist, wodurch der Aufwand für die Lichtwellenleiter erheblich verringert wird. In dieser Variante der Erfindung erfolgt vorzugsweise eine Reflexionsmessung der in der Probenkammer befindlichen Probe.
Weiterhin kann die Probenkammer bei der erfindungsgemäßen Probenaufnahme eine lichtundurchlässige Probenkammerwand aufweisen, ohne die optische Untersuchung der in der Probenkammer befindlichen Probe zu beeinträchtigen. Bei einer solchen Probenkammer mit einer lichtundurchlässigen Probenkammerwand ragt der zur Untersuchung der Probe dienende Lichtwellenleiter vorzugsweise durch die Probenkammer hindurch in die Probenkammer hinein.
In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung sind die einzelnen Probenkammern in einem Substrat mit einem Oberteil und einem Unterteil angeordnet, wobei in dem Oberteil und/oder in dem Unterteil Kanäle zur Aufnahme der Lichtwellenleiter angeordnet sind. Die Lichtwellenleiter lassen sich somit durch ein entsprechendes Positionierungswerkzeug in die Kanäle in dem Unterteil einlegen, woraufhin das Oberteil mit dem Unterteil verklebt werden kann.
In einer Variante der Erfindung weist das in die Probenkammer eingekoppelte Lichtsignal eine Wellenlänge von ungefähr
650 nm auf, was die Überwachung und Sichtbarmachung von Phasenübergängen und Rekristallisationsprozessen ermöglicht. Damit lassen sich sowohl Nukleationskinetiken, wie sie beispielsweise zur Erforschung der Wirksamkeit von Gefrier- Schutzzusätzen mit der nötigen statistischen Absicherung benötigt werden, als auch die Abhängigkeiten zwischen Rekristallisationsprozessen und Zellüberleben bestimmen. Die Erfindung ist hierbei jedoch nicht auf eine Wellenlänge von exakt 650 nm beschränkt, sondern auch mit anderen Wellenlängen rea- lisierbar, wobei die Wellenlänge des eingekoppelten Lichtsignals beispielsweise im Bereich von 550 nm bis 750 nm liegen kann.
Darüber hinaus besteht im Rahmen der Erfindung die Möglichkeit einer Fluoreszenzfärbung der Proben, was es in Verbindung mit einer entsprechenden Anregung ermöglicht, die Bildung von intrazellulärem Eis in der Kryoprobe zu verfolgen.
Weiterhin ist zu erwähnen, dass die Probenkammer und/oder das Substrat mit den darin befindlichen Probenkammern vorzugsweise kühlbar ist und aus einem wärmeleitfähigem Material (z.B. Aluminium, Gold) oder aus einem wärmeisolierenden Material (z.B. Kunststoff) bestehen kann.
Ferner ist zu erwähnen, dass der Lichtwellenleiter zur Einbzw. Auskopplung des Lichtsignals in die Probenkammer nicht notwendigerweise direkt in die Probenkammer münden muss. Es besteht vielmehr auch die Möglichkeit, dass die Probenkammer eine Mündungsöffnung aufweist, wobei der zur Einkopplung des Lichtsignals dienende Wellenleiter und der zur Auskopplung des Lichtsignals dienende Lichtwellenleiter von außen in die Mündungsöffnung der Probenkammer gerichtet ist. Hierbei kön- nen beispielsweise Miniaturspiegel und/oder -linsen eingesetzt werden, um eine entsprechende Strahlumlenkung zu erreichen.
Bei einer erfindungsgemäßen Probenaufnahme mit einer Vielzahl von rasterförmig angeordneten Probenkammern besteht ferner die Möglichkeit, über der Probenaufnahme ein Glasfaserbündel anzuordnen, das die in den Probenkammern befindlichen Proben optisch untersucht.
Darüber hinaus ist zu erwähnen, dass die einzelnen Probenkammern vorzugsweise ein Volumen zwischen 10 pl und 2 ml aufweisen, wobei die Probenaufnahme beispielsweise 96 oder 384 Probenkammern aufweisen kann, was der Anzahl von Probenkammern bei herkömmlichen Mikrotiterplatten entspricht. In einem be-
vorzugten Ausführungsbeispiel liegt das Volumen der einzelnen Probenkammern im Bereich von 20 μl bis 30 μl, wobei ein Wert von 25 μl besonders vorteilhaft ist.
Darüber hinaus umfasst die Erfindung ein entsprechendes Untersuchungsverfahren, was bereits aus der vorstehenden Beschreibung hervorgeht .
Schließlich ist noch zu erwähnen, dass der im Rahmen der Er- findung verwendete Begriff eines Lichtwellenleiters allgemein zu verstehen ist und nicht auf Glasfasern (z.B. Stufenfasern oder Gradientenfasern) im engeren Sinne beschränkt ist. Es besteht vielmehr auch die Möglichkeit, dass das Substrat der Probenaufnahme selbst den Lichtwellenleiter bildet. Dies ist beispielsweise dann möglich, wenn das Substrat der Probenaufnahme aus einem durchsichtigen Kunststoff besteht.
Andere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet oder werden nachstehend zusam- men mit der Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Figuren näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine Perspektivansicht einer erfindungsgemäßen Probenaufnahme mit neun Probenkam- mern zur Aufnahme von Kryoproben,
Figur 2 eine vereinfachte Perspektivansicht einer
Probenkammer der Probenaufnahme aus Figur 1,
Figuren 3A und 3B Perspektivansichten eines Oberteils und eines Unterteils eines alternativen Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Probenaufnahme,
Figur 4 eine Perspektivansicht eines alternativen
Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Probenaufnahme, bei dem Lichtwellen- leiter zur optischen Untersuchung durch die Mündungsöffnung in die einzelnen Probenkammern gerichtet sind,
Figur 5 ein weiteres alternatives Ausführungsbei- spiel einer erfindungsgemäßen Probenaufnahme, bei dem die optische Untersuchung der Kryoproben durch ein Glasfaserbündel erfolgt,
Figuren 6A bis 6C verschiedene vereinfachte Aufsichtsdarstellungen einer Probenkammer mit zwei Lichtwellenleitern zur Ein- bzw. Auskopplung eines Lichtsignals aus der Probenkammer,
Figuren 7 bis 10 verschiedene Aufsichtsdarstellungen einer erfindungsgemäßen Probenaufnahme mit sechs Probenkammern und unterschiedlichen Konfigurationen der Lichtwellenleiter zur Ein- bzw. Auskopplung der Lichtsignale.
Die Perspektivansicht in Figur 1 zeigt in vereinfachter Form eine erfindungsgemäße Probenaufnahme 1 mit neun Probenkammern 2 zur Aufnahme jeweils einer Kryoprobe.
Die Probenaufnahme 1 besteht aus einem wärmeleitfähigem Material, wie beispielsweise Aluminium, und ist kühlbar, um eine vitalitätserhaltende Kryokonservierung von Kryoproben zu er-
möglichen, was an sich bekannt ist und deshalb hier nicht weiter beschrieben wird.
Die Beschickung der einzelnen Probenkammern erfolgt durch je- weils eine Mündungsöffnung 3, die an der Oberseite der Probenaufnahme 1 zugänglich ist.
In die einzelnen Probenkammern 2 mündet jeweils ein Lichtwellenleiter 4 zur Einkopplung eines Lichtsignals, das zur opti- sehen Untersuchung der in den Probenkammern 2 befindlichen Kryoproben dient .
Darüber hinaus mündet in jede der Probenkammern 2 jeweils ein weiterer Lichtwellenleiter 5 zur Auskopplung eines Lichtsig- nals, wobei das über die Lichtwellenleiter 5 ausgekoppelte
Lichtsignal von den einzelnen Kryoproben beeinflusst wird und dadurch einen Rückschluss auf den Zustand und die Beschaffenheit der jeweiligen Kryoprobe ermöglicht.
Aus der vereinfachten Perspektivansicht in Figur 2 ist ersichtlich, dass der Lichtwellenleiter 4 zur Einkopplung eines Lichtsignals einerseits und der Lichtwellenleiter 5 zur Auskopplung eines Lichtsignals auf gegenüberliegenden Seiten in die Probenkammer 2 münden, so dass eine Transmissionsmessung der in der Probenkammer befindlichen Kryoprobe stattfindet.
Die Figuren 3A und 3B zeigen ein alternatives Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Probenaufnahme, die aus einem Oberteil 6 und einem Unterteil 7 besteht.
In dem Unterteil 7 sind mehrere zylindrische, topfförmige Probenkammern 8 angeordnet, wobei das Unterteil 7 aus einem wärmeleitfähigen Material besteht, wie beispielsweise Alumi-
nium. Dies ermöglicht vorteilhaft eine definierte Kühlung der in den Probenkammern 8 befindlichen Kryoproben.
An der Oberseite des Unterteils 7 verlaufen vom Umfangsrand der Mündungsöffnung der Probenkammern 8 Kanäle 9, 10 mit einem halbkreisförmigen Querschnitt, wobei die Kanäle 9, 10 im montierten Zustand jeweils einen Lichtwellenleiter aufnehmen, der hier zur Vereinfachung nicht dargestellt ist.
In dem Oberteil 6 der Probenaufnahme befinden sich an der Unterseite ebenfalls entsprechend angepasste Kanäle 11, 12 mit einem halbkreisförmigen Querschnitt, die im montierten Zustand über den Kanälen 9, 10 in dem Unterteil 7 liegen und dadurch Kanäle mit einem kreisförmigen Querschnitt bilden, in welche die Lichtwellenleiter eingelegt werden können.
Darüber hinaus befinden sich in dem Oberteil 6 zylindrische Bohrungen 13, die im montierten Zustand fluchtend über den Probenkammern 8 liegen und dadurch eine Beschickung der Pro- benkammern 8 ermöglichen.
Im montierten Zustand ist das Oberteil 6 mit dem Unterteil 7 verklebt und bildet eine kompakte Einheit.
Im Folgenden wird nun das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 4 beschrieben, das teilweise mit dem vorstehend beschriebenen und in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel übereinstimmt, so dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die vorstehende Beschreibung zu Figur 1 verwiesen wird, wobei für entsprechende Bauteile dieselben Bezugszeichen wie in Figur 1 verwendet werden.
Eine Besonderheit dieses Ausführungsbeispiels besteht in der Ein- bzw. Auskopplung der LichtSignale zur optischen Untersuchung der in den Probenkammern 2 befindlichen Kryoproben.
Hierzu sind Lichtwellenleiter 14, 15 vorgesehen, die oberhalb der Mündungsöffnung 3 der einzelnen Probenkammern 2 angeordnet sind und auf die Mündungsöffnung 3 gerichtet sind. Anstelle der abgewinkelten Lichtwellenleiter 14, 15 können auch entsprechende Mikrospiegel eingesetzt werden, um die Licht- Signale von außen durch die Mündungsöffnung 3 in die Probenkammern 2 ein- bzw. auszukoppeln.
Das in Figur 5 dargestellte Ausführungsbeispiel stimmt ebenfalls teilweise mit dem vorstehend beschriebenen und in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel überein, so dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die vorstehende Beschreibung verwiesen wird, wobei für entsprechende Bauteile ebenfalls dieselben Bezugszeichen verwendet werden wie in Figur 1.
Eine Besonderheit dieses Ausführungsbeispiels besteht darin, dass die optische Untersuchung der in den Probenkammern 2 befindlichen Kryoproben durch ein Glasfaserbündel 16 erfolgt, das oberhalb der Probenaufnahme 1 verschiebbar angeordnet ist und die gesamte Breite der Probenaufnahme 1 abdeckt, wobei über das Glasfaserbündel 16 Lichtstrahlen in die einzelnen
Probenkammern 2 eingekoppelt bzw. daraus ausgekoppelt werden können.
Die Figuren 6A bis 6C zeigen vereinfachte Aufsiehtsdarstel- lungen einer zylindrischen Probenkammer 17 mit einem Lichtwellenleiter 18 zur Einkopplung eines Lichtsignals und einem Lichtwellenleiter 19 zur Auskopplung eines Lichtsignals, das den Zustand und die Beschaffenheit der in der Probenkammer 17 befindlichen Kryoprobe wiedergibt.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 6A erfolgt eine reine Transmissionsmessung der in der Probenkammer 17 befindlichen Kryoprobe. Die beiden Lichtwellenleiter 18, 19 für die Ein- bzw. Auskopplung des Lichtsignals aus der Probenkammer 17 münden deshalb auf gegenüberliegenden Seiten in die Probenkammer 17, um eine Durchleuchtung der in der Probenkammer 17 befindlichen Kryoprobe zu erreichen.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 6B erfolgt dagegen eine kombinierte Transmissions- und Reflexionsmessung. Die beiden Lichtwellenleiter 18, 19 für die Ein- bzw. Auskopplung des Lichtsignals münden deshalb in einem vorgegebenen Winkel α zueinander in die Probenkammer 17, wobei der Winkel α zwi- sehen den beiden Lichtwellenleitern 18, 19 vorzugsweise im Bereich zwischen 20 Grad und 70 Grad liegt.
Das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 6C stimmt weitgehend mit dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 6A überein, jedoch ragen die beiden Lichtwellenleiter 18, 19 hierbei durch die Wandung der Probenkammer 17 in die Probenkammer 17 hinein, so dass die Wandung der Probenkammer lichtundurchlässig sein kann.
Die Figuren 7 bis 10 zeigen schließlich verschiedene verein- fachte Aufsichtsdarstellungen einer erfindungsgemäßen Probenaufnahme 20 mit sechs topfförmigen, zylindrischen Probenkammern 21-26, wobei die einzelnen Probenkammern eine optische Untersuchung der in den Probenkammern 21-26 befindlichen Kry- oproben ermöglichen.
Im Folgenden wird zunächst das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 7 beschrieben, das eine Transmissionsmessung der in den Probenkammern 21-26 befindlichen Kryoproben ermöglicht. Hierzu münden in die einzelnen Probenkammern 21-26 Lichtwellen-
leiter zur Einkopplung eines Lichtsignals, wobei diese Lichtwellenleiter eingangsseitig zu einem gemeinsamen Lichtwellenleiter 27 zusammen geführt und gemeinsam optisch ansteuerbar sind. Die eingangsseitige Zusammenführung der einzelnen Lichtwellenleiter zu einem gemeinsamen Lichtwellenleiter 27 vereinfacht die optische Ansteuerung der Probenaufnahme 20, da ein einziger optischer Sender eingesetzt werden kann.
Die Selektivität der optischen Untersuchung bezüglich der einzelnen Probenkammern 21-26 wird hierbei dadurch erreicht, dass in jede der Probenkammern 21-26 zur Auskopplung eines von der jeweiligen Kryoprobe beeinflussten Lichtsignals jeweils ein weiterer Lichtwellenleiter 28-33 mündet.
Die zur Einkopplung des Lichtsignals dienenden Lichtwellenleiter einerseits und die zur Auskopplung des Lichtsignals dienenden Lichtwellenleiter 28-33 andererseits münden hierbei auf diametral gegenüberliegenden Seiten in die einzelnen Probenkammern 21-26, um eine Transmissionsmessung zu ermögli- chen.
Das in Figur 8 dargestellte Ausführungsbeispiel stimmt teilweise mit dem vorstehend beschriebenen und in Figur 7 dargestellten Ausführungsbeispiel überein, so dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die vorstehende Beschreibung zu Figur 7 verwiesen wird.
Eine Besonderheit dieses Ausführungsbeispiels besteht darin, dass die zur Auskopplung des Lichtsignals aus den einzelnen Probenkammern 21-26 dienenden Lichtwellenleiter ausgangssei- tig zu einem gemeinsamen Lichtwellenleiter 34 zusammengeführt sind, so dass die ausgekoppelten Lichtsignale der einzelnen Probenkammern 21-26 gemeinsam ausgewertet werden.
Die Selektivität der optischen Untersuchung bezüglich der einzelnen Probenkammern 21-26 wird hierbei dadurch erreicht, dass zur Einkopplung der Lichtsignale in die einzelnen Probenkammern 21-26 sechs getrennte Lichtwellenleiter 35-40 vor- gesehen sind, die bei der optischen Untersuchung sequentiell angesteuert werden.
Auch das in Figur 9 dargestellte Ausführungsbeispiel stimmt teilweise mit dem vorstehend beschriebenen und in Figur 7 dargestellten Ausführungsbeispiel überein, so dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die vorstehende Beschreibung verwiesen wird, wobei für entsprechende Bauteile dieselben Bezugszeichen verwendet werden.
Eine Besonderheit dieses Ausführungsbeispiels besteht darin, dass die in den einzelnen Probenkammern 21-26 befindlichen Kryoproben hierbei einer Reflexionsmessung unterzogen werden. In jede der Probenkammern 21-26 mündet deshalb jeweils nur ein Lichtwellenleiter, wobei die einzelnen Lichtwellenleiter ausgangsseitig zu einem gemeinsamen Lichtwellenleiter 41 zusammen geführt sind.
Die Einkopplung des Lichtsignals erfolgt hierbei über einen weiteren Lichtwellenleiter 42, der von einem optischen Sender angesteuert wird und das von diesem erzeugte Lichtsignal in den Lichtwellenleiter 41 einkoppelt, wie hier nur schematisch dargestellt ist.
Schließlich stimmt auch das in Figur 10 dargestellte Ausfüh- rungsbeispiel teilweise mit dem vorstehend beschriebenen und in Figur 7 dargestellten Ausführungsbeispiel überein, so dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die vorstehende Beschreibung zu Figur 7 verwiesen wird, wobei für entsprechende Bauteile dieselben Bezugszeichen verwendet werden. Eine Be-
Sonderheit dieses Ausführungsbeispiels besteht darin, dass auch die Lichtwellenleiter 28-33 zur Auskopplung der Lichtsignale aus den einzelnen Probenkammern 21-26 ausgangsseitig zu einem gemeinsamen Lichtwellenleiter 43 zusammengeführt sind. Bei diesem Ausführungsbeispiel erfolgt also sowohl eine gemeinsame optische Ansteuerung der einzelnen Probenkammern 21-26 als auch eine gemeinsame Messung der einzelnen Probenkammern 21-26, was messtechnisch besonders einfach ist.
Die Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen bevorzugten Ausführungsbeispiele beschränkt. Vielmehr ist eine Vielzahl von Varianten und Abwandlungen möglich, die ebenfalls von dem Erfindungsgedanken Gebrauch machen und deshalb in den Schutzbereich fallen.
16597/PCT Bezugszeichenliste:
1 Probenaufnahme
2 Probenkammern
3 Mündungsöffnung
4 Lichtwellenleiter zur Einkopplung
5 Lichtwellenleiter zur Auskopplung
6 Oberteil
7 Unterteil
8 Probenkammer
9 Kanal für Lichtwellenleiter
10 Kanal für Lichtwellenleiter
11 Kanal für Lichtwellenleiter
12 Kanal für Lichtwellenleiter
13 Bohrung
14 Lichtwellenleiter
15 Lichtwellenleiter
16 Glasfaserbündel
17 Probenkammer
18 Lichtwellenleiter
19 Lichtwellenleiter 20 Probenaufnahme 21-26 Probenkammern 27 Lichtwellenleiter 28-33 Lichtwellenleiter 34 Lichtwellenleiter 35-40 Lichtwellenleiter