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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Sanitäreinrichtung mit einer berührungslosen ersten Auslösevorrichtung, einer berührungsbehafteten zweiten Auslösevorrichtung, sowie einer Steuerungsvorrichtung.
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Aus dem Stand der Technik sind Sanitäreinrichtungen wie Toiletten, Urinale, Dusch-WCs und dergleichen bekannt, welche entsprechende Steuerungen umfassen, die eine berührungslose und/oder automatische Spülauslösung erlauben. Des Weiteren sind aus dem Stand der Technik barrierefreie Sanitäreinrichtungen bekannt, die eine meist am Stützklappgriff vorgesehene drahtlose Auslösevorrichtung für WC-Steuerungen umfassen. Die beiden Arten der vorgenannten Sanitäreinrichtungen nutzen dabei verschiedene und zueinander inkompatible Steuerungseinheiten.
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Dies führt dazu, dass bei einem Wunsch nach beiden der vorgenannten Funktionalitäten mehrere unterschiedliche Steuerungseinheiten notwendig sind. Verfügt ein WC über eine berührungslose und/oder automatische Spülauslösung, so kann aufgrund der vorliegenden technischen Gegebenheiten des Weiteren lediglich eine drahtgebundene Fernauslösung ergänzt werden. Aus diesem Grund muss in einem barrierefreien WC-Raum entweder auf eine berührungslose und/oder automatische WC-Steuerung verzichtet werden oder es ist eine drahtlose Fernauslösung einzusetzen, welche eine zusätzliche zweite Steuerung erforderlich macht.
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Die Bereitstellung einer inklusionsgerechten Sanitäreinrichtung - was bedeutet, dass die Bedürfnisse einer möglichst breiten Nutzerschaft abgedeckt werden - ist somit derzeit nicht möglich. Dies hat zur Folge, dass eine unnötig hohe Anzahl an WC-Räumen vorgehalten werden muss, nämlich WC-Räume mit berührungsloser und/oder automatischer Spülauslösung sowie WC-Räume mit drahtloser Fernauslösung.
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Vor diesem Hintergrund liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Lösung bereitzustellen, welche die vorgenannten Nachteile vermeidet und eine verbesserte Sanitäreinrichtung schafft.
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Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch eine Sanitäreinrichtung umfassend eine berührungslose erste Auslösevorrichtung, welche zur Betätigung eines
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Auslösemechanismus für ein Spülventil der Sanitäreinrichtung vorgesehen ist, eine berührungsbehaftete zweite Auslösevorrichtung, welche ebenfalls zur Betätigung des Auslösemechanismus für das Spülventil vorgesehen ist und eine Steuerungsvorrichtung, welche zur Kommunikation mit der berührungslosen ersten Auslösevorrichtung sowie zur Kommunikation mit der berührungsbehafteten zweiten Auslösevorrichtung eingerichtet ist, wobei zwischen der berührungsbehafteten zweiten Auslösevorrichtung und der Steuerungsvorrichtung eine drahtlose Kommunikation vorgesehen ist und wobei die berührungsbehaftete zweite Auslösevorrichtung ein Taster ist.
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Auf diese Weise wird es durch die erfindungsgemäße Lösung ermöglicht, dass mittels einer zentralen Steuerungseinheit gleichzeitig eine Kommunikation sowohl mit der berührungslosen ersten Auslösevorrichtung als auch mit der berührungsbehafteten zweiten Auslösevorrichtung erfolgen kann. Ein Vorsehen von zwei separaten Steuerungen, wobei eine erste Steuerung einer berührungslosen und/oder automatischen Spülauslösung und eine zweite Steuerung einer Fernauslösung dient, ist demnach nicht mehr erforderlich.
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Dies reduziert zum einen die Gesamtkomplexität einer Sanitäreinrichtung und führt zum anderen dazu, dass eine inklusionsgerechte Sanitäreinrichtung geschaffen werden kann, welche das Vorsehen verschiedener Typen von WC-Räumen erübrigt.
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Vorzugsweise ist in der Sanitäreinrichtung zur Betätigung des Auslösemechanismus ein elektrischer Aktuator vorgesehen. Dieser elektrische Aktuator ist mittels der berührungslosen ersten Auslösevorrichtung und mit der berührungsbehafteten zweiten Auslösevorrichtung ansteuerbar. Elektrische Aktuatoren ermöglichen eine genaue Positionierung und Steuerung eines Spülventils, welches bei einer Betätigung eines Auslösemechanismus genutzt wird, und verbrauchen nur dann Energie, wenn sie tatsächlich in Betrieb sind. Ferner sind sie vergleichsweise einfach zu integrieren und dabei robust und langlebig.
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In einer bevorzugten Ausgestaltung ist als drahtlose Kommunikation Bluetooth Low Energy (BLE) vorgesehen. BLE erfordert einen äußerst niedrigen Stromverbrauch und erlaubt dennoch einen schnellen Verbindungsaufbau, Datenübertragung und ein Zurückwechseln in den Energiesparmodus. Ferner sind BLE-Chipsätze vergleichsweise kostengünstig und in Bezug auf Hardware weniger komplex als alternative Funkstandards, wobei dennoch starke Sicherheitsfunktionen wie Verschlüsselung und Authentifizierung gewährleistet werden können.
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Vorteilhafterweise umfasst die Steuerungsvorrichtung einen Bluetooth-Transceiver. Ein solcher dient als Sender und Empfänger für Bluetooth-Signale und ermöglicht demnach eine bidirektionale Kommunikation. Mit einem Bluetooth-Transceiver kann eine einfache und energieeffiziente drahtlose Verbindung realisiert werden.
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Vorzugsweise ist die Steuerungsvorrichtung außerhalb eines Unterputz-Spülkastens, welchen die Sanitäreinrichtung umfasst, angeordnet. Dies ist vorteilhaft, da auf diese Weise ein deutlich besserer Funkempfang erzielt werden kann und zudem ein deutlich verringertes Risiko in Bezug auf einen Kontakt mit Feuchtigkeit besteht. Auf diese Weise kann beispielsweise die Korrosion von Bauteilen, das Auftreten von Kriechströmen, Kurzschlüsse und eine beschleunigte Alterung von elektrischen Komponenten vermieden werden. Falls die Steuerungsvorrichtung, welche einen Bluetooth-Transceiver umfassen kann, zusammen mit der berührungslosen ersten Auslösevorrichtung eine Einheit bildet, kann vorgesehen sein, dass eben diese Einheit außerhalb des Unterputz-Spülkastens angeordnet ist. Ebenfalls kann vorgesehen sein, dass lediglich der Bluetooth-Transceiver außerhalb des Unterputz-Spülkastens angeordnet ist.
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In einer bevorzugten Ausgestaltung ist die Steuerungsvorrichtung zwischen einer Schutzplatte der Sanitäreinrichtung und einer Betätigungsplatte der Sanitäreinrichtung angeordnet. Eine derartige Anordnung erlaubt eine einfachere und schnellere Zugänglichkeit zum Bluetooth-Transceiver zwecks Wartung und mitunter fälliger Reparaturarbeiten. Konkret hat ein Servicetechniker lediglich die Betätigungsplatte zu entfernen und anschließend bereits direkten Zugriff auf den Bluetooth-Transceiver. Falls die Steuerungsvorrichtung, welche einen Bluetooth-Transceiver umfassen kann, zusammen mit der berührungslosen ersten Auslösevorrichtung eine Einheit bildet, kann vorgesehen sein, dass eben diese Einheit zwischen der Schutzplatte der Sanitäreinrichtung und der Betätigungsplatte der Sanitäreinrichtung angeordnet ist. Ebenfalls kann vorgesehen sein, dass lediglich der Bluetooth-Transceiver zwischen der Schutzplatte der Sanitäreinrichtung und einer Betätigungsplatte der Sanitäreinrichtung angeordnet ist.
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Vorteilhafterweise ist die Steuerungsvorrichtung in einem Bereich zwischen der Schutzplatte und der Betätigungsplatte angeordnet, welcher sich in horizontaler Richtung von der Betätigungsplatte bis maximal 10 cm, vorzugsweise bis maximal 5 cm, besonders bevorzugt bis maximal 2,5 cm, zur Schutzplatte erstreckt. Mit anderen Worten kann die Steuerungsvorrichtung in einem Bauraum zwischen der Schutzplatte, die in einer Öffnung des Spülkastens angeordnet ist, und der Vorderseite der Betätigungsplatte angeordnet sein. Dies hat den Vorteil, dass der Bluetooth-Transceiver in der Einbausituation vergleichsweise exponiert angeordnet ist, wodurch eine stabilere Kommunikationsverbindung zur berührungsbehafteten zweiten Auslösevorrichtung und mitunter zur berührungslosen ersten Auslösevorrichtung gewährleistet werden kann. Falls die Steuerungsvorrichtung, welche einen Bluetooth-Transceiver umfassen kann, zusammen mit der berührungslosen ersten Auslösevorrichtung eine Einheit bildet, kann vorgesehen sein, dass eben diese Einheit in einem Bereich zwischen der Schutzplatte und der Betätigungsplatte angeordnet ist, welcher sich in horizontaler Richtung von der Betätigungsplatte bis maximal 10 cm, vorzugsweise bis maximal 5 cm, besonders bevorzugt bis maximal 2,5 cm, zur Schutzplatte erstreckt. Ebenfalls kann vorgesehen sein, dass lediglich der Bluetooth-Transceiver in einem Bereich zwischen der Schutzplatte und der Betätigungsplatte angeordnet ist, welcher sich in horizontaler Richtung von der Betätigungsplatte bis maximal 10 cm, vorzugsweise bis maximal 5 cm, besonders bevorzugt bis maximal 2,5 cm, zur Schutzplatte erstreckt.
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Insbesondere für den Fall, dass die Betätigungsplatte an bzw. auf einem Fliesenspiegel angeordnet ist, durch welchen eine Funkverbindung negativ beeinträchtigt wird, sorgt die vorstehend vorgeschlagene Anbindung dafür, dass der Bluetooth-Transceiver der Steuerungsvorrichtung noch innerhalb einer Aussparung in der Wand angeordnet ist und daher nicht vom Fliesenspiegel abgeschirmt wird.
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Vorzugsweise ist die Steuerungsvorrichtung an einer Schutzplatte der Sanitäreinrichtung fixiert. Dies hat den Vorteil, dass lediglich die Betätigungsplatte abzunehmen ist und anschließend ein unmittelbarer Zugriff auf die Steuerungsvorrichtung erfolgen kann. Falls die Steuerungsvorrichtung, welche einen Bluetooth-Transceiver umfassen kann, zusammen mit der berührungslosen ersten Auslösevorrichtung eine Einheit bildet, kann vorgesehen sein, dass eben diese Einheit an der Schutzplatte der Sanitäreinrichtung fixiert ist. Ebenfalls kann vorgesehen sein, dass lediglich der Bluetooth-Transceiver an der Schutzplatte der Sanitäreinrichtung fixiert ist.
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In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist die Steuerungsvorrichtung an oder in einer Betätigungsplatte der Sanitäreinrichtung fixiert bzw. angeordnet. Diese alternative Ausführungsform hat den Vorteil, dass eine Installation des Bluetooth-Transceivers vereinfacht wird, da diese unabhängig vom Installationsort der Sanitäreinrichtung erfolgen kann. Beispielsweise wird damit ermöglicht, dass eine bereits mit dem Bluetooth-Transceiver vorbereitete Betätigungsplatte am Installationsort der Sanitäreinrichtung nur noch aufgesteckt werden muss, wozu im Voraus eine Verbindung des Bluetooth-Transceivers mit der Steuerungsvorrichtung zu erfolgen hat. Falls die Steuerungsvorrichtung, welche einen Bluetooth-Transceiver umfassen kann, zusammen mit der berührungslosen ersten Auslösevorrichtung eine Einheit bildet, kann vorgesehen sein, dass eben diese Einheit an oder in der Betätigungsplatte der Sanitäreinrichtung fixiert bzw. angeordnet ist. Ebenfalls kann vorgesehen sein, dass lediglich der Bluetooth-Transceiver an oder in der Betätigungsplatte der Sanitäreinrichtung fixiert bzw. angeordnet ist.
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Vorteilhafterweise ist die berührungslose erste Auslösevorrichtung ein Abstandssensor. Abstandssensoren erlauben eine Erkennung von Bewegungen oder die Anwesenheit von Personen in bestimmten Bereichen eines Raumes und erlauben eine berührungslose und/oder automatische Steuerung, beispielsweise eine Steuerung eines Spülventils, wodurch der Gesamtkomfort erhöht wird. Der daraus resultierende Verzicht auf die Notwendigkeit einer manuellen Steuerung hat insbesondere in öffentlich genutzten WC-Anlagen den Vorteil, dass eine Übertragung von auf Betätigungsplatten bzw. Drückerplatten befindlichen Keimen vermieden wird. Abstandssensoren verbessern demnach Hygiene und Komfort. Es kann vorgesehen sein, dass der Abstandssensor in einem Bereich der Betätigungsplatte angeordnet ist, der bei physischer Betätigung durch einen Nutzer (z.B. Kippen) ebenfalls zur Betätigung des Auslösemechanismus für das Spülventil der Sanitäreinrichtung vorgesehen ist.
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Vorliegend kann eine Kommunikation zwischen der berührungslosen ersten Auslösevorrichtung und der Steuerungsvorrichtung drahtgebunden vorgesehen sein, so dass beispielsweise der Abstandssensor per Kabelverbindung mit der Steuerungsvorrichtung kommuniziert. Alternativ kann jedoch auch vorgesehen sein, dass die Verbindung zwischen der berührungslosen ersten Auslösevorrichtung und der Steuerungsvorrichtung ebenfalls drahtlos erfolgt, beispielsweise per Bluetooth mittels BLE. Dies ermöglicht eine höhere Flexibilität in Bezug auf eine Positionierung der Steuerungsvorrichtung. Ebenfalls kann vorgesehen sein, dass die berührungslose erste Auslösevorrichtung und die Steuerungsvorrichtung eine Einheit darstellen. Bei einer solchen Einheit erfolgt eine Kommunikation zwischen der berührungslosen ersten Auslösevorrichtung und der Steuerungsvorrichtung mittels der Leiterbahnen einer gemeinsamen Leiterplatte.
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Vorzugsweise ist der Abstandssensor als Infrarotsensor, als Hochfrequenz-Mikrowellensensor oder als Ultraschallsensor ausgebildet. Infrarotsensoren erkennen Wärmeveränderungen und Bewegungen durch die Messung von Nutzern abgegebener Infrarotstrahlung und bieten eine gute Energieeffizienz bei gleichzeitiger hoher Erkennungsempfindlichkeit. Hochfrequenz-Mikrowellensensoren, welche auf der Aussendung von elektromagnetischen Wellen und der Messung von Änderungen im reflektierten Signal basieren, sind sehr empfindlich, dabei unabhängig von Lichtverhältnissen und können aufgrund ihrer Durchdringung von nichtmetallischen Materialien auch in Bereichen eingebaut werden, in denen die Sensoren geschützt sind, beispielsweise hinter einer Betätigungsplatte. Ultraschallsensoren, welche Schallwellen aussenden und die Zeit bis zur Rückkehr der reflektierten Wellen messen, sind sehr präzise, ebenfalls unabhängig von Lichtverhältnissen und erlauben zudem einen breiteren Erfassungswinkel.
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In einer bevorzugten Ausgestaltung ist die Steuerungsvorrichtung, insbesondere der Bluetooth-Transceiver der Steuerungsvorrichtung, ferner zur Kommunikation mit einem mobilen Endgerät eingerichtet. Dies hat den Vorteil, dass eine Konfiguration der Steuerungsvorrichtung mittels des mobilen Endgerätes vorgenommen werden kann, beispielsweise um Betriebsparameter zu setzen oder anzupassen.
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Vorteilhafterweise ist die Steuerungsvorrichtung ein Microcontroller. Microcontroller erlauben aufgrund der Platzierung von Prozessor, Speicher und Peripherie auf einem Chip eine kompakte Bauweise, sind dabei energieeffizient, einfach programmierbar und zuverlässig.
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Vorliegend kann des Weiteren vorgesehen sein, dass für das (initiale) Verbinden bzw. Koppeln des Funktasters mit der Steuereinheit, das so genannte Pairing, eine vordefinierte Aktion ausgelöst werden muss. Als derartige Aktion ist beispielsweise vorgesehen, dass eine von der berührungslosen ersten Auslösevorrichtung erfasste Aktivität (z.B. das Halten einer Hand vor den Abstandssensor für eine vordefinierte Zeitspanne), in Kombination bzw. gleichzeitig mit einer von der berührungsbehafteten zweiten Auslösevorrichtung erfasste Aktivität (z.B. das Betätigen des Tasters) erfolgt.
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Dies ermöglicht im Gegensatz zum Stand der Technik, gemäß welchem auf einer Steuerungsvorrichtung befindliche Schalter zwecks Pairings zu drücken sind, dass zum Verbinden von Komponenten keine Demontage mehr zu erfolgen hat. In Kombination bzw. gleichzeitig bedeutet vorliegen, dass die beiden Aktivitäten innerhalb eines definierbaren Zeitraums, beispielsweise innerhalb von einer Minute, erfolgen müssen. Ein Pairing wird aufgrund der obsoleten Montage von Komponenten demnach vereinfacht und beschleunigt.
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Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden anhand der nachfolgenden Ausführungsbeispiele näher erläutert.
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Dabei zeigen:
- Fig. 1
- in einer schematischen Übersicht ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Sanitäreinrichtung;
- Fig. 2
- in einer Seitenansicht ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Sanitäreinrichtung, welches eine Anordnung des Bluetooth-Transceivers erläutert;
- Fig. 3
- zur weiteren Erläuterung der Anordnung des Bluetooth-Transceivers das zweite Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Sanitäreinrichtung in einer perspektivischen Ansicht; und
- Fig. 4
- in einem Ablaufdiagramm ein weiteres Ausführungsbeispiel für ein von der erfindungsgemäßen Sanitäreinrichtung unterstütztes Pairing der berührungsbehafteten zweiten Auslösevorrichtung.
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Fig. 1 zeigt in einer schematischen Übersicht ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Sanitäreinrichtung 1. Die Sanitäreinrichtung 1 umfasst vorliegend eine berührungslose erste Auslösevorrichtung 2, welche zur Betätigung eines Auslösemechanismus für ein Spülventil 3 vorgesehen ist. Die berührungslose erste Auslösevorrichtung 2 kann beispielsweise ein Abstandssensor sein, welches als Infrarotsensor, als Hochfrequenz-Mikrowellensensor oder als Ultraschallsensor ausgebildet ist. Derartige Sensoren ermöglichen die Bereitstellung einer Sanitäreinrichtung 1, welche eine berührungslose und/oder automatische Spülauslösung umfasst.
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Des Weiteren umfasst die Sanitäreinrichtung 1 eine berührungsbehaftete zweite Auslösevorrichtung 4, welche ebenfalls zur Betätigung des Auslösemechanismus für das Spülventil 3 vorgesehen ist. Ein solche berührungsbehaftete zweite Auslösevorrichtung 4 ist insbesondere dafür vorgesehen, einen Spülvorgang über Funk auszulösen. Hierzu ist vorliegend ein Taster vorgesehen, welcher nicht unmittelbar an der Sanitäreinrichtung 1 angeordnet sein muss, sondern beispielsweise an einem Stützklappgriff fixiert sein kann.
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Die Sanitäreinrichtung 1 umfasst weiterhin eine Steuerungsvorrichtung 5, welche zur Kommunikation sowohl mit der berührungslosen ersten Auslösevorrichtung 2 als auch zur Kommunikation mit der berührungsbehafteten zweiten Auslösevorrichtung 4 eingerichtet ist.
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Vorliegend erfolgt zwischen der berührungsbehafteten zweiten Auslösevorrichtung 4 und der Steuerungsvorrichtung 5 eine drahtlose Kommunikation 6, welche beispielsweise mittels Bluetooth Low Energy (BLE) realisiert sein kann. Das vorliegende Ausführungsbeispiel ist nicht auf BLE beschränkt, so dass eine drahtlose Kommunikation 6 auch mittels ZigBee, Z-Wave oder Thread realisiert sein kann. Für den Fall, dass eine Kommunikation mittels BLE erfolgt, umfasst die Steuerungsvorrichtung 5 der Sanitäreinrichtung 1 jedoch einen entsprechenden Bluetooth-Transceiver 8. Die Steuerungsvorrichtung 5, der Bluetooth-Transceiver 8 und die berührungslose erste Auslösevorrichtung 2 können eine Einheit bilden, wobei eine solche Einheit beispielsweise an einer Betätigungsplatte 12 der Sanitäreinrichtung oder an einem auf der Rückseite der Betätigungsplatte 12 liegenden Befestigungsrahmen, welcher in etwa auf Höhe eines Fliesenspiegels 15 liegt, angeordnet ist.
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Die berührungslose erste Auslösevorrichtung 2 und die Steuerungsvorrichtung 5 können eine drahtgebundene oder eine drahtlose Kommunikation 9 zum Datenaustausch verwenden. Dies liegt daran, dass die berührungslose erste Auslösevorrichtung 2 in der Regel ein Bestandteil der Sanitäreinrichtung 1 ist, welcher in örtlicher Nähe der Steuerungsvorrichtung 5 angeordnet ist. Es kann ebenfalls vorgesehen sein, dass die erste Auslösevorrichtung 2 und Steuerungsvorrichtung 5 eine Einheit bilden und mit einer gemeinsamen Leiterplatte verbunden sind.
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Ferner ist vorliegend als Bestandteil der Sanitäreinrichtung 1 zur Betätigung des Auslösemechanismus ein elektrischer Aktuator 7 vorgesehen. Dieser Aktuator 7 ist kommunikativ mit der Steuerungsvorrichtung 5 verbunden und erhält von selbiger Instruktionen, entweder ausgelöst durch die berührungslose erste Auslösevorrichtung 2 oder ausgelöst durch die berührungsbehaftete zweite Auslösevorrichtung 4, mittels welchen ein Spülventil 3 der Sanitäreinrichtung 1 betätigt wird.
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Fig. 2 zeigt in einer Seitenansicht ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Sanitäreinrichtung 1, welches eine Anordnung des Bluetooth-Transceivers 8 erläutert.
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Konkret kann vorgesehen sein, dass der Bluetooth-Transceiver 8 außerhalb eines sich hinter einer einen Fliesenspiegel 15 aufweisenden Wand bzw. Vorwand 14 befindenden Unterputz-Spülkastens 10 angeordnet ist, welcher Teil der Sanitäreinrichtung 1 ist. Dies bedeutet, dass eine Anordnung des Bluetooth-Transceivers 8 vielmehr in dem Bereich der Sanitäreinrichtung 1 vorgesehen ist, welcher Schutzplatte 11 und Betätigungsplatte 12 umfasst, d.h. in der Regel in einer höheren Position als der Unterputz-Spülkasten 10 angeordnet ist.
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Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die einen Bluetooth-Transceiver 8 umfassende Steuerungsvorrichtung 5 zwischen der Schutzplatte 11 der Sanitäreinrichtung 1 und einer Betätigungsplatte 12 der Sanitäreinrichtung 1 angeordnet. Genauer gesagt ist die den Bluetooth-Transceiver 8 umfassende Steuerungsvorrichtung 5 in einem Bereich 13 angeordnet, welcher sich in horizontaler Richtung von der Betätigungsplatte 12 eine vordefinierte Strecke (z.B. bis maximal 2,5 cm) zur Schutzplatte 11 hin erstreckt. Mit anderen Worten ist die der Schutzplatte 11 zugewandte Rückseite der den Bluetooth-Transceiver 8 umfassenden Steuerungsvorrichtung 5 von einer Rückseite der Betätigungsplatte 12 eine vordefinierte Strecke entfernt. Diese Anordnung erlaubt im Vergleich zum Stand der Technik eine verbesserte Kommunikation zwischen Steuerungsvorrichtung 5 und der berührungsbehafteten zweiten Auslösevorrichtung 4, da Wand 14 und Fliesenspiegel 15 (anders als bei einer Anordnung im Bereich des Spülkastens 10) von zu übermittelnden Funkwellen nicht durchdrungen werden müssen.
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In diesem Zusammenhang kann auch vorgesehen sein, dass der Bluetooth-Transceiver 8 an der Schutzplatte 11 der Sanitäreinrichtung 1 fixiert ist. Hierzu können eine Steckverbindung, eine Klemmverbindung, eine Schraubverbindung oder eine Klebeverbindung vorgesehen sein.
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Alternativ kann der Bluetooth-Transceiver 8 unter Nutzung zumindest einer der vorgenannten Verbindungarten auch an der Betätigungsplatte 12 der Sanitäreinrichtung 1 fixiert sein.
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Fig. 3 zeigt zur weiteren Erläuterung der Anordnung des Bluetooth-Transceivers 8 das zweite Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Sanitäreinrichtung 1 in einer perspektivischen Ansicht.
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Anhand von Fig. 3 ist erneut erkennbar, dass der Bluetooth-Transceiver 8 außerhalb eines Unterputz-Spülkastens 10 angeordnet ist, wobei der Unterputz-Spülkasten 10 Teil der Sanitäreinrichtung 1 ist und sich hinter einer mit einem Fliesenspiegel 15 versehenen Wand 14 befindet.
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Vorliegend ist dargestellt, wie eine Verbindung der Schutzplatte 11 mit einem dahinterliegenden Unterputz-Spülkasten 10 erfolgt, indem die Schutzplatte 11 mit zwei Clips an selbigem befestigt wird. Anhand des Bezugszeichens 5 in Fig. 3 ist erkennbar, dass die Steuerungsvorrichtung sich hinter der Betätigungsplatte und vor der Schutzplatte 11, d.h. innerhalb der Wand 14, befindet.
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Zur Verbindung der Steuerungsvorrichtung 5 mit einer Stromversorgung, beispielsweise einem 12V-Netzbetrieb oder einem 3V-Batteriebetrieb, ist eine Verbindung 16 vorgesehen, durch welche eine vergleichsweise freie Positionierung der Steuerungsvorrichtung 5 im Bereich 13 zwischen Schutzplatte 11 und Betätigungsplatte 12 erfolgen kann. Eine derartige Stromversorgung der Steuerungsvorrichtung 5 dient gleichermaßen zur Stromversorgung von Bluetooth-Transceiver 8 und der berührungslosen ersten Auslösevorrichtung 2.
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Des Weiteren ist eine zweite Verbindung 17 vorgesehen, durch welche eine Verbindung mit einem elektrischer Aktuator 7 erfolgen kann, welcher einer Betätigung des Auslösemechanismus dient. Die Sanitäreinrichtung 1 umfasst ferner eine berührungslose erste Auslösevorrichtung 2, die beispielsweise mittels Abstandssensor wie Infrarotsensor, Hochfrequenz-Mikrowellensensor oder Ultraschallsensor, realisiert werden kann. Eine solche berührungslose erste Auslösevorrichtung 2 kann beispielsweise in die Betätigungsplatte 12 integriert sein. Die konkret gezeigte Positionierung der Steuerungsvorrichtung 5 bzw. des Bluetooth-Transceivers 8 ist nicht als beschränkend zu betrachten. Vielmehr können Steuerungsvorrichtung 5 und/oder Bluetooth-Transceiver 8 an einer beliebigen Position zwischen Schutzplatte 11 und Betätigungsplatte 12 angeordnet sein.
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Fig. 4 zeigt in einem Ablaufdiagramm ein weiteres Ausführungsbeispiel für ein von der erfindungsgemäßen Sanitäreinrichtung 1 unterstütztes Pairing der berührungsbehafteten zweiten Auslösevorrichtung 4.
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Die Sanitäreinrichtung 1 ist dazu eingerichtet, in einem Schritt S10 mittels der berührungslosen ersten Auslösevorrichtung 2 eine erste Aktivität zu erfassen, welche beispielsweise das Halten einer Hand vor die berührungslosen Auslösevorrichtung 2 (z.B. vor einen Abstandssensor) für eine vordefinierte Zeitspanne, beispielsweise 5 Sekunden, sein kann. Nach Erkennung dieser Aktivität werden in einem Schritt S20 die erfassten Sensordaten von der berührungslosen ersten Auslösevorrichtung 2 an die Steuerungsvorrichtung 5 gesendet, welche einen Zeitmesser für eine Zeitspanne 18 startet, innerhalb welcher seitens der Steuerungsvorrichtung 5 auf eine weitere von der berührungsbehafteten zweiten Auslösevorrichtung 4 gewartet wird.
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Erfolgt, wie vorliegend gemäß Schritt S30, eine derartige weitere Aktivität unter Nutzung der berührungsbehafteten zweiten Auslösevorrichtung 4 (z.B. das Betätigen des Tasters) innerhalb der vorgebbaren Zeitspanne 18, so werden seitens der berührungsbehafteten zweiten Auslösevorrichtung 4 entsprechend erfasste Daten in Schritt S40 an die Steuerungsvorrichtung gesendet.
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Die Steuerungsvorrichtung 5 ist aufgrund des zeitlichen Zusammenhangs der an sie übermittelten Daten in der Lage, einen Wunsch nach einem Kopplungs- bzw. Pairing-Vorgang zu erkennen, so dass anschließend in Schritt S50 ein Pairing zwischen der Steuerungsvorrichtung 5 und der berührungsbehafteten zweiten Auslösevorrichtung (z.B. einem BLE-Funktaster) durchgeführt werden kann.
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Die im vorliegenden Ausführungsbeispiel vorgestellte Reihenfolge der Aktivitäten ist nicht als beschränkend anzusehen, da in gleicher Weise zunächst eine von der berührungsbehafteten zweiten Auslösevorrichtung 4 ausgehende Aktivität und im Anschluss eine von der berührungslosen ersten Auslösevorrichtung 2 ausgehende Aktivität ein Pairing initiieren kann.
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Die vorstehend beschriebenen Figuren und die im Zusammenhang mit diesen erläuterten Ausführungsbeispiele dienen lediglich einer Erläuterung der Erfindung und sind für diese nicht beschränkend.
Bezuqszeichenliste:
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- 1
- Sanitäreinrichtung
- 2
- berührungslose erste Auslösevorrichtung
- 3
- Spülventil
- 4
- berührungsbehaftete zweite Auslösevorrichtung
- 5
- Steuerungsvorrichtung
- 6
- Kommunikation (drahtlos)
- 7
- elektrischer Aktuator
- 8
- Bluetooth-Transceiver
- 9
- Kommunikation (drahtlos oder drahtgebunden)
- 10
- Unterputz-Spülkasten
- 11
- Schutzplatte
- 12
- Betätigungsplatte
- 13
- Bereich
- 14
- Wand bzw. Vorwand
- 15
- Fliesenspiegel
- 16
- Verbindung (Stromanschluss)
- 17
- Verbindung (Aktuator)
- 18
- Zeitspanne
- S10 - S50
- Verfahrensschritt