EP4735679A1 - Sicherheitsgurtband - Google Patents
SicherheitsgurtbandInfo
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- EP4735679A1 EP4735679A1 EP24731822.3A EP24731822A EP4735679A1 EP 4735679 A1 EP4735679 A1 EP 4735679A1 EP 24731822 A EP24731822 A EP 24731822A EP 4735679 A1 EP4735679 A1 EP 4735679A1
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- D03D1/00—Woven fabrics designed to make specified articles
- D03D1/0005—Woven fabrics for safety belts
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- B60R—VEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B60R22/00—Safety belts or body harnesses in vehicles
- B60R22/12—Construction of belts or harnesses
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- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
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- D03D13/00—Woven fabrics characterised by the special disposition of the warp or weft threads, e.g. with curved weft threads, with discontinuous warp threads, with diagonal warp or weft
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- D03D15/00—Woven fabrics characterised by the material, structure or properties of the fibres, filaments, yarns, threads or other warp or weft elements used
- D03D15/60—Woven fabrics characterised by the material, structure or properties of the fibres, filaments, yarns, threads or other warp or weft elements used characterised by the warp or weft elements other than yarns or threads
- D03D15/63—Straps, e.g. leather straps
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- D—TEXTILES; PAPER
- D10—INDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBLASSES OF SECTION D, RELATING TO TEXTILES
- D10B—INDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBLASSES OF SECTION D, RELATING TO TEXTILES
- D10B2505/00—Industrial
- D10B2505/12—Vehicles
- D10B2505/122—Safety belts
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Abstract
Die Erfindung betrifft Sicherheitsgurtband (10) für ein Sicherheitsgurtsystem eines Kraftfahrzeugs mit einem Gewebe (11) aus Kettfäden (12) und Schussfäden (13), wobei das Sicherheitsgurtband (10) zumindest abschnittsweise eine 3/3-Köperbindung aufweist, welche einen Versatz von zwei Kettfäden (12) mit jedem Schussfaden (13) aufweist.
Description
Sicherheitsgurtband
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Sicherheitsgurtband für ein Sicherheitsgurtsystem eines Kraftfahrzeugs mit einem Gewebe aus Kettfäden und Schussfäden.
Sicherheitsgurtbänder für Kraftfahrzeuge weisen in der Regel ein Gewebe mit einer Köperbindung auf. Die Köperbindung ist häufig eine 2/2-Köperbindung, welche mit einem Versatz von zwei Kettfäden jeden zweiten Schussfaden ausgeführt ist. Hierdurch ergibt sich eine Art Schachbrettmuster, und sowohl in Richtung der Kettfäden als auch in Richtung der Schussfäden ist ein Faden jeweils abwechselnd oberhalb und unterhalb von zwei kreuzenden Fäden.
Aufgrund ihrer Rückhaltefunktion für den Insassen werden bei Sicherheitsgurtbändern hohe Anforderungen an die Zugfestigkeit gestellt. Problematisch ist bei Sicherheitsgurten die im Betrieb auftretende Abnutzung des Sicherheitsgurts, was die Zugfestigkeit im abgenutzten Zustand herabsetzen kann. Die Abnutzung kann beispielsweise durch das Abrollen und Einlaufen des Sicherheitsgurtbands über den Gurtaufroller oder die Gurtzunge verursacht werden.
Aus der EP 2 659 039 Bl ist ein Sicherheitsgurt mit einer verbesserten Verschleißfestigkeit bekannt, welcher eine 2/1/1/2-Köperbindung aufweist, die einen Versatz von zwei Kettfäden mit jedem Schussfaden aufweist.
Weiterhin steht das Sicherheitsgurtband im mittelbaren Kontakt mit dem Körper und der Haut eines Insassen, teilweise sogar im unmittelbaren Kontakt mit dem Körper und der Haut, insbesondere im Beckengurtabschnitt am Bauch eines Insassen.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine alternative Bindung eines Gewebes eines Sicherheitsgurtbands anzugeben, welche eine ausreichende Festigkeit in einem gebrauchten Zustand und gleichzeitig eine hohe Flexibilität für ein angenehmes Tragen des Sicherheitsgurts ermöglicht.
Die Erfindung löst die Aufgabe mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche.
Es wird ein Sicherheitsgurtband für ein Sicherheitsgurtsystem eines Kraftfahrzeugs mit einem Gewebe aus Kettfäden und Schussfäden vorgeschlagen, wobei das Sicherheitsgurtband zumindest abschnittsweise eine 3/3-Köperbindung aufweist, welche einen Versatz von zwei Kettfäden mit jedem Schussfaden aufweist.
Das vorgeschlagene Sicherheitsgurtband weist durch die 3/3-Köperbindung über die Breite des Sicherheitsgurtbands eine sehr hohe Flexibilität auf, da im Vergleich zum Stand der Technik weniger Bindungspunkte über die Breite des Gurtbands vorliegen. Bindungspunkte sind die Punkte im Gewebe, wo ein Faden zwischen der Oberseite und der Unterseite des Gewebes wechselt. Die Anzahl der Bindungspunkte ist beispielsweise im Vergleich zu einem Gewebe mit einer 2/2- oder 2/1-Köperbindung oder einem verschleißfesten Gewebe aus dem Stand der Technik reduziert. Gleichzeitig bleibt jedoch die Anzahl der Bindungspunkte in der Kettrichtung erhalten. In der Kettrichtung ergibt sich durch den vorgeschlagenen Versatz ein 2-1-2-1-Muster, so dass die Anzahl der Bindungspunkte in der Kettrichtung des Gewebes hoch bleibt, so dass eine hohe Zugfestigkeit des Sicherheitsgurtbands auch nach starkem Gebrauch erhalten bleibt. Das Muster entlang einzelner Kettfäden des vorgeschlagenen Sicherheitsgurtbands ist also ein 2-1-2-1-Muster oder ein 1-2-1-2-Muster. Es können beispielsweise 90% der ursprünglichen Bruchlast des Sicherheitsgurtbands nach jahrelangem Abtrieb erhalten bleiben.
Insgesamt weist das vorgeschlagene Sicherheitsgurtband eine ausgeglichene Köperbindung auf, wobei die Kettfäden in gleichen Anteilen wie die Schussfäden auf beiden Seiten des Gewebes auf der Oberfläche sichtbar sind.
Vorzugsweise weist das Sicherheitsgurtband vollständig eine 3/3-Köperbindung auf, welche einen Versatz von zwei Kettfäden mit jedem Schussfaden aufweist. Diese ermöglicht die Ausnutzung der vorteilhaften Eigenschaften über das gesamte Sicherheitsgurtband.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterentwicklung ist das Sicherheitsgurtband an den Kanten mit einem Kantengarn abgeschlossen. Das Sicherheitsgurtband kann mit der vorgeschlagenen Bindung leicht mit komplexen Kantenabschlüssen des Sicherheitsgurtbands versehen werden.
In einer vorteilhaften Ausführungsform weist das Sicherheitsgurtband an den Kanten Fang- und Verschlussfäden auf.
Gemäß einer Weiterentwicklung wird vorgeschlagen, dass das Sicherheitsgurtband mehrere Streifen in Richtung der Kettfäden aufweist, wobei der Versatz von zwei Kettfäden in den Streifen nach links oder nach rechts ist, und wobei aneinander grenzende Streifen einen unterschiedlich ausgerichteten Versatz aufweisen. Vorzugsweise weist das Sicherheitsgurtband fünf Streifen auf.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand bevorzugter Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren erläutert. Dabei zeigt
Fig. 1 Darstellung eines Gewebemusters des Sicherheitsgurtbands.
Figur 1 zeigt einen Ausschnitt des Gewebes 11 des vorgeschlagenen Sicherheitsgurtbands 10. Dieser Ausschnitt des Gewebes 11 des Sicherheitsgurtbands 10 kann auch als Rapport bezeichnet werden. Das Gewebe 11 weist Kettfäden 12, welche in der Figur 1 vertikal verlaufen und weiß dargestellt sind, sowie Schussfäden 13 auf, welche in der Figur 1 horizontal verlaufen und dunkel dargestellt sind. Die Schussfäden 13 verlaufen in der 3/3-Köperbindung derart, dass der Schussfaden 13 abwechselnd über und unter drei Kettfäden 12 geführt ist. Der nächste Schussfaden 12 ist mit einem Versatz von zwei Kettfäden 12 geführt, so dass eine charakteristische Köperlinie gebildet wird. Die Köperlinie verläuft im Ausführungsbeispiel der Figur 1 nach rechts oben, wobei der Winkel zu den Kettfäden 13 weniger als 45° beträgt.
Wie in dem Rapport der Figur 1 zu erkennen ist, ergibt sich entlang der vertikal verlaufenden Kettfäden 12 ein 2-1-2-1-Muster, welches sich mit einem 1-2-1-2-Muster mit dem nächsten Kettfaden 12 abwechselt.
Claims
1. Sicherheitsgurtband (10) für ein Sicherheitsgurtsystem eines Kraftfahrzeugs mit einem Gewebe (11) aus Kettfäden (12) und Schussfäden (13), dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitsgurtband (10) zumindest abschnittsweise eine 3/3-Köperbindung aufweist, welche einen Versatz von zwei Kettfäden (12) mit jedem Schussfaden (13) aufweist.
2. Sicherheitsgurtband (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitsgurtband (10) vollständig eine 3/3-Köperbindung aufweist, welche einen Versatz von zwei Kettfäden (12) mit jedem Schussfaden (13) aufweist.
3. Sicherheitsgurtband (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitsgurtband (10) an den Kanten mit einem Kantengarn abgeschlossen ist.
4. Sicherheitsgurtband (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitsgurtband (10) an den Kanten Fang- und Verschlussfäden aufweist.
5. Sicherheitsgurtband (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitsgurtband (10) mehrere Streifen in Richtung der Kettfäden (12) aufweist, wobei der Versatz von zwei Kettfäden (12) in den Streifen nach links oder nach rechts ist, und wobei aneinandergrenzende Streifen einen unterschiedlich gerichteten Versatz aufweisen.
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