EP4716664A2 - Portionskapsel zur zubereitung eines getränks mit hilfe einer getränkezubereitungsmaschine, getränkezubereitungssystem und verfahren zur herstellung einer portionskapsel - Google Patents
Portionskapsel zur zubereitung eines getränks mit hilfe einer getränkezubereitungsmaschine, getränkezubereitungssystem und verfahren zur herstellung einer portionskapselInfo
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- EP4716664A2 EP4716664A2 EP24728596.8A EP24728596A EP4716664A2 EP 4716664 A2 EP4716664 A2 EP 4716664A2 EP 24728596 A EP24728596 A EP 24728596A EP 4716664 A2 EP4716664 A2 EP 4716664A2
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Abstract
Es wird eine Portionskapsel zur Zubereitung eines Getränks mit einer Getränkezubereitungsmaschine vorgeschlagen, wobei die Portionskapsel ein Basiselement mit einem Hohlraum zur Aufnahme eines Getränkerohmaterials und ein den Hohlraum verschließendes Deckelelement aufweist, wobei das Basiselement einen Bodenbereich, eine sich von dem Bodenbereich zu einem offene Ende erstreckende Kapselwandung und einen um das offene Ende umlaufenden Flansch umfasst, wobei die Portionskapsel einen detektierbaren Identifikationscode aufweist, wobei die Portionskapsel ein separat ausgebildetes Trägerelement umfasst, wobei das Trägerelement den Identifikationscode aufweist, wobei das Trägerelement auf der von dem Bodenbereich abgewandten Seite des Flansches angeordnet ist.
Description
BESCHREIBUNG
Titel
PORTIONSKAPSEL ZUR ZUBEREITUNG EINES GETRÄNKS MIT HILFE EINER GETRÄNKEZUBEREITUNGSMASCHINE, GETRÄNKEZUBEREITUNGSSYSTEM UND VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG EINER PORTIONSKAPSEL
Stand der Technik
Die vorliegende Erfindung geht aus von einer Portionskapsel zur Zubereitung eines Getränks mit einer Getränkezubereitungsmaschine, wobei die Portionskapsel ein Basiselement mit einem Hohlraum zur Aufnahme eines Getränkerohmaterials und ein den Hohlraum verschließendes Deckelelement aufweist, wobei das Basiselement einen Bodenbereich, eine sich von dem Bodenbereich zu einem offenen Ende erstreckende Kapselwandung und einen um das offene Ende umlaufenden Flansch umfasst, wobei die Portionskapsel einen detektierbaren Identifikationscode aufweist.
Solche Portionskapseln sind aus dem Stand der Technik bekannt. Beispielsweise offenbart die Druckschrift WO 2016/186488 A1 eine solche gattungsgemäße Portionskapsel. Eine derartige Portionskapsel ist dazu vorgesehen, in eine Brühkammer eingelegt zu werden, in welcher die Portionskapsel perforiert wird, um Flüssigkeit, üblicherweise in Form heißen Wassers, unter Druck in den Hohlraum einzuleiten. Durch Wechselwirkung zwischen dem eingeleiteten Wasser mit dem Getränkerohmaterial, beispielsweise geröstetem und gemahlenem Kaffee, entsteht ein Getränk, welches die Portionskapsel durch einen Auslassbereich verlässt und in ein Gefäß gelangt.
Für jede Art von Portionskapsel existiert in der Regel eine passende Getränkezubereitungsmaschine, welche zur Zubereitung von Getränken auf Grundlage der passenden Portionskapseln optimiert ist. Zur Vermeidung von Fehlfunktionen hat es sich bewährt, derartige Portionskapsel mit maschinell und automatisch auslesbaren Identifikationscodes zu versehen, damit vor dem Beginn des Brühprozesses eine Prüfung stattfinden kann, ob die eingelegte Portionskapsel mit der Maschine kompatibel ist. Zudem kann ggf. ein passendes Brühprogramm für das in der Portionskapsel befindliche Getränkerohmaterial gestartet werden.
Aus den Druckschriften EP 3023362 B1 , W02020/201487 A1 und US 10,800,600 B2 ist bekannt, optische detektierbaren Merkmale in Form von Barcodes oder Binärcodes auf den Flansch der Kapsel aufzudrucken.
Bei den bekannten Portionskapseln wird während der Herstellung das Deckelelement mit dem Flansch stoffschlüssig verbunden, insbesondere gesiegelt. Dadurch kann es jedoch zu einer strukturellen Beeinträchtigung des Flansches kommen. Dadurch wird wahlweise ein bereits aufgebrachter Identifikationscode beschädigt, oder eine nachfolgende Aufbringung des Identifikationscodes erschwert.
Ferner ist es bekannt, Portionskapseln aus Gründen der Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung aus wiederverwertbaren, biologisch abbaubaren und/oder kompostierbaren Materialien herzustellen. Dies ist jedoch herausfordernd, da gleichzeitig eine Aromadichtigkeit, also insbesondere eine Gasdichtigkeit, der Portionskapsel gewährleistet werden muss, um die darin enthaltenen Getränkerohmaterialien möglichst lange in einem annähernd optimalen Zustand aufbewahren zu können und somit auch über einen längeren Zeitraum eine optimale Getränkequalität zu gewährleisten.
Bei der Entsorgung einer Portionskapsel ist es daher oft unerlässlich, das Deckelelement getrennt von dem Basiselement in die Verwertung zu geben und zudem zuvor das bereits verwendete Getränkerohmaterial bzw. dessen Rückstände aus dem Basiselement zu entfernen. Dies wird jedoch bei den bekannten Portionskapseln einerseits dadurch erschwert, dass das Deckelelement fest an dem Flansch des Basiselements befestigt, beispielsweise gesiegelt, ist und andererseits dadurch, dass die bekannten Identifikationscodes auf dem Flansch angebracht sind, was für eine zuverlässige Aufbringung und ein Auslesen des Identifikationscodes einen hinreichend stabilen Flansch erfordert.
Offenbarung der Erfindung
Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Portionskapsel mit einem detektierbaren Identifikationscode bereitzustellen, welche eine Verbesserung gegenüber den aus dem zitierten Stand der Technik bekannten Lösungen darstellt. Insbesondere soll der Identifikationscode während der Herstellung der Portionskapsel fehlerfrei und einfach auf die Portionskapsel
aufzubringen sein. Zudem ist es wünschenswert, die bekannten Portionskapseln derart weiterzubilden, dass das Auslesen des Identifikationscodes in der Getränkezubereitungsmaschine zuverlässiger erfolgt. Schließlich ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine nachhaltigere Portionskapsel bereitzustellen, die insbesondere einfacher in ihre Komponenten zerlegbar ist und die als Ganzes umweltfreundlicher ist als die bekannten Portionskapseln.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird gelöst mit einer Portionskapsel nach Anspruch 1.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen, sowie der folgenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen entnehmbar.
Die zu diesem Gegenstand der vorliegenden Erfindung erläuterten Vorteile und die zugehörigen Ausführungsformen gelten entsprechend auch für die anderen Gegenstände der vorliegenden Erfindung und umgekehrt.
Es wird eine Portionskapsel zur Zubereitung eines Getränks mit einer Getränkezubereitungsmaschine vorgeschlagen, wobei die Portionskapsel ein Basiselement mit einem Hohlraum zur Aufnahme eines Getränkerohmaterials und ein den Hohlraum verschließendes Deckelelement aufweist, wobei das Basiselement einen Bodenbereich, eine sich von dem Bodenbereich zu einem offenen Ende erstreckende Kapselwandung und einen um das offene Ende umlaufenden Flansch umfasst, wobei die Portionskapsel einen, insbesondere optisch, detektierbaren Identifikationscode aufweist.
Die erfindungsgemäße Portionskapsel ist nun derart vorgesehen, dass die Portionskapsel ein separat ausgebildetes Trägerelement umfasst, wobei das Trägerelement den Identifikationscode aufweist, wobei das Trägerelement auf der von dem Bodenbereich abgewandten Seite des Flansches angeordnet ist. Somit ist insbesondere die durch den Identifikationscode chiffrierte Information in bzw. an dem Trägerelement gespeichert.
Die erfindungsmäße Portionskapsel hat gegenüber den aus dem Stand der Technik bekannten Portionskapseln den Vorteil, dass der Identifikationscode nicht an dem Flansch vorgesehen ist, sondern an bzw. in dem zusätzlichen und von dem Basiselement separaten Trägerelement. Hierdurch wird eine mögliche Fehlerquelle bei der Herstellung und/oder der Verwendung der Kapsel ausgeschlossen. Zudem wird der Flansch nun nicht zur Aufbringung des
Identifikationscodes benötigt, was Raum für zusätzliche Funktionen bereitstellt. So kann der Flansch nun beispielsweise zur Abdichtung in der Brühkammer herangezogen werden.
Unter einem Identifikationscode soll im Rahmen der vorliegenden Erfindung vorzugsweise jede maschinenlesbare Information verstanden werden. Insbesondere auch eine Information, die im Sinne einer binären Information von der Getränkezubereitungsmaschine im Sinne eines „1“ oder „0“ bzw. eines „Ja“ oder „Nein“ interpretierbar ist. Besonders bevorzugt ist der Identifikationscode derart ausgebildet, dass die Getränkezubereitungsmaschine bei einer erfolgreichen Detektion die Portionskapsel, insbesondere das Trägerelement, als zur Zubereitung in der Getränkezubereitungsmaschine geeignet identifiziert. Hierzu kann beispielsweise wenigstens ein Oberflächenabschnitt des Trägerelements, bevorzugt ein umlaufender Oberflächenabschnitt, eine vorbestimmte elektrische Leitfähigkeit aufweisen. Die Getränkezubereitungsmaschine erfasst dann vorzugsweise die elektrische Leitfähigkeit vor der Getränkezubereitung und gibt eine Getränkezubereitung frei, falls die vorbestimmte elektrische Leitfähigkeit gemessen wird. Noch mehr bevorzugt umfasst der Identifikationscode weitergehende Informationen, zum Beispiel zu Zubereitungsparametern und/oder Informationen zur einem in der Portionskapsel enthaltenen Getränkerohmaterial, die dann insbesondere durch die Getränkezubereitungsmaschine erfasst und umgesetzt werden können. Die Getränkezubereitungsmaschine, insbesondere eine Steuerung der Getränkezubereitungsmaschine, kann die in dem Trägerelement gespeicherte Information entschlüsseln. Alternativ ist beispielsweise auch denkbar, dass verschiedene vorbestimmte elektrische Leitfähigkeiten verschiedene Informationen kodieren können. Beispielsweise können verschiedenen diskreten Werten der elektrischen Leitfähigkeit bestimmte Informationen, wie etwa Zubereitungsparameter und/oder Informationen betreffend das Getränkerohmaterial, zugeordnet sein.
Vorzugsweise ist der Identifikationscode auf dem Trägerelement angeordnet. Vorzugsweise ist der detektierbare Identifikationscode auf das Trägerelement aufgedruckt oder in das Trägerelement eingefügt, beispielsweise geprägt. Alternativ oder zusätzlich ist der Identifikationscode einstückig mit wenigstens einem Teil des Trägerelements vorgesehen. Besonders bevorzugt umfasst der Identifikationscode einen Strichcode, insbesondere ein Bit- und/oder Barcode, dessen Codierungsstriche insbesondere in radialer Richtung verlaufen. Ganz besonders bevorzugt umfassen die Kodierungsstriche weiße und/oder schwarze Balken gleicher oder ungleicher Dicke entlang einer Umfangsrichtung (konzentrisch um die Zentralachse). Weitere Beispiele für einen Identifikationscode sind ein Bereich mit einer vorbestimmten
optischen Reflektivität, ein Bereich mit vorbestimmten magnetischen und/oder elektrischen Eigenschaften, ein RFID-Code, insbesondere ein mittels Nahfeldkommunikation (engl. Near Field Communication, kurz NFC) detektierbarer RFID-Code (d.h. ein NFC-Code), ein DataMatrix-Code, ein Maxi-Code, ein Aztec-Code, ein JAB-Code und/oder ein QR-Code. Alternativ oder zusätzlich ist eine Information auch über eine mechanische Eigenschaft des Trägerelements kodierbar. Beispielsweise ist eine Dicke (in axialer Richtung), ein Durchmesser (in radialer Richtung), eine Oberflächenbeschaffenheit und/oder eine Elastizität des Trägerelements durch die Getränkezubereitungsmaschine erfassbar.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass das Deckelelement eine elastische Deckelfolie ist und/oder einen Materialspeicher aufweist, wobei das Deckelelement derart ausgebildet ist, dass es sich, beispielsweise durch ein Ausgasen des Getränkerohmaterials, nach außen wölbt, d.h. eine konvexe Form annimmt. Ein Materialspeicher meint hierbei insbesondere, dass in dem befestigten Zustand das Deckelelement nicht unter Spannung steht, sondern sich insbesondere unter dem Druck des im Hohlraum der Portionskapsel entstehenden Gases, beispielsweise Kohlenstoffdioxid Im Falle von geröstetem Kaffee als Getränkerohmaterial, nach außen wölben kann. Der Fachmann versteht, dass in diesem Fall das Deckelelement nach dem, insbesondere lüft- und/oder aromadichten, Abschließen des das Getränkerohmaterial enthaltenden Hohlraums im Querschnitt konvex geformt ist. Hierdurch ist es in besonders vorteilhafter weise möglich, dass ein im Hohlraum entstehender Druck wenigstens teilweise durch eine Verformung des Deckelelements aufgenommen werden kann und nicht vollständig auf das Basiselement wirkt, was gerade im Falle von einem Basiselement aus nachhaltigen Materialien entscheidend ist.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass das Deckelelement eine im Wesentlichen flexible Deckelfolie ist. Vorzugsweise ist das Deckelelement ein- oder mehrlagig vorgesehen. Besonders bevorzugt umfasst das Deckelelement dabei wenigstens eine Barriereschicht und wenigstens eine Trägerschicht. Eine solche Barriereschicht ist insbesondere undurchlässig gegenüber Gasen wie Sauerstoff. Ganz besonders bevorzugt umfasst das Deckelelement dabei wenigstens eine Lage eines Aluminiummaterials. Das Deckelelement umfasst vorzugsweise eine Kunststoff-Aluminium-Verbundfolie oder eine Kunststofffolie oder eine Mehrschicht-Kunststofffolie. Besonders bevorzugt ist das Deckelelement über seine gesamte Erstreckung im Wesentlichen aus einem Material gefertigt, oder das Deckelelement ist in verschiedenen Bereich wenigstens teilweise aus verschiedenen Materialien gefertigt. Hierdurch ist es in vorteilhafter Weise möglich, dass die Portionskapsel durch eine
entsprechend gewählte Deckelfolie aromadicht verschlossen ist und das Getränkerohmaterial sein Aroma auch über einen längeren Lagerzeitraum behält.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung beinhaltet die Portionskapsel eine oder mehrere Getränkerohmaterialien. Bei dem Getränkerohmaterial kann es sich um eine Flüssigkeit, einen Sirup, einen Feststoff, ein Pulver, Kaffee- oder Kakaosatz und/oder Blätter handeln, insbesondere Kaffeeröstgranulat, Instantkaffee, Schokoladenpulver, Teeverschnitt und/oder Milchpulver. Das Getränkerohmaterial ist vorzugsweise in einer Getränkezubereitungsmaschine und/oder einem Getränkezubereitungssystem verdünnbar, auflösbar und/oder extrahierbar, um ein Getränk herzustellen.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass der Flansch des Basiselements in einem Winkel zwischen 70 bis 110 Grad, besonders bevorzugt von 80 bis 100 Grad, und ganz besonders bevorzugt von im Wesentlichen 90 Grad zur Zentralachse verläuft. Der Flansch ist vorzugsweise geschlossen umlaufend, insbesondere mit einer konstanten radialen Erstreckung, ausgebildet.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass das Trägerelement auf der von dem Flansch abgewandten Seite des Deckelelements angeordnet ist. Diese Seite kann auch als die Flanschoberseite bezeichnet werden. Hierdurch wird in vorteilhafter weise ermöglicht, dass das Trägerelement mit dem Deckelelement verbindbar ist, so dass vorzugsweise das Trägerelement und das Deckelelement eine Einheit bilden, die besonders bevorzugt bei der Entsorgung der Portionskapsel gemeinsam von dem Basiselement entfernbar ist. Zudem kann auf diese Weise der Flansch unmittelbar mit einem Element der Getränkezubereitungsmaschine, beispielsweise einem Brühkammerteil, Zusammenwirken und somit insbesondere eine Dichtwirkung erzielen.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass das Trägerelement wenigstens teilweise zwischen dem Flansch und dem Deckelelement angeordnet ist. Alternativ ist vorgesehen, dass das Deckelelement wenigstens teilweise zwischen dem Flansch und dem Trägerelement angeordnet ist. Hierdurch wird in vorteilhafter weise ermöglicht, dass das Trägerelement mit dem Deckelelement verbindbar ist, so dass vorzugsweise das Trägerelement und das Deckelelement eine Einheit bilden.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass das Trägerelement ein Einsatz ist, der sich wenigstens teilweise unterhalb des Deckelelements radial in Richtung auf eine zentrale Kapselachse hin erstreckt, wobei der Einsatz vorzugsweise den gesamten Innenquerschnitt des Basiselements ausfüllt. Besonders bevorzugt ist das Trägerelement wenigstens in einem zentralen Bereich, vorzugsweise über den gesamten freien Querschnitt des Basiselements, von dem Deckelelement beabstandet. Ganz besonders bevorzugt weist das Trägerelement in wenigstens einem Bereich Löcher bzw. Perforationen und/oder ein Filtermaterial auf. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass das Deckelelement an der Kapselwandung, insbesondere an der Innenseite der Kapselwandung, befestigt ist. Das Deckelelement kann beispielsweise über eine Sonotrode etwas in den Hohlraum hineingeführt und dort seitlich mit der Kapselwandung stoffschlüssig verbunden werden oder an die Kapselwandung geklebt werden. Besonders bevorzugt ist das Deckelelement von innen mit der Kapselwandung verbunden. Hierdurch ist es in besonders vorteilhafter weise möglich, mehrere Funktionen in dem Trägerelement zu vereinen. Erfindungsgemäß ist die Hauptfunktion des Trägerelements dabei als Träger für den Identifikationscode zu dienen. Gleichzeitig kann ein als Einsatz ausgebildetes Trägerelement aber auch als Filterelement und/oder Flüssigkeitsverteiler fungieren und/oder das Getränkerohmaterial wenigstens teilweise komprimieren. Eine weitere mögliche Funktion des Trägerelements ist eine Vereinfachung der Portionskapselwiederverwertung bzw. -entsorgung, was im Folgenden noch näher erläutert werden wird.
Vorzugsweise ist das Deckelelement im Wesentlichen bündig mit dem Flansch und/oder dem Trägerelement angeordnet. Besonders bevorzugt sind Haupterstreckungsebenen des Deckelelements, des Trägerelements und/oder des Flansches dabei im Wesentlichen identisch. Im Wesentlichen meint dabei, dass die Haupterstreckungsebenen parallel zueinander vorgesehen sein können, jedoch einen geringfügigen Versatz in eine vertikale Richtung, insbesondere entlang einer zentralen Kapselachse, aufweisen. Hierdurch wird in vorteilhafter weise die Portionskapsel im Bereich des Flansches kompakter ausgebildet.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass das Basiselement, das Trägerelement und/oder das Deckelelement aus einem wiederverwertbaren, biologisch abbaubaren und/oder kompostierbaren, insbesondere heimkompostierbaren, Material besteht, insbesondere Aluminium und/oder ein pflanzliche Fasern und/oder wenigstens ein Polymer umfassendes Material. Alternativ oder zusätzlich kommt als Material auch ein biobasierter Kunststoff und/oder ein oxo-abbaubarer bzw. oxo-
biologisch abbaubarer Kunststoff in Frage. In diesem Fall ist Aluminium als eine Aluminiumlegierung mit einem hohen Anteil an recyceltem Aluminium zu verstehen. Als Polymere kommen beispielsweise Polymilchsäuren (PLA), Polycaprolacton (PCL), Polyhydroxyalkanoate (PHA) und/oder thermoplastische Stärke (TPS) in Frage. Als pflanzlicher Materialien sind beispielsweise Holz, Hanf, Flachs, Baumwolle, Bambus, und/oder Cellulosebasierte Materialien denkbar. Vorzugsweise ist vorgesehen, dass das Basiselement, das Trägerelement und/oder das Deckelelement ein- oder mehrlagig vorgesehen sind. Besonders bevorzugt umfassen das Basiselement, das Trägerelement und/oder das Deckelelement wenigstens eine Barriereschicht und/oder wenigstens eine Trägerschicht. In besonders vorteilhafter Weise wird somit eine Portionskapsel bereitgestellt, die wenigstens teilweise wiederverwertbar und/oder biologisch abbaubar ausgebildet ist. Auf diese Weise wird eine umweltfreundliche Portionskapsel ermöglicht. Vorzugsweise umfasst das Basiselement auf der Innenseite der Portionskapsel, also auf der dem Hohlraum zugewandten Seite, eine Beschichtung.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass Basiselement durch Kalt- oder Warmverformung, insbesondere Tiefziehen hergestellt. Die Ausgestaltung des Basiselements mit Hohlraum wird vorzugsweise durch Thermoformen, beispielsweise Tiefziehen mittels Unterdrück, Überdruck und/oder einem beweglichen Stempel, erzeugt. Alternativ wird die Portionskapsel mittels Spritzgussverfahren, insbesondere im Einkomponenten-, Mehrkomponenten- oder In-Mold-Verfahren, hergestellt.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass das Trägerelement, das Deckelelement und/oder das Basiselement wenigstens teilweise gleiche Materialien umfassen. Hierdurch wird eine Entsorgung der Portionskapsel vorteilhafterweise weiter vereinfacht.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass das Trägerelement einen Innendurchmesser aufweist, der kleiner oder gleich dem Innendurchmesser des Basiselements im Bereich des Flansches ist. Der Innendurchmesser des Basiselements im Bereich des Flansches ist dabei gleichbedeutend mit dem Innendurchmesser des Basiselements im Bereich des offenen Endes und wird auch als freier Innendurchmesser bezeichnet. Ein Innendurchmesser des Trägerelements kleiner als der freie Innendurchmesser des Basiselements ermöglicht dabei insbesondere eine Befestigung des Trägerelements an dem
Deckelelement oder einem an den Flansch angrenzenden Bereich der Kapselwandung zusätzlich oder alternativ zu einer Befestigung an dem Flansch.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass das Trägerelement einen Außendurchmesser aufweist, der größer ist als der Außendurchmesser des Flansches, so dass das Trägerelement radial nach außen über den Flansch hinausragt, insbesondere gleichmäßig entlang des Umfangs. Auf diese Weise wird vorteilhafterweise sichergestellt, dass der Identifikationscode außerhalb des Flansches angeordnet ist und somit zuverlässig auslesbar ist.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass das Trägerelement einen Außendurchmesser aufweist, der größer oder gleich dem Außendurchmesser des Deckelelements ist. Gerade falls das Deckelelement zwischen dem Trägerelement und dem Flansch angeordnet ist, wird auf diese Weise vorteilhafterweise sichergestellt, dass der Identifikationscode zuverlässig auslesbar ist.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass das Deckelelement über den Flansch hinausragt. Dies ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn das Trägerelement zwischen dem Deckelelement und dem Flansch angeordnet ist. In diesem Fall wird eine größere Verbindungsfläche zwischen Trägerelement und Deckelelement ermöglicht, was eine sichere Verbindung gewährleistet und somit die Aromadichtigkeit steigert.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass das Trägerelement halbsteif oder steif ausgebildet ist. Hierdurch wird in besonders vorteilhafter weise sichergestellt, dass der auf dem Trägerelement angeordnete Identifikationscode zuverlässig auslesbar ist. Besonders bevorzugt ist wenigstens der den Identifikationscode tragende Bereich des Trägerelement hinreichend steif ausgebildet, um im in eine Getränkezubereitungsmaschine eingesetzten Zustand eine sichere Detektion des Identifikationscodes zu gewährleisten. Ganz besonders bevorzugt ist das Trägerelement wenigstens teilweise elastisch ausgebildet, um ein Abziehen des Trägerelements von dem Basiselement zu ermöglichen.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass das Trägerelement lösbar, vorzugsweise stoffschlüssig, insbesondere mittels einer Peelverbindung, mit dem Deckelelement und/oder dem Flansch verbunden ist. Besonders bevorzugt ist das Deckelelement und/oder das Trägerelement mit dem Basiselement, insbesondere dem Flansch,
verklebt und/oder angesiegelt. Hierdurch wird in besonders vorteilhafter Weise ermöglicht, dass das T rägerelement und/oder das Deckelelement in einfacher Weise nach einer Verwendung von dem Basiselement trennbar sind, um eine Entsorgung der Portionskapsel zu vereinfachen. Unter einer Peelverbindung soll dabei insbesondere eine stoffschlüssige Verbindung verstanden werden, die einen aromadichten Verschluss der Portionskapsel gewährleistet und auch während der Verwendung in einer Getränkezubereitungsmaschine hält, die aber durch einen Benutzer durch Ausübung einer Zugkraft lösbar ist. Ganz besonders bevorzugt ist die Peelverbindung derart ausgebildet, dass zum manuellen Lösen der Verbindung eine Kraft zwischen 2N und 20N, noch mehr bevorzugt zwischen 6N und 12N, erforderlich ist.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass das Trägerelement sowohl mit dem Deckelelement als auch mit dem Flansch verbunden ist, wobei die Verbindung zwischen Trägerelement und Deckelelement wenigstens abschnittsweise stärker ausgebildet ist als die Verbindung zwischen dem Trägerelement und dem Flansch. Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass das Trägerelement und das Deckelelement zusammen als Einheit von dem Basiselement lösbar vorgesehen sind. Auf diese Weise kann die Einheit nach der Verwendung von dem Basiselement getrennt, beispielsweise abgezogen, werden, das verbleibende Getränkerohmaterial aus dem Hohlraum entfernt werden und die Komponenten können jeweils einer geeigneten Verwertung zugeführt werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass die Verbindung zwischen dem T rägerelement und dem Flansch und/oder dem Deckelelement entlang des Umfangs unterschiedlich stark ausgebildet ist, wobei die Verbindung vorzugsweise in wenigstens einem Umfangsabschnitt einen Schwächungsbereich aufweist. Auf diese Weise ist es vorteilhafterweise möglich, eine dichte Verbindung zu gewährleisten und dennoch sicherzustellen, dass die einzelnen Komponenten voneinander für eine Entsorgung in einfacher Weise trennbar sind.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass das Basiselement, das Trägerelement und/oder das Deckelelement rotationssymmetrisch um eine zentrale Kapselachse ausgebildet ist. Hierdurch wird vorteilhafterweise eine einfachere Verwendung gewährleistet, da ein Benutzer nicht auf eine korrekte Orientierung beim Einsetzen in eine Getränkezubereitungsmaschine achten muss. Insbesondere wird auf diese Weise auch eine Verwendung in einer auf Zentrifugation basierenden Getränkezubereitungsmaschine ermöglicht.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass das Trägerelement wenigstens einen, insbesondere flexiblen, Laschenabschnitt aufweist. Alternativ oder zusätzlich weist das Deckelement wenigstens einen, insbesondere flexiblen, Laschenabschnitt auf, wobei vorzugsweise der wenigstens eine Laschenabschnitt des Deckelelements mit dem wenigstens einen Laschenabschnitt des Trägerelements wenigsten teilweise, insbesondere vollständig, überlappt. Auf diese Weise wird eine besonders einfache Trennung der Komponenten voneinander gewährleistet.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, das Trägerelement ein, insbesondere kreisringförmiges, Ringelement ist. Ein Ringelement ist besonders vorteilhaft, da es in einfacher Weise sowohl eine Anbringung des Identifikationscodes ermöglicht als auch eine Verbindung mit dem, insbesondere kreisförmigen, Deckelelement und/oder dem, insbesondere kreisringförmigen, Flansch.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass der Identifikationscode elektrisch, optisch, magnetisch und/oder mechanisch detektierbar ist. Hierdurch kann in vorteilhafter Weise für einen bestimmten Identifikationscode ein entsprechender Detektor in der Getränkezubereitungsmaschine vorgesehen sein.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass der Identifikationscode wenigstens auf einer dem Bodenbereich der Portionskapsel zugewandten Seite des Trägerelements vorgesehen ist. Vorzugsweise ist der Identifikationscode dabei auf einer dem Bodenbereich zugewandten Seite des Trägerelements vorgesehen. Diese Position wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch als Unterseite bezeichnet. Dies bezieht sich auf eine Orientierung der Portionskapsel, die mit dem Bodenbereich auf einer Oberfläche ruht und das Deckelelement in einer horizontalen Ebene ausgerichtet ist. Selbstverständlich kann die Portionskapsel beispielsweise flach mit dem Deckelelement auf der Oberfläche ruhen, in diesem Fall gelten die Bezeichnungen dann entsprechend. Diese Position des Identifikationscodes ermöglicht in vorteilhafter weise eine Detektion in einer Getränkezubereitungsmaschine in bekannter Weise.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass der Identifikationscode radial außen an dem Trägerelement vorgesehen ist. Besonders bevorzugt ist der Identifikationscode dabei in einem kreisringförmigen Bereich mit einer
vorbestimmten radialen Erstreckung vorgesehen. Ganz besonders bevorzugt ist das Trägerelement dabei derart relativ zu dem Flansch und/oder dem Deckelelement angeordnet, dass auf der dem Bodenbereich zugewandten Seite keine Überlappung zwischen dem Identifikationscode und dem Deckelelement und/oder dem Flansch vorliegt. Der Identifikationscode ist hierdurch vorteilhafterweise vollständig und zuverlässig auslesbar. Mit anderen Worten ragt das Trägerelement dabei vorzugsweise derart weit über wenigstens den Flansch hinaus, dass der Identifikationscode vollständig radial außerhalb des Basiselements angeordnet ist.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass der Identifikationscode wenigstens abschnittsweise umlaufend, insbesondere entlang des gesamten Umfangs des Trägerelements, an dem Trägerelement vorgesehen ist. Besonders bevorzugt ist der Identifikationscode dabei entlang des Umfangs des Trägerelements wiederholt vorgesehen. Alternativ ist der Identifikationscode nur bereichsweise vorgesehen. Ganz besonders bevorzugt ist der Identifikationscode mehrfach entlang des Umfangs in vorbestimmten und insbesondere gleichmäßig voneinander beabstandeten Bereichen vorgesehen. Auf diese Weise wird eine korrekte automatische Detektion des Identifikationscodes unabhängig von der Orientierung der Portionskapsel in der Getränkezubereitungsmaschine gewährleistet.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass das Trägerelement einen radial innenliegenden Bereich umfasst, der sich wenigstens abschnittsweise entlang der dem Hohlraum zugewandten Innenseite der Kapselwandung erstreckt und vorzugsweise an dieser befestigt ist. Auf diese Weise kann die Verbindung zwischen Trägerelement und Basiselement vorteilhafterweise verbessert werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass das Basiselement im Wesentlichen kegelstumpfförmig und/oder kuppelförmig ausgebildet ist, wobei insbesondere der Innendurchmesser von dem Bodenbereich in Richtung des offenen Endes, insbesondere stetig, ansteigt. Alternativ oder zusätzlich ist das Basiselement wenigstens abschnittsweise kegelstumpfförmig, kegelförmig, zylinderförmig, sphärisch, hemisphärisch, elliptisch oder teilelliptisch ausgebildet. Das Basiselement ist vorzugsweise starr oder halbstarr ausgebildet.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass auf der dem Bodenbereich zugewandten Seite des Flansches und/oder des Trägerelements wenigstens ein Dichtungselement angeordnet ist, welches dazu ausgebildet ist, zusammen mit einer die Portionskapsel aufnehmenden Brühkammer der Getränkezubereitungsmaschine eine Dichtwirkung gegenüber Flüssigkeit zu bewirken. Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass das Dichtungselement separat von dem Basiselement und/oder dem Trägerelement ausgebildet, einstückig mit dem Basiselement und/oder dem Trägerelement ausgebildet, oder an dem Basiselement und/oder dem Trägerelement stoffschlüssig ausgebildet ist. Das Dichtungselement kann dabei beispielsweise in der Form eines Vorsprungs oder mehrerer ringförmig umlaufender Vorsprünge ausgebildet sein und/oder in Form eines elastische verformbaren Materialbereichs. Auf diese Weise wird vorteilhafterweise die Dichtigkeit bei der Verwendung in einer Getränkezubereitungsmaschine verbessert, wobei das Dichtungselement sich über die gesamte radiale Erstreckung des Flansches erstrecken kann, da der Identifikationscode auf bzw. an dem Trägerelement vorgesehen ist.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass die Portionskapsel wenigstens ein Filterelement und/oder wenigstens ein Flüssigkeitsverteilerelement umfasst, wobei das Filterelement und/oder das Flüssigkeitsverteilerelement im Hohlraum angeordnet ist, insbesondere im Bodenbereich der Portionskapsel. Derartige Filterelemente sind bereits bekannt und werden insbesondere dazu eingesetzt, Wasser vor dem Kontakt mit dem Getränkerohmaterial zu filtern und/oder größere Festpartikel des Getränkerohmaterials aus dem Getränk zu filtern. Auch Flüssigkeitsverteilerelemente sind bereits bekannt und werden insbesondere dazu eingesetzt, eine in der Regel unter hohem Druck strahlförmig in die Portionskapsel strömende Flüssigkeit, insbesondere Wasser, über die gesamte Oberfläche des Betts aus Getränkerohmaterial, insbesondere gleichmäßig, zu verteilen und somit mögliche die Getränkequalität negativ beeinflussende Effekte, wie beispielsweise Channeling, zu vermeiden. Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass das Filterelement und/oder das Flüssigkeitsverteilerelement an dem Bodenbereich und/oder der Kapselwandung form-, kraft- und/oder stoffschlüssig fixiert ist. Hierdurch wird in vorteilhafter Weise eine positionsfeste Anordnung des Filterelements und/oder Flüssigkeitsverteilerelements in der Portionskapsel sichergestellt. Beispielsweise umfasst ein Filterelement ein Fasermaterial, insbesondere ein Vliesmaterial.
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Getränkezubereitungssystem umfassend eine Getränkezubereitungsmaschine und eine erfindungsgemäße Portionskapsel,
wobei die Getränkezubereitungsmaschine eine die Portionskapsel aufnehmende Brühkammer aufweist, wobei die Getränkezubereitungsmaschine einen Detektor zur Detektion des, insbesondere optisch, detektierbaren Identifikationscodes aufweist, wobei der Detektor insbesondere in der Brühkammer angeordnet ist.
Das erfindungsgemäße Getränkezubereitungssystem ist besonders vorteilhaft, da der Identifikationscode der Portionskapsel mittels des Detektors auslesbar ist, auch wenn der Identifikationscode nicht an dem Flansch angeordnet ist. Wenn der Detektor in der Brühkammer angeordnet ist, wird in vorteilhafter weise ermöglicht, dass der Identifikationscode einer in der Brühkammer angeordneten Portionskapsel detektierbar ist. Dabei kann die Brühkammer offen, wenigstens teilweise geschlossen und/oder vollständig geschlossen sein.
Die zu diesem Gegenstand der vorliegenden Erfindung erläuterten Vorteile und die zugehörigen Ausführungsformen gelten entsprechend auch für die anderen Gegenstände der vorliegenden Erfindung und umgekehrt.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Getränkezubereitungssystems ist vorgesehen, dass die Brühkammer ein erstes Brühkammerteil und ein zweites Brühkammerteil aufweist, die relativ zueinander zwischen einer geöffneten Stellung, in der eine Portionskapsel in die Brühkammer einführbar ist, und einer geschlossenen Stellung, in der eine Getränkezubereitung durchführbar ist, bewegbar sind. Denkbar ist sowohl, dass ein Brühkammerteil stationär vorgesehen ist und das andere Brühkammerteil beweglich vorgesehen ist, als auch, dass beide Brühkammerteile sich relativ zueinander bewegen. Die Bewegung erfolgt dabei vorzugsweise entlang einer linearen und/oder wenigstens teilweise gekrümmten Bewegungsbahn. Zusätzlich oder alternativ ist auch eine rotative Bewegungskomponente denkbar.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Getränkezubereitungssystems ist vorgesehen, dass das erste Brühkammerteil ein, insbesondere zwischen einer zurückgezogenen Position und einer ausgefahrenen Position, bewegbares erstes Aufstechmittel aufweist, wobei das erste Aufstechmittel, insbesondere in der ausgefahrenen Position, das Deckelelement der Portionskapsel durchsticht, wobei das erste Aufstechmittel vorzugsweise eine Hohlnadel umfasst, durch die in der ausgefahrenen Position eine unter Druck stehende Flüssigkeit dem Hohlraum der Portionskapsel zuführbar ist.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Getränkezubereitungssystems ist vorgesehen, dass das zweite Brühkammerteil ein, insbesondere zwischen einer zurückgezogenen Position und einer ausgefahrenen Position bewegbares, zweites Aufstechmittel umfasst, wobei das zweite Aufstechmittel derart ausgebildet ist, dass es das Deckelelement in einem radial von der Zentralachse beabstandeten, insbesondere in der Nähe des Flansches vorgesehenen, Bereich oder den Bodenbereich zur Bildung wenigstens eines Getränkeauslasses perforiert.
Vorzugsweise sind das erste und das zweite Aufstechmittel sind im Wesentlichen unabhängig voneinander ausgebildet. Besonders bevorzugt ist die Getränkezubereitungsmaschine derart ausgebildet, dass erst das erste Aufstechmittel das Deckelelement der Portionskapsel in einem zentralen Aufstechbereich perforiert, wobei das erste Aufstechmittel zum Zuführen der Flüssigkeit insbesondere während der Getränkezubereitung in der ausgefahrenen Position bleibt, wobei anschließend das zweite Aufstechmittel das Deckelelement in einem äußeren, vorzugsweise im Wesentlichen kreisringförmigen Bereich, insbesondere in der Nähe des Flansches, perforiert und anschließend wieder in die zurückgezogene Position verfahren wird, so dass das Getränk ungehindert durch die derart gebildeten Getränkeauslassöffnungen austreten kann.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Getränkezubereitungssystems ist vorgesehen, dass das Deckelelement einen umlaufenden, insbesondere in der Nähe des und radial innerhalb des Flansches angeordneten perforierten und/oder porösen Getränkeauslassbereich umfasst. Dies ist besonders vorteilhaft für auf Getränkezubereitungsmaschinen, die auf Zentrifugation beruhen, da das Getränk in dem äußeren Bereich ausgetrieben wird. Zusätzliche Aufstechmittel sind in diesem Fall vorteilhafterweise nicht erforderlich.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Getränkezubereitungssystems ist vorgesehen, dass die Brühkammer zur Getränkezubereitung um eine zentrale Kapselachse rotierbar ausgebildet ist, um das Getränk durch Zentrifugalkräfte aus der Portionskapsel zu leiten. Hierdurch ist es vorteilhafterweise möglich, dass die in den Hohlraum unter Druck eingeführte Flüssigkeit das Getränkerohmaterial unter Bildung des Getränks durchströmt und das Getränk auf Grund der Fliehkräfte an der Kapselwandung entlang wieder in Richtung des Deckelelements strömt und aus Getränkeauslassöffnungen austritt.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Getränkezubereitungssystems ist vorgesehen, dass der Detektor zur elektrischen, optischen und/oder magnetischen Detektion des Identifikationscodes ausgebildet ist. Vorzugsweise ist der Detektor auf den Identifikationscode der Portionskapsel abgestimmt. D.h., dass beispielsweise ein Barcode durch einen optisch arbeitenden Detektor erfasst wird, während ein auf magnetischen Eigenschaften basierender Identifikationscode durch einen magnetisch arbeitenden Detektor erfasst wird.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Getränkezubereitungssystems ist vorgesehen, dass der Detektor dazu vorgesehen ist, den Identifikationscode der Portionskapsel in einer geöffneten Stellung der Brühkammer, in einer wenigstens teilweise geöffneten Stellung der Brühkammer und/oder während einer Bewegung der Brühkammer, insbesondere einer relativen Bewegung des ersten Brühkammerteils und/oder zweiten Brühkammerteils zueinander, zu detektieren. Hierdurch wird in vorteilhafter weise ermöglicht, die Portionskapsel frühzeitig mittels des Identifikationscodes zu verifizieren bzw, zu identifizieren, so dass die Getränkezubereitungsmaschine beim Erreichen der geschlossenen Stellung der Brühkammer bereit ist zur Getränkezubereitung (bzw. dem Benutzer beispielsweise anzeigen kann, dass die Portionskapsel nicht zur Verwendung in der Getränkezubereitungsmaschine geeignet oder zugelassen ist.
Vorzugsweise ist der Detektor derart vorgesehen ist, dass der optisch detektierbare Identifikationscode vor, während und/oder nach der Rotation der Brühkammer und/oder der Portionskapsel ausgelesen wird. Hierdurch wird in besonders vorteilhafter Weise eine besonders flexible Getränkezubereitungsmaschine bereitgestellt.
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Verwendung einer erfindungsgemäßen Portionskapsel zur Zubereitung eines Getränks mit Hilfe einer Getränkezubereitungsmaschine, insbesondere in einem erfindungsgemäßen Getränkezubereitungssystem.
Die zu diesem Gegenstand der vorliegenden Erfindung erläuterten Vorteile und die zugehörigen Ausführungsformen gelten entsprechend auch für die anderen Gegenstände der vorliegenden Erfindung und umgekehrt.
Noch ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Portionskapsel, wobei in einem ersten Schritt ein Basiselement, ein Trägerelement und ein Deckelelement bereitgestellt werden, wobei das Basiselement einen Bodenbereich, eine sich von dem Bodenbereich zu einem offenen Ende erstreckenden Kapselwandung und einen um das offene Ende umlaufenden Flansch umfasst und einen Hohlraum zur Aufnahme eines Getränkerohmaterials bildet, wobei das Trägerelement einen detektierbaren Identifikationscode aufweist, wobei in einem zweiten Schritt der Hohlraum mit dem Getränkerohmaterial befüllt wird, wobei in einem dritten Schritt das Trägerelement mit dem Deckelelement verbunden wird und/oder das Trägerelement mit dem Basiselement, insbesondere dem Flansch, verbunden wird und/oder das Deckelelement mit dem Basiselement, insbesondere dem Flansch, verbunden wird, wobei das Trägerelement auf der von dem Bodenbereich abgewandten Seite des Flansches angeordnet wird.
Hierdurch ist es in besonders vorteilhafter weise möglich, dass eine Detektion des Identifikationscodes in der Getränkezubereitungsmaschine ermöglicht wird, obwohl der Identifikationscode nicht an dem Basiselement und insbesondere dem Flansch angeordnet ist. Zudem wird eine getrennte Entsorgung der Komponenten vereinfacht, da beispielsweise das Trägerelement und das Deckelelement zusammen eine Einheit bilden können, die gleichzeitig von dem Basiselement trennbar sind.
Die zu diesem Gegenstand der vorliegenden Erfindung erläuterten Vorteile und die zugehörigen Ausführungsformen gelten entsprechend auch für die anderen Gegenstände der vorliegenden Erfindung und umgekehrt.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, dass wobei das Trägerelement und/oder das Deckelelement mittels einer lösbaren Verbindung, vorzugsweise einer lösbaren stoffschlüssigen Verbindung, insbesondere einer Peelverbindung, mit dem Basiselement, insbesondere dem Flansch, verbunden wird.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Portionskapsel, des Getränkezubereitungssystems, der Verwendung oder dem Verfahren ergeben sich aus den Zeichnungen, sowie aus der nachfolgenden Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen anhand der Zeichnungen. Die Zeichnungen illustrieren dabei lediglich beispielhafte Ausführungsformen der Portionskapsel, welche den wesentlichen Erfindungsgedanken nicht einschränken.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Figur 1 zeigt einen schematischen Querschnitt einer Portionskapsel gemäß einer beispielhaften ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
Figur 2 zeigt einen schematischen Querschnitt einer Portionskapsel gemäß einer beispielhaften zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
Figur 3 zeigt einen schematischen Querschnitt einer Portionskapsel gemäß einer beispielhaften dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
Figur 4 zeigt einen schematischen Querschnitt einer Portionskapsel gemäß einer beispielhaften vierten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
Figur 5 zeigen einen schematischen Querschnitt einer Portionskapsel gemäß einer beispielhaften fünften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung während der Entsorgung der Portionskapsel.
Figur 6 zeigt einen schematischen Querschnitt einer Portionskapsel gemäß einer beispielhaften sechsten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
Figur 7 zeigt einen schematischen Querschnitt einer Portionskapsel gemäß einer beispielhaften siebten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
Ausführungsformen der Erfindung
Die nachfolgend erläuterten Ausführungsformen zeigen jeweils eine im Wesentlichen gleich ausgebildete Portionskapsel. Gleiche Teile werden daher mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet und nicht im Detail erneut beschrieben. Vielmehr sollen in den nachfolgenden Erläuterungen vor allem die Unterschiede zwischen den Ausführungsformen herausgearbeitet werden.
In Figur 1 ist ein schematischer Querschnitt einer Portionskapsel 1 gemäß einer beispielhaften ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dargestellt. Die Portionskapsel 1 ist zur Verwendung in einer Getränkezubereitungsmaschine zur Zubereitung eines Getränks, insbesondere durch Durchleitung einer Flüssigkeit durch die Portionskapsel 1 , vorgesehen.
Die Portionskapsel 1 weist ein Basiselement 2 auf. Das Basiselement 2 umfasst eine Kapselwandung 4, die auch als Kapselseitenwand oder Seitenwand bezeichnet wird. Die Kapselwandung 4 erstreckt sich von einem Bodenbereich 3, der auch als Kapselboden bezeichnet wird, bis zu einem umlaufenden Flansch 5, der seitlich absteht und insbesondere umlaufend ausgebildet ist. Vorzugsweise steht der Flansch 5 dabei im Wesentlichen in einem 90°-Winkel zu einer zentralen Kapselachse 100, auch als Zentralachse 100 bezeichnet, ab, die mitten durch die Portionskapsel 1 verläuft. Der Bodenbereich 3 ist hier horizontal vorgesehen, so dass ein Winkel im Übergang zur Kapselwandung 4 gebildet wird, kann jedoch alternativ auch fließend in die Kapselwandung 4 übergehen (vgl. Figur 7). Gemäß der hier dargestellten Ausführungsform ist das Basiselement 2 im Wesentlichen kegelstumpfförmig ausgebildet.
Das Basiselement 2 spannt einen Hohlraum 20 auf, welcher zur Aufnahme von Getränkerohmaterial vorgesehen ist, beispielsweise geröstetem und gemahlenem Kaffee (aus Gründen der Übersichtlichkeit ist das Getränkerohmaterial in den Abbildungen nicht illustriert). Auf der dem Bodenbereich 3 abgewandten Seite weist das Basiselement ein offenes Ende 10 auf, das bei der Herstellung der Portionskapsel 1 eine Einfüllöffnung bildet, durch welche der Hohlraum 20 mit dem Getränkerohmaterial befüllbar ist.
Zwischen dem Bodenbereich 3 und dem Flansch 5 erstreckt sich die Kapselwandung 4. An dem oberen Ende der Kapselwandung 4 erstreckt sich in radialer Richtung, bezogen auf die Zentralachse 100, der Flansch 5, der kreisförmig und somit in Umfangsrichtung umlaufend ausgebildet ist.
Die Portionskapsel 1 ist üblicherweise mit einem Deckelelement 6, auch als Kapseldeckel bezeichnet, vorzugsweise in Form einer, insbesondere kreisförmigen, Deckelfolie 6, vorzugsweise hermetisch, insbesondere aroma- und/oder luftdicht verschlossen. Die Deckelfolie 6 schließt somit den Hohlraum 20 an dem offenen Ende 10 des Basiselements 2 ab.
Eine beispielhafte Verwendung einer erfindungsgemäßen Portionskapsel 1 wird im Folgenden kurz beschrieben. Die Portionskapsel 1 ist dazu vorgesehen, in eine Brüheinheit einer
Getränkezubereitungsmaschine eingeführt zu werden, um ein Getränk herzustellen. Die Brüheinheit umfasst ein erstens Brühkammerteil und ein zweites Brühkammerteil, wobei das erste und das zweite Brühkammerteil relativ zueinander zwischen einer angenäherten Position, in welcher das erste und das zweite Brühkammerteil eine geschlossene Brühkammer bilden, und einer offenen Position, in welcher das erste und das zweite Brühkammerteil zum Einsetzen oder Auswerfen der Portionskapsel 1 voneinander beabstandet sind, bewegbar, insbesondere verschwenkbar oder verschiebbar ist. Lediglich der Vollständigkeit halber wird in diesem Zusammenhang angemerkt, dass trotz der Bezeichnung „Brüheinheit“ und „Brühkammer“ auch Getränkezubereitungen erfasst und gemeint sind, die nicht im engeren Sinne ein Aufbrühen und/oder Extrahieren umfassen. Insbesondere ist auch ein Auflösen der Getränkerohmaterialien mit warmen und/oder kalten Wasser erfasst.
Zur Getränkezubereitung wird eine Portionskapsel 1 in die Brüheinheit in der offenen Position eingesetzt und die Brüheinheit geschlossen. Ein erstes Aufstechmittel wird in einem zentralen Bereich, vorzugsweise exakt mittig, d.h. entlang der Zentralachse 100, aus einer zurückgezogenen Position in eine ausgefahrene Position bewegt. Dabei durchsticht das erste Aufstechmittel die Deckelfolie 6. Der Übersichtlichkeit halber ist die Getränkezubereitungsmaschine mit ihren Komponenten in den Figuren nicht dargestellt. Zur Verdeutlichung ist lediglich symbolisch ein Detektor 30 dargestellt, der derart angeordnet ist, dass der Identifikationscode 8 auslesbar ist.
Das erste Aufstechmittel umfasst vorzugsweise eine Hohlnadel und/oder eine Injektionsnadel, durch die eine Flüssigkeit, insbesondere erhitztes und unter Druck, beispielsweise zwischen 5 und 20 bar, stehendes Wasser in den Hohlraum eingespritzt wird. Die Flüssigkeit strömt durch das Getränkerohmaterial und bildet in Wechselwirkung mit diesem ein Getränk.
Vorzugsweise umfasst die Getränkezubereitungsmaschine ein zweites Aufstechmittel, welches besonders bevorzugt wenigstens ein Aufstechmesser, insbesondere mehrere kranzförmig angeordnete Aufstechmesser, umfasst, die insbesondere im Wesentlichen entlang eines Kreisrings in der Nähe des Flansches 5 angeordnet sind, werden aus einer zurückgezogenen in eine ausgefahrene Position verfahren, so dass sie die Deckelfolie 6 unter Bildung von Getränkeauslassöffnungen lokal durchtrennen, und wieder in die zurückgezogene Position verfahren, um die Getränkeauslassöffnungen nicht zu blockieren.
Die Portionskapsel 1 und/oder die Brüheinheit wird nun um die zentrale Kapselachse 100 rotiert, vorzugsweise durch einen Antrieb, beispielsweise einen Elektromotor. Um eine möglichst störungsfreie Rotation zu gewährleisten und dem Benutzer ein Achten auf eine vorbestimmte Orientierung der Portionskapsel beim Einsetzen zu ersparen, ist die Portionskapsel 1 und insbesondere das Basiselement 2 vorzugsweise rotationssymmetrisch um die Zentralachse 100 ausgebildet. Dadurch wird die Flüssigkeit und/oder das Getränk durch Zentrifugalkräfte nach außen in Richtung der Kapselwandung 4 und dort dann entlang der Kapselwandung 4 nach oben befördert. Das fertige Getränk tritt dann durch die Getränkeauslassöffnungen aus und kann dort in Richtung eines Getränkeauslasses der Getränkezubereitungsmaschine in ein Gefäß, wie eine Tasse, geleitet werden.
Alternativ oder zusätzlich zu der Deckelfolie 6 kann in der geschlossenen Position der Bodenbereich 3 perforiert werden, um eine Öffnung zum Einleiten von Flüssigkeit oder zum Ausleiten des Getränks zu erzeugen. Dies ist insbesondere bei Getränkezubereitungsmaschinen der Fall, die nicht auf Zentrifugation beruhen.
Die erfindungsgemäße Portionskapsel 1 ist nicht auf die konkrete Form des Kapselkörpers beschränkt und/oder die Portionskapsel 1 ist auch in anderen Arten von Getränkezubereitungsmaschinen einsetzbar, beispielsweise solchen, bei keine Zubereitung durch Zentrifugation erfolgt.
Durch ein optionales Filtermedium können etwaige Partikel des Getränkerohmaterials aus dem Getränk gefiltert und in der Portionskapsel 1 zurückgehalten werden. Vorzugsweise fungiert die Deckelfolie 6 als Filterelement. Alternativ handelt es sich bei dem Filterelement um ein separates, in die Portionskapsel eingesetztes Element. Alternativ oder zusätzlich kann die Portionskapsel auch ein Flüssigkeitsverteilerelement umfassen.
Die Portionskapsel 1 umfasst nun einen von einem Detektor 30 der Getränkezubereitungsmaschine, insbesondere optisch, detektierbaren Identifikationscode 8. Dieser Identifikationscode 8 dient vorzugsweise dazu, dass die Portionskapsel 1 in der Getränkezubereitungsmaschine identifiziert werden kann und/oder Brühparameter gesteuert werden können. Somit kann von der Getränkezubereitungsmaschine beispielsweise verifiziert werden, ob es sich bei der in die Brühkammer eingesetzten Portionskapsel 1 um eine kompatible Portionskapsel 1 handelt, und/oder es kann ein passendes Brühprogramm für das in der Portionskapsel 1 befindliche Getränkerohmaterial automatisch ausgewählt und ggf. gestartet
werden. Denkbar ist auch, dass zu verwendende Brühparameter, wie beispielsweise die Wassertemperatur, die Wassermenge, der Wasserdruck und/oder die Rotationsgeschwindigkeit der Portionskapsel 1 beim Aufbrühen, in den Identifikationscode 8 eingebettet sind und mittels des Detektors 30 ausgelesen werden.
Der Identifikationscode 8 ist insbesondere ein maschinenauslesbarer Code in Form eines eindimensionalen oder mehrdimensionalen Bit- oder Barcodes 8. Der Bit- oder Barcode 8 ist dabei vollständig oder teilweise umlaufend als Kreis oder Teilkreis um die Zentralachse A der Portionskapsel 1 ausgebildet. Die einzelnen benachbarten Striche, aus welchen der insbesondere zwei- oder mehrfarbige Bit- oder Barcode 8 aufgebaut ist, erstrecken sich dann vorzugsweise in radialer Richtung und sind in Umfangsrichtung nebeneinander angeordnet.
Bei den aus dem Stand der Technik bekannten Portionskapseln 1 ist dieser Identifikationscode 8 üblicherweise auf der Unterseite, d.h. auf der von der Deckelfolie 6 abgewandten Seite des Flansches 5 bzw. und/oder auf der dem Bodenbereich 3 zugewandten Seite des Flansches 5 vorgesehen. Der Identifikationscode 8 kann lediglich in einem Umfangsabschnitt vorgesehen sein, er kann in mehreren, voneinander vorzugsweise gleichmäßig beabstandeten Umfangsbereichen vorgesehen sein oder er kann vollständig umlaufend vorgesehen sein. Der Identifikationscode 8 wird dabei vorzugsweise aufgedruckt, eingeprägt oder in sonstiger, eine (optische) Detektion durch einen Detektor 30 der Getränkezubereitungsmaschine ermöglichenden Weise, erzeugt.
Ein übliches Herstellungsverfahren für eine gattungsgemäße Portionskapsel sieht beispielsweise vor, dass ein Identifkationscode 8 auf die Flanschunterseite gedruckt wird und davor oder danach die Deckelfolie 6 an den Flansch 5 angesiegelt wird. Durch das Siegeln kann der Identifikationscode 8 unmittelbar zerstört oder beschädigt werden und/oder der Flansch 5 wird derartig beeinträchtigt, beispielsweise durch mechanische Einwirkung, Hitze, Druck und/oder Strahlung, dass die strukturelle Beschaffenheit, beispielsweise die Oberflächenrauigkeit, des Flansches 5 nachteilig beeinträchtigt wird. Hierdurch wird eine fehlerfreie Detektion des Identifikationscodes 8 gefährdet. Zudem wird durch ein solches Herstellungsverfahren eine umweltfreundliche Entsorgung der Portionskapsel 1 erschwert und der Flansch 5 kann keine zusätzlichen Funktionen, wie etwa eine Abdichtung, erfüllen.
Es ist daher wünschenswert, den Identifikationscode 8 nicht an dem Flansch 5 vorzusehen.
Erfindungsgemäß ist daher vorgesehen, dass der Identifkationscode 8 nicht auf dem Flansch 5, und damit nicht auf dem Basiselement 2 vorgesehen ist, sondern auf einem separaten Trägerelement 7. Dieses ist gemäß der hier dargestellten Ausführungsform im Wesentlichen kreisringförmig ausgebildet, mit einem Innendurchmesser, der dem Innendurchmesser des Basiselements 2 an seinem offenen Ende 10 entspricht, und mit einem Außendurchmesser, der größer ist als der Außendurchmesser des Deckelelements 6 und des Flansches 5.
Gemäß der in Figur 1 dargestellten Ausführungsform ist dabei das Deckelelement 6 zwischen dem Trägerelement 7 und dem Flansch 5 angeordnet. Vorzugsweise ist das Deckelelement 6 dabei mit einer lösbaren Verbindung, beispielsweise einer Peelverbindung, an dem Flansch 5 angeordnet und/oder das Deckelelement 6 ist stoffschlüssig, vorzugsweise mit einer lösbaren Verbindung, insbesondere einer Peelverbindung mit dem Trägerelement 7 verbunden.
Besonders bevorzugt ist die Verbindung zwischen Trägerelement 7 und Deckelelement 6 dabei fester gewählt als die Verbindung zwischen dem Deckelelement 6 und dem Flansch 5. Auf diese Weise ist es möglich, dass der Benutzer nach der Verwendung der Portionskapsel 1 an dem außen über den Flansch 5 vorstehenden Trägerelement 7 anfassen und dieses zusammen mit dem Deckelelement 6 von dem Basiselement 2 lösen kann. Wahlweise kann anschließend das Trägerelement 7 von dem Deckelelement 6 getrennt werden. Reste des Getränkerohmaterials, beispielsweise feuchtes Kaffeepulver, kann manuell aus dem Hohlraum 20 entfernt werden und die Komponenten der Portionskapsel 1 können getrennt entsorgt werden.
Dies ist besonders vorteilhaft, wenn das Basiselement 2, das Deckelelement 6 und/oder das Trägerelement 7 aus recyclefähigen, biologisch abbaubaren und/oder kompostierbaren Materialien gefertigt sind.
Das Trägerelement 7 weist dabei eine ausreichende Eigensteifigkeit auf, dass der den Identifikationscode 8 aufweisende Bereich, der insbesondere vollständig über den Flansch 5 hervorsteht und somit problemlos durch den Detektor 30 auslesbar ist, eine im Wesentlichen horizontale Erstreckung aufweist.
Vorliegend weist das Deckelelement 6 im Wesentlichen den gleichen Außendurchmesser auf wie der Flansch 5. Hierdurch wird eine maximale Verbindungsfläche zwischen Deckelelement 6 und Flansch 5 ermöglicht.
Der Identifikationscode 8 ist dabei vorzugsweise auf der Unterseite des Trägerelements 7 vorgesehen, also insbesondere auf der dem Bodenbereich 3 zugewandten Seite. Der Identifikationscode 8 ist beispielsweise auf das Trägerelement 7 gedruckt oder in dieses eingeprägt. Der Identifikationscode 8 ist somit vorzugsweise kreisringförmig oder wenigstens kreisringabschnittsförmig vorgesehen, wobei die radiale Erstreckung des Identifikationscodes 8 geringer ist als die radiale Erstreckung des Trägerelements 7. Besonders bevorzugt ist der Identifikationscode 8 am radial äußeren Ende des Trägerelements 7 vorgesehen. Die Darstellung in Figur 1 ist dabei lediglich schematisch und Abstände sind zur Verdeutlichung größer als in der Realität vorgesehen dargestellt. So steht der Identifikationscode 8 vorzugsweise nicht vertikal von dem Trägerelement 7 ab und der Abstand zwischen Identifikationscode 8 und Flansch 5 ist zumindest geringer oder nicht vorhanden. Auch der Außendurchmesser des Trägerelements 7 ist insbesondere in der Zeichnung relativ zum Außendurchmesser des Flansches 5 größer dargestellt als in der Realität vorgesehen.
In Figur 2 ist ein schematischer Querschnitt einer Portionskapsel 1 gemäß einer beispielhaften zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dargestellt. Die zweite Ausführungsform entspricht dabei im Wesentlichen der im Zusammenhang mit Figur 1 erläuterten ersten Ausführungsform, weswegen grundsätzlich auf die diesbezüglichen Ausführungen verwiesen wird. Im Unterschied zu der ersten Ausführungsform ist hier jedoch das Trägerelement 7 zwischen Deckelelement 6 und Flansch 5 vorgesehen. Hierdurch ist das Trennen des Trägerelements 7 mitsamt dem hiermit verbundenen Deckelelement 6 von dem Basiselement 2 einfacher. Das Deckelelement 6 kann dabei wie hier dargestellt weiterhin im Wesentlichen den gleichen Außendurchmesser wie der Flansch 5 aufweisen, der Außendurchmesser des Deckelelements 6 kann alternativ aber auch einen beliebigen Wert größer als der Innendurchmesser und kleiner als der Außendurchmesser des Trägerelements 7 aufweisen. Hierdurch ist insbesondere die Stärke der Verbindung zwischen Trägerelement 7 und Deckelelement 6 einstellbar.
Bei der Entsorgung bilden dabei das Trägerelement 7 und das Deckelelement 6 eine, insbesondere lösbare) Einheit, die gemeinsam von dem Basiselement 2 entfernt wird.
In Figur 3 ist ein schematischer Querschnitt einer Portionskapsel 1 gemäß einer beispielhaften dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dargestellt. Diese dritte Ausführungsform entspricht dabei im Wesentlichen den im Zusammenhang mit den Figuren 1 und 2 erläuterten ersten und zweiten Ausführungsformen, weswegen grundsätzlich auf die diesbezüglichen
Ausführungen verwiesen wird. Im Unterschied zu der ersten und zweiten Ausführungsform ist hier das Trägerelement 7 zusätzlich als Einsatz ausgebildet, d.h. , dass das Trägerelement sich quer über den Innendurchmesser des Basiselements 2 erstreckt, wobei das Trägerelement 7 vorzugsweise wie hier dargestellt wenigstens in einem Bereich des offenen Endes 10 des Basiselements 2 von dem Deckelelement 6 vertikal beabstandet ist. Hier umfasst das Trägerelement 7 unter anderem Bereiche, die sich abschnittsweise ungefähr parallel zur Kapselwandung 4 erstrecken und vorzugsweise an dieser befestigt werden können.
Vorzugsweise umfasst das Trägerelement 7 in wenigstens einem zentralen und/oder außenliegenden Bereich ein Filtermaterial und/oder Flüssigkeitsdurchlassöffnungen. Besonders bevorzugt ist das Trägerelement 7 dabei einstückig oder mehrstückig ausgebildet. Es ist hierdurch vorteilhaft möglich, dass das Trägerelement 7 zusätzliche Funktionen erfüllt und beispielsweise als Filter und/oder Flüssigkeitsverteiler fungiert. Das Trägerelement 7 ist somit ein Multifunktionselement.
In Figur 4 ist ein schematischer Querschnitt einer Portionskapsel 1 gemäß einer beispielhaften vierten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dargestellt. Diese vierte Ausführungsform entspricht dabei im Wesentlichen den im Zusammenhang mit den Figuren 1-3 erläuterten ersten bis dritten Ausführungsformen, weswegen grundsätzlich auf die diesbezüglichen Ausführungen verwiesen wird. Die hier dargestellte Ausführungsform ähnelt insbesondere der zweiten Ausführungsform, wobei hier jedoch das Trägerelement 7 einen kleineren Innendurchmesser aufweist als der Flansch 5, wodurch ein kreisringförmiger Bereich des Trägerelements 7 nach innen in den Hohlraum 20 vorsteht. Dieser Bereich kann dabei bei der Herstellung der Portionskapsel 1 derart geformt sein oder verformt werden, dass er wenigstens abschnittsweise im Wesentlichen parallel zu der Kapselwandung 4 verläuft. Insbesondere kann das Trägerelement 7 in diesem Bereich an der Kapselwandung 4 befestigt sein, insbesondere über eine stoffschlüssige, aber lösbare Verbindung. Diese Verbindung kann dabei zusätzlich oder alternativ zu einer Verbindung mit dem Flansch 5 vorgesehen sein. Gerade wenn eine lösbare Verbindung, wie eine lösbare Klebeverbindung und/oder eine Peelverbindung, vorgesehen ist, um eine gute Entsorgung der Komponenten der Portionskapsel 1 zu ermöglichen, kann es vorteilhaft sein, zusätzlich zu dem Überlappungsbereich zwischen Flansch 5 und Trägerelement 7 einen weiteren Verbindungsbereich zur Verfügung zu stellen, um dennoch einen zuverlässigen und aromadichten Verschluss der Portionskapsel 1 zu gewährleisten.
In Figur 5 ist ein schematischer Querschnitt einer Portionskapsel 1 gemäß einer beispielhaften fünften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung während der Entsorgung der Portionskapsel 1 dargestellt. Diese fünfte Ausführungsform entspricht dabei im Wesentlichen den im Zusammenhang mit den Figuren 1-4 erläuterten ersten bis vierten Ausführungsformen, weswegen grundsätzlich auf die diesbezüglichen Ausführungen verwiesen wird. Die hier dargestellte Ausführungsform ähnelt insbesondere der zweiten Ausführungsform, wobei hier schematisch im linken Bereich dargestellt ist, wie nach einer Verwendung der Portionskapsel 1 in einer Getränkezubereitungsmaschine das Trägerelement 7 mitsamt dem daran befestigten Deckelelement 6 von dem Basiselement 2, insbesondere dem Flansch 5, gelöst worden ist. Der Benutzer bzw. die Benutzerin kann dazu einen vorstehenden Teil des Trägerelements 7 ergreifen und diesen nach oben von dem Flansch 5 abziehen. Anschließend kann das verbleibende Getränkerohmaterial aus dem Hohlraum 20 entfernt und beispielsweise einer Kompostierung zugeführt werden und optional das Deckelelement 6 bzw. die Deckelfolie 6 von dem Trägerelement 7 getrennt werden, um auch diese Komponenten getrennt zu entsorgen. Dies ist insbesondere vorteilhaft, wenn das Deckelelement 6 eine Aluminiumschicht aufweist, während das Trägerelement 7 aus einem biologisch abbaubarem und/oder (heim- )kompostierbaren Material gefertigt ist.
Das Trägerelement 7 erhöht auf diese Weise die Umweltfreundlichkeit der Portionskapsel 1. Da das Trägerelement 7 über den Flansch 5 hinausragt, damit der Identifikationscode 8 detektierbar ist, muss keine gesonderte Lasche vorgesehen sein. Optional weist das Trägerelement 7 und/oder das Deckelelement 6 wenigstens eine solche Lasche auf, um das Trennen zu vereinfachen.
In Figur 6 ist ein schematischer Querschnitt einer Portionskapsel 1 gemäß einer beispielhaften sechsten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dargestellt. Diese sechste Ausführungsform entspricht dabei im Wesentlichen den im Zusammenhang mit den Figuren 1-5 erläuterten ersten bis fünften Ausführungsformen, weswegen grundsätzlich auf die diesbezüglichen Ausführungen verwiesen wird. Insbesondere kann die hier dargestellte Ausführungsform mit den zuvor erläuterten Ausführungsformen kombiniert werden. Hier umfasst der Flansch 5 ein Dichtungselement 9. Dieses ist hier beispielhaft als umlaufender, ringförmiger Vorsprung, insbesondere mit einem im Wesentlichen dreieckigen radialen Querschnitt ausgeführt. Allerdings ist dies stellvertretend für eine Vielzahl von einstückig oder separat ausgeführten Dichtungselementen 9 zu verstehen. Beispielsweise kann das Dichtungselement ein kreisringförmiges Dichtungselement 9, beispielsweise aus einem cellulosehaltigen und/oder
in Kontakt mit Flüssigkeit aufquellbarem Material sein, welches an dem Flansch 5 fixiert wird, oder es können eine Vielzahl von Dichtvorsprüngen sein, oder ein elastisch verformbares Material, welches auf den Flansch 5, insbesondere stoffschlüssig, aufgebracht wird. Die Fachperson versteht, dass die Art, Form, Größe und Position solcher Dichtungselemente 9 von dem mit dem Flansch 5 abdichtend zusammenwirkenden Teil der
Getränkezubereitungsmaschine, insbesondere dem zugehörigen Brühkammerteil, abhängt.
In Figur 7 ist ein schematischer Querschnitt einer Portionskapsel 1 gemäß einer beispielhaften siebten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dargestellt. Diese siebte Ausführungsform entspricht dabei im Wesentlichen den im Zusammenhang mit den Figuren 1-6 erläuterten ersten bis sechsten Ausführungsformen, weswegen grundsätzlich auf die diesbezüglichen Ausführungen verwiesen wird. Im Unterschied zu diesen Ausführungsformen ist hier das Basiselement 2 halbkugelförmig ausgebildet, so dass der Bodenbereich 3 fließend in die Kapselwandung 4 übergeht. Eine solche Form ist besonders vorteilhaft zur Verwendung in auf Zentrifugation beruhenden Getränkezubereitungsmaschinen.
Bezugszeichenliste
1 Portionskapsel
2 Basiselement 3 Bodenbereich
4 Kapselwandung
5 Flansch
6 Deckelelement, Deckelfolie
7 Trägerelement 8 Identifikationscode, Barcode
9 Dichtungselement
10 offenes Ende
20 Hohlraum 30 Detektor
100 Zentralachse, Kapselachse
Claims
1 . Portionskapsel (1) zur Zubereitung eines Getränks mit einer Getränkezubereitungsmaschine, wobei die Portionskapsel (1) ein Basiselement (2) mit einem Hohlraum (20) zur Aufnahme eines Getränkerohmaterials und ein den Hohlraum (20) verschließendes Deckelelement (6) aufweist, wobei das Basiselement (2) einen Bodenbereich (3), eine sich von dem Bodenbereich (3) zu einem offenen Ende (10) erstreckende Kapselwandung (4) und einen um das offene Ende (10) umlaufenden Flansch (5) umfasst, wobei die Portionskapsel (1) einen detektierbaren Identifikationscode (8) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Portionskapsel (1) ein separat ausgebildetes Trägerelement (7) umfasst, wobei das Trägerelement (7) den Identifikationscode (8) aufweist, wobei das Trägerelement (7) auf der von dem Bodenbereich (3) abgewandten Seite des Flansches (5) angeordnet ist.
2. Portionskapsel (1) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement (7) auf der von dem Flansch (5) abgewandten Seite des Deckelelements (6) angeordnet ist.
3. Portionskapsel (1) nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement (7) wenigstens teilweise zwischen dem Flansch (5) und dem Deckelelement (6) angeordnet ist.
4. Portionskapsel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement (7) ein Einsatz ist, der sich wenigstens teilweise unterhalb des Deckelelements (6) radial in Richtung auf eine zentrale Kapselachse (100) hin erstreckt, wobei der Einsatz vorzugsweise den gesamten Innenquerschnitt des Basiselements (2) ausfüllt.
5. Portionskapsel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Basiselement (2), das Trägerelement (7) und/oder das Deckelelement (6) aus einem wiederverwertbaren, biologisch abbaubaren und/oder kompostierbaren, insbesondere heimkompostierbaren, Material besteht, insbesondere Aluminium und/oder ein pflanzliche Fasern und/oder wenigstens ein Polymer umfassendes Material.
6. Portionskapsel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement (7) einen Innendurchmesser aufweist, der kleiner oder gleich dem Innendurchmesser des Basiselements (2) im Bereich des Flansches (5) ist.
7. Portionskapsel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement (7) einen Außendurchmesser aufweist, der größer ist als der Außendurchmesser des Flansches (5), so dass das Trägerelement (7) radial nach außen über den Flansch (5) hinausragt, insbesondere gleichmäßig entlang des Umfangs.
8. Portionskapsel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement (7) einen Außendurchmesser aufweist, der größer oder gleich dem Außendurchmesser des Deckelelements (6) ist.
9. Portionskapsel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement (7) halbsteif oder steif ausgebildet ist.
10. Portionskapsel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement (7) lösbar, vorzugsweise stoffschlüssig, insbesondere mittels einer Peelverbindung, mit dem Deckelelement (6) und/oder dem Flansch (5) verbunden ist.
11. Portionskapsel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement (7) sowohl mit dem Deckelelement (6) als auch mit dem Flansch (5) verbunden ist, wobei die Verbindung zwischen Trägerelement (7) und Deckelelement (6) wenigstens abschnittsweise stärker ausgebildet ist als die Verbindung zwischen dem Trägerelement (7) und dem Flansch (5).
12. Portionskapsel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen dem Trägerelement (7) und dem Flansch (5) und/oder dem Deckelelement (6) entlang des Umfangs unterschiedlich stark ausgebildet ist, wobei die Verbindung vorzugsweise in wenigstens einem Umfangsabschnitt einen Schwächungsbereich aufweist.
13. Portionskapsel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Basiselement (3), das Trägerelement (7) und/oder das Deckelelement (6) rotationssymmetrisch um eine zentrale Kapselachse (100) ausgebildet ist.
14. Portionskapsel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement (7) wenigstens einen, insbesondere flexiblen, Laschenabschnitt aufweist.
15. Portionskapsel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement (7) ein, insbesondere kreisringförmiges, Ringelement ist.
16. Portionskapsel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Identifikationscode (8) elektrisch, optisch, magnetisch und/oder mechanisch detektierbar ist.
17. Portionskapsel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Identifikationscode (8) wenigstens auf einer dem Bodenbereich (3) der Portionskapsel (1) zugewandten Seite des Trägerelements (7) vorgesehen ist.
18. Portionskapsel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Identifikationscode (8) radial außen an dem Trägerelement (7) vorgesehen ist.
19. Portionskapsel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Identifikationscode (8) wenigstens abschnittsweise umlaufend, insbesondere entlang des gesamten Umfangs des Trägerelements (7), an dem Trägerelement (7) vorgesehen ist.
20. Portionskapsel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement (7) einen radial innenliegenden Bereich umfasst, der sich wenigstens abschnittsweise entlang der dem Hohlraum (20) zugewandten Innenseite der Kapselwandung (4) erstreckt und vorzugsweise an dieser befestigt ist.
21. Portionskapsel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Basiselement (2) im Wesentlichen kegelstumpfförmig und/oder kuppelförmig ausgebildet ist, wobei insbesondere der Innendurchmesser von dem Bodenbereich (3) in Richtung des offenen Endes (10) ansteigt.
22. Portionskapsel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der dem Bodenbereich (3) zugewandten Seite des Flansches (5) und/oder des Trägerelements (7) wenigstens ein Dichtungselement (9) angeordnet ist, welches dazu ausgebildet ist zusammen mit einer die Portionskapsel (1) aufnehmenden Brühkammer der Getränkezubereitungsmaschine eine Dichtwirkung gegenüber Flüssigkeit zu bewirken.
23. Portionskapsel (1) nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtungselement (9) separat von dem Basiselement (2) und/oder dem Trägerelement (7) ausgebildet, einstückig mit dem Basiselement (2) und/oder dem Trägerelement (7) ausgebildet, oder an dem Basiselement (2) und/oder dem Trägerelement (7) stoffschlüssig ausgebildet ist.
24. Portionskapsel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Portionskapsel (1) wenigstens ein Filterelement und/oder wenigstens ein Flüssigkeitsverteilerelement umfasst, wobei das Filterelement und/oder das Flüssigkeitsverteilerelement im Hohlraum (20) angeordnet ist, insbesondere im Bodenbereich (3) der Portionskapsel (1).
25. Portionskapsel (1) nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass das Filterelement und/oder das Flüssigkeitsverteilerelement an dem Bodenbereich (3) und/oder der Kapselwandung form-, kraft- und/oder stoffschlüssig fixiert ist.
26. Getränkezubereitungssystem umfassend eine Getränkezubereitungsmaschine und eine Portionskapsel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Getränkezubereitungsmaschine eine die Portionskapsel (1) aufnehmende Brühkammer aufweist, wobei die Getränkezubereitungsmaschine einen Detektor (30) zur Detektion des detektierbaren Identifikationscodes (8) aufweist, wobei der Detektor insbesondere in der Brühkammer angeordnet ist.
27. Getränkezubereitungssystem nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass die Brühkammer ein erstes Brühkammerteil und ein zweites Brühkammerteil aufweist, die relativ zueinander zwischen einer geöffneten Stellung, in der eine Portionskapsel (1) in die Brühkammer einführbar ist, und einer geschlossenen Stellung, in der eine Getränkezubereitung durchführbar ist, bewegbar sind.
28. Getränkezubereitungssystem nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Brühkammerteil ein, insbesondere zwischen einer zurückgezogenen Position und einer ausgefahrenen Position bewegbares, erstes Aufstechmittel aufweist, wobei das erste Aufstechmittel, insbesondere in der ausgefahrenen Position, das Deckelelement (6) der Portionskapsel (1) durchsticht, wobei das erste Aufstechmittel vorzugsweise eine Hohlnadel umfasst, durch die in der ausgefahrenen Position eine unter Druck stehende Flüssigkeit dem Hohlraum der Portionskapsel (1) zuführbar ist.
29. Getränkezubereitungssystem nach einem der Ansprüche 27 oder 28, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Brühkammerteil ein, insbesondere zwischen einer zurückgezogenen Position und einer ausgefahrenen Position bewegbares, zweites Aufstechmittel umfasst, wobei das zweite Aufstechmittel derart ausgebildet ist, dass es das Deckelelement (6) in einem radial von der Zentralachse beabstandeten, insbesondere in der Nähe des Flansches (5) vorgesehenen, Bereich oder den Bodenbereich (3) zur Bildung wenigstens eines Getränkeauslasses perforiert.
30. Getränkezubereitungssystem nach einem der Ansprüche 26-29, dadurch gekennzeichnet, dass das Deckelelement (6) einen umlaufenden, insbesondere in der Nähe des und radial innerhalb des Flansches (5) angeordneten perforierten und/oder porösen Getränkeauslassbereich umfasst.
31. Getränkezubereitungssystem nach einem der Ansprüche 26-30, dadurch gekennzeichnet, dass die Brühkammer zur Getränkezubereitung um eine zentrale Kapselachse (100) rotierbar ausgebildet ist, um das Getränk durch Zentrifugalkräfte aus der Portionskapsel (1) zu leiten.
32. Getränkezubereitungssystem nach einem der Ansprüche 26-31 , dadurch gekennzeichnet, dass der Detektor (30) zur elektrischen, optischen und/oder magnetischen Detektion des Identifikationscodes (8) ausgebildet ist.
33. Getränkezubereitungssystem nach einem der Ansprüche 26-32, dadurch gekennzeichnet, dass der Detektor (30) dazu vorgesehen ist, den Identifikationscode (8) der Portionskapsel (1) in einer geöffneten Stellung der Brühkammer, in einer wenigstens teilweise geöffneten Stellung der Brühkammer und/oder während einer Bewegung der Brühkammer,
insbesondere einer relativen Bewegung des ersten Brühkammerteils und/oder zweiten Brühkammerteils zueinander, zu detektieren.
34. Verwendung einer Portionskapsel (1) nach einem der Ansprüche 1-25 zur Zubereitung eines Getränks mit Hilfe einer Getränkezubereitungsmaschine, insbesondere in einem Getränkezubereitungssystem gemäß einem der Ansprüche 26-33.
35. Verfahren zur Herstellung einer Portionskapsel (1) nach einem der Ansprüche 1-25, wobei in einem ersten Schritt ein Basiselement (2), ein Trägerelement (7) und ein Deckelelement
(6) bereitgestellt werden, wobei das Basiselement (2) einen Bodenbereich (3), eine sich von dem Bodenbereich (3) zu einem offenen Ende (10) erstreckenden Kapselwandung (4) und einen um das offene Ende (10) umlaufenden Flansch (5) umfasst und einen Hohlraum (20) zur Aufnahme eines Getränkerohmaterials bildet, wobei das Trägerelement (7) einen detektierbaren Identifikationscode (8) aufweist, wobei in einem zweiten Schritt der Hohlraum (20) mit dem Getränkerohmaterial befüllt wird, wobei in einem dritten Schritt das Trägerelement (7) mit dem Deckelelement (6) verbunden wird und/oder das Trägerelement
(7) mit dem Basiselement (2), insbesondere dem Flansch (5), verbunden wird und/oder das Deckelelement (6) mit dem Basiselement (2), insbesondere dem Flansch (5), verbunden wird, wobei das Trägerelement (7) auf der von dem Bodenbereich (3) abgewandten Seite des Flansches (5) angeordnet wird.
36. Verfahren nach Anspruch 35, wobei das Trägerelement (7) und/oder das Deckelelement (9) mittels einer lösbaren Verbindung, vorzugsweise einer lösbaren stoffschlüssigen Verbindung, insbesondere einer Peelverbindung, mit dem Basiselement (2), insbesondere dem Flansch (5), verbunden wird.
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