Pendelstütze aus einem Strangpressprofil
Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Pendelstütze aus einem Strangpressprofil mit einem länglichen Grundkörper, der über mindestens ein Befestigungselement mit KFZ-Bauteilen verbindbar ist.
Pendelstützen dienen im Kraftfahrzeugbereich z.B. zur Anbindung eines Wankstabilisators an einen Radträger bzw. an einen Lenker, wobei die Pendelstützen eine hohe dynamische Belastbarkeit bei gleichzeitiger Korrosionsfestigkeit aufweisen sollen. Pendelstützen gibt es in unterschiedlichen Ausführungsformen, wobei sie regelmäßig einen länglichen Grundkörper aufweisen, an dessen beiden Enden jeweils ein Gelenk vorgesehen ist.
Pendelstützen aus dem PKW-Bereich werden heutzutage aus Metall oder Kunststoff gefertigt, wobei die metallischen Bauteile im Gegensatz zu den Kunststoffbauteilen relativ schwer sind. Der Vorteil einer metallischen Pendelstütze besteht allerdings darin, dass das Gelenk mit dem Grundkörper durch ein einfaches Verbindungsverfahren, wie z. B. Reibschweißen, verbunden werden kann, so dass es ziemlich einfach ist, die Länge der Pendelstützen zu variieren, indem der Grundkörper entsprechend der benötigten Länge geschnitten oder gesägt wird. Die Änderung der Länge von aus Kunststoff hergestellten Pendelstützen verursacht dagegen hohe Kosten, da für die regelmäßig als Spritzgussteile hergestellten Grundkörper ein neues Spritzgusswerkzeug geschaffen werden muss. Ferner weisen nach dem Spritzgussverfahren hergestellte Kunststoffpendelstützen Bindenähte auf, so dass das Bauteil größer dimensioniert werden muss, um die durch diese Bindenähte hervorgerufenen Schwachstellen auszugleichen.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Pendelstütze der eingangs genannten Art zu schaffen, die ein geringes Gewicht aufweist, während der Herstellung kostengünstig auf unterschiedliche Längen angepasst werden kann, einfach in ihrem Aufbau ist und sich leicht montieren lässt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß nach einer ersten Variante durch eine Pendelstütze mit den Merkmalen nach Anspruch 1 und nach einer zweiten Variante durch eine Pendelstütze mit den Merkmalen nach Anspruch 10 gelöst. Bevorzugte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
Die erfindungsgemäße Pendelstütze für ein Kraftfahrzeug gemäß der ersten Variante weist einen länglichen Grundkörper auf, der über mindestens ein Befestigungselement mit Kraftfahrzeugbauteilen verbunden werden kann, wobei der Grundkörper ein hohles Strangpressprofü aus Kunststoff ist. Das Befestigungselement ist dabei einstückig mit einem der Kraftfahrzeugbauteile ausgebildet.
Die erfindungsgemäße Pendelstütze ist einfach in ihrem Aufbau und damit kostengünstig herstellbar. Die Länge der Pendelstütze kann ohne Schwierigkeiten variiert werden, da das Strangpressprofil bzw. Extrusionsprofil leicht mittels geeigneter Werkzeuge, wie z. B. einer Säge, durch Absägen des Grundkörpers verkürzbar ist. Bedingt durch das vorteilhafte Herstellungsverfahren des Grundkörpers weist dieser keine Bindenähte auf, wie sie unter anderem durch das Spritzgussverfahren aufgrund des Umschließens von Kernen entstehen. Hierdurch wird bei vergleichbaren Abmessungen eine höhere Stabilität erreicht, so dass die Pendelstütze bei gleichen Eigenschaften insgesamt leichter gebaut werden kann.
Um eine höhere Festigkeit zu erzielen, ist der Grundkörper vorzugsweise aus einem verstärkten Kunststoff hergestellt. Eine derartig hergestellte Pendelstütze kann hohe Zug- und Druckkräfte übertragen, wobei gleichzeitig hohe Knicklasten aufgenommen werden können. Bedingt durch das gewählte Extrusionsverfahren können mit einer Maschine unterschiedlich lange Grundkörper gefertigt werden, wodurch die Fertigungskosten gering bleiben. Ferner werden beim Extrusionsverfahren in den Kunststoff eingebrachte Verstärkungsfasern in Belastungsrichtung ausgerichtet.
Besonders einfach lässt sich die erfindungsgemäße Pendelstütze montieren, wenn das Befestigungselement mit dem Grundkörper über eine Schnappverbindung formschlüssig verbunden ist. Dafür kann das Befestigungselement einen hohlzylindrischen Bereich aufweisen, an dessen Innenwandung wenigstens ein Rücksprung oder Vorsprung ausgebildet ist, der mit einem an der Außenwandung des Grundkörpers ausgebildeten Vorsprung bzw. Rücksprung in Eingriff steht, wobei der Grundkörper in das Befestigungselement eingesetzt bzw. eingeschnappt ist.
Bevorzugt weist der Grundkörper aber an seiner Innenwandung wenigstens einen Rücksprung auf, in den ein am Außenumfang des Befestigungselements vorgesehener Vorsprung formschlüssig eingreift, wobei das Befestigungselement in den Grundkörper eingesetzt bzw. eingeschnappt ist. Der Rücksprung kann dabei rechteckig und der Vorsprung sägezahnförmig ausgebildet sein, wobei die steile Flanke des sägezahnförmigen Vorsprungs dem einen KFZ-Bauteil zugewandt ist.
Es ist aber auch möglich, dass der Grundkörper an seiner Innenwandung wenigstens einen Vorsprung aufweist, der in einen am Außenumfang des in den Grundkörper eingesetzten Befestigungselements vorgesehenen Rücksprung formschlüssig eingreift. Hierbei ist bevorzugt die Wandung des Grundkörpers zum Ausbilden des Vorsprungs durch eine Materialumformung in den Rücksprung eingeformt, welche nach dem Einsetzen des Befestigungselements in den Grundkörper durchgeführt wird. Dieses Umformen kann unter Anwendung herkömmlicher Kunststoffumformverfahren durchgeführt werden, insbesondere unter Einsatz von mechanischer Energie und Ultraschall oder thermischer Energie.
Anstelle einer Kunststoffschnappverbindung kann das Befestigungselement aber auch über eine Klebeverbindung oder eine Kunststoffschweißverbindung stoffschlüssig mit dem Grundkörper verbunden sein.
Gemäß der zweiten Variante der Erfindung wird eine Pendelstütze für ein Kraftfahrzeug geschaffen, die einen länglichen Grundkörper aufweist, der über mindestens ein Befestigungselement mit Kraftfahrzeugbauteilen verbunden werden kann, wobei der
Grundkörper ein hohles Strangpressprofil aus Kunststoff ist. Das Befestigungselement weist dabei eine Schraube und einen in den Grundkörper eingesetzten Dübel auf, wobei die Schraube eines der Kraftfahrzeugbauteile durchgreift und in den Dübel eingeschraubt ist.
Auch die zweite Variante der erfindungsgemäßen Pendelstütze ist einfach in ihrem Aufbau und damit kostengünstig herstellbar. Ferner sind die gleichen durch die Wahl eines hohlen Strangpressprofils aus Kunststoff sich ergebenden Vorteile vorhanden wie bei der ersten Variante.
Bei hohen Belastungen der Pendelstütze kann es sinnvoll sein, die Verbindung von Grundkörper und Befestigungselement mit einer zusätzlichen Verdrehsicherung auszustatten. Hierzu können das Befestigungselement und der Grundkörper zumindest im Verbindungsbereich einen nicht kreisförmigen, z. B. einen ovalen oder einen rechteckigen Querschnitt aufweisen. Unter Verbindungsbereich ist dabei der Bereich zu verstehen, wo Befestigungselement und Grundkörper ineinander greifen.
Um eine Übertragung von Schwingungen zwischen Befestigungselement und Grundkörper zu verringern, kann zur Schwingungsdämpfung zwischen dem Befestigungselement und dem Grundkörper ein elastisches Element aus thermoplastischem Elastomer (TPE) bzw. thermoplastischem Urethan (TPU) oder Gummi angeordnet sein. Dieses elastische Element kann gleichzeitig einen Toleranzausgleich bewirken, falls der Grundkörper oder das Befestigungselement aus fertigungstechnischen Gründen leicht von ihren Idealmaßen abweichen. Als thermoplastische Elastomere sind z. B. thermoplastische Elastomere auf Esterbasis (TPEE) und thermoplastische Elastomere auf Styropurbasis (TPES) bekannt.
Zum Einstellen von durch die Pendelstütze aufzunehmenden Knicklasten kann durch ein Blasformverfahren die Mitte des Grundkörpers aufgeblasen werden. Hierdurch wird erreicht, dass der Grundkörper an seinen Endbereichen einen kleineren Durchmesser mit einer größeren Wandungsdicke als im zwischen den Endbereichen liegenden mittleren Bereich aufweist, welcher durch seinen größeren Durchmesser ein größeres Flächenträgheitsmoment besitzt und dadurch höhere Knicklasten aufnehmen kann.
Allerdings ist es auch möglich, an der Innenwandung und an der Außenwandung des Grundkörpers jeweils ein in Längsrichtung verlaufendes wellenförmiges Profil vorzusehen, wobei eines der wellenförmigen Profile bevorzugt einen Rücksprung immer an jenen Orten der Wandung bildet, an denen das andere wellenförmige Profil einen Vorsprung bildet. Dabei können sich die wellenförmigen Profile nur über einen Teil oder über die gesamte Länge des Grundkörpers erstrecken.
Da eine Pendelstütze regelmäßig zum Verbinden von relativ zueinander beweglichen Bauteilen dient, ist der Grundkörper über das Befestigungselement bevorzugt mit einem Gelenk verbunden. Häufig wird ein Kugelgelenk verwendet, wobei das Befestigungselement in diesem Fall gleichzeitig das Kugelgelenkgehäuse bilden bzw. integral mit diesem ausgebildet sein kann. Es ist aber auch möglich, anstelle des Kugelgelenks ein Gummilager zu verwenden, welches ebenfalls ein im Kraftfahrzeugbereich weit verbreitetes Bauelement ist.
Die erfindungsgemäße Pendelstütze weist den Vorteil auf, dass der Grundkörper je nach Anforderung in kostengünstiger Weise mit anderen geometrischen Abmessungen herstellbar ist, wohingegen das eine Kraftfahrzeugbauteil, wie z. B. ein Kugelgelenk, für unterschiedliche Anwendungen identisch sein kann. Deshalb ist es möglich, das Befestigungselement zusammen mit dem einen Kraftfahrzeugbauteil in hohen Stückzahlen zu produzieren, da Befestigungselement und Kraftfahrzeugbauteil unabhängig vom Grundkörper und somit unabhängig von unterschiedlichen Anwendungs- und Einsatzzwecken gefertigt werden können. Dies führt zu einer erheblichen Lagerplatz- und Kosteneinsparung.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben. In der Zeichnung zeigen:
Figur 1: einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Pendelstütze nach einer ersten
Ausführungsform; Figur 2: zwei Varianten eines Querschnitts entlang der Linie A-A' der aus Figur 1 ersichtlichen Ausführungsform;
Figur 3: einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Pendelstütze nach einer zweiten
Ausführungsform; Figur 4: die Darstellung eines Längsschnitts eines Teils eines Befestigungselements für die
Ausführungsform nach Figur 3 gemäß einer zweiten Variante; Figur 5: einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Pendelstütze nach einer dritten
Ausführungsform; Figur 6: einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Pendelstütze nach einer vierten
Ausführungsform; Figur 7: ein Extrusionsprofil zur Herstellung des Grundkörpers im nicht aufgeblasenen
Zustand; und Figur 8: das den Grundkörper bildende Extrusionsprofil im aufgeblasenen Zustand.
Aus Figur 1 ist ein Längsschnitt durch eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Pendelstütze ersichtlich, wobei in einen Grundkörper 1 ein Befestigungselement 2 eingesetzt ist. Das Befestigungselement 2 ist einstückig mit einem ringförmigen Gehäuse G eines Kugelgelenks B ausgebildet, wobei in dem Gehäuse G unter Zwischenschaltung einer Lagerschale L ein Kugelzapfen K dreh- und gleitbeweglich angeordnet ist. Zwischen dem Kugelzapfen K und der Lagerschale L bzw. dem Gehäuse G ist dabei ein Dichtungsbalg D angeordnet.
Der Grundkörper 1 weist ein erstes Stirnende Ia (siehe Figur 8), einen mittleren Bereich Ib (siehe Figur 8) größeren Durchmessers und ein zweites Stirnende Ic auf, in welches das Befestigungselement 2 eingesetzt ist. Im Bereich des zweiten Stirnendes Ic sind umlaufende Rücksprünge bzw. Nuten Id an der Innenwandung des Grundkörpers 1 ausgebildet, zwischen denen seitliche Begrenzungen Ie für die Rücksprünge bzw. Nuten Id ausgebildet sind.
Ein erster massiver Bereich 2a des Befestigungselements 2 erstreckt sich durch das zweite Stirnende Ic in den in dem Grundkörper 1 ausgebildeten Hohlraum If hinein. Am Außenumfang des ersten Bereichs 2a sind sägezahnförmige Vorsprünge 2b ausgebildet, welche in die umlaufenden Rücksprünge bzw. Nuten Id eingreifen und mit ihrer steilen
Flanke zum Bauteil B hin ausgerichtet sind. Die seitlichen Begrenzungen Ie greifen dabei in die zwischen den Vorsprüngen 2b vorhandenen Zwischenräume 2c ein, wodurch insgesamt eine sichere Verbindung zwischen dem Grundkörper 1 und dem Befestigungselement 2 ausgebildet ist.
Durch die sägezahnförmige Ausgestaltung der Vorsprünge 2b kann das Befestigungselement 2 bzw. das einstückig mit diesem ausgebildete Bauteil B leicht in den Grundkörper 1 eingeschnappt werden, wobei ein Lösen des Bauteils B vom Grundkörper 1 aufgrund der durch die sägezahnförmigen Vorsprünge 2b gebildeten Widerhaken ohne Zerstörung des Grundkörpers 1 oder des Befestigungselements 2 nicht mehr möglich ist.
Im Bereich des zweiten Stirnendes Ic bildet das Gehäuse G einen kragenförmigen Anschlag 2e, wobei zwischen diesem und dem zweiten Stirnende Ic ein elastisches Element 3 zur Schwingungsdämpfung und zum Toleranzausgleich vorgesehen sein kann (siehe Figur 3).
Um ein Verdrehen des Kugelgelenks B gegenüber dem Grundkörper 1 zu verhindern, sind die Querschnittsflächen des Grundkörpers 1 und des Befestigungselements 2 zumindest im Bereich des zweiten Stirnendes Ic nicht kreisförmig ausgebildet. Aus Figur 2 ist ein Querschnitt der Pendelstütze entlang der Schnittlinie A-A' ersichtlich, wobei zwei Varianten für die Querschnittsform dargestellt sind. Gemäß einer ersten Variante weisen sowohl der Grundkörper 1 als auch das Befestigungselement 2 im Verbindungsbereich einen rechteckigen Querschnitt auf, wohingegen der Grundkörper 1 und das Befestigungselement 2 gemäß der zweiten Variante einen ovalen Querschnitt aufweisen. Bei beiden Varianten kann ein Verdrehen des Kugelgelenks B gegenüber dem Grundkörper 1 sicher verhindert werden.
Aus Figur 3 ist ein Längsschnitt durch eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Pendelstütze ersichtlich, wobei der Grundkörper 1 im Bereich seines zweiten Stirnendes Ic in einen im ersten Bereich 2a des Befestigungselements 2 ausgebildeten Hinterschnitt 2m mit einer Einformung bzw. mit einem Vorsprung Ii formschlüssig eingreift. Anders als bei der ersten Ausführungsform wird die formschlüssige Verbindung nicht durch Einschnappen des
Befestigungselement 2 in den Grundkörper 1 erzielt, sondern durch Materialumformung der Wandung des Grundkörpers 1, nachdem das Befestigungselement 2 in den Grundkörper 1 eingesetzt ist. Das Umformen des Grundkörpers 1 im Bereich seines zweiten Stirnendes Ic erfolgt dabei unter Einsatz von mechanischer Energie und Ultraschall oder thermischer Energie, wobei der Vorsprung Ii erst durch diesen Umformprozess ausgebildet wird.
Aus Figur 4 ist eine zweite Variante des Befestigungselements 2 für die zweite Ausführungsform ersichtlich, wobei im ersten Bereich 2a mehrere Vorsprünge 2b und dazwischenliegende Zwischenräume 2c vorgesehen sind. Auch gemäß der zweiten Variante wird der Grundkörper 1 im Bereich seines zweiten Stirnendes Ic durch ein Umformverfahren formschlüssig in die Zwischenräume 2c eingeformt, wobei die Vorsprünge 2b in die Innenwandung des Grundkörpers 1 eingreifen.
Ferner kann bei der zweiten Ausführungsform die aus Figur 2 ersichtliche Verdrehsicherung vorgesehen sein.
Aus Figur 5 ist ein Längsschnitt durch eine dritte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Pendelstütze ersichtiich, wobei der Außenumfang des ersten Bereichs 2a des in den Grundkörper 1 eingesetzten Befestigungselements 2 über einen Klebstoff 4 stoffschlüssig mit der Innenwandung des Grundkörpers 1 verbunden ist.
Die ersten drei Ausführungsformen weisen das gemeinsame Merkmal auf, dass das Befestigungselement 2 einstückig mit dem Gehäuse G des Bauteils B ausgebildet ist.
Aus Figur 6 ist ein Längsschnitt durch eine vierte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Pendelstütze ersichtlich, wobei ein Dübel 5 aus Kunststoff in den Hohlraum If des Grundkörpers 1 im Bereich des zweiten Stirnendes Ic eingesetzt ist. Zur axialen Fixierung weist der Dübel 5 einen Kragen 6 auf, der am zweiten Stirnende Ic des Grundkörpers 1 anliegt. In dem ringförmigen Gehäuse G des Kugelgelenks B ist eine Bohrung 7 vorgesehen, durch welche hindurch sich eine Schraube 8 in den Dübel 5 hinein erstreckt und in diesen eingeschraubt ist. Zur axialen Fixierung weist die Schraube 8 einen Schraubenkopf 9
größeren Durchmessers auf, wobei der Schraubenkopf 9 in die Innenwandung des Gehäuses G eingelassen ist und nicht über diese hervorsteht.
Während des Einschraubens der Schraube 8 in den Dübel 5 weitet sich der Dübel 5 in einem Aufweitungsbereich 10 auf und legt sich fest an die Innenwandung des Grundkörpers 1 an. Da der Grundkörper 1 und somit auch der Dübel 5 am Aufweitungsbereich 10 einen größeren Durchmesser als im Bereich des Stirnendes Ic aufweisen, ist eine feste und formschlüssige Verbindung von Kugelgelenk B und Grundkörper 1 gegeben.
Auch bei dieser Ausführungsform kann die aus Figur 2 ersichtliche Verdrehsicherung vorgesehen sein.
Aus Figur 7 ist ein Extrusionsprofil 11 ersichtlich, das zum Herstellen des Grundkörpers 1 verwendet wird. Die Einstellung der Länge dieses Profils 11, die auch die Länge des späteren Grundkörpers 1 bestimmt, ist kostengünstig realisierbar, da das Extrusionsprofil 11 einfach auf die gewünschte Länge geschnitten werden kann. Danach kann das abgeschnittene Extrusionsprofil 11 einer Blasumformung unterzogen werden.
Figur 8 zeigt das durch Blasformen aufgeblasene Extrusionsprofil, welches nun den Grundkörper 1 bildet. Wie aus der Figur ersichtlich, ist der Durchmesser des Grundkörpers 1 im mittleren Bereich Ib größer als im Bereich des ersten und des zweiten Stirnendes Ia bzw. Ic, wobei über den Durchmessers im mittleren Bereich Ib unter anderem die Knicklasten einstellbar sind, die der Grundkörper 1 aufnehmen kann. Ferner weist die Wandung des Grundkörpers 1 im Bereich des ersten und des zweiten Stirnendes Ia bzw. Ic eine größere Dicke als im mittleren Bereich auf, was sich ideal zum Einleiten von Kräften eignet.
Auch ein Verdrehen der beiden Stirnenden Ia und Ic gegeneinander um die Längsachse des Grundkörpers 1 kann in einfacher Weise z. B. während des Blasformens im mittleren Bereich Ib realisiert werden. Dieses Verdrehen kann z.B. bei nicht kreisförmigen Querschnitten in den Bereichen der Stirnenden Ia und Ic zum Ausbilden von
unterschiedlichen Orientierungen von an dem Grundkörper 1 befestigten Bauteilen genutzt werden. Das dafür benötigte Werkzeug kann sehr einfach und somit kostengünstig gehalten werden, da die Drücke beim Extrudieren sehr gering sind.
Wie aus Figur 8 ersichtlich, weist der Grundkörper 1 im Bereich seines zweiten Stirnendes Ic an seiner Außenwandung umlaufende Rücksprünge bzw. Nuten Ig auf, zwischen denen seitliche Begrenzungen Ih ausgebildet sind. Durch diese Ausbildung der Außenwandung ist es auch möglich, eine Schnapp Verbindung mit einem hohlzylindrischen Befestigungselement auszubilden, in welches der Grundkörper 1 mit seinem zweiten Stirnende Ic eingreift.
Bezugszeichenliste
1 Grundkörper
Ia erstes Stirnende des Grundkörpers
Ib mittlerer Bereich des Grundkörpers
Ic zweites Stirnende des Grundkörpers
Id umlaufende Rücksprünge bzw. Nuten an der Innenwandung des
Grundkörpers Ie seitliche Begrenzungen der Rücksprünge bzw. Nuten des Grundkörpers an der
Innenwandung .
If durchgehender Hohlraum des Grundkörpers
Ig umlaufende Rücksprünge bzw. Nuten an der Außenwandung des Grundkörpers Ih seitliche Begrenzungen der Rücksprünge bzw. Nuten des Grundkörpers an der
Außenwandung Ii Einformung bzw. Vorsprung
2 Befestigungselement
2a erster, die Vorsprünge, die Rücksprünge bzw. den Hinterschnitt oder den Klebstoff aufweisender Bereich des Befestigungselements
2b Vorsprünge des Befestigungselements
2c Zwischenraum zwischen den Vorsprüngen
2e Anschlag, gebildet durch das Befestigungselement bzw. Kugelgelenkgehäuse
2m Hinterschnitt bzw. Rücksprung oder Nut
3 elastisches Element
4 Klebstoff
5 Dübel
6 Kragen
7 Bohrung
8 Schraube
9 Schraubenkopf
10 Aufweitungsbereich
11 Extrusionsprofil
B Bauteil
G ringförmiges Gehäuse
L Lagerschale
K Kugelzapfen
D Dichtungsbalg