EP4717808A1 - Computerimplementiertes verfahren zur fertigung eines textilen produkts - Google Patents

Computerimplementiertes verfahren zur fertigung eines textilen produkts

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EP4717808A1
EP4717808A1 EP24202925.4A EP24202925A EP4717808A1 EP 4717808 A1 EP4717808 A1 EP 4717808A1 EP 24202925 A EP24202925 A EP 24202925A EP 4717808 A1 EP4717808 A1 EP 4717808A1
Authority
EP
European Patent Office
Prior art keywords
textile
tool
computer
control unit
replacement
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
EP24202925.4A
Other languages
English (en)
French (fr)
Inventor
Jonas ACKER
Stanley Tarique GUNASEKERA
Frank WOIDECK
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Groz Beckert KG
Original Assignee
Groz Beckert KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Groz Beckert KG filed Critical Groz Beckert KG
Priority to EP24202925.4A priority Critical patent/EP4717808A1/de
Priority to PCT/EP2025/074281 priority patent/WO2026068111A1/de
Publication of EP4717808A1 publication Critical patent/EP4717808A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B81/00Sewing machines incorporating devices serving purposes other than sewing, e.g. for blowing air, for grinding
    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B35/00Details of, or auxiliary devices incorporated in, knitting machines, not otherwise provided for
    • D04B35/10Indicating, warning, or safety devices, e.g. stop motions
    • D04B35/18Indicating, warning, or safety devices, e.g. stop motions responsive to breakage, misplacement, or malfunctioning of knitting instruments
    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B85/00Needles
    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05DINDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBCLASSES D05B AND D05C, RELATING TO SEWING, EMBROIDERING AND TUFTING
    • D05D2205/00Interface between the operator and the machine
    • D05D2205/12Machine to the operator; Alarms

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein computerimplementiertes Verfahren zur Fertigung eines textilen Produkts mit einer Gruppe (5) von Textilmaschinen (3). Um ein textiles Produkt mit einer guten Qualität zu erhalten werden die Textilwerkzeuge (2), die in den Textilmaschinen (3) regelmäßig ausgetauscht. Um den regelmäßigen Austausch der Textilwerkzeuge (2) auch bei großen Gruppen von Textilmaschinen (3) gewährleisten zu können, wird beim Einbau eines ersten Textilwerkzeugs (102) in eine erste Textilmaschine (103) der Gruppe von Textilmaschinen (3) von einer Steuereinheit (6) ein Austauschzeitpunkt (17) für das erste Textilwerkzeug (102) berechnet und das erste Textilwerkzeug (102) aufgrund eines von der Steuereinheit (6) erzeugten Signals (7) zum Austauschzeitpunkt (17) gegen ein neues Textilwerkzeug (202) ausgetauscht.

Description

  • Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein computerimplementiertes Verfahren zur Fertigung eines bestimmten textilen Produkts. Textile Produkte können in verschiedenen Herstellungsverfahren gefertigt werden. Solche Herstellungsverfahren sind zum Beispiel: Stricken (z.B. Flachstricken oder Rundstricken), Nähen, Vernadelung zu einem Vlies, Tufting, Weben, Kettwirken oder Kardieren. Textile Produkte werden in solchen Herstellungsverfahren in industriellem Maßstab üblicherweise mit Textilmaschinen gefertigt, die für den Fertigungsvorgang zumindest ein Textilwerkzeug aufweisen. Die Textilwerkzeuge unterliegen dabei üblicherweise Verschleiß, der hauptsächlich durch die Reibung der Textilwerkzeuge an dem textilen Produkt verursacht wird. Die Textilwerkzeuge müssen daher regelmäßig ausgetauscht werden, wenn der Verschleiß zu einem Versagen der Textilwerkzeuge führt. Zum Beispiel müssen Nähnadeln, Stricknadeln oder Filznadeln ausgetauscht werden, wenn sie brechen. Im Falle eines solchen Bruchs wird das textile Produkt jedoch beschädigt, bis der Bruch erkannt und die Textilmaschine mit dem defekten Textilwerkzeug gestoppt wird. Das beschädigte textile Produkt kann dann aufgrund mangelnder Qualität nicht weiter verwendet werden, sondern wird üblicherweise als Ausschuss entsorgt. Um sicher zu gehen, dass keine Bruchstücke gebrochener Textilwerkzeuge in dem weiterverwendeten textilen Produkt verbleiben, sind die Hersteller textiler Produkte durch ihre Auftraggeber üblicherweise dazu verpflichtet, alle Bruchstücke zu sammeln und zu dokumentieren, dass keine Bruchstücke fehlen. Der Bruch eines Textilwerkzeugs führt daher zu einem erheblichen Arbeitsaufwand. Auch vor dem Versagen beziehungsweise Brechen von Textilwerkzeugen können verschlissene Textilwerkzeuge aber schon zu einer Verschlechterung der Qualität des textilen Produkts führen. Aufgrund der vorgenannten Probleme ist es bekannt, verschlissene Textilwerkzeuge bereits auszutauschen, bevor sie zum Beispiel durch einen Bruch versagen. Zu diesem Zweck ist es bekannt Textilwerkzeuge durch eine regelmäßige Sichtkontrolle zu überwachen. Verschleiß an Textilwerkzeugen lässt sich aber durch einfache Sichtkontrollen mit dem bloßen Auge nicht immer rechtzeitig vor dem Versagen erkennen. Des Weiteren ist es insbesondere bei der Herstellung komplexer textiler Produkte, die mit einer Gruppe von Textilmaschinen produziert werden, bisher nicht möglich die Textilwerkzeuge der Textilmaschinen der Gruppe durch Sichtkontrollen engmaschig genug zu überwachen. Es kommt deswegen vor allem bei großen Gruppen von Textilmaschinen immer wieder zum Versagen einzelner Textilwerkzeuge, wie zum Beispiel dem Bruch einer Nähnadel. Mit zunehmender Größe der Gruppe von Textilmaschinen wird die Sicherstellung einer hohen Qualität des textilen Produkts weiter erschwert.
  • Ausgehend vom Stand der Technik ist es daher die Aufgabe der Erfindung, ein computerimplementiertes Verfahren zur Fertigung eines textilen Produkts mit einer Gruppe von Textilmaschinen anzugeben, das eine gute Qualität des textilen Produkts unabhängig von der Größe der Gruppe von Textilmaschinen gewährleistet.
  • Die Aufgabe wird gelöst durch ein computerimplementiertes Verfahren mit den Merkmalen des Anspruches 1. In dem erfindungsgemäßen computerimplementierten Verfahren zur Fertigung eines bestimmten textilen Produkts mit einer Gruppe von Textilmaschinen, die für den Fertigungsvorgang zumindest ein im Fertigungsvorgang verschleißendes Textilwerkzeug aufweisen, wird beim Einbau eines ersten Textilwerkzeugs in eine erste Textilmaschine der Gruppe von Textilmaschinen einen Identifikationscode, mit dem die erste Textilmaschine identifizierbar ist, an eine Steuereinheit gesendet. Der Identifikationscode kann hierzu in einer Datenbank der Steuereinheit mit der ersten Textilmaschine verknüpft sein beziehungsweise der ersten Textilmaschine zugeordnet sein. Die Steuereinheit kann mehrere Komponenten umfassen, die miteinander in Verbindung stehen beziehungsweise miteinander kommunizieren. Zum Beispiel kann die Steuereinheit aus einem Zentralrechner und einem mobilen Gerät wie einem Tablet oder Smartphone gebildet sein, die vorzugsweise drahtlos miteinander in Verbindung stehen. Die Steuereinheit kann auch einen Datenspeicher umfassen, in dem zum Beispiel Informationen zur Gruppe der Textilmaschinen, zu den eingesetzten Textilwerkzeugen oder zu dem textilen Produkt gespeichert sein können. In dem Datenspeicher können die Informationen und/oder ihre Beziehungen untereinander in einer oder mehreren Datenbanken gespeichert sein. Der Einbau des ersten Textilwerkzeugs kann manuell durch einen Bediener oder automatisch durch eine mechatronische Vorrichtung erfolgen. In der Steuereinheit ist ein Austauschintervall für Textilwerkzeuge der ersten Textilmaschine abgelegt. Das Austauschintervall kann zum Beispiel in einer Datenbank auf einem Datenspeicher der Steuereinheit abgelegt sein. Das Austauschintervall für das erste Textilwerkzeug ist über den Identifikationscode, der der ersten Textilmaschine zugeordnet ist, identifizierbar. Das Austauschintervall gibt an, nach welcher Betriebsdauer ein in der ersten Textilmaschine eingesetztes Textilwerkzeug ausgetauscht werden muss. Die Steuereinheit empfängt den gesendeten Identifikationscode und bestimmt anhand des Austauschintervalls einen Austauschzeitpunkt für das erste Textilwerkzeug. Anschließend erzeugt die Steuereinheit ein Signal, das den Austauschzeitpunkt des ersten Textilwerkzeugs betrifft und der ersten Textilmaschine zugeordnet ist. Die Zuordnung zu der ersten Textilmaschine kann dabei über den Identifikationscode erfolgen, den die Steuereinheit beim Einbau des Textilwerkzeugs empfangen hat. Aufgrund des erzeugten Signals wird das erste Textilwerkzeug gegen ein neues Textilwerkzeug ausgetauscht, das zum Ersetzen des ersten Textilwerkzeugs geeignet ist. Das neue Textilwerkzeug kann gleichen Typs sein, wie das erste Textilwerkzeug. Das neue Textilwerkzeug kann aber auch andere Spezifikationen haben als das erste Textilwerkzeug. Ein neues Textilwerkzeug mit abweichenden Spezifikationen kann vorteilhafterweise eingesetzt werden, um zum Beispiel den Fertigungsvorgang während der laufenden Fertigung zu optimieren. Das Ersetzen des Textilwerkzeugs kann manuell durch einen Bediener erfolgen oder automatisch durch eine mechatronische Vorrichtung. Die vorstehend beschriebenen Verfahrensschritte können auch mit weiteren Textilwerkzeugen, die in den weiteren Textilmaschinen der Gruppe von Textilmaschinen eingesetzt werden, durchgeführt werden. Vorzugsweise kann für jedes in der Gruppe der Textilmaschinen eingesetzte Textilwerkzeug mit dem vorstehend beschriebenen Verfahren beim Einbau des Textilwerkzeugs ein Signal erzeugt werden, das den Austauschzeitpunkt des jeweiligen Textilwerkzeugs betrifft, sodass das jeweilige Textilwerkzeug aufgrund des Signals gegen ein neues Textilwerkzeug ausgetauscht werden kann. So kann auch bei sehr großen Gruppen von Textilmaschinen zuverlässig ein regelmäßiger Austausch der Textilwerkzeuge gesteuert und überwacht werden.
  • Weitere Vorteile ergeben sich, wenn das Signal an eine Anzeigeeinheit gesendet wird und die Anzeigeeinheit den Austauschzeitpunkt und den Aufstellungsort der ersten Textilmaschine miteinander verknüpft ausgibt. Durch die verknüpfte Ausgabe von Austauschzeitpunkt und Aufstellungsort wird die Information bereitgestellt, wann an welchem Ort ein Textilwerkzeug ausgetauscht werden muss. Ein Bediener, kann so unterstützt werden, das auszutauschende Textilwerkzeug zu lokalisieren, um es auszutauschen, oder einen Überblick über anstehende Tauschvorgänge zu behalten. Der Austauschzeitpunkt kann als feste Uhrzeit ausgegeben werden. Die Anzeigeeinheit kann zum Beispiel eine Signalleuchte sein, die aufgrund des Signals beginnt zu leuchten und in der Nähe der ersten Textilmaschine angeordnet ist, um eine Auskunft über den Aufstellungsort der ersten Textilmaschine zu geben. Die Anzeigeeinheit kann aber auch ein Mittel zur Tonerzeugung (zum Beispiel ein Lautsprecher oder eine Sirene) sein, das aufgrund des Signals akustische Töne erzeugt. Das Mittel zur Tonerzeugung kann in der Nähe der ersten Textilmaschine angeordnet sein, um eine Auskunft über den Aufstellungsort der ersten Textilmaschine zu geben. Alternativ kann auch über die erzeugten Töne eine Information zum Aufstellungsort ausgegeben werden. Die Anzeigeeinheit kann auch eine elektromechanische, elektrische oder elektronische Anzeige sein. Vorzugsweise ist die Anzeigeeinheit ein Bildschirm. Die Anzeigeeinheit kann Bestandteil eines mobilen Gerätes sein. Das mobile Gerät kann Bedienern einer Gruppe von Textilmaschinen dann dazu dienen den Überblick über die Austauschzeitpunkte der in den Textilmaschinen eingesetzten Textilwerkzeuge zu behalten und die Austauschzeitpunkte einzuhalten. Vorzugsweise kann die Anzeigeeinheit auch Signale, die den Austauschzeitpunkt und den Aufstellungsort weiterer Textilwerkzeuge betreffen, empfangen und ausgeben.
  • Besonders vorteilhaft ist ein Verfahren, bei dem es zur Herstellung eines textilen Produkts einer Gesamtmenge N von Produktionsschritten - einem sogenannten Style - bedarf, wobei die Produktionsschritte vorzugsweise verschiedenen Untermengen der Gesamtmenge N von Produktionsschritten zugeordnet werden. Insbesondere zur Herstellung komplexer textiler Produkte bedarf es einer Vielzahl von Produktionsschritten, wobei die Gesamtheit dieser Produktionsschritte zusammen auch als Style bezeichnet wird. Jedem Produktionsschritt oder jeder Untermenge wird in dem erfindungsgemäßen Verfahren ein individuelles Austauschintervall in der Steuereinheit zugeordnet. Jeder Produktionsschritt oder jede Untermenge wird dann in der Steuereinheit jeweils zumindest einer Textilmaschine aus der Gruppe der Textilmaschinen zugeordnet. Auf diese Weise ist über den zugeordneten Produktionsschritt oder die zugeordnete Untermenge auch jeder Textilmaschine ein individuelles Austauschintervall zugeordnet. Die Steuereinheit kann das der ersten Textilmaschine über einen Produktionsschritt oder eine Untermenge zugeordnete Austauschintervall für die Bestimmung des Austauschzeitpunkts des ersten Textilwerkzeugs verwenden. Genauso kann die Steuereinheit den Austauschzeitpunkt auch für weitere Textilwerkzeuge weiterer Textilmaschinen der Gruppe von Textilmaschinen bestimmen. Die Zuordnung von Austauschintervallen zu den Produktionsschritten erfolgt vorteilhafterweise als Vorgabe eines Auftraggebers, um die Qualität des textilen Produkts zu gewährleisten. Die Zuordnung kann vom Auftraggeber zum Beispiel über einen drahtlosen Zugriff auf die Steuereinheit, einen Datenspeicher der Steuereinheit oder eine auf dem Datenspeicher gespeicherte Datenbank durchgeführt werden. Der Auftraggeber kann so Vorgaben zum Austauschintervall machen, die vorzugsweise von dem Auftragnehmer nicht beeinflussbar sind. Der Auftragnehmer erhält dann nur das Signal, welches den errechneten Austauschzeitpunkt mit der betreffenden Textilmaschine verknüpft, kann aber keinen Einfluss auf das Austauschintervall und somit die Berechnung des Austauschzeitpunkts nehmen. Der Auftraggeber hat dadurch eine hohe Sicherheit, dass die von ihm vorgegebenen Austauschintervalle eingehalten werden.
  • Vorteilhafterweise wird der Austauschzeitpunkt in Abhängigkeit eines Timers, der beim Einsetzen des ersten Textilwerkzeugs gestartet wird, bestimmt. Der Austauschzeitpunkt kann als ablaufender Timer beziehungsweise Countdown ausgegeben werden, wobei der Austauschzeitpunkt nach Ablauf des Timers beziehungsweise Countdowns erreicht ist. Der Timer kann bei Bedarf manuell oder automatisch pausiert und zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt werden. Zum Beispiel kann so verhindert werden, dass der Timer auch in Pausenzeiten, Schließzeiten der Produktionsstätte oder während des Stillstands der Textilmaschine weiterläuft. So kann möglichst die maximale Betriebsdauer des Textilwerkzeugs ausgenutzt werden.
  • Vorteilhafterweise wird der Austauschzeitpunkt in Abhängigkeit von Datum und Uhrzeit beim Einsetzen des ersten Textilwerkzeugs bestimmt. Datum und Uhrzeit beim Einsetzen des ersten Textilwerkzeugs kann die Steuereinheit beim Empfang des Identifikationscodes bestimmen. Da der Steuereinheit Datum und Uhrzeit bekannt sind, kann bei dieser Methode auf die Erfassung zusätzlicher Daten zur Bestimmung des Austauschzeitpunkts verzichtet werden kann. Dieses Verfahren ist daher die einfachste Methode zur Bestimmung des Austauschzeitpunkts. Das Austauschintervall ist bei dieser Methode vorzugsweise ein Zeitintervall, das zum Datum und zur Uhrzeit beim Einsetzen des ersten Textilwerkzeugs addiert wird, um den Austauschzeitpunkt zu bestimmen.
  • Weitere Vorteile ergeben sich, wenn die Betriebsdauer der ersten Textilmaschine mit einem Sensor erfasst wird und der Austauschzeitpunkt in Abhängigkeit der Betriebsdauer der Textilmaschine ab dem Zeitpunkt des Einsetzens des ersten Textilwerkzeugs bestimmt wird. Auf diese Weise werden nur die tatsächlichen Betriebszeiten des Textilwerkzeuges bei der Berechnung des Austauschzeitpunkts berücksichtigt. Der Austauschzeitpunkt kann in Abhängigkeit der Betriebsdauer der ersten Textilmaschine dynamisch neu berechnet werden, so dass sich der Austauschzeitpunkt auf einen späteren Zeitpunkt verschiebt, wenn die Textilmaschine stillsteht. So kann verhindert werden, dass bei einer langen Standzeit der Textilmaschine für das erste Textilwerkzeuge ein zu früher Austauschzeitpunkt berechnet wird und das Textilwerkzeug ausgetauscht wird, obwohl es seine maximale Betriebsdauer noch nicht erreicht hat. Auch große Gruppen von Textilmaschinen mit unterschiedlichen Betriebszeiten, können so sehr gut überwacht werden. Auch komplexe textile Produkte lassen sich daher durch regelmäßigen Austausch der eingesetzten Textilwerkzeuge in einer sehr guten Qualität herstellen, ohne die eingesetzten Textilwerkzeuge zu häufig auszutauschen. Die Betriebsdauer kann vorteilhafterweise zum Datum und zur Uhrzeit beim Einsetzen des ersten Textilwerkzeugs hinzu addiert werden, um den Austauschzeitpunkt zu bestimmen. Der Sensor kann zum Erfassen der Betriebsdauer zum Beispiel die Strom- und/oder Leistungsaufnahme der Textilmaschine erfassen. Der Sensor kann zum Erfassen der Betriebsdauer aber auch eine Schalterposition eines an der Textilmaschine angebrachten Schalters erfassen. Da sich im Betrieb von Textilmaschinen die auf das Textilwerkzeug wirkenden Kräfte ständig ändern, kann der Sensor aber auch die entsprechende Kraft oder die zugehörige Kraftänderung messen. Die Betriebsdauer kann dann von der Steuereinheit durch Auswertung der Messdaten berechnet werden, wobei Zeiten ohne Kraftänderung beziehungsweise mit einer sehr kleinen Kraftänderung (im Sinne eines Rauschens des Messwerts) als Stillstand der Textilmaschine ausgewertet werden. Entsprechend vorteilhaft ist eine Vorrichtung umfassend einen Sensor zur Erfassung der Betriebsdauer einer Textilmaschine, die so angepasst ist, dass sie die Schritte dieses Verfahrens ausführen kann. Ebenso vorteilhaft ist ein Computerprogrammprodukt umfassend Befehle, die bewirken, dass diese Vorrichtung die Verfahrensschritte ausführt.
  • In einer vorteilhaften Ausführungsform des computerimplementierten Verfahrens bewegt die erste Textilmaschine das erste Textilwerkzeug zur Herstellung des bestimmten textilen Produkts in Hüben, wie es zum Beispiel bei Strickmaschinen, Nähmaschinen oder Vernadelungsmaschinen üblich ist. Die Anzahl der Hübe der ersten Textilmaschine werden mit einem Sensor erfasst und der Austauschzeitpunkt in Abhängigkeit der Anzahl der Hübe ab dem Zeitpunkt des Einsetzens des ersten Textilwerkzeugs bestimmt. Da der Verschleiß von Textilwerkzeugen, die in Hüben bewegt werden, von der Anzahl der mit dem Textilwerkzeug durchgeführten Hübe abhängt, kann auf diese Weise der Austauschzeitpunkt sehr gut in Abhängigkeit des tatsächlichen Verschleißes des jeweiligen Textilwerkzeugs bestimmt werden. Ein Versagen des Textilwerkzeugs im Betrieb kann so noch besser verhindert werden. Die Anzahl der Hübe kann zum Beispiel auch durch Messung der auf das Textilwerkzeug in Richtung des Hubs wirkenden Kraft und anschließender Auswertung des Messergebnisses bestimmt werden. Die Anzahl der Hübe kann von der Steuereinheit aber auch durch Kommunikation und/oder Datenaustausch mit der Textilmaschine bestimmt werden.
  • Vorteilhafterweise wird der Identifikationscode zur Identifizierung der ersten Textilmaschine optisch, vorzugsweise mit einer Kamera oder einem Scanner, oder mit einem Sender-Empfänger-System, vorzugsweise einem RFID-System oder einem GPS-System, erfasst. Die Abkürzung RFID steht für "radio-frequency identification". Der Scanner kann zum Beispiel ein Barcode-Scanner oder ein QR-Code Scanner sein. Der Identifikationscode kann auch von der Steuereinheit selbst erfasst werden. Die Steuereinheit umfasst hierzu dann eine Vorrichtung zur Erfassung des Identifikationscodes, z.B. eine Kamera, einen Scanner oder einen Empfänger eines Sender-Empfänger-Systems.
  • Weitere Vorteile ergeben sich, wenn der Identifikationscode als maschinenlesbarer Code in einer Produktionsstätte hinterlegt ist, in der die Gruppe der Textilmaschinen aufgestellt ist. Der Identifikationscode kann zum Beispiel an der ihm zugeordneten Textilmaschine oder in der Umgebung der Textilmaschine angeordnet sein. Der Identifikationscode kann auch an einer der Textilmaschine zugeordneten Vorrichtung angeordnet sein, zum Beispiel einer Vorrichtung, die beim Austausch von Textilwerkzeugen verwendet wird. Der maschinenlesbare Code kann ein eindimensionaler, zweidimensionaler, dreidimensionaler oder vierdimensionaler Code sein. Ein eindimensionaler Code ist zum Beispiel ein Barcode. Ein zweidimensionaler Code ist zum Beispiel ein QR-Code. Ein dreidimensionaler Code kann zum Beispiel ein QR-Code sein, der Informationen auch über die Farbsättigung oder den Farbton wiedergibt. Die Dritte Dimension ist dann der Farbton oder die Farbsättigung. Ein vierdimensionaler Code kann zum Beispiel ein animierter dreidimensionaler Code sein. Die vierte Dimension ist dann die Zeit. Auf diese Weise lassen sich auch sehr komplexe Identifikationscodes darstellen und erfassen, was die Anwendung des Verfahrens auch bei sehr großen Gruppen von Textilmaschinen ermöglicht.
  • Weitere Vorteile ergeben sich, wenn eine Ausgabestation in Abhängigkeit von dem Austauschzeitpunkt des ersten Textilwerkzeugs das neue Textilwerkzeug ausgibt, das zum Ersetzen des ersten Textilwerkzeugs geeignet ist. Die Ausgabestation kann hierzu von der Steuereinheit gesteuert werden und/oder den Austauschzeitpunkt zum Beispiel über ein Signal von der Steuereinheit empfangen. Die Ausgabestation bevorratet zumindest ein Textilwerkzeug, das zum Austauschen des ersten Textilwerkzeugs geeignet ist. Vorteilhafterweise bevorratet die Ausgabestation zumindest zwei oder mehr verschiedene Arten von Textilwerkzeugen, die in den Textilmaschinen der Gruppe von Textilmaschinen eingesetzt werden, sodass die Ausgabestation das passende Textilwerkzeug für zumindest zwei oder mehr der Textilmaschinen bevorratet. Die Ausgabe des neuen Textilwerkzeugs kann vorteilhafterweise in einem Ausgabezeitraum erfolgen, der vor dem Austauschzeitpunkt beginnt und/oder nach dem Austauschzeitpunkt endet. Die Dauer des Ausgabezeitraums beträgt vorzugsweise 10 Minuten bis 120 Minuten, besonders bevorzugt jedoch 15 Minuten bis 45 Minuten. So kann sichergestellt werden, dass nur Textilwerkzeuge ausgegeben werden, die zeitnah auszutauschen sind. Auch bei großen Gruppen von Textilmaschinen kann dann der Einsatz falscher Textilwerkzeuge in den Textilmaschinen und die Herstellung von Fehlern im textilen Produkt verhindert werden. Die Ausgabestation kann eine Kavität aufweisen, in der das neue Textilwerkzeug aufbewahrt wird. Die Kavität ist vorteilhafterweise durch eine Schließvorrichtung, wie zum Beispiel eine Klappe oder Tür, verschlossen, wobei die Schließvorrichtung die Kavität in Abhängigkeit des Austauschzeitpunkts öffnet. Alternativ kann das neue Textilwerkzeug in Abhängigkeit des Austauschzeitpunkts automatisch aus der Kavität in eine Entnahmevorrichtung, wie zum Beispiel eine offene Nut oder einen offenen Behälter, gefördert werden. Die Entnahmevorrichtung ist derart gestaltet, dass das neue Textilwerkzeug manuell oder durch eine mechanische Vorrichtung aus ihr entnommen werden kann. Das neue Textilwerkzeug kann in einem Textilwerkzeugmagazin aufgenommen sein, aus dem es automatisch in die Entnahmevorrichtung förderbar ist. Das neue Textilwerkzeug kann in dem Textilwerkzeugmagazin derart mit einer pneumatischen Kraft, einer hydraulischen Kraft und/oder einer Federkraft und/oder durch seine Gewichtskraft gegen eine das Textilwerkzeugmagazin verschließende Schließvorrichtung vorgespannt sein, dass das neue Textilwerkzeug aufgrund dieser Kräfte aus dem Textilwerkzeugmagazin heraus gefördert wird, wenn das Textilwerkzeugmagazin durch Verschieben der Schließvorrichtung geöffnet wird. Die automatische Ausgabe des neuen Textilwerkzeugs erfolgt dabei im Wesentlichen durch Ansteuerung der Schließvorrichtung in Abhängigkeit des Austauschzeitpunkts. Die Schließvorrichtung kann zum Verschieben angetrieben sein. Zum Beispiel kann die Schließvorrichtung über einen elektromotorischen, pneumatischen und/oder hydraulischen Antrieb und/oder einen Schubstangenantrieb angetrieben sein. Vorteilhafterweise wird das Textilwerkzeug so direkt in die Entnahmevorrichtung gefördert. Besonders vorteilhaft ist es jedoch, wenn das Textilwerkzeugmagazin durch Verschieben der Schließvorrichtung erneut verschlossen wird und die Schließvorrichtung dabei das neue Textilwerkzeug in die Entnahmevorrichtung fördert. Alternativ zu einem Textilwerkzeugmagazin mit einer Vorspannung des Textilwerkzeugs gegen eine Schließvorrichtung kann das Textilwerkzeugmagazin auch als Revolvermagazin beziehungsweise Trommelmagazin ausgeführt sein. Das Revolvermagazin beziehungsweise Trommelmagazin umfasst einen drehbaren Magazinkörper mit einer Vielzahl an Kavitäten, in denen jeweils zumindest ein Textilwerkzeug aufnehmbar ist. Der drehbare Magazinkörper ist vorteilhafterweise von einer Hülle umschlossen, die ein unbeabsichtigtes Herausfallen der Textilwerkzeuge aus den Kavitäten verhindert, indem sie die Kavitäten verschließt. Die Hülle übernimmt in dieser Konfiguration also die Funktion der Schließvorrichtung. Oberhalb von der Entnahmevorrichtung weist die Hülle eine Öffnung auf, durch die das neue Textilwerkzeug aus seiner Kavität heraus gefördert wird beziehungsweise heraus fällt, wenn der drehbare Magazinkörper durch eine Drehbewegung um seine Drehachse in eine Position gedreht wird, in der die Öffnung die Kavität des neuen Textilwerkzeugs freigibt beziehungsweise öffnet. Die Drehbewegung kann vorteilhafterweise in Abhängigkeit des Austauschzeitpunkts gesteuert werden. Der drehbare Magazinkörper kann durch einen elektrischen, pneumatischen, hydraulischen und/oder mechanischen Antrieb zu seiner Drehbewegung angetrieben werden. Besonders bevorzugt ist es, wenn der drehbare Magazinkörper durch einen elektrischen Schrittmotor zu seiner Drehbewegung angetrieben wird.
  • Vorteilhafterweise stoppt die erste Textilmaschine in Abhängigkeit des Austauschzeitpunkts des ersten Textilwerkzeugs automatisch, wenn das erste Textilwerkzeug nicht innerhalb eines vorgegebenen Austauschzeitraums ausgetauscht wird. Der Austauschzeitraum ist ein Zeitraum, der vor dem Austauschzeitpunkt beginnt und/oder nach dem Austauschzeitpunkt endet. Der Austauchzeitraum umfasst vorzugsweise den Austauschzeitpunkt. Der Austauschzeitraum wird von der Steuereinheit in Abhängigkeit des Austauschzeitpunkts bestimmt. Die Dauer des Austauschzeitraums beträgt vorteilhafterweise 15 Minuten bis 90 Minuten, besonders bevorzugt jedoch 20 Minuten bis 45 Minuten. Der Austauschzeitraum liegt vorzugsweise vollständig innerhalb des Ausgabezeitraums der vorstehend beschriebenen Ausgabestation, wenn eine solche Ausgabestation verwendet wird. Durch das automatische Stoppen der ersten Textilmaschine bei Überschreitung des Austauschzeitraums wird gewährleistet, dass das erste Textilwerkzeug nicht weiter für die Herstellung des textilen Produkts verwendet werden kann, wenn es verschlissen ist. So kann zum Beispiel ein Bruch des Textilwerkzeugs verhindert werden und eine gute Qualität des textilen Produkts gesichert werden.
  • Weitere Vorteile ergeben sich, wenn das erste Textilwerkzeug in Abhängigkeit des Austauschzeitpunkts von einer Tauschvorrichtung automatisch durch das neue Textilwerkzeug ausgetauscht wird. Vorzugsweise wird das erste Textilwerkzeug während des vorstehend beschriebenen Austauschzeitraums ausgetauscht. Die Tauschvorrichtung umfasst vorteilhafterweise eine Greifvorrichtung zum Greifen von Textilwerkzeugen. Die Greifvorrichtung kann zum Beispiel eine Zange sein, die dazu geeignet ist den Schaft eines Textilwerkzeugs zu greifen. Um komplexe Bewegungen im Raum ausführen zu können, kann die Greifvorrichtung an einem dreh- und/oder schwenkbaren Roboterarm angeordnet sein. Durch Bewegung des Roboterarms kann die Tauschvorrichtung Austauschvorgänge auch abwechselnd an mehreren sehr unterschiedlichen Textilmaschinen ausführen, ohne Modifizierungen an der Greifvorrichtung oder der Tauschvorrichtung vornehmen zu müssen. Die Tauschvorrichtung umfasst vorteilhafterweise eine Kommunikationsvorrichtung, über die die Tauschvorrichtung mit den Textilmaschinen der Gruppe von Textilmaschinen und/oder der Steuereinheit kommunizieren kann. Um ein Textilwerkzeug austauschen zu können, kann die Tauschvorrichtung vorteilhafterweise über die Kommunikationsvorrichtung zum Beispiel das Stoppen der betreffenden Textilmaschine anfordern. Vorteilhafterweise kann die Tauschvorrichtung über die Kommunikationsvorrichtung Informationen zum Betriebszustand der Textilmaschinen empfangen. Die Tauschvorrichtung umfasst vorteilhafterweise eine Antriebsvorrichtung, die dazu geeignet ist die Tauschvorrichtung zwischen den Aufstellungsorten verschiedener Textilmaschinen einer Gruppe von Textilmaschinen zu bewegen. Die Antriebsvorrichtung kann hierzu zum Beispiel zumindest ein angetriebenes Rad und/oder einen Raupenantrieb umfassen. Ein Raupenantrieb ist dem Fachmann auch als Kettenantrieb bekannt. Die Antriebsvorrichtung umfasst vorzugsweise eine Lenkvorrichtung, die einen Richtungswechsel der Tauschvorrichtung ermöglicht. Eine Lenkvorrichtung kann hierzu zum Beispiel eine Drehung zumindest eines Rads um eine im Wesentlichen vertikale Achse ermöglichen. Im Falle eines Raupenantriebs kann die Lenkvorrichtung dazu aber auch eine gegenläufige Bewegungsrichtung von nebeneinander angeordneten Raupenantrieben steuern. Die Tauschvorrichtung umfasst vorzugsweise ein Navigationsmodul, mit dem die Tauschvorrichtung ihren eigenen Standort bestimmen und selbstständig zwischen den Aufstellungsorten verschiedener Textilmaschinen einer Gruppe von Textilmaschinen navigieren beziehungsweise sich bewegen kann. Das Navigationsmodul kann hierzu vorzugsweise Steuerbefehle an die Antriebsvorrichtung senden. Die Tauschvorrichtung kann vorzugsweise über die Kommunikationsvorrichtung mit der Ausgabestation kommunizieren, um das neue Textilwerkzeug aus der Ausgabestation zu entnehmen. Entsprechend vorteilhaft ist eine Tauschvorrichtung umfassend eine Greifvorrichtung zum Greifen von Textilwerkzeugen, die so angepasst ist, dass sie die Schritte des vorbeschriebenen Verfahrens ausführen kann. Ebenso vorteilhaft ist ein Computerprogrammprodukt umfassend Befehle, die bewirken, dass die Tauschvorrichtung die beschriebenen Verfahrensschritte ausführt.
  • Vorteilhafterweise kann in dem erfindungsgemäßen Verfahren mit einer Meldevorrichtung ein Austausch des ersten Textilwerkzeugs vor Erreichen des Austauschzeitpunkts angefordert werden. Die Meldevorrichtung kann einen Schalter oder Knopf umfassen, der vom Bedienpersonal an der Textilmaschine mit dem ersten Textilwerkzeug betätigt wird, um den Austausch anzufordern. Die Meldevorrichtung kann aber auch ein mobiles Gerät sein, zum Beispiel ein Smartphone oder Tablet. Auf dem mobilen Gerät kann eine App installiert sein, mit der der Austausch bei der Steuereinheit angefordert werden kann. Das mobile Gerät kann hierzu mit der Steuereinheit kommunizieren. Das mobile Gerät kann insbesondere Informationen zu dem angeforderten Austausch an die Steuereinheit senden. Die Steuereinheit kann Informationen zu dem angeforderten Austausch von der Meldevorrichtung empfangen. Vorzugsweise berechnet die Steuereinheit nach der Anforderung des Austauschs einen neuen Austauschzeitpunkt und/oder Austauschzeitraum für das erste Textilwerkzeug. Das Anfordern des Austauschs des ersten Textilwerkzeugs kann zum Beispiel dann vorteilhaft sein, wenn das erste Textilwerkzeug aufgrund eines Defekts vorzeitig bricht oder verschleißt und deswegen bereits vor Erreichen des ursprünglich berechneten Austauschzeitpunkts ausgetauscht werden muss. Durch die Verwendung der Meldevorrichtung kann auch in diesem Fall ein schneller Austausch des Textilwerkzeugs und somit die möglichst fehlerfreie Herstellung des textilen Produkts gewährleistet werden.
  • Weitere Vorteile ergeben sich, wenn der Zustand des ersten Textilwerkzeugs im Betrieb und/oder nach seinem Ersetzen erfasst wird und Informationen zu dem Zustand - also Zustandsinformationen - des ersten Textilwerkzeugs an die Steuereinheit gesendet werden. Der Zustand des ersten Textilwerkzeugs kann zum Beispiel als Foto oder Video erfasst werden. Das Foto oder Video kann vorzugsweise maschinell ausgewertet werden, um weitere Zustandsinformationen aus dem Foto oder Video abzuleiten. Die Auswertung kann KI-basiert erfolgen. Zusätzlich können Zustandsinformationen wie das Gewicht oder die Abmessungen des ersten Textilwerkzeugs zum Beispiel durch Wiegen oder Messen erfasst werden. Die Zustandsinformationen können in der Steuereinheit weiterverarbeitet werden.
  • Vorteilhafterweise speichert die Steuereinheit den Austauschzeitpunkt zusammen mit den Zustandsinformationen zu dem ersten Textilwerkzeug und ordnet diese vorzugsweise dem Produktionsschritt und/oder Style zu, der der ersten Textilmaschine zugeordnet ist. Auf diese Weise können die Zustandsinformationen zu den ausgetauschten Textilwerkzeugen dokumentiert werden. Die Steuereinheit kann beim Ersetzen zusätzlich den von der Steuereinheit zuvor berechneten und/oder den tatsächlichen Austauschzeitpunkt des ersten Textilwerkzeugs mit den Zustandsinformationen verknüpft speichern. Vorzugsweise können die gespeicherten Zustandsinformationen mit dem Fertigungsauftrag für das hergestellte textile Produkt verknüpft werden. Auf diese Weise kann eine automatisierte Qualitätsüberwachung und -dokumentation für den Fertigungsauftrag erfolgen.
  • Weitere Vorteile ergeben sich, wenn in Abhängigkeit der Zustandsinformationen eine Optimierung des Austauschintervalls vorgeschlagen wird. Vorzugsweise wird die Optimierung des Austauschintervalls kontinuierlich durch automatische, vorzugsweise KIbasierte, Auswertung der Zustandsinformationen angepasst. Wenn die Zustandsinformationen zum Beispiel auf einen zu großen Verschleiß des Textilwerkzeugs hindeuten, wird das Austauschintervall verkürzt. Wenn die Zustandsinformationen auf einen zu geringen Verschleiß des Textilwerkzeugs hindeuten, wird das Austauschintervall erhöht. So kann eine optimale Ausnutzung der Lebensdauer der eingesetzten Textilwerkzeuge erzielt werden. Außerdem werden Brüche der Textilwerkzeuge und Fehler im textilen Produkt aufgrund zu großen Verschleißes der Textilwerkzeuge vermieden.
  • Vorteilhafterweise bestimmt die Steuereinheit für verschiedene Textilwerkzeuge verschiedener Textilmaschinen jeweils einen Austauschzeitpunkt. Das von der Steuereinheit erzeugte Signal betrifft dann vorzugsweise die Austauschzeitpunkte der verschiedenen Textilwerkzeuge und eine Priorisierung der verschiedenen Textilwerkzeuge in Abhängigkeit der Austauschzeitpunkte. In Abhängigkeit dieser Priorisierung werden die Textilwerkzeuge nacheinander ausgetauscht. Die Priorisierung kann in Prioritätskategorien erfolgen, wobei mehrere Textilwerkzeuge in einer Prioritätskategorie gruppiert sein können. Zum Beispiel können alle Textilwerkzeuge bei denen der Austauschzeitpunkt schon überschritten ist, in einer ersten Prioritätskategorie mit der höchsten Priorität gruppiert werden, während Textilwerkzeuge, bei denen der Austauschzeitpunkt noch nicht überschritten ist, in einer zweiten Prioritätskategorie mit einer niedrigeren Priorisierung gruppiert sind. Die Priorisierung beziehungsweise die Prioritätskategorie kann eine Reihenfolge vorgeben, in der die Textilwerkzeuge auszutauschen sind. Vorzugsweise haben die Textilwerkzeuge derselben Prioritätskategorie untereinander jedoch keine vorgegebene Reihenfolge. Die Textilwerkzeuge können auch in Abhängigkeit des Austauschzeitpunkts und des Standorts der zugeordneten Textilmaschine den Prioritätskategorien zugeordnet werden. Zum Beispiel kann es vorteilhaft sein, Textilwerkzeuge, bei denen der Aufstellungsort der ihnen zugeordneten Textilmaschinen nah beieinander liegt, in derselben Prioritätskategorie zu gruppieren, um möglichst kurze Wege zwischen den auszutauschenden Textilwerkzeugen zu erzielen.
  • Weitere Vorteile ergeben sich, wenn ein Bruchsensor im Betrieb der ersten Textilmaschine erfasst, ob das erste Textilwerkzeug gebrochen ist. Der Bruchsensor kann dabei zum Beispiel ein Ultraschallsensor, ein akustischer Sensor, ein Infrarotsensor, ein Kraftsensor oder ein optischer Sensor wie zum Beispiel eine Kamera sein. Besonders vorteilhaft ist ein Ultraschallsensor oder ein Infrarotsensor, da diese Sensoren insbesondere bei schnelllaufenden Textilmaschinen einen Bruch des Textilwerkzeugs auch während des Betriebs zuverlässig und schnell erkennen können. Vorteilhafterweise übermittelt der Sensor nach dem Erfassen eines Bruchs des ersten Textilwerkzeugs Informationen über den Bruch an die Steuereinheit und die Steuereinheit erzeugt daraufhin ein Signal zum Austauschen des ersten Textilwerkzeugs. So kann sichergestellt werden, dass auch bei großen Gruppen von Textilmaschinen automatisch ein Austausch des ersten Textilwerkzeugs veranlasst wird, sobald das erste Textilwerkzeug bricht. Lange Stillstandzeiten der ersten Textilmaschine können so verhindert werden. Vorteilhafterweise stoppt die erste Textilmaschine automatische sobald der Sensor einen Bruch des ersten Textilwerkzeugs erfasst. Die Fertigung von Textilien mit Qualitätsmängeln wird damit automatisch gestoppt.
  • Die Aufgabe der Erfindung wird auch gelöst durch ein System zur Datenverarbeitung umfassend Mittel zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
  • Die Aufgabe der Erfindung wird außerdem gelöst durch ein Computerprogrammprodukt umfassend Befehle, die bei der Ausführung des Programms durch einen Computer diesen veranlassen, das erfindungsgemäße Verfahren auszuführen. Weitere Vorteile ergeben sich durch ein computerlesbares Medium, auf dem das Computerprogrammprodukt gespeichert ist.
  • Fig. 1
    Figur 1 zeigt schematisch ein computerimplementiertes Verfahren 1 mit fünf Verfahrensschritten 11, 12, 13, 14, 15, wobei ein erstes Textilwerkzeug 102 aufgrund eines von einer Steuereinheit 6 erzeugten Signals 7 ausgetauscht wird.
    Fig. 2
    Figur 2 eine erste alternative Ausführungsform des fünften Verfahrensschritts 15 unter Verwendung einer Anzeigevorrichtung 16.
    Fig. 3
    Figur 3 eine zweite alternative Ausführungsform des fünften Verfahrensschritts 15 unter Verwendung einer Tauschvorrichtung 8.
    Fig. 4
    Figur 4 eine dritte alternative Ausführungsform des fünften Verfahrensschritts 15 unter Verwendung einer Ausgabestation 20.
    Fig. 5
    Figur 5 eine vierte alternative Ausführungsform des fünften Verfahrensschritts 15 unter Verwendung einer Tauschvorrichtung 8 und einer Ausgabestation 20.
    Fig. 6
    Figur 6 zeigte eine Prinzipskizze einer Ausgabestation 20 mit einem Textilwerkzeugmagazin 24
    Fig. 7
    Figur 7 zeigt vergrößerte Darstellung des Textilwerkzeugmagazins 24 aus Fig. 6.
    Fig. 8
    Figur 8 zeigt das Öffnen des Textilwerkzeugmagazins 24 aus den Fig. 6 und 7 durch Verschieben des Schiebers 25 zur Ausgabe eines neuen Textilwerkzeugs 2.
    Fig. 9
    Figur 9 zeigt das Schließen des Textilwerkzeugmagazins 24 aus Fig. 6-8 durch Verschieben des Schiebers 25.
    Fig. 10
    Figur 10 zeigt einen drehbaren Magazinkörper 31 mit einem Textilwerkzeug 2.
    Fig. 11
    Figur 11 zeigt ein als Revolvermagazin 32 ausgeführtes Textilwerkzeugmagazin 24 mit dem drehbaren Magazinkörper 31 aus Fig. 10.
    Fig. 12
    Figur 12 stellt die Ausgabe eines Textilwerkzeugs 2 mit dem Textilwerkzeugmagazin 24 aus Fig. 11 dar.
  • Einzelne dargestellte Elemente, wie zum Beispiel die Textilmaschinen 103, 203, 303 oder die Textilwerkzeuge 102, 202, kommen in den Figuren mehrfach vor. Wo eine Unterscheidung dieser mehrfach vorkommenden Elemente erforderlich ist, werden die Elemente durchnummeriert und diese Nummerierung in den Figuren dem Bezugszeichen des jeweiligen Elements vorangestellt. So sind zum Beispiel die verschiedenen Textilmaschinen 103, 203, 303 als erste Textilmaschine 103, zweite Textilmaschine 203 und dritte Textilmaschine 303 durchnummeriert.
  • Die Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen computerimplementierten Verfahrens 1 zur Herstellung eines textilen Produkts mit einer Gruppe 5 von Textilmaschinen 3 und Textilwerkzeugen 2. Die Gruppe 5 von Textilmaschinen 3 umfasst beispielhaft eine erste Textilmaschine 103, eine zweite Textilmaschine 203 und eine dritte Textilmaschine 303. Eine Gruppe 5 von Textilmaschinen 3 kann aber auch zwei oder mehr als drei Textilmaschinen 3 umfassen. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist das computerimplementierte Verfahren 1 beispielhaft als Verfahren zur Fertigung eines textilen Produkts durch Nähen gezeigt. Die Textilmaschinen 3 sind daher als Nähmaschinen und die Textilwerkzeuge 2 als Nähmaschinennadeln dargestellt, wobei die Nähmaschinennadeln im Vergleich zur Nähmaschine stark vergrößert dargestellt sind, um eine deutliche Erkennbarkeit der Nähmaschinennadeln zu gewährleisten. Das dargestellte computerimplementierte Verfahren 1 ist selbstverständlich auch auf andere textile Fertigungsverfahren anwendbar, zum Beispiel das Rundstricken, bei dem die Textilmaschine eine Rundstrickmaschine und das Textilwerkzeug zum Beispiel eine Stricknadel oder eine Platine wäre. Textilwerkzeuge 2 unterliegen bei der Herstellung textiler Produkte Verschleiß und müssen daher regelmäßig ausgetauscht werden. Das in der Figur 1 gezeigte Verfahren dient daher dem regelmäßigen Austausch der in den Textilmaschinen 3 eingesetzten Textilwerkzeuge 2 und der Überwachung dieses regelmäßigen Austauschs. Zum besseren Verständnis des Verfahrens sind den Verfahrensschritten 11, 12, 13, 14, 15 in der Figur 1 die für den jeweiligen Verfahrensschritt 11, 12, 13, 14, 15 erforderlichen technischen Mittel zugeordnet. Die Zuordnung ist durch Rahmen mit gestrichelten Linien dargestellt. Die Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen technischen Mitteln sind in der Figur 1 durch Pfeile symbolisiert und werden nachfolgend im Zusammenhang mit den Verfahrensschritten 11, 12, 13, 14, 15 beschrieben, die mit den jeweiligen technischen Mitteln ausgeführt werden. In einem ersten Verfahrensschritt 11 wird ein erstes Textilwerkzeug 102 in eine erste Textilmaschine 103 eingebaut, wobei ein Identifikationscode 4, mit dem die Textilmaschine 103 identifizierbar ist, an eine Steuereinheit 6 gesendet wird. Die Steuereinheit 6 ist als Computer dargestellt. Der Identifikationscode 4 ist beispielhaft als maschinenlesbarer QR-Code dargestellt. Wie durch den Doppelpfeil mit gestrichelter Linie zwischen der ersten Textilmaschine 103 und dem Identifikationscode 4 dargestellt, ist der Identifikationscode 4 der ersten Textilmaschine 103 zugeordnet, sodass die erste Textilmaschine 103 über den Identifikationscode 4 identifizierbar ist. Diese Zuordnung ist in der Steuereinheit 6 abgelegt, sodass die Steuereinheit 6 die erste Textilmaschine 103 anhand des Identifikationscodes identifizieren kann. Das Senden des Identifikationscodes 4 an die Steuereinheit 6 informiert die Steuereinheit 6 auf diese Weise über den Einbau des ersten Textilwerkzeugs 102 in die erste Textilmaschine 103. In einem zweiten Verfahrensschritt 12 empfängt die Steuereinheit 6 den Identifikationscode 4 also und wählt anhand des Identifikationscodes 4 das zu der ersten Textilmaschine 103 beziehungsweise ihrem ersten Textilwerkzeug 102 passende Austauschintervall aus einer Gruppe von Austauschintervallen aus, die in der Steuereinheit 6 abgelegt beziehungsweise gespeichert ist. In einem dritten Verfahrensschritt 13 bestimmt die Steuereinheit 6 anschließend anhand des ausgewählten Austauschintervalls einen Austauschzeitpunkt 17 für das erste Textilwerkzeug 102. Das Austauschintervall kann zum Beispiel ein fester Zeitraum sein, nach dem das erste Textilwerkzeug 102 auszutauschen ist. Die Steuereinheit 6 kann den Austauschzeitpunkt 17 dann dadurch bestimmen, dass sie das Austauschintervall zum Zeitpunkt des Einbaus des ersten Textilwerkzeugs 102 hinzuaddiert. Der Zeitpunkt des Einbaus des ersten Textilwerkzeugs 102 entspricht im Wesentlichen dem Zeitpunkt des Empfangs des Identifikationscodes 4 durch die Steuereinheit 6 und ist der Steuereinheit 6 daher bekannt. In einem vierten Verfahrensschritt 14 erzeugt die Steuereinheit 6 ein Signal 7, das den zuvor bestimmten Austauschzeitpunkt 17 des ersten Textilwerkzeugs 102 betrifft und der ersten Textilmaschine 103, in der das erste Textilwerkzeug 102 eingesetzt ist, zugeordnet ist. Die Zuordnung zur ersten Textilmaschine 103 ist wieder durch einen Doppelpfeil mit gestrichelter Linie zwischen dem Signal 7 und der ersten Textilmaschine 103 dargestellt. Aufgrund des Signals 7 wird das erste Textilwerkzeug 102 in einem fünften Verfahrensschritt 15 gegen ein neues Textilwerkzeug 202, das zum Ersetzen des zuvor eingesetzten ersten Textilwerkzeugs 102 geeignet ist, ausgetauscht. Der Austausch des ersten Textilwerkzeugs 102 ist in der Figur 1 symbolisch durch zwei gegenläufig weisende Pfeile zwischen dem ersten Textilwerkzeug 102 und dem neuen Textilwerkzeug 202 dargestellt.
  • Die Figur 2 zeigt eine erste alternative Ausführungsform des fünften Verfahrensschritts 15. Der erste bis vierte Verfahrensschritt 11, 12, 13, 14 entsprechen den jeweiligen Verfahrensschritten 11, 12, 13, 14 aus Figur 1 und der zugehörigen vorstehenden Beschreibung. In der Figur 2 wurde daher auf die Darstellung des ersten bis vierten Verfahrensschritts 11, 12, 13, 14 verzichtet. Im Vergleich zu der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform wird im fünften Verfahrensschritt 15 gemäß der in Figur 2 gezeigten Ausführungsform das Signal 7 an eine Anzeigeeinheit 16 gesendet, die den übermittelten Austauschzeitpunkt 17 für das erste Textilwerkzeug 102 und den Aufstellungsort 18 der ersten Textilmaschine 103 miteinander verknüpft auf einem Bildschirm 19 ausgibt. Der Aufstellungsort ist der Standort der ersten Textilmaschine 103 in einer Produktionsstätte, in der die Gruppe 5 der Textilmaschinen 3 aufgestellt ist. Ein Bediener erhält durch somit über die Anzeigeeinheit 16 die Information, an welcher Stelle innerhalb der Produktionsstätte das erste Textilwerkzeug 102 auszutauschen ist. Das erste Textilwerkzeug 102 wird anschließend aufgrund der Ausgabe der Anzeigeeinheit 16 gegen ein neues Textilwerkzeug 202 ausgetauscht.
  • Die Figur 3 zeigt eine zweite alternative Ausführungsform des fünften Verfahrensschritts 15. Der erste bis vierte Verfahrensschritt 11, 12, 13, 14 entsprechen den jeweiligen Verfahrensschritten 11, 12, 13, 14 aus Figur 1 und der zugehörigen vorstehenden Beschreibung. In der Figur 3 wurde daher auf die Darstellung des ersten bis vierten Verfahrensschritts 11, 12, 13, 14 verzichtet. Im Vergleich zu der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform wird das Signal 7 gemäß der Darstellung in Figur 3 an eine Tauschvorrichtung 8 gesendet, die den Austausch des ersten Textilwerkzeugs 102 durch ein neues Textilwerkzeug 202 zum mit dem Signal 7 übermittelten Austauschzeitpunkt 17 automatisiert vornimmt. Die Tauschvorrichtung 8 ist in der Figur 3 nur schematisch und nicht maßstäblich dargestellt. Die Tauschvorrichtung 8 umfasst eine Greifvorrichtung 9 zum Greifen der Textilwerkzeuge 2. Die Greifvorrichtung 9 kann zum Beispiel eine Zange sein, die dazu eingerichtet ist, den Schaft der Textilwerkzeuge 2 zu greifen. Zum Austauschen der Textilwerkzeuge 2 greift die Tauschvorrichtung 8 mit der Greifvorrichtung 9 zunächst das erste Textilwerkzeug 102 und baut dieses aus der ersten Textilmaschine 103 aus. Anschließend greift die Tauschvorrichtung 8 mit der Greifvorrichtung 9 das neue Textilwerkzeug 202 und setzt dieses in die erste Textilmaschine 103 ein. Die Greifvorrichtung 9 ist an einem dreh- und schwenkbaren Roboterarm 23 der Tauschvorrichtung 8 angeordnet, wodurch die Greifvorrichtung 9 komplexe Bewegungen im Raum ausführen kann. Dadurch kann die Tauschvorrichtung 8 Austauschvorgänge auch abwechselnd an mehreren sehr unterschiedlichen Textilmaschinen 3 ausführen. Um sich automatisiert zwischen den Textilmaschinen 3 einer Gruppe 5 von Textilmaschinen 3 bewegen zu können, umfasst die Tauschvorrichtung 8 ein Antriebsmittel 10, das in der Figur 2 beispielhaft als Raupenantrieb ausgeführt ist. Die Tauschvorrichtung 8 kann sich aber auch mit jedem anderen geeigneten Antriebsmittel 10 wie einem angetriebenen Rad zwischen den Textilmaschinen 3 einer Gruppe 5 von Textilmaschinen 3 automatisiert bewegen. Mit Hilfe des Antriebsmittels 10 kann die Tauschvorrichtung 8 automatisiert zu der ersten Textilmaschine 103, der das Signal 7 zugeordnet ist, navigieren um den Austausch des ersten Textilwerkzeugs 102 auszuführen. Die Tauschvorrichtung 8 könnte aber auch zu einer der anderen Textilmaschinen 3 der Gruppe 5 von Textilmaschinen 3 navigieren, um ein Textilwerkzeug 2 einer anderen Textilmaschine 3 auszutauschen. Die Tauschvorrichtung 8 kann also auch Signale 7, die Textilwerkzeuge 2 anderer Textilmaschinen 3 betreffen, empfangen und automatisch zu der betreffenden Textilmaschine 3 navigieren. So kann eine Tauschvorrichtung 8 den regelmäßigen Austausch der Textilwerkzeuge 2 einer ganzen Gruppe 5 von Textilmaschinen 3 automatisiert durchführen.
  • Die Figur 4 zeigt eine dritte alternative Ausführungsform des fünften Verfahrensschritts 15. Der erste bis vierte Verfahrensschritt 11, 12, 13, 14 entsprechen den jeweiligen Verfahrensschritten 11, 12, 13, 14 aus Figur 1 und der zugehörigen vorstehenden Beschreibung. In der Figur 4 wurde daher auf die Darstellung des ersten bis vierten Verfahrensschritts 11, 12, 13, 14 verzichtet. Im Gegensatz zu der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform wird das Signal 7 im fünften Verfahrensschritt 15 gemäß der dritten alternativen Ausführungsform an eine Ausgabestation 20 gesendet, die zu dem mit dem Signal 7 übermittelten Austauschzeitpunkt 17 automatisiert das neue Textilwerkzeug 202 ausgibt. Die Ausgabestation 20 umfasst fünf Kavitäten 21, die jeweils mit einer Schließvorrichtung 22 verschließbar sind. In der Fig. 4 sind vier der fünf Kavitäten verschlossen dargestellt und sind entsprechend von ihrer zugehörigen Schließvorrichtung 22 verdeckt. Zur besseren Übersichtlichkeit sind in der Fig. 4 nur eine der geschlossenen Schließvorrichtungen 22 und die geöffnete Schließvorrichtung 22 mit Bezugszeichen versehen. Die Ausgabestation 20 kann verschiedene Textilwerkzeuge 2 in ihren Kavitäten 21 bevorraten. Durch öffnen der Schließvorrichtung 22 einer Kavität 21 mit einem zum Ersetzen des ersten Textilwerkzeugs 102 geeigneten neuen Textilwerkzeugs 202 kann die Austauschvorrichtung 20 das neue Textilwerkzeug 202 ausgeben. Es kann dann manuell oder von einer Greifvorrichtung 9 (in Fig. 4 nicht dargestellt) aus der geöffneten Kavität 21 entnommen werden. Das erste Textilwerkzeug 102 wird anschließend durch das ausgegebene neue Textilwerkzeug 202 ersetzt. Mit Hilfe der Ausgabestation 20 kann so die Ausgabe eines passenden neuen Textilwerkzeugs 202 gesteuert werden, um den Einbau nicht passender Textilwerkzeuge 202 in die Textilmaschinen 3 der Gruppe von Textilmaschinen 3 zu vermeiden.
  • Die Figur 5 zeigt eine vierte alternative Ausführungsform des fünften Verfahrensschritts 15, wobei diese vierte Ausführungsform der dritten Ausführungsform aus Fig. 4 sehr ähnlich ist. Das Signal 7, das den Austauschzeitpunkt 17 für das erste Textilwerkzeug 102 und den Aufstellungsort 18 betrifft, wird auch bei dieser Ausführungsform von einer Ausgabestation 20 empfangen. Die Ausgabestation 20 gibt daraufhin auf die gleiche Weise wie bereits mit Bezug auf Figur 4 beschrieben ein neues Textilwerkzeug 202 aus. Anschließend wird das neue Textilwerkzeug 202 jedoch von einer Tauschvorrichtung 8 aufgenommen, um das erste Textilwerkzeug 102 durch das neue Textilwerkzeug 202 zu ersetzen. Die Tauschvorrichtung 8 weist hierzu eine Greifvorrichtung 9 auf, mit der sie in die Kavität 21 der Ausgabestation 20 eingreifen und das neue Textilwerkzeug 202 entnehmen kann. Sowohl die Tauschvorrichtung 8 als auch die Ausgabestation 20 weisen eine Antriebsvorrichtung 10 auf, mit der sie sich zwischen den verschiedenen Textilmaschinen 3 der Gruppe von Textilmaschinen 3 bewegen können. Da die Tauschvorrichtung 8 und die Ausgabestation 20 im Verfahren miteinander in Wechselwirkung stehen, ist es vorteilhaft, wenn sie sich untereinander abgestimmt zwischen den Textilmaschinen 3 bewegen. Die Tauschvorrichtung 8 und die Ausgabestation 20 können auch gemeinsam mit einer Antriebsvorrichtung 10 in Verbindung stehen und sich so als Einheit zwischen den Textilmaschinen 3 bewegen.
  • Die Figur 6 zeigt eine Prinzipskizze einer Ausgabestation 20 mit einem Textilwerkzeugmagazin 24 und einer Entnahmevorrichtung 25. Die Entnahmevorrichtung 25 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel als Behälter ausgeführt, der zur Aufnahme eines Textilwerkzeugs 2 (in Fig. 6 nicht dargestellt) geeignet ist. Das Textilwerkzeugmagazin 24 umfasst ein Magazingehäuse 26, das über zwei Halterungen 30 mit dem Gestell 29 der Ausgabestation 20 verbunden ist. Eine Schließvorrichtung 22 des Textilwerkzeugmagazins 26 verschließt das Magazingehäuse 26 nach unten. Aufbau und Funktionsweise des Textilwerkzeugmagazins 24 werden anhand der nachfolgenden Figuren 7 bis 9 näher beschrieben.
  • Die Figuren 7 bis 9 zeigen eine vergrößerte Darstellungen des Textilwerkzeugmagazins 24, das ein Magazingehäuse 26 und eine Schließvorrichtung 22 zum Öffnen und Schließen des Magazingehäuses 26 umfasst. Um die Funktionsweise des Textilwerkzeugmagazins 24 besser erklären zu können, sind die Wände des Magazingehäuses 26 durchsichtig dargestellt, so dass in den Fig. 7 - 9 nur die Kanten des Magazingehäuses 26 erkennbar sind. Außerdem wurde auf die Darstellung der Halterungen 30 verzichtet. In Figur 7 ist das Magazingehäuse 26 durch die Schließvorrichtung 22 verschlossen. Mehrere Textilwerkzeuge 2 liegen in der Kavität 21, die vom Magazingehäuse 26 umschlossen wird, übereinander gestapelt auf der Schließvorrichtung 22 auf. In Figur 8 ist zu sehen wie die Schließvorrichtung 22 eine Öffnungsbewegung 27 ausführt und die Kavität 21 des Magazingehäuses 26 dadurch öffnet. Bedingt durch die wirkende Schwerkraft rutschen die übereinander gestapelten Textilwerkzeuge 2 nach unten, so dass das unterste der Textilwerkzeuge 2 aus der Kavität 21 herausfällt. In der gezeigten Ausführungsform liegt das unterste Textilwerkzeug 2 dann auf dem Gestell 29, auf dem auch die Schließvorrichtung 22 gleitet, auf. Anstelle oder zusätzlich zur Schwerkraft könnte aber auch eine pneumatische Kraft (z.B. durch einen Pneumatik-Zylinder oder ein Luftkissen), eine hydraulische Kraft (z.B. durch einen Hydraulikzylinder) oder eine Federkraft (z.B. durch eine Schraubenfeder oder eine Blattfeder) auf die Textilwerkzeuge 2 ausgeübt werden, um eines der Textilwerkzeuge 2 aus der Kavität 21 heraus zu fördern. In der Figur 9 ist der anschließende Schließvorgang dargestellt. Die Schließvorrichtung 22 macht eine Schließbewegung 28, um die Kavität 21 wieder zu verschließen. Das unterste Textilwerkzeug 2, das auf dem Gestell 29 aufliegt wird dabei von der Schließvorrichtung 22 in Richtung der Entnahmevorrichtung 25 geschoben, so dass das Textilwerkzeug 2 in die Entnahmevorrichtung 25 fällt (in der Fig. 9 durch einen vom Textilwerkzeug 2 ausgehenden geschwungenen Pfeil in Richtung der Entnahmevorrichtung 25 angedeutet). Die Öffnungsbewegung 27 und die Schließbewegung 28 der Schließvorrichtung 22 kann dabei in Abhängigkeit eines für ein Textilwerkzeug 2 bestimmten Austauschzeitpunkts 17 gesteuert werden, um sicherzustellen, dass rechtzeitig zum Austauschzeitpunkt 17 ein neues Textilwerkzeug 2 ausgegeben wird.
    Die Figuren 10 bis 12 dienen der schematischen Darstellung eines als Revolvermagazin 32 ausgeführten Textilwerkzeugmagazins 24. In der Figur 10 ist der drehbare Magazinkörper 31 des Revolvermagazins 32 dargestellt. Der drehbare Magazinkörper 31 weist vier Kavitäten 21 auf, die zur Aufnahme von Textilwerkzeugen 2 geeignet sind. In der Figur 10 ist beispielhaft nur eine der Kavitäten 21 mit einem Textilwerkzeug 2 befüllt, um die Funktionsweise des Revolvermagazins 32 nachfolgend anhand dieses einen Textilwerkzeugs 2 erläutern zu können. In der Figur 11 ist das Revolvermagazin 32, das den drehbaren Magazinkörper 31 aus Fig. 10 und eine zylindrische Hülle 33 umfasst, in einer Ansicht frontal auf die Stirnfläche 34 des drehbaren Magazinkörpers 31 dargestellt. Der drehbare Magazinkörper 31 ist relativ zur ortsfesten Hülle 33 um die Drehachse 35 drehbar. An ihrer Unterseite weist die Hülle 33 eine Öffnung 36 auf, mit der die zylindrische Hülle 33 die Kavitäten 21 des drehbaren Magazinkörpers 31 in Abhängigkeit der Drehposition des drehbaren Magazinkörpers 31 öffnet und schließt. Auch in der schematischen Zeichnung in Figur 11 ist beispielhaft nur eine Kavität 21 mit einem Textilwerkzeug 2 befüllt. Der drehbare Magazinkörper 31 ist dabei in eine Position gedreht, in der die Hülle 33 die mit dem Textilwerkzeug 2 befüllte Kavität 21 verschließt. Das Textilwerkzeug 2 ist so sicher in der Kavität 21 aufgenommen und kann nicht aus der Kavität 21 herausfallen oder entnommen werden. Unterhalb der Öffnung 36 ist eine Entnahmevorrichtung 25 zum Auffangen von Textilwerkzeugen 2 angeordnet. Die Entnahmevorrichtung 25 ist schematisch als Behälter dargestellt. In der Figur 12 ist dargestellt, wie der drehbare Magazinkörper 31 durch eine Drehbewegung 37 um die Drehachse 35 in eine Position gedreht wird, in der die Öffnung 36 die mit dem Textilwerkzeug 2 befüllte Kavität 21 öffnet, so dass das Textilwerkzeug 2 aus der Kavität 21 heraus durch die Öffnung 36 in die Entnahmevorrichtung 25 fällt (in Fig. 12 durch einen vom Textilwerkzeug 2 ausgehenden geschwungenen Pfeil in Richtung der Entnahmevorrichtung 25 angedeutet). Durch Steuerung der Drehbewegung 37 des drehbaren Magazinkörpers 31 lässt sich mit einer das Revolvermagazin 32 aufweisenden Austauschstation 20 in Abhängigkeit des Austauschzeitpunkts 17 ein Textilwerkzeug 2 ausgeben.
    Bezugszeichenliste
    1 Computerimplementiertes Verfahren
    2, 102, 202 Textilwerkzeug
    3, 103, 203, 303 Textilmaschine
    4 Identifikationscode
    5 Gruppe von Textilmaschinen 3
    6 Steuereinheit
    7 Signal
    8 Tauschvorrichtung
    9 Greifvorrichtung
    10 Antriebsvorrichtung
    11 Erster Verfahrensschritt
    12 Zweiter Verfahrensschritt
    13 Dritter Verfahrensschritt
    14 Vierter Verfahrensschritt
    15 Fünfter Verfahrensschritt
    16 Anzeigeeinheit
    17 Austauschzeitpunkt
    18 Aufstellungsort
    19 Bildschirm
    20 Ausgabestation
    21 Kavität
    22 Schließvorrichtung
    23 Roboterarm
    24 Textilwerkzeugmagazin
    25 Entnahmevorrichtung
    26 Magazingehäuse
    27 Öffnungsbewegung
    28 Schließbewegung
    29 Gestell der Ausgabestation (20)
    30 Halterung
    31 Drehbarer Magazinkörper
    32 Revolvermagazin
    33 Hülle des Revolvermagazins (32)
    34 Stirnfläche des drehbaren Magazinkörpers (31)
    35 Drehachse des drehbaren Magazinkörpers (31)
    36 Öffnung
    37 Drehbewegung

Claims (19)

  1. Computerimplementiertes Verfahren (1) zur Fertigung eines bestimmten textilen Produkts mit einer Gruppe von Textilmaschinen (3), die für den Fertigungsvorgang zumindest ein im Fertigungsvorgang verschleißendes Textilwerkzeug (2) aufweisen, dadurch gekennzeichnet,
    dass beim Einbau eines ersten Textilwerkzeugs (102) in eine erste Textilmaschine (103) der Gruppe (5) von Textilmaschinen (3) ein Identifikationscode (4) an eine Steuereinheit (6) gesendet wird, wobei die erste Textilmaschine (103) mit dem Identifikationscode (4) identifizierbar ist,
    dass in der Steuereinheit (6) ein Austauschintervall für Textilwerkzeuge (2) der ersten Textilmaschine (103) abgelegt ist,
    dass die Steuereinheit (6) den Identifikationscode (4) empfängt und anhand des Identifikationscodes (4) das Austauschintervall für das erste Textilwerkzeug (102) auswählt,
    dass die Steuereinheit (6) anhand des ausgewählten Austauschintervalls einen Austauschzeitpunkt (17) für das erste Textilwerkzeug (102) bestimmt,
    dass die Steuereinheit (6) ein Signal (7) erzeugt, das den Austauschzeitpunkt (17) des ersten Textilwerkzeugs (102) betrifft und das der ersten Textilmaschine (103) zugeordnet ist
    und dass das erste Textilwerkzeug (102) aufgrund des Signals (7) gegen ein neues Textilwerkzeug (202) ausgetauscht wird, das zum Ersetzen des ersten Textilwerkzeugs (102) geeignet ist.
  2. Computerimplementiertes Verfahren (1) nach dem vorstehenden Anspruch
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das Signal (7) an eine Anzeigeeinheit (16) gesendet wird,
    und dass die Anzeigeeinheit (16) den Austauschzeitpunkt (17) und den Aufstellungsort (18) der ersten Textilmaschine (103) miteinander verknüpft ausgibt.
  3. Computerimplementiertes Verfahren (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet,
    dass es zur Herstellung eines textilen Produkts einer Gesamtmenge N von Produktionsschritten - einem sogenannten Style - bedarf, wobei die Produktionsschritte vorzugsweise verschiedenen Untermengen der Gesamtmenge N von Produktionsschritten zugeordnet werden,
    dass jedem Produktionsschritt oder jeder Untermenge ein individuelles Austauschintervall in der Steuereinheit (6) zugeordnet wird,
    wobei jeder Produktionsschritt oder jede Untermenge in der Steuereinheit (6) jeweils zumindest einer Textilmaschine (3) aus der Gruppe (5) der Textilmaschinen (3) zugeordnet wird,
    und wobei die Steuereinheit (6) das der ersten Textilmaschine (103) über einen Produktionsschritt oder eine Untermenge zugeordnete Austauschintervall für die Bestimmung des Austauschzeitpunkts (17) des ersten Textilwerkzeugs (102) verwendet.
  4. Computerimplementiertes Verfahren (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass
    der Austauschzeitpunkt (17) in Abhängigkeit eines Timers, der beim Einsetzen des ersten Textilwerkzeugs (102) gestartet wird, bestimmt wird.
  5. Computerimplementiertes Verfahren (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet,
    dass die Betriebsdauer der ersten Textilmaschine (103) mit einem Sensor erfasst wird
    und dass der Austauschzeitpunkt (17) in Abhängigkeit der Betriebsdauer der ersten Textilmaschine (103) ab dem Zeitpunkt des Einsetzens des ersten Textilwerkzeugs (102) bestimmt wird.
  6. Computerimplementiertes Verfahren (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 3
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die erste Textilmaschine (103) das erste Textilwerkzeug (102) zur Herstellung des bestimmten textilen Produkts in Hüben bewegt,
    dass die Anzahl der Hübe der ersten Textilmaschine (103) mit einem Sensor erfasst wird,
    und dass der Austauschzeitpunkt (17) in Abhängigkeit der Anzahl der Hübe ab dem Zeitpunkt des Einsetzens des ersten Textilwerkzeugs (102) bestimmt wird.
  7. Computerimplementiertes Verfahren (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass
    der Identifikationscode (4) optisch, vorzugsweise mit einer Kamera oder einem Scanner, oder mit einem Sender-Empfänger-System, vorzugsweise einem RFID-System oder einem GPS-System, erfasst wird.
  8. Computerimplementiertes Verfahren (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass
    der Identifikationscode (4) als maschinenlesbarer Code in einer Produktionsstätte hinterlegt ist, in der die Gruppe (5) der Textilmaschinen (3) aufgestellt ist.
  9. Computerimplementiertes Verfahren (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass
    eine Ausgabestation (20) in Abhängigkeit von dem Austauschzeitpunkt (17) des ersten Textilwerkzeugs (102) das neue Textilwerkzeug (202) ausgibt, das zum Ersetzen des ersten Textilwerkzeugs (102) geeignet ist.
  10. Computerimplementiertes Verfahren (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass
    die erste Textilmaschine (103) in Abhängigkeit des Austauschzeitpunkts (17) des ersten Textilwerkzeugs (102) automatisch stoppt, wenn das erste Textilwerkzeug (102) nicht innerhalb eines vorgegebenen Austauschzeitraums ausgetauscht wird.
  11. Computerimplementiertes Verfahren (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass
    das erste Textilwerkzeug (102) in Abhängigkeit des Austauschzeitpunkts (17) von einer Tauschvorrichtung (8) automatisch durch das neue Textilwerkzeug (202) ausgetauscht wird.
  12. Computerimplementiertes Verfahren (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass
    mit einer Meldevorrichtung ein Austausch des ersten Textilwerkzeugs (102) vor Erreichen des Austauschzeitpunkts (17) angefordert wird.
  13. Computerimplementiertes Verfahren (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet,
    dass der Zustand des ersten Textilwerkzeugs (102) im Betrieb und/oder nach seinem Ersetzen erfasst wird,
    und dass Informationen zu dem Zustand - Zustandsinformationen - des ersten Textilwerkzeugs (102) an die Steuereinheit (6) gesendet werden.
  14. Computerimplementiertes Verfahren (1) nach dem vorstehenden Anspruch
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die Steuereinheit (6) den Austauschzeitpunkt (17) zusammen mit den Zustandsinformationen zu dem ersten Textilwerkzeug (102) speichert und vorzugsweise dem Produktionsschritt und/oder Style zuordnet, der der ersten Textilmaschine (103) zugeordnet ist.
  15. Computerimplementiertes Verfahren (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche 13 bis 14
    dadurch gekennzeichnet, dass
    aufgrund der Zustandsinformationen eine Optimierung des Austauschintervalls vorgeschlagen wird.
  16. Computerimplementiertes Verfahren (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet,
    dass die Steuereinheit (6) für verschiedene Textilwerkzeuge (2) verschiedener Textilmaschinen (3) jeweils einen Austauschzeitpunkt (17) bestimmt,
    dass das von der Steuereinheit (6) erzeugte Signal (7), die Austauschzeitpunkte (17) der verschiedenen Textilwerkzeuge (2) und eine Priorisierung der verschiedenen Textilwerkzeuge (2) in Abhängigkeit der Austauschzeitpunkte (17) betrifft,
    und dass die verschiedenen Textilwerkzeuge (2) in Abhängigkeit der Priorisierung nacheinander ausgetauscht werden.
  17. System zur Datenverarbeitung umfassend Mittel zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1.
  18. Computerprogrammprodukt, umfassend Befehle, die bei der Ausführung des Programms durch einen Computer diesen veranlassen, das Verfahren nach Anspruch 1 auszuführen.
  19. Computerlesbares Medium, auf dem das Computerprogrammprodukt nach Anspruch 18 gespeichert ist.
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