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Die Erfindung betriff eine Vorrichtung zum Bereitstellen von Laboreinmalartikeln.
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Laboreinmalartikel sind in der Regel kleine Artikel, die in biologischen oder chemischen Laboratorien verwendet werden, um Untersuchungen durchzuführen. Beispielsweise Pipettenspitzen sind Laboreinmalartikel. Sie sind dazu ausgebildet, Flüssigkeit aufzunehmen und abzugeben. Dazu werden sie mit einer Pipette oder einem ähnlichen Laborgerät verbunden. Solche Laboreinmalartikel werden nach der Benutzung in der Regel nicht wieder verwendet, sondern entsorgt. Im Anschluss an die durchzuführende Tätigkeit werden die Gegenstände manuell abgetrennt oder mittels eines mit dem Laborgerät verbundenen Spitzenabwerfers abgeworfen.
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Zur einfachen Aufnahme und Aufbewahrung werden Laboreinmalartikel in der Regel in speziellen Vorrichtungen aufbewahrt. Diese zumeist aus Kunststoff gefertigten Vorrichtungen weisen häufig eine Box-Form auf und umfassen einen Deckel, ein Unterteil und eine Platte. Die Platte kann mit dem Unterteil verbunden werden und verfügt über Löcher o.ä. zum Aufnehmen sowie Bereitstellen der Laboreinmalartikel. Zur Entnahme wird der Deckel geöffnet und mit dem Laborgerät die benötigte Anzahl an Laboreinmalartikeln entnommen. Nach der Entnahme kann der Deckel bis zur nächsten Entnahme verschlossen werden, um die Laboreinmalartikel zu schützen. Die Lochplatte zum Bereitstellen der Laboreinmalartikel wird häufig als "Tray" oder "Wafer" bezeichnet, die Box als "Rack".
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Solche Vorrichtungen zum Bereitstellen von Laboreimalartikeln sind so gestaltet, dass die Entnahme der Laboreinmalartikel möglichst komfortabel und auch sicher geschehen kann. Dazu sind die Vorrichtungen in der Regel so geformt, dass auch mit einem Laborgerät zu Aufnahme mehrerer Laboreinmalartikeln, z.B. eine Mehrkanalpipette, verwendet werden kann. Dazu muss die Lochplatte aus verschiedenen Positionen einfach zugängig sein. Weiterhin muss gegeben sein, dass die Box ausreichend stabil ist, um die bei der Entnahme auftretenden Kräfte aufzunehmen und die Entnahme von randständigen Artikeln aushalten zu können. Insbesondere bei einer solchen randständigen Entnahme darf die Vorrichtung sich weder ungewünscht verformen, noch darf die Vorrichtung umkippen. Aus diesem Grund weisen viele der Boxen sowohl Merkmale zur Versteifung auf als auch Merkmale zur sicheren Abstützung. Zur Versteifung ist es üblich, Rippen auf der Innenseite vorzusehen und Randbereiche mit Aus- bzw. Einbuchtungen zu versehen. Auch eine entsprechend ausreichend gewählte Stärke der Wand der Box trägt entscheidend zur Versteifung bei. Zur sicheren Abstützung ist die Box an ihrer Unterseite häufig mit einem Kragen bzw. Wulst versehen, welcher die Aufstandsfläche vergrößert. Bei der Wahl der Dimensionen werden meisten einschlägige Normen und Standards berücksichtigt, die zu einer Kompatibilität mit anderen Laborutensilien sicherstellen.
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Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, sind Vorrichtungen zum Bereitstellen von Laboreinmalartikeln aus drei getrennt voneinander hergestellten Bauteilen aufgebaut, welche der Box, dem Deckel und der Lochplatte entsprechen. Im Anschluss an die Fertigung der drei, oder ggf. auch mehr Bauteile werden diese zusammengesetzt und miteinander verbunden. Meistens werden die Bauteile bei der Montage elastisch verformt, um Schnappverbindungen und -gelenke zu realisieren. Während der Montage gefügte Bauteile können in der Regel auch wieder auseinander gebaut werden. Die getrennte Fertigung der verschiedenen Bauteile ermöglicht, dass die verschiedenen Bauteile aus verschiedenen Materialien hergestellt, oder zumindest mit verschiedenen Zusätzen versehen werden können.
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Aus der
EP 2 789 389 A1 ist eine Vorrichtung zum Bereitstellen von Pipettenspitzen bekannt geworden. Diese weist einen rechteckigen Träger für Pipettenspitzen auf, welcher in ein Unterteil eingesetzt wird. Das Unterteil weist von einer Standfläche hochstehende Seitenwände und eine rechteckige Aufnahme für den Träger. Durch Mittel zum Abstützen an der Innenseite der Seitenwände ist der Träger in einer horizontalen Ausrichtung in dem Unterteil gehalten. Das Unterteil weist ferner hervorstehende Lagerzapfen auf, an denen ein Deckel schwenkbar befestigt ist.
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Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu Bereitstellung von Laboreinmalartikeln zur Verfügung zu stellen, welche sowohl eine Materialersparnis als auch eine Reduzierung des Herstellungs- und Konfektionierungsaufwandes ermöglicht.
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Die Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung zum Bereitstellen von Laboreinmalartikeln mit den Merkmalen von Anspruch 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Vorrichtung sind in Unteransprüchen sowie in der folgenden Beschreibung ausgeführt.
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Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Bereitstellen von Laboreinmalartikeln hat
- eine rechteckige Lochplatte mit einer Vielzahl von Löchern zum Aufnehmen von Laborartikeln,
- eine Box umfassend
- o eine Bodenwand,
- o sich von der Wohnwand nach oben erstreckende erste Seitenwände, deren obere Ränder eine erste Öffnung zum Einsetzen der Lochplatte begrenzen,
- o mindestens eine Stützstruktur innerhalb der Box zum Halten der Lochplatte in einem Abstand zu der Bodenwand,
- einen Deckel, umfassend
- o eine Deckwand,
- o sich von der Deckwand nach unten erstreckende zweite Seitenwände, deren untere Ränder eine zweite Öffnung begrenzen,
- gekennzeichnet dadurch, dass
- o die Lochplatte und die Box über ein erstes Scharnier verbunden sind, um das die Lochplatte von einer Stellung seitlich neben der Box gegen die Stützstruktur klappbar ist,
- o der Deckel und die Box über ein zweites Scharnier verbunden sind, um das der Deckel von einer Stellung seitlich neben der Box in eine die Box abdeckende Stellung klappbar ist,
- o die Lochplatte, die Box, der Deckel und die Scharniere ein einteilig gefertigtes Bauteil sind.
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Grundsätzlich weist die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Bereitstellen von Laboreinmalartikeln die üblichen Merkmale solcher Vorrichtungen auf. Das bedeutet, dass die Lochplatte zum Bereitstellen der Laboreinmalartikel dient und eine einfache Entnahme dieser ermöglicht. Dazu ist die Lochplatte in die Box eingesetzt, welche eine einfache Zugänglichkeit und einen sicheren Halt gestattet. Zum Schutz der Laboreinmalartikel können diese durch den Deckel überdeckt werden. Über eine Stützstruktur der Box wird die Position der Lochplatte relativ zur Bodenwand und den Seitenwänden der Box definiert. Es können eine oder mehrere Stützstrukturen vorgesehen sein. Die Anzahl richtet sich danach, wie die Stützstruktur gestaltet bzw. die Stützstrukturen gestaltet sind und welche Anforderungen an sie hinsichtlich der Positionierung der Lochplatte gestellt werden. Der Abstand der Lochplatte zur Bodenwand der Box ermöglicht dabei einen sicheren Transport der Laboreinmalartikel. Durch die definierte Position ist eine einfache und ergonomische Entnahme der Laboreinmalartikel möglich, sowie ein sicherer Transport dieser.
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Neben diesen konventionellen Merkmalen einer Vorrichtung zum Bereitstellen von Laboreinmalartikeln ist die Vorrichtung im Besonderen dadurch gekennzeichnet, dass sie ein einziges einteilig (einstückig) gefertigtes Bauteil ist. Das bedeutet, dass die Lochplatte, die Box, der Deckel und die Scharniere aus einem einzigen Teil bestehen. Zum Zusammenbau muss lediglich die Lochplatte in die Box eingeklappt und anschließend der Deckel zugeklappt werden. Hierdurch entfällt das Konfektionieren, d.h. das Bereitstellen von zueinander passenden Einzelteilen vor dem Fügen, was wiederum Kosten- und Logistikvorteile mit sich bringt. Außerdem müssen Lochplatte, Box und Deckel nicht separat mit verschiedenen Maschinen gefertigt werden, was wiederum entsprechende Kostenvorteile zur Folge hat.
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Besonders bemerkenswert ist, dass auch die Scharniere, welche die Lochplatte mit der Box und den Deckel mit der Box verbinden, einteilig gefertigt sind. Herkömmlicherweise werden die Scharniere mehrteilig gefertigt und die Scharnierteile sind Bestandteile der getrennt gefertigten restlichen Bauteile (Box, Lochplatte, Deckel). Die Scharnierteile werden in einem solchen Fall häufig durch elastische Verformung miteinander gefügt. Dazu müssen z.B. die Scharniere der Box etwas zusammengedrückt werden, damit die Gegenstücke der Scharniere des Deckels einrasten können. Erfindungsgemäß sind die Scharniere jedoch einteilig (einstückig) gefertigt, sodass eine solche elastische Verformung beim Fügen nicht nötig ist, um die Bauteile aneinanderzufügen, da diese bereits miteinander verbunden sind. Möglich ist eine Lösung durch Filmscharniere, die durch dünne, flexible Filme (Folien) gebildet werden, oder durch Scharniere, die zwar einteilig gefertigt sind, aber die Einzelbestandteile des Scharniers erst beim Zusammenbau der Box auseinandergebrochen werden und dann ihre Funktion als Scharnier erfüllen.
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Die Stützstruktur zum Halten der Lochplatte kann als Versteifungsrippe ausgebildet sein. Eine solche Versteifungsrippe ermöglicht nicht nur eine Positionierung der Lochplatte, sondern auch eine Versteifung der Box. Es ist vorteilhaft, mehrere Versteifungsrippen vorzusehen, weil dadurch sowohl die Lochplatte besonders genau positioniert werden kann, als auch die Steifigkeit der Box deutlich erhöht wird.
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Gemäß einer Ausführungsart der Erfindung weist auch der Deckel Stützstrukturen auf, die bevorzugt als Versteifungsrippen ausgeführt sind. Sie erhöhen die Steifigkeit des Deckels. Ferner ermöglichen sie, dass der Deckel mit diesen Stützstrukturen auf der Lochplatte und/oder den ersten Seitenwänden der Box aufliegt, wenn der Deckel in die die Box abdeckende Stellung geklappt ist. Dadurch ist die Positionierung des Deckels definiert und bei einer Druckbelastung eine gleichmäßige Kraftübertragung vom Deckel auf die Box gewährleistet.
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Gemäß einer Ausführungsart übergreift mindestens eine zweite Seitenwand des Deckels mindestens eine erste Seitenwand der Box zumindest teilweise, wenn der Deckel in die die Box abdeckende Stellung geklappt ist. Dadurch wird der Deckel zusätzlich an der Box ausgerichtet. Außerdem wird in der abgesperrten Stellung das Innere der Vorrichtung besser gegenüber Verunreinigungen aus der Umgebung geschützt.
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Gemäß einer Ausführungsart der Erfindung sind die Scharniere Filmscharniere, wobei sich das erste Scharnier einer Seite der Lochplatte und entlang eines oberen Randes einer ersten Seitenwand erstreckt und wobei sich das zweite Scharnier entlang einer ersten Seitenwand und entlang eines unteren Randes einer zweiten Seitenwand erstreckt. Filmscharniere sind vor allem im Spritzgussverfahren problemlos herzustellen, sodass sie eine einfache und schnelle Fertigung der einteiligen Ausführung gemäß der obigen Beschreibung ermöglichen. Gemäß einer Ausführungsart sind Filmscharniere feine Streifen vor allem aus Kunststoff, die längsseitig an zwei Bauteile angebunden sind, sich vom einen zum anderen Bauteilen erstrecken und eine relative Bewegung der beiden Bauteile um die Längsrichtung des Scharniers ermöglichen, wobei das Material des Scharniers während der Bewegung lediglich elastisch verformt wird. Durch eine längliche Anbindung der Filmscharniere wird eine zusätzliche Versteifung der Bauteile entlang der Scharnierbefestigung erlangt. Auch eine solche Versteifung ist für die Vorrichtung zum Bereitstellen von Laboreinmalartikeln, wie in der Einleitung betont, besonders vorteilhaft. Eine Positionierung der Filmscharniere an den Seiten der Lochplatte und des Deckels bzw. am Rand der Box ermöglicht ein einfaches Einklappen der Lochplatte in die Box und Schließen des Deckels nach der Fertigung. Bei der Fertigung wiederum sind die Stellen des Filmscharniers einfach zu erreichen, sodass eine kostengünstige Fertigung auch von entsprechenden Spritzgusswerkzeugen oder durch andere Fertigungstechniken ohne weiteres möglich ist.
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Gemäß einer Ausführungsart der Erfindung ist die Vorrichtung zum Bereitstellen von Laboreinmalartikeln ein einteiliges Spritzgussbauteil. Für die zuvor erläuterte Konstruktion, bei der Box, Deckel, Lochplatte und Scharniere einteilig gefertigt sind, ist es vorteilhaft, das (Kunststoff-) Spritzgießverfahren zu verwenden. Dieses erlaubt ohne weiteres, dass alle Bauteile miteinander verbunden sind, sodass es sich bei der Vorrichtung zum Bereitstellen von Laboreinmalartikeln um ein einteiliges Bauteil handelt. Dabei werden beispielsweise drei Anspritzpunkte gewählt, sodass die üblicherweise eingesetzten Werkstoffe weiterhin verwendet werden können. Die Vorrichtung kann aus nur einer einzigen Kunststoffkomponente mit oder ohne Zusätze spritzgegossen werden. Bei der Kunststoffkomponente handelt es sich zum Beispiel um Polypropylen (PP). Auch Zwei- oder Mehrkomponentenspritzgießen mit verschiedenen Kunststoffkomponenten ist möglich, um lokal verschiedene Materialeigenschaften zu realisieren. Bei den verschiedenen Kunststoffkomponenten kann es sich um verschiedene Kunststoffe oder um dieselben Kunststoffe mit unterschiedlichen Zusätzen handeln. Vorzugsweise sind die Scharniere als Filmscharnier ausgebildet, da sich dieses, wie zuvor beschrieben, besonders für das Spritzgießverfahren eignet. Da nur ein Spritzgussteil hergestellt wird, können Kosten gespart werden, weil die Notwendigkeit für mehrere Spritzgussformen und mehrere Spritzgussmaschinen entfällt. Weiterhin werden alle Bestandteile, welche anschließend nur noch ineinander geklappt werden müssen, gemeinsam gefertigt, sodass der Aufwand für die Konfektionierung im Anschluss an die eigentliche Fertigung deutlich reduziert ist. Dabei werden die einzelnen Bauteile zur Optimierung der Spritzgussfertigung so gefertigt, dass sie zuerst auseinandergeklappt sind, d. h., dass die Lochplatte, die Box und der Deckel nicht gegeneinander gefaltet sind, sondern sich die Lochplatte und der Deckel jeweils seitlich neben der Box befinden. Vorzugsweise sind die Lochplatte und der Deckel nach dem Spritzgießen auf einander gegenüberliegenden Seiten seitlich neben der Box angeordnet. Lochplatte und Box sowie Deckel und Box sind jeweils über die Filmscharniere verbunden. Nach der Spritzgießfertigung erfolgt dann durch eine Rotation um die Scharniere ein Zusammenklappen der Box. So ist ein schneller und einfacher Zusammenbau möglich.
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Gemäß einer anderen Ausführungsart ist die Vorrichtung zum Bereitstellen von Laboreinmalartikeln eine Faltschachtel aus Karton und/oder Pappe, insbesondere Wellpappe. Der Karton und/oder die Pappe können ganz oder teilweise aus Frischfasern und/oder aus Recyclingfasern bestehen. Der Karton und/oder die Pappe können unbeschichtet sein oder ein- oder beidseitig mit einer Schicht aus Kunststoff beschichtet sein. Die Vorrichtung zum Bereitstellen von Laboreinmalartikeln kann aus einem einzigen Zuschnitt oder aus mehreren Zuschnitten aus Karton und/oder Pappe gebildet sein. Der Zuschnitt oder die Zuschnitte werden durch Stanzen, Rillen und/oder Ritzen aus einem Bogen oder einer Bahn aus Karton oder Pappe hergestellt. Die Scharniere und sonstige Faltlinien zum Bilden der Faltschachtel können durch Rilllinien und/oder durch Ritzlinien gebildet sein, die in den jeweiligen Zuschnitt eingebracht sind.
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Die Vorrichtung zum Bereitstellen von Laborartikeln kann aus einem Zuschnitt oder aus mehreren Zuschnitten faltbaren Flachmaterials durch Falten, Verhaken, Kleben und/oder (Heiß-)Siegeln gebildet werden. Durch Verhaken, Kleben und/oder Siegeln von Bereichen des Zuschnittes oder der Zuschnitte kann die aus dem oder den Zuschnitten aufgerichtete Faltschachtel in aufgerichteter Stellung fixiert werden. Durch (Heiß-)Siegeln können insbesondere mit Kunststoff beschichtete Bereiche von einem oder mehreren Zuschnitten aneinander befestigt werden.
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In einer Ausgestaltung der Erfindung weist die Box einen sich von der Innenseite einer ersten Seitenwand erstreckenden Rastvorsprung auf, wobei das untere Ende des Rastvorsprungs einen Abstand zu der Stützstruktur zum Halten der Lochplatte aufweist, sodass die Lochplatte zwischen der Stützstruktur und dem unteren Ende des Rastvorsprungs einrastet. Auch wenn es sich bei der Vorrichtung um eine einteilige Konstruktion handelt, sind die einzelnen Bestandteile, d. h. die Lochplatte, die Box, der Deckel und die Scharniere, dennoch einzelne Bauteile, die ineinander geklappt werden müssen, um die fertige Vorrichtung zum Bereitstellen von Laboreinmalartikeln bereitzustellen. Mittels des Rastvorsprungs wird die Lochplatte an Ort und Stelle fixiert, sodass sie ein sicheres Halten der Laboreinmalartikel ermöglicht. Dabei sind Rastvorsprünge übliche Konstruktionsmerkmale, die problemlos mit gängigen Fertigungsverfahren zu fertigen sind. Beim Zusammenbau wird die Seitenwand der Box auseinandergedrückt, sobald die Lochplatte von oben eingesetzt wird und schnappt - nachdem die Lochplatte ausreichend weit nach unten an dem Rastvorsprung vorbeigedrückt wurde - wieder zusammen. Dadurch kann sich die Lochplatte nicht mehr aus der Verriegelungsposition zwischen dem Rastvorsprung und der Stützstruktur lösen. Der Abstand zu der Stützstruktur ermöglicht dabei eine richtige Positionierung der Lochplatte und eine Auslegung des Spiels, welches in dieser Positionierung vorhanden ist. Durch eine richtige Positionierung der Lochplatte mittels der Stützstruktur und des Rastvorsprungs wird in der Folge eine richtige Positionierung der Laboreinmalartikel gewährleistet.
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In einer Ausgestaltung der Erfindung weist die Lochplatte eine vom Rand ausgehend erstreckende Rastaussparung auf, die ein Gegenstück zu dem Rastvorsprung bildet. Durch die Aussparung wird im Bereich des Rastvorsprungs die Stärke der Lochplatte reduziert. Dadurch ist es einfacher, bei der elastischen Verformung der Wand im Rahmen des Zusammenbaus die Lochplatte an der Wand vorbeizudrücken.
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In einer Ausgestaltung der Erfindung ist die durch die ersten Seitenwände begrenzte Öffnung größer als die Lochplatte, weist die dem ersten Scharnier gegenüberliegende erste Seitenwand mindestens ein nach innen hervorstehendes Halteelement und/oder weisen zwei einander gegenüberliegende Seitenwände jeweils mindestens ein nach innen hervorstehendes Halteelement auf, weist die Lochplatte eine Aufnahme für das Halteelement oder Aufnahmen für die Halteelemente auf und ist das eine Halteelement mit der Aufnahme oder sind die Halteelemente mit den Aufnahmen im Eingriff, wobei der Abstand zwischen dem mindestens einen Halteelement und dem ersten Scharnier oder zwischen den Haltelementen so ausgebildet ist, dass die Lochplatte, das erste Scharnier und/oder mindestens eine der ersten Seitenwände elastisch verformt sind und jedes Halteelement spielfrei in einer Aufnahme gehalten ist. Vorzugweise ist die mindestens eine Aufnahme durch einen von einer Unterseite der Lochplatte hervorstehenden Rand gebildet. Dadurch, dass die von den Seitenwänden begrenzte Öffnung größer als die Lochplatte ist, ist es einfach, die Lochplatte in die Box hineinzuklappen. Nach dem Hineinklappen wird die Lochplatte durch das Haltelement oder die Halteelemente, welche hinter den Rand greifen, gehalten. Die Aufnahme- und die Halteelemente sind so ausgebildet, dass es zu einer elastischen Verformung kommt, sodass es zu einer Verspannung zwischen den ersten Seitenwänden und der Lochplatte kommt. Dadurch werden auf die Box ausgeübte Kräfte auch auf die Lochplatte übertragen und eine hohe Festigkeit der Box erreicht Hierdurch ist es möglich, Material insbesondere an den ersten Seitenwänden einzusparen, was im Sinne einer Umweltverträglichkeit vorteilhaft ist.
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In einer Ausgestaltung der Erfindung weist die Box ein von der Außenseite einer ersten Seitenwand vorstehendes Rastelement auf und der Deckel an einer Außenseite der benachbarten zweiten Seitenwand eine mit der zweiten Seitenwand verbundene und nach unten vorstehende Verriegelungslasche, die über eine Rastnase verfügt, die mit dem ersten Rastelement verhakt ist und durch elastische Verformung der Verriegelungslasche entriegelbar ist. Durch Verriegelungslasche und Rastnase sind Deckel und Box miteinander verriegelbar. Dadurch werden die im Inneren befindlichen Laboreinmalartikel beim Transport und bei der Aufbewahrung geschützt. Durch eine elastische Konstruktion kann die Box jederzeit geöffnet und wieder verschlossen werden. Zudem ist die Fertigung einer Verriegelungslasche bzw. Rastnase einfach in üblichen Fertigungsverfahren möglich und darüber hinaus ist auch eine einteilige Herstellung ohne weiteres realisierbar.
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In einer Ausgestaltung der Erfindung weist die Lochplatte auf der Unterseite rippenförmige Versteifungselemente auf. Rippen sind für Kunststoffbauteile gängige Konstruktionsmerkmale, um Material einzusparen, ohne einen Verlust der Steifigkeit in Kauf nehmen zu müssen. Dadurch werden die Bauteile, in diesem Fall die Lochplatte, darüber hinaus leichter und infolge der Materialersparnis auch günstiger. Dennoch sind sie hinsichtlich der Biege- und Schubsteifigkeit als den Vollmaterialbauteilen ebenbürtig anzusehen. Besonders im Spritzguss sind Rippenstrukturen einfach herzustellen.
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In einer Ausgestaltung der Erfindung weist die Box an einer der ersten Seitenwände eine sich vertikal erstreckende Einbuchtung nach innen auf. Eine Einbuchtung an den Außenwänden nach innen führt dazu, dass die Box insgesamt versteift wird und weniger Material an anderen Stellen benötigt wird. Das Vorsehen solcher Einbuchtungen ermöglicht somit eine weitere Materialersparnis, ohne einen Steifigkeitsverlust.
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In einer Ausgestaltung der Erfindung weisen die Löcher der Lochplatte eine Matrixanordnung entsprechend einer standardisierten Mikroplatte auf. In der vorliegenden Anmeldung sind mit einer "standardisierten Mikroplatte" solche Mikroplatten (Mikrotiterplatten) bezeichnet, die entsprechend den Empfehlungen der "Society for Biomolecular Screening (SBS)" durch das American National Standard Institute (ANSI) standardisiert sind (ANSI SLAS, 1 bis 4 - 2004 und ANSI SLAS, 6 - 2012). Eine Box (auch als "Schale" bezeichnet) mit einer Grundfläche entsprechend einer standardisierten Mikroplatte hat insbesondere den Vorteil, dass sie auf den Arbeitsplätzen von Laborautomaten positionierbar ist, die an die Grundfläche von standardisierten Mikroplatten angepasst sind. Die Anordnung von Löchern entsprechend der Anordnung von Vertiefungen (auch als "Näpfchen" oder: "Wells" bezeichnet) einer standardisierten Mikroplatte hat insbesondere den Vorteil, dass sie ein Behandeln der Einmal-Laborartikel mittels Laborgeräten erleichtert, die an eine standardisierte Mikroplatte angepasst sind. So können beispielsweise Pipettenspitzen aus einer Anordnung von Löchern, die der Anordnung von Vertiefungen einer standardisierten Mikroplatte entspricht, mittels einer Mehrkanalpipette aufgenommen und abgegeben werden, bei der der Abstand der Kanäle an die Vertiefungen der standardisierten Mikroplatte angepasst ist.
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In einer Ausgestaltung der Erfindung weist die Erfindung mindestens eines der folgenden Merkmale auf das Scharnier zur Verbindung von Lochplatte und Box ist an einer langen Seite der ersten Öffnung angeordnet und das Scharnier zur Verbindung von Deckel und Box ist an der gegenüberliegenden ersten Seitenwand der Box angeordnet, die Box weist an den an den kurzen Seiten angeordneten ersten Seitenwänden zwei Rastvorsprünge und an der das Scharnier zwischen Deckel und Box aufweisenden ersten Seitenwand zwei Rastvorsprünge auf, die Lochplatte weist zugehörige Rastaussparungen auf, die Box weist an der dem ersten Scharnier gegenüberliegenden ersten Seitenwand vier Halteelemente auf und die Box weist an jeder ersten Seitenwand jeweils zwei Einbuchtungen auf, die jeweils an den vertikalen Rändern der ersten Seitenwände angeordnet sind, sodass sich an jeweils zwei angrenzenden ersten Seitenwänden befindliche Einbuchtungen überschneiden und von oben betrachtet eine L-förmige Ausbuchtung an einem vertikalen Rand der ersten Seitenwand bilden. Die Positionierung der Scharniere an den langen Seiten ist besonders vorteilhaft für die Gesamtsteifigkeit der Vorrichtung zum Bereitstellen von Laboreinmalartikeln und ist darüber hinaus leicht zu fertigen. Das Vorsehen mehrerer Rastvorsprünge ermöglicht eine sichere Befestigung der Lochplatte. Mehrere Halteelemente vorzusehen, welche die Verspannung von Box und Lochplatte ermöglichen, dient einer gleichmäßigen Kraftübertragung, sodass die Einzelkräfte, die über jedes Halteelement übertragen werden, kleiner sein können und dennoch eine gleichmäßigere Wirkung erzielt wird, die eine Steigerung der Gesamtsteifigkeit zur Folge hat. Durch das Überschneiden von mehreren Einbuchtungen wird der sich durch eine einzelne Einbuchtung ergebende Effekt einer Versteifung verstärkt. Dieser Effekt ist darauf zurückzuführen, dass noch mehr Material weiter vom Zentrum entfernt ist und somit das Flächenträgheitsmoment noch weiter gesteigert werden kann.
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In einer Ausgestaltung der Erfindung ist der Abstand der Stützstruktur zum Halten der Lochplatte zu der ersten Öffnung so ausgebildet, dass Lochplatte und Bodenwand parallel ausgerichtet sind. Im Hinblick auf eine ergonomische Entnahme der Laboreinmalartikel ist eine parallele Ausrichtung der Lochplatte besonders vorteilhaft. Es ist für besondere Erfordernisse aber auch möglich, andere Positionierungen der Lochplatte zu ermöglichen.
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In einer Ausgestaltung der Erfindung weist diese einen Ständer auf, wobei der Ständer eine Aussparung für die Box aufweist, in die die Box eingesetzt ist, der Ständer mit der Box verrastet ist und der Querschnitt des Ständers größer ist als der der Box. Das Vorsehen eines von der restlichen Vorrichtung getrennten Ständers ermöglicht, dass die Vorrichtung als solche besonders leicht ausgeführt wird, aber dennoch in Verbindung mit dem Ständer einen sicheren Stand erfährt. Der Ständer ist zur weiteren Gewichtsersparnis mit einer Aussparung versehen, die ein Einsetzen der Vorrichtung zur Entnahme von Laboreinmalartikeln ermöglicht. Dadurch, dass es sich um getrennte Bauteile handelt, ist ein Vorsehen des Ständers nur bei Bedarf möglich. Ferner kann der Ständer zusammen mit verschiedenen Boxen verwendet und bei Bedarf auch wiederverwendet werden. Dies erlaubt eine weitere Ressourcenersparnis, weil der Ständer nur mit einer gerade verwendeten Box benutzt wird, anstatt dass vorsorglich alle zum Einsatz kommenden Boxen mit einem integrierten Ständer ausgestattet sein müssen. Über das Verrasten wird dennoch beim Zusammensetzen, obwohl es sich um zwei getrennte Bauteile handelt, ein sicherer Stand der Vorrichtung zur Entnahme von Laboreinmalartikeln ermöglicht.
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In einer Ausgestaltung der Erfindung weist der Ständer ein an den Ständer ansteckbares Steckmodul auf, das ein Beschriftungsfeld mit Informationen enthält. Aufgrund des Beschriftungsfeldes ist es einfach zu erkennen, welche Laboreinmalartikel in der Vorrichtung aufbewahrt werden. Durch die ansteckbare Konstruktion kann das Beschriftungsfeld jedoch einfach ausgewechselt werden und, sofern neue Laboreinmalartikel verwendet werden, ausgetauscht werden.
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In einer Ausgestaltung der Erfindung ist die Lochplatte mit Laboreinmalartikeln bestückt und die Lochplatte weist eine das Pipettiervolumen und/oder sonstige Informationen angebende Beschriftung an dem langen Rand auf, an dem das Scharnier zur Verbindung zwischen Box und Lochplatte angeordnet ist. Im zusammengebauten Zustand werden alle durch die Löcher der Lochplatte gebildeten Plätze mit Laboreinmalartikeln bestückt. In der Folge sind diese sicher innerhalb der Vorrichtung aufbewahrt, bis sie aufgeklappt wird und dann die Laboreinmalartikel ergonomisch entnommen werden können. Um sicher zu gehen, dass die richtigen Laboreinmalartikel entnommen werden, weist die Vorrichtung eine Beschriftung auf. Diese kann zum Beispiel das Volumen von in der Vorrichtung gehaltenen Pipettenspitzen angeben. Die Positionierung der Beschriftung an der Seite des Scharniers zwischen Lochplatte und Box, d. h. gegenüber dem Deckel, fördert eine einfache Lesbarkeit.
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Im Folgenden wird die Erfindung mittels Zeichnungen weiter erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Bereitstellen von Laboreinmalartikeln in einem auseinandergeklappten Zustand;
- Fig. 2
- eine seitliche Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Bereitstellen von Laboreinmalartikeln in einem auseinandergeklappten Zustand;
- Fig. 3 a - c
- perspektivische Ansichten der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Bereitstellen von Laboreinmalartikeln in verschiedenen Stadien bei einem Ineinanderklappvorgang;
- Fig. 4
- eine perspektivische Detailansicht der Anbindung eines Filmscharniers an die Box und an die Lochplatte;
- Fig. 5
- eine Ansicht von oben auf die in die Box geklappte Lochplatte;
- Fig. 6
- eine perspektivische Detailansicht von Rastvorsprüngen und einer Rastaussparungen;
- Fig. 7
- eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Bereitstellen von Laboreinmalartikeln und eines Ständers bevor die Box in den Ständer eingesetzt ist;
- Fig. 8
- eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Bereitstellen von Laboreinmalartikeln und des Ständers nachdem die Box in den Ständer eingesetzt wurde.
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Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 zum Bereitstellen von Laboreinmalartikeln in einem auseinandergeklappten Zustand. Die Vorrichtung umfasst eine Lochplatte 2, eine Box 3 und einen Deckel 4, welche in dieser Ansicht auseinandergeklappt dargestellt sind. So, wie diese Bestandteile der Vorrichtung in dieser Ansicht dargestellt sind, liegen sie vor, nachdem sie im Anschluss an die Fertigung aus einer Spritzgussmaschine entnommen werden. Ferner befindet sich zwischen der Lochplatte 2 und der Box 3 das Filmscharnier 5 und zwischen der Box 3 und dem Deckel 4 befindet sich das Filmscharnier 6. Zusammen bilden Lochplatte 2, Box 3, Deckel 4 und Filmscharniere 5 und 6 ein einteilig gefertigtes Bauteil.
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Die Lochplatte 2 weist Löcher 7 auf. In der Ansicht in Fig. 1, in der die Lochplatte von unten zu sehen ist, ist zudem erkennbar, dass die Lochplatte auf der Unterseite rippenförmige Versteifungselemente 8 sowie hohlzylindrische Strukturen 9 unterhalb der Löcher 7 aufweist. Die Löcher 7 und die hohlzylindrischen Strukturen 9 der Lochplatte 2 sind dazu ausgebildet, dass sie Laboreinmalartikel aufnehmen und führen können. Ferner verfügt die Lochplatte 2 am äußeren Rand über einen von der Unterseite hervorstehenden, umlaufenden Rand 10.
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Die Box 3 umfasst eine Bodenwand 11 und von der Bodenwand nach oben sich erstreckende erste Seitenwände 12, 13, 14, 15. Die oberen Ränder dieser Seitenwände begrenzen die erste Öffnung 16. Auf der Innenseite der Box 3 erstrecken sich in vertikaler Richtung Stützstrukturen 17. Die Stützstrukturen 17 sind als Versteifungsrippen ausgebildet und tragen zur Versteifung der Box 3 bei. Auch können Sie als Auflage für die Lochplatte 2 dienen, wobei die Stützstrukturen 17 bei einer Entnahme von Laboreinmalartikeln dabei auf die Lochplatte 2 wirkende Druckkräfte aufnehmen können. Weiterhin weist die Box 3 Halteelemente 16 auf. Diese hakenförmigen Halteelemente greifen in den umlaufenden Rand 10 der Lochplatte ein, wenn die Lochplatte 2 in die Box geklappt ist. Die hakenförmigen Halteelemente 16 haben einen inneren Rand, der in Richtung nach oben von der ersten Seitenwand weg geneigt ist, von der sie vorstehen. Dadurch werden beim Einfügen der Ränder in die Halteelemente 16 die ersten Seitenwände 12, 14 mit der der Lochplatte 2 zusammengehalten und verspannt . Hierdurch ist es möglich, dass die Lochplatte 2 Kräfte, die auf die Box 3 einwirken, aufnimmt. Dadurch wird die Box 3 steifer, sodass Gewicht gespart werden kann. Folglich kann die Vorrichtung kostengünstig und ressourcenschonend gefertigt werden.
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Der Deckel 4 weist eine Deckwand 19 sowie zweite Seitenwände 20, 21, 22, 23 auf. Wie bei der Box 3 auch, erstrecken sich die Seitenwände 20, 21, 22, 23 des Deckels senkrecht von der Deckwand 19. An den zweiten Seitenwänden 21, 23 sind weitere Stützstrukturen angeordnet, von denen eine beispielhaft mit dem Bezugszeichen 24 versehen ist und die als Versteifungsrippen ausgebildet sind, die sich von der Deckwand 19 aus erstrecken. Sie verhelfen dem Deckel 4 zu einer Versteifung, die insbesondere beim Stapeln der Vorrichtung 1 zum Bereitstellen von Laboreinmalartikeln 1 und einer Entnahme einer Vorrichtung 1 aus einem entsprechenden Stapel für eine vereinfachte Handhabung sorgen. Ferner erlauben die Stützstrukturen 24, dass der Deckel in einem zugeklappten Zustand auf der ersten Öffnung 16 aufliegen kann, was zu einer weiteren Versteifung der Vorrichtung 1 beitragen kann.
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Von der zweiten Seitenwand 22 erstreckt sich zudem die Verriegelungslasche 25. Mit dieser lässt sich die Vorrichtung 1 zum Bereitstellen von Laboreinmalartikeln 1 verschließen, sodass die in der Vorrichtung 1 befindlichen Laboreinmalartikel während des Transports oder der Lagerung geschützt vor Umwelteinflüssen und sonstigen äußeren Einwirkungen sind.
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Fig. 2 zeigt eine seitliche Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 zum Bereitstellen von Laboreinmalartikeln 1 in einem auseinandergeklappten Zustand. In dieser Ansicht ist zu erkennen, dass die Lochplatte 2, die Box 3, der Deckel 4 sowie die Filmscharniere 5 und 6 miteinander verbunden sind und somit ein einteilig gefertigtes Bauteil darstellen. Dadurch, dass es sich um ein einteilig gefertigtes Bauteil handelt, ist die Fertigung und vor allem die Konfektionierung im Anschluss an den eigentlichen Herstellungsprozess besonders einfach. Das ist dadurch begründet, dass die Einzelbauteile nicht mehr zusammen an einen Ort gebracht und dort gefügt werden müssen. Stattdessen kommen alle Einzelteile, die bereits miteinander verbunden sind, zusammen aus der Spritzgussmaschine. In der Folge wird nur noch eine Spritzgussmaschine benötigt, sodass Fertigungskosten eingespart werden können, auch weil auf zusätzliche Spritzgussformen verzichtet werden kann. Es ergeben sich aus der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 zum Bereitstellen von Laboreinmalartikeln 1 somit Kosten als auch Logistikvorteile.
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Fig. 3 a bis c zeigen perspektivische Ansichten der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 zum Bereitstellen von Laboreinmalartikeln 1 in verschiedenen Stadien bei einem Ineinanderklappvorgang. Nach dem eigentlichen Fertigungsvorgang in der Spritzgussmaschine muss die Lochplatte 2 in die von den Seitenwänden der Box 3 begrenzte Öffnung 16 eingesetzt werden. Dies geschieht, wie in Fig. 3 a zu sehen, indem die Lochplatte 2 um das Filmscharnier 5 rotiert und in die Box eingeklappt wird. Ebenfalls - wie in Fig. 3 b dargestellt - kann der Deckel 4 geschlossen werden, sofern sich (nicht dargestellte) Laboreinmalartikel in der Vorrichtung 1 befinden und diese für einen Transport oder zur Lagerung geschützt werden sollen. Fig. 3 c zeigt, wie der Deckel 4 auf die Box 3 aufgeklappt ist, um die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 zum Bereitstellen von Laboreinmalartikeln 1 zu verschließen. In dem zusammengeklappten Zustand ist die Verriegelungslasche 25 mit der Rastnase 26 verhakt, um ein unbeabsichtigtes Öffnen des Deckels 4 von der Box 3 zu verhindern. Über eine elastische Verformung von Verriegelungslasche 25 und Rastnase 26 ist ein Öffnen und Schließen des Deckels 4 wiederholt möglich.
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Fig. 4 zeigt eine perspektivische Detailansicht der Anbindung eines Filmscharniers 5 an die Box 3 und an die Lochplatte 2. Die Lochplatte 2 ist über das Filmscharnier 5 mit der Box 3 elastisch verbunden. Wie in Fig. 3 a bis c dargestellt, kann die Lochplatte 2 um die Scharnierachse des Filmscharniers 5 rotiert werden, sodass die Lochplatte 2 in die Box eingesetzt werden kann, ohne dass die Verbindung zwischen diesen beiden Bestandteilen der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 (in Form des Filmscharniers 5) getrennt werden müsste. Neben einer einteiligen Fertigbarkeit ermöglicht das Filmscharnier somit auch, dass ein einfacher Konfektionierungsvorgang möglich ist.
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In der Ansicht von Fig. 4 ist zu erkennen, dass das Filmscharnier 5 eine dreieckige Querschnittsform aufweist, welche dazu beiträgt, dass das Filmscharnier 5, 6 besonders steif in Richtung der Scharnierachse ist und somit dazu beiträgt, dass die Gesamtsteifigkeit der Vorrichtung 1 zum Bereitstellen von Laboreinmalartikeln 1 erhöht ist. Weiterhin können über diese dreieckige Form die Eigenschaften beim Rotieren des Filmscharniers 5, 6 eingestellt werden, so wie dies gewünscht ist, bspw. so, dass ein höheres oder niedrigeres Drehmoment zum Einklappen der Lochplatte 2 in die Box 3 nötig ist. Außerdem kann über eine geeignete Formgebung die Fertigung des Filmscharniers 5, 6 erleichtert werden und sichergestellt werden, dass das Filmscharnier 5, 6 bei der Entnahme aus der Spritzgussmaschine im Anschluss an die Fertigung und anschließenden Konfektionierung nicht beschädigt wird.
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Fig. 5 zeigt eine Ansicht von oben auf die in die Box 3 geklappte Lochplatte 2. In dieser Ansicht ist besonders deutlich zu erkennen, dass die Lochplatte 2 und folglich auch die Box 3 und der Deckel 2 ein rechteckiges Format aufweisen, welches dem ANSI-Standard folgt. Weiter hat die Lochplatte 2 insgesamt 116 Löcher, welche dazu ausgeprägt sind, (nicht dargestellte) Laboreinmalartikel aufzunehmen.
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In der Ansicht von Fig. 5 ist dargestellt, dass die Lochplatte 2 bereits in die Box 3 eingeklappt wurde. Es ist dabei weiterhin zu erkennen, dass die Lochplatte 2 einen parallelen Abstand zu der Bodenwand 6 der Box 3 aufweist. Diese wird durch die in dieser Ansicht nicht erkennbaren Stützstrukturen 17 erreicht. Darüber hinaus wird die Lochplatte 2 mittels der Rastvorsprünge 27, 28, 29, 30, 31, 32 an der gewünschten Position gehalten. Beim Einklappvorgang wird die Lochplatte 2 von oben über die Rastvorsprünge 27, 28, 29, 30, 31, 32 gedrückt. Dabei weiten sich die Seitenwände 12, 13, 14, 15 der Box 3 auf, bis die Lochplatte an den Rastvorsprüngen vorbeigeglitten ist. Die Ansicht zeigt den Zustand, nachdem die Lochplatte an den Rastvorsprüngen vorbeigedrückt wurde. Dadurch, dass sich die Lochplatte zwischen den Rastvorsprüngen 27, 28, 29, 30, 31, 32 und den Stützstrukturen 17 befindet, ist sie in ihrer Positionierung relativ zu den Seitenwänden 12, 13, 14, 15 der Box 3 und relativ zu der Bodenwand 12 der Box 3 in einer definierten Position und Orientierung gehalten. Dadurch wird gewährleistet, dass nach dem Aufklappen des Deckels 2 der Box 3 eine ergonomische Entnahme von Laboreinmalartikeln ermöglicht ist. Auch ist so gewährleistet, dass die Laboreinmalartikel während des Transportes nicht beschädigt werden.
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Um beim Benutzen der Vorrichtung 1 zum Bereitstellen von Laboreinmalartikeln 1 sichergehen zu können, dass korrekte Laboreinmalartikel in der Vorrichtung vorhanden sind, weist die Lochplatte ein Beschriftungsfeld 33 auf.
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Fig. 6 zeigt eine perspektivische Detailansicht von Rastvorsprüngen 30, 31 und Rastaussparungen 34, 35. Die Rastaussparungen 34, 35 erlauben, dass beim Einklappen der Lochplatte 2 in die Box 3 ein Vorbeidrücken der Lochplatte 2 an den Rastvorsprüngen 30, 31 ohne zu großen Kraftaufwand möglich ist. Die Rastaussparungen 34, 35 spiegeln dabei die Form der Rastvorsprünge 30, 31 wider. Letztlich verringern die Rastaussparungen die Wanddicke der Lochplatte und ermöglichen so eine Reduzierung der Eindrückkräfte.
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Fig. 7 zeigt eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 zum Bereitstellen von Laboreinmalartikeln 1 und eines Ständers 36, bevor die Vorrichtung 1 in den Ständer 36 eingesetzt ist. Der Ständer 36 weist eine Aussparung 37 und ein ansteckbares Steckmodul 38 mit einem Beschriftungsfeld in Form einer plattenförmigen Plakette auf. Das Beschriftungsfeld enthält Informationen über die im Inneren der Vorrichtung 1 zum Bereitstellen von Laboreinmalartikeln aufbewahrten Laboreinmalartikel. Das ansteckbare Steckmodul 38 kann in einen Schlitz 39 des Ständers 36 gesteckt werden, sodass das ansteckbare Steckmodul 38 an dem Ständer 36 gehalten ist. Beim Wechsel des Inhaltes der Vorrichtung 1 zum Bereitstellen von Laboreinmalartikeln 1 kann entsprechend auch das ansteckbare Steckmodul 38 mit dem Beschriftungsfeld einfach ausgetauscht werden.
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Durch die Aussparung 37 des Ständers 36 ist es einfach, die Vorrichtung 1 zum Bereitstellen von Laboreinmalartikeln 1 in den Ständer 36 einzusetzen, da die Aussparung genau die Form der Vorrichtung 1 zum Bereitstellen von Laboreinmalartikeln 1 wiedergibt. Darüber hinaus spart die Aussparung 37 Material des Ständers 36 ein, sodass dieser leichter und günstiger zu fertigen wird.
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Fig. 8 zeigt eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 zum Bereitstellen von Laboreinmalartikeln 1 und des Ständers 36, nachdem die Vorrichtung 1 in den Ständer 36 eingesetzt wurde. Durch die spezifische Formgebung des Ständers 36 verrastet die Vorrichtung 1 mit dem Ständer 36 so, dass ein unerwünschtes Entfernen während eines Arbeitsvorgangs nicht ohne weiteres möglich ist. Ebenfalls ist erkennbar, dass das ansteckbare Steckmodul 38 mit dem Beschriftungsfeld in den Schlitz 39 des Ständers 36 eingesteckt und nun von diesem gut sicherbar gehalten ist.
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Der Ständer 36 ermöglicht, dass die Vorrichtung 1 zum Bereitstellen von Laboreinmalartikeln 1 einen sicheren Stand aufweist, ohne dass diese einen permanent mit ihr verbundenen Kragen o. ä. aufweisen muss. Ein solcher Ständer 36 ist besonders dann vorteilhaft, wenn Laboreinmalartikel, welche sich am Rande der Lochplatte 2 befinden, entnommen werden sollen. Bei einem solchen, sogenannten randständigen Entnehmen kommt es z.B. beim Pipettieren vor, dass eine Kraft nahe der Seitenwände der Box so ausgeübt wird, dass die Vorrichtung 1 umkippt. Durch den Ständer 36 wird dieses Risiko minimiert. Darüber hinaus wird auch die Steifigkeit der Vorrichtung 1 verstärkt, da der Ständer 36 einen Teil der - insbesondere beim randständigen Entnehmen - wirkenden Kräfte aufnimmt.
BEZUGSZEICHENLISTE
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- 1
- Vorrichtung zum Bereitstellen von Laboreinmalartikeln
- 2
- Lochplatte
- 3
- Box
- 4
- Deckel
- 5
- Filmscharnier
- 6
- Filmscharnier
- 7
- Löcher
- 8
- rippenförmiges Versteifungselement
- 9
- holzylindrische Struktur
- 10
- umlaufender Rand
- 11
- Bodenwand
- 12
- erste Seitenwand
- 13
- erste Seitenwand
- 14
- erste Seitenwand
- 15
- erste Seitenwand
- 16
- Öffnung
- 17
- Stützstruktur
- 18
- Halteelement
- 19
- Deckwand
- 20
- zweite Seitenwand
- 21
- zweite Seitenwand
- 22
- zweite Seitenwand
- 23
- zweite Seitenwand
- 24
- Stützstrukturen
- 25
- Verriegelungslasche
- 26
- Rastnase
- 27
- Rastvorsprung
- 28
- Rastvorsprung
- 29
- Rastvorsprung
- 30
- Rastvorsprung
- 31
- Rastvorsprung
- 32
- Rastvorsprung
- 33
- Beschriftungsfeld
- 34
- Rastaussparung
- 35
- Rastaussparung
- 36
- Ständer
- 37
- Aussparung
- 38
- ansteckbares Steckmodul
- 39
- Schlitz