EP4755813A1 - Transferbehälter zum gemeinsamen manuellen umsetzen von stückgut und zugehöriges verfahren - Google Patents

Transferbehälter zum gemeinsamen manuellen umsetzen von stückgut und zugehöriges verfahren

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EP4755813A1
EP4755813A1 EP24217152.8A EP24217152A EP4755813A1 EP 4755813 A1 EP4755813 A1 EP 4755813A1 EP 24217152 A EP24217152 A EP 24217152A EP 4755813 A1 EP4755813 A1 EP 4755813A1
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EP
European Patent Office
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transfer container
bottom wall
container
transfer
release
Prior art date
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Pending
Application number
EP24217152.8A
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Inventor
Jörg Weber
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Swisslog AG
Original Assignee
Swisslog AG
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Publication date
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Publication of EP4755813A1 publication Critical patent/EP4755813A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65D—CONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
    • B65D11/00—Containers having bodies formed by interconnecting or uniting two or more rigid, or substantially rigid, components made wholly or mainly of plastics material
    • B65D11/10—Containers having bodies formed by interconnecting or uniting two or more rigid, or substantially rigid, components made wholly or mainly of plastics material of polygonal cross-section and all parts being permanently connected to each other
    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B65D21/06—Containers specially shaped, or provided with fittings or attachments, to facilitate nesting, stacking, or joining together with movable parts adapted to be placed in alternative positions for nesting the containers when empty and for stacking them when full
    • B65D21/068—Containers specially shaped, or provided with fittings or attachments, to facilitate nesting, stacking, or joining together with movable parts adapted to be placed in alternative positions for nesting the containers when empty and for stacking them when full the movable parts consisting of walls or parts thereof, i.e. deformable containers
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    • B65D5/42—Details of containers or of foldable or erectable container blanks
    • B65D5/72—Contents-dispensing means
    • B65D5/726—Means for discharging contents through the bottom of containers

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Abstract

Die Erfindung betrifft einen Transferbehälter (12) zum gemeinsamen manuellen Umsetzen von Stückgut (9) in einen Versandbehälter (15) im Rahmen des Kommissionierens, aufweisend wenigstens ein in Greifweite zu einem Griff (14) am Transferbehälter (12) angeordnetes manuelles Betätigungsmittel (21) zum Betätigen mittels wenigstens eines Fingers einer Hand einer Person (13), welche den Transferbehälter (12) an dem Griff (14) festhält, wobei das manuelle Betätigungsmittel (21) ausgebildet ist, bei seiner Betätigung eine verstellbare Bodenwand (19) des Transferbehälters (12) aus ihrer Schließstellung freizugeben, so dass die Bodenwand (19) in ihre Freigabestellung bewegbar ist, um aufgrund der manuellen Betätigung des Betätigungsmittels (21) das im Lagerraum (17) des Transferbehälters (12) befindliche Stückgut (9) bei geöffneter Bodenwand (19) über eine nach unten weisende Öffnung (20) durch Herausfallen aus dem Transferbehälter (12) nach unten auszugeben. Die Erfindung betrifft außerdem ein zugehöriges Verfahren zum Umsetzen von Stückgut (9) in einen Versandbehälter (15) mittels eines solchen Transferbehälters (12) .

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Transferbehälter zum gemeinsamen manuellen Umsetzen von Stückgut in einen Versandbehälter im Rahmen des Kommissionierens, aufweisend wenigstens eine den Lagerraum des Transferbehälters seitlich begrenzende Seitenwand, wenigstens einen an der Seitenwand angeordneten Griff, der ausgebildet ist zum Fassen des Griffes durch eine Hand einer Person, um den Transferbehälter manuell handhaben zu können, und eine den Lagerraum des Transferbehälters von unten begrenzende Bodenwand. Die Erfindung betrifft außerdem ein zugehöriges Verfahren zum Umsetzen von Stückgut in einen Versandbehälter mittels eines solchen Transferbehälters.
  • Die EP 4 067 266 A1 beschreibt einen Kommissionierarbeitsplatz, aufweisend eine Pick-Station, die eine Einzel-Aufnahmeeinrichtung für einen einzelnen Ladungsträger aufweist, wobei die Einzel-Aufnahmeeinrichtung an eine Ladungsträger-Fördereinrichtung zum Transportieren von Ladungsträgern zwischen der Pick-Station des Kommissionierarbeitsplatzes und einem Lager anschließbar ist, des Weiteren aufweisend eine von der Einzel-Aufnahmeeinrichtung separate stationäre Zwischenpufferablage an der Pick-Station, wobei die stationäre Zwischenpufferablage ausgebildet ist zum gleichzeitigen Zwischenlagern von mehreren zu kommissionierenden Artikeln, und eine Transfereinrichtung zum gemeinsamen Bewegen der an der Zwischenpufferablage zwischengelagerten Artikel in einen an der Einzel-Aufnahmeeinrichtung der Pick-Station positionierten Ladungsträger.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, einen Transferbehälter zu schaffen, mit dem kommissioniertes Stückgut besonders schnell und schonend manuell in einen Versandbehälter umgesetzt werden kann. Eine weitere Aufgabe ist es, ein Verfahren zu schaffen, durch das kommissioniertes Stückgut besonders schnell und schonend manuell in einen Versandbehälter umgesetzt werden kann.
  • Die Aufgabe wird gelöst durch einen Transferbehälter zum gemeinsamen manuellen Umsetzen von Stückgut in einen Versandbehälter im Rahmen des Kommissionierens, aufweisend:
    • wenigstens eine den Lagerraum des Transferbehälters seitlich begrenzende Seitenwand,
    • wenigstens einen an der Seitenwand angeordneten Griff, der ausgebildet ist zum Fassen des Griffes durch eine Hand einer Person, um den Transferbehälter manuell handhaben zu können,
    • eine den Lagerraum des Transferbehälters von unten begrenzende Bodenwand, welche an der Seitenwand zwischen einer Schließstellung, in der die Bodenwand eine von der wenigstens einen Seitenwand eingefasste, nach unten weisende Öffnung des Transferbehälters verschließt, so dass in dem Lagerraum des Transferbehälters vorhandenes Stückgut in dem Transferbehälter zurückgehalten wird, und einer Freigabestellung, in der die Bodenwand die von der wenigstens einen Seitenwand eingefasste, nach unten weisende Öffnung des Transferbehälters freigibt, so dass in dem Lagerraum des Transferbehälters vorhandenes Stückgut aus dem Transferbehälter herausfallen kann, verstellbar gelagert ist,
    • wenigstens ein in Greifweite zum Griff am Transferbehälter angeordnetes manuelles Betätigungsmittel zum Betätigen mittels wenigstens eines Fingers einer Hand einer Person, welche den Transferbehälter an dem Griff festhält, wobei das manuelle Betätigungsmittel ausgebildet ist, bei seiner Betätigung die Bodenwand aus ihrer Schließstellung freizugeben, so dass die Bodenwand in ihre Freigabestellung bewegbar ist, um aufgrund der manuellen Betätigung des Betätigungsmittels das im Lagerraum des Transferbehälters befindliche Stückgut bei geöffneter Bodenwand über die nach unten weisende Öffnung durch Herausfallen aus dem Transferbehälter nach unten auszugeben.
  • Speziell im Bereich der Intralogistik kommen automatisierte Kommissioniereinrichtungen, wie beispielsweise automatische Fördermittel und automatisch angesteuerte Roboter zum Einsatz, mit denen Stückgut, insbesondere unterschiedliche Waren eines in einem Lager vorgehaltenen Sortiments, entsprechend einem Auftrag zu einer Bestellung zusammengestellt werden kann.
  • Im Bereich der Intralogistik werden für das automatisierte Kommissionieren Intralogistikbehälter verwendet, die beispielsweise für den automatischen Transport von Einzelwaren, Verpackungseinheiten und/oder Warengruppen, beispielsweise zwischen einem Lager und einem Kommissionierarbeitsplatz, eingesetzt werden. Üblicherweise wird dabei das Stückgut entsprechend auftragsbezogen in einen einzelnen Intralogistikbehälter zusammengetragen.
  • Der Intralogistikbehälter ist dabei ein Behälter, wie beispielsweise eine starre Kunststoffkiste, die auch als Lagerbehälter oder Transportbehälter bezeichnet wird. Der Intralogistikbehälter ist dazu bestimmt, innerhalb des Intralogistiksystems zu verbleiben und das Betriebsgelände nicht zu verlassen.
  • Im Gegensatz dazu grenzen sich Versandbehälter ab, deren Zweck es ist, ein Paket für das kommissioniere Stückgut zu bilden, das beispielsweise durch eine Spedition außerhalb des Betriebsgeländes des Intralogistiksystems an einen vorbestimmten Zielort transportiert wird. Der Versandbehälter wird dabei meistens aus Karton bestehen, der ein Versandpaket bzw. einen Versandkarton für das kommissionierte Stückgut bildet.
  • Innerhalb eines Kommissioniersystems besteht daher die grundsätzliche Aufgabe, dass das in einen Intralogistikbehälter kommissionierte Stückgut in den Versandbehälter umgesetzt werden muss.
  • Ein solches Umsetzen des kommissionierten Stückguts in einen Versandbehälter erfolgt weitgehend nicht automatisiert, sondern manuell durch eine Person, die unter anderem auch als Kommissionierer oder Picker bezeichnet wird. Dabei wird ein gefüllter Intralogistikbehälter oder mehrere gefüllte Intralogistikbehälter an einer sogenannten Pickstation bereitgestellt, an welcher der Kommissionierer die einzelnen Stückgüter auftragsbezogen in den Versandbehälter einzeln manuell umsetzt. Dieser Vorgang ist jedoch sehr zeitaufwändig.
  • Um die Zeit für das Umsetzen des Stückgutes aus dem Intralogistikbehälter in den Versandbehälter zu verkürzen, ist es auch bekannt, dass der Intralogistikbehälter von dem Kommissionierer manuell ergriffen wird und das sich darin befindende Stückgut manuell in den Versandbehälter umgeschüttet wird. Dies ist jedoch dahingehend nachteilig, dass einerseits das Stückgut durch das Umschütten einer hohen Gefahr der Beschädigung ausgesetzt wird und andererseits das manuelle Umkippen des Intralogistikbehälters aus ergonomischer Sicht für den Kommissionierer ungünstig ist, da der Intralogistikbehälter kopfüber gewendet werden muss.
  • Daher wird erfindungsgemäß ein spezieller Transferbehälter vorgeschlagen, in den das Stückgut kommissioniert wird, und der wenigstens eine verstellbar gelagerte Bodenwand aufweist, die geöffnet werden kann, so dass das kommissionierte Stückgut aus dem Transferbehälter über eine nach unten weisende Öffnung des Transferbehälters herausfallen und in den Versandbehälter hineinfallen kann. Der Transferbehälter wird dabei von der Person, d.h. von dem Kommissionierer, bei geschlossener Bodenwand zusammen mit dem darin kommissionierten Stückgut manuell in den Versandbehälter oder zumindest über den Versandbehälter positioniert und dann die Bodenwand geöffnet, so dass die untere Öffnung des Transferbehälters freigegeben wird und das Stückgut aus dem Transferbehälter heraus in den Versandbehälter herabfallen kann. Ein Wenden kopfüber kann somit entfallen.
  • In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung kann der mit dem Stückgut befüllte Transferbehälter zunächst direkt in den Versandbehälter eingestellt werden und dann das manuelle Betätigungsmittel durch den Kommissionierer betätigt werden, wodurch die Bodenwand freigegeben wird. Anschließend zieht der Kommissionierer den Transferbehälter nach oben aus dem Versandbehälter heraus, so dass die Bodenwand sich vollständig öffnen kann, das Stückgut selbsttätig allein aufgrund der Schwerkraft in den Versandbehälter abgegeben wird und der leere Transferbehälter ohne das Stückgut, bei geöffneter Bodenwand, aus dem Versandbehälter manuell wieder entfernt wird. Besonders vorteilhaft an dieser Ausgestaltung ist es, dass das Stückgut möglichst nahe an den Boden des Versandbehälters gebracht werden kann, so dass die Fallhöhe für das Stückgut, wenn es den Transferbehälter verlässt und in den Versandbehälter abgegeben wird, möglichst gering ist. In einer solchen Ausgestaltung kann es von besonderem zusätzlichen Vorteil sein, wenn die wenigstens eine Bodenwand des Transferbehälters nicht als eine schwenkbare Klappe, sondern als eine linear verstellbare Bodenwand verschiebbar oder ab- und aufrollbar ist.
  • Aber auch wenn die Bodenwand als eine schwenkbare Klappe ausgebildet ist, so kann die Bodenwand in ihrer Schließstellung freigegeben werden, wenn der Transferbehälters in dem Versandbehälter eingestellt ist, wobei anschließend während eines Heraushebens des Transferbehälters aus dem Versandbehälter, die Bodenwand allmählich nach unten aufklappt und das Stückgut entlang der durch die teilweise aufgeklappte Bodenwand sich gebildete Schrägfläche aus dem Transferbehälter heraus und in den Versandbehälter hineinrutschen kann. In diesem Fall ist ein Herabstützen des Stückgutes verhindert und das Stückgut wird somit sehr schonend in den Versandbehälter abgegeben.
  • Wenn das Stückgut jedoch robust ist und keine Gefahr besteht, dass es durch ein Herabfallen des Stückgutes über eine gewisse Höhe hinweg beschädigt werden könnte, so kann in einer Sonderform der Transferbehälter auch einfach oberhalb des Versandbehälters manuell positioniert werden, die Bodenwand geöffnet werden, wodurch das in dem Transferbehälter vorhandene Stückgut in den Versandbehälter hineinfallen kann. Die Fallhöhe kann dabei zumindest im Wesentlichen der Bauhöhe des Versandbehälters entsprechen oder geringfügig größer sein. Der Transferbehälter ist demnach ein vom Versandbehälter verschiedener Behälter. Der Transferbehälter ist dazu bestimmt, innerhalb des Intralogistiksystems zu verbleiben und das Betriebsgelände nicht zu verlassen. Der Transferbehälter kann insbesondere ein vom Intralogistikbehälter verschiedener Behälter sein. Demgemäß kann der Transferbehälter vor dem Kommissionieren in einen leeren Intralogistikbehälter eingestellt werden, so dass das kommissionierte Stückgut nicht in den Intralogistikbehälter als solches, sondern direkt in den Transferbehälter hinein kommissioniert werden kann.
  • In einer abgewandelten Ausgestaltung kann es jedoch vorgesehen sein, dass der Intralogistikbehälter selbst als ein Transferbehälter ausgebildet ist. In dieser abgewandelten Ausgestaltung würde dann der Intralogistikbehälter unmittelbar die wenigstens eine verstellbare Bodenwand, den wenigstens einen Griff und das manuelle Betätigungsmittel aufweisen.
  • Ganz allgemein kann der Transferbehälter beispielsweise ein Kunststoffbehälter sein. Auch wenn es im Rahmen der Erfindung nicht auf eine konkrete Gestalt des Transferbehälters ankommt, der Transferbehälter insoweit im Allgemeinen eine beliebige Gestalt aufweisen kann, so wird dennoch eine quaderförmige Grundgestalt für den Transferbehälter zweckmäßig sein. So kann der Transferbehälter insbesondere vier Seitenwände aufweisen, die einen quaderförmigen Lagerraum seitlich begrenzen. Der Transferbehälter kann demgemäß eine nach unten weisende, rechteckige untere Öffnung, d.h. eine rechteckige Bodenöffnung aufweisen. Die Öffnung wird in der Schließstellung von der wenigstens einen, verstellbar gelagerten Bodenwand verschlossen.
  • Der Transferbehälter kann eine einzige verstellbar gelagerte Bodenwand aufweisen. Alternativ kann der Transferbehälter mehrere Bodenwandteile aufweisen, die jeweils einzeln und unabhängig voneinander verstellbar an dem Transferbehälter gelagert sein können. Die mehreren Bodenwandteile können sich in ihren Schließstellung zu einem Bodenwandverbund ergänzen, der die untere Öffnung des Transferbehälters vollständig abschließt, und zwar zumindest so weit, dass in der Schließstellung kein Stückgut aus dem Lagerraum des Transferbehälters herausfallen kann. Die Bodenwand bzw. die Bodenwandteile können demgemäß entweder geschlossenwandig oder in Art eines Gitters oder einer perforierten Wand ausgebildet sein. Gegebenenfalls kann die Bodenwand, statt starr zu sein, auch flexibel ausgebildet sein und beispielsweise in Art eines Stoffes oder einer Folie ausgebildet sein.
  • Der Transferbehälter weist wenigstens einen Griff auf. Beispielsweise im Falle eines quaderförmigen Transferbehälters können zwei gegenüberliegende Seitenwände jeweils einen Griff aufweisen, so dass der Transferbehälter beispielsweise zwei Griffe aufweisen kann. So kann eine Person den Transferbehälter mit beiden Händen, jeweils linksseitig und rechtsseitig, fassen und anheben.
  • Der jeweilige Griff kann beispielsweise als ein Griffausschnitt in der Seitenwand des Transferbehälters gebildet werden. Alternativ könnte auch eine Griffschale an der Seitenwand des Transferbehälters vorgesehen sein. In einer anderen Ausführungsvariante ist auch vorstellbar, dass der jeweilige Griff in Art einer Griffschnur ausgebildet ist, die an der Seitenwand des Transferbehälters befestigt ist. In einer vereinfachten Ausführungsvariante kann der jeweilige Griff gegebenenfalls auch von einem umgebogenen und/oder hinterschnittenen Randvorsprung an einer Oberkante einer jeweiligen Seitenwand gebildet werden, soweit dieser derart gestaltet ist, dass eine Person mit den Fingern einer Hand daran so angreifen kann, dass der Transferbehälter auf sichere Weise manuell angehoben werden kann.
  • Der Transferbehälter umfasst erfindungsgemäß wenigstens ein in Greifweite zum Griff am Transferbehälter angeordnetes manuelles Betätigungsmittel zum Betätigen mittels wenigstens eines Fingers einer Hand einer Person, welche den Transferbehälter an dem Griff festhält, wobei das manuelle Betätigungsmittel ausgebildet ist, bei seiner Betätigung die Bodenwand aus ihrer Schließstellung freizugeben, so dass die Bodenwand in ihre Freigabestellung bewegbar ist, um aufgrund der manuellen Betätigung des Betätigungsmittels das im Lagerraum des Transferbehälters befindliche Stückgut bei geöffneter Bodenwand über die nach unten weisende Öffnung durch Herausfallen aus dem Transferbehälter nach unten auszugeben.
  • Das manuelle Betätigungsmittel kann in einer ersten Ausführungsform über eine Koppeleinrichtung direkt an die wenigstens eine verstellbare Bodenwand angekoppelt sein, so dass eine mechanische Bewegung des manuellen Betätigungsmittels direkt auf die verstellbare Bodenwand übertragen wird, so dass sich die Bodenwand entsprechend der mechanischen Bewegung des manuellen Betätigungsmittels bewegt. Dies hat unter anderem den Vorteil, dass durch die Bewegung des manuellen Betätigungsmittels die verstellbare Bodenwand wahlweise aktiv geöffnet und auch wieder aktiv geschlossen werden kann. Die Koppeleinrichtung kann hierzu beispielsweise einen Bowdenzug umfassen, welcher die Bewegung des manuellen Betätigungsmittels auf die verstellbare Bodenwand überträgt.
  • Das manuelle Betätigungsmittel kann in einer alternativen zweiten Ausführungsform aber auch eine Koppeleinrichtung betätigen, die an ein Entriegelungsmittel angekoppelt ist. Das Entriegelungsmittel ist dabei zwischen einer Entriegelungsstellung und einer Verriegelungsstellung verstellbar am Transferbehälter gelagert. In seiner Verriegelungsstellung hält das Entriegelungsmittel die verstellbar gelagerte Bodenwand in ihrer Schließstellung, so dass die Bodenwand sich nicht unbeabsichtigt öffnen kann, d.h. sich nicht in die Freigabestellung bewegen kann. Wird nun durch eine manuelle Betätigung des manuellen Betätigungsmittels das Entriegelungsmittel in seine Entriegelungsstellung bewegt, so wird die Bodenwand von dem Entriegelungsmittel freigegeben und die Bodenwand kann sich in ihre Freigabestellung bewegen.
  • Im einfachsten Fall kann sich die verstellbare Bodenwand dadurch aus ihrer Schließstellung in die Freigabestellung bewegen, indem die Bodenwand, beispielsweise als klappbare Bodenklappe ausgebildet, durch Schwerkrafteinfluss selbsttätig aufklappt. Ein solches Aufklappen kann gegebenenfalls durch eine Federeinrichtung unterstützt sein, welche die Bodenwand mittels Federkraft aus der Schließstellung in die Freigabestellung bewegt.
  • Der Transferbehälter kann insbesondere eine erste Seitenwand aufweisen, an der ein erster Griff angeordnet ist, der Transferbehälter kann dabei eine der ersten Seitenwand gegenüberliegende zweite Seitenwand aufweisen, an der ein zweiter Griff angeordnet ist, und das manuelle Betätigungsmittel kann dabei wenigstens einen am ersten Griff und/oder am zweiten Griff verstellbar gelagerten, manuell zu betätigenden Auslösehebel oder wenigstens eine am ersten Griff und/oder am zweiten Griff verstellbar gelagerte, manuell zu betätigende Auslösetaste aufweist, wobei der Auslösehebel oder die Auslösetaste mit einer Koppeleinrichtung verbunden ist, welche eine manuelle Verstellbewegung des Auslösehebels oder der Auslösetaste auf die verstellbar gelagerte Bodenwand oder auf ein an die Bodenwand gekoppeltes Entriegelungsmittel überträgt.
  • Der Auslösehebel kann beispielsweise schwenkbar an der jeweiligen Seitenwand gelagert sein und der Auslösehebel kann einen Hebelabschnitt aufweisen, der in den Griffbereich des zugeordneten Griffes hineinragt, so dass eine Person, die den Transferbehälter mit beiden Händen trägt, den Hebelabschnitt des Auslösehebels mit wenigstens einem Finger der Hand erreichen und betätigen kann. Der Auslösehebel kann insoweit in Art eines üblichen manuellen Bremshebels ausgebildet sein.
  • Statt eines Auslösehebels kann aber auch eine Auslösetaste vorgesehen sein. Die Auslösetaste kann insoweit in Art eines Druckschalttasters ausgebildet sein, der eine Tastfläche aufweist, die beispielsweise durch Drücken mit einem Daumen einer Hand oder einem Zeigefinge einer Hand gedrückt und damit betätigt werden kann. Eine solche Auslösetaste kann beispielsweise im Bereich eines Griffabschnitts eines zugeordneten Griffes des Transferbehälters positioniert sein. Eine solche Auslösetaste kann besonders dann zweckmäßig sein, wenn die Auslösetaste an ein Entriegelungsmittel gekoppelt ist, so dass durch manuelles Drücken der Auslösetaste das Entriegelungsmittel in seine Entriegelungsstellung gebracht wird, so dass die verstellbare Bodenwand selbsttätig sich in ihre Freigabestellung bewegen kann.
  • Die Koppeleinrichtung kann ausgebildet sein, einerseits eine Öffnungsbewegung des Auslösehebels oder der Auslösetaste auf die verstellbar gelagerte Bodenwand oder das Entriegelungsmittel zu übertragen, um die Bodenwand aus ihrer Schließstellung in ihre Freigabestellung zu bringen, und andererseits eine Schließbewegung des Auslösehebels oder der Auslösetaste auf die verstellbar gelagerte Bodenwand oder das Entriegelungsmittel zu übertragen, um die Bodenwand aus ihrer Freigabestellung in ihre Schließstellung zu bringen.
  • Die Bodenwand kann an einer Unterkante der Seitenwand des Transferbehälters um eine Schwenkachse drehbar gelagert sein, so dass die Bodenwand zwischen einer horizontalen Lage, in welcher die Bodenwand sich in ihrer Schließstellung befindet, und einer abschüssigen Lage, in welcher die Bodenwand sich in ihrer Freigabestellung befindet, hin und her schwenkbar ist.
  • In der abschüssigen Lage kann die wenigstens eine Bodenwand beispielsweise vertikal nach unten ragend ausgerichtet sein. Wenn die Bodenwand im Bereich eines Randes der Bodenwand um eine horizontale Schwenkachse drehend nach unten kippt, so wird die Bodenwand unter Schwerkrafteinfluss eine vertikale Ausrichtung einnehmen.
  • Der Transferbehälter kann jedoch in einer speziellen Ausführungsvariante wenigstens einen Anschlag aufweisen, welcher den Schwenkwinkel der Bodenwand begrenzt, so dass die Bodenwand aus ihrer horizontalen Schließstellung lediglich um weniger als 90 Grad in Richtung der vertikalen Freigabestellung schwenken kann, wodurch die Bodenwand nicht ganz in die vertikale Freigabestellung schwenken kann. Die wenigstens eine Bodenwand bleibt somit in einer geringfügigen Schrägstellung stehen.
  • Demgemäß kann die abschüssige Lage der schwenkbaren Bodenwand, insbesondere die abschüssige Lage eines im Folgenden noch näher beschriebenen schwenkbaren ersten Bodenwandteils und/oder eines zweiten Bodenwandteils eine von der senkrechten Orientierung abweichende, in Drehrichtung auf die Schließstellung zu angestellte Drehlage sein.
  • Dies hat den Vorteil, dass beispielsweise das Schließen der wenigstens einen Bodenwand dadurch erfolgen kann, dass der entleerte Transferbehälter mit seiner offenstehenden Bodenwand auf eine Fläche, beispielsweise den Boden eines Intralogistikgehälters oder eine Tischfläche, abgestellt wird und dadurch die Bodenwand in ihre Schließstellung gedrückt wird. So kann das Schließen der Bodenwand durch das Abstellen des Transferbehälters unmittelbar veranlasst werden. Demgemäß können aufwändige Schließmechanismen zum Bewegen der Bodenwand aus ihrer Freigabestellung in die Schließstellung entfallen.
  • Die Bodenwand kann mehrteilig ausgebildet sein und wenigstens ein erstes Bodenwandteil aufweisen, das an der Unterkante einer ersten Seitenwand des Transferbehälters um eine erste Schwenkachse drehbar gelagert ist, so dass das erste Bodenwandteil zwischen einer horizontalen Lage, in welcher das erste Bodenwandteil sich in seiner Schließstellung befindet, und einer abschüssigen Lage, in welcher das erste Bodenwandteil sich in seiner Freigabestellung befindet, hin und her schwenkbar ist, und wenigstens ein zweites Bodenwandteil aufweisen, das an der Unterkante einer zweiten Seitenwand des Transferbehälters um eine zweite Schwenkachse drehbar gelagert ist, so dass das zweite Bodenwandteil zwischen einer horizontalen Lage, in welcher das zweite Bodenwandteil sich in seiner Schließstellung befindet, und einer abschüssigen Lage, in welcher das zweite Bodenwandteil sich in seiner Freigabestellung befindet, hin und her schwenkbar ist.
  • So können beispielsweise zwei verstellbar gelagerte Bodenwände vorgesehen sein, die jeweils die halbe Fläche der unteren Öffnung des Transferbehälters in der Schließstellung abdecken und sich in ihren Schließstellungen flächig ergänzen. Gegebenenfalls können die beiden Bodenwände in ihren Schließstellungen sich auch teilweise überlappen.
  • In einer weiteren Ausführungsvariante ist beispielsweise auch denkbar, dass insgesamt vier Bodenwände vorgesehen sind, die jeweils eine dreieckige Form aufweisen und die jeweils an einer der vier Unterkanten eines quaderförmigen Transferbehälters schwenkbar gelagert sind, wobei sich die Spitzen der vier dreieckigen Bodenwände in ihren Schließstellung in einem gemeinsamen zentralen Punkt der Öffnung des Transferbehälters treffen.
  • In einer anderen Ausführungsform, alternativ zu einer schwenkbaren Klappe, kann die Bodenwand an gegenüberliegenden Unterkanten zweier Seitenwände des Transferbehälters linear verstellbar gelagert sein, so dass die Bodenwand zwischen einer die Öffnung überdeckenden Anordnung, in welcher die Bodenwand sich in ihrer Schließstellung befindet, und einer die Öffnung freigebenden Anordnung, in welcher die Bodenwand sich in ihrer Freigabestellung befindet, verschiebbar oder ab- und aufrollbar ist.
  • Die Bodenwand kann somit, statt starr zu sein, aus einem flexiblen Material hergestellt sein, wie beispielsweise in Art eines Gitters, eines Stoffes oder einer Folie. Die flexible Bodenwand kann aber auch in Art eines Rollos ausgebildet sein und demgemäß mehrere feste Lamellen aufweisen, die gelenkig miteinander verbunden sind.
  • Wenn die Bodenwand nicht starr ausgebildet ist, sondern flexibel ist, kann dies den Vorteil haben, dass der Transferbehälter sehr tief in den Versandbehälter eintauchen kann, insbesondere bis zu der inneren Bodenfläche des Versandbehälters und dennoch die Bodenwand in dieser Position aus ihrer Schließstellung in ihre Freigabestellung bewegt werden kann. Das in dem Transferbehälter vorhandene Stückgut kann dadurch beim Öffnen der Bodenwand des Transferbehälters sehr sanft in den Versandbehälter entlassen werden, insbesondere, ohne dass das Stückgut über eine bedeutende Höhe hinweg herabfallen müsste.
  • Die verstellbar gelagerte Bodenwand kann mittels einer Federeinrichtung des Transferbehälters in ihre Schließstellung vorgespannt gelagert sein, so dass die Bodenwand, wenn sie die Öffnung teilweise oder vollständig freigibt, aufgrund einer Vorspannung der Federeinrichtung sich selbsttätig in die Schließstellung zurückbewegen kann.
  • Die Federeinrichtung kann dabei derart abgestimmt sein, dass die Gewichtskraft des im Transferbehälter gelagerten Stückgutes eine entriegelte Bodenwand in ihre Freigabestellung zu bewegen vermag, wodurch das Stückgut in den Versandbehälter fallen kann. Ist das Stückgut in den Versandbehälter hineingefallen, ist die Bodenwand von dem Stückgut entlastet und die Federkraft der Federeinrichtung ist dann ausreichend hoch, um die Bodenwand, auch entgegen der Schwerkraftrichtung, aus ihrer Freigabestellung in ihre Schließstellung zurückzubewegen.
  • Die Aufgabe wird auch gelöst ein Verfahren zum Umsetzen von Stückgut in einen Versandbehälter mittels eines Transferbehälters, insbesondere eines Transferbehälters nach einem der beschriebenen Ausführungsformen, aufweisend die Schritte:
    • manuelles oder automatisches Kommissionieren von Stückgut aus einem Lager, in dem Waren unterschiedlicher Warenarten vorgehalten sind, in den Transferbehälter,
    • manuelles oder automatisches Bereitstellen eines Versandbehälters in unmittelbarer Nähe zu dem Transferbehälter, in dem sich das kommissionierte Stückgut befindet,
    • Umsetzen des kommissionierten Stückguts aus dem Transferbehälter in den Versandbehälter durch manuelles Positionieren des Transferbehälters über den Versandbehälter oder in den Versandbehälter, und durch
    • manuell ausgelöstes Verstellen einer Bodenwand des Transferbehälters, derart, dass eine untere Öffnung des Transferbehälters freigegeben wird und das in dem Transferbehälter vorhandene Stückgut selbsttätig in den Versandbehälter hineinfallen kann.
  • Das Verfahren kann insbesondere zum Umsetzen von Stückgut aus einem Intralogistikbehälter in einen Versandbehälter mittels des Transferbehälters erfolgen.
  • Das manuelle oder automatische Kommissionieren von Stückgut aus einem Lager, in dem Waren unterschiedlicher Warenarten vorgehalten sind, in den Transferbehälter, kann insbesondere innerhalb eines Betriebsgeländes eines Intralogistiksystems durchgeführt werden.
  • Der Versandbehälter kann insbesondere ein Versandkarton oder ein Versandpaket sein.
  • Das manuell ausgelöste Verstellen der Bodenwand des Transferbehälters, derart, dass die untere Öffnung des Transferbehälters freigegeben wird und das in dem Transferbehälter vorhandene Stückgut selbsttätig in den Versandbehälter hineinfallen kann, ist nicht nur dahingehend zu verstehen, dass das Stückgut über eine bedeutende Höhe hinweg in den Versandbehälter hineinfallen muss, sondern vielmehr kann das Hineinfallen vorzugsweise aus einer besonders geringen Höhe stattfinden, die auch nur wenige Zentimeter oder sogar nur wenige Millimeter betragen kann. Das Hineinfallen nähert sich insoweit an ein sanftes Ablegen an.
  • In einer Weiterentwicklung des Verfahrens kann vor einem manuellen oder automatischen Kommissionieren von Stückgut aus einem Lager, in dem Waren unterschiedlicher Warenarten vorgehalten sind, in den Transferbehälter, der Transferbehälter in einen leeren Intralogistikbehälter eingestellt werden.
  • Alternativ oder ergänzend kann das manuelle Positionieren des Transferbehälters über den Versandbehälter oder in den Versandbehälter derart durchgeführt werden, dass die wenigstens eine verstellbar gelagerte Bodenwand des Transferbehälters unmittelbar über den Boden des Versandbehälters platziert wird, und nach dem manuell ausgelösten Verstellen der Bodenwand des Transferbehälters oder während eines manuell ausgelösten Verstellens der Bodenwand des Transferbehälters, derart, dass die untere Öffnung des Transferbehälters freigegeben wird, der Transferbehälter manuell angehoben wird, um das Stückgut in den Versandbehälter zu entlassen.
  • Das manuelle Auslösen zum Verstellen der Bodenwand des Transferbehälters, derart, dass die untere Öffnung des Transferbehälters freigegeben wird, kann durch manuelles Betätigen eines Auslösehebels oder einer Auslösetaste des Transferbehälters erfolgen, während eine Person den Transferbehälter mittels wenigstens eines Griffes des Transferbehälters in der Hand oder in den Händen hält.
  • Konkrete Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der nachfolgenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren näher erläutert. Konkrete Merkmale dieser exemplarischen Ausführungsbeispiele können unabhängig davon, in welchem konkreten Zusammenhang sie erwähnt sind, gegebenenfalls auch einzeln oder in weiteren Kombinationen betrachtet, vorteilhafte Merkmale von alternativen Ausführungsvarianten der Erfindung darstellen.
  • Es zeigen:
  • Fig. 1
    eine perspektivische Darstellung eines beispielhaften Kommissionierarbeitsplatzes mit einem Roboter zum automatisierten Kommissionieren von Stückgut in einen Transferbehälter,
    Fig. 2
    eine Schnittdarstellung eines beispielhaften erfindungsgemäßen Transferbehälters, der in einem Intralogistikbehälter eingestellt ist, so dass Stückgut automatisiert in den Transferbehälter hinein kommissioniert werden kann,
    Fig. 3
    eine schematische Schnittdarstellung des Transferbehälters gemäß 2 mit darin abgelegtem Stückgut während eines manuellen Heraushebens des Transferbehäl- ters aus dem Intralogistikbehälter durch eine Person,
    Fig. 4
    eine schematische Schnittdarstellung des Transferbehälters gemäß 2 mit darin abgelegtem Stückgut in einer in einen Versandbehälter manuell umgesetzten Position bei manuell ausgelöster Bodenwand des Transferbehälters,
    Fig. 5
    eine schematische Schnittdarstellung des Transferbehälters gemäß 2 während eines manuellen Heraushebens des Transferbehälters aus dem Versandbehälter bei geöffneter Bodenwand, um das Stückgut in den Versandbehälter zu entlassen,
    Fig. 6
    eine schematische Darstellung des Versandbehälters von der Seite mit einer im Bereich des Griffes linear verstellbar gelagerten Auslösetaste,
    Fig. 7
    eine schematische Darstellung des Versandbehälters von der Seite mit einem im Bereich des Griffes schwenkbar verstellbar gelagerten Auslösehebel,
    Fig. 8
    eine abgewandelte Ausführungsform eines Versandbehälters mit linear verstellbaren Bodenwandteilen, linksseitig in einer Freigabestellung und rechtsseitig in einer Schließstellung, und
    Fig. 9
    ein Flussdiagramm der Schritte in dem grundlegenden erfindungsgemäßen Verfahren.
  • Die Fig. 1 zeigt beispielhaft einen Kommissionierarbeitsplatz 1 innerhalb eines Betriebsgeländes eines Intralogistiksystems mit einem Roboter, der den Roboterarm 2 und eine Robotersteuerung 3 umfasst.
  • Der Roboterarm 2 umfasst im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels mehrere, nacheinander angeordnete, und mittels Gelenke 4 drehbar miteinander verbundene Glieder 5.
  • Die Robotersteuerung 3 ist ausgebildet, ein Roboterprogramm auszuführen und die Glieder 5 und Gelenke 4 des Roboterarms 2 automatisch zu bewegen. Eines der mehreren Glieder 5 bildet ein Endglied des Roboterarms 2, das einen Werkzeugflansch 6 aufweist, an dem der Greifer 7 befestigt ist. Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels ist der Greifer 7 als ein Sauggreifer ausgebildet.
  • An dem Kommissionierarbeitsplatz 1 wird im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels aus einem Quellbehälter 8 auftragsbezogenes Stückgut 9 in einen Zielbehälter 10 hinein kommissioniert. Sowohl Quellbehälter 8 als auch der Zielbehälter 10 stellen Intralogistikbehälter 11 dar. Erfindungsgemäß ist in den als Zielbehälter 10 bestimmten Intralogistikbehälter 11 ein erfindungsgemäßer Transferbehälter 12 eingestellt. Der Transferbehälter 12 ist in Fig. 2 in gestrichelten Linien dargestellt, ebenso wie das sich bereits in dem Transferbehälter 12 befindende kommissionierte Stückgut 9. Das Stückgut 9 ist im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels mittels des Roboterarms 2 automatisch in den Transferbehälter 12 hinein kommissioniert.
  • Ist das automatische Kommissionieren eines jeweiligen Auftrags abgeschlossen, so hebt eine Person 13 den Transferbehälter 12 manuell aus dem Transferbehälter 12, d.h. aus dem Zielbehälter 10 heraus. Dazu weist der Transferbehälter 12 im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels insgesamt vier Griffe 14 auf. Nun kann die Person 13 den mit Stückgut 9 befüllten Transferbehälter 12 über einen Versandbehälter 15 positionieren, der beispielsweise über ein in Fig. 1 nur schematisch dargestelltes Fördermittel 16 bereitgestellt sein kann. Der Versandbehälter 15 ist im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels als ein Versandkarton ausgebildet.
  • Der Transferbehälter 12 dient zum gemeinsamen manuellen Umsetzen des Stückgutes 9 in den Versandbehälter 15 im Rahmen des Kommissionierens.
  • Wie in Fig. 2 bis Fig. 5 in Schnittdarstellungen anhand eines schematischen Ausführungsbeispiels gezeigt ist, weist der Transferbehälter 12 einen Lagerraum 17 des Transferbehälters 12 seitlich begrenzende Seitenwände 18 auf.
  • Zumindest an zwei gegenüberliegenden Seiten ist an jeder Seitenwand 18 ein Griff 14 angeordnet, der jeweils ausgebildet ist zum Fassen des Griffes 14 durch eine Hand einer Person 13, um den Transferbehälter 12 manuell handhaben, insbesondere anheben zu können.
  • Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels weist der Transferbehälter 12 zwei den Lagerraum 17 des Transferbehälters 12 von unten begrenzende Bodenwände 19 bzw. Bodenwandteile 19a auf, welche jeweils an einer der Seitenwände 18 zwischen einer Schließstellung (Fig. 2, Fig. 3), in der die Bodenwände 19 eine von den Seitenwänden 18 eingefasste, nach unten weisende Öffnung 20 des Transferbehälters 12 verschließt, so dass in dem Lagerraum 17 des Transferbehälters 12 vorhandenes Stückgut 9 in dem Transferbehälter 12 zurückgehalten wird, und einer Freigabestellung (Fig. 4, Fig. 5), in der die Bodenwände 19 die von den Seitenwänden 18 eingefasste, nach unten weisende Öffnung 20 des Transferbehälters 12 freigibt, so dass in dem Lagerraum 17 des Transferbehälters 12 vorhandenes Stückgut 9 aus dem Transferbehälter 12 herausfallen kann, verstellbar gelagert ist.
  • Der Transferbehälter 12 weist wenigstens ein in Greifweite zum Griff 14 am Transferbehälter 12 angeordnetes manuelles Betätigungsmittel 21 auf, das ausgebildet ist zum Betätigen des manuelles Betätigungsmittel 21 mittels wenigstens eines Fingers einer Hand der Person 13, welche den Transferbehälter 12 an dem Griff 14 bzw. an den Griffen 14 festhält, wobei das manuelle Betätigungsmittel 21 ausgebildet ist, bei seiner Betätigung die Bodenwände 19 bzw. die Bodenwandteile 19a aus ihren Schließstellungen freizugeben, so dass die Bodenwände 19 bzw. die Bodenwandteile 19a in ihre Freigabestellungen bewegbar sind, um aufgrund der manuellen Betätigung des Betätigungsmittels 21 das im Lagerraum 17 des Transferbehälters 12 befindliche Stückgut 9 bei geöffneten Bodenwänden 19 bzw. Bodenwandteilen 19a über die nach unten weisende Öffnung 20 durch Herausfallen aus dem Transferbehälter 12 nach unten auszugeben, wie dies in Fig. 4 und Fig. 5 aufgezeigt ist.
  • Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels weist der Transferbehälter 12 demgemäß eine erste Seitenwand 18.1 auf, an der ein erster Griff 14.1 angeordnet ist, und eine der ersten Seitenwand 18.1 gegenüberliegende zweite Seitenwand 18.2 auf, an der ein zweiter Griff 14.2 angeordnet ist, wobei das manuelle Betätigungsmittel 21 wenigstens einen am ersten Griff 14.1 und/oder am zweiten Griff 14.2 verstellbar gelagerten, manuell zu betätigenden Auslösehebel 21a oder wenigstens eine am ersten Griff 14.1 und/oder am zweiten Griff 14.2 verstellbar gelagerte, manuell zu betätigende Auslösetaste 21b aufweist, wobei der Auslösehebel 21a oder die Auslösetaste 21b mit einer Koppeleinrichtung 22 verbunden ist, welche eine manuelle Verstellbewegung des Auslösehebels 21a oder der Auslösetaste 21b auf die verstellbar gelagerte Bodenwand 19 oder auf ein an die Bodenwand 19 gekoppeltes Entriegelungsmittel 23 überträgt.
  • Die Koppeleinrichtung 22 kann ausgebildet sein, einerseits eine Öffnungsbewegung des Auslösehebels 21a oder der Auslösetaste 21b auf die verstellbar gelagerte Bodenwand 19 oder das Entriegelungsmittel 23 zu übertragen, um die Bodenwand 19 aus ihrer Schließstellung in ihre Freigabestellung zu bringen, und andererseits eine Schließbewegung des Auslösehebels 21a oder der Auslösetaste 21b auf die verstellbar gelagerte Bodenwand 19 oder das Entriegelungsmittel 23 zu übertragen, um die Bodenwand 19 aus ihrer Freigabestellung in ihre Schließstellung zu bringen.
  • Eine beispielhafte Auslösetaste 21b ist Fig. 6 dargestellt. Die Auslösetaste 21b ist im Bereich des Griffes 14 in Pfeilrichtung P1 linear verstellbar an dem Transferbehälter 12 gelagert.
  • Ein beispielhafter Auslösehebel 21a ist Fig. 7 dargestellt. Der Auslösehebel 21a ist im Bereich des Griffes 14 in Pfeilrichtung P1 schwenkbar verstellbar an dem Transferbehälter 12 gelagert.
  • Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels ist die Bodenwand 19 bzw. sind die Bodenwandteile 19a an einer Unterkante der Seitenwände 18 des Transferbehälters 12 um eine Schwenkachse S drehbar gelagert, so dass die Bodenwand 19 zwischen einer horizontalen Lage, in welcher die Bodenwand bzw. die Bodenwandteile 19a sich in ihren Schließstellungen (Fig. 2, Fig. 3) befinden, und einer abschüssigen Lage, in welcher die Bodenwand 19 bzw. die Bodenwandteile 19a sich in ihren Freigabestellungen (Fig. 4, Fig. 5) befindet, hin und her schwenkbar.
  • Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels ist die Bodenwand 19 mehrteilig d.h. konkret zweiteilig ausgebildet und weist demgemäß das erste Bodenwandteil 19a auf, das an der Unterkante der ersten Seitenwand 18.1 des Transferbehälters 12 um eine erste Schwenkachse S1 drehbar gelagert ist, so dass das erste Bodenwandteil 19a zwischen einer horizontalen Lage, in welcher das erste Bodenwandteil 19a sich in seiner Schließstellung (Fig. 2, Fig. 3) befindet, und einer abschüssigen Lage, in welcher das erste Bodenwandteil 19a sich in seiner Freigabestellung (Fig. 4, Fig. 5) befindet, hin und her schwenkbar ist, und das zweite Bodenwandteil 19b, das an der Unterkante der zweiten Seitenwand 18.2 des Transferbehälters 12 um eine zweite Schwenkachse S2 drehbar gelagert ist, so dass das zweite Bodenwandteil 19b zwischen einer horizontalen Lage, in welcher das zweite Bodenwandteil 19b sich in seiner Schließstellung (Fig. 2, Fig. 3) befindet, und einer abschüssigen Lage, in welcher das zweite Bodenwandteil 19b sich in seiner Freigabestellung (Fig. 4, Fig. 5) befindet, hin und her schwenkbar ist.
  • Wie insbesondere in Fig. 5 dargestellt ist, kann die abschüssige Lage der schwenkbaren Bodenwände 19, insbesondere die abschüssige Lage des schwenkbaren ersten Bodenwandteils 19a und/oder des zweiten Bodenwandteils 19b eine von der senkrechten Orientierung abweichende, in Drehrichtung auf die Schließstellung zu angestellte Drehlage sein.
  • Die jeweilige verstellbar gelagerte Bodenwand 19 bzw. die Bodenwandteile 19a, 19b können jeweils, wie dies in Fig. 5 beispielhaft schematisch aufgezeigt ist, mittels jeweils einer Federeinrichtung 24 des Transferbehälters 12 in ihre Schließstellung vorgespannt gelagert sein, so dass die jeweilige Bodenwand 19 bzw. das jeweilige Bodenwandteil 19a, 19b, wenn sie die Öffnung 20 teilweise oder vollständig freigibt, aufgrund einer Vorspannung der Federeinrichtung 24 sich selbsttätig in die Schließstellung zurückbewegen kann.
  • Die Fig. 8 zeigt ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel, bei dem die Bodenwand 19 bzw. zwei Bodenwandteile 19a, 19b an gegenüberliegenden Unterkanten zweier Seitenwände 18 des Transferbehälters 12 in Pfeilrichtung P3 linear verstellbar gelagert sind, so dass die Bodenwandteile 19a, 19b jeweils zwischen einer die Öffnung 20 überdeckenden Anordnung (rechtsseitig dargestellt), in welcher das Bodenwandteil 19b sich in ihrer Schließstellung befindet, und einer die Öffnung 20 freigebenden Anordnung (linksseitig dargestellt), in welcher das Bodenwandteil 19a sich in seiner Freigabestellung befindet, verschiebbar bzw. ab- und aufrollbar ist.
  • Die Fig. 9 zeigt schematisch in einem Flussdiagramm das grundlegende Verfahren zum Umsetzen von Stückgut 9 in einen Versandbehälter 15 mittels eines Transferbehälters 12, insbesondere eines Transferbehälters 12 nach einem der beschriebenen Ausführungsformen.
  • In einem ersten Schritt S1 des Verfahrens erfolgt ein manuelles oder automatisches Kommissionieren von Stückgut 9 aus einem Lager, in dem Waren unterschiedlicher Warenarten vorgehalten sind, in den Transferbehälter 12.
  • In einem zweiten Schritt S2 des Verfahrens erfolgt ein manuelles oder automatisches Bereitstellen eines Versandbehälters 15 in unmittelbarer Nähe zu dem Transferbehälter 12, in dem sich das kommissionierte Stückgut 9 befindet.
  • In einem dritten Schritt S3 des Verfahrens erfolgt ein Umsetzen des kommissionierten Stückguts 9 aus dem Transferbehälter 12 in den Versandbehälter 15 durch manuelles Positionieren des Transferbehälters 12 über den Versandbehälter 15 oder in den Versandbehälter 15 hinein.
  • In einem vierten Schritt S4 des Verfahrens erfolgt ein manuell ausgelöstes Verstellen der Bodenwand 19 des Transferbehälters 12, derart, dass die untere Öffnung 20 des Transferbehälters 12 freigegeben wird und das in dem Transferbehälter 12 vorhandene Stückgut 9 selbsttätig in den Versandbehälter 15 hineinfallen kann.
  • Vor dem ersten Schritt S1 des manuellen oder automatischen Kommissionierens von Stückgut aus einem Lager, in dem Waren unterschiedlicher Warenarten vorgehalten sind, in den Transferbehälter 12, kann der Transferbehälter 12 in einen leeren Intralogistikbehälter 11 eingestellt werden.
  • Das manuelle Positionieren des Transferbehälters 12 über den Versandbehälter 15 oder in den Versandbehälter 15 hinein kann derart durchgeführt werden, dass die verstellbar gelagerte Bodenwand 19 des Transferbehälters 12 unmittelbar über den Boden des Versandbehälters 15 platziert wird, und nach dem manuell ausgelösten Verstellen der Bodenwand 19 des Transferbehälters 12 oder während eines manuell ausgelösten Verstellens der Bodenwand 19 des Transferbehälters 12, derart, dass die untere Öffnung 20 des Transferbehälters 12 freigegeben wird, der Transferbehälter 12 manuell angehoben wird, um das Stückgut 9 in den Versandbehälter 15 zu entlassen.
  • Das manuelle Auslösen zum Verstellen der Bodenwand 19 des Transferbehälters 12, derart, dass die untere Öffnung 20 des Transferbehälters 12 freigegeben wird, kann durch manuelles Betätigen des Auslösehebels 21a oder der Auslösetaste 21b des Transferbehälters 12 erfolgen, während die Person 13 den Transferbehälter 12 mittels wenigstens eines Griffes 14 des Transferbehälters 12 in der Hand oder in den Händen hält.

Claims (12)

  1. Transferbehälter (12) zum gemeinsamen manuellen Umsetzen von Stückgut (9) in einen Versandbehälter (15) im Rahmen des Kommissionierens, aufweisend:
    - wenigstens eine den Lagerraum (17) des Transferbehälters (12) seitlich begrenzende Seitenwand (18),
    - wenigstens einen an der Seitenwand (18) angeordneten Griff (14), der ausgebildet ist zum Fassen des Griffes (14) durch eine Hand einer Person (13), um den Transferbehälter (12) manuell handhaben zu können,
    - eine den Lagerraum (17) des Transferbehälters (12) von unten begrenzende Bodenwand (19), welche an der Seitenwand (18) zwischen einer Schließstellung, in der die Bodenwand (19) eine von der wenigstens einen Seitenwand (18) eingefasste, nach unten weisende Öffnung (20) des Transferbehälters (12) verschließt, so dass in dem Lagerraum (17) des Transferbehälters (12) vorhandenes Stückgut (9) in dem Transferbehälter (12) zurückgehalten wird, und einer Freigabestellung, in der die Bodenwand (19) die von der wenigstens einen Seitenwand (18) eingefasste, nach unten weisende Öffnung (20) des Transferbehälters (12) freigibt, so dass in dem Lagerraum (17) des Transferbehälters (12) vorhandenes Stückgut (9) aus dem Transferbehälter (12) herausfallen kann, verstellbar gelagert ist,
    - wenigstens ein in Greifweite zum Griff (14) am Transferbehälter (12) angeordnetes manuelles Betätigungsmittel (21) zum Betätigen mittels wenigstens eines Fingers einer Hand einer Person (13), welche den Transferbehälter (12) an dem Griff (14) festhält, wobei das manuelle Betätigungsmittel (21) ausgebildet ist, bei seiner Betätigung die Bodenwand (19) aus ihrer Schließstellung freizugeben, so dass die Bodenwand (19) in ihre Freigabestellung bewegbar ist, um aufgrund der manuellen Betätigung des Betätigungsmittels (21) das im Lagerraum (17) des Transferbehälters (12) befindliche Stückgut (9) bei geöffneter Bodenwand (19) über die nach unten weisende Öffnung (20) durch Herausfallen aus dem Transferbehälter (12) nach unten auszugeben.
  2. Transferbehälter (12) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Transferbehälter (12) eine erste Seitenwand (18.1) aufweist, an der ein erster Griff (14.1) angeordnet ist, der Transferbehälter (12) eine der ersten Seitenwand (18.1) gegenüberliegende zweite Seitenwand (18.2) aufweist, an der ein zweiter Griff (14.2) angeordnet ist, und das manuelle Betätigungsmittel (21) wenigstens einen am ersten Griff (14.1) und/oder am zweiten Griff (14.2) verstellbar gelagerten, manuell zu betätigenden Auslösehebel (21a) oder wenigstens eine am ersten Griff (14.1) und/oder am zweiten Griff (14.2) verstellbar gelagerte, manuell zu betätigende Auslösetaste (21b) aufweist, wobei der Auslösehebel (21a) oder die Auslösetaste (21b) mit einer Koppeleinrichtung (22) verbunden ist, welche eine manuelle Verstellbewegung des Auslösehebels (21a) oder der Auslösetaste (21b) auf die verstellbar gelagerte Bodenwand (19) oder auf ein an die Bodenwand (19) gekoppeltes Entriegelungsmittel (23) überträgt.
  3. Transferbehälter (12) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Koppeleinrichtung (22) ausgebildet ist, einerseits eine Öffnungsbewegung des Auslösehebels (21a) oder der Auslösetaste (21b) auf die verstellbar gelagerte Bodenwand (19) oder das Entriegelungsmittel (23) zu übertragen, um die Bodenwand (19) aus ihrer Schließstellung in ihre Freigabestellung zu bringen, und andererseits eine Schließbewegung des Auslösehebels (21a) oder der Auslösetaste (21b) auf die verstellbar gelagerte Bodenwand (19) oder das Entriegelungsmittel (23) zu übertragen, um die Bodenwand (19) aus ihrer Freigabestellung in ihre Schließstellung zu bringen.
  4. Transferbehälter (12) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenwand (19) an einer Unterkante der Seitenwand (18) des Transferbehälters (12) um eine Schwenkachse (S) drehbar gelagert ist, so dass die Bodenwand (19) zwischen einer horizontalen Lage, in welcher die Bodenwand (19) sich in ihrer Schließstellung befindet, und einer abschüssigen Lage, in welcher die Bodenwand (19) sich in ihrer Freigabestellung befindet, hin und her schwenkbar ist.
  5. Transferbehälter (12) nach einem der Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenwand (19) mehrteilig ausgebildet ist und wenigstens ein erstes Bodenwandteil (19a) aufweist, das an der Unterkante einer ersten Seitenwand (18.1) des Transferbehälters (12) um eine erste Schwenkachse (S1) drehbar gelagert ist, so dass das erste Bodenwandteil (19a) zwischen einer horizontalen Lage, in welcher das erste Bodenwandteil (19a) sich in seiner Schließstellung befindet, und einer abschüssigen Lage, in welcher das erste Bodenwandteil (19a) sich in seiner Freigabestellung befindet, hin und her schwenkbar ist, und wenigstens ein zweites Bodenwandteil (19b) aufweist, das an der Unterkante einer zweiten Seitenwand (18.2) des Transferbehälters (12) um eine zweite Schwenkachse (S2) drehbar gelagert ist, so dass das zweite Bodenwandteil (19b) zwischen einer horizontalen Lage, in welcher das zweite Bodenwandteil (19b) sich in seiner Schließstellung befindet, und einer abschüssigen Lage, in welcher das zweite Bodenwandteil (19b) sich in seiner Freigabestellung befindet, hin und her schwenkbar ist.
  6. Transferbehälter (12) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die abschüssige Lage der schwenkbaren Bodenwand (19), insbesondere die abschüssige Lage des schwenkbaren ersten Bodenwandteils (19a) und/oder des zweiten Bodenwandteils (19b) eine von der senkrechten Orientierung abweichende, in Drehrichtung auf die Schließstellung zu angestellte Drehlage ist.
  7. Transferbehälter (12) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenwand (19) an gegenüberliegenden Unterkanten zweier Seitenwände (18.1, 18.2) des Transferbehälters (12) linear verstellbar gelagert ist, so dass die Bodenwand (19) zwischen einer die Öffnung (20) überdeckenden Anordnung, in welcher die Bodenwand (19) sich in ihrer Schließstellung befindet, und einer die Öffnung (20) freigebenden Anordnung, in welcher die Bodenwand (19) sich in ihrer Freigabestellung befindet, verschiebbar oder ab- und aufrollbar ist.
  8. Transferbehälter (12) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die verstellbar gelagerte Bodenwand (19) mittels einer Federeinrichtung (24) des Transferbehälters (12) in ihre Schließstellung vorgespannt gelagert ist, so dass die Bodenwand (19), wenn sie die Öffnung (20) teilweise oder vollständig freigibt, aufgrund einer Vorspannung der Federeinrichtung (24) sich selbsttätig in die Schließstellung zurückbewegen kann.
  9. Verfahren zum Umsetzen von Stückgut in einen Versandbehälter mittels eines Transferbehälters (12), insbesondere eines Transferbehälters (12) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, aufweisend die Schritte:
    - manuelles oder automatisches Kommissionieren von Stückgut (9) aus einem Lager, in dem Waren unterschiedlicher Warenarten vorgehalten sind, in den Transferbehälter (12),
    - manuelles oder automatisches Bereitstellen eines Versandbehälters (15) in unmittelbarer Nähe zu dem Transferbehälter (12), in dem sich das kommissionierte Stückgut (9) befindet,
    - Umsetzen des kommissionierten Stückguts (9) aus dem Transferbehälter (12) in den Versandbehälter (15) durch manuelles Positionieren des Transferbehälters (12) über den Versandbehälter (15) oder in den Versandbehälter (15), und durch
    - manuell ausgelöstes Verstellen einer Bodenwand (19) des Transferbehälters (12), derart, dass eine untere Öffnung (20) des Transferbehälters (12) freigegeben wird und das in dem Transferbehälter (12) vorhandene Stückgut (9) selbsttätig in den Versandbehälter (15) hineinfallen kann.
  10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass vor einem manuellen oder automatischen Kommissionieren von Stückgut (9) aus einem Lager, in dem Waren unterschiedlicher Warenarten vorgehalten sind, in den Transferbehälter (12), der Transferbehälter (12) in einen leeren Intralogistikbehälter (11) eingestellt wird.
  11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das manuelle Positionieren des Transferbehälters (12) über den Versandbehälter (15) oder in den Versandbehälter (15) derart durchgeführt wird, dass die verstellbar gelagerte Bodenwand (19) des Transferbehälters (12) unmittelbar über den Boden des Versandbehälters (15) platziert wird, und nach dem manuell ausgelösten Verstellen der Bodenwand (19) des Transferbehälters (12) oder während eines manuell ausgelösten Verstellens der Bodenwand (19) des Transferbehälters (12), derart, dass die untere Öffnung (029 des Transferbehälters (12) freigegeben wird, der Transferbehälter (12) manuell angehoben wird, um das Stückgut (9) in den Versandbehälter (15) zu entlassen.
  12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das manuelle Auslösen zum Verstellen der Bodenwand (19) des Transferbehälters (12), derart, dass die untere Öffnung (20) des Transferbehälters (12) freigegeben wird, durch manuelles Betätigen eines Auslösehebels (21a) oder einer Auslösetaste (21b) des Transferbehälters (12) erfolgt, während eine Person (13) den Transferbehälter (12) mittels wenigstens eines Griffes (14) des Transferbehälters (12) in der Hand oder in den Händen hält.
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