EP4727780A1 - Fahrzeugluftreifen - Google Patents

Fahrzeugluftreifen

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EP4727780A1
EP4727780A1 EP24728490.4A EP24728490A EP4727780A1 EP 4727780 A1 EP4727780 A1 EP 4727780A1 EP 24728490 A EP24728490 A EP 24728490A EP 4727780 A1 EP4727780 A1 EP 4727780A1
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EP
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electrically conductive
tread
layer
pneumatic vehicle
vehicle tire
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Pending
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EP24728490.4A
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Norbert Kendziorra
Francesco Botti
Muhamed Jesbeer KALLUNGAL ABDUL JALEEL
Norbert Müller
Christian Weber
Joachim Schramm
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Continental Reifen Deutschland GmbH
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Continental Reifen Deutschland GmbH
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  • Mechanical Engineering (AREA)
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Abstract

Die Erfindung betrifft einen Fahrzeugluftreifen mit einem profilierten Laufstreifen (1), einem Gürtelverband (2), einer Karkasseinlage (6), Seitenwänden (3) und Hornprofilen (8) und zumindest einem Ableitpfad (9, 10, 11, 12, 13) zur Ableitung elektrostatischer Aufladungen, wobei der Ableitpfad (9, 10, 11, 12, 13) eine den Laufstreifen (1) in radialer Richtung durchsetzende, erste elektrisch leitende Teilpassage (9), eine an diese anschließende, an der Innenseite des Laufstreifens (1) verlaufende, zweite elektrisch leitende Teilpassage (10) und eine an die zweite elektrisch leitende Teilpassage (10) anschließende, an der Innenseite der Seitenwand (3) verlaufende, das angrenzende Hornprofil (8) kontaktierende, dritte elektrisch leitenden Teilpassage (11) umfasst. Die elektrisch leitenden Teilpassagen (9, 10, 11) des Ableitpfads (9, 10, 11) sind einvulkanisierte, elektrisch leitende Schichten (9, 10, 11) mit einer Dicke von jeweils höchstens 0,10 mm.

Description

Beschreibung
Fahrzeugluftreifen
Die Erfindung betrifft einen Fahrzeugluftreifen mit einem profilierten Laufstreifen, einem Gürtelverband, einer Karkasseinlage, Seitenwänden und Hornprofilen und zumindest einem Ableitpfad zur Ableitung elektrostatischer Aufladungen, wobei der Ableitpfad eine den Laufstreifen in radialer Richtung durchsetzende, erste elektrisch leitende Teilpassage, eine an diese anschließende, an der Innenseite des Laufstreifens verlaufende, zweite elektrisch leitende Teilpassage und eine an die zweite elektrisch leitende Teilpassage anschließende, an der Innenseite der Seitenwand verlaufende, das angrenzende Hornprofil kontaktierende, dritte elektrisch leitenden Teilpassage umfasst.
Ein derartiger Fahrzeugluftreifen ist beispielsweise aus der
DE 602005 004481 T2 bekannt. Der Reifen weist einen Ableitpfad auf, welcher aus einem den Laufstreifen in radialer Richtung durchsetzenden Gummistreifen, einer an der Innenseite des Laufstreifens verlaufenden, bandförmigen, elektrisch leitenden Gummischicht und einer im Bereich der Seitenwand verlaufenden, weiteren bandförmigen, elektrisch leitenden Gummischicht gebildet ist. Die Gummischichten können jeweils durch Aufbringen einer Gummilösung gebildet werden. Durch den gebildeten Ableitpfad lassen sich entsprechende Reifenbauteile aus kieselsäurehaltigen Kautschukmischungen fertigen, wodurch der Rollwiderstand reduziert ist.
Gesetzliche Vorgaben machen es erforderlich, weitere Maßnahmen aufzufinden, mit welchen sich der Rollwiderstand von Fahrzeugluftreifen noch besser reduzieren lässt. Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Fahrzeugluftreifen der eingangs genannten Art unter Aufrechterhaltung des erforderlichen Ableitpfads im Hinblick auf den Rollwiderstand weiter zu verbessern.
Gelöst wird die gestellte Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, dass die elektrisch leitenden Teilpassagen des Ableitpfads einvulkanisierte, elektrisch leitende Schichten mit einer Dicke von jeweils höchstens 0,10 mm sind.
Die in den Reifen implementierte elektrisch leitende Struktur (Ableitpfad) ist daher über ihre gesamte Erstreckung aus besonders dünnen Schichten gebildet, wodurch die Menge an erforderlichem, elektrisch leitendem Material und damit der Rollwiderstand weiter reduziert sind.
Gemäß einer bevorzugten Ausführung verläuft die elektrisch leitende Schicht, welche die dritte elektrisch leitende Teilpassage ist, zur Wulstsohle des Hornprofils, wobei das Hornprofil vorzugsweise aus elektrisch nichtleitendem Gummimaterial besteht. Dies trägt zu einer weiteren Reduktion des Rollwiderstands bei.
Gemäß einer ersten bevorzugten Variante der letztgenannten Ausführung ist vorgesehen, dass die elektrisch leitende Schicht, welche die dritte elektrisch leitende Teilpassage ist, einen das Hornprofil durchsetzenden Endabschnitt aufweist, welcher an der Wulstsohle des Hornprofils austritt oder an einer an der Wulstsohle ausgebildeten, zum Ableitpfad gehörenden, zusätzlichen, einvulkanisierten, elektrisch leitenden Schicht endet, welche in axialer Richtung eine Breite von insbesondere bis zu 5,0 mm aufweist. Dies sorgt für einen besonders kurzen Ableitpfad. Die zusätzliche elektrisch leitenden Schicht verbessert den Kontakt zur Felge.
Gemäß einer zweiten bevorzugten Variante der letztgenannten Ausführung ist vorgesehen, dass die elektrisch leitende Schicht, welche die dritte elektrisch leitende Teilpassage ist, abschnittsweise zwischen dem Hornprofil und der Innenschicht sowie über die an die Innenschicht anschließende Innenseite der Außenfläche des Hornprofils zur Wulstzehe und vorzugsweise zusätzlich weiter zur Wulstsohle der Außenfläche des Hornprofils verläuft. Dadurch kann auf den das Hornprofil durchsetzenden Endabschnitt der dritten elektrisch leitenden Teilpassage verzichtet werden, was eine besonders einfache Fertigung des Ableitpfads ermöglicht.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführung ist die elektrisch leitende Schicht, welche die zweite elektrisch leitende Teilpassage ist, an der Innenseite des Laufstreifens in den Laufstreifen einvulkanisiert. Eine solche Schicht lässt sich einfach fertigen.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführung ist vorgesehen, dass die elektrisch leitende Schicht, welche die dritte elektrisch leitende Teilpassage ist, an der Innenseite der Seitenwand und vorzugsweise an der Innenseite des Hornprofils einvulkanisiert ist. Eine solche Schicht lässt sich ebenfalls einfach fertigen.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführung schließt an das radial äußere Ende der Schicht, welche die erste elektrisch leitende Teilpassage ist, eine an der Außenfläche des Laufstreifens liegende, in den Laufstreifen einvulkanisierte, zum Ableitpfad gehörende zusätzliche Schicht an, welche in axialer Richtung eine Breite von insbesondere bis zu 5,0 mm aufweist. Diese zusätzliche Schicht trägt bei neuem bzw. wenig abgefahrenem Reifen zu einer Verbesserung des Kontakts des Ableitpfads zum Untergrund bei.
Für den Rollwiderstand des Fahrzeugluftreifens ist es günstig, wenn der Laufstreifen, die Gürtelgummierung der Gürtellagen des Gürtelverbands, die Seitenwände, die Karkassgummierung der Karkasseinlage, die Innenschicht sowie die Hornprofile aus elektrisch nichtleitendem Gummimaterial bestehen. Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden nun anhand der einzigen Figur, Fig. 1 , die schematisch einen Teilquerschnitt eines Fahrzeugluftreifens zeigt, näher erläutert.
Gemäß der Erfindung ausgeführte Fahrzeugluftreifen sind Reifen für Kraftfahrzeuge, insbesondere für mehrspurige Kraftfahrzeuge, bevorzugt für Personenkraftwagen (PKWs), Vans (Transporter), SLIVs oder Nutzfahrzeuge, sowie vorzugsweise Reifen in Radialbauart für Felgen mit einem Felgendurchmesser von 13 Zoll bis 24 Zoll, insbesondere von 18 Zoll bis 23 Zoll.
Fig. 1 zeigt eine Hälfte eines Querschnitts eines Fahrzeugluftreifens, welcher ein PKW-Reifen ist, mit einem profilierten Laufstreifen 1 , einem zweilagigen Gürtelverband 2, Seitenwänden 3, Wulstbereichen mit je einem Wulstkern 4 und einem Kernreiter 5, einer Karkasseinlage 6, einer luftdichten Innenschicht 7 und Hornprofilen 8. Die Reifenäquatorialebene ist durch eine Linie A-A gekennzeichnet.
Der Fahrzeugluftreifen weist, wie noch genauer erläutert wird, zumindest einen Ableitpfad auf, um die beim Fahren auftretenden elektrostatischen Aufladungen vom Fahrzeug, insbesondere von der Karosserie, zum jeweiligen Untergrund abzuleiten (“Erdung“). Der Ableitpfad kontaktiert bei auf einer Felge montierten Fahrzeugluftreifen die Felge. Der komplette Ableitpfad ist ausschließlich aus einander kontaktierenden, elektrisch leitenden Schichten 9, 10, 11 , 12, 13 mit einer Dicke von jeweils höchstens 0, 10 mm gebildet. Die Schichten 9, 10, 11 , 12, 13 werden im Zuge der Vulkanisation aus einer zuvor auf die jeweiligen Reifenbauteile aufgebrachten, elektrisch leitenden Suspension gebildet, wie noch genauer erläutert wird.
Die elektrisch leitende Suspension basiert beispielsweise auf Latex oder einem Mineralölweichmacher jeweils in Kombination mit elektrisch leitenden Partikeln, etwa Rußpartikel, Graphitpulver, Kohlenstoffnanoröhren oder Partikel aus einer elektrisch leitenden Kautschukmischung, also Partikel welche durch das Zerkleinern einer elektrisch leitenden Kautschukmischung erhalten werden. Der Anteil an elektrisch leitenden Partikeln in der Suspension beträgt beispielsweise 10 Gew.-% bis 70 Gew.-%, insbesondere 30 Gew.-% bis 50 Gew.-%. Die Mengen der Bestandteile der Suspension sind derart aufeinander abgestimmt, dass die Suspension bevorzugt eine dynamische Viskosität bei 20°C von 1 ,0 Pa s bis 100,0 Pa s, insbesondere von bis zu 50,0 Pa s, und bevorzugt von bis zu 20,0 Pa s aufweist.
Eine Suspension, welche auf Mineralölweichmacher basiert, enthält beispielsweise folgende Bestandteile: a) Mineralölweichmacher: o 300 phr bis 800 phr, vorzugsweise 500 phr bis 700 phr, wobei der bzw. die Mineralölweichmacher vorzugsweise folgende Kohlenwasserstoffanteile gemäß ASTM D 2140 - 08 (2017) aufweisen (Anm.: Die Kohlenwasserstoffanteile sind bekannter Weise aus einer empirischen Funktion ermittelt, welche sich aus der Viskositäts-Dichte- Beziehung und dem Brechungsindex zusammensetzt):
■ Aromatischer Kohlenwasserstoffanteil CA = 0% bis 5%
■ Paraffinischer Kohlenwasserstoffanteil cp = 50% bis 85%
■ Naphtenischer Kohlenwasserstoffanteil CN = 15% bis 50% b) Dien-Kautschuk(e): o 100 phr, vorzugsweise:
■ 70 phr bis 100 phr, bevorzugt bis zu 80 phr, synthetisches Polyisopren (IR) und/oder Naturkautschuk und/oder
■ 0 phr bis 30 phr weiterer Dien-Kautschuk, beispielsweise Polybutadien (BR), vorzugsweise vinyl-haltiges Polybutadien, Styrol-Butadien-Kautschuk (SBR), Ethylen-Propylen-Dien- Kautschuk (EPDM), Chloroprenkautschuk (CR), Acrylnitril- Butadien-Kautschuk (NBR). c) Zinkoxid: 1 ,0 phr bis 5,0 phr, insbesondere 2,0 phr bis 4,0 phr, o vorzugsweise nanostrukturiertes Zinkoxid. d) Schwefel: 1 ,0 phr bis 4,0 phr. e) Beschleuniger: 1 ,0 phr bis 6,0 phr, o insbesondere Thiazole und/oder Sulfenamide, bevorzugt ausschließlich Sulfenamide. f) Stearinsäure: 1 ,0 phr bis 6,0 phr. g) Ruß: 40 phr bis 110 phr, insbesondere 50 phr bis 100 phr, bevorzugt bis zu 80 phr, o insbesondere geperlter Ruß und/oder Fluffy-Ruß, beispielsweise Printex® XE2-B (von Orion Engineered Carbos, BET-Oberfläche gemäß ASTM D 6556: 1000 m2/g, DBP-Zahl gemäß ASTM D 2414: 420 ml / 100 g), N 326, N 339 oder N 121.
Der Schwefel kann von einem Schwefelspender-System ohne Beschleunigerwirkung, beispielsweise von 4, 4‘-Dithiodimorpholin (DTDM), stammen. Ferner können Schwefel und Beschleuniger von einem Schwefelspender-System mit Beschleunigerwirkung, beispielsweise von Tetramethylthiuramdisulfid (TMTD), stammen.
Tabelle 1 zeigt exemplarische Beispiele für die Zusammensetzung einer auf Mineralölweichmacher basierenden Suspension. Das vorgesehene Polyisopren mit hohem Molekulargewicht weist in bekannter Weise ein höheres Molekulargewicht als das enthaltene flüssige Polyisopren auf.
Tabelle 1 : Zusammensetzung der Suspension
Der Laufstreifen 1 ist beim Ausführungsbeispiel einschichtig aufgebaut, kann in radialer Richtung jedoch auch mehrschichtig aufgebaut sein, enthält eine Profilierung, weist eine in der Laufstreifenperipherie liegende Außenfläche 1a auf und besteht aus elektrisch nichtleitendem Gummimaterial. Der Laufstreifen 1 ist im Bereich der Reifenäquatorialebene in radialer Richtung von einer elektrisch leitenden Schicht 9 durchsetzt. Die Schicht 9 kann in Umfangsrichtung um laufen oder über den Umfang verteilt punktuell bzw. abschnittsweise ausgebildet sein und bildet somit eine einteilige bzw. mehrteilige, elektrisch leitende Teilpassage. Ist die elektrisch leitende Teilpassage mehrteilig, ist diese derart ausgebildet, dass sich beim Abrollen des Reifens zumindest jeweils ein Teil der elektrisch leitenden Teilpassage in der Bodenaufstandsfläche befindet. Die Bodenaufstandsfläche entspricht bekannter Weise dem statisch ermittelten Footprint (ermittelt mit einem auf einer Normfelge montierten Reifen, Last bei 70 % der maximalen Tragfähigkeit, Innendruck 85 % des Normdruckes, gemäß ETRTO-Standards). Beim Ausführungsbeispiel schließt an das radial äußere Ende der Schicht 9 eine an der Außenfläche 1a in den Laufstreifen 1 einvulkanisierte Schicht 12 an, welche in axialer Richtung eine Breite von insbesondere bis zu 5,0 mm aufweist.
Zur Bildung des Laufstreifens 1 wird - wie an sich bekannt - aus einer Kautschukmischung (einteiliger Laufstreifen) bzw. aus mehreren Kautschukmischungen (mehrteiliger Laufstreifen) ein nachfolgend den Laufstreifen 1 bildender Rohlaufstreifen extrudiert. Der Rohlaufstreifen wird in zwei Rohlaufstreifenteile geschnitten und auf mindestens eine der Schnittflächen wird zur Bildung der Schicht 9 zumindest abschnittsweise über die gesamte Höhe der Schnittfläche elektrisch leitende Suspension aufgebracht. Dabei wird gleichzeitig elektrisch leitende Suspension zur Bildung der Schicht 12 aufgebracht. Anschließend werden die Rohlaufstreifenteile zusammengefügt. Alternativ können die Rohlaufstreifenteile separat extrudiert werden, wobei auf zumindest eine der Flächen, über welche die Rohlaufstreifenteile zusammengefügt werden, zur Bildung der Schicht 9 zumindest abschnittsweise über die gesamte Höhe der Fläche die elektrisch leitende Suspension aufgebracht wird. Ferner wird auch bei dieser Variante elektrisch leitende Suspension zur Bildung der Schicht 12 aufgebracht.
Der Gürtelverband 2 besteht aus einer radial inneren Gürtellage 2a und einer radial äußeren Gürtellage 2b, wobei die Gürtellagen 2a, 2b jeweils aus in einer elektrisch nichtleitenden Gürtelgummierung eingebetteten, in jeder Gürtellage 2a, 2b parallel zueinander verlaufenden Festigkeitsträgern, beispielsweise aus Stahl- oder Textilkorden bekannter Konstruktion, bestehen, wobei die Festigkeitsträger der radial inneren Gürtellage 2a jene der radial äußeren Gürtellage 2b in insbesondere bekannter Weise kreuzen. Die Gürtellagen 2a, 2b können mit einer Gürtelbandage bedeckt sein, welche aus in einer elektrisch nichtleitenden Bandagengummierung eingebetteten, im Allgemeinen textilen, vorzugsweise aus Nylon oder Polyester gefertigten, Festigkeitsträgem besteht.
Zwischen dem Laufstreifen 1 und dem Gürtelverband 2 verläuft eine an der Innenseite des Laufstreifens 1 ausgebildete und in diesen einvulkanisierte elektrisch leitende Schicht 10, welche die elektrisch leitende Schicht 9 kontaktiert, ausgehend von der Schicht 9 über die eine Laufstreifenhälfte in Richtung Reifenschulter verläuft und eine zweite elektrisch leitende Teilpassage bildet.
Zur Bildung der Schicht 10 wird auf jener Seite des Rohlaufstreifens bzw. der einen Rohlaufstreifenhälfte, welche im Fahrzeugluftreifen die Innenseite des Laufstreifens 1 bildet bzw. mitbildet, derart die elektrisch leitende Suspension aufgebracht, dass diese die an den Schnittflächen der Rohlaufstreifenteile aufgebachte Suspension kontaktiert.
Die Seitenwände 3 bestehen aus einem elektrisch nichtleitenden Gummimaterial und überlappen die Hornprofile 8 reifenaußenseitig. Die Karkasseinlage 6 verläuft in an sich bekannter Weise zwischen dem Gürtelverband 2 und der Innenschicht 7 sowie zwischen den Seitenwänden 3 und der Innenschicht 7 und ist um die Wulstkerne 4 von innen nach außen Karkasshochschläge 6a bildend umgeschlagen. Die Karkasseinlage 6 besteht aus einer elektrisch nichtleitenden Karkassgummierung und in dieser eingebetteten Festigkeitsträgem.
Die Innenschicht 7 besteht aus einem elektrisch nichtleitenden Gummimaterial und ist in an sich bekannter Weise ausgeführt.
Die Hornprofile 8 bestehen ebenfalls aus einem elektrisch nichtleitenden Gummimaterial und weisen jeweils eine zwischen der Innenschicht 7 und der jeweiligen Seitenwand 3 verlaufende Außenfläche 8a auf, welche sich aus einer zur Innenschicht 7 verlaufenden Innenseite 8ai, einer Wulstsohle 8a2, einer Wulstferse 8as und einer zur entsprechenden Seitenwand 3 verlaufenden Außenseite 8a4 zusammensetzt, wobei die Innenseite 8ai und die Wulstsohle 8a2 über eine Wulstzehe 8as aneinander anschließen. Die Wulstsohle 8a2 verläuft, im Querschnitt betrachtet, gerade oder ist, im Querschnitt betrachtet, aus mehreren gerade verlaufenden Abschnitten zusammengesetzt. Die Wulstferse 8as verläuft, im Querschnitt betrachtet, zumindest über einen unmittelbar an die Wulstsohle 8a2 anschließenden Abschnitt nach außen gebogen (bogenförmig) sowie insbesondere durchgehend nach außen gebogen.
Im Seitenwandbereich ist eine elektrisch leitende Schicht 11 ausgebildet, welche zwischen der Seitenwand 3 und der Karkasseinlage 6 sowie zwischen dem Hornprofil 8 und dem Kernreiter 5 bzw. zwischen dem Hornprofil 8 und dem Karkasshochschlag 6a verläuft. Die Schicht 11 kontaktiert die Schicht 10 und durchsetzt derart mit einem Endabschnitt 11a das Hornprofil 8, dass die Schicht 11 , also der Endabschnitt 11 a, aus der Wulstsohle 8a2 austritt oder, wie beim Ausführungsbeispiel gezeigt, an einer an der Wulstsohle 8a2 ausgebildeten Schicht 13 endet. Die Schicht 11 bildet eine dritte elektrisch leitende Teilpassage, ist in die Seitenwand 3 und das Hornprofil 8 einvulkanisiert und ist - mit Ausnahme des Endabschnitts 11a - an den Innenseiten der Seitenwand 3 und des Hornprofils 8 ausgebildet. Die Schicht 13 ist im Hornprofil 8 einvulkanisiert und weist in axialer Richtung eine Breite von insbesondere bis zu 5,0 mm auf.
Zur Bildung der Schicht 11 wird auf jener Seite des coextrudierten Seitenwand/Hornprofils, welche im Fahrzeugluftreifen die Innenseite der Seitenwand 3 bzw. des Hornprofils 8 bildet bzw. mitbildet, elektrisch leitende Suspension aufgebracht, wobei zur Erzeugung des Endabschnitts 11a das extrudierte Hornprofil aufgeschnitten, elektrisch leitende Suspension aufgebracht und das Hornprofil wieder zusammengefügt wird. Zur Bildung der Schicht 13 wird am wieder zusammengefügten Hornprofil an der entsprechenden Stelle elektrisch leitende Suspension aufgebracht.
Beim beschriebenen Ausführungsbeispiel bestehen daher der Laufstreifen 1 , die Gürtelgummierung der Gürtellagen 2a, 2b, die Seitenwand 3, die Karkassgummierung der Karkasseinlage 6, die Innenschicht 7 sowie die Hornprofile 8 aus elektrisch nichtleitendem Gummimaterial. Die diesen Bauteilen zugrundeliegenden Kautschukmischungen enthalten daher entsprechend große Mengen an Kieselsäure. Wie an sich bekannt, ist diese Maßnahme für den Rollwiderstand des Reifens sowie für die Schnitt- und Rissbeständigkeit des jeweiligen Reifenbauteils von Vorteil.
Unter „elektrisch leitenden Partikel“, „elektrisch leitendem Gummimaterial“, „elektrische leitenden Schichten“ und „elektrisch leitenden Teilpassagen“, werden solche bzw. wird ein solches verstanden, welche bzw. welches einen spezifischen elektrischen Widerstand von < 108 Ohm cm aufweisen bzw. aufweist.
Die Erfindung ist auf das beschriebene Ausführungsbeispiel nicht beschränkt.
Die Schichten 12 und 13 sind optional. Die elektrisch leitende Schicht 11 muss das Hornprofil 8 nicht durchqueren, sondern kann zwischen dem Hornprofil 8 und der Innenschicht 7 und anschließend über die Innenseite 8ai der Außenfläche 8a des Hornprofils 8 zur Wulstzehe 8as und optional weiter zur Wulstsohle 8a2 verlaufen.
Der Endabschnitt 11 a entfällt bei dieser Ausführung. Ferner kann das Hornprofil 8 aus elektrisch leitendem Gummimaterial bestehen, wobei die Schicht 11 an beliebiger Stelle in Kontakt mit dem Hornprofil 8 endet und das Hornprofil 8 somit Bestandteil des Ableitpfads ist.
Bezugszeichenliste
1 Laufstreifen
1a Außenfläche 2 Gürtelverband
2a radial innere Gürtellage
2b radial äußere Gürtellage
3 Seitenwand
4 Wulstkern 5 Kernreiter
6 Karkasseinlage
6a Karkasshochschlag
7 Innenschicht
8 Hornprofil 8a Außenfläche
8ai Innenseite
8a2 Wulstsohle
8as Wulstferse
8a4 Außenseite 8as Wulstzehe
9 Schicht
10 Schicht
11 Schicht
11a Endabschnitt 12 Schicht
13 Schicht
A-A Linie (Reifenäquatorialebene)

Claims

Patentansprüche
1. Fahrzeugluftreifen mit einem profilierten Laufstreifen (1 ), einem Gürtelverband (2), einer Karkasseinlage (6), Seitenwänden (3) und Hornprofilen (8) und zumindest einem Ableitpfad (9, 10, 11 , 12, 13) zur Ableitung elektrostatischer Aufladungen, wobei der Ableitpfad (9, 10, 11 , 12, 13) eine den Laufstreifen (1 ) in radialer Richtung durchsetzende, erste elektrisch leitende Teilpassage (9), eine an diese anschließende, an der Innenseite des Laufstreifens (1 ) verlaufende, zweite elektrisch leitende Teilpassage (10) und eine an die zweite elektrisch leitende Teilpassage (10) anschließende, an der Innenseite der Seitenwand (3) verlaufende, das angrenzende Hornprofil (8) kontaktierende, dritte elektrisch leitenden Teilpassage (11 ) umfasst, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die elektrisch leitenden Teilpassagen (9, 10, 11 ) des Ableitpfads (9, 10, 11 ) einvulkanisierte, elektrisch leitende Schichten (9, 10, 11 ) mit einer Dicke von jeweils höchstens 0,10 mm sind.
2. Fahrzeugluftreifen nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die elektrisch leitende Schicht (11 ), welche die dritte elektrisch leitende Teilpassage (11 ) ist, zur Wulstsohle (8a2) des Hornprofils (8) verläuft, wobei das Hornprofil (8) vorzugsweise aus elektrisch nichtleitendem Gummimaterial besteht.
3. Fahrzeugluftreifen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrisch leitende Schicht (11 ), welche die dritte elektrisch leitende Teilpassage (11 ) ist, einen das Hornprofil (8) durchsetzenden Endabschnitt (11 a) aufweist, welcher an der Wulstsohle (8a2) des Hornprofils (8) austritt oder an einer an der Wulstsohle (8a2) ausgebildeten, zum Ableitpfad (9, 10, 11 , 12, 13) gehörenden, zusätzlichen, einvulkanisierten, elektrisch leitenden Schicht (13) endet, welche in axialer Richtung eine Breite von insbesondere bis zu 5,0 mm aufweist.
4. Fahrzeugluftreifen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrisch leitende Schicht (11 ), welche die dritte elektrisch leitende Teilpassage (11 ) ist, abschnittsweise zwischen dem Hornprofil (8) und der Innenschicht (7) sowie über die an die Innenschicht (7) anschließende Innenseite (8ai) der Außenfläche (8a) des Hornprofils (8) zur Wulstzehe (8as) und vorzugsweise zusätzlich weiter zur Wulstsohle (8a?) der Außenfläche (8a) des Hornprofils (8) verläuft.
5. Fahrzeugluftreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrisch leitende Schicht (10), welche die zweite elektrisch leitende Teilpassage (10) ist, an der Innenseite des Laufstreifens (1 ) in den Laufstreifen (1 ) einvulkanisiert ist.
6. Fahrzeugluftreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrisch leitende Schicht (11 ), welche die dritte elektrisch leitende Teilpassage (11 ) ist, an der Innenseite der Seitenwand (3) und vorzugsweise an der Innenseite des Hornprofils (8) einvulkanisiert ist.
7. Fahrzeugluftreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass an das radial äußere Ende der Schicht (9), welche die erste elektrisch leitende Teilpassage (9) ist, eine an der Außenfläche (1a) des Laufstreifens (1 ) liegende, in den Laufstreifen (1 ) einvulkanisierte, zum Ableitpfad (9, 10, 11 , 12, 13) gehörende zusätzliche Schicht (12) anschließt, welche in axialer Richtung eine Breite von insbesondere bis zu 5,0 mm aufweist.
8. Fahrzeugluftreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Laufstreifen (1 ), die Gürtelgummierung der Gürtellagen (2a, 2b) des Gürtelverbands (2), die Seitenwände (3), die Karkassgummierung der Karkasseinlage (6), die Innenschicht (7) sowie die Hornprofile (8) aus elektrisch nichtleitendem Gummimaterial bestehen.
EP24728490.4A 2023-06-13 2024-05-15 Fahrzeugluftreifen Pending EP4727780A1 (de)

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