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Die Erfindung betrifft im Spritzgiessverfahren hergestellte Reinigungs- oder Applikatorvorrichtungen, wie etwa Interdentalreiniger oder Maskaraapplikatoren, mit zumindest einem Halteabschnitt, mindestens einer Arbeitsspitze sowie einem den Halteabschnitt und die Arbeitsspitze verbindenden Halsabschnitt umfassen und welche einen Grundkörper ausweisen, welcher wenigstens teilweise aus einer ersten Kunststoffkomponente gebildet ist, wobei der Grundkörper wenigstens teilweise von einer zweiten Kunststoffkomponente umspritzt ist, ein Herstellverfahren für derartige Applikatorvorrichtungen sowie ein entsprechendes Werkzeug.
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Bekannte Interdentalreiniger bzw. Applikatoren werden beschrieben in der
US 2015/0282601 A1 ,
WO 2015/147076 A1 ,
US 2015/0257861 A1 ,
US 2016/0135932 A1 ,
US 2016/0058531 A1 ,
US 2015/0257523 A1 ,
US 9,173,479 B2 ,
WO 2016/113928 A1 ,
WO 2016/199834 A1 ,
WO 2016/199835 1I sowie der
DE 11 2013 002 612 T5 .
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Diese Produkte sind bisweilen nachteilig im Gebrauch. So kommt es etwa aufgrund von anatomisch ungünstigen Ausgestaltungen der Arbeitsspitzen zu Verletzungen des Zahnfleischs während der Benutzung. Ausserdem sind die bekannten Produkte oftmals wenig variabel sowie kostenaufwendig in der Herstellung.
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Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Applikatorvorrichtung bereitzustellen, welche effizient und variabel im Gebrauch ist, insbesondere eine hohe Reinigungswirkung bei gleichzeitiger Schonung des Zahnfleischs gewährleistet, und welche günstig herstellbar ist - sowie ein entsprechendes Verfahren und Werkzeug. Des Weiteren es können solche Applikatoren mit wirksamen Zusatzfunktionen ergänzt werden.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss gelöst durch eine Applikatorvorrichtung mit zumindest einem Halteabschnitt, mindestens einer Arbeitsspitze sowie einem den Halteabschnitt und die Arbeitsspitze verbindenden Halsabschnitt, aufweisend einen Grundkörper welcher wenigstens teilweise aus einer ersten Kunststoffkomponente gebildet ist, wobei der Grundkörper wenigstens teilweise von mindestens einer zweiten Kunststoffkomponente umspritzt ist, welche weicher ist als die erste Kunststoffkomponente, wobei im Bereich der Arbeitsspitze die mindestens eine zweite Kunststoffkomponente den Grundkörper wenigstens teilweise ummantelt und wobei die Ummantelung nach aussen abragende Reinigungselemente umfasst, und durch ein Verfahren zur Herstellung einer Applikatorvorrichtung oder eines Kamms von Applikatorvorrichtungen im Spritzgiessverfahren, wobei die Applikatorvorrichtung (en) zumindest einen Halteabschnitt, mindestens eine Arbeitsspitze sowie einen den Halteabschnitt und die Arbeitsspitze verbindenden Halsabschnitt aufweist/aufweisen, wobei in einem ersten Schritt ein oder mehrere Grundkörper gespritzt wird/werden welche (r) wenigstens teilweise aus einer ersten Kunststoffkomponente gebildet ist/sind und wobei, nach einem Umlegevorgang, in einem zweiten Schritt der/die Grundkörper wenigstens teilweise von mindestens einer zweiten Kunststoffkomponente umspritzt wird/werden, welche weicher ist als die erste Kunststoffkomponente , wobei im Bereich der Arbeitsspitze (n) die zweite Kunststoffkomponente den Grundkörper wenigstens teilweise ummantelt und wobei die Ummantelung nach aussen abragende Reinigungselemente (bzw. Applikationselemente) bildet, sowie durch ein Werkzeug zur Herstellung eines Kamms von Applikatorvorrichtungen im Spritzgiessverfahren mit zumindest einer ersten Kavität zum Spritzen der ersten Kunststoffkomponente für die Grundkörper sowie einer zweiten Kavität zum Umpritzen des Grundkörpers mit der zweiten Kunststoffkomponente , wobei die erste Kavität für die erste Kunststoffkomponente modular aus zumindest einem hinteren Abschnitt für zumindest den Grundkörperhalteabschnitt und zumindest einem vorderen Abschnitt für zumindest die Grundkörperspitze aufgebaut ist und wobei die zweite Kavität für die zweite Kunststoffkomponente modular aus zumindest einem hinteren Abschnitt für zumindest die Halteüberdeckung und zumindest einem vorderen Abschnitt für zumindest die Ummantelung aufgebaut ist.
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Vorliegend umfasst der Begriff Applikatorvorrichtung insbesondere Interdentalreiniger und Maskaraapplikatoren, aber auch Zahnbürsten und Zungenreiniger. Der Halteabschnitt kann dabei etwa auch als Handgriff geformt sein und die Arbeitsspitze als ein Kopfteil bzw. Zahnbürstenkopfteil oder aber als (reiner) Zungenreiniger. Die Reinigungselemente können neben einer borstenförmigen Ausgestaltung auch spezielle Zungenreinigerstrukturen (z.B. Noppen, Lamellen, Schabkanten etc.) umfassen. Modular bedeutet vorliegend, dass verschiedene Ausgestaltungen des Grundkörperhalteabschnitts mit verschiedenen Ausgestaltungen der Grundkörperspitzen kombinert werden können und entsprechend verschiedene Ausgestaltungen der Halteüberdeckung mit verschiedenen Ausgestaltungen der Ummantelung kombiniert werden können (der Halsabschnitt ist vorzugsweise jeweils fix - d.h. für alle Modelle gleich ausgestaltet - da dieser speziell für die Umlegefunktion im Spritzgusswerkzeug, von der ersten Kavität in die zweite Kavität, ausgestaltet ist) . In dieser bevorzugeten Ausgestaltung des Werkzeuges besteht der Grundkörper der Applikatorvorrichtung und das entsprechende Spritzgusswerkzeug somit aus drei Abschnitten:
- (i) modularer, d.h. auswechselbarer Grundkörperhalteabschnitt ,
- (ii) fixer (d.h. vorzugsweise bei allen modularen Modellen der Applikatorvorrichtung gleich) , während dem Umlegen in die 2. Kavität genutzter Halsabschnitt und
- (iii) modularer, d.h. auswechselbarer Grundkörperspitzenabschnitt .
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Analog gilt dies auch für mögliche weitere Kunststoffkomponenten in einer zweiten (ohne Umlegen) oder dritten (mit Umlegen) und weiteren Kavität des Spritzgusswerkzeuges. In dieser bevorzugeten Ausgestaltung des Werkzeuges besteht der Umspritzkörper der Applikatorvorrichtung und das entsprechende Spritzgusswerkzeug somit aus drei Abschnitten:
- (i) modularer, d.h. auswechselbarer Umspritzkörperhalteabschnitt,
- (ii) fixer (d.h. vorzugsweise bei allen modularen Modellen der Applikatorvorrichtung gleich) Halsabschnitt und
- (iii) modularer, d.h. auswechselbarer Umspritzkörperspitzenabschnitt .
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Alternativ kann die Applikatorvorrichtung und das entsprechende Spritzgusswerkzeug auch nur aus 2 Abschnitten bestehen. Der oben beschriebene Halsabschnitt würde in diesem Fall einen Teil des Halteabschnittes und/oder einen Teil des Spitzenabschnitts einnehmen und der Grundkörper würde entsprechend über einen fixen (d.h. vorzugsweise bei allen modularen Modellen der Applikatorvorrichtung gleich) , während dem Umlegen in die 2. Kavität genutzten, Grundkörperhalteabschnitt oder über eine fixe Grundkörperspitze verfügen.
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Die Trennung der modularen Teile der Spritzgusskavitäten sind mit einer feinen Trennnaht (bzw. Enlüftungsnaht ) jeweils am Grundkörper und Überdeckung (Umspritzkörper) sichtbar. Die Trennung der Kavitäten ist so positioniert, dass darüber eine Entlüftung stattfindet. Die Trennnaht befindet sich vorzugsweise zwischen Halteabschnitt und Halsabschnitt sowie zwischen Halsabschnitt und Arbeitsspitze.
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Bezüglich der Terminologie sei angemerkt, dass vorliegend der Umspritzkörper die gesamte zweite Kunststoffkomponente umfasst, mit welchem der Grundkörper umspritzt wird. Die Ummantelung ist dabei jener Teil des Umspritzkörpers , welcher zusammen mit dem ummantelten Teil des Grundkörpers (d.h. der Grundkörperspitze) die Arbeitsspitze bildet. Weiter umfasst der Umspritzkörper noch die Halte- und die Halsüberdeckung, welche zusammen mit dem Grundkörperhalte- bzw. dem Grundkörperhalsabschnitt den Halteabschnitt bzw. den Halsabschnitt der Applikatorvorrichtung bilden. Der Umspritzkörper kann aus unterschiedlichen Materialien und/oder unterschiedlichen Farben des gleichen Materials bestehen, z.B. ein Material bzw. eine Farbe für die Halteüberdeckung und ein anderes Material bzw. Farbe für die Ummantelung der Arbeitsspitze. Selbstverständlich sind weitere Kombinationen denkbar wie eine Halteüberdeckung aus zwei oder mehreren Materialien bzw. Farben und/oder eine Ummantelung der Arbeitsspitze aus zwei oder mehreren Materialien bzw. Farben. Die zusätzlichen Materialien bzw. Farben können in der zweiten, dritten oder weiteren Kavität des Spritzgusswerkzeuges verarbeitet werden.
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Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist die Arbeitsspitze dreikantförmig ausgebildet ist, wobei die obere Spitze der Dreikantform zur Oberseite der Applikatorvorrichtung ausgerichtet ist und durch eine Reihe von vertikalen, vorzugsweise borstenförmigen, Reinigungselementen gebildet wird und wobei die unteren Spitzen der Dreikantform durch eine Reihe von horizontalen, vorzugsweise borstenförmigen, Reinigungselementen gebildet wird. Bevorzugt verjüngt sich die Arbeitsspitze zum vordersten bzw. zum freien Ende hin, so dass sich insgesamt eine konische Dreikantform ergibt.
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Die borstenförmigen Reinigungselemente können (zur Verbesserung ihrer Reinigungswirkung im Gebrauch) am freien Ende oder um das freie Ende herum mit ergänzenden flächigen bzw. fächerartigen Kunststoffhäuten versehen sein. Diese Kunststoffhäute sind im Vergleich zum borstenförmigen Reinigungselement dünner ausgestaltet. Vom Aussehen her sind sie wie ein Spaten gestaltet, das borstenförmige Reinigungselement bildet dabei den Stiel und die Kunststoffhaut oder die Kunststoffhäute bilden die Schaufel. Dadurch kann die Reinigungswirkung des borstenförmigen Reinigungselement verbessert werden, da die dünnen Häute noch besser in enge Interdentalzonen vordringen können. Die Kunststoffhaut ist dabei von minimaler Dicke d.h. die Dicke beträgt weniger als. 0.5 mm vorzugsweise weniger als 0.2 mm. Vom eigentlichen borstenförmigen Reinigungselement steht die Kunststoffhaut bezogen auf den maximalen Durchmesser 0.5 - 3 mal vorzugsweise 1 - 2 mal senkrecht zur Aussenfläche ab.
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Auf diese Weise wird eine Reinigungsanordnung geschaffen, welche der natürlichen Interdentalform ideal nachempfunden ist und eine gezielte Reinigung der Problemzonen ermöglicht. Die vertikalen Reinigungselemente reinigen dabei den Approximalraum und die horizontalen Reinigungselemente reinigen entlang des Zahnfleischsaumes und helfen so Zahnfleischentzündungen vorzubeugen. Vorzugsweise ist der Grundkörperhalteabschnitt und/oder die Halteüberdeckung nicht symetrisch (gegenüber der Längsmittelebene) ausgestaltet. Dadurch erkennt der Nutzer die Orientierung der Applikatorvorrichtung und dadurch die Ausrichtung der Dreitkantform (oder einer anderen vom kreisförmigen Querschnitt abweichenden Ausgestaltung) der Arbeitsspitze und damit die vorgesehene Orientierung zur Einführung in den Zahnzwischenraum.
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Andere Querschnittsformen der Arbeitsspitze sind ebenfalls denkbar, beispielsweise eine 4-, 5-, 6- oder n-eckige Form, eine Kreisform, eine Elippsenform, eine geschlossene Freiformfläche. Die Formen können auch so gestaltet sein, dass sie nur auf einer halben Seite des Querschnitts ausgebildet sind und die andere halbe Seite als flache Fläche gestaltet ist. Bezüglich der Terminologie sei angemerkt, dass vorliegend als Oberseite der Applikatorvorrichtung jene Seite der Vorrichtung bezeichnet wird, auf welcher üblicher Weise der Daumen aufgelegt wird (d.h. mit den Noppen oder Rippen) . Als Unterseite der Applikatorvorrichtung wird entsprechend die entgegensetzte Seite der Applikatorvorrichtung bezeichnet. Als linke Seite der Applikatorvorrichtung wird diejenige Seite bezeichnet, welche links vom aufgelegten Daumen liegt, wenn die Spitze weg vom Benutzer zeigt. Als rechte Seite der Applikatorvorrichtung wird entsprechend diejenige Seite bezeichnet, welche rechts vom bestimmungsgemäss aufgelegten Daumen liegt, wenn die Spitze weg vom Benutzer zeigt.
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Gemäss einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist die Unterseite des Grundkörpers im Bereich der Arbeitsspitze mindestens teilweise frei von Ummantelung. Auf diese Weise wird eine Gleitzone geschaffen, mittels derer das Zahnfleisch bei der Reinigung sanft massiert und stimuliert wird.
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Gemäss einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind in einer Vorderansicht gesehen, auf der linken und rechte Seite der Dreikantform, zwischen den vertikalen und horizontalen, vorzugsweise borstenförmigen, Reinigungselementen, lamellenförmige Reinigungselementen angeordnet, wobei bevorzugt die vertikalen und horizontalen, vorzugsweise borstenförmigen, Reinigungselemente weiter nach aussen abragen als die lamellenförmigen Reinigungselemente. Mittels derartiger Lamellen kann ein besonders effektiver und angenehmer Poliereffekt erzielt werden, welcher dabei behilflich ist sowohl Speisereste als auch Verfärbungen gründlich zu entfernen. Bei der vorliegenden Dreikantform spannen also die vertikalen und horizontalen Reinigungselemente sowie ggf. die lamellenförmigen Reinigungselemente einen etwa dreieckigen Umriss auf, wobei die Unterseite des Dreiecks vorzugsweise mindestens teilweise frei von Weichkomponente ist und keine Reinigungselemente aufweist. Die Unterseite des Dreiecks bietet mit der Hartkomponente damit einen anderen Reibungskoiffizienten als die beiden seitlichen Schenkel des Dreiecks deren Oberfläche aus Weichkomponente bestehen.
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Gemäss einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind in Richtung der Längsachse der Arbeitsspitze die vertikalen und horizontalen, vorzugsweise borstenförmigen, Reinigungselemente zueinander versetzt angeordnet, wobei vorzugsweise die lamellenförmigen Reinigungselemente in einer Querschnittsebene mit den vertikalen, vorzugsweise borstenförmigen, Reinigungselementen angeordnet sind und wobei weiter vorzugsweise die horizontalen, vorzugsweise borstenförmigen, Reinigungselemente paarweise gegenüberliegend angeordnet sind. Hierdurch kann der Reinigungseffekt der Applikatorvorrichtungen noch nachhaltiger gestaltet werden. Die beiden sich auf diese Weise bildenden Querschnittsebenen wechseln sich vorzugsweise ab.
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Gemäss einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind im Bereich der Arbeitsspitze mehrere Abstützungen vorgesehen, wobei die Abstützungen vorzugsweise in Form von Freistellen an der Oberseite des Grundkörpers (entstehen durch den Eingriff der Halteelemente bzw. Haltestifte des Spritzgiesswerkzeugs) und in Form von seitlichen (i.d.R. zapfenförmigen) Vorsprüngen des Grundkörpers (Halterung gegenüber der Werkzeugwand durch Grundkörper selbst) vorgesehen sind. Die Abstützungen des Grundkörpers werden als Hilfsmittel bei der Herstellung des Umspritzkörpers verwendet. Es wurde nämlich festgestellt, dass ein wesentlicher Anteil der Produkte ohne Abstützungen fehlende seitliche Borsten aufweisen. Daher sind für die Produktions- wie auch für die Qualitätssicherheit Abstützungen nötig um den Grundkörper im Werkzeug zu positionieren. Darüber hinaus weisen die Teile ohne Abstützungen sehr hohe Schwankungen bei der Weichkomponenten-Hautdicke (welche den Umspritzkörper bilden) auf, d.h. der Grundkörper scheint ggf. durch den Umspritzkörper hindurch oder liegt sogar an der Oberfläche.
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Die entsprechenden Freistellen (d.h. die aufgrund der Abstützungen im Spritzgiesswerkzeug nicht mit Weichkomponente bedeckten Stellen des Grundkörpers bzw. offene Punkte im Umspritzkörper der Arbeitsspitze) sind rund um die Arbeitsspitze angeordnet, insbesondere seitlich und oben. Die offenen Punkte (kleine, kreisförmige oder elliptische punktförmige Ausnehmungen) im Umspritzkörper haben bevorzugt eine runde Form (kreisrund oder elliptisch).
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Vorzugsweise sind vor allem die vorderen zwei Drittel der Länge der Arbeitsspitze mit seitlichen und/oder oberen Abstützungen versehen. In Richtung der Längsachse gesehen werden vorzugsweise die Abstände zwischen den oberen Abstützungen gegen das freie Ende hin kürzer.
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Die seitlichen Abstützungen sind bevorzugt im mittleren Bereich (d.h. in Richtung der Längsachse der Arbeitsspitze) positioniert. Die seitlichen Abstützungen sind weiter vorzugsweise einander gegenüberliegend angeordnet. Bevorzugt ist die Anzahl oberen Abstützungen grösser als die Anzahl seitlichen Abstützungen.
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Die seitlichen Abstützungen werden mit der Weichkomponente (der zweiten Kunststoffkomponente) flächenbündig umspritzt, d.h. die seitlichen Abstützungen schliessen bündig mit dem Umspritzkörper ab. Der Umspritzkörper weist also entsprechende Öffnungen für die seitlichen Abstützungen auf, durch welche die seitlichen Vorsprünge (aus der ersten Kunststoffkomponente) sichtbar sind. Die seitlichen Abstützungen unterstützen die Reinigungswirkung, da die Weichkomponente in der Umgebung sich bei der Reinigung unter Druck stärker verformt als die Abstützungen aus der Hartkomponente. Damit entstehen weitere Reinigungs- und Poliermittel aus dem Material welches den Grundkörper bildet. Die Weichkomponente in deren Umgebung unterstützt einen kontinuierlichen, "weichen" Übergang zu den Abstützungen.
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Die oberen Abstützungen des Grundkörpers im Bereich der Arbeitsspitze sind bevorzugt plan auf dem Grundkörper ausgebildet mit entsprechenden, vorzugsweise kleinen punktförmigen, Öffnungen bzw. Löchern im Umspritzkörper. Diese Sacklöcher bestehen dabei an deren Grund aus Hartkomponente (der aus dem Grundkörper gebildet wird) und zugehörigen Seitenwänden aus Weichkomponente. Die Geometrie der Öffnungen bzw. Löcher ist bedingt durch die Geometrie der Haltestifte im Spritzgiesswerkzeug, welche mit der weichen Kunststoffkomponente umspritzt werden. Vorzugsweise wird auch hier ein runder oder elliptischer punktförmiger Querschnitt vorgesehen.
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Bevorzugt weist der Grundkörper im Bereich der Arbeitsspitze 1 bis 6, vorzugsweise 2 bis 4 obere Abstützungen auf. Des Weiteren weist der Grundkörper im Bereich der Arbeitsspitze 1 bis 6, vorzugsweise 1 bis 3 seitliche Abstützungen auf (d.h. auf jeder Seite).
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Die Abmessungen der oberen Abstützungen sind wie folgt: Die Länge (d.h. in Richtung der Längsachse gemessen) beträgt von 0,2 mm bis 1,5 mm, vorzugsweise von 0,3 mm bis 0,7 mm, die Breite beträgt von 0,1 mm bis 1 mm, vorzugsweise von 0,15 mm bis 0,4 mm.
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Die Abmessungen der seitlichen Abstützungen sind wie folgt: Die Länge (d.h. in Richtung der Längsachse gemessen) beträgt von 0,2 mm bis 1,5 mm, vorzugsweise von 0,3 mm bis 0,7 mm, die Breite (senkrecht zur Längsachse) beträgt von 0,1 mm bis 0,5 mm, vorzugsweise von 0,12 mm bis 0,3 mm und die Höhe (auf der Achse Vorderseite zu Rückseite) von 0.1 mm bis 0,8 mm, vorzugsweise von 0,2 mm bis 0,5 mm.
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In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist in die Unterseite des Grundkörpers im Bereich der Arbeitsspitze eine Vertiefung (mehrere getrennte Vertiefungen sind grundsätzlich auch denkbar) eingebracht. Die Vertiefung dient dazu, die Spitze des Grundkörpers nach dem Umlegen (d.h. während des Umspritzens mit der zweiten Kunststoffkomponente ) zentriert zu halten. Die Vertiefung ist insofern das Gegenstück zu den vorerwähnten Abstützungen und wirkt mit diesen zusammen (d.h. insbesondere mit den oberen Abstützungen). Die Vertiefung ist üblicher Weise rillenförmig ausgestaltet. Zudem unterstützt die Vertiefung die einfachere Reinigung, weil damit auf dem Zahnfleisch weniger Auflagefläche bzw. weniger Reibung entsteht. Zur einfachen Einführung in die Spritzgusskavität des Umspritzkörpers verfügen die rillenförmigen Vertiefungen im Grundkörper an ihrem äusseren Rand über einen Radius, welcher sich aufgrund der Form der Vertiefung über die Länge ändern kann, dieser beträgt zwischen 0.01 mm und 1 mm vorzugsweise zwischen 0.03 mm und 0.2 mm.
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Die Länge der Vertiefung (oder Rille) liegt zwischen 10 mm bis 25 mm, vorzugsweise zwischen 12 mm bis 20 mm (d.h. jeweils abgestimmt auf die Gesamtlänge der Arbeitsspitze). Die Tiefe der Vertiefung beträgt von 0,03 mm bis 0,8 mm, vorzugsweise von 0,05 mm bis 0,2 mm. Die Breite der Vertiefung beträgt von (maximal) 0,1 mm bis 1 mm, vorzugsweise von 0,3 mm bis 0,6 mm.
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In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist an dem der Arbeitsspitze gegenüberliegenden Ende des Halteabschnitts eine zusätzliche Arbeitsspitze angeordnet. Hierdurch kann die Variabilität, bzw. die Einsatzmöglichkeiten der Applikatorvorrichtung erhöht werden. Die zusätzliche Arbeitsspitze kann auch bei Produkten wie eingedrehten Interdentalbürsten als Arbeitsspitze eingesetzt werden.
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Die zusätzliche Arbeitsspitze kann ein zangenförmiges Kunststoffelement aus Hart- und/oder Weichmaterial mit zwei Greifbacken und einer Öffnung umfassen, wobei die Greifbacken vorzugsweise nach innen gerichtete Reinigungselemente bzw. Borsten aufweisen können. Diese zusätzliche Arbeitsspitze kann beispielsweise zwischen Zahnfleisch und Implantat eingebracht werden und dient zum Abbürsten des Implantats beziehungsweise dessen Verankerung oder sie kann als andersartiges Reinigungs- oder Applikationselement verwendet werden. In einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst die zusätzliche Arbeitsspitze ein pinsel- oder fächerförmiges Reinigungselement aus Hart- und/oder Weichkomponente oder aber aus einem oder mehreren Borstenbündeln. Der Abschluss der fächerförmigen Arbeitsspitze kann konvex oder konkav ausgestaltet sein. Der Fächer kann eine flache oder 3-dimensionale (z.B. ziehharmonikaartige, gebogene, etc.) Grundform aufweisen. Diese Ausführungsform dient insbesondere als zusätzliches Mittel zum Reinigen des Zahnsaumes oder der Interdentalräume.
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Bei den in einer Ausgestaltungsform verwendeten Borstenbündeln (bestehend aus Borsten) kann es sich um konventionelle extrudierte Borsten handeln oder um gespritzte Borsten bestehend aus einem Material für gespritzte Borsten oder aus Weichkomponente (z.B. die gleiche Weichkomponente aus der der Umspritzkörper gebildet wird) . Es können ein, zwei drei oder mehrere Bündel verwendet werden. Das bzw. die Bündel können eine z.B. fächerförmige, zylindrische, gebogene Form einnehmen.
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Die zusätzliche Arbeitsspitze kann ausserdem in Form eines Zahnstochers oder einem Polierelement vorgesehen sein. Der Zahnstocher oder das Polierelement wird dabei vorzugsweise aus der Hartkomponente gebildet, er kann aber auch ganz oder nur teilweise mit Weichkomponente bedeckt sein oder vollständig aus Weichkomponente bestehen. Das Polierelement kann mit einem stumpfen Ende als Polierfläche ausgestaltet sein. Insbesondere für ein Polierelement kann das Weichmaterial mit abrasiven Partikeln versehen werden. Das Polierelement kann eine Polierkante aufweisen, die ein genaues Anwenden ermöglicht. Das Polierelement kann am Grundkörper angespritzt oder form- und/oder kraftschlüssig vorzugsweise unlösbar montiert werden. Das Anbringen des Polierelements kann auch durch Verformen des Grundkörpers und einer dadurch erzeugten form- und/oder kraftschlüssigen Verbindung erzeugt werden.
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Anstelle der zusätzlichen Arbeitsspitze kann auch eine Halteabschnittsverlängerung am rückwärtigen Ende des Halteabschnitts vorgesehen sein. Diese liefert eine vergrösserte Grifffläche und somit einen höheren Greifkomfort für den Benutzer.
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Ausserdem kann anstelle der zusätzlichen Arbeitsspitze auch ein Saugnapf oder ein Standfuss bzw. Standmittel am rückwärtigen Ende des Halteabschnitts vorgesehen sein, um ein senkrechtes Aufstellen der Applikatorvorrichtung zu ermöglichen. Der Saugnapf bzw. Standfuss wird aus Hart- und/oder Weichmaterial hergestellt. Die Symmetrieachsen des Standfusses oder der Standmittel sind vorzugswesie parallel mit der Längsachse der Arbeitsspitze. Die beiden Achsen können deckungsgleich oder leicht versetzt sein. In einer anderen Ausgestaltungsform bildet die Symmetrieachse des Standfusses oder des Standmittels mit der Längsachse der Arbeitsspitze einen stumpfen Winkel.
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In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist auf dem Halteabschnitt und/oder dem Halsabschnitt eine Beschriftung und/oder eine Bedruckung aufgebracht. Hierdurch kann etwa ein Markenhinweis, ein optischer Effekt oder aber ein Bedienhinweis bereitgestellt werden, welcher dem Benutzer die Anwendung erleichtert.
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Die Beschriftung wird bevorzugt beim Spritzgiessen entsprechender Ausgestaltung der Spritzgussform (Laser, Inkjet oder Tampon-Druck sind auch möglich) erzeugt und ist erhaben oder versenkt im Grundkörper und/oder in den mit der zweiten Kunststoffkomponente umspritzten Bereich (Umspritzkörper) eingebracht, so dass sie direkt lesbar ist. Weiter vorzugsweise wird eine zweite Komponente um den eigentlichen Schriftzug - welcher in dem Fall als Komponente des Grundkörpers realisiert wurde - gespritzt (d.h. die zweite Komponente fliesst um den Schriftzug herum) , wodurch die Lesbarkeit verbessert wird.
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Falls Laser, Inkjet oder Tampon-Druck als Beschriftungsverfahren eingesetzt werden, wird dies bevorzugt auf dem Grundkörperhalteabschnitt bzw. der Plattform des Grundkörpers angebracht. Der Aufdruck wird ein oder beidseitig am Grundkörperhalteabschnitt angebracht. Es ist auch denkbar diese Verfahren zur Beschriftung des Umspritzkörpers einzusetzen. Es können Hart- und/oder Weichmaterialien bedruckt werden. Vorzugsweise wird die Bedruckung auf der Oberseite angebracht. Vorzugsweise weist die Beschriftung und/oder Bedruckung eine Länge von 5 mm bis 20 mm, vorzugsweise von 7 mm bis 12 mm und eine Breite von 2 mm bis 15 mm, vorzugsweise von 3 mm bis 8 mm auf.
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In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist ein Farbmuster auf den mit der zweiten Kunststoffkomponente umspritzten Bereich (Umspritzkörper) aufgedruckt, vorzugsweise auf dem Halteabschnitt. Auf diese Weise können etwa bestimmte Elemente im Halteabschnittbereich hervorgehoben werden.
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Es können generell auch Produkte mit mehreren Komponenten bedruckt werden. Dabei wird eine Optik mit mehreren Komponenten erzeugt. Die Bedruckung kann in einem oder mehreren Arbeitsggängen auf verschieden Materialien am Grund- und Umspritzkörper aufgebracht werden.
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Bevorzugt ist das Bedruckungsmedium mit einer zusätzlichen Funktion neben der Farbe versehen. So kann das Bedruckungsmedium beispielsweise einen Geschmack oder einer für die Mundhygiene wirksames Material aufweisen. In diesem Fall wird die Bedruckung vorzugsweise im Bereich der Applikations- und Reinigungselemente des Umspritzkörpers und/oder am Grundkörper aufgebracht.
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Die Bedruckung wird vorzugsweise direkt an der Spritzgussmaschine aufgebracht. Die Prozesse sind über die Taktzeit gekoppelt, d.h. die spritzgegossenen Reinigungs- oder Applikatorvorrichtungen werden inline, vorzugsweise ohne Pufferhilfsmittel, bedruckt.
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In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist die Arbeitsspitze einen Mehrzonenaufbau (Z1 - Zn) auf. So kann die Arbeitsspitze etwa eine oder mehrere Zonen mit Schleifelementen (z.B. laterale lamellenförmige oder vertikale dachförmige Schleifelemente) aufweisen. Zudem können Zonen mit wulstartigem Profil der vertikalen und horizontalen Reinigungselemente sowie der lamellenförmigen Reinigungselemente vorgesehen sein. Auch Zonen mit pfeil- oder schirmartigen Profilen der vertikalen und horizontalen Reinigungselemente sowie der lamellenförmigen Reinigungselemente sind denkbar.
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Die Zonen können sich ringförmig oder in Längsrichtung der Arbeitsspitze ausdehnen. Jede Zone kann über unterschiedliche Reinigungselemente verfügen. Mehrere Zonen können über die gleichen Reinigungelemnete verfügen. Vorzugsweise unterteilt sich die Arbeitsspitze ggf. in zwei, drei, vier oder fünf solcher Zonen, wobei die Zonen welche von der üblichen Dreikant-Ausgestaltung abweichen bevorzugt im mittleren Bereich der Arbeitsspitze angeordnet sind. D.h. bei drei Zonen Z1, Z2 und Z3 wäre bevorzugt die Zone Z2 die abweichende Zone. Bei fünf Zonen Z1, Z2, Z3, Z4 und Z5 wären bevorzugt etwa die Zonen Z2, Z3 und Z4 die abweichenden Zonen. In unterschiedlichen Zonen können unterschiedliche Weich- bzw. Hartkomponenten verwendet werden. In unterschiedlichen Zonen können unterschiedliche Farben der Kunststoffkomponenten verwendet werden. In unterschiedlichen Zonen können den Kunststoffkomponenten unterschiedliche Mittel beigemischt werden (z.B. Abrassive Mittel, Geruchs- oder Geschmacksstoffe, etc.). Die verschiedenen Zonen können unterschiedlich bedruckt sein (z.B. verschiedene Farben, Zusatzstoffe, etc.). Wobei Zonen ohne Druck auch berücksichtigt werden.
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In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist die Arbeitsspitze eine nicht gerade Form auf. Bevorzugt wird dabei eine in der Seitansicht leicht gebogene oder geschwungene Form der Arbeitsspitze mit leichter Neigung und mit stärker abnehmender Dicke etwa im mittleren Bereich. Eine andere bevorzugte Variante umfasst eine in der Draufsicht wellen- oder schlangenartige Form der Arbeitsspitze, wobei sich die Arbeitsspitze in der Seitansicht, wie gehabt, konisch verjüngt. Die einzelnen Wellen der Schlange können von der Spitze eine zunehmnede Grösse erreichen (die Zunahme kann von der Spitze weg gesehen in Längsrichtung mit einer linearen oder mind. in Teilbereichen mit einer wachsenden bzw. grösser werdenden Steigung versehen sein) . Auch die Abstände zwischen den Wellenbergen können von der Spitze weg zunehmen.
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In einer bevorzugten Variante des erfindungsgemässen Verfahrens greift beim Umlegen ein Umlegeelement des Werkzeugs in eine Vertiefung des Halsabschnitts des Grundkörpers ein, wobei vorzugsweise die Vertiefung hinterschnittig ausgebildet ist. Auf diese Weise kann der Grundkörper während des Umlegevorgangs sicher gehalten werden. Die Vertiefung erlaubt es auch ein Material am Grundkörper einzusparen. Dank dem im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt im Halsabschnitt kann trotz der Vertiefung die Stabilität in dieser Zone gewahrt werden. Die Ausnehmung kann auch eine andere Form annehmen. Die Ausnehmung und die dazu gehörigen Kanten können als zusätzliches Reinigungselement für Mund, Gaumen und Zunge verwendet werden.
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Alternativ kann die Aussengeometrie im Halsbereich hinterschnittig gestaltet sein. Das heisst, dass die Formtrennung so am Körper ausgestaltet ist, dass auf der einen Formseite eine hinterschnittige Geometrie gestaltet ist.
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Die hinterschnittige Geometrie hat in Öffnungsrichtung eine Winkelabweichung von 0.1 ° bis 3° vorzugsweise von 0.2° bis 2°.
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In einer weiteren bevorzugten Variante des erfindungsgemässen Verfahrens werden der/die Grundkörper beim Umspritzen mit der zweiten Kunststoffkomponente jeweils mittels von einem oder mehreren Halteelementen des Werkzeugs an der Oberseite sowie an der Unterseite gehalten. Weiter vorzugsweise werden der/die Grundkörper jeweils zusätzlich durch seitliche Vorsprünge des Grundkörpers gegenüber dem Werkzeug gehalten.
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Bevorzugt ist für die erste Kunststoffkomponente (d.h. die Hartkomponente für den Grundkörper) ein Anspritzpunkt pro Kamm vorgesehen. Ein Kamm besteht aus mehreren, vorzugsweise sechs, nebeneinanderliegenden Applikatorvorrichtungen. Ein Kamm kann aber auch aus 2, 3, 4, 5, 7, 8 oder mehr Applikatorvorrichtungen bestehen. Es ist aber auch möglich für jede, jede zweite oder jede dritte Applikatorvorrichtung einen Anspritzpunkt vorzusehen. Bevorzugt ist dieser Anspritzpunkt im Halteabschnittbereich am hinteren Ende positioniert. Vorzugsweise befindet sich der Anspritzpunkt auf der Oberseite des Halteabschnittes, es ist aber auch möglich den Anspritzpunkt in der Formtrennung oder auf der Unterseite des Halteabschnittes anzuordnen. Die Hartkomponente bildet dabei die Verbindung zwischen den einzelnen Applikatorvorrichtungen aus. Der Anspritzpunkt der Hartkomponente wird vorzugsweise später von der Weichkomponente des Umspritzkörpers überdeckt.
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Für die zweite Kunststoffkomponente (d.h. die Weichkomponente) ist vorzugsweise ein Anspritzpunkt pro Applikatorvorrichtung vorgesehen. Es ist aber auch möglich für den ganzen Kamm oder jede, jede zweite oder jede dritte Applikatorvorrichtung einen Anspritzpunkt für die Weichkomponente vorzusehen.
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Die Position des Anspritzpunkts befindet sich vorzugsweise am hinteren Ende des Halteabschnitts. Die Weichkomponente überdeckt dabei vorzugsweise den Anspritzpunkt der Hartkomponente (falls auf der gegebenen Applikatorvorrichtung vorhanden). Die Weichkomponente reicht in der bevorzugten Variante nicht über die Verbindung zwischen den einzelnen Applikatorvorrichtung hinweg. Falls nicht für jede Applikatorvorrichtung ein eigener Anspritzpunkt für die Weichkomponente vorgesehen ist, wird vorgeschlagen die Verbindung der Applikatorvorrichtung aus Hart- und Weichmaterial vorzusehen.
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Im Folgenden werden weitere generelle Aspekte und Merkmale der Erfindung beschrieben:
Halteabschnitt
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Der Halteabschnitt weist bevorzugt einen Zwei- oder Mehrkomponenten-Aufbau auf (bestehnd aus zwei oder mehreren Hart- und/oder Weichmaterialien). Dabei ist der Grundkörper im Halteabschnitt aus der ersten Kunststoffkomponente (d.h. der Hartkomponente ) gebildet. Besonders bevorzugt ist der Halteabschnitt dabei nur dort starr, wo es unbedingt nötig ist. Zu diesem Zweck werden im Grundkörper, jedenfalls im Bereich des Halteabschnitts eine oder mehrere Ausnehmungen vorgesehen. Die Ausnehmungen werden dann anschliessend mindestens teilweise mit der Weichkomponente gefüllt. Es können aber insbesondere im Halteabschnitt auch trotz dem Auffüllen mit Weichkomponente weitere konkave Zonen auf der Ober- bzw. Unterseite bestehen bleiben. Im Gegensatz zu den mit Weichkomponente aufgefüllten Zonen verfügen die im Hartmaterial eingebrachten konkaven Zonen über keine scharfen Kanten. Des weiteren ist es auch möglich, dass nach dem Aufbringen der Weichkomponente konkave Zonen bestehen bleiben. Um Material zu sparen, kann der Halteabschnitt über Ausnehmungen im Grund und im Umspritzkörper verfügen. Diese Ausnehmungen können einen wesentlichen Teil der Fläche des Halteabschnitts einnehmen. Beispielsweise können diese Ausnehmungen bis zu 25% vorzugsweise bis 35% und besonders bevorzugt bis 70% der Fläche des Halteabschnitts einnehmen. Die Weichkomponente und/oder die Hartkomponente kann dabei Randzonen der Ausnehmungen stellen. Die entsprechende Materialersparnis bringt eine Verkürzung der ZyklusZeiten. Weiter vorzugsweise wird der gesamte Grundkörper nur so starr als nötig ausgebildet. Abgesehen von der Materialersparnis und der Zykluszeit-Verkürzung kann auf diese Weise auch ein besonders flexibles Produkt erhalten werden. Flexible Zonen können innerhalb oder am vorderen Ende des Halteabschnittes angebracht werden.
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Das jedenfalls teilweise im Bereich des Halteabschnitts um den Grundkörper herum gespritzte zweite Kunststoffkomponente wird bevorzugt aus einer Weichkomponente gebildet und formt den Umspritzkörper.
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Die Weichkomponente wird vorzugsweise auf einer Seite (d.h. der Ober- oder Unterseite) des Grundkörperhalteabschnitts flächig aufgebracht und auf der anderen lediglich partiell. Vorzugsweise wird die Oberseite flächig mit Weichkomonente versehen während die Unterseite einen kleineren Anteil an Weichmaterial trägt, dafür aber über eine oder mehrere konkave Zonen in der Hartkomponente verfügt. Bevorzugt wird die Weichkomponente auf der Unterseite des Grundkörperhalteabschnitts lediglich partiell aufgebracht. Dies kann band-, linienförmig oder umschlingend bzw. mit Umschlingungen (z.B. von erhöhten Bereichen aus der Hartkomponente) erfolgen. Die Aufbringung kann symetrisch bezüglich der Längsachse ausgestaltet werden - nicht aber symeterisch bezüglich der Ober- und Unterseite. Durch diese Art des Weichkomponentenauftrags (die Oberseite ist einfach von der Unterseite zu unterscheiden, d.h. Ober- und Unterseite sind nicht symetrisch) erkennt der Nutzer die beabsichtigte Orientierung, d.h. welche Seite des Halteabschnitts oben oder unten sein soll, sofort. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn die Arbeitsspitze nicht kreisrund orientiert ist, also zum Beispiel eine Dreikant- bzw. Dreiecksform aufweist und nicht alle drei Seiten über die gleichen Reibungs- bzw. Reinigungseigenschaften verfügen. Mit anderen Worten wird mit der nicht symmetrischen Ausgestaltung der Ober- bzw. Unterseite gegenüber der Längsmittelebene des Produktes dem Nutzer die Orientierung einer nicht symetrischen Arbeitsspitze vermittelt. Weiter vorzugsweise umfasst der Halteabschnitt Elemente zur Verbesserung der Griffigkeit. Diese Elemente können in der Hart- und/oder der Weichkomponente integriert sein.
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Besonders bevorzugte Oberflächenstrukturen bzw. Elemente umfassen dabei Noppen, Rippen (die Rippen können etwa als gerade Stäbchen ausgebildet sein oder aber sie können einen Winkel zueinander aufweisen, sie können z.B. in Form eines Bumerangs etc. geformt sein), Rasterstrukturen (z.B. in Form von Gittern und/oder ineinander liegenden Strukturen, wie etwa ineinander liegende Kreise oder Polygone etc.) oder aber Schriftzüge, welche auch als Elemente zur Verbesserung der Griffigkeit im Halteabschnitt genutzt werden können. Die Elemente sind bevorzugt symetrisch bezüglich der Längsachse des Halteabschnittes angeordnet.
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Bevorzugte Abmessungen der Oberflächenstrukturen umfassen eine Höhe von 0,2 mm bis 2 mm, vorzugsweise von 0,25 mm bis 0,6 mm, , eine Breite der Strukturfläche von 2 mm bis 10 mm, vorzugsweise von 4 mm bis 7 mm, sowie eine Länge der Strukturfläche von 4 mm bis 16 mm, vorzugsweise von 6 mm bis 10 mm. Die Oberflächenstrukturen können einseitig (Oberseite oder Unterseite) oder beidseitig angebracht sein (Oberseite und Unterseite). Bevorzugt sind sie auf der Oberseite angeordnet.
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Die Oberflächenstrukturen können in der Hartkomponente und/oder der Weichkomponente realisiert werden, zum Beispiel in beiden Komponenten auf einer Seite oder etwa oben in der Weichkomponente und unten in der Hartkomponente oder umgekehrt. Des weiteren können Oberflächenstrukturen in der Hartkomponente eingebracht werden, welche nur mit einer ausgleichenden, dünnen Schicht aus Weichkomponente überzogen sind und erst beim Halten durch den Nutzer spürbar / sichtbar werden.
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Die Oberflächenstrukturen können oben und unten gleich oder unterschiedlich ausgeprägt sein. Auch die einzelnen Elemente, welche vorzugsweise in Elementfeldern angeordnet sind, können gleich oder unterschiedlich ausgestaltet sein.
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Die Oberflächenstrukturen bzw. Elemente können bezüglich der Herstellung entweder direkt in der Hart- und/oder Weichkomponente geformt werden (d.h. im Spritzgiessprozess) oder durch Aufkleben (z.B. durch Aufkleben von Schleifpapier o.ä.) oder aber mittels Bestäuben auf eine Leimschicht.
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Des Weiteren kann eine Mulde bzw. eine konkave Wölbung in den Halteabschnitt (vorzugsweise in die Oberseite, oder auch in der Unterseite) eingeformt werden. Auf diese Weise wird eine ergonomisch günstig geformte Auflage für den Daumen geschaffen werden.
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Das Zentrum der Oberflächenstrukturen bzw. Elementfelder ist vorzugsweise im Zentrum des Halteabschnitts positioniert.
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Oberflächenstrukturen, Kanten und Radien im Halteabschnitt bzw. im Halsabschnitt können auch als Zungenreiniger dienen.
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Der Halteabschnitt kann ausserdem eine Biegung aufweisen sowie eine generell vergrösserte Haltefläche, d.h. der ganze Haltebereich ist gebogen und bietet auf mindestens einer Seite Platz für zwei Finger - anstatt nur für einen. Die Biegung ist dabei so gestaltet, dass sie das Halten mit den Fingern unterstützt. Beispielsweise, dass die Vorrichtung mit drei Fingern gehalten werden kann und die Spitze so in der optimalen Richtung in den Zahnzwischenraum eingeführt werden kann. Die Biegung ist vorzugsweise senkrecht zu der Ebene der vertikalen Reinigungselemente ausgestaltet, sodass beispielsweise der Daumen in der Anwendung in der Biegung bzw. der damit entstehenden Mulde liegt und die anderen beiden Finger (beispielsweise Zeigefinger und Mittelfinger) den Gegendruck zum Halten in der Mulde bereitstellen.
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In einer bevorzugten Variante kann der Halteabschnitt vollständig aus der Weichkomponente geformt werden und nur der Halsabschnitt und die Arbeitsspitze aus der Hartkomponente . Auf diese Weise kann eine besonders grosse Flexibilität erreicht werden. Des weiteren können auch nur Zonen aus Weichkomponente vorgesehen sein. Des Weiteren kann der Halteabschnitt auch einen Handgriff für eine Applikatorvorrichtung aufweisend einen länglichen Griffkörper mit einem von einer Wand umgebenen Hohlraum aufweisen, der dadurch gekennzeichnet ist, dass der Griffkörper einstückig ausgebildet ist und die Wand wenigstens zwei durch sie hindurchgehende Ausnehmungen aufweist, die gegeneinander versetzt angeordnet sind und in den Hohlraum münden aufweisen, d.h. der Halteabschnitt ist relativ voluminös ausgebildet und besteht dabei aus wenig Material. Die Formung erfolgt vorzugsweise in der Hartkomponente, wobei eine gute Stapelbarkeit erzielt wird, da die Strukturen ineinander gesteckt werden können. Die Hohlräume können teilweise oder ganz mit Weichkomponente gefüllt sein. Diese Ausbildung erlaubt einen besonders flexiblen Halteabschnitt.
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Eine mind. teilweise Formung in der Weichkomponente ist allerdings auch denkbar, wodurch eine Zusammendrückbarkeit erzielt wird. D.h., die Struktur des Halteabschnitts passt sich an den Greifdruck des Benutzers an. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der Halteabschnitt eine harte Seele auf, über welcher die weiche Struktur gespannt ist.
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Der Halteabschnitt kann des Weiteren mit einer sehr weichen Zone (durchgehende Ausnehmung im Halteabschnitt in der Hartkomponente welche ausschliesslich mit Weichkomponente gefüllt ist) im Zentrum ausgestattet sein, d.h. der Halteabschnitt ist als Rahmen mit einem membranartigen weichem Zentrum ausgebildet, welches sich beim Greifen an die Fingerstruktur anpasst und damit fehlgeleitete Kräfte aufnehmen kann.
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Weiter vorzugsweise kann der Halteabschnitt mittig oder an einem Ende konvex, d.h. z.B. ball- bzw. kugelartig oder ellipsoidartig ausgeformt sein, wobei die ball- bzw. kugel- oder ellipsoidartige Ausformung aus der Hartkomponente und/oder aus der Weichkomponente gebildet sein kann. Auf diese Weise wird ein Navigationselement geschaffen, welches für eine bessere Manövrierbarkeit des Applikators bei der Anwendung sorgt. Es kann allerdings auch der gesamte Halteabschnitt als Ball, Ellipsoid oder Kugel o.ä. ausgestaltet sein. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann der Halteabschnitt (um-) klappbar ausgebildet sein. Hierdurch wird das Produkt noch kleiner bzw. weniger lang. Das Produkt wird für den Gebrauch beispielsweise aufgefaltet oder aufgeklappt und verrastet in einer Endposition. So kann in Längs oder Querrichtung ein Filmscharnier in der Hartkomponente vorgesehen sein welche den Applikator in zwei oder mehrere Teile unterteilt. Die damit geschaffennen Teile des Applikators können in deren vorgesehenen Gebrauchsposition vorzugsweise miteinander verrastet werden. Der Vorteil dieser Ausführungsform liegt in einer kleineren Verpackung, wobei gleichzeitig eine gute Funktionsfähigkeit erhalten bleibt. Die Scharnierzone kann aus Hart- und/oder Weichkomponente bestehen.
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Der Halteabschnitt kann ausserdem weitere Funktionalitäten aufweisen. So kann, vorzugsweise am hinteren - d.h. dem der Arbeitsspitze entgegengesetzten - Ende des Halteabschnitts eine Schabkante vorgesehen sein. Die Schabkante kann dabei in der Hart- und/oder der Weichkomponente ausgebildet sein. Es können auch weitere Mundhygienefunktionen mit dem Halteabschnitt oder am hinteren Halteabschnittende ausgebildet sein, wie etwa ein Zungenreiniger oder aber eine Reinigungslamelle für den Zahnfleischsaum (welche bevorzugt in etwa wie die Spitze eines Schlitzschraubenziehers ausgestaltet ist) . Darüber hinaus sind auch Beauty-Funktionen, wie etwa ein Nagelhaut-Schieber als Funktionsteile am hinteren Ende des Halteabschnitts vorstellbar.
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In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorzugsweise am hinteren Ende des Halteabschnitts (oder innerhalb des Halteabschnitts) eine zusätzliche Arbeitsspitze mit Funktionalität vorgesehen.
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Die zusätzliche Arbeitsspitze ist dabei in der Hart- und/oder der Weichkomponente ausgebildet. Sie kann aus dem Halteabschnitt abtrennbar ausgebildet sein, aus dem Halteabschnitt ausklappbar und/oder mit dem Halteabschnitt verrastbar ausgebildet sein oder aber fix freiliegend am Halteabschnitt ausgebildet sein (vorzugsweise jeweils am hinteren Ende) .
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Die zusätzliche Arbeitsspitze kann als weitere Funktionen beispielsweise einen Zahnstocher, einen Flosser, ein Polierelement oder ein Navigationselement (d.h. damit der Halteabschnitt in der Hand besser geführt werden kann, wie bereits vorstehend beschrieben) umfassen.
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Der Halteabschnitt bzw. der am Halteabschnitt angrenzende Halsabschnitt kann bezüglich der Ober- und Unterseite nicht symmetrisch ausgebildet sein. Der Halteabschnitt bzw. der am Halteabschnitt angrenzende Halsabschnitt kann bezüglich der Längsachse symmetrisch ausgebildet sein.
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Als Hilfsmittel bei der Herstellung sind regelmässig angeordnete Abstützungen vorgesehen (je nach Form bzw. Grösse der Hart- und Weichkomponenten) . Die Abstützungen weisen vorzugsweise eine punktförmige, bzw. zylinderförmige Geometrie auf, welche im Endprodukt an der Oberfläche des Grundkörpers liegt. Vorzugsweise sind zudem seitliche Abstützungen vorgesehen. Die seitlichen Abstützungen sind vorzugsweise vorstehend ausgebildet, d.h. etwa zapfenförmig . Durch die Abstützungen entstehen im Endprodukt sichtbar flache Oberflächen. Die Ausgestaltung insbesondere der oberen Abstützungen ist vorzugsweise plan im Grundkörper, d.h. es entstehen sichtbar Vertiefungen im Umspritzkörper bzw. der Ummantelung. Darüber hinaus ist es auch denkbar, dass die Abstützungen als nutförmige Vertiefungen ausgebildet sind.
Halsabschnitt
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Der Halsabschnitt repräsentiert generell das Verbindungselement zwischen dem Halteabschnitt und der Arbeitsspitze. Besonders bevorzugt umfasst der Halsabschnitt zumindest einen Kanal für den Zufluss von Weichkomponente vom Haltebereich zur Arbeitsspitze (d.h. ab dem entsprechenden Anspritzpunkt im Halteabschnitt).
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Der Halsabschnitt stellt auch die Geometrie für das Umlegen von der ersten Kavität (in welcher der Grundkörper hergestellt wird) in die zweite Kavität (in welcher der Umspritzkörper hergestellt wird) im Spritzgiesswerkzeug bereit. Dies kann beispielsweise in Form einer vorzugsweise hinterschnittigen Vertiefung (im Wesentlichen U-förmiger Querschnitt) in dem Teil des Halsabschnitts, in welchem keine Weichkomponente aufgetragen wird, vorgesehen sein. Vorzugsweise befindet sich diese Zone auf der gegenüberliegenden Seite des Kanals mit Weichkomponente.
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Ein weiteres bevorzugtes Merkmal des Halsabschnitts ist seine Flexibilität (d.h. im Halsabschnitt selbst), bei gleichzeitig genügender Stabilität. Dabei kann auch der ganze Halsabschnitt elastisch ausgestaltet sein. Zur Herstellung der gewünschten Flexibilität sind grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten vorgesehen.
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Die Flexibilität kann einmal über die jeweiligen Materialstärken erzielt werden. Es können dabei auch filmscharnierartige Strukturen im Halsabschnitt vorgesehen sein. Des Weiteren kann ein federndes Element im Halsabschnitt vorgesehen sein, etwa in Form einer ziehharmonikaartigen Struktur. Besonders bevorzugt werden die vorgenannten flexiblen Strukturen am Übergang zur Arbeitsspitze angeordnet, wo sie in Form einer Sollbiegegestelle wirken. Eine weitere Möglichkeit sind Ausnehmungen in der Hartkomponente, welche mit Weichkomponente aufgefüllt werden. Dabei können sich wiederholende Ausnehmungen vorgesehen werden (z.B. mehrere Ausnehmungen quer zur Längsrichtung des Halsabschnittes).
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Weiter vorzugsweise können im Hinblick auf eine optionale Lippenmassage und/oder Zahnfleischmassage am Halsabschnitt verschiedene Elemente wie etwa Noppen, Oberflächenstrukturen, Oberflächenrauigkeiten etc. angeordnet sein. Bei der Anwendung «schleifen» diese Elemente am Mundgewebe und massieren dieses dabei. Weiter ist es möglich im Halsabschnitt allenfalls bis teilweise in die Arbeitsspitze hinein oder sogar vom Halteabschnitt her bis zur Arbeitsspitze einen Zungenreiniger auszubilden. Der Zungenreiniger kann beispielsweise in Form von abstehenden Strukturen aus Weichkomponente wie Lamellen, Noppen oder Borsten gestaltet sein, die beispielsweise gleich orientiert sind wie die horizontalen Reiniguns- und Applikationselemente. So kann der Zungenreiniger auch als Schabkante/Lamelle aus Hart und/oder Weichkomponente gestaltet sein, die sich wie angesprochen fortsetzt. Bei der gebogenen Form der Applikatorvorrichtung, insbesondere des Interdentalreinigers, ist die Lamelle oder eben die Zungenreinigerkante vorzugsweise in der Biegung bzw. Krümmung drin angeordnet. Die Schabkante kann zusätzlich auch mit den oben erwähnten Struturen wie Lamellen, Noppen oder Borsten versehen sein.
Arbeitsspitze
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Auch die Arbeitsspitze umfasst vorzugsweise diverse Funktionselemente bzw. Kombinationen davon.
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In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Grundkörperspitze (bestehend aus Hartkomponente) nur mit einer im Wesentlichen glatten Oberfläche aus Weichkomponente überzogen (Überzug) , weist aber keine Reinigungs- oder sonstige Strukturelemente auf. Die Arbeitsspitze wirkt dabei quasi als eine Art Zahnstocher mit einer weichen Oberfläche (aus Weichkomponente).
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In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind auf der Arbeitsspitze Noppen aus der Weichkomponente ausgebildet.
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Besonders bevorzugt sind - zusätzlich zu oder unabhängig von den Noppen - des Weiteren auch Borsten aus Weichkomponente auf der Arbeitsspitze vorgesehen. Auf die bevorzugte Orientierung und bevorzugte Querschnittsformen wird weiter unten eingegangen.
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In einer weiteren Ausführungsform können die Borstenenden eine straussartige Ausgestaltung aufweisen, d.h. jede Borste hat mehrere Enden) . Des Weiteren sind an der Arbeitsspitze vorzugsweise Lamellen angeordnet (d.h. in der Regel zwischen den Borsten als Polierlamellen, um sowohl Speisereste als auch Verfärbungen gründlich zu entfernen) . Die angeformten Elemente der Arbeitsspitze können zudem eine unterschiedliche Oberflächerauheit aufweisen als der Überzug der Arbeitsspitze aus Weichkomponente. Bevorzugt verfügen die angeformten Elemente der Arbeitsspitze über eine höhere Oberflächenrauheit als der Überzug. Aufgrund der unterschiedlichen Oberflächenbeschaffenheit ergeben sich unterschiedliche Reibungskoeffizienten.
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Weitere generelle Eigenschaften der Arbeitsspitze werden im Folgenden beschrieben.
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Vorzugsweise ist aus Sicherheitsgründen, d.h. insbesondere zur Verhinderung von Verletzungen, die Grundkörperspitze im vordersten Bereich mit Weichkomponente bedeckt. Dabei ist insbesondere der vorderste Bereich der Grundkörperspitze (vorderste Spitze) rundum mit Weichkomponente bedeckt. Die Weichkomponente bildet eine Art Kappe über die Hartkomponente. Die Länge dieser vordersten Spitze beträgt vorzugsweise in Richtung der Längsachse von 0,1 mm bis 3 mm, vorzugweise von 0,2 mm bis 1,5 mm.
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Der Querschnitt der Arbeitsspitze ist in der Grundform (kreis-) rund, elliptisch oder n-eckig, vorzugsweise dreikantförmig, ausgebildet. Bei der Dreikantform wird ein asymmetrisches Design präferiert, d.h. nur zwei von drei Seiten haben eine Oberfläche aus Weichkomponente und Reinigungselemente aus Weichkomponente. Das gebildete Dreieck wird gleichseitig oder zumindest gleichschenklig ausgebildet sein. Die dritte Seite definiert einen Leerraum (d.h. ist nicht mit Reinigungslementen besetzt), was zum Einbringen der Arbeitsspitze vorteilhaft ist, da das Einfahren ohne Widerstand erfolgen kann und ein Drehen der Arbeitsspitze problemlos möglich ist, so dass die Reinigungswirkung optimiert werden kann. Bei viereckigen Querschnitten sind vorzugsweise die gegenüberliegenden Seiten unbesetzt. Bei fünf- und mehreckigen Querschnitten sind die Leerräume bevorzugt alternierend angeordnet.
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Grundsätzlich kann jedoch die Anordnung der Reinigungselemente in alle Richtungen (und auf allen Seiten) der vorzugsweise dreikantförmigen Arbeitsspitze erfolgen. Allerdings können auch bei runden, ovalen oder n-eckigen Querschnitten aus den o.g. Gründen Leerräume vorgesehen sein, vorzugsweise an gegenüberliegenden Stellen oder aber auf alternierende Art und Weise. Vorzugsweise bilden Leerräume und besetzte Seiten eine Symmetrie (punktsymmetrisch gegenüber der Längsachse oder spiegelsymmetrisch gegenüber einer Längsmittelebene).
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Bei der Dreikantform kann etwa die Unterseite der Arbeitsspitze hart (d.h. aus Hartkomponente - nicht vom Umspritzkörper umschlossen) ausgebildet sein und eine andere Farbe und/oder einen anderen Reibungskoeffizienten aufweisen und/oder eine ander Oberflächenbeschaffenheit/ Oberflächenrauheit als die übrigen Seiten. Die Unterseite bildet dann etwa eine Gleitoberfläche, z.B. in Form einer im Wesentlichen flächig ausgebildeten Oberfläche. Diese Oberfläche liegt bei richtigem Einführen in den Zahnzwischenraum auf dem Zahnfleisch auf. Es können allerdings auch Massagenoppen oder eine Massagestruktur (beispielsweise in Form von Rippen oder Wellen) auf die Unterseite der Arbeitsspitze aufgebracht werden, um das Zahnfleisch zu stimulieren.
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Im Hinblick auf die Längsform der Arbeitsspitze wird angemerkt, dass die Geometrie der Grundkörperspitze eine andere Geometrie aufweisen kann als der Umspritzkörper. So kann etwa die Grundkörperspitze eine gewellte Form und der Umspritzkörper einen geraden Längsschnitt aufweisen. Dies ergibt automatisch verschiedene Härten in der Arbeitsspitze, ohne dass dies von aussen sichtbar wäre. Es kann aber auch die Grundkörperspitze gerade ausgebildet sein und die Ummantelung einen wellenförmigen Längsschnitt aufweisen, wobei die verschiedenen Zonen effektiv sichtbar sind. Grundsätzlich kann die Schichtdicke der Weichkomponente (abgesehen von den angeformten Reinigungselementen) in Längsrichtung, aber auch in Umfangsrichtung unterschiedlich sein und damit weichere und härtere Zonen bilden.
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Die Arbeitsspitze kann grundsätzlich auch insgesamt ungerade (d.h. nicht gerade) ausgebildet sein. So kann die Arbeitsspitze (also Grundkörperspitze plus Ummantelung) eine Schlangenform, eine Spiralenform oder eine Sichelform bzw. eine Krümmung aufweisen.
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Bevorzugt weist die Arbeitsspitze eine konische Längsform auf.
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Die Konizität kann von der Spitze her linear zunehmen (konstante Steigung) oder mit zunehmendem Abstand von der Spitze überproportional zunehmen (Steigung nimmt zu mit zunehmendem Abstand von der Spitze).
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Dies hat ergonomische Gründe, denn so kann das Einfahren in Zahnzwischenräume einfacher gestaltet werden und kann verschiedene Grössen von Zahnzwischenräumen effektiv reinigen. Bevorzugt weist die Arbeitsspitze quer zur Längsrichtung stehende Strukturen und nicht längsstehende Strukturen auf. Alternativ sind jedoch auch längs stehende Element wie z.B. Lamellen, Keile etc. denkbar. Weiter vorzugsweise sind die Reinigungselemente wie beispielsweise Lamellen oder Borsten spiralförmig um die Arbeitsspitze herum angeordnet, zum Beispiel in Form von Lamellen oder Borsten.
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Bevorzugte Ausführungsformen weisen Kombinationen von Borsten und Lamellen auf. Dabei sind etwa Lamellen und Borsten in in Längsrichtung der Arbeitsspitze abwechselnd angeordnet. Die Lamellen sind dabei bevorzugt zwischen den Borsten in Form von Abstreiferlamellen angeordnet.
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Neben einem generell konischen Aufbau bzw. Verlauf der Arbeitsspitze kann des Weiteren eine Einfädelhilfe bzw. Einführhilfe in Form einer feinen Spitze am freien Ende ohne Reinigungselemente vorgesehen sein (die feine Spitze kann aber einen Überzug aus Weichkomponente aufweisen oder ausschliesslich aus Weichkomponente bestehen) . Anschliessend an die feine Spitze sind dann in Richtung des Halsabschnitts die ersten Reinigungselemente bzw. die Borsten angeordnet.
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In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist die Arbeitsspitze einen Mehrzonenaufbau auf. Dabei sind die Borsten gegen das freie Ende der Bürste hin angeordnet. An die Borsten schliesst sich, in Richtung des Halsbereichs gesehen, eine Oberfläche mit Reibungsfunktion (z.B. in Form eines Schleifpapiers oder Schleif- oder Polierelementes oder einer Zone mit anderer Oberflächenbeschaffenheit o.ä.) an.
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Weiter können in Richtung der Längsachse gesehen auch mehrere verschiedene Zonen (d.h. mit unterschiedlichen Funktionalitäten) vorgesehen sein. So kann zunächst eine Einfädelhilfe ohne Reinigungselemente vorgesehen sein, an welche sich beispielsweise eine Zone mit Borsten anschliesst, welche beispielsweise wiederum gefolgt wird von einer Zone mit Lamellen, oder anders ausgeformnten Reinigungselementen, etc. Es können auch Zonen ohne Reinigungselemente oder nur mit einer Polieroberfläche vorgesehen sein.
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Es können aber auch Zonen vorgesehen sein, in denen sich eine bestimmte Eigenschaft, wie etwa die Höhe, verändert (z.B. Zone 1: Höhe 1 Zone 2: Höhe 2, Zone 3: Höhe 1, Zone 4: Höhe 2). Dabei kann es sich um die Höhe der Reinigungselemnet und/oder den Querschnitt des Überzugs handeln.
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Des Weiteren kann die vorderste Spitze (zusätzliche) zurückklappende Reinigungselemente aufweisen, wobei diese Reinigungselemente pfeilspitzenartig zum oder entgegen dem freien Ende angeordnet sind und so eine Art Pfeil bzw. Schirm ausbilden. Beim Durchqueren des Interdentalbereichs klappen die Reinigungselemente dann zurück, wobei die entsprechenden Stellen insbesondere beim Ein- und Austritt besser gereinigt werden. Beim Austritt klappen diese Elemente dann auf und entfalten eine höhere Reinigungswirkung.
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Es können aber auch, in Richtung der Längsachse gesehen, Zonen mit verschiedenen Härten vorgesehen sein, d.h. weiche und härtere Reinigungselemente werden in Zonen hintereinander angeordnet. Unterschiedliche Härten können mit unterschiedlichen Ausgestaltungsformen und/oder unterschiedlichen Materialien und/oder unterschiedlichen Additiven im Material etc. erzeugt werden.
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Als weitere Varianten bzw. weitere Merkmale der Arbeitsspitze können des Weiteren Bumper (d.h. Puffer oder Anschläge) vorgesehen sein, welche am hinteren Ende der Arbeitsspitze (d.h. in Richtung des bzw. angrenzend an den Halsabschnitt) angeordnet sind. Die Bumper können zum Beispiel in Form einer Kugel, eines Ellipsoids, einer Membrane, einer Wandung etc. aus Hart- und/oder Weichkomponente angrenzend an den Halsabschnitt angeordnet sein.
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Zweck der Bumper ist es, dass die Arbeitsspitze nicht zu weit in die Zahnzwischenräume eingefahren wird; die Bumper fungieren somit als Stopper, Puffer oder Anschläge. Es ist allerdings auch eine Doppelfunktion zusammen mit einer erhöhten Flexibilität (d.h. aufgrund der Weichkomponente der Kugel kann diese zusammen mit dem Grundkörper auch als eine Art Gelenk wirken) möglich. Die Bumper zeichnen sich dadurch aus, dass sie einen grösseren Durchmesser bilden als der Rest der Arbeitsspitze und so dann als Stopper fungieren.
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Weiter vorzugsweise umfasst die Arbeitsspitze Reinigungselemente, welche auf Brücken angeordnet sind. Die Brücken können dabei sowohl im vorderen sowie im hinteren Bereich der Arbeitsspitze am Körper befestigt sein. Die Brücken sind dabei vorzugsweise gewölbt und passen sich der Zahnkontur beim Einführen in die Zahnzwischenräume an. Zwischen Brücken und Arbeitsspitze kann eine kleine Ausnehmung vorgesehen sein.
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Am Übergang vom Halsabschnitt zur Arbeitsspitze kann auch eine nicht-kugelförmige Sollbiegestelle bzw. Flexibilitätsfunktion vorgesehen sein (d.h. ein flexibler Abschnitt im ansonsten standardmässig harten Grundkörper). Eine solche Flexibilitätsfunktion gewährleistet eine freie Beweglichkeit im Gebrauch. Darüber hinaus kann im Übrigen auch eine permanente Biegung des Halsabschnitts und/oder der Arbeitsspitze vorgesehen sein.
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Ein weiteres bevorzugtes Merkmal besteht in einer Verfärbung der Arbeitsspitze beim Gebrauch. Dabei werden auf der Arbeitsspitze vorhandene Geschmacks-, Indikator- und/oder Mundhygienemittel während des Gebrauchs gelöst (d.h. wasserlösliche Eigenschaften) und an die Umgebung abgegeben. Die Mittel wurden zum Beispiel auf die Oberfläche der Weichkomponente aufgetragen oder sie wurden in die Weichkomponente als Additiv integriert oder separat angespritzt. Damit kann auf einen nötigen Wechsel der Applikatorvorrichtung hingewiesen werden.
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In einer alternativen Gestaltung der Arbeitsspitze weist diese jedenfalls über einen Teil ihrer Länge Zahnseide (zum Beispiel ein Riser-Floss, d.h. eine aufquellende Zahnseide) auf, die in die Applikatorvorrichtung integriert ist. Weiter kann aber auch ein ausreichend langes Stück Zahnseide in die Arbeitsspitze integriert sein, damit eine effektive Zahnseiden-Anwendung möglich ist. Das heisst, dass die Zahnseide ein freies Ende aufweist, welches mit den Fingern gegriffen wird und das andere Ende an der Applikatorvorrichtung befestigt ist. Somit kann die Zahnseide mit der Applikatorvorrichtung als Haltevorrichtung genutzt werden. Eine bevorzugte Länge umfasst zumindest sechs Zentimeter, weiter vorzugsweise zumindest acht cm. Die Zahnseide ist vorzugsweise an der vordersten Spitze fixiert.
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In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist eine zusätzliche bzw. eine zweite Arbeitsspitze am hinteren Ende des Halteabschnitts angeordnet. Die zusätzliche bzw. zweite Arbeitsspitze umfasst generell ein bis drei Borstenbündel, welche aus gespritzten Borsten (aus Borstenmaterial) oder aber auch aus konventionellen, extrudierten Borsten gebildet werden können. Anstelle des oder zusätzlich zu den Borstenbündeln kann ein Reinigungselement aus einem thermoplastischen Elastomer (TPE) oder eine andere Weichkomponente am hinteren Ende des Halteabschnitts angeordnet sein.
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Für alle Ausführungsformen verfügen die zwei Arbeitspitzen vorzugsweise über unterschiedliche Reinigungselemente und/oder über unterschiedliche Oberflächenbeschaffenheiten. Es können dazu auch unterschiedliche Materialien eingesetzt werden.
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In einer weiteren bevorzugten Variante weist die zusätzliche bzw. zweite Arbeitsspitze am hinteren Ende des Halteabschnitts eine fächerartige bzw. eine vorhangartige Geometrie mit einer fächerartigen bzw. mit einer pinselartigen Beborstung auf. Die Beborstung kann dabei durch ein einziges Borstenbündel (bestehend aus konventionellen, extrudierten Borsten) (Single Tuft) gebildet werden oder aber durch um mehrere entsprechend zueinander angeordnete (kleinere) Borstenbündel welche alleinstehend oder verbunden als Fächer angeordnet sind.
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Auf diese Weise können Elemente zur Reinigung der Zahnzwischenräume und/oder des Zahnsaumes bereitgestellt werden oder Elemente zur Implantatreinigung.
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Weiter vorzugsweise weist die Arbeitsspitze eine Flexibilität auf. Diese kann etwa in Form einer mehrteiligen Arbeitsspitze bereitgestellt werden, bei der ein Teil fix mit Halsbereich verbunden ist und ein weiterer Teil abwinkelbar ausgebildet ist. Hierfür kann etwa der Grundkörper im Bereich der Arbeitsspitze eine dünnere Stelle aufweisen (z.B. in Form eines Filmscharniers), welches für die gewünschte Flexibilität sorgt.
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Im Hinblick auf bevorzugte Grössenverhältnisse der angeformten Reinigungselemente aus Weichkomponente wird angemerkt, dass die Lamellen in der Regel weniger hoch sind als die Borsten, d.h. weniger weit nach aussen abstehen. Die Längenzunahme der Reinigungselemente (von der Spitze weg gesehen) kann linear ausgestaltet werden (konstante Steigung) oder überproportional (Steigung nimmt mit zunehmendem Abstand von der Arbeitsspitze immer stärker zu).
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In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die Unterseite der Arbeitsspitze bzw. der Grundkörperspitze eine Vertiefung zur Zentrierung im Spritzgiesswerkzeug auf. Die Zentrierspitze ist dabei als eine durchgängige Linie auf der Unterseite der Arbeitsspitze ausgebildet, wobei weiter vorzugsweise die jeweils (gedachte) Verlängerung von den Haltestiften des Werkzeugs - welche vorzugsweise auf die Oberseite der Arbeitsspitze bzw. der Grundkörperspitze einwirken - die Zentrierlinie schneidet.
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Vorzugsweise werden zudem seitliche und/oder obere Abstützungen des Grundkörpers bzw. am Grundkörper als Hilfsmittel bei der Herstellung des Umspritzkörpers verwendet. Es wurde festgestellt, dass ein wesentlicher Teil der Produkte ohne Abstützungen fehlende seitliche Borsten aufweisen. Daher sind für die Produktions- wie auch für die Qualitätssicherheit Abstützungen nötig. Darüber hinaus weisen alle Teile ohne Abstützungen sehr hohe Schwankungen bei der Zentrierung der Arbeitsspitze und dadurch Schwankungen Weichkomponenten-Hautdicke (Überzug) auf, d.h. die Farbe des der Grundkörpers scheint ggf. durch den Umspritzkörper hindurch.
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Generell sind vor allem die vorderen zwei Drittel der Länge der Arbeitsspitze mit den seitlichen und/oder oberen Abstützungen versehen. In Richtung der Längsachse gesehen werden vorzugsweise die Abstände zwischen den oberen Abstützungen gegen das freie Ende hin kürzer. Auf diese Weise kann eine besonders gleichmässige Dicke des Umspritzkörpers gewährleistet werden.
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Die seitlichen Abstützungen sind vorzugsweise im mittleren Bereich (d.h. in Richtung der Längsachse der Arbeitsspitze) positioniert.
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Die seitlichen Abstützungen des Grundkörpers im Bereich der Arbeitsspitze sind bevorzugt als zylinder- oder zapfenförmige Vorsprünge ausgestaltet, d.h. die seitlichen Abstützungen sind Teil des Grundkörpers aus Hartkomponente und ragen seitlich vom diesem ab. Die seitlichen Abstützungen werden mit Weichkomponente flächenbündig umspritzt, d.h. die seitlichen Abstützungen schliessen bündig mit dem Umspritzkörper ab. Der Umspritzkörper beziehungsweise die Kunststoffkomponente die den Umspritzkörper bildet fliesst somit im Prozess um die Abstützungen, sodass der Umspritzkörper quasi entsprechende Öffnungen für die seitlichen Abstützungen aufweist.
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Die oberen Abstützungen des Grundkörpers im Bereich der Arbeitsspitze sind bevorzugt plan ausgebildet mit entsprechenden, vorzugsweise punktförmigen, Öffnungen bzw. Löchern im Umspritzkörper bzw. der Arbeitsspitze. Die Geometrie der Öffnungen bzw. Löcher hängt letztlich natürlich ab von der Geometrie der Haltestifte im Spritzgiesswerkzeug, welche mit der weichen Kunststoffkomponente umspritzt werden. Vorzugsweise werden Öffnungen bzw. Löcher kreisrund elliptisch oder n-eckig ausgestaltet.
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In einer Variante kann das Spritzen der Weichkomponente (ggf. zusammen mit der Geometrie der Halteelemente bzw. Haltestifte des Werkzeugs) so ausgestaltet werden, dass im Endprodukt der Weichkomponentenfilm über dem Grundkörper durchgehend geformt ist, d.h. das keine Leerstellen bzw. Öffnungen oder Löcher im Umspritzkörper bzw. der Arbeitsspitze verbleiben. Die Abstützstellen sind somit mit einem Weichkomponentenfilm überzogen. Dazu können die Abstützstifte während dem Spritzgussprozess (zurück) gezogen werden und die Abstützstelle so etwas verzögert mit Weichkomponente bedeckt werden.
Sortiment
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Im Hinblick auf eine variable Gestaltung des Produktportfolios können die Applikatorvorrichtungen in einem entsprechend modularen Werkzeug in Kämmen (vorzugsweise jeweils 6 Stück) mit jeweils gleichem Halte- und Halsbereich hergestellt werden, wobei nur die Arbeitsspitze wechselt. Dies hat den Vorteil, dass im Halsbereich das Umlegesystem (im Werkzeug von der Hartkomponente zur Weichkomponente) für die Herstellung belassen werden kann und nur die (Teil-) Kavitäten für die Arbeitsspitze ausgetauscht werden müssen. Alternativ kann natürlich auch der Haltebereich und/oder der Halsbereich ausgewechselt werden. Die drei Module des Spritzgusswerkzeuges sind mittels Einsätzen gelöst. An den Trennstellen ist eine Entlüftung vorgesehen. Die Trenn- bzw. Entlüftungsstellen (auch Trennnaht genannt) sind an den Applikatorvorrichtungen in der Hartkomponente und/oder Weichkomponente sichtbar. Sie befinden sich jeweils im Bereich der Übergangsstellen vom Halteabschnitt zum Halsabschnitt und vom Halsabschnitt zur Arbeitsspitze.
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Dabei können nur die Weichkomponente oder nur die Hartkomponente wechseln oder aber sowohl die Hart- als auch die Weichkomponente.
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Des Weiteren können verschiedene Durchmesser bezogen auf die Hartkomponente und/oder Weichkomponente und/oder die Reinigungselemente und/oder die Länge der Reinigungselemente (an den selben Stellen der Arbeitsspitze) erreicht werden, wobei die verschiedenen Durchmesser auch unterschiedliche Härtegrade für die Arbeitsspitze ergeben können (z.B. «Soft» oder «Medium»).
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Vorzugsweise können die Arbeitsspitzen auch verschiedene Längen aufweisen.
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Durch den Einsatz von verschiedenen (Material-) Komponenten (s. weiter unten) können zudem verschiedene Härtegrade mit der derselben Form der Arbeitsspitze erreicht werden. Eine bevorzugte Grösse umfasst beispielhaft für ein kleineres Produkt («Grösse 1») :
- Durchmesser der Arbeitsspitze Di (auf Weichkomponente gemessen, ohne Reinigungselemente) am freien Ende: 0,75 mm; Durchmesser der Arbeitsspitze D2 im Bereich der letzten halsseitigen Reinigungselemente: 1,4 mm;
- Aussendurchmesser der Arbeitsspitze D3 (mit Reinigungselementen) am freien Ende: 1,5 mm; Aussendurchmesser der Arbeitsspitze D im Bereich der letzten halsseitigen Reinigungselemente: 3 mm.
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Eine weitere bevorzugte Grösse umfasst beispielhaft für ein grösseres Produkt («Grösse 2») :
- Durchmesser der Arbeitsspitze Di (auf Weichkomponente gemessen, ohne Reinigungselemente) am freien Ende: 0,75 mm; Durchmesser der Arbeitsspitze D2 im Bereich der letzten halsseitigen Reinigungselemente: 1,4 mm;
- Aussendurchmesser der Arbeitsspitze D3 (auf Reinigungselementen gemessen) am freien Ende: 2,4 mm; Aussendurchmesser der Arbeitsspitze D4 im Bereich der letzten halsseitigen Reinigungselemente: 4,2 mm.
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In der folgenden Tabelle werden für mehrere verschiedene Grössen von Interdentalbürsten die jeweils mit der
Arbeitsspitze passierbaren Lochdurchmesser angegeben (Masse in mm):
Bürstengrösse Passierbarer Lochdurchmesser
| Bürstengrösse | Passierbarer Lochdurchmesser |
| 0 | ≤ 0, 6 |
| 1 | 0,7 bis 0,8 |
| 2 | 0,9 bis 1,0 |
| 3 | 1,1 bis 1,2 |
| 4 | 1,3 bis 1,5 |
| 5 | 1,6 bis 1,8 |
| 6 | 1,9 bis 2,3 |
| 7 | ≥ 2,4 |
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Die Gestaltung kann ebenfalls umfassen, dass der Wechsel der genannten Eigenschaften zur Gestaltung eines Sortiments jeweils pro Kamm identisch ausgeführt ist und beispielsweise Kämme mit Ausführung 1 und separat Kämme mit Ausführung 2 hergestellt werden.
Verbindungsbereich zu weiteren gespritzten Applikatorvorrichtungen
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Die gespritzten Applikatorvorrichtungen werden meist in Gruppen von mehreren nebeneinanderliegenden Applikatorvorrichtungen («Kämme») hergestellt. Der Verbindungsbereich zwischen den einzelnen Applikatorvorrichtungen liegt dabei bevorzugt im Haltebereich der Applikatorvorrichtungen. Die Verbindungsstärke wird bevorzugt so gewählt, dass der Verbindungsbereich einerseits problemlos durchtrennbar ist und andererseits die Produkte sicher aneinandergehalten sind (sowohl während der Herstellung/im Prozess als auch später beim Konsumenten) . Die Verbindung ist so ausgestaltet und dimensioniert, damit sich nach der Trennung Applikatorvorrichtungen keine scharfen Kanten ergeben. Zusätzlich sollte die Hartkomponente das vorgeschlagene E-Modul nicht überschreiten.
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In der seitlichen Querschnittsansicht gesehen ist die Längserstreckung des Verbindungsbereichs jedenfalls grösser als dessen Erstreckung in der Höhe. Der Verbindungsbereich ist vorzugsweise oval oder rechteckig ausgebildet.
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Der Verbindungsbereich weist vorzugsweise eine Länge von 1 mm bis 6 mm, noch bevorzugter von 1,5 mm bis 4 mm auf. Des Weiteren weist der Verbindungsbereich bevorzugt eine Höhe von 0,2 mm bis 1,2 mm, weiter vorzugsweise von 0,4 mm bis 0,8 mm auf.
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Das Verhältnis von Länge zu Höhe beträgt zwischen 15:1 bis 2:1 vorzugsweise zwischen 7:1 bis 3:1.
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Der Abstand der Applikatorvorrichtungen im Verbindungsbereich beträgt vorzugsweise von 0,1 mm bis 1 mm, noch bevorzugter von 0,15 mm bis 0,7 mm.
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Von Mitte zu Mitte (der Halteabschnitte) gemessen beträgt der Abstand zwischen den benachbarten Applikatorvorrichtungen von 5 mm bis 15 mm, vorzugsweise von 7,5 mm bis 9,5 mm.
Kämme von Applikatorvorrichtungen
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Die Applikatorvorrichtungen können entsprechend in Kämmen hergestellt werden, in denen alle Applikatorvorrichtungen identisch ausgebildet sind oder aber in Kämmen in denen es Variationen zwischen den einzelnen Produkten gibt.
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So können sich die einzelnen Applikatorvorrichtungen eines Kammes hinsichtlich der Form der Arbeitsspitze, der Länge der Arbeitsspitze, sowie hinsichtlich der Länge des Gesamtprodukts unterscheiden (d.h. ein oder mehrere Teilbereiche (Arbeitsspitze, Halsabschnitt, Halteabschnitt) der Applikatorvorrichtungen können in einem Kamm unterschiedliche Dimensionen aufweisen) . Zudem können die einzelnen Applikatorvorrichtungen eines Kamms unterschiedliche Farben aufweisen (da beispielsweise die Weichkomponente über separate Anspritzpunkte aufgetragen wird) . Es ist damit möglich, Kämme mit unterschiedlichen Applikatorvorrichtungen anzubieten, damit der Nutzer die für ihn richtige Grösse ausfindig machen kann (Test Kämme) .
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Es können Sets von Kämmen gebildet werden - als Verkaufseinheit. Wobei in diesen Sets identische oder unterschiedliche Kämme zu einer Verkaufseinheit gebündelt werden können. Damit können mit einer Verkaufseinheit Produkte mit verschiedenen Ausprägungen verkauft werden.
Spezielle Varianten von Applikatorvorrichtungen:
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In einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind die Applikatorvorrichtungen mit einer Beschriftung versehen.
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Die Beschriftung kann etwa beim Spritzgiessen erzeugt werden und zwar erhaben oder versenkt im Grundkörper oder aber im Umspritzkörper. Die Schrift ist auf diese Weise direkt lesbar.
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Eine zusätzliche Möglichkeit besteht im Umspritzen, d.h. eine zweite Komponente fliesst um den eigentlichen Schriftzug (welcher als Komponente des Grundkörpers oder des Umspritzkörpers realisiert wurde) , wodurch die Lesbarkeit verbessert wird. Der Schriftzug kann erhaben, bündig oder in der Oberfläche eingelassen ausgestaltet sein.
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Ausserdem kann die Beschriftung auch auf das Produkt gelasert werden und zwar sowohl auf die Hartkomponente als auch auf die Weichkomponente.
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Schliesslich kann die Beschriftung auch aufgedruckt werden und zwar beispielsweise mittels Inkjet oder mittels Tampon-Druck. Das Bedrucken erfolgt jeweils bevorzugt auf der Hartkomponente und oder Weichkomponente.
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Es ist auch möglich eine Prägung (mittels entsprechendem Clichee durch Wärme und Druck) aufzubringen. Diese kann ohne oder mit Farb-/Bild-Folie gemacht werden.
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Die Position des Schriftzuges auf dem Produkt kann den Haltebereich und/oder den Halsbereich umfassen und zwar je nach Verfahren auf der Hart- und/oder der Weichkomponente.
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Die Grösse der Beschriftung reicht bei der Länge von 5 mm bis 20 mm, vorzugsweise von 7 mm bis 12 mm und bei der Breite von 2 mm bis 15 mm, vorzugsweise von 3 mm bis 8 mm (generell abhängig vom jeweils verwendeten Verfahren).
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Die Integration des Beschriftungs-Schritts in den Herstellprozess kann direkt im oder nach dem Spritzgiessen, nach dem Spritzgiessen und vor dem Verpacken oder direkt auf der Verpackungsmaschine (bzw. beim Verpacken) erfolgen. Vorzugsweise ist die Beschriftung taktgebunden mit dem Spritzgussprozess (verknüpfte Prozesse).
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Beim Bedrucken kann auch ein Farbmuster auf die Weichkomponente aufgebracht werden (zum Beispiel auf der Arbeitsspitze und/oder dem auf Halteabschnitt). Auf diese Weise kann ein optischer Effekt erzielt werden, indem etwa gewisse Elemente in der Arbeitsspitze hervorgehoben werden (da diese sonst vorzugsweise aus einer Komponente besteht) · Es wird somit visuell quasi eine weitere Komponente erschaffen. Es kann damit eine besondere Funktion einer Zone angezeigt werden.
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Es kann ausserdem ein Indikator auf die Arbeitsspitze aufgebracht werden, welcher den Grad der Abnutzung (oder beim Einmalgebrauch, dass das Produkt bereits benutzt wurde) des Geräts anzeigt. Der Indikator löst sich während des Gebrauchs mit Wasser auf und/oder wird mechanisch abgerieben, d.h. wenn er nicht mehr vorhanden ist, ist das Gerät am Ende seiner empfohlenen Nutzungsdauer angelangt.
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Es können generell auch Produkte mit mehreren Komponenten bedruckt werden. Es wird dabei eine Optik mit mehreren Komponenten erzeugt, etwa im Halteabschnitt.
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Bevorzugt ist das Bedruckungsmedium mit einer zusätzlichen Funktion neben der Farbe versehen. So kann das Bedruckungsmedium beispielsweise einen Geschmack und/oder Geruch aufweisen.
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In einer weiteren Variante kann das Gerät einen hochwertigen Halteabschnitt (für einen Mehrfachgebrauch) aufweisen und die Arbeitsspitze samt den Reinigungselementen und ggf. auch der Halsabschnitt sind als Wechselteile (Refill) gestaltet.
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In einer weiteren Variante kann das Gerät eine Verlängerung des Halteabschnitts aufweisen. Es kann insbesondere ein grösserer, komfortabler Halteabschnitt vorgesehen werden. Dieser wird beispielsweise durch Einlegen der Applikatorvorrichtung in ein Griffverlängerungsteil/ eine Halteabschnittverlängerung erreicht. Ein bevorzugtes Verhältnis von der Länge l4 der Arbeitsspitze zu der Länge des verlängerten Halteabschnitts l2, liegt zwischen 1:13 und 2:7. Ausgangspunkt für die Berechnung ist dabei eine Länge der Arbeitsspitze l4 zwischen 1 cm und 2 cm sowie eine Länge des Halteabschnitts I2' zwischen 7 cm und 13 cm. Weiter ist er möglich eine Verlängerung des Halteabschnittes (für einen Mehrfachgebrauch) zu schaffen, welche neben der Verlängerung des Halteabschnittes auch eine grössere Haltefläche gibt, daneben ist die Verlängerung des Griffs eher nebensächlich. Das Griffverlängerungsteil ist mit einem Aufnahmebereich ausgestattet, in welchen die Applikatorvorrichtung eingebracht wird. Die Applikatorvorrichtung wird dazu mit ihrer Arbeitsspitze durch eine Durchführungsöffnung geführt und anschliessend im Bereich des freien Endes des Halteabschnittes der Applikatorvorrichtung mit einem Fixierelement bzw. zwischen dem Fixierelement und einer Fläche des Aufnahmebereichs gehalten. Zur Formung des Fixierelements im Spritzgiessprozess ist eine Zugangsöffnung geschaffen. Das Griffverlängerungsteil kann sowohl aus Hartkomponente als auch aus Weichkomponente geformt sein. Die Gestaltung mittels Weichkomponente erfordert aber, dass die Form des Griffverlängerungsteils zusammen mit der gewählten Komponente eine stabile Halterung für die Applikatorvorrichtung bilden. Selbstverständlich sind auch andere Aufnahmevorrichtungen im Griffverlängerungsteil für die Applikatorvorrichtung denkbar. Das sichere Einrasten des Halteabschnitts am Grundkörper und die freiliegende Arbeitsspitze sind jedoch die Voraussetzung für alle Lösungen.
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In dieser zweiten Ausgestaltungsvariante des Griffverlängerungsteils liegt ein bevorzugtes Verhältnis von der Länge l4 der Arbeitsspitze zu der Länge des verlängerten Halteabschnitts l2, zwischen 1:6 und 2:4. Ausgangspunkt für die Berechnung ist dabei eine Länge der Arbeitsspitze l4 zwischen 1 cm und 2 cm sowie eine Länge des Halteabschnitts I2' zwischen 3 cm und 7 cm.
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Wie beschrieben kann beispielsweise eine Applikatorvorrichtung in die Halteabschnittverlängerung eingelegt werden. Die Verlängerung kann auch einfach ein Deckel/Schutzvorrichtung zur Applikatorvorrichtung sein, in welche die Applikatorvorrichtung entweder mit der Arbeitsspitze oder mit dem Halteabschnitt voran eingebracht wird. In die Halteabschnittverlängerung kann ausserdem weitere Funktionen integriert sein (z.B. ein Zahnstocher, eine Zahnbürste und/oder ein Zungenreiniger).
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Der Deckel/die Schutzvorrichtung schützt mindestens die Arbeitsspitze. Der Deckel/die Schutzvorrichtung kann im selben Arbeitsgang mit der Applikatorvorrichtung spritzgegossen werden und vor dem Gebrauch der Applikatorvorrichtung vom Nutzer abgetrennt werden. Der Deckel/die Schutzvorrichtung kann mit der Applikatorvorrichtung verbunden sein. Sie können im gleichen Arbeitsgang aus Hart- und/oder Weichkomponente mit der Applikatorvorrichtung spritzgegossen werden.
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In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann der Halteabschnitt auch als mechanisches Teil gestaltet werden (z.B. Ausfahren der Arbeitsspitze durch Drehen, Schieben, Klappen, wobei der Halteabschnitt gleichzeitig eine Schutzfunktion erfüllt).
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Das Gerät kann auch einen mehrteiligen Aufbau aufweisen, wobei die Produkte separierbar sind. Es kann etwa ein Baj onettverschluss-Mechanismus zum Verbinden der verschiedenen Teile vorgesehen sein, d.h. die einzelnen Teile werden in einem Winkel aufeinandergelegt und gedreht bis die Verbindung erfolgt ist (etwa in der Art eines Militärbestecks).
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Eine bevorzugte Kombination besteht aus einem Flosser (Zahnreinigungsvorrichtung mit einem Stück Zahnseide eingespannt zwischen zwei Spangen aus Hartmaterial) und einer Interdentalbürste. Wobei entweder der Flosser oder die Interdentalbürste auf den Halsabschnitt verbunden werden.
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Weiter vorzugsweise umfasst die Applikatorvorrichtung einen Standfuss oder einen Saugnapf, welcher vorzugsweise an dem der Arbeitsspitze entgegensetzten Ende angeordnet ist.
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Der Standfuss ist dabei ein reines Element zum Aufstellen der Applikatorvorrichtung und kann aus einer Hartund/oder Weichkomponente geformt sein.
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Der Saugnapf ist ein Element zum Befestigen der Applikatorvorrichtung auf einem Untergrund. Der Nutzen der o.g. Zusatzfunktionen besteht in einer besseren Trocknung sowie einer hygienischeren Aufbewahrung (d.h. im Vergleich zum liegenden Zustand).
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In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform können Füllstoffe (z.B. in der Fom von Additiven) in der Weichkomponente enthalten oder darauf aufgebracht sein, wie beispielsweise Schleifkörner, Geschmacksstoffe, Antibakterielle Stoffe (z.B. Silberelemente), Reinigungsmittel (welche bei der Anwendung abgegeben werden) , Mikrokügelchen die bei der Benutzung zerplatzen (wie beispielsweise sich mit Flüssigkeit lösende Gelatine-Kügelchen welche im Kern ein Wirkfluid enthalten und im Halteabschnitt oder im Stiel einer Applikatorvorrichtung angebracht sind), Blutstopper, Karieshemmer und/oder natürliche Stoffe (wie zum Beispiel Kamille).
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Die Weichkomponente kann auch entsprechend beschichtet oder bedruckt oder beduftet werden.
Spritzgiessen/Umlegen
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Beim Spritzgiessen kann eine Werkzeugmodularität vorgesehen sein, d.h. das Spritzgiesswerkzeug kann sowohl in der ersten als auch in der zweiten Kavität - vorne (im Bereich der Arbeitsspitze der Applikatorvorrichtung) wechselbar ausgestaltet sein (hieraus ergeben sich etwa verschiedene Arbeitsspritzen für gleiche Halteabschnitte und/oder verschiedene Halteabschnitte für gleiche Arbeitsspritzen). Zudem kann das Spritzgiesswerkzeug jeweils auch hinten wechselbar ausgestaltet sein (hieraus ergeben sich etwa verschiedene Halteabschnitte für gleiche Arbeitsspitzen).
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Die Applikatorvorrichtungen können als Einzelstück oder als Kamm (mehrere Einzelstücke direkt nebeneinander, verbunden) hergestellt werden, wobei die Kammherstellung die bevorzugte Variante ist.
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Die Anspritzpunkte bei der Kammherstellung werden nachfolgend beschrieben.
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Für die Hartkomponente gibt es vorzugsweise einen Anspritzpunkt pro Kamm, welcher im Halteabschnittbereich am hinteren Ende positioniert ist. Die Hartkomponente bildet dabei die Verbindung zwischen den Einzelteilen (bzw. den einzelnen Applikatorvorrichtungen) aus. Der Anspritzpunkt der Hartkomponente wird vorzugsweise später von der Weichkomponente überdeckt.
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Bei der Weichkomponente gibt es vorzugsweise einen Anspritzpunkt pro einzelner Applikatorvorrichtung, dessen Position sich im Halteabschnittbereich am hinteren Ende befindet. Die Weichkomponente überdeckt dabei vorzugsweise den Anspritzpunkt der Hartkomponente . Die Weichkomponente reicht in der Regel nicht über die Verbindung der Einzelteile hinweg.
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Im Hinblick auf das Umlegen des Grundkörpers ist die Vertiefung im Halsbereich im Wesentlichen U-förmig und hinterschnittig (damit Applikatorvorrichtungen an der Umlegevorrichtung des Werkzeuges fixiert sind) gestaltet. Die Geometrie wird im ersten Schritt gespritzt und durch die Hinterschnittigkeit wird der Körper am Formteil gehalten und kann beispielsweise in die nächste Kavität umgelegt werden. Die Hinterschnittige Geometrie muss am Schluss zwangsentformt werden.
Verpackung
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Die übliche Verkaufseinheit basiert auf einem Kamm mit 6 einzelnen Applikatorvorrichtungen; sie kann jedoch auch 12, 24, 30, 36, 48, 60 oder 72 Stück (bzw. 2, 4, 5, 6, 8, 10 oder 12 Kämme) umfassen.
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Die Verpackung der Kämme erfolgt vorzugsweise in einer Box. Dabei werden die Kämme vorzugsweise gestapelt. Bevorzugt umfasst eine Box 1 bis 4 Kämme, weiter vorzugsweise 2 oder 3 Kämme.
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Als besonderes Merkmal kann in der Box ein Spiegel integriert sein (etwa in Form eines Etiketts) . Es kann auch eine glänzende Stelle in der Box vorgesehen sein, über welche ein transparentes Etikett geklebt wird.
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Das Etikett kann auch als erste Seite einen Spiegel aufweisen und als zweite Seite eine Werbefläche und dabei in einer transparenten Box angeordnet sein.
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Die Box kann aber auch gleichzeitig den Halteabschnitt bzw. eine Verlängerung des Halteabschnitts bilden. D.h. ein Einzelstück kann jeweils entsprechend in die Box eingelegt werden. In einer Variante kann die Halteabschnittverlängerung als Blister (Sichtverpackung) gebildet sein.
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Die Box kann auch als Spender fungieren, aus dem ein einzelnes Stück entnommen werden kann. In einer Variante können die Applikatorvorrichtungenaufgerollt sein wie bei einem Kleberoller und stückweise herausgezogen werden. Die Applikatorvorrichtungen können auch flach nebeneinanderliegend in der Box angeordnet sein.
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In einer weiteren Variante sind die Applikatorvorrichtungenfächerartig in der Box angeordnet, wobei sich das Fächer mit dem Öffnen der Box öffnet und die Interdentalreiniger freilegt (vergleichbar mit einer Bohrerverpackung).
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Die Verpackung der einzelnen Interdentalreiniger kann allerdings auch in einem Pouch Bag (d.h. lose in einem Beutel) erfolgen.
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In einer weiteren Variante kann ein Blister (Sichtverpackung) statt einer Box vorgesehen sein. Hierbei dient etwa ein Hartschalenblister als Box (Ecoblister) .
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Der Blister kann auch mehrteilig ausgebildet sein, so dass auch nur ein einzelnes Teil mitgenommen werden kann.
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Es kann auch eine kleinere Box verwendet werden, indem die 6-er Streifen einmal gefaltet werden, d.h. der Kamm ist nicht flach in der Box angeordnet, sondern zusammengefaltet.
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Denkbar ist auch ein wiederverschliessbarer Blister. Dabei ist in dem Blister eine Ausnehmung geformt und die Kartonrückseite des Blisters bedeckt den Blister komplett. Nach dem Öffnen des Blisters ist die Ausnehmung freigelegt und am Karton, der einseitig immer noch fixiert ist, ist eine Lasche vorgesehen, die in die Ausnehmung gesteckt werden kann.
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Als weiteres Feature kann ein Medium, wie etwa eine Interdentalpaste, vorgesehen werden. Das Medium ist vorzugsweise als Abteil direkt in die Verpackung integriert, so dass der Reiniger in das Medium getunkt werden kann.
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Das Medium kann auch als Beilegeteil vorgesehen sein, wie etwa in Form einer Zahnpastatube. Des Weiteren kann das Medium in das Produkt integriert sein, z.B. in der Schutzkappe. Zudem kann das Produkt auch so verpackt sein, dass die Arbeitsspitze immer in dem entsprechenden Medium liegt, wenn sie eingepackt ist.
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In einer weiteren Variante wird ein kleines Reiseetui (für Einzelstücke oder einen Kamm) zum einfachen Mitnehmen der Interdentalreiniger bereitgestellt.
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Ausserdem können Swatch- und/oder Haptik-Etiketten (z.B. gummiert) auf den Blister aufgebracht sein - etwa zur Imitation der Bürste.
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Des Weiteren kann auch ein Forming-Tool in der Box enthalten sein. Hierbei wird die Form ab gerader Bürste selbst erstellt, d.h. durch den Anwender selbst gebogen.
Anwendungsgebiete
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Anwendungsgebiete für die vorliegenden Applikatorvorrichtungen umfassen generell Bürstenprodukte für die Medizinaltechnik (Applikatoren) , Kosmetik (Mascara-Applikatoren, Applikatoren) sowie für die Mundhygiene.
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Bei der Mundhygiene wird unterschieden zwischen manuellen Zahnbürsten, Interdentalreinigern und einer Kombination mit Flosser oder mit Interdentalbürste. Die manuellen Zahnbürsten umfassen Mehrwegzahnbürsten bzw. WechselkopfZahnbürsten sowie Einwegzahnbürsten und Single-Tuft-Bürsten.
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Interdentalreiniger umfassen Interdentalbürsten mit eingedrehten Borsten, Interdentalbürsten mit gespritzten Reinigungselementen sowie Interdentalreiniger mit Zahnseide (Flosser).
Reinigungselemente/Massageelemente/Polierelemente
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Reinigungs- und/oder Massageelemente können an der Arbeitsspitze und/oder am Halteabschnitt angebracht werden. Reinigungs- und/oder Massageelemente können ein Teil der Arbeitsspitze und/oder des Halteabschnitts sein.
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Als Reinigungs- und/oder Massageelemente für die vorliegenden Applikatorvorrichtungen kommen zunächst generell konventionelle, extrudierte Borsten in Frage. Diese sind aus Hart- und/oder Weichkomponente aufgebaut, zugespitzt oder zylindrisch ausgeführt und vorzugsweise aus Polyamid (PA) oder Polyester (PBT) hergestellt.
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Die Herstellung erfolgt bei einer Komponente durch Extrusion bzw. bei mehr als einer Komponente durch Coextrusion. Im Gegensatz zu gespritzten Borsten oder gummielastischen Massage- und Reinigungselementen, welche mittels Spritzguss hergestellt sind, werden konventionelle Borsten extrudiert, geschnitten, bearbeitet (z.B. abgerundet oder zugespitzt) und am Halteabschnitt mittels angepassten Verfahren eingesetzt, wie etwa durch Ankerstanzen, Anchor Free Tufting (AFT) , PTt oder In Mould Tufting (IMT).
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Die Längsform der konventionellen Borsten kann zylindrisch, zugespitzt (d.h. chemisch zugespitzt, vor allem bei Borsten aus Polyester) , gewellt oder gedreht bzw. wendeiförmig sein.
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Die Querschnittsform der konventionellen Borsten kann (kreis-) rund, dreieckig, rechteckig, quadratisch, elliptisch, polygonförmig, trapezförmig, parallelogrammförmig oder rombusförmig sein.
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Die Abmessungen für Mundhygiene-Borsten umfassen vorzugsweise einen Durchmesser von 0,075 mm bis 0,25 mm sowie eine Fläche von 0,002 mm2 bis 0,2 mm2.
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Die Abmessungen für Kosmetik-Borsten umfassen bevorzugt einen Durchmesser von 0, 025 mm bis 0,2 mm und eine Fläche von 0,001 mm2 bis 0,15 mm2.
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Die Oberfläche der konventionellen Borsten kann glatt oder texturiert sein.
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Die konventionellen Borsten werden in der Regel in Bündeln zusammengefasst. Als weiteres Element kann ein Zungenreiniger vorgesehen sein. Dieser ist vorzugsweise aus einer Hartkomponente und/oder aus einer Weichkomponente und/oder einer Kombination von Hartkomponente und Weichkomponente und/oder einer Komponentefür gespritzte Borsten gebildet.
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Die Herstellung von Zungenreinigern erfolgt regelmässig im Spritzguss.
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Als noch weitere Elemente können Reinigungs-/Massageelemente bereitgestellt werden. Diese werden bevorzugt im Spritzgussverfahren aus einer Weichkomponente hergestellt.
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Schliesslich können auch gespritzte Borsten vorgesehen sein. Diese werden aus einer Komponente für gespritzte Borsten (Beispiele werden weiter unten angegeben) im Spritzgussverfahren hergestellt (Spacebrush).
Komponenten
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Als bevorzugte Hartkomponenten (oder Hartmaterial) werden vorliegend verwendet Styrolpolymerisate wie Styrolacrynitril (SAN), Polystyrol (PS), Acrynitrylbutadienstyrol (ABS), Styrolmethylmethacrylate (SMMA) oder Styrolbutadien (SB); oder aber Polyolefine wie Polypropylen (PP) oder Polyethylen (PE) (beispielweise auch in Form von High Density Polyethylen (HDPE) oder Low Density Polyethylen (LDPE) ); oder aber Polyester wie Polyethylenterephthalat (PET) in Form von säuremodifiziertem Polyethylenterephthalat (PETA) oder glycolmodifiziertem Polyethylenterephthalat (PETG), Polybuthylenterephthalat (PBT), säuremodifiziertes Polycyclohexylendimethylenterephthalat (PCT-A) oder glycolmodifiziertes Polycylohexylendimethyleneterephthalat (PCT-G) ; oder aber Cellulosederivate wie Celluloseacetat (CA), Celluloseacetobutyrat (CAB), Cellulosepropionat (CP), Celluloseacetatphalat (CAP) oder Cellulosebutyrat (CB); oder aber Polyamide (PA) wie PA 6.6, PA 6.10 oder PA 6.12; oder aber Polymethylmethacrylat (PMMA); oder aber Polycarbonat (PC); oder aber Polyoxymethylen (POM); oder aber Polyvinylchlorid (PVC); oder aber Polyurethan (PUR); oder aber Polyamid (PA).
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Es sei angemerkt, dass Polyethylen (PE) sowohl als Hartkomponente als auch als Weichkomponente eingesetzt werden kann. Ebenso kann Polyurethan (PU) sowohl als Hartkomponente als auch als Weichkomponente eingesetzt werden.
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Bevorzugt wird Polypropylen ( PP) eingesetzt mit einem E-Modul, welches vorzugsweise zwischen 1000 N/mm2 und 2400 N/mm2 , besonders bevorzugt zwischen 1300 N/mm2 und 1800 N/mm2 liegt.
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Die Hartkomponente wird vorzugsweise für/in stabilen, strukturtragenden Elementen eingesetzt, beispielsweise im Grundkörperhalteabschnitt, im Grundkörperhalsabschnitt und/oder in der Grundkörperspitze.
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Werden mehrere Hartkomponenten eingesetzt können diese beispielsweise im Zwei- oder Mehrkomponentenspritzguss oder mit Ultraschallschweissen verbunden werden, dabei bilden vorliegend die eingesetzten Hartkomponenten untereinander vorzugsweise einen Materialschluss.
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Alternativ können mehrere Hartkomponenten eingesetzt werden, welche im Zwei- oder Mehrkomponentenspritzguss keinen Materialschluss eingehen. Bei diesen Paarungen wird ein Formschluss vorgesehen (etwa mittels Hinterschnitten und/oder Durchbrüchen und/oder teilweisen und/oder vollständigen Umspritzungen, etc.). Die zweite verspritzte Hartkomponente schwindet dann bei der Abkühlung auf die erste verspritzte Hartkomponente auf und bildet so eine Schwundverbindung. Beispiele für mögliche Hartkomponentenpaarungen welche keinen Materialschluss eingehen sind Polypropylen-Polyester, Polypropylen-Styrolacrylnitril, etc.
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Die eingesetzten Weichkomponenten bilden mit den Hartkomponenten mittels Überspritzen im Zwei- oder Mehrkomponentenspritzgussverfahren vorzugsweise einen Materialschluss. Bevorzugt werden insoweit thermoplastische Styrol-Elastomere (TPE-S) eingesetzt wie beispielsweise ein Styrol-Ethylen-Butylen-Styrol-Copolymer (SEPS) oder Styrol-Butadien-Styrol-Copolymer (SBS).
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Als bevorzugte Weichkomponente werden des Weiteren eingesetzt Thermoplastische Polyurethan-Elastomere (TPE-U), Thermoplastische Polyamid-Elastomere (TPE-A), Thermoplastische Polyolefin-Elastomere (TPE-O), Thermoplastische Polyester-Elastomere (TPE-E) oder aber Silikone.
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Es sei angemerkt, dass Polyethylen (PE) sowohl als Hartkomponente als auch als Weichkomponente eingesetzt werden kann. Ebenso kann Polyurethan (PU) sowohl als Hartkomponente als auch als Weichkomponente eingesetzt werden.
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Die Weichkomponenten (oder Weichmaterialien) umfassen vorzugsweise Thermoplastische Elastomere (TPE's) mit einer Shore A Härte kleiner 90, vorzugsweise kleiner 50, besonders bevorzugt kleiner 30. Gespritzte Borsten werden im Unterschied zu konventionellen extrudierten Borsten mittels Spritzguss hergestellt.
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Als bevorzugte Komponente für gespritzte Borsten (oder Borstenmaterial) wird ein thermoplastisches Polyurethan-Elastomer (TPE-U) eingesetzt. Gegenüber den standardmässigen TPE-U weist dieses Material insbesondere bessere Fliesseigenschaften und eine schnellere Erstarrung (d.h. schnellere Kristallisation und Molekülketten verbinden sich schon bei hohen Temperaturen) auf.
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Als alternative Materialien kommen in Betracht Thermoplastische Polyester-Elastomere (TPE-E) oder aber Thermoplastische Polyamid-Elastomere (TPE-A).
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Die Komponenten für die gespritzten Borsten sind vorzugsweise thermoplastische Elastomere und haben eine Shore D Härte von 0 bis 100, bevorzugt von 30 bis 80. Für gespritzte Borsten werden spezielle Formen von Weichkomponenten eingesetzt, welche in der Regel höhere Shore Härten aufweisen als Weichkomponenten aus welchen weichelastische Reinigungs-/Massageelemente oder Halteüberdeckungen oder Zungenreiniger hergestellt werden.
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Während dem Spritzgiessprozess (Zwei- oder Mehrkomponentenspritzguss) gehen die Komponenten für die gespritzten Borsten in der Regel keinen Materialschluss mit den anderen eingesetzten Weich- und/oder Hartkomponenten ein. Folglich wird für mögliche Verbindungen mit anderen Hart- beziehungsweise Weichkomponenten ein Formschluss vorgesehen (etwa durch Hinterschnitte und/oder Durchbrüche und/oder teilweise und/oder vollständige Umspritzungen, etc.). die als zweites verspritzte Komponentefür die gespritzten Borsten schrumpft bei der Abkühlung auf die erste verspritzte Hart- oder Weichkomponente auf und bildet so eine Schwundverbindung.
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Der Weichkomponente bzw. der Komponente für die gespritzten Borsten können abrasive Partikel beigemischt werden. Dazu kann beispielsweise Kreide oder Diamantstaub verwendet werden. Der Weichkomponente bzw. der Komponente für die gespritzten Borsten können weiter einen Anti-Grip- bzw. Anti-Haft Zusatz, wie Antistatika, Teflon oder Silikon, enthalten. Dieser Zusatz soll die Entformung im Spritzgiesswerkzeug verbessern. Ferner soll dieser Zusatz auch gegen ein Anhaften von Zahnpasta wirken.
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Es können bei der Herstellung der Applikatorvorrichtungen aber auch Biokunststoffe eingesetzt werden, d.h. Kunststoffe die aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen oder gebildet werden, wie beispielsweise Mais, Hanf, Zucker, Rizinusöl, Palmöl, Kartoffeln, Weizen, Zuckerrohr, Kautschuk, Holz und/oder Castor-Pflanze/Wunderbaum.
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Diese Rohstoffe bestehen zumindest teilweise aus den Grundstoffen Cellulose, Stärke, Milchsäure (PLA), Glucose, Chitin oder Chitosan. Auch der Einsatz von wasserlöslichen Polymeren ist grundsätzlich vorstellbar.
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Die Weichkomponente kann mit einem Füllstoff bzw. einem Additiv versehen sein, der eine kühlende Wirkung hat. Der Füllstoff hat vorzugsweise eine geringe Flüchtigkeit und ist nicht mentholbasiert. Weiter muss er natürlich lebensmitteltauglich sein, damit er in der Mundhygiene problemlos anwendbar ist.
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Der Füllstoff selber mit kühlender Wirkung ist vorzugsweise geschmacklos und hat lediglich eine kühlende Wirkung. Dieser Füllstoff kann zusammen mit weiteren Füllstoffen mit Geschmack verwendet werden, um in Kombination eine gewünschte Wirkung zu entfalten. Die kühlende Wirkung unterstützt dabei den weiteren Geschmack.
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Von der Anwendung her wird der Füllstoff compoundiert und wie ein Masterbatch als Additiv während dem Spritzgussprozess eingesetzt. Das heisst der Füllstoff wird zur Bereitstellung für die Verarbeitung in einem Träger-Kunststoff beigemischt. Dieser Träger-Kunststoff wird dann entsprechend der gewünschten Wirkung zudosiert. Der Trägerkunststoff kann auch direkt der Kunststoff sein, dem das Additiv zugemischt wird.
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Voraussetzung für die Verarbeitung auf diese Weise ist, dass der Füllstoff thermisch stabil ist und die bei der Verarbeitung im Compoundierungs- und Spritzgiessprozess keinen Schaden nimmt bzw. dass keine Spaltprodukte entstehen, die kritisch wären.
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Im Compound beträgt der Anteil des Füllstoffs zwischen 3% und 50% vorzugsweise zwischen 5% und 30%.
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Der Füllstoff mit kühlender Wirkung kann beispielsweise ein Cooling Agent wie WS 3, WS 5, WS 23 oder auch WS 32 sein. Umfangreiche Tests haben ergeben, dass diese Füllstoffe einen positiven Effekt auf den Nutzer ausüben und er die Applikatorvorrichtungen öfter nutzt.
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Füllstoffe unterscheiden sich beispielsweise über den Wirkort (beispielsweise Empfinden nur vorne auf der Zunge).
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Grundsätzlich kann der Füllstoff mit kühlender Wirkung auch eine Indikator-Funktion haben, sodass er so dosiert ist, dass seine Wirkung nach einer bestimmten Zeit nachlässt. Diese Zeit ist so eingestellt, dass sie den Applikatorvorrichtungs- bzw. Zahnbürstenwechsel indiziert d.h. dass die Füllstoffabgäbe über einen definierten Zeitraum von bei einer Zahnbürste z.B. 2 bis 3 Monaten stattfindet. Der Abbau der Wirkung ist hierbei über die Zeit nicht linear d.h. gleichmässig. Die Wirkung ist am Beginn der Nutzung stärker und schwächt sich dann über die Zeit ab. Dieser Abbau ist grafisch gedacht ähnlich einer Asymptote.
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Der Füllstoff löst sich aus dem Material und/oder aus dem Randbereich des Materials bei Berührung oder im Kontakt mit Wasser. Der Füllstoff ist, dadurch dass er mindestens teilweise an der Oberfläche liegt, schnell verfügbar.
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Durch die Anwendung des Füllstoffes in der Weichkomponente kann erreicht werden, dass eine Applikatorvorrichtung als Einwegprodukt auch ohne zusätzliche Mundpflegemittel wie Zahnpasta oder Mundwasser eine erfrischende Wirkung erzielt.
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Der Füllstoff kann grundsätzlich auch in die Hartkomponente eingebracht werden. Die Position auf dem Produkt, welches die Materialkomponente (Hart- und/oder Weichkomponente) mit dem Füllstoff enthält, kann verschieden sein. Die bevorzugte Anwendung ist in dem Bereich, der für die Reinigung verwendet wird, d.h. im Halsbereich oder Kopfbereich. Im Griffbereich kann auch ein Einsatz stattfinden, jedoch ist die Wirkung dann eine andere bzw. wird auf eine andere Körperpartie wirken.
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Die Applikatorvorrichtungen, insbesondere eine Zahnbürste, können über mehrer Weichkomponenten verfügen wobei von den mehreren Weichkomonenten nur jeweils eine Weichkomponente mit dem erwähntem Füllstoff versehen ist. Insbesondere wird vorgeschlagen, Weichkomponenten im Griffbereich nicht mit dem Füllstoff zu versehen, da bei Berührung Schleimheute ausserhalb des Mundhohlraumes in Kontakt mit dem Füllstoff treten könnten.
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Auch im Bereich der Arbeitsspitze der Applikationsvorrichtung bzw. im Bereich des Bürstenkopfes der Zahnbürste können mehrere Weichmaterialien eingesetzt werden. Dabei ist es möglich nur ein Weichmaterial mit dem Füllstoff zu versehen. Beispielsweise kann ein Zungenreiniger an der Applikatorvorrichtungen bzw. auf der Rückseite des Bürstenkopfes einer Zahnbürste mit dem Füllstoff versehen sein, wobei weichelastische Reinigungselemente aus Weichmaterial im Borstefeld frei vom Füllstoff sind. Selbstverständlich können auch mehere Weichmaterialien im Bereich der Arbeitsspitze der Applikationsvorrichtung bzw. im Bereich des Bürstenkopfes der Zahnbürste mit dem Füllstoff versehen sein.
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Der Füllstoff kann auch in einer der beschriebenen Zusatzfunktionen der Applikationsvorrichtung bzw. Zahnbürste eingesetzt werden.
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Der Füllstoff kann, wie für die Zahnbürste erwähnt, auch in einem reinen Zungenreiniger eingesetzt werden.
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Es ist auch möglich den Füllstoff einzeln oder zusätzlich im Borstenmaterial für gespritzte Borsten einzuarbeiten.
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Der Füllstoff kann mit der vorgesehenen Zahnpasta eine zusätzliche Wirkung bzw. Indikation entfalten.
Prozesse/Herstellverfahren
Spritzgiessen
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Das Spritzgiessen erfolgt vorzugsweise im Mehrkomponentenspritzguss, wobei sich die Komponenten entweder in Form von einem Stoffschluss bzw. einem Materialschluss verbinden oder aber ein Formschluss hergestellt wird (etwa in Form einer Schwundverbindung, ggf. mit Bewegungsmöglichkeit mittels eines Gelenks), so dass sich die Komponenten nicht miteinander verbinden.
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Das Spritzgiessen kann in einem Heisskanal- oder einem Kaltkanalsystem ausgeführt werden. Des Weiteren kann das Spritzgiessen als Co-Injektion ausgeführt werden.
Beborstung
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Borsten kommen vorliegend in Form eines Zusatzfeatures / Zusatzfunktion als Teil der Arbeitsspitze und/oder am rückwärtigen Ende der Applikatorvorrichtung zum Einsatz.
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Die Borsten können einmal im Ankerstanzverfahren befestigt werden, welches folgende Schritte umfasst: (1) Spritzgiessen des Grundkörpers mit Sacklöchern und (2) Borsten falten und (3) mit Anker befestigen.
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Bei den sogenannten ankerlosen Verfahren werden die Borsten nicht gefaltet und haben verglichen mit den Borsten aus dem Ankerstanz-Verfahren nur die halbe Länge. Vorliegend können grundsätzlich verschiedene ankerlose Verfahren zur Anwendung kommen. Vier verschiedene ankerlose Verfahrenstypen A, B, C und D werden nachfolgend beschrieben.
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Der Verfahrenstyp A umfasst dabei die Schritte: (1) Borstenbündel vereinzeln, (2) Borstenenden verschmelzen, (3) Borstenenden direkt umspritzen. Bei diesem Verfahren können Borstenbündel zum Fixieren zusammengeführt werden. Bekannte Verfahren aus der Praxis sind das In Mould Tufting ( IMT-Verfahren) von Zahoransky, bei dem das Umspritzen auch das Spritzgiessen des Halteabschnitts beinhaltet sowie das Aero Verfahren (Integrated Anchorless Production) von Zahoransky, bei dem zuerst die Borsten mit dem Plättchen umspritzt werden und anschliessend die Plättchen mit dem Halteabschnitt umspritzt werden.
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Der Verfahrenstyp B umfasst die Schritte (1) Spritzgiessen der Borstenplättchen mit Durchgangslöchern, (2) Borsten bereitstellen und durch das Borstenplättchen führen, (3) Borsten auf der Rückseite verschmelzen und mit dem Borstenplättchen verschmelzen, (4) beborstetes Borstenplättchen mit separat hergestelltem Halteabschnitt mittels Ultraschall verschweissen .
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Bekannte Verfahren aus der Praxis sind einerseits das V-Air und Z. Vamp 1 von Zahoransky, bei denen das Zusammenführen von Bündeln nicht möglich ist und andererseits das AF -Verfahren (Anchor Fee Tufting) von Boucherie und das Z. Vamp 3-Verfahren von Boucherie, bei denen das Zusammenführen von Borsten möglich ist.
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Der Verfahrenstyp C umfasst dabei die Schritte (1) Spritzgiessen des Halteabschnitts mit Durchgangslöchern für die Borsten im Kopfbereich, (2) Borsten bereitstellen und durch die Durchgangslöcher im Halteabschnitt führen, (3) Borsten auf der Rückseite verschmelzen, (4) Borstenschmelze mit Weichkomponente überspritzen.
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Bekannte Verfahren aus der Praxis sind das AMR-Verfahren von Boucherie, bei dem das Zusammenführen von Bündeln nicht möglich ist sowie das AMR+-Verfahren von Boucherie, bei dem das Zusammenführen von Bündeln möglich ist.
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Der Verfahrenstyp D umfasst schliesslich die folgenden Schritte: (1) Halteabschnitt mit Sacklöchern für Borsten im Kopfbereich spritzen, (2) Borsten bündelweise bereitstellen, (3) Borsten bündelweise verschmelzen, (4) Halteabschnittkörper im Kopfbereich auf Glastemperatur erwärmen, (5) Borsten in Sacklöcher einführen und mit Druck auf den Bürstenkopf verankern (d.h. Grösse der Sachlöcher reduzieren bzw. den Körper verformen und so die Borsten verankern).
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Ein bekanntes Verfahren aus der Praxis ist das PTt-Verfahren von Boucherie.
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Schliesslich wird auch noch das sogenannte Eindrehen als Verankerungs-Verfahren erwähnt. Hierbei werden die Borsten zwischen zwei Drahtstücke eingedreht und es entsteht eine eingedrehte Bürste.
Produktionskonzept
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Ziel ist eine Integration der Herstellung in die Produktion mit einem System, welches sowohl anfänglich für gewisse manuelle Verknüpfungen der Anlage wie auch für eine Inline-Verknüpfung möglich ist. Der Ablauf gliedert sich dabei vorzugsweise in die folgenden Schritte:
- (1) Spritzgiessen der Applikatorvorrichtungen: erfolgt im Spritzgiesswerkzeug, wie vorstehend beschrieben.
- (2) Entnahme durch Roboter: ein Roboter entnimmt die fertigen Produkte vorzugsweise jeweils kammweise aus dem Spritzgiesswerkzeug (vorzugsweise jeweils acht Kämme auf einmal).
- (3) Ablage auf der Fördereinrichtung: ein Roboter legt die Kämme auf einer Fördereinrichtung (vorzugsweise einem Förderband) ab, wobei alle Kämme hintereinander gleich orientiert sind. Dabei ist bevorzugt ein Kamm pro Shuttle der Fördereinrichtung vorgesehen. Die Abstände zwischen den Shuttles sind abgestimmt auf die Ablage vom Spritzgiessen her sowie auf die Weitergabe nach der Fördereinrichtung. Auf diese Weise wird ein optimales Greifen/Ablegen durch die Roboter ermöglicht. Auf der Fördereinrichtung laufen die Kämme parallel in Linie weiter, wobei der Weiterlauf in der Fördereinrichtung getaktet ist.
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Als zusätzliche Behandlungsmöglichkeiten während dem Lauf auf der Fördereinrichtung können vorgesehen sein: Tunken der Applikatorvorrichtungen in bestimmte Ingredienzien wie Geschmacksstoffe etc. (vgl. oben) oder Lasern (Laserbeschriftung) auf der Hartkomponente und/oder der Weichkomponente.
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Des Weiteren kann auch eine Vision Control vorgenommen werden, ob die Arbeitsspitze korrekt gefertigt wurde. Bei einer entsprechenden 100%-Kontrolle sind vorzugsweise mehrere Kameratypen im Einsatz. Wenn eine Arbeitsspitze nicht korrekt gefertigt ist, wird sie vorzugsweise in einen Ausschusscontainer am Ende des Förderbandes geleitet.
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Von der Fördereinrichtung werden vorzugsweise immer jeweils acht Kämme auf einmal weitergegeben, d.h. acht Kämme kommen auf die Fördereinrichtung und acht Kämme gehen wieder weg. Dazwischen ist höchstens ein Reserveplatz vorgesehen.
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(4) Entnahme von der Fördereinrichtung und Ablage in Beförderungsmittel: erfolgt durch Roboter, wobei ein Roboter jeweils vier Kämme auf einmal nehmen kann. Die Kämme werden in Stapeln in einem Beförderungsmittel (Tray) abgelegt. Die Stapel umfassen vorzugsweise sechs Kämme. Grundsätzlich werden aber die Stapel im Hinblick auf die Traygrösse und die gewünschte Verpackungsgrösse ausgelegt. (5) Weitergabe der Beförderungsmittel: die Trays können direkt an die Verpackungsanlage weitergegeben werden. Es besteht allerdings auch die Möglichkeit, dass die Produkte direkt nach der Entnahme von der Fördereinrichtung in die Verpackungsanlage eingebracht werden.
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Hier ist aber auch eine Schnittstelle für manuelle Prozesse. So können beispielsweise die Produkte manuell dem Beförderungsmittel/Tray entnommen werden und in einer Verpackung (wie zum Beispiel einem Blister) abgelegt werden.
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Zum Zwecke der besseren Anschaulichkeit sollen nunmehr beispielhafte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung illustriert werden.
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Es zeigt:
- Fig. 1:
- eine perspektivische Ansicht einer einzelnen Applikatorvorrichtung gemäss einer ersten Ausführungsform der Erfindung (von der Oberseite her) ;
- Fig. 2:
- eine perspektivische Ansicht einer einzelnen Applikatorvorrichtung gemäss einer ersten Ausführungsform der Erfindung (von der Unterseite her);
- Fig. 3:
- eine Draufsicht auf die Applikatorvorrichtung gemäss Fig. 1;
- Fig. 4:
- eine Seitenansicht der Applikatorvorrichtung gemäss Fig. 1;
- Fig. 5:
- eine Draufsicht auf die Applikatorvorrichtung gemäss Fig. 1;
- Fig. 6:
- eine Hinteransicht der Applikatorvorrichtung gemäss Fig. 1;
- Fig. 7:
- eine Vorderansicht der Applikatorvorrichtung gemäss Fig. 1;
- Fig. 8:
- eine Schnittansicht entlang der Linie A - A der Applikatorvorrichtung gemäss Fig. 6;
- Fig. 9:
- eine Schnittanischt entlang der Linie B - B der Applikatorvorrichtung gemäss Fig. 7;
- Fig. 10:
- Querschnitt durch die Arbeitsspitze entlang der Linie C - C in Fig. 3 (ohne Abstützung);
- Fig. 11:
- Querschnitt durch die Arbeitsspitze entlang der Linie D - D in Fig. 3 (mit Abstützung);
- Fig. 12:
- Querschnitt durch den Halsabschnitt entlang der Linie E - E in Fig. 3;
- Fig. 13:
- Querschnitt durch den Halteabschnitt entlang der Linie F - F in Fig. 3;
- Fig. 14:
- eine Draufsicht auf den Grundkörper einer Applikatorvorrichtung gemäss der ersten Ausführungsform der Erfindung;
- Fig. 15:
- eine Seitenansicht des Grundkörpers gemäss Fig. 14;
- Fig. 16:
- eine Unteransicht des Grundkörpers gemäss Fig. 14;
- Fig. 17:
- eine Schnittansicht durch den Grundkörper entlang der Längsachse L gemäss Fig. 14;
- Fig. 18:
- Draufsicht auf einen Kamm aus sechs Applikatorvorrichtungen gemäss der ersten Ausführungsform der Erfindung;
- Fig. 19:
- eine Unteransicht des Kamms gemäss Fig. 18;
- Fig. 20:
- einen Schnitt im Bereich der Verbindung zwischen zwei Applikatorvorrichtungen entlang der Linie G - G gemäss Fig. 18;
- Fig. 21:
- Draufsicht auf einen Kamm aus sechs Grundkörpern gemäss der ersten Ausführungsform der Erfindung;
- Fig. 22:
- eine Unteransicht des Kamms gemäss Fig. 21;
- Fig. 23:
- einen Schnitt im Bereich der Verbindung zwischen zwei Applikatorvorrichtungen entlang der Linie H - H gemäss Fig. 21;
- Fig. 24:
- Draufsicht auf eine einzelne Applikatorvorrichtung gemäss einer zweiten Ausführungsform der Erfindung;
- Fig. 25:
- eine Seitenansicht der Applikatorvorrichtung gemäss Fig. 24;
- Fig. 26:
- eine Unteransicht der Applikatorvorrichtung gemäss Fig. 24;
- Fig. 27:
- eine Schnittansicht durch die Applikatorvorrichtung entlang der Längsachse L gemäss Fig. 26;
- Fig. 28:
- eine Draufsicht auf den Grundkörper einer Applikatorvorrichtung gemäss der zweiten Ausführungsform der Erfindung;
- Fig. 29:
- eine Seitenansicht des Grundkörpers gemäss Fig. 28;
- Fig. 30:
- eine Unteransicht des Grundkörpers gemäss Fig. 28;
- Fig. 31:
- einen Längsschnitt durch den Grundkörper entlang der Längsachse L gemäss Fig. 30;
- Fig. 32:
- Draufsicht auf eine einzelne Applikatorvorrichtung gemäss einer dritten Ausführungsform der Erfindung;
- Fig. 33:
- eine Seitenansicht der Applikatorvorrichtung gemäss Fig. 32;
- Fig. 34:
- eine Unteransicht der Applikatorvorrichtung gemäss Fig. 32;
- Fig. 35:
- eine Draufsicht auf den Grundkörper einer Applikatorvorrichtung gemäss der dritten Ausführungsform der Erfindung;
- Fig. 36:
- eine Seitenansicht des Grundkörpers gemäss Fig. 35;
- Fig. 37:
- eine Unteransicht des Grundkörpers gemäss Fig. 35;
- Fig. 38a:
- eine Draufsicht auf eine Applikatorvorrichtung gemäss einer vierten Ausführungsform der Erfindung, welche zwei Seiten mit einer Arbeitsspitze aufweist;
- Fig. 38b:
- eine Seitenansicht der Applikatorvorrichtung nach Fig. 38a;
- Fig. 39a:
- eine Draufsicht auf eine Applikatorvorrichtung gemäss einer fünften Ausführungsform der Erfindung, welche zwei Seiten mit einer Arbeitsspitze aufweist;
- Fig. 39b:
- eine Draufsicht auf eine Applikatorvorrichtung gemäss einer sechsten Ausführungsform der Erfindung, welche zwei Seiten mit einer Arbeitsspitze aufweist;
- Fig. 39c:
- eine Draufsicht auf eine Applikatorvorrichtung gemäss einer siebten Ausführungsform der Erfindung, welche zwei Seiten mit einer Arbeitsspitze aufweist;
- Fig. 40a:
- eine Draufsicht auf eine Applikatorvorrichtung gemäss einer achten Ausführungsform der Erfindung mit einer Schirmspitze (vorderste Reinigungselemente länger und im Winkel, Klappen im Gebrauch zurück);
- Fig. 40b:
- eine Draufsicht auf eine Applikatorvorrichtung mit einer abgewandelten Schirmspitze;
- Fig. 41a:
- eine Draufsicht auf eine Applikatorvorrichtung gemäss einer neunten Ausführungsform der Erfindung mit einer mehrzonigen Arbeitsspitze (drei oder mehr Zonen in der Arbeitsspitze);
- Fig. 41b:
- eine Seitenansicht der Applikatorvorrichtung gemäss Fig. 41a;
- Fig. 41c:
- eine Draufsicht auf eine Applikatorvorrichtung mit einer weiteren mehrzonigen Arbeitsspitze;
- Fig. 41d:
- eine Seitenansicht der Applikatorvorrichtung gemäss Fig. 41c;
- Fig. 42a:
- eine Draufsicht auf eine Applikatorvorrichtung gemäss einer zehnten Ausführungsform der Erfindung mit einer kombinierten Arbeitsspitze (Borsten und Schleifelemente);
- Fig. 42b:
- eine Seitenansicht der Applikatorvorrichtung gemäss Fig. 42a;
- Fig. 42c:
- eine Draufsicht auf eine Applikatorvorrichtung mit einer weiteren mehrzonigen Arbeitsspitze (Borsten und Schleifelemente ) ;
- Fig. 42d:
- eine Seitenansicht der Applikatorvorrichtung gemäss Fig. 42c;
- Fig. 43a:
- eine Draufsicht auf eine Applikatorvorrichtung gemäss einer elften Ausführungsform der Erfindung mit einer ungeraden Arbeitsspitze;
- Fig. 43b:
- eine Seitenansicht der Applikatorvorrichtung gemäss Fig. 43a;
- Fig. 43c:
- eine Draufsicht auf eine Applikatorvorrichtung mit einer weiteren ungeraden Arbeitsspitze (Wellenform) ;
- Fig. 43d:
- eine Seitenansicht der Applikatorvorrichtung gemäss Fig. 43c;
- Fig. 44a:
- eine Draufsicht auf eine Applikatorvorrichtung gemäss einer zwölften Ausführungsform der Erfindung mit einem verlängerten Halteabschnitt (besseres Halten);
- Fig. 44b:
- eine Seitenansicht der Applikatorvorrichtung gemäss Fig. 44a;
- Fig. 44c:
- eine Seitenansicht einer weiteren Applikatorvorrichtung mit verlängertem Halteabschnitt ;
- Fig. 45a:
- eine Draufsicht auf eine Applikatorvorrichtung gemäss einer dreizehnten Ausführungsform der Erfindung mit abgewandelter Basisform;
- Fig. 45b:
- eine Seitenansicht der Applikatorvorrichtung gemäss Fig. 45a;
- Fig. 46a:
- eine Seitenansicht auf eine Applikatorvorrichtung gemäss einer vierzehnten Ausführungsform der Erfindung;
- Fig. 46b:
- eine Draufsicht der Applikatorvorrichtung gemäss Fig. 46a;
- Fig. 47a:
- eine Draufsicht auf eine Applikatorvorrichtung gemäss einer fünftzehnten Ausführungsform der Erfindung, welche zwei Seiten mit einer Arbeitsspitze aufweist;
- Fig. 47b:
- eine Seitenansicht der Applikatorvorrichtung nach Fig. 47a in einer ersten Variante;
- Fig. 47c:
- eine Seitenansicht der Applikatorvorrichtung nach Fig. 47a in einer zweiten Variante;
- Fig. 48:
- eine Draufsicht auf eine Applikatorvorrichtung gemäss einer sechzehnten Ausführungsform der Erfindung mit abgewandelter Basisform und einem weiteren Arbeitselement;
- Fig. 49a:
- eine Seitenansicht eines Griffverlängerungsteils für eine Applikatorvorrichtung;
- Fig. 49b:
- eine Draufsicht auf das Griffverlängerungsteil nach Fig. 49a;
- Fig. 49c:
- eine Hinteransicht auf das Griffverlängerungsteil nach Fig. 49a;
- Fig. 49d:
- eine 3D-Ansicht auf das Griffverlängerungsteil nach Fig. 49a;
- Fig. 50a:
- eine Seitenansicht eines Griffverlängerungsteils für eine Applikatorvorrichtung mit eingeführter Applikatorvorrichtung;
- Fig. 50b:
- eine Draufsicht auf das Griffverlängerungsteil für eine Applikatorvorrichtung mit eingeführter Applikatorvorrichtung nach Fig.50a;
- Fig. 50c:
- eine Hinteransicht auf das Griffverlängerungsteil für eine Applikatorvorrichtung mit eingeführter Applikatorvorrichtung nach Fig. 50a;
- Fig. 50d:
- eine 3D-Ansicht auf das Griffverlängerungsteil für eine Applikatorvorrichtung mit eingeführter Applikatorvorrichtung nach Fig. 50a;
- Fig. 51:
- schematisch gezeigte Modularität des Spritzgiesswerkzeuges in einer Hinteransicht der Applikatorvorrichtung in einer ersten Variante;
- Fig. 52:
- schematisch gezeigte Modularität des Spritzgiesswerkzeuges in einer Hinteransicht der Applikatorvorrichtung in einer zweiten Variante;
- Fig. 53:
- schematisch gezeigte Modularität des Spritzgiesswerkzeuges in einer Hinteransicht der Applikatorvorrichtung in einer dritten Variante.
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In Fig. 1 wird eine perspektivische Ansicht auf die Oberseite einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemässen Applikatorvorrichtung gezeigt.
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Die Applikatorvorrichtung 1 unterteilt sich im Wesentlichen in den Halteabschnitt 2, die Arbeitsspitze 4 und den die Arbeitsspitze 4 mit dem Halteabschnitt 2 verbindenden Halsabschnitt 3. Die Arbeitsspitze 4 umfasst eine Ummantelung 33 aus einer Weichkomponente, wobei die Ummantelung 33 mehrere Reinigungs- und/oder Polierelemente ausbildet und zwar in Form von vertikalen Reinigungselementen 35a, horizontalen Reinigungselementen 35b sowie lamellenförmigen Reinigungselementen 36 (Polierlamellen), welche zwischen den vertikalen und horizontalen Reinigungselementen 35a, 35b angeordnet sind.
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Der Halteabschnitt 2 umfasst eine Halteüberdeckung 31 aus Weichkomponente, welche den grössten Teil des Halteabschnitts 2 bedeckt und welche mehrere Noppen 31a ausbildet, die zum besseren Halt für den oder die Finger welche während der Benutzung auf der Halteabdeckung zum Aufliegen kommen dienen sollen.
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Der nicht von der Weichkomponente überdeckte Teil des Halteabschnitts 2 ist aus einer Hartkomponente gebildet und wird vorwiegend als Grundkörperhalteabschnitt 11 bezeichnet. Der Grundkörperhalteabschnitt 11 geht über in den Grundkörperhalsabschnitt 12, welcher jedenfalls teilweise mit einer Halsüberdeckung 32 aus Weichkomponente bedeckt ist. Der Grundkörperhalsabschnitt 12 geht dann über in die Grundkörperspitze (hier nicht zu sehen) , welche von der Ummantelung 33 aus Weichkomponente umgeben ist .
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Des Weiteren ist an dem dem Halsabschnitt 3 zugewandten Ende des Halteabschnitts 2 ein Haltevorsprung 16 aus Hartkomponente vorgesehen, welcher von der Weichkomponente umspritzt ist.
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In Fig. 1 und den weiteren Figuren in denen die verschiedenen Abschnitte gezeigt sind wurde jeweils auf die Darstellung der Trennnaht verzichtet. Diese würde sich jeweils im Bereich zwischen dem Halteabschnitt 2 und dem Halsabschnitt 3 sowie zwischen dem Halsabschnitt 3 und der Arbeitsspitze 4 ausbilden.
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In Fig. 2 wird nun die Unterseite der erfindungsgemässen Applikatorvorrichtung 1 gemäss der ersten Ausführungsform der Erfindung in perspektivischer Darstellung illustriert.
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Man erkennt die Halteüberdeckung 31, welche um das rückwärtige Ende des Halteabschnitts 2 verläuft und dort einen ovalen Ring ausbildet. Das Innere des ovalen Rings sowie der äussere Rand des Halteabschnitts 2 wird wiederum durch den Grundkörperhalteabschnitt 11 gebildet - d.h. bis auf den rückwärtigen Abschnitt um den die Halteüberdeckung 31 aus Weichkomponente gespritzt ist. In die Unterseite des Halsabschnitts 3, genauer gesagt in die Unterseite des Grundkörperhalsabschnitts 12, ist eine Vertiefung 15a eingebracht. Diese Vertiefung 15a dient beim Umlegen des Grundkörpers 10 von einer ersten Kavität des Spritzgiesswerkzeugs in eine zweite Kavität des Spritzgiesswerkzeugs als Halteelement. Die Vertiefung 15a ist vorzugweise hinterschnittig ausgebildet, um einen besonders sicheren Halt zu gewährleisten, was eine Zwangsentformung zur Folge hat.
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An den Halsabschnitt schliesst sich die Arbeitsspitze 4 an, welche die Grundkörperspitze 13 sowie die Ummantelung 33 umfasst, wobei die Grundkörperspitze 13 jedenfalls teilweise von der Ummantelung 33 umgeben ist. Die vorderste Spitze 34 der Ummantelung 33 umgibt jedoch vorzugsweise den vorderen Teil der Grundkörperspitze 13 vollständig, um mögliche Verletzungen des Zahnfleischs beim Einfädeln der Applikatorvorrichtung 1 zu vermeiden. In die Unterseite der Arbeitsspitze 4, genauer gesagt in die Unterseite der Grundkörperspitze 13, ist zudem eine Vertiefung 15 eingebracht, welche zum Einbringen eines Zentrierelements gedacht ist, welche mit den Abstützungen 14a und 14b zusammenspielt, um eine gleichmässige Umspritzung mit der Weichkomponente der Ummantelung 33 beziehungsweise des Umspritzkörpers 30 zu gewährleisten. Der Umspritzkörper 30 umfasst die gesamte Weichkomponente mit welcher der Grundkörper 10 umspritzt ist, d.h. er wird gebildet aus der Halteüberdeckung 31, der Halsüberdeckung 32 sowie der Ummantelung 33.
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In Fig. 3 wird eine Draufsicht auf die Oberseite der Applikatorvorrichtung 1 gemäss Fig. 1 gezeigt. Im Bereich der Arbeitsspitze 4 erkennt man die Ausgestaltung der Ummantelung 33 genauer. Die Ummantelung 33 bildet insbesondere zwei Reihen von horizontalen Reinigungselementen 35b aus, welche in Richtung des freien Endes der Arbeitsspitze in ihrer Länge etwas abnehmen. Des Weiteren sind auf der Oberseite der Ummantelung 33 beziehungsweise Arbeitsspitze 4 vertikale Reinigungselemente 35a ausgebildet, welche senkrecht nach oben stehen. Links und rechts von den vertikalen Reinigungselementen 35a sind lamellenförmige Reinigungselemente 36 angeordnet, welche ebenfalls zum freien Ende der Arbeitsspitze hin in ihrer Länge abnehmen.
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Auf der Oberseite der Arbeitsspitze 4 erkennt man des Weiteren drei Abstützungen 14a, welche in der Regel plan ausgebildet sind, und welche beim Umspritzen der Grundkörperspitze 13 mit der Weichkomponentel für die Ummantelung 33 beziehungsweise für den Umspritzkörper 30 als Eingriffspunkte für entsprechende Haltestifte des Spritzgiesswerkzeugs dienen. Bei den Abstützungen 14a ist die Hartkomponente der Grundkörperspitze 13 freigestellt und durch die Ummantelung 33 umgeben. Der Abstand zwischen der hinteren Abstützung 14a und der mittleren Abstützung 14a wird mit Xi bezeichnet. Der Abstand zwischen der mittleren Abstützung 14a und der vorderen Abstützung 14a wird mit X2 bezeichnet. Das Abstandsverhältnis Xi zu X2 liegt vorzugsweise zwischen 1,5 zu 1 und 2,5 zu 1, am meisten bevorzugt beträgt das Abstandsverhältnis etwa 2 zu 1. Die Halsüberdeckung 32 des Grundkörperhalsabschnitts 12 geht in Richtung des rückwärtigen Endes über in die Halteüberdeckung 31, welche den Haltevorsprung 16 des Grundkörperhalteabschnitts 11 umgibt. Die Noppen 31a der Halteüberdeckung 31 sind in mehreren Reihen mit unterschiedlicher Reihenlänge angeordnet, wobei die mittlere Reihe entlang der Längsachse L der Applikatorvorrichtung 1 verläuft. Die Längsreihen sind vorzugsweise parallel zur Längsachse L angeordnet.
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Die Fig. 4 zeigt eine Seitenansicht der Applikatorvorrichtung 1 gemäss Fig. 3. Man erkennt insbesondere, dass die vertikalen Reinigungselemente 35a entlang der Längsachse L der Arbeitsspitze 4 in Richtung des freien Endes bzw. der vordersten Spitze 34 der Arbeitsspitze 4 in der Länge zunehmen, wobei sich die Grundkörperspitze 13 gleichzeitig in Richtung des freien Endes verjüngt, so dass sich für die vertikalen Reinigungselemente 35a ein im Wesentlichen waagrechtes Höhenprofil ergibt. In einer bevorzugten Ausführungsform weist das Höhenprofil der vertikalen Reinigungselemente 35a eine leichte Neigung in Richtung des freien Endes bzw. der vordersten Spitze 34 der Arbeitsspitze 4 auf.
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Im Bereich des Grundkörperhalteabschnitts 11, welcher mit den Noppen 31a bedeckt ist, weist der Grundkörperhalteabschnitt 11 an seiner Ober- wie auch an seiner Unterseite jeweils eine konkave Wölbung 17, 18 auf, welche die Griffergonomie verbessert.
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Im Bereich der Arbeitsspitze 4 erkennt man des Weiteren noch die Freistellen in der Ummantelung 33, welche sich aufgrund der Abstützungen 14a ergeben. Mit dem Bezugszeichen 14b ist schliesslich noch ein seitlicher Vorsprung der Grundkörperspitze 13 bezeichnet, welcher von der Ummantelung bündig umgeben ist und welcher als seitliche Halterung im Spritzgiesswerkzeug während des Spritzens der Weichkomponente dient.
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Der Halteabschnitt 2 weist eine Länge l2 auf, der Halsabschnitt 3 eine Länge l3 und die Arbeitsspitze 4 eine Länge l4. Die Längen l2 + l3 + l4 ergeben zusammen die Gesamtlänge der Applikatorvorrichtung 1. Bevorzugter Weise ist dabei die Länge l4 etwas grösser als die Länge l2 und die Länge l2 etwa grösser als die Länge l2. Bei einer Gesamtlänge von etwa 5 cm entfallen beispielsweis auf die Länge l2 ungefähr 1,7 cm, auf die Länge l3 ungefähr 1,3 cm und auf die Länge l4 ungefähr 2 cm.
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Die Fig. 5 zeigt eine Draufsicht auf die Unterseite der Applikatorvorrichtung 1 gemäss Fig. 2. Man erkennt wiederum die Halteüberdeckung 31 in Form eines ovalen Rings im Bereich des Grundkörperhalteabschnitts 11, sowie die Vertiefung 15a im Grundkörperhalsabschnitt 12. Am vordersten Ende 34 der Arbeitsspitze 4 beziehungsweise der Ummantelung 33 wird die Grundkörperspitze 13 vollumfänglich von der Ummantelung 33 umschlossen, wie bereits oben erläutert. Die Länge l8 dieser vordersten Spitze 34, welche die Grundkörperspitze 13 vorne vollständig umschliesst, beträgt von 0,1 mm bis 3 mm, vorzugweise von 0,2 mm bis 1,5 mm.
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Der Durchmesser der Arbeitsspitze D1 am freien Ende (auf der Weichkomponente gemessen, ohne Reinigungselemente) beträgt beispielhaft für ein kleineres Produkt etwa 0,75 mm; der Durchmesser der Arbeitsspitze D2 im Bereich der letzten halsseitigen Reinigungselemente etwa 1,4 mm. Der Aussendurchmesser der Arbeitsspitze D3 (mit Reinigungselementen) am freien Ende beträgt etwa 1,5 mm; der Aussendurchmesser der Arbeitsspitze D im Bereich der letzten halsseitigen Reinigungselemente etwa 3 mm.
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Eine Hinteransicht der erfindungsgemässen Applikatorvorrichtung 1 nach Fig. 1 wird in der Fig. 6 veranschaulicht. Man erkennt die Rückseite des Grundkörperhalteabschnitts 11 sowie die Halteüberdeckung 31, welche die Rückseite des Grundkörperhalteabschnitts 11 in Form eines mittig angeordneten Streifens umgibt. An der Oberseite des Grundkörperhalteabschnitts 11 erkennt man mittig die vertikalen Reinigungselemente 35a sowie links und rechts davon die Noppen 31a der Halteüberdeckung 31 auf der Oberseite des Grundkörperhalteabschnitts 11.
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Eine Vorderansicht der erfindungsgemässen Applikatorvorrichtung 1 gemäss Fig. 1 wird in Fig. 7 gezeigt. Die Arbeitsspitze 4 weist in der Vorderansicht (wie auch im Querschnitt) eine dreikantförmige Ausgestaltung auf, wobei die obere Spitze 5 der Dreikantform zur Oberseite der Applikatorvorrichtung 1 ausgerichtet ist und von den vertikalen, vorzugsweise borstenförmigen, Reinigungselementen 35a gebildet wird. Die unteren Spitzen der Dreieckform 6 und 7 werden jeweils von den horizontalen, vorzugsweise borstenförmigen, Reinigungselementen 35b gebildet.
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Zwischen den vertikalen Reinigungselementen 35a und den horizontalen Reinigungselementen 35b sind jeweils lamellenförmige Reinigungselemente 36 aufgespannt, welche vorzugsweise nicht so weit nach aussen abragen wie die vertikalen und horizontalen Reinigungselemente 35a, 35b. Die lamellenförmigen Reinigungselemente 36 bilden insoweit die rechte Seite 8 der Dreikantform und die linke Seite der Dreikantform 9 aus. Auf der Oberseite des Grundkörperhalteabschnitts 11 sind links und rechts von den vertikalen Reinigungselementen 35a Noppen 31a der Halteüberdeckung 31 zu sehen.
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Die Fig. 8 veranschaulicht eine Schnittansicht entlang der Linie A-A gemäss Fig. 6. Im Bereich des Halteabschnitts 3 weist der Grundkörperhalteabschnitt 11 die konkave Wölbung 17 an seiner Oberseite sowie die konkave Wölbung 18 an seiner Unterseite auf. Die Halteüberdeckung 31 weist auf der Oberseite Noppen 31a auf und umschliesst das rückwärtige Ende des Grundkörperhalteabschnitts 11. An dem dem Grundkörperhalsabschnitt 12 zugwandten Ende des Grundkörperhalteabschnitts 11 ist an der Unterseite nochmals ein Bereich mit Weichkomponente der Halteüberdeckung 31 zu sehen, welches durch den ovalen Ring bedingt ist, welchen die Halteüberdeckung 31 an der Unterseite des Grundkörperhalteabschnitts 11 ausbildet.
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Der Grundkörperhalsabschnitt 12 ist mit der Halsüberdeckung 32 versehen und an der Unterseite des Grundkörperhalsabschnitts 12 ist schematisch die Vertiefung 15a für den Umlegevorgang zu sehen. Im Bereich der Arbeitsspitze 4 überdeckt die Ummantelung 33 hier die Oberseite der Grundkörperspitze 13. Die vertikalen, vorzugsweise borstenförmigen, Reinigungselemente 35a sind dabei vorzugsweise gleichmässig zueinander beabstandet auf der Oberseite der Grundkörperspitze 13 angeordnet.
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Die vorderste Spitze 34 umschliesst die Grundkörperspitze 13 am vordersten Ende vollständig was, wie bereits erwähnt, dem Schutz vor Verletzungen beim Einführen der Applikatorvorrichtung 1 dient.
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Auf der Unterseite der Grundkörperspitze 13 ist schematisch die Vertiefung 15 zu erkennen, welche beim Spritzgiessen der Weichkomponente als Zentrierhilfe dient. Zwischen dem Grundkörperhalsabschnitt 12 und der Grundkörperspitze 13 ist im Übrigen noch ein Übergangsbereich 19 vorgesehen, welcher keine Vertiefung aufweist. Die Grundkörperspitze 13 verjüngt sich in Richtung des vordersten Endes 34.
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Die Fig. 9 stellt eine Schnittansicht entlang der Linien B-B gemäss Fig. 7 dar. Im Bereich des Halteabschnitts 2 erkennt man den Boden der ovalen Nut 24 im Grundkörperhalteabschnitt 11, welche im hinteren Bereich zwei Durchbrechungen 20 aufweist, welche mit Weichkomponente der Halteabdeckung 31 ausgefüllt sind. Weitere Weichkomponente der Halteabdeckung 31 ist am rückwärtigen Ende des Grundkörperhalteabschnitts 11 angeordnet.
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Am Übergang vom Grundkörperhalsabschnitt 12 zur Grundkörperspitze 13 ist eine Verjüngung 22 in der Hartkomponente des Grundkörpers 10 vorgesehen, welche flächenbündig mit der Ummantelung 33 umspritzt ist. Im Bereich der Arbeitsspitze 4 erkennt man weiterhin die paarweise gegenüberliegende Anordnung seitlichen Vorsprünge 14b der Grundkörperspitze 13 sowie die paarweise gegenüberliegende Anordnung der horizontalen Reinigungselemente 35b, welche abwechselnd angeordnet sind mit den lamellenförmigen Reinigungselementen 36. Lediglich im Bereich zwischen den vordersten drei Paaren von horizontalen Reinigungselementen 35b sind keine lamellenförmigen Reinigungselemente 36 vorgesehen. Die vorderste Spitze 34 umschliesst wiederum die Grundkörperspitze 13 vorne vollständig.
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In Fig. 10 wird ein Querschnitt durch die Arbeitsspitze entlang der Linie C-C nach Fig. 3 dargestellt. Man erkennt die horizontalen Reinigungselemente 35b und die vertikalen Reinigungselemente 35a zusammen mit der Grundkörperspitze 13, der die Grundkörperspitze 13 teilweise umgebenden Ummantelungen 33 sowie mit den lamellenförmigen Reinigungselementen 36. Die horizontalen Reinigungselemente 35b, die vertikalen Reinigungselemente 35a sowie die lamellenförmigen Reinigunselemente 36 spannen zusammen eine Dreikantform auf, welche der natürlichen Interdentalform nachempfunden ist und somit eine sehr gezielte Reinigung der Problemzonen in den Zahnzwischenräumen ermöglicht. Die vertikalen Reinigungselemente 35a reinigen im Approximalraum. Die horizontalen Reinigungselemente 35b reinigen entlang des Zahnfleischsaumes und beugen so Zahnfleischentzündungen vor. Die lamellenartigen Reinigungselemente 36 helfen sowohl Speisereste als auch Verfärbungen gründlich zu entfernen. Die Unterseite der Grundkörperspitze 13 ist frei von Ummantelung und bildet so eine Gleitzone aus, mittels der das Zahnfleisch bei der Reinigung sanft massiert und stimuliert wird. Die Vertiefung 15 in der Unterseite der Grundkörperspitze 13 ist gut erkennbar.
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Die Fig. 11 zeigt einen Querschnitt durch die Arbeitsspitze entlang der Linie D-D in Fig. 3. Wiederum erkennt man die von den vertikalen Reinigungselementen 35a, den horizontalen Reinigungselementen 35b sowie den lamellenförmigen Reinigungselementen 36 aufgespannte Dreikantform, wobei die lamellenförmigen Reinigungselemente 36 in einer Ebene liegen mit den vertikalen Reinigungselementen 35a, d.h. in dieser Ansicht hinter den horizontalen Reinigungselementen 35b. Auf ihrer Oberseite ist die Grundkörperspitze 13 frei von Ummantelung 33, da hier eine der Abstützungen 14a angeordnet ist. An der Unterseite der Grundkörperspitze 13 ist wiederum die Vertiefung 15 zu erkennen. Die Gleitzone an der Unterseite der Dreieckform ist hier noch stärker ausgeprägt, was bedingt ist durch den konischen Verlauf der Grundkörperspitze 13 und der Arbeitsspitze 4.
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Die Fig. 12 illustriert einen Querschnitt durch den Halsabschnitt entlang der Linie E-E in Fig. 3. Man erkennt die Halsüberdeckung 32, welche einen entsprechenden Kanal 21 auf der Oberseite des Grundkörperhalsabschnitts 12 ausfüllt. An der Unterseite des Grundkörperhalsabschnitts 12 ist die Vertiefung 15a für den Umlegeschritt von der ersten Kavität des Werkzeugs in die zweite Kavität des Werkzeugs zu erkennen.
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Hinter der Schnittebene liegen die vertikalen Reinigungselemente 35a, die lamellenförmigen Reinigungselemente 36 sowie die horizontalen Reinigungselemente 35b.
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Die Fig. 13 veranschaulicht einen Querschnitt durch den Halteabschnitt entlang der Linie F-F in Fig. 3, d.h. am vorderen Ende des Halteabschnitts 2. Auf der Oberseite des Grundkörperhalteabschnitts 11 ist die Halteüberdeckung 31 mit einem Noppen 31a zu erkennen, welche sich vom linken bis zum rechten Rand des Grundkörperhalteabschnitts 11 erstreckt sowie auch auf der Unterseite des Grundkörperhalteabschitts 11 im Bereich der ovalen Nut 24. Oberhalb des Noppens 31a ist noch der Haltevorsprung 16 zu erkennen, sowie ein vertikales Reinigungselement 35a.
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Fig. 14 zeigt eine Draufsicht auf den Grundkörper 10 einer erfindungsgemässen Applikatorvorrichtung 1 gemäss der ersten Ausführungsform der Erfindung, d.h. ohne Umspritzkörper. Im Bereich des Grundkörperhalteabschnitts 11 ist am hinteren Ende eine Aussparung 23 vorgesehen, für die Weichkomponente der Halteüberdeckung 31, welches unter anderem an dieser Stelle auf die Rückseite geleitet wird.
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Auf der rechten und linken Seite hinten sind langlöchförmige Durchbrechungen 20 in den Grundkörperhalteabschnitt 11 eingebracht, welche dazu dienen, dass Weichkomponente der Halteüberdeckung 31 auf die Unterseite des Grundkörperhalteabschnitts 11 fliessen kann, um die ovale Nut auf der Unterseite des Grundkörperhalteabschnitts 11 zu füllen. Der Haltevorsprung 16 dient als Kontaktpunkt für den Daumen des Benutzers, als weitere Verankerung für die Weichkomponente sowie als Abstützung im Spritzgiesswerkzeug. Im Grundkörperhalsabschnitt 12 ist der Kanal 21 eingebracht, welcher bis zu der Verjüngung 22 im Übergangsbereich zur Grundkörperspitze 13 reicht.
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Auf der Oberseite der Grundkörperspitze sind die drei Abstützungen 14a schematisch gezeigt (diese sind im Grundkörper eigentlich nicht sichtbar, da die Abstützungen plan auf den Grundkörper aufliegen und sowieso erst im zweiten Spritzgiessschritt , dem Umspritzen, zum Tragen kommen) , wobei der Abstand von der hinteren Abstützung zur mittleren Abstützung mit X1 und der Abstand von der mittleren Abstützung zur vorderen Abstützung mit X2 bezeichnet ist. Das Abstandsverhältnis X1 zu X2 liegt vorzugsweise zwischen 1,5 zu 1 und 2,5 zu 1; bevorzugt beträgt es etwa 2 zu 1. Generell kann gesagt werden, dass, auch im Falle von mehr als drei Abstützungen, die Abstände zwischen den einzelnen Abstützungen zum vordersten Ende der Grundkörperspitze 13 hin abnehmen. Auf diese Weise kann eine besonders sichere Zentrierung der Grundkörperspitze während des Umspritzens mit der Weichkomponente in der zweiten Werkzeugkavität gewährleistet werden.
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Man erkennt wiederum, dass sich der Grundkörper 10, d.h. insbesondere die Grundkörperspitze 13 entlang der Längsachse L des Grundkörpers 10 verjüngt. Etwa in der Mitte der Grundkörperspitze 13 sind zudem die sich gegenüberliegend angeordneten Abstützungen 14b in Form der seitlichen Vorsprünge angeordnet, welche ebenfalls als Zentrierhilfe beim Umspritzen mit der Weichkomponente dienen. Die seitlichen Vorsprünge 14b stützen sich dabei an der Seitenwand der Kavität ab.
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Fig. 15 stellt eine Seitenansicht des Grundkörpers 10 gemäss Fig. 14 dar. Der Grundkörperhalteabschnitt 11 weist die konkave Wölbung 17 auf, welche etwa bis zum dem Haltevorsprung 16 auf der Oberseite reicht. Der Grundkörperhalsabschnitt 12 weist im Wesentlichen einen konstanten Durchmesser auf, bis zu der Verjüngung 22 im Übergangsbereich zu der Grundkörperspitze 13. Die Abstützungen 14a sind als plane Stellen auf der Oberseite der Grundkörperspitze 13 gezeigt (obwohl wie bereits angegeben nicht sichtbar). Weiter ist der seitliche Vorsprung/ die seitliche Abstützung 14b gezeigt, dabei ist die Höhe mit hi indiziert. Das vorderste Ende der Grundkörperspitze 13 weist eine Abstufung 25 auf für die vollständige Ummantelung durch die Weichkomponente in diesem Bereich.
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Die Fig. 16 veranschaulicht eine Unteransicht des Grundkörpers 10 gemäss Fig. 14. Im Bereich der Unterseite des Grundkörperhalteabschnitts 11 erkennt man die ovale Nut 24 mit den langlochartigen Durchbrechungen 20, welche von dem Rand des Grundkörperhalteabschnitts 11 umgeben ist. Am rückwärtigen Ende des Grundkörperhalteabschnitts 11 ist zudem die Aussparung 23 vorgesehen, welche ebenso wie die ovale Nut 24 und die Durchbrechungen 20 mit Weichkomponente aufgefüllt wird. Weiter ist vom seitlichen Vorsprung/ der seitliche Abstützung 14b die Breite bi und die Länge ls (in Richtung der Längsachse) gezeigt.
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Der Grundkörperhalsabschnitt 12 umfasst die Vertiefung 15a für den Umlegevorgang. Im Übergangsbereich des Grundkörperhalsabschnitts 12 zur Grundkörperspitze 13 ist wiederum die Verjüngung 22 zu erkennen. An die Verjüngung 22 schliesst die Unterseite der Grundkörperspitze 13 an, in welche die Vertiefung 15 eingebracht ist. Die Vertiefung 15 ist vorzugsweise in einer durchgehenden Rille ausgestaltet; sie kann aber auch aus mehreren rillenförmigen Vertiefungen, welche etwa durch Stege voneinander getrennt sind, gebildet sein. Etwa in der Mitte der Grundkörperspitze 13 befinden sich wiederum die seitlichen Abstützungen bzw. Vorsprünge 14b.
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Die Fig. 17 veranschaulicht eine Schnittansicht durch den Grundkörper 10 entlang der Längsachse L in Fig. 14. Der Grundkörperhalteabschnitt 11 weist sowohl an seiner Oberseite als auch an seiner Unterseite jeweils eine konkave Wölbung 17, 18 auf, wobei die konkave Wölbung 17 auf der Oberseite etwa vom hinteren inneren Rand des Grundkörperhalteabschnitts bis zum Haltevorsprung 16 verläuft und wobei die untere konkave Wölbung zwischen dem vorderen und dem hinteren Ende der ovalen Nut in der Unterseite des Grundkörperhalteabschnitts 11 verläuft. Die Aussparung 23 am hinteren Ende des Grundkörperhalteabschnitts ist dabei verbunden mit dem hinteren Ende der ovalen Nut 24 bzw. geht in das hintere Ende der ovalen Nut 24 über.
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Der Kanal 21 des Grundkörperhalsabschnitts 12 verläuft etwa von der Vorderseite des Haltevorsprungs 16 über die Vertiefung 15a an der Unterseite des Grundkörperhalsabschnitts 12 hinweg bis zu dem Übergangsbereich 19, welcher keine Vertiefung aufweist. An der Unterseite der Grundkörperspitze 13 ist die Vertiefung 15 vorgesehen, welche in etwa bis zu der Abstufung an der vordersten Spitze 25 bzw. dem freien Ende der Grundkörperspitze 13 verläuft.
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Die Fig. 18 zeigt nun eine Draufsicht auf einen Kamm 50, welcher aus sechs einzelnen Applikatorvorrichtungen 1 gemäss der ersten Ausführungsform der Erfindung besteht. Die einzelnen Applikatorvorrichtungen 1 sind dabei über Verbindungen 51 an den Aussenseiten der Grundkörperhalteabschnitte 11 miteinander verbunden. Die weitere Ausgestaltung der einzelnen Applikatorvorrichtungen 1 entspricht derjenigen, welche im Zusammenhang mit den vorangegangenen Figuren 1 bis 17 beschrieben wurde.
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Im Spritzgiesswerkzeug ist im Hinblick auf die Herstellung des Grundkörpers 10 bzw. des ganzen Kamms 50 ein Anspritzpunkt für die Hartkomponente vorgesehen, und zwar vorzugsweise im hinteren Bereich der Kavität (bzw. des Grundkörperhalteabschnitts 11), wobei dieser bevorzugt so gewählt wird, dass die Weichkomponente den Anspritzpunkt der Hartkomponente überdeckt. Dagegen ist im Zusammenhang mit dem Spritzen der Weichkomponente für jede einzelne Applikatorvorrichtung 1 je ein Anspritzpunkt vorgesehen.
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Die Fig. 19 zeigt eine Unteransicht des Kamms 50 gemäss Fig. 18. Die Ausgestaltung der Unterseite der einzelnen Applikatorvorrichtung 1 entspricht wiederum den vorangegangenen Figuren 1 bis 17. Wie zu sehen, ist die Verbindung 51 zwischen den einzelnen Applikatorvorrichtungen 1 in Form eines länglichen (ggf. auch ovalen) Stegs aus Hartkomponente gebildet. Dieser weist vorzugsweise eine Stärke auf, die es dem Benutzer ermöglicht, auf einfache Weise eine einzelne Applikatorvorrichtung 1 durch Knicken und/oder Drehen von dem Kamm 50 abzumachen. Der Abstand ai der Applikatorvorrichtungen im Verbindungsbereich beträgt vorzugsweise von 0,1 mm bis 1 mm, noch bevorzugter von 0,15 mm bis 0,7 mm. Von Mitte zu Mitte der Halteabschnitte gemessen beträgt der Abstand a2 zwischen benachbarten Applikatorvorrichtungen 1 von 5 mm bis 15 mm, vorzugsweise von 7,5 mm bis 9,5 mm.
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Die Fig. 20 zeigt einen Schnitt im Bereich der Verbindung 51 zwischen zwei Applikatorvorrichtungen 1 entlang der Linie G-G in Fig. 18. Die Verbindung weist vorzugsweise eine Länge l1 von 1 mm bis 6 mm, vorzugsweise von 1,5 mm bis 4 mm auf, sowie eine Höhe b1 von 0,2 mm bis 1,2 mm, vorzugsweise von 0,4 mm bis 0,8 mm auf.
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Die Figs . 21 und 22 zeigen jeweils eine Draufsicht sowie eine Unteransicht eines Kammes aus sechs Grundkörpern 10 gemäss der ersten Ausführungsform der Erfindung, welche wiederum durch die Verbindungen 51 an den Aussenseiten der Grundkörperhalteabschnitte 11 miteinander verbunden sind.
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Die Ausgestaltung der einzelnen Grundkörper 10 entspricht ansonsten den vorangegangenen Figuren 1 bis 17.
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Die Fig. 23 veranschaulicht einen Schnitt im Bereich der Verbindung 51 zwischen zwei Applikatorvorrichtungen 1 entlang der Linie H-H in Fig. 21. Die Verbindung 51 ist wiederum in Form des länglichen Stegs mit der Länge l1 sowie einer Breite bi ausgebildet. Im Übrigen entspricht die Ausgestaltung der einzelnen Grundkörper den vorangegangenen Figuren 1 bis 1.
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Die Fig. 24 veranschaulicht eine Draufsicht auf eine einzelne Applikatorvorrichtung 1 gemäss einer zweiten Ausführungsform der Erfindung. Dabei entspricht die Ausgestaltung des Halsabschnitts 3 sowie der Arbeitsspitze 4 derjenigen welche in den vorangegangenen Figuren 1 bis 17 beschrieben wurde.
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Mit anderen Worten konzentrieren sich die Unterschiede vorliegend auf den Halteabschnitt 2. Dieser ist im Gegensatz zu der ersten Ausführungsform der Erfindung nicht oval ausgestaltet, sondern weist eine im Wesentlichen achteckige Form auf, welche in den Halsabschnitt 3 übergeht.
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Der Grundkörperhalteabschnitt 11 weist dabei zwei gegenüberliegend angeordnete, seitliche Haltevorsprünge 28a auf, sowie zwei gegenüberliegend angeordnete, hintere Haltevorsprünge 28b. Die Halteabdeckung 31 ist entsprechend um die seitlichen Haltevorsprünge 28a sowie um die hinteren Haltevorsprünge 28b herumgespritzt, so dass sie den Grundkörperhalteabschnitt 11 an fünf Stellen (je zweimal seitlich und einmal hinten) umgreift. Die Halteüberdeckung 31 weist eine Riffelung auf, welche aus einzelnen Rippen 31b gebildet ist, welche vorzugsweise in Form von Pfeilmustern symmetrisch zueinander angeordnet sind. Da der Grundkörperhalteabschnitt 11 bei dieser Ausführungsform keinen Haltevorsprung 16 aufweist, geht die Halsüberdeckung 32 unmittelbar über in die Halteüberdeckung 31. Mit anderen Worten, die Halteüberdeckung 31 wird im vorderen Bereich des Grundkörperhalteabschnitts 11 nur begrenzt durch die vorderen Haltevorsprünge 28c, welche ihrerseits in den Grundkörperhalsabschnitt 12 übergehen.
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In Fig. 25 wird eine Seitenansicht der Applikatorvorrichtung gemäss Fig. 24 illustriert. Die Halteabdeckung 31 umgreift den seitlichen Haltevorsprung 28a an beiden Seiten des Grundkörperhalteabschnitts 11. An der Oberseite des Grundkörperhalteabschnitts 11 erstreckt sich die Riffelung bzw. Rippenstruktur 31b der Halteüberdeckung 31 zwischen den hinteren Haltevorsprüngen 28b und den vorderen Haltevorsprüngen 28c in Richtung der Längsachse L.
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Die Fig. 26 zeigt eine Unteransicht der Applikatorvorrichtung 1 gemäss Fig. 24. Man erkennt, wie die Halteüberdeckung 31 auch auf der Unterseite die seitlichen Haltevorsprünge 28a umschliesst, welche somit eine sichere Verankerung für die Halteüberdeckung 31 gewährleisten. Des Weiteren ist die Halteüberdeckung 31 auch noch um das hintere Ende des Grundkörperhalteabschnitts 11 herumgespritzt, was für eine weitere Halterung sorgt.
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Die Fig. 27 ist eine Schnittansicht durch die Applikatorvorrichtung 1 entlang der Längsachse L gemäss Fig. 26. Man erkennt, dass auch in dieser Ausführungsform der Grundkörperhalteabschnitt 11, sowohl an der Oberseite, als auch an der Unterseite jeweils eine konkave Wölbung 17, 18 aufweist, was die Ergonomie des Griffbereichs verbessert.
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Der Umspritzkörper 30, bestehend aus der Halteabdeckung 31, der Halsabdeckung 32 sowie der Ummantelung 33 mit der vordersten Spitze 34 verläuft im Querschnitt durchgehend vom vorderen bis zum rückwärtigen Ende der Applikatorvorrichtung 1, wobei die Halteüberdeckung 31 um das rückwärtige Ende herumgelegt ist. Im Gegensatz zu dem in Fig. 8 gezeigten Querschnitt der ersten Ausführungsform der Erfindung ist hier kein Haltevorsprung 16 im Bereich der Längsachse L angeordnet.
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Die Figs. 28 bis 30 zeigen eine Draufsicht, eine Seitenansicht sowie eine Unteransicht des Grundkörpers 10 einer Applikatorvorrichtung 1 gemäss der zweiten Ausführungsform der Erfindung. Man erkennt, dass die seitlichen Aussparungen 23a auf der Ober- sowie auf der Unterseite des Grundkörperhalteabschnittes 11 um die seitlichen Haltevorsprünge 28a herum verlaufen und diese quasi einschnüren. Die Aussparung 23 am hinteren Ende des Grundkörperhalteabschnitts 11 trennt die beiden hinteren Haltevorsprünge 28b voneinander. Die vorderen Haltevorsprünge 28c gehen über in den Grundkörperhalsabschnitt 12, wo der Kanal 21 für die Halsüberdeckung 32 ausgebildet ist. Diese Struktur erlaubt ebenfalls eine sehr gute Halterung der Weichkomponente am Grundkörper 10.
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Die Fig. 31 illustriert einen Längsschnitt durch den Grundkörper 10 entlang der Längsachse L gemäss Fig. 30. Man erkennt hier, dass aufgrund der konkaven Wölbungen 17, 18 auf der Ober- wie auf der Unterseite des Grundkörperhalteabschnitts 11, sowie aufgrund der seitlichen Einkerbungen 23a, die seitlichen Haltevorsprünge 28a über den entsprechend verschlankten Bereich des Grundkörperhalteabschnitts 11 hervorstehen.
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Die vorderen Haltevorsprünge 28c gehen über in den Kanal 21 des Grundkörperhalsabschnitts 12. Der hintere Haltevorsprung 28b steht gegenüber der Schnittfläche des Grundkörperhalteabschnitts auf der Oberseite sowie am rückwärtigen Ende hervor. Das rückwärtige Ende des Grundkörperhalteabschnitts 11 weist analog der Grundkörperspitze eine Abstufung 29 auf, welche der besseren Halterung der Weichkomponente dient.
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Die Fig. 32 zeigt eine Draufsicht auf eine einzelne Applikatorvorrichtung 1 gemäss einer dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Auch hier sind der Halsabschnitt 3 sowie die Arbeitsspitze 4 identisch mit der ersten und der zweiten Ausführungsform der Erfindung, welche in den vorangegangenen Fig. 1 bis 31 beschrieben wurden. Die Unterschiede liegen vielmehr im Bereich des Halteabschnitts 2, was im Folgenden näher erläutert wird.
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Der Halteabschnitt 2 umfasst den Grundkörperhalteabschnitt 11 sowie die Halteüberdeckung 31 mit Noppen 31a, welche vorzugsweise oval ausgebildet sind. Die Halteüberdeckung 31 bildet im vorderen Bereich des Grundkörperhalteabschnitts 11 einen Haltepunkt 39 aus Weichkomponente aus, welcher den Übergang zum Halsabschnitt 3 bildet. Der Haltepunkt 39 ist in Richtung der Längsachse L zusammen mit der Halteüberdeckung 31 ausgebildet, während die seitlichen Ränder des Haltepunktes 39 aus der Hartkomponente des Grundkörperhalteabschnitts 11 geformt sind.
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Fig. 33 zeigt eine entsprechende Seitenansicht der Applikatorvorrichtung 1 gemäss Fig. 32, in der insbesondere die seitliche Ausdehnung der Halteüberdeckung 31 beziehungsweise des Haltepunkts 39 dargestellt ist. Die Teile des Haltepunktes 39, welche aus Hartkomponente gestaltet sind, erstrecken sich nur etwa bis zur Mitte der Seitenwand des Halteabschnitts 2, wohingegen die Halteabdeckung 31 die Seitenwand vollständig bedeckt.
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In Fig. 34 wird des Weiteren eine Unteransicht der Applikatorvorrichtung 1 gemäss Fig. 32 gezeigt. Hier ist zu sehen, dass die Halteabdeckung 31 auf der Unterseite eine zentrale Vertiefung 26 der Unterseite des Grundkörperhalteabschnitts 11 an den Seiten und am hinteren Ende umschliesst, wobei die Halteüberdeckung 31 im Wesentlichen eine V-Form ausbildet. Die zentrale Vertiefung 26 ist im Grundkörperhalteabschnitt 11 als Vorsprung gestaltet, um dieses Element ist eine Ausnehmung geformt, die mit Weichkomponente gefüllt wird, sodass die zentrale Vertiefung 26 erst im Endprodukt als solche sichbar wird. Die zentrale Vertiefung 26 an der Unterseite des Grundkörperhalteabschnitts 11 ist in Form eines länglichen Ovals ausgebildet, welches sich zum hinteren Ende des Grundkörperhalteabschnitts 11 gegebenenfalls leicht verjüngt. Dadurch bildet sich wiederum eine Geometrie für die Auflage des Daumens und zwar in Form einer konkaven Wölbung.
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Die Fig. 35 bis 37 zeigen eine Draufsicht, eine Seitenansicht sowie eine Unteransicht des Grundkörpers der Applikatorvorrichtung gemäss Fig. 32 bis 34. Auf der Oberseite weist der Grundkörperhaltabschnitt 11 einen zentral angeordneten Haltevorsprung 16 auf sowie zwei seitliche Haltevorsprünge 28a, welche aber auch den hinteren Teil des Grundkörperhalteabschnitts teilweise umgeben. An dem dem Grundkörperhalsabschnitt 12 zugewandten Ende des Grundkörperhalteabschnitts 11 sind vordere Haltevorsprünge 28c vorgesehen, in deren Bereich jeweils eine seitliche Ausbuchtung 27 angebracht ist, welche der Aufnahme von Weichkomponente dient. Die mit der Weichkomponente ausgefüllten seitlichen Ausbuchtungen bilden dann den Haltepunkt 39.
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Zwischen den seitlichen Haltevorsprüngen 28a und dem vorderen Haltevorsprung 28c sind jeweils seitliche Aussparungen 23a vorgesehen, um die die Weichkomponente herumgespritzt wird. Im hinteren Bereich des Grundkörperhalteabschnitts 11 ist eine weitere Aussparung 23 vorgesehen, um welche die Weichkomponente ebenfalls herumgespritzt wird, um eine gute Verankerung zur gewährleisten. Mit anderen Worten dienen in der vorliegenden Ausführungsform die hinteren und seitlichen Aussparungen 23, 23a, der Haltevorsprung 16 auf der Oberseite sowie der zentrale Vorsprung 26 auf der Unterseite des Grundkörperhalteabschnitts 11 als Verankerungsstrukturen für die Weichkomponente bzw. als Stützstrukturen beim Umspritzen des Grundkörpers mit Weichkomponente.
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In den Fig. 38a und 38b werden eine Draufsicht sowie eine Seitenansicht einer Applikatorvorrichtung 1 gemäss einer vierten Ausführungsform der Erfindung gezeigt. In dieser Ausführungsform weist die Applikatorvorrichtung 1 an beiden Enden je eine Arbeitsspitze auf. Das rechte beziehungsweise vordere Ende der Applikatorvorrichtung 1 weist dabei einen Halsabschnitt 3 und eine Arbeitsspitze 4 auf, wie sie bereits für die vorangegangenen Ausführungsformen beschrieben wurde.
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Auf der linken beziehungsweise hinteren Seite weist die Applikatorvorrichtung 1 eine zusätzliche Arbeitsspitze 4 ' in Form eines Zahnstochers 40 auf. Der Zahnstocher 40 ist vorliegend aus der Hartkomponente gebildet, er kann aber auch ganz oder nur teilweise mit Weichkomponente bedeckt sein. Die Halteüberdeckung 31 weist gekrümmte Rippen 31c auf, welche jeweils zur Arbeitsspitze 4 beziehungsweise zur Arbeitsspitze 4' hin ausgerichtet sind, damit bei der Benutzung der beiden Arbeitsspitzen 4, 4' jeweils ein sicherer Halt gewährleistet werden kann.
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Vorliegend werden jeweils zwei gekrümmte Rippen 31c für jede Seite gezeigt. Es können aber auch drei, vier oder fünf Rippen vorgesehen sein, je nach Länge des Halteabschnitts 2 und Grösse der einzelnen Rippen 31c. Die Rippen 31c sind dabei einstückig mit der Weichkomponente der Halteüberdeckung 31, der Halsüberdeckung 32 und der Ummantelung 33 geformt. Wie in der Seitenansicht gemäss Fig. 38b zu sehen, weist der Halteabschnitt 2 eine konkave Wölbung 17 auf, welche wiederum aus ergonomischen Gründen für die Fingerauflage vorgesehen ist.
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Die Fig. 39a bis c zeigen eine fünfte, sechste und siebte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, wobei diese sich gegenüber den Fig. 38a bis b nur hinsichtlich der zweiten Arbeitsspitze 4' unterscheiden. Die Fig. 39a veranschaulicht dabei als zweite Arbeitsspitze 4 ' ein pinsel- beziehungsweise fächerartiges Element 41, welches insbesondere zum Abreinigen des Zahnfleischsaumes dient. Dieses kann aus einem oder mehreren Bündeln von konventionellen, extrudierten Borsten oder gespritzten Borsten gebildet sein. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, dass das Element 41 aus einem thermoplastischen Elastomer (d.h. vollflächig bzw. einstückig) gebildet wird.
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Fig. 39b zeigt eine ähnliche zweite Arbeitsspitze 4', wobei das Element 42 eine Einkerbung aufweist, um gegebenfalls auch etwas in die Zahnzwischenräume hineinwirken zu können. Auch hier können, wie bereits für Fig. 39a beschrieben, konventionelle extrudierte Borsten oder aber gespritzte Borsten verwendet werden. Des Weiteren besteht auch die Möglichkeit, dass das Element 42 aus einem thermoplastischen Elastomer (d.h. vollflächig bzw. einstückig) ausgebildet wird.
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Gemäss Fig. 39c umfasst die zusätzliche Arbeitsspitze 4' ein zangenförmiges Kunststoffelement 43 mit zwei Greifbacken 44 und einer Öffnung 45, wobei von den Greifbacken 44 nach innen gerichtete Reinigungselemente 46 abragen. Vorzugsweise ragen dabei die Reinigungselemente 46 radial nach innen, um die bestmögliche Reinigungswirkung zu erzielen. Diese Applikatorvorrichtung 1 wird vorzugsweise zur Implantatreinigung verwendet.
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In Fig. 40a wird eine Draufsicht auf einer Applikatorvorrichtung 1 gemäss einer achten Ausführungsform der Erfindung gezeigt. Die Arbeitsspitze 4 weist hier als vorderste Spitze eine Schirmspitze 34' auf, welche mehrere im Winkel zur Längsachse L angeordnete Reinigungselemente 35b' aufweist. Die Reinigungselemente 35b' sind dabei vorzugsweise in einem Winkel von etwa 45° nach vorne gerichtet und etwas länger ausgebildet als die übrigen horizontalen Reinigungselemente 35b. Beim Gebrauch, insbesondere beim Einführen in einen Interdentalraum, klappen diese Reinigungselemente 35b' zurück und entfalten so eine zusätzliche Reinigungswirkung.
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Gemäss Fig. 40b ist die vorderste Spitze in Form einer Schirmspitze 34'' ausgebildet, welche mehrere Reinigungselemente 35b'' aufweist, welche in einem Winkel zur Längsachse L angeordnet sind und zwar genau umgekehrt wie bei der Schirmspitze 34' gemäss Fig. 40a. Die Reinigungselemente 35b'' sind nach hinten ausgerichtet und vorzugsweise in einem Winkel von etwa 45° gegenüber der Längsachse L der Applikatorvorrichtung 1 angeordnet. Hier klappen die Reinigungselemente 35b'' insbesondere beim Herausziehen aus einem Interdentalraum zurück und entfalten so eine zusätzliche Reinigungswirkung.
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Die Fig. 41a und 41b zeigen eine Draufsicht sowie eine Seitenansicht einer Applikatorvorrichtung 1 gemäss einer neunten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Hier weist die Arbeitsspitze 4 einen Mehrzonen-Aufbau auf. Dabei ist die Arbeitsspitze 4 in drei Zonen ZI, Z2 und Z3 unterteilt. Die Zonen sind ZI und Z3 entsprechen dabei dem üblichen vorbeschriebenen Aufbau. In der Zone Z2 weisen die horizontalen Reinigungselemente 35b allerdings in der Horizontalen jeweils ein konvex gewölbtes Profil auf, welches eine wulstartige Form für die Zone Z2 in der Draufsicht ergibt. Die vertikalen Reinigungselemente 35a sowie die lamellenförmigen Reinigungselemente 36 bilden ebenfalls ein konvex geformtes Profil aus, welches das wulstförmige horizontale Profil der horizontalen Reinigungselemente 35b ergänzt und zusätzlich auch ein konvex geformtes Profil in der vertikalen ergänzt. Auf diese Weise kann im Bereich der mittleren Zone Z2 eine besonders starke Reinigungswirkung erzielt werden.
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Die wulstförmige Zone Z2 kann aber auch im vorderen sowie im hinteren Bereich der Arbeitsspitze, das heisst in Position der Zone ZI oder Z3 angeordnet sein. Des Weiteren finden auch zwei oder drei wulstförmige Zonen Z2 vorgesehen sein, welche ggf. die Zonen ZI und Z3 ersetzen.
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Die Fig. 41c und 41d zeigen eine Draufsicht sowie eine Seitenansicht einer Applikatorvorrichtung 1 mit einer anderen Mehrzonen-Arbeitsspitze 4.
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Hier weist die Arbeitsspitze 4 fünf Zonen ZI, Z2, Z3, Z4 und Z5 auf, wobei die Zonen ZI und Z5 den üblichen vorbeschriebenen Aufbau aufweisen. Die mittleren Zonen Z2, Z3 und Z4 hingegen weisen in der Draufsicht jeweils ein pfeilförmiges Profil der horizontalen Reinigungselemente 35b sowie der lamellenförmigen Reinigungselemente 36 auf, das heisst sie werden von hinten nach vorne gesehen kürzer. Des Weiteren weisen in der Seitenansicht die Reinigungselemente 35a und die lamellenförmigen Reinigungselemente 36 ein pfeilförmiges vertikales Profil auf, das heisst sie werden von hinten nach vorne gesehen kürzer. Wiederum wird eine besonders kräftige Reinigungswirkung in der Mitte der Arbeitsspitze 4 bereitgestellt. Auch hier können allerdings die Zonen ZI und/oder Z5 ausgestaltet sein wie die Zonen Z2 bis Z4 und es können die Positionen der Zonen wechseln. Es können beispielsweise zwischen den pfeilförmigen Profilen "normale" Zonen ZI, Z5 angeordnet sein.
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Die Fig. 42a und 42b zeigen eine Draufsicht beziehungsweise eine Seitenansicht einer Applikatorvorrichtung 1 gemäss einer zehnten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Hier weist die Arbeitsspitze eine Kombination aus den üblichen horizontalen Reinigungselementen 35b, den üblichen lamellenförmigen Reinigungselementen 36 sowie - anstelle der üblichen vertikalen Reinigungselemente 35a - länglichen vertikalen Schleifelementen 37 auf. Die länglichen vertikalen Schleifelemente 37 sind abgeknickt ausgebildet und zwar alternierend einmal zur linken und einmal zur rechten Seite weisend. Die länglichen vertikalen Schleifelemente 37 können aber alle auch in dieselbe Richtung weisen oder in beliebiger Reihenfolge mal nach links und mal nach rechts weisen. In der Seitenansicht weisen die länglichen vertikalen Schleifelemente 37 eine dach- beziehungsweise dreieckförmige Ausgestaltung auf. Die länglichen vertikalen Schleifelemente 37 reichen vorzugsweise nicht bis zur vordersten Spitze 34, sondern lassen hier einen Freiraum zum Einfädeln. Mittels der länglichen vertikalen Schleifelemente 37 kann eine besonders effiziente Abreinigung des Approximalraums erzielt werden.
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In den Fig. 42c und 42d wird eine Draufsicht sowie eine Seitenansicht einer Applikatorvorrichtung 1 mit Schleifelementen 38 wiedergegeben, welche einen Mehrzonen-Aufbau aufweist. Die Arbeitsspitze 4 umfasst drei Zonen ZI, Z2 und Z3, wobei die Zone ZI den üblichen, vorgängig beschriebenen Aufbau aufweist. Die Zone Z2 weist laterale Schleifelemente 38 auf, welche sich von der Unterseite der Arbeitsspitze bis auf deren Oberseite erstrecken. Zwischen den lateralen Schleifelementen 38 sind (vorzugsweise) keine vertikalen Reinigungselemente 35a angeordnet.
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Die lateralen Schleifelemente 38 weisen in etwa dieselbe Erstreckung auf wie die lamellenförmigen Reinigungselemente 36. Die Zone Z3, welche sich bis zur vorletzten Spitze 34 erstreckt, ist frei von Reinigungselementen. Grundsätzlich ist es denkbar, dass auch die Zone Z3 Schleifelemente 38 aufweist. Die Schleifelemente sind vorzugsweise ähnlich den lamellenförmigen Reinigungselementen 36 aufgebaut, weisen aber eine grössere Dicke auf. Denkbar ist auch, dass die lamellenförmige Reinigungselemente 36 in der Zone ZI durch laterale Schleifelemente 38 ersetzt werden.
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In den Fig. 43a bis d werden hier jeweils eine Draufsicht und eine Seitenansicht von zwei Applikatorvorrichtungen mit einer ungeraden Arbeitsspitze 4 gezeigt. Die Arbeitsspitzen 4 weisen ansonsten den üblichen, vorgängig beschriebenen Aufbau auf.
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Die Arbeitsspitze 4 gemäss Fig. 43 a und b weist eine in der Seitenansicht gesehen leicht geschwungene Form auf und ist ggf. gleichzeitig etwas nach unten geneigt. Das heisst, die Dicke der Arbeitsspitze 4 nimmt nicht linear ab in Richtung des vordersten Endes 34, sondern weist im mittleren Bereich eine stärkere Abnahme auf, welche dann aber im Bereich vor der vordersten Spitze 34 wieder linear wird. Entsprechend ist die Unterseite der Arbeitsspitze nicht gerade ausgebildet sondern weist eine ähnliche Schwingung auf wie die Oberseite (welche aber etwas weniger stark ausfällt).
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In den Fig. 43c und d weist die Arbeitsspitze 4 in der Draufsicht eine wellen- oder schlangenförmige Ausgestaltung auf, wobei ansonsten die Reinigungselemente 35a, 35b sowie die Reinigungselemente 36, die vorgängig beschriebene Ausgestaltung aufweisen. In der Seitenansicht weist die Arbeitsspitze 4 keine geschwungene oder wellenförmige Geometrie auf sondern ist wie üblich mit linear abnehmender Dicke (das heisst konisch) ausgestaltet.
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In den Fig. 44a und 44b wird eine Draufsicht sowie eine Seitenansicht einer Applikatorvorrichtung 1 gemäss einer zwölften Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Diese Applikatorvorrichtung 1 weist gegenüber den zuvor beschriebenen Applikatorvorrichtungen eine Verlängerung 2' des Halteabschnitts 2 auf, welche sich an das rückwärtige Ende des Halteabschnitts 2 anschliesst. Die Halteüberdeckung 31' der Verlängerung 2' weist wiederum mehrere, vorzugsweise zwei, gekrümmte Rippen 31c' auf, welche vorzugsweise nach aussen gerichtet sind. Der Halteabschnitt 2 sowie die Verlängerung des Halteabschnitts 2' weisen jeweils eine konkave Wölbung 17 beziehungsweise 17' an der Oberseite auf.
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In einer alternativen Ausführungsform, welche in Fig. 44c gezeigt wird, weist die Verlängerung 2' des Halteabschnitts 2 an der Oberseite eine konkave Wölbung 17' auf, wohingegen der Halteabschnitt 2 an der Oberseite gerade ausgebildet ist, dafür aber an der Unterseite eine konkave Wölbung 18 aufweist (und die Verlängerung 2' nicht) . Es ist allerdings auch denkbar, dass die Unterseite der Halteabschnittverlängerung 2' eine konkave Wölbung aufweist und die Oberseite der Halteabschnittverlängerung 2' entweder ebenfalls eine Wölbung 17' aufweist oder gerade ausgebildet ist.
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In den Figs . 45a und 45b werden eine Seitenansicht bzw. eine Draufsicht einer Applikatorvorrichtung 1 gemäss einer dreizehnten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dargestellt. Diese Applikatorvorrichtung 1 weist eine abgewandelte Basisform auf, wobei der Halsabschnitt 3 und die Arbeitsspitze 4 nicht gerade von dem Halteabschnitt 2 abstehen. Im Vergleich zu den bisher gezeigten Ausführungsformen ist der Halsabschnitt 3 hier nicht symmetrisch aufgebaut, sondern weist auf einer Seite eine gerade Form auf und auf der anderen Seite eine Krümmung K.
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Die Arbeitsspitze 4 weist die übliche Ausgestaltung auf (d.h. wie etwa in den Figuren 1 bis 17 beschrieben), ist aber im Vergleich zu den vorherigen Ausführungsformen um 90 ° gegenüber dem Hals- und Halteabschnitt 3, 2 verdreht angeordnet. Dies hängt damit zusammen, dass diese Applikatorvorrichtung 1 im Gebrauch senkrecht zwischen Daumen und Zeigefinder gehalten wird. Daher weist die Applikatorvorrichtung 1, wie in der Draufsicht gemäss Fig. 45b zu sehen, auf beiden Seiten des Halteabschnitts 2 jeweils eine konkave Wölbung 17, 18 auf. Auf diese Weise kann ein ergonomisch günstiger Halt bereitgestellt werden.
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In den Figs . 46 und 46b wird schliesslich eine Draufsicht sowie eine Seitenansicht einer Applikatorvorrichtung 1 gemäss einer vierzehnten Ausführungsform der Erfindung gezeigt. Hier weist der Halteabschnitt 2 an seinem rückwärtigen Ende einen Saugnapf 47 auf, welcher zum senkrechten Abstellen der Applikatorvorrichtung 1 dient. Der Saugnapf 47 ist vorzugsweise aus Weichkomponente gebildet und weist einen Hohlraum 48 (gestrichelte Linie) auf, mittels welchem der erforderliche Unterdruck erzeugt werden kann. Anstelle des Saugnapfes 47 kann aber auch ein normaler Standfuss ohne Saugwirkung vorgesehen sein. Ein solcher Standfuss wird vorzugsweise aus Hartkomponente gebildet.
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In Fig. 47a, 47b und 47c wird eine Draufsicht sowie je eine Seitenansicht einer ersten und einer zweiten Variante einer Applikatorvorrichtung 1 gemäss einer fünftzehnten Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Diese Applikatorvorrichtung 1 weist gegenüber den zuvor beschriebenen Applikatorvorrichtungen eine Verlängerung des Halteabschnitts 2 auf, welche sich an das rückwärtige Ende des Halteabschnitts 2 anschliesst. Auf der Verlängerung ist ein Polierelement 46' gestaltet. Dieses Polierelement kann beispielsweise wie in Variante 1 in Fig. 47b als konvexe Wölbung gestaltet sein, oder wie in Variante 2 in Fig. 47c gezeigt, als Element mit einer Polierelement-Kante 6Λ Λ . Die Grundform ist bei beiden Varianten identisch, sodass die Draufsicht in Fig. 47a für beide gilt.
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In Fig. 48 wird eine Draufsicht auf eine Applikatorvorrichtung 1 gemäss einer sechzehnten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dargestellt. Diese Applikatorvorrichtung 1 weist eine abgewandelte Basisform auf, wobei der Halsabschnitt 3 und die Arbeitsspitze 4 nicht gerade von dem Halteabschnitt 2 abstehen. Der Halsabschnitt 3 ist hier nicht symmetrisch aufgebaut, sondern weist auf einer Seite eine gerade Form auf und auf der anderen Seite eine Krümmung K.
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Die Arbeitsspitze 4 weist die übliche Ausgestaltung auf (d.h. wie etwa in den Figuren 1 bis 17 beschrieben), ist aber im Vergleich zu den vorherigen Ausführungsformen um 90 ° gegenüber dem Hals- und Halteabschnitt 3, 2 verdreht angeordnet. Dies hängt damit zusammen, dass diese Applikatorvorrichtung 1 im Gebrauch senkrecht zwischen Daumen und Zeigefinder gehalten wird. Auf diese Weise kann ein ergonomisch günstiger Halt bereitgestellt werden. Als weiteres Funktionselement ist eine Zungenreinigerkante 46Λ gestaltet, welche aus Weichkomponente geformt ist und in der Krümmung K angeordnet ist.
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Die Fig. 49a bis 49d zeigen ein Griffverlängerungsteil 60 in verschiedenen Ansichten, ohne eingeführte Applikatorvorrichtung 1. Neben dem Aufnahmebereich 61 ist eine Zugangsöffnung 62 gezeigt, welche für die Herstellung des Fixierelements 63 benötigt wird. Die Durchführungsöffnung 64 ist ebenfalls geformt, diese dient zusammen mit dem Fixierelement 63 zur Halterung der Applikatorvorrichtung.
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Die Fig. 50a bis 50d zeigen das Griffverlängerungsteil 60 aus den Fig. 49a bis 49d mit eingeführter Applikatorvorrichtung 1. Die Applikatorvorrichtung 1 wird zur Montage im Griffverlängerungsteil 60 mit der Arbeitsspitze durch die Durchführungsöffnung 64 geführt und anschliessend mit dem freien Ende des Halteabschnittes zwischen dem Fixierelement 63 und einer Fläche des Aufnahmebereichs 61 geklemmt. Damit ist eine Nutzung der Applikatorvorrichtung 1 mit Griffverlängerungsteil 60 möglich.
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In den Fig. 51, 52 und 53 ist die Modularität des Spritzgusswerkzeugs schematisch dargestellt. In Hinteransicht ist eine Applikatorvorrichtung gezeigt, welche in zwei Kavitäten hergestellt wird, wobei die verschiedenen Abschnitte der Spritzgusskavität schematisch mit gestrichtelten Linien gezeigt sind.
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Die Fig. 51 zeigt eine erste Variante des modularen Aufbau des Spritzgusswerkzeugs. Die Variante besteht aus drei Abschnitten der Spritzgiesskavität. Der hintere Abschnitt 52 der Spritzgiesskavität bildet in einer ersten Form in der ersten Kavität den Grundkörperhalteabschnitt aus und in einer zweiten Form in der zweiten Kavität die Halteüberdeckung. Der vordere Abschnitt 53 der Spritzgiesskavität bildet in einer ersten Form in der ersten Kavität die Grundkörperspitze aus und in einer zweiten Form in der zweiten Kavität die Ummantelung. Dazwischen ist als mittlerer Abschnitt der fixe Halsabschnitt 54 angeordnet. Dieser dient dazu den Grundkörper der Applikatorvorrichtung von der ersten zur zweiten Kavität zu bewegen. Von der ersten zur zweiten Kavität ändert hier nur die Vorderseite. Dieser fixe Halsabschnitt 54 ist als Umlegeeinrichtung ausgelegt.
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Die Modularität ist in dem Fall so gestaltet, dass der hintere und der vordere Abschnitt der Spritzgiesskavität 52, 53 wechselbar sind und der fixe Halsabschnitt 54 nicht wechselt. Ein einfacher Modellwechsel wird möglich, da nur nicht bewegliche Kavitäten-Teile ausgewechselt werden. Die Wechselbarkeit bringt hier die Möglichkeit Applikatorvorrichtungen mit verschiedenen Halteabschnitten und mit verschiedenen Arbeitsspitzen zu gestalten, wobei der Halsabschnitt jeweils gleich bleibt.
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Die Fig. 52 zeigt eine zweite Variante des modularen Aufbaus des Spritzgusswerkzeugs. Die Variante besteht aus zwei Abschnitten einer Spritzgiesskavität. Der hintere Abschnitt 55 der Spritzgiesskavität bildet in einer ersten Form in der ersten Kavität den Grundkörperhalteabschnitt und den Halsabschnitt aus und in einer zweiten Form in der zweiten Kavität die Halteüberdeckung und den Halsabschnitt. Der vordere Abschnitt 53 der Spritzgiesskavität bildet in einer ersten Form in der ersten Kavität die Grundkörperspitze aus und in einer zweiten Form in der zweiten Kavität die Ummantelung.
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Die Umlegeeinrichtung wird im Bereich des hinteren Abschnitts 55 der Spritzgiesskavität integriert. Damit kann der Grundkörper der Applikationsvorrichtung von der ersten zur zweiten Kavität bewegt werden. Die Modularität bringt hier einzig eine Wechselbarkeit des vorderen Abschnitts 53 der Spritzgiesskavität , d.h. es können verschiedene Arbeitsspitzen mit demselben Halte- und Halsabschnitt geformt werden.
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Die Fig. 53 zeigt eine dritte Variante des modularen Aufbau des Spritzgusswerkzeugs. Die Variante besteht aus zwei Abschnitten einer Spritzgiesskavität. Der hintere Abschnitt 52 der Spritzgiesskavität bildet in einer ersten Form in der ersten Kavität den Grundkörperhalteabschnitt aus und in einer zweiten Form in der zweiten Kavität die Halteüberdeckung. Der vordere Abschnitt 56 der Spritzgiesskavität bildet in einer ersten Form in der ersten Kavität den Halsabschnitt und die Grundkörperspitze aus und in einer zweiten Form in der zweiten Kavität den Halsabschnitt und die Ummantelung.
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Die Umlegeeinrichtung wird im Bereich des vorderen Abschnitts 56 der Spritzgiesskavität integriert. Damit kann der Grundkörper der Applikatorvorrichtung von der ersten zur zweiten Kavität bewegt werden. Die Modularität bringt hier einzig eine Wechselbarkeit des hinteren Abschnitts 52 der Spritzgiesskavität , d.h. es können verschiedene Halteabschnitte mit demselben Halsabschnitt und derselben Arbeitsspitzen geformt werden.
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Selbstverständlich dienen die hier beschriebenen und gezeigten Ausgestaltungsvarianten lediglich als Beispiele für Applikatorvorrichtungen im Sinne der vorliegenden Erfindung. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung können insbesondere die einzelnen beschriebenen und gezeigten Halteabschnitte, Halsabschnitte, Arbeitsspitzen, zusätzliche Arbeitsspitzen und Verlängerungen untereinander kombiniert werden ohne den Erfindungsgegenstand zu verlassen.
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Die Merkmalsbeschreibungen für spezifische Figuren lassen sich selbstverständlich auf andere Figuren übertragen, die gleiche oder ähnliche Merkmale zeigen und bei denen die Merkmale ggf. nicht im gleichen Detail beschrieben sind.
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Folgende Aspekte (A) sind mit umfasst:
- (A1) Applikatorvorrichtung mit zumindest einem
- Halteabschnitt (2), mindestens einer Arbeitsspitze (4) sowie einem den Halteabschnitt (2) und die Arbeitsspitze (4) verbindenden Halsabschnitt (3), aufweisend einen Grundkörper (10) welcher wenigstens teilweise aus einer ersten Kunststoffkomponente gebildet ist, wobei der Grundkörper (10) wenigstens teilweise von mindestens einer zweiten
- Kunststoffkomponente umspritzt ist, welche weicher ist als die erste Kunststoffkomponente, wobei im Bereich der Arbeitsspitze (4) die mindestens eine zweite Kunststoffkomponente den Grundkörper (10) wenigstens teilweise ummantelt und wobei die Ummantelung (33) nach aussen abragende, vorzugsweise borstenförmige, Reinigungselemente (35a, 35b) umfasst.
- (A2) Applikatorvorrichtung nach (A1), dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitsspitze (4) dreikantförmig ausgebildet ist, wobei die obere Spitze (5) der Dreikantform zur Oberseite der Applikatorvorrichtung ausgerichtet ist und durch eine Reihe von vertikalen, vorzugsweise borstenförmigen, Reinigungselementen (35a) gebildet wird und wobei die unteren Spitzen (6, 7) der Dreikantform durch eine Reihe von horizontalen, vorzugsweise borstenförmigen, Reinigungselementen (35b) gebildet wird.
- (A3) Applikatorvorrichtung nach (A1) oder (A2), dadurch gekennzeichnet, dass die Unterseite des Grundkörpers (10) im Bereich der Arbeitsspitze (4) mindestens teilweise frei von Ummantelung (33) ist.
- (A4) Applikatorvorrichtung nach einem der vorhergehenden Aspekte, dadurch gekennzeichnet, dass, in einer Vorderansicht gesehen, auf der linken und rechte Seite (9, 8) der Dreikantform, zwischen den vertikalen und horizontalen, vorzugsweise borstenförmigen, Reinigungselementen (35a, 35b), lamellenförmige Reinigungselemente (36) angeordnet sind, wobei bevorzugt die vertikalen und horizontalen, vorzugsweise borstenförmigen, Reinigungselemente (35a, 35b) weiter nach aussen abragen als die lamellenförmigen Reinigungselemente (36).
- (A5) Applikatorvorrichtung nach einem der vorhergehenden Aspekte, dadurch gekennzeichnet, dass, in Richtung der Längsachse (L) der Arbeitsspitze (4) gesehen, die vertikalen und horizontalen, vorzugsweise borstenförmigen, Reinigungselemente (35a, 35b) zueinander versetzt angeordnet sind, wobei vorzugsweise die lamellenförmigen Reinigungselemente (36) in einer Querschnittsebene mit den vertikalen, vorzugsweise borstenförmigen, Reinigungselementen (35a) angeordnet sind und wobei weiter vorzugsweise die horizontalen, vorzugsweise borstenförmigen, Reinigungselemente (35b) paarweise gegenüberliegend angeordnet sind.
- (A6 )Applikatorvorrichtung nach einem der vorhergehenden Aspekte, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Arbeitsspitze (4) mehrere Abstützungen (14a, 14b) vorgesehen sind, wobei die Abstützungen (14a, 14b) vorzugsweise in Form von Freistellen (14a) an der Oberseite des Grundkörpers (10) und in Form von seitlichen Vorsprüngen (14b) des Grundkörpers (10) vorgesehen sind.
- (A7) Applikatorvorrichtung nach einem der vorhergehenden Aspekte, dadurch gekennzeichnet, dass in die Unterseite des Grundkörpers (10) im Bereich der Arbeitsspitze (4) eine oder mehrere Vertiefung (en) (15) eingebracht ist/sind.
- (A8) Applikatorvorrichtung nach einem der vorhergehenden Aspekte, dadurch gekennzeichnet, dass an dem der Arbeitsspitze (4) gegenüberliegenden Ende des Halteabschnitts (2) eine zusätzliche Arbeitsspitze (4') angeordnet ist.
- (A9) Applikatorvorrichtung nach (A8), dadurch gekennzeichnet, dass die zusätzliche Arbeitsspitze (4') ein zangenförmiges Kunststoffelement (43) mit zwei Greifbacken (44) und einer Öffnung (45) umfasst, wobei die Greifbacken (44) vorzugsweise nach innen gerichtete Reinigungselemente (46) aufweisen.
- (A10) Applikatorvorrichtung nach (A8), dadurch gekennzeichnet, dass die zusätzliche Arbeitsspitze (4') ein pinsel- oder fächerförmiges Reinigungselement aus einem thermoplastisches Elastomer oder aber aus einem oder mehreren Borstenbündeln umfasst.
- (A11) Applikatorvorrichtung nach einem der vorhergehenden Aspekte, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Halteabschnitt (2) und/oder dem Halsabschnitt (3) eine Beschriftung und/oder Bedruckung aufgebracht ist .
- (A12) Applikatorvorrichtung nach (A11), dadurch gekennzeichnet, dass die Beschriftung erhaben oder versenkt im Grundkörper (10) und/oder in den mit der zweiten Kunststoffkomponente umspritzten Bereich (Umspritzkörper 30) eingebracht ist.
- (A13) Applikatorvorrichtung nach einem der Aspekte (A11) oder (A12), dadurch gekennzeichnet, dass ein Farbmuster auf den mit der zweiten Kunststoffkomponente umspritzten Bereich (Umspritzkörper 30) aufgedruckt ist, vorzugsweise auf dem Halteabschnitt (2).
- (A14) Applikatorvorrichtung nach einem der vorhergehenden Aspekte, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitsspitze (4) Indikatorstoffe, insbesondere Geschmacks-, Färb- und/oder Reinigungsmittel, aufweist, welche während des Gebrauchs lösbar sind.
- (A15) Applikatorvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitsspitze (4) einen Mehrzonenaufbau (Z1 - Zn) aufweist .
- (A16) Applikatorvorrichtung nach einem der vorhergehenden Aspekte, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitsspitze (4) eine ungerade Form aufweist.
- (A17) Applikatorvorrichtung nach einem der vorhergehenden Aspekte, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und/oder die zweite Kunststoffkomponente einen Füllstoff mit kühlender Wirkung aufweisen.
- (A18) Applikatorvorrichtung nach (A17), dadurch gekennzeichnet, dass der Füllstoff mit kühlender Wirkung zusammen mit weiteren Füllstoffen mit Geschmack appliziert wird.
- (A19) Applikatorvorrichtung nach (A17) oder (A18), dadurch gekennzeichnet, dass der Füllstoff mit kühlender Wirkung ein Cooling Agent wie etwa WS 3, WS 5, WS 23 oder WS 32 ist.
- (A20) Applikatorvorrichtung nach einem der Aspekte (A17) bis (A19), dadurch gekennzeichnet, dass der Füllstoff eine Indikatorfunktion aufweist, wobei der Füllstoff vorzugsweise so dosiert ist, dass seine Wirkung nach einer vordefinierten Zeit nachlässt.
- (A21) Verfahren zur Herstellung einer Applikatorvorrichtung oder eines Kamms von Applikatorvorrichtungen im Spritzgiessverfahren, wobei die Applikatorvorrichtung (en) (1) zumindest einen Halteabschnitt (2), mindestens eine Arbeitsspitze (4) sowie einen den Halteabschnitt (2) und die Arbeitsspitze (4) verbindenden Halsabschnitt (3) aufweist/aufweisen, wobei in einem ersten Schritt ein oder mehrere Grundkörper (10) gespritzt wird/werden welche (r) wenigstens teilweise aus einer ersten Kunststoffkomponente gebildet ist/sind und wobei, nach einem Umlegevorgang, in einem zweiten Schritt der/die Grundkörper (10) wenigstens teilweise von mindestens einer zweiten Kunststoffkomponente umspritzt wird/werden, welche weicher ist als die erste Kunststoffkomponente , wobei im Bereich der Arbeitsspitze (n) (4) die zweite Kunststoffkomponente den Grundkörper (10) wenigstens teilweise ummantelt und wobei die Ummantelung (33) nach aussen abragende Reinigungselemente (35a, 35b) bildet.
- (A22) Verfahren nach (A22), dadurch gekennzeichnet, dass beim Umlegen jeweils ein Umlegeelement des Werkzeugs in eine Vertiefung (15a) des Halsabschnitts (3) des/der Grundkörper ( s ) (10) eingreift, wobei vorzugsweise die Vertiefung (15a) hinterschnittig ausgebildet ist.
- (A23) Verfahren nach (A21) oder (A22), dadurch gekennzeichnet, dass der/die Grundkörper (10) beim Umspritzen mit der zweiten Kunststoffkomponente jeweils mittels von einem oder mehreren Halteelementen des Werkzeugs an der Oberseite sowie an der Unterseite gehalten werden und wobei vorzugsweise der/die Grundkörper (10) jeweils zusätzlich durch seitliche Vorsprünge (14b) des Grundkörpers (10) gegenüber dem Werkzeug gehalten werden .
- (A24) Verfahren nach einem der Aspekte (A21) bis (A23), dadurch gekennzeichnet, dass der ersten und/oder der zweiten Kunststoffkomponente ein Füllstoff mit kühlender Wirkung, vorzugsweise in Form eines Compounds, beigemischt wird.
- (A25) Verfahren nach (A24), dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil des Füllstoffs im Compound zwischen 3 % und 50 % beträgt, vorzugsweise zwischen 5 % und 30 %.
- (A26) Werkzeug zur Herstellung eines Kamms von Applikatorvorrichtungen im Spritzgiessverfahren mit zumindest einer ersten Kavität zum Spritzen der ersten Kunststoffkomponente für die Grundkörper (10) sowie einer zweiten Kavität zum Umpritzen des Grundkörpers (10) mit der zweiten
- Kunststoffkomponente, wobei die erste Kavität für die erste Kunststoffkomponente modular aus zumindest einem hinteren Abschnitt für zumindest den Grundkörperhalteabschnitt (11) und zumindest einem vorderen Abschnitt für zumindest die
- Grundkörperspitze (13) aufgebaut ist und wobei die zweite Kavität für die zweite Kunststoffkomponente modular aus zumindest einem hinteren Abschnitt für zumindest die Halteüberdeckung (31) und zumindest einem vorderen Abschnitt für zumindest die Ummantelung (33) aufgebaut ist.
- (A27) Werkzeug nach (A26), dadurch gekennzeichnet, dass vermittels des modularen Aufbaus die erste Kavität aus geometrisch verschiedenartig ausgebildeten hinteren Abschnitten und aus geometrisch verschiedenartig ausgebildeten vorderen Abschnitten zusammensetzbar ist, so dass verschiedene Ausgestaltungen des Grundkörperhalteabschnitts (11) mit verschiedenen Ausgestaltungen der Grundkörperspitzen (13) kombinierbar sind.
- (A28) Werkzeug nach einem der Aspekte (A26) oder (A27), dadurch gekennzeichnet, dass vermittels des modularen Aufbaus die zweite Kavität aus geometrisch verschiedenartig ausgebildeten hinteren Abschnitten und aus geometrisch verschiedenartig ausgebildeten vorderen Abschnitten zusammensetzbar ist, so dass verschiedene Ausgestaltungen der Halteüberdeckung (31) mit verschiedenen Ausgestaltungen der Ummantelung (33) kombinierbar sind.
Bezugszeichenliste:
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- 1
- Applikatorvorrichtung
- 2
- Halteabschnitt
- 2'
- Verlängerung Halteabschnitt
- 3
- Halsabschnitt
- 4
- Arbeitsspitze
- 4'
- zusätzliche Arbeitsspitze
- 5
- obere Spitze Dreikantform
- 6
- untere Spitze Dreikantform (links)
- 7
- untere Spitze Dreikantform (rechts)
- 8
- rechte Seite Dreikantform
- 9
- linke Seite Dreikantform
- 10
- Grundkörper
- 11
- Grundkörperhalteabschnitt
- 11'
- Verlängerung Grundkörperhalteabschnitt
- 12
- Grundkörperhalsabschnitt
- 13
- Grundkörperspitze
- 14a
- Abstützungen (Freistellen)
- 14b
- Abstützungen (seitliche Vorsprünge)
- 15
- Vertiefung (en) Unterseite Grundkörperspitze
- 15a
- Vertiefung Unterseite Grundkörperhalsabschnitt
- 16
- Haltevorsprung
- 17
- konkave Wölbung Oberseite Halteabschnitt 17' konkave Wölbung Oberseite Verlängerung
- 18
- konkave Wölbung Unterseite Halteabschnitt
- 19
- Übergangsbereich (ohne Vertiefung)
- 20
- Durchbrechungen im Grundkörperhalteabschnitt
- 21
- Kanal Grundkörperhalsabschnitt (Oberseite)
- 22
- Verjüngung/Übergangsbereich
- 23
- Aussparung am hinteren Ende Grundkörperhalteabschnitt
- 23a
- seitliche Aussparungen am Grundkörperhalteabschnitt
- 24
- ovale Nut Unterseite Grundkörperhalteabschnitt
- 25
- Abstufung (vorne an Grundkörperspitze)
- 26
- zentrale Vertiefung (Unterseite Grundkörperhalteabschnitt)
- 27
- seitliche Ausbuchtungen im Grundkörperhalteabschnitt
- 28a
- seitliche Haltevorsprünge
- 28b
- hintere Haltevorsprünge
- 28c
- vordere Haltevorsprünge
- 29
- Abstufung (hinten an Grundkörperhalteabschnitt)
- 30
- Umspritzkörper
- 31
- Halteüberdeckung
- 31'
- Halteüberdeckung Verlängerung
- 31a
- Noppen der Halteüberdeckung
- 31b
- Riffelung/Rippen der Halteüberdeckung
- 31c
- gekrümmte Rippen der Halteüberdeckung
- 31c'
- gekrümmte Rippen der Halteüberdeckung Verlängerung
- 32
- Halsüberdeckung
- 33
- Ummantelung (der Arbeitsspitze)
- 34
- vorderste Spitze
- 34'
- vorderste Spitze (Schirmform)
- 34"
- vorderste Spitze (Pfeilform)
- 35a
- vertikale Reinigungselemente
- 35b
- horizontale Reinigungselemente
- 35b'
- Reinigungselemente Schirmspitze
- 35b"
- Reinigungselemente Pfeilspitze
- 36
- lamellenförmige Reinigungselemente
- 37
- vertikale Schleifelemente
- 38
- laterale Schleifelemente
- 39
- Haltepunkt
- 40
- zahnstocherartiges Element
- 41
- pinsel- oder fächerförmiges Element
- 42
- gekerbtes pinsel- oder fächerförmiges Reinigungselement
- 43
- zangenförmiges Element
- 44
- Greifbacken
- 45
- Öffnung
- 46
- Reinigungselemente
- 46'
- Polierelement
- 46''
- Polierelement-Kante
- 46‴
- Zungenreinigerkante
- 47
- Saugnapf
- 48
- Hohlraum
- 50
- Kamm aus einzelnen Applikatorvorrichtungen
- 50'
- Kamm aus einzelnen Grundkörpern
- 51
- Verbindung
- 52
- hintere Hälfte der Spritzgiesskavität (in der ersten Kavität für den Grundkörperhalteabschnitt, in der zweiten Kavität für die Halteüberdeckung)
- 53
- vordere Hälfte der Spritzgiesskavität (in der ersten Kavität für die Grundkörperspitze, in der zweiten Kavität für die Ummantellung)
- 54
- fixer Halsabschnitt der Spritzgiesskavität
- 55
- hintere Hälfte der Spritzgiesskavität (in der ersten Kavität für den Grundkörperhalteabschnitt und Halsabschnitt, in der zweiten Kavität für die Halteüberdeckung und Halsabschnitt)
- 56
- vordere Hälfte der Spritzgiesskavität (in der ersten Kavität für die Grundkörperspitze und Halsabschnitt, in der zweiten Kavität für die Ummantellung und Halsabschnitt)
- 60
- Griffverlängerungsteil
- 61
- Aufnahmebereich
- 62
- Zugangsöffnung 63 Fixierelement
- 64
- Durchführungsöffnung
- a1
- Abstand im Verbindungsbereich
- a2
- Abstand Mitte - Mitte
- b1
- Höhe Verbindung
- b2
- Breite seitlicher Vorsprung
- D1
- Durchmesser Arbeitsspitze (auf Weichkomponente gemessen, am freien Ende)
- D2
- Durchmesser Arbeitsspitze (auf Weichkomponente gemessen, im Bereich der letzten Reinigungselemente)
- D3
- Durchmesser Arbeitsspitze (Aussendurchmesser mit Reinigungselementen, am freien Ende)
- D4
- Durchmesser Arbeitsspitze (Aussendurchmesser mit Reinigungselementen, im Bereich der letzten Reinigungselemente)
- h1
- Höhe der seitlichen Vorsprünge K Krümmung Halsabschnitt
- l1
- Länge Verbindung
- l2
- Länge Halteabschnitt
- l2,
- Länge verlängerter Halteabschnitt
- l3
- Länge Halsabschnitt
- l4
- Länge Arbeitsspitze
- l5
- Länge seitlicher Vorsprung
- l6
- Länge Vertiefung Unterseite Grundkörperspitze
- l7
- Länge Vertiefung Unterseite Grundkörperhalsabschnitt
- l8
- Länge der vordersten Spitze
- ls
- Länge der Abstützungen (seitliche Vorsprünge) in Längsachsenrichtung
- L
- Längsachse der Applikatorvorrichtung/Arbeitsspitze
- X1
- Abstand hintere - mittelere Abstützung (Oberseite) X2 Abstand mittlere - vordere Abstützung (Oberseite)
- Zl-5
- Zonen der Arbeitsspitze bzw. der Ummantelung
- A-A
- Schnittlinie
- B-B
- Schnittlinie
- C-C
- Schnittlinie
- D-D
- Schnittlinie
- E-E
- Schnittlinie
- F-F
- Schnittlinie
- G-G
- Schnittlinie
- H-H
- Schnittlinie