EP4746687A1 - Streugeraet zum ausbringen von streugut - Google Patents
Streugeraet zum ausbringen von streugutInfo
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- EP4746687A1 EP4746687A1 EP24736342.7A EP24736342A EP4746687A1 EP 4746687 A1 EP4746687 A1 EP 4746687A1 EP 24736342 A EP24736342 A EP 24736342A EP 4746687 A1 EP4746687 A1 EP 4746687A1
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Abstract
Streugerät (1) zum Ausbringen von Streugut, umfassend mindestens ein Streuorgan (10), vorzugsweise nach Art einer rotierend antreibbaren Streuscheibe, einen zumindest teilweise trichterförmig ausgebildeten und/oder oberhalb des Streuorgans (10) angeordneten Vorratsbehälter (20) zum Vorhalten des Streuguts, und wenigstens einen Behälteraufsatz (30), welcher auf einer Oberseite, vorzugsweise an einer Einfüllöffnung (21), des Vorratsbehälters (20) anbringbar und/oder angeordnet ist, und welcher vorzugsweise dazu eingerichtet ist, ein zusätzliches Fassungsvermögen für das Streugut im Vorratsbehälter (20) zu bilden und/oder bereitzustellen. Um ein Streugerät (1) mit wenigstens einem Vorratsbehälter (20) so zu gestalten, dass mehrere, insbesondere unterschiedliche und/oder zusätzlich flüssige, auszubringende Materialien in besonders platzsparender Art und Weise bevorratbar und/oder transportierbar sind, ist vorgesehen, dass der Behälteraufsatz (30) nach Art eines Zusatzbehälters zum Aufnehmen wenigstens eines weiteren auszubringenden Materials, vorzugsweise einer Flüssigkeit, ausgebildet ist.
Description
Streugerät zum Ausbringen von Streugut
Die Erfindung betrifft ein Streugerät zum Ausbringen von Streugut gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 und ein Winterdienststreugerät oder landwirtschaftliches Streugerät gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 8.
Auf dem Gebiet der Kommunaltechnik und/oder Landwirtschaft sind eine Vielzahl von Varianten gezogener, angebauter und/oder selbstfahrender Verteilmaschinen zum Ausbringen von Streugut bekannt. Bei derartigem Streugut kann es sich je nach Art der Anwendung um körniges, granuläres oder pulverförmiges Material handeln. In der Landwirtschaft wird derartiges Streugut häufig in Form von Dünger oder Kalk auf Nutzflächen, wie etwa Äckern oder Weiden, ausgebracht, um beispielsweise die Bodenwerte und/oder das Pflanzenwachstums zu beeinflussen. In der Kommunaltechnik, insbesondere im Winterdienst, wird derartiges Streugut in der Regel nach Art von Sand, Split, Salz und/oder Sole auf öffentlichen Straßen, Parkplätzen oder dergleichen ausgebracht, um deren Oberflächenhaftung zu beeinflussen.
Derartiges Streugut wird dabei häufig in Kombination aus einem rein körnigen, granulären oder pulverförmigen Material und wenigstens einem flüssigen Material, je nach Anwendung z.B. Wasser, Flüssigdünger, Sole usw., ausgebracht.
Zum Ausbringen des Streuguts kommen in der Regel Streugeräte zum Einsatz, mit welchen eine gleichmäßige und zugleich großflächige Verteilung des Streuguts erreicht werden kann. Hierfür weisen gattungsgemäße Streugeräte wenigstens ein Streuorgan auf, welches oftmals nach Art einer drehbar gelagerten Streuscheibe ausgebildet ist. Das auszubringende Streugut wird dabei auf das rotierende Streuorgan geleitet und von diesem unter Nutzung von Zentrifugalkräften flächig verteilt. Dabei bildet sich an jedem Streuorgan ein nach hinten gerichteter Streufächer aus, über welchen das Streugut je nach Anwendungsgebiet auf der Nutzfläche, Straße oder dergl. aufgebracht wird.
Zum Vorhalten bzw. Bevorraten des auszubringenden Streuguts weisen gattungsgemäße Streugeräte wenigstens einen zumindest teilweise trichterförmig
ausgebildeten und/oder oberhalb des Streuorgans angeordneten Vorratsbehälter auf.
Aus Druckschriften wie beispielsweise der DE 40 08 630 A1 , DE 41 25 965 A1 oder WO 90/08227 A1 sind Streugeräte mit Vorratsbehälter bekannt geworden, welche wenigstens einen zusätzlichen Flüssigkeitsbehälter zum Vorhalten des jeweiligen flüssigen Materials aufweisen. Der Flüssigkeitsbehälter ist dabei als Seitenwand des Vorratsbehälters ausgebildet oder in die Seitenwände des Vorratsbehälters integriert. Problematisch bei derartig ausgeführten Streugeräten ist, dass die Seitenwände derartiger Vorratsbehälter bei ohnehin begrenzter zulässiger Fahrzeugbreite seitlich aufbauen und das Fassungsvermögen für das granuläre und/oder flüssige Material besonders stark einschränken. Gegenüber herkömmlichen Vorratsbehältern, welche für jeweils nur ein auszubringendes granuläres oder flüssiges Material ausgelegt sind, sind derartige für mehrere Materialien geeignete Vorratsbehälter verhältnismäßig aufwändig ausgeführt.
Die Druckschrift DE 31 43 316 C1 offenbart ein Streugerät mit Vorratsbehälter, bei dem der wenigstens eine Flüssigkeitsbehälter nach Art eines Zusatzbehälters vollständig innerhalb des Vorratsbehälters angeordnet ist. Nachteilig dabei ist, dass so das Fassungsvermögen des Vorratsbehälters für das jeweils andere auszubringende, insbesondere granuläre, Material reduziert bzw. eingeschränkt ist.
Darüber hinaus sind aus der Druckschrift DE 103 59 179 A1 Vorratsbehälter für Streugeräte bekannt geworden, an welchen wenigstens ein Behälteraufsatz auf einer Oberseite, vorzugsweise an einer Einfüllöffnung, des Vorratsbehälters anbringbar und/oder angeordnet ist. Ein derartiger Behälteraufsatz ist insbesondere dazu eingerichtet, dass Fassungsvermögen des Vorratsbehälters, insbesondere je nach Bedarf und/oder in nachrüstbarer Weise, für das auszubringende, insbesondere granuläre, Material zu vergrößern bzw. ein zusätzliches Fassungsvermögen für das Streugut bereitzustellen. Derartige Vorratsbehälter sind jedoch nur für ein auszubringendes, insbesondere granuläres, Material bzw. Streugut ausgelegt. Das Vorhalten bzw. der Transport
zumindest eines zusätzlichen, insbesondere flüssigen, Materials bzw. einer Flüssigkeit ist damit nicht möglich.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht somit darin, ein Streugerät mit wenigstens einem Vorratsbehälter so zu gestalten, dass mehrere, insbesondere unterschiedliche und/oder zusätzlich flüssige, auszubringende Materialien in besonders platzsparender Art und Weise bevorratbar und/oder transportierbar sind. Insbesondere besteht die Aufgabe der Erfindung darin die beschriebenen Nachteile des Stands der Technik zumindest teilweise zu beseitigen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Behälteraufsatz nach Art eines Zusatzbehälters zum Aufnehmen wenigstens eines weiteren auszubringenden Materials, vorzugsweise einer Flüssigkeit, ausgebildet ist.
Demnach ist für das Streugerät ein Behälteraufsatz vorgesehen, welcher insbesondere nach Art eines Tanks ausgeführt ist. Bevorzugt ist der Behälteraufsatz zumindest in etwa auf der Oberseite bzw. Oberkante des Vorratsbehälters anbringbar und/oder angeordnet. In Folge dieser Maßnahme ist das Streugerät dazu eingerichtet, wenigstens ein weiteres, insbesondere flüssiges, Material aufzunehmen und/oder zu bevorraten, ohne dabei die, insbesondere ursprüngliche, Breite des Streugeräts und/oder des Vorratsbehälters zumindest Wesentlich zu beeinflussen. Ferner ist dadurch erreicht, dass durch den Behälteraufsatz die Oberseite bzw. Oberkante des Vorratsbehälters in der Höhe gesehen weiter nach oben verschoben und damit die Gesamthöhe des Vorratsbehälters verändert ist. Bei einer besonders vorteilhaften Ausführung ist das Fassungsvermögen des Vorratsbehälters bei Verwendung des Behälteraufsatzes zumindest nahezu unverändert oder sogar vergrößert.
In diesem Zusammenhang wird weiter vorgeschlagen, dass der Behälteraufsatz aus einem Kunststoffmaterial, vorzugsweise als Spritzgussteil, ausgebildet ist. Ein derartiger Behälteraufsatz ist verhältnismäßig kostengünstig herstellbar.
In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Streugeräts ist der Behälteraufsatz zumindest im Wesentlichen rotationssymmetrisch, insbesondere nach Art eines Rotationsteils, ausgebildet. Mit anderen Worten ist der Behälteraufsatz, insbesondere der Zusatztank, vorzugsweise ringförmig und besonders bevorzugt mit wenigstens einer Einfüll- und/oder Durchleiteöffnung für das Streugut zum Vorratsbehälter ausgebildet. Bevorzugt ist der Behälteraufsatz rotationssymmetrisch gegenüber einer vertikalen Symmetrieachse des Vorratsbehälters ausgebildet. Ferner bevorzugt ist der Behälteraufsatz zumindest abschnittsweise oval oder rechteckförmig ausgebildet. Alternativ oder zusätzlich ist der Behälteraufsatz derart an dem Vorratsbehälter anbringbar, dass die eine vertikale Symmetrieachse des Behälteraufsatzes mit einer vertikalen Symmetrieachse des Vorratsbehälters korrespondiert. Eine derartige Ausführungsform hat den Vorteil, dass der Behälteraufsatz noch einfacher herstellbar und am Vorratsbehälter montierbar ist.
In einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Streugeräts weist der Behälteraufsatz einen auf dem Vorratsbehälter, insbesondere der Oberseite, nach Art eines Kragens aufsetzbaren und/oder aufgesetzten oberen Abschnitt auf. Der Behälteraufsatz weist dabei vorzugsweise mehrere Abschnitte auf, wobei an einem seiner Enden, vorzugsweise an der Oberseite, ein in der Breite gesehen hervorstehender und/oder um laufender Rand oder Kragen ausgebildet ist. Besonders bevorzugt ist der Rand bzw. Kragen dabei äußerlich zumindest in etwa bündig zum Vorratsbehälter ausgebildet, so dass die Außenbreite des Behälteraufsatzes, insbesondere des Rands bzw. Kragens, mit der Außenbreite des Vorratsbehälters übereinstimmt. Ferner bevorzugt ist der Behälteraufsatz derart an dem Vorratsbehälter anbringbar, dass die Unterseite des oberen Abschnitts, insbesondere des Rands bzw. Kragens, auf der Oberseite, insbesondere dem Rand, des Vorratsbehälters aufliegt. Dadurch ist eine besonders gute Erreichbarkeit des Behälteraufsatzes geschaffen.
Alternativ oder zusätzlich können am oberen Abschnitt, insbesondere auf der Außenseite des Rands bzw. Kragens, ein oder mehrere Fixierpunkte ausgebildet sein, mittels denen der Behälteraufsatz in reversibler Art und Weise mit dem Vorratsbehälter verbindbar und somit befestigbar ist.
Ferner bevorzugt weist der Behälteraufsatz wenigstens eine an dem Rand bzw. Kragen angeordnete und/oder verschließbare Behälteröffnung auf, mittels welcher das zumindest eine weitere Material, insbesondere die Flüssigkeit, in den Behälteraufsatz einfüllbar ist und welche besonders bevorzugt nach Art eines Tankdeckels ausgebildet ist. Alternativ oder zusätzlich weist der Behälteraufsatz mehrere Behälteröffnungen auf, welche ferner bevorzugt jeweils für unterschiedliche Materialien, insbesondere Flüssigkeiten, vorgesehen sind. Bei einer derartigen Anordnung ist die wenigstens eine Behälteröffnung für einen Bediener besonders gut erreichbar. Ferner kann der Behälteraufsatz alternativ oder zusätzlich auch unterschiedliche Kammern für unterschiedliche auszubringende Materialien, insbesondere Flüssigkeiten, aufweisen. Darüber hinaus können die unterschiedlichen Kammern des Behälteraufsatzes alternativ oder zusätzlich horizontal nebeneinander oder vertikal übereinander angeordnet sein.
In einer anderen bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Streugeräts weist der Behälteraufsatz einen von oben in den Vorratsbehälter hineinragend und die Innenwandung des Vorratsbehälters zumindest teilweise, vorzugsweise zu wenigstens einem Drittel, überlappend anbringbaren und/oder angeordneten unteren Abschnitt auf. Der untere Abschnitt ist vorzugsweise in der Breite gesehen nach Innen bzw. zur vertikalen Symmetrieachse hin versetzt ausgebildet. Der Behälteraufsatz ist vorzugsweise derart ausgebildet und am Vorratsbehälter anbringbar, dass einerseits der untere Abschnitt des Behälteraufsatzes zumindest weitestgehend unterhalb der Einfüllöffnung des Vorratsbehälters angeordnet ist, während andererseits der obere Abschnitt des Behälteraufsatzes zumindest nahezu vollständig oberhalb der Einfüllöffnung des Vorratsbehälters angeordnet ist. Bei einer derartigen Ausführungsform ist ein besonders großes Fassungsvermögen innerhalb des Behälteraufsatzes erreicht. Besonders bevorzugt ist am unteren Abschnitt wenigstens ein Auslauf ausgebildet, mittels dem das wenigstens eine auszubringende Material, insbesondere die Flüssigkeit, aus dem Behälteraufsatz ausleitbar ist. Alternativ oder zusätzlich können am unteren Abschnitt des Behälteraufsatzes auch
mehrere, vorzugsweise für unterschiedliche Materialien bzw. Flüssigkeiten, vorgesehenen Ausläufe ausgebildet sein.
In einer anderen Weiterbildung des erfindungsgemäßen Streugeräts weist der Behälteraufsatz einen, vorzugsweise zwischen dem oberen und dem unteren Abschnitt angeordneten und, zum Inneren des Vorratsbehälters weisenden und/oder verjüngender Versatz nach Art einer Stufe auf, mittels dem der Behälteraufsatz auf dem Vorratsbehälter aufsetzbar und/oder aufgesetzt ist. Bei einer derartigen Ausführungsform ist der Behälteraufsatz besonders sicher im Vorratsbehälter platziert.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Streugeräts ist der Behälteraufsatz, insbesondere der untere Abschnitt, zumindest teilweise in den Vorratsbehälter hineinschiebbar ausgebildet. Mit anderen Worten ist erfindungsgemäß bevorzugt, wenn der Behälteraufsatz bzw. der Zusatztank zumindest teilweise, insbesondere von innen, in den Vorratsbehälter einsetzbar oder eingesetzt ist. Dies erlaubt eine besonders einfache Montage und/oder Demontage des Behälteraufsatzes. Der Behälteraufsatz ist vorzugsweise derart ausgebildet, dass wenigstens der untere Abschnitt zumindest teilweise anliegend an der Innenwandung des Vorratsbehälters anbringbar und/oder angeordnet ist.
In einer weiteren Weiterbildung des erfindungsgemäßen Streugeräts ist der obere Abschnitt, insbesondere eine einen Einfüllbereich für das Streugut bildende Oberkante des Behälteraufsatzes, zum Inneren des Vorratsbehälters hin abfallend ausgebildet ist. Der Behälteraufsatz weist dabei an seiner Oberkante bzw. am oberen Rand vorzugsweise eine abfallende bzw. negative Steigung oder Gefälle von wenigstens 1 % oder mehr auf, welche besonders bevorzugt von außen zur Symmetrieachse des Vorratsbehälters und/oder des Behälteraufsatzes weist bzw. abfällt. Die abfallende bzw. negative Steigung oder das Gefälle kann auch zwischen 2% - 20%, bevorzugt zwischen 5% - 10 % betragen. Dies hat den Vorteil, dass auf dem Behälteraufsatz, insbesondere der Oberkante, befindliche Materialien, wie beispielsweise Streugut, Flüssigkeiten, Verunreinigungen oder dergleichen, wie z.B. versehentlich verschüttetes Material, zumindest weitestgehend in den Vorratsbehälters rutschen und/oder gleiten.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird ebenso mit einem Winterdienststreugerät oder einem landwirtschaftlichen Streugerät gelöst, wobei das Winterdienststreugerät oder das landwirtschaftliche Streugerät nach zumindest einem der oben beschrieben bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsformen ausgebildet ist. Hinsichtlich der Vorteile und Modifikationen des erfindungsgemäßen Winterdienststreugeräts oder des landwirtschaftlichen Streugeräts wird zunächst auf die Vorteile und Modifikationen des erfindungsgemäßen Streugeräts verwiesen.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind der Beispielsbeschreibung und den Zeichnungen zu entnehmen. Die Zeichnungen zeigen
Fig.1 eine perspektivische Ansicht von hinten eines an eine Zugmaschine anbringbaren Winterdienststreugeräts;
Fig.2 eine perspektivische Ansicht auf einen Behälteraufsatz des Winterdienststreugeräts in einem ausgebauten Zustand;
Fig.3 das Winterdienststreugerät mit eingebautem Behälteraufsatz in perspektivischer Teilschnittdarstellung; und
Fig.4 das Winterdienststreugerät in einer Seitenansicht von links.
Die Darstellung in Fig.1A zeigt in perspektivischer Ansicht ein Streugerät 1 zum Ausbringen von Streugut. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist das
Streugerät nach Art eines kommunalen Winterdienststreugeräts 1 ausgebildet und zum Ausbringen von Salz oder dergleichen auf öffentlichen Straßen, Parkplätzen oder sonstigen öffentlichen Flächen vorgesehen. Alternativ dazu kann das Streugerät 1 auch als landwirtschaftliches Streugerät, beispielsweise als Düngerstreugerät bzw. Schleuderdüngerstreuer, ausgebildet sein und zum Ausbringen von Streugut auf einer landwirtschaftlichen Nutzfläche, beispielsweise einem Getreideacker oder einer Weide vorgesehen sein. Mit einem landwirtschaftlichen Streugerät 1 können verschiedenste Arten von Streugut auf
der Nutzfläche ausgebracht werden, insbesondere pulverförmiger oder granulärer Dünger sowie Kalk oder dergleichen. Das Streugerät 1 ist in tragbarer Weise an einer in den Figuren nicht gezeigten Zugmaschine anbaubar, kann alternativ jedoch ebenso an eine Zugmaschine angehängt oder selbstfahrend ausgeführt sein. Ferner kann das Streugerät 1 auch nach Art anderer in der Landwirtschaft bekannter Verteilmaschinen, beispielsweise als pneumatischer Düngerstreuer oder als Sämaschine, ausgebildet sein. In der Regel wird das Streugerät 1 entlang der gezeigten Fahrtrichtung F fortbewegt.
Zum flächigen Verteilen des Streuguts weist das Streugerät 1 ein Streuorgan 10 auf. Das Streuorgan 10 ist als Streuscheibe ausgebildet, welches zum Verteilen rotierend angetrieben ist. Das Streugut wird über eine nicht gezeigte Zuleitung und/oder Dosiereinrichtung aus einem oberhalb des Streuorgans 10 angeordneten Vorratsbehälter 20 von oben auf das rotierende Streuorgan 10, insbesondere einen jeweiligen Aufgabepunkt auf dem Streuorgan 10, geleitet. Aufgrund der Rotationsgeschwindigkeit bzw. Drehzahl des Streuorgans 10 wird das Streugut unter Nutzung von Zentrifugalkräften entgegen der Fahrtrichtung F hinter dem Streugerät 1 schleudernd ausgebracht. Alternativ zum gezeigten Ausführungsbeispiel kann das Streugerät 1 auch mehr als ein Streuorgan 10 aufweisen. Insbesondere kann das Streugerät 1 zwei zueinander gegensinnig rotierend angetriebene Streuorgane 10, insbesondere Streuscheiben, aufweisen.
Häufig soll zusätzlich zum Streugut zumindest ein weiteres Material, vorzugsweise gemeinsam mit dem Streugut, ausgebracht bzw. verteilt werden. Dies kann beispielsweise wenigstens eine Flüssigkeit, wie z.B. Wasser, Sole, Flüssigdünger oder dergl., sein, welche in einstellbarer Weise Streugerätintern zum Streugut zugegeben und/oder mit diesem vermischt werden kann. Alternativ oder zusätzlich kann auch vorgesehen sein, dass das zumindest eine weitere Material, insbesondere die Flüssigkeit, gemeinsam und/oder nebeneinander mit dem Streugut auf dem wenigstens einen Streuorgan 10 aufgegeben wird.
Das gezeigte Streugerät 1 umfasst einen erfindungsgemäßen Behälteraufsatz 30, welcher auf einer Oberseite, insbesondere an einer Einfüllöffnung 21 , des Vorratsbehälters 20 angeordnet ist. Der Behälteraufsatz 30 ist insbesondere dazu
eingerichtet, ein zusätzliches Fassungsvermögen für das Streugut im Vorratsbehälter 20 bereitzustellen. Alternativ dazu kann der Behälteraufsatz 30 das Fassungsvermögen des Vorratsbehälters 20 zumindest teilweise verkleinern. Der Behälteraufsatz 30 kann außerdem alternativ auch derart ausgebildet sein, dass das Fassungsvermögen des Vorratsbehälters 20 bei eingesetztem bzw. montiertem Behälteraufsatz 30 unverändert ist.
Erfindungsgemäß ist der Behälteraufsatz 30 nach Art eines Zusatzbehälters zum Aufnehmen des wenigstens einen weiteren auszubringenden Materials, insbesondere der wenigstens einen Flüssigkeit wie z.B. Wasser oder Sole, ausgebildet. Mit anderen Worten ist der Behälteraufsatz 30 nach Art eines zusätzlichen Flüssigkeitstanks ausgebildet.
Wie in der Fig.2 besonders gut zu sehen ist, ist der Behälteraufsatz 30 zumindest im Wesentlichen rotationssymmetrisch, insbesondere nach Art eines Rotationsteils, ausgebildet. Der Behälteraufsatz 30 ist hierbei als Kunststoffteil ausgebildet. Alternativ dazu kann der Behälteraufsatz 30 auch aus Metall, beispielsweise als Edelstahltank, ausgebildet sein. Wie in der Figur zu sehen, ist der Behälteraufsatz 30 rotationssymmetrisch um eine vertikale Symmetrieachse X ausgebildet, welche im eingebauten Zustand zumindest in etwa korrespondierend zur Symmetrieachse des Vorratsbehälters 20 angeordnet ist.
Der Behälteraufsatz 30 weist im oberen Bereich einen auf dem Vorratsbehälter 20 nach Art eines Rands bzw. Kragens 310 aufsetzbaren und/oder aufgesetzten oberen Abschnitt 31 auf.
Wie ebenfalls zu erkennen ist, weist der Behälteraufsatz 30 eine an dem Rand bzw. Kragen 310 angeordnete und/oder verschließbare Behälteröffnung 31 auf, mittels welcher das zumindest eine weitere Material, insbesondere die Flüssigkeit, in den Behälteraufsatz 30 einfüllbar ist. Alternativ oder zusätzlich dazu kann der Behälteraufsatz 30 auch mehrere, insbesondere für unterschiedliche Flüssigkeiten vorgesehene, Behälteröffnungen 311 aufweisen. Die in diesem Ausführungsbeispiel gezeigte Behälteröffnung 311 ist nach Art eines verschließbaren Tankdeckels ausgebildet.
Darüber hinaus sind entlang des Rands bzw. Kragens 310 mehrere Fixierpunkte 312A, 312B ausgebildet, mittels denen der Behälteraufsatz 30 mit dem Vorratsbehälter verbindbar bzw. befestigbar ist.
Wie in der Fig.3 besser zu erkennen ist, weist der Behälteraufsatz 30 einen von oben in den Vorratsbehälter 20 hineinragend und die Innenwandung des Vorratsbehälters 20 zumindest teilweise überlappend anbringbaren und/oder angeordneten unteren Abschnitt 32 auf. Der untere Abschnitt 32 überlappt den oberen Teil des Vorratsbehälters 20 zu wenigstens einem Viertel oder einem Drittel. Alternativ wäre auch denkbar, dass der untere Abschnitt 32 auch mehr oder weniger der Innenwandung des Vorratsbehälters 20 überlappt.
Der Behälteraufsatz 30 weist am unteren Abschnitt 32 wenigstens ein Auslauf 320 auf, über welchen das wenigstens eine weitere auszubringende Material, insbesondere die Flüssigkeit, aus dem Behälteraufsatz 30 ausleitbar ist. Alternativ oder zusätzlich können am unteren Abschnitt des Behälteraufsatzes 30 auch mehrere Ausläufe 320 ausgebildet sein.
Des Weiteren ist am Behälteraufsatz 30 ein zum Inneren des Vorratsbehälters 20 weisender und/oder verjüngender Versatz 33 nach Art einer Stufe ausgebildet.
Der Versatz 33 ist zwischen dem oberen und dem unteren Abschnitt 31 , 32 des Behälteraufsatzes 30 angeordnet. Mittels des Versatzes 33 und/oder Kragens 310 ist der Behälteraufsatz 30 auf dem Vorratsbehälter 20 aufsetzbar und/oder aufgesetzt.
Zum Montieren des Behälteraufsatzes 30 kann der Behälteraufsatz 30, insbesondere der untere Abschnitt 32, in den Vorratsbehälter 20 bzw. die Einfüllöffnung 21 des Vorratsbehälters 20 hineingeschoben werden.
Wie in der Fig.3 ebenfalls zu erkennen ist, ist der obere Abschnitt 31 , insbesondere die den Einfüllbereich 21 für das Streugut bildende Oberkante 310 des Behälteraufsatzes 30, zum Inneren des Vorratsbehälters 20 und/oder zur Symmetrieachse X hin abfallend ausgebildet. Hierdurch kann sich auf dem Rand
oder Kragen 310 bzw. der Oberkante des Behälteraufsatzes 30 befindliches
Material, wie Streugut oder eine Flüssigkeit, in den Vorratsbehälter 20 abfließen.
In Fig.4 ist das Streugerät 1 von der Seite zu sehen. Dabei ist in Fahrtrichtung F gesehen, vor dem Vorratsbehälter angeordneter weiterer Zusatztank 40 zu erkennen. Der Zusatztank 40 ist zur Aufnahme wenigstens eines weiteren Materials, insbesondere einer Flüssigkeit, vorgesehen. Alternativ oder zusätzlich kann der Zusatztank 40 auch zur Aufnahme des im Behälteraufsatz 30 vorgehaltenen Materials vorgesehen sein, so dass eine noch größere Menge des weiteren Materials, insbesondere der Flüssigkeit, mitgeführt werden kann.
Ferner kann der Behälteraufsatz 30 alternativ oder zusätzlich dazu auch unterschiedliche Kammern für unterschiedliche auszubringende Materialien, insbesondere Flüssigkeiten, aufweisen. Darüber hinaus können die unterschiedlichen Kammern des Behälteraufsatzes alternativ oder zusätzlich horizontal nebeneinander oder vertikal übereinander angeordnet sein.
Es versteht sich, dass in den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen genannte Merkmale nicht auf diese speziellen Kombinationen beschränkt und auch in beliebigen anderen Kombinationen möglich sind. Weiterhin versteht es sich, dass in den Figuren gezeigte Geometrien nur beispielhaft sind und auch in beliebigen anderen Ausgestaltungen möglich sind.
Bezugszeichenliste
1 Streugerät, Winterdienststreugerät
10 Streuorgan
20 Vorratsbehälter
21 Einfüllöffnung
30 Behälteraufsatz
31 oberer Abschnitt
310 Rand, Kragen, Oberkante
311 Behälteröffnung
312A Fixierpunkt
312B Fixierpunkt
32 unterer Abschnitt
320 Auslauf
33 Versatz
F Fahrtrichtung
X Symmetrieachse
Claims
1 . Streugerät (1 ) zum Ausbringen von Streugut, umfassend
- mindestens ein Streuorgan (10), vorzugsweise nach Art einer rotierend antreibbaren Streuscheibe;
- einen zumindest teilweise trichterförmig ausgebildeten und/oder oberhalb des Streuorgans (10) angeordneten Vorratsbehälter (20) zum Vorhalten des Streuguts; und
- wenigstens einen Behälteraufsatz (30), welcher auf einer Oberseite, vorzugsweise an einer Einfüllöffnung (21 ), des Vorratsbehälters (20) anbringbar und/oder angeordnet ist, und welcher vorzugsweise dazu eingerichtet ist, ein zusätzliches Fassungsvermögen für das Streugut im Vorratsbehälter (20) zu bilden und/oder bereitzustellen; dadurch gekennzeichnet, dass der Behälteraufsatz (30) nach Art eines Zusatzbehälters zum Aufnehmen wenigstens eines weiteren auszubringenden Materials, vorzugsweise einer Flüssigkeit, ausgebildet ist.
2. Streugerät (1 ) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Behälteraufsatz (30) zumindest im Wesentlichen rotationssymmetrisch, insbesondere nach Art eines Rotationsteils, ausgebildet ist.
3. Streugerät (1 ) nach zumindest einem der vorgenannten Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälteraufsatz (30) einen auf dem Vorratsbehälter (20), insbesondere der Oberseite, nach Art eines Kragens (310) aufsetzbaren und/oder aufgesetzten oberen Abschnitt (31 ) aufweist.
4. Streugerät (1 ) nach zumindest einem der vorgenannten Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälteraufsatz (30) einen von oben in den Vorratsbehälter (20) hineinragend und die Innenwandung des Vorratsbehälters (20) zumindest teilweise, vorzugsweise zu wenigstens einem Drittel, überlappend anbringbaren und/oder angeordneten unteren Abschnitt (32) aufweist.
5. Streugerät (1 ) nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälteraufsatz (30) einen, vorzugsweise zwischen dem oberen und dem unteren Abschnitt (31 , 32) angeordneten und, zum Inneren des Vorratsbehälters (20) weisenden und/oder verjüngender Versatz (33) nach Art einer Stufe aufweist, mittels dem der Behälteraufsatz (30) auf dem Vorratsbehälter (20) aufsetzbar und/oder aufgesetzt ist.
6. Streugerät (1 ) nach zumindest einem der vorgenannten Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälteraufsatz (30), insbesondere der untere Abschnitt (32) und/oder von oben, in den Vorratsbehälter (20) hineinschiebbar ausgebildet ist.
7. Streugerät (1 ) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der obere Abschnitt (31 ), insbesondere eine einen Einfüllbereich für das Streugut bildende Oberkante des Behälteraufsatzes (30), zum Inneren des Vorratsbehälters (20) hin abfallend ausgebildet ist.
8. Winterdienststreugerät (1 ) oder landwirtschaftliches Streugerät, insbesondere nach Art eines Schleuderstreuers, dadurch gekennzeichnet, dass das Streugerät nach zumindest einem der vorgenannten Ansprüche ausgebildet ist.
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Publications (1)
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| EP4746687A1 true EP4746687A1 (de) | 2026-05-27 |
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2024
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