EP4710275A1 - Verfahren zum ansteuern einer fahrzeugfunktion und fahrzeug - Google Patents
Verfahren zum ansteuern einer fahrzeugfunktion und fahrzeugInfo
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- EP4710275A1 EP4710275A1 EP24805440.5A EP24805440A EP4710275A1 EP 4710275 A1 EP4710275 A1 EP 4710275A1 EP 24805440 A EP24805440 A EP 24805440A EP 4710275 A1 EP4710275 A1 EP 4710275A1
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ansteuern einer Fahrzeugfunktion, wobei die Fahrzeugfunktion über die Hardware (1) eines Fahrzeugs (2) ausgebbar ist, die Hardware (1) durch Software (3) angesteuert wird und die Fahrzeugfunktion durch die Hardware (1) ausgegeben wird, wenn die Hardware (1) mit einem Ausgabebefehl angesteuert wird. Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass - ein Schaffer das Prägen eines NFT (NFT) veranlasst, wobei dem NFT (NFT) ein erster Ausgabebefehl für eine erste Fahrzeugfunktion als digitales Gut (4) zugeordnet wird und den Metadaten (5) des NFT (NFT) wenigstens ein weiterer Ausgabebefehl für eine weitere Fahrzeugfunktion zugeordnet wird; - ein Nutzer das NFT (NFT) erwirbt und seinem Wallet (6) zuordnet; - der Nutzer einer fahrzeuginternen Recheneinheit (7) zumindest Lesezugriff auf sein Wallet (6) gewährt; - die Recheneinheit (7) das Wallet (6) ausliest und für wenigstens ein vom Wallet (6) umfasstes NFT (NFT) den ersten und jeden weiteren Ausgabebefehl bezieht; und - die Recheneinheit (7) die Hardware (1) des Fahrzeugs (2) zur Ausgabe der durch den ersten und den weiteren Ausgabebefehl definierten ersten und weiteren Fahrzeugfunktion ansteuert.
Description
Verfahren zum Ansteuern einer Fahrzeugfunktion und Fahrzeug
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ansteuern einer Fahrzeugfunktion nach der in Oberbegriff von Anspruch 1 näher definierten Art sowie ein Fahrzeug mit einer Recheneinheit.
Der Digitalisierungsgrad von Fahrzeugen nimmt beständig zu. So werden beispielsweise das mechanische Lenksystem oder das Ansteuern des Bremssystems sowie der Kraftstoffpumpe in Abhängigkeit einer Pedalstellung durch elektronische Steuerungssysteme ersetzt. Dies wird auch als Drive-By-Wire bezeichnet. Zudem werden neue Assistenzfunktionen zur Erhöhung der Sicherheit und des Komforts bereitgestellt, wie beispielsweise ein Spurhalteassistent, ein adaptiver Abstandsregeltempomat, eine Verkehrszeichenerkennung, oder auch die Möglichkeit auf einer Anzeigevorrichtung im Fahrzeug Filme zu schauen, eine Videotelefonie durchzuführen, Hörbücher zu streamen und dergleichen.
Verschiedene Fahrzeugfunktionen erfordern dabei das Verbauen bestimmter Hardwarekomponenten im Fahrzeug. Dabei kann ein Fahrzeug im Bestellprozess so konfiguriert werden, dass bestimmte Hardwarekomponenten verbaut werden, die generell das Bereitstellen mehrerer Funktionen erlauben, wobei jedoch nur einige dieser Funktionen von einem Kunden tatsächlich käuflich erworben werden. Die übrigen Funktionen, also die nicht käuflich erworbenen Funktionen, werden dann zur Nutzung im für den Kunden hergestellten Fahrzeug durch eine Softwarekonfiguration gesperrt. Dies ermöglicht es jedoch, da die erforderliche Hardware bereits verbaut ist, die Funktionen nachträglich per Software freizuschalten. So könnte beispielsweise durch das Neukonfigurieren der Software des Fahrzeugs temporär oder dauerhaft eine erhöhte Motorleistung freigeschaltet werden, eine Sitzheizungsfunktion beispielsweise für die Wintermonate abonniert werden oder dergleichen.
Zur Verwaltung im Fahrzeug genutzter Fahrzeugfunktionen interagiert der Nutzer mit dem Fahrzeughersteller beispielsweise über ein zentrales Portal, beispielsweise einen vom Fahrzeughersteller betriebenen Server, der eine Schnittstelle zwischen einem Nutzeraccount und seinem Fahrzeug bildet. So kann der Nutzer sein Fahrzeug mit seinem Nutzeraccount verbinden und Fahrzeugfunktionen individuell buchen. Die Hoheit über die gebuchten Funktionen verbleibt jedoch beim Fahrzeughersteller, was sich nachteilig auf den Entscheidungsprozess eines Nutzers zum Hinzubuchen separater Funktionen auswirken kann. So wäre es wünschenswert die Hoheit über buchbare Fahrzeugfunktionen an den Kunden abzugeben.
Bestimmte digitale Währungen, auch als Kryptowährungen bezeichnet, beziehungsweise die jeweilige zu Grunde liegende Blockchain, beispielsweise die Ethereum Blockchain, die Binance Smart Chain oder Solana, erlauben das Erzeugen sogenannter Non-Fungible- Tokens (NFT). Das Erzeugen von NFTs wird auch als Prägen, oder auf Englisch: „minten“, bezeichnet. Insbesondere erfolgt das Prägen und/oder Initiieren von Transaktionen eines jeweiligen NFTs gesteuert durch einen sogenannten Smart-Contract. Bei einem Smart-Contract handelt es sich um in die Blockchain geschriebenen Programmcode, der automatisch in Abhängigkeit der in die Blockchain geschriebenen Informationen durch das die Blockchain verwaltende Kryptonetzwerk auf der Blockchain ausführbar ist. Während die Einheiten einer jeweiligen Kryptowährung teilbar, also „fungible“ sind, so ist jedes NFT einzigartig, also „non-fungible“. Dabei repräsentiert ein NFT ein bestimmtes Gut, insbesondere ein digitales Gut wie eine Bilddatei, Videodatei, Sounddatei, Textdatei oder dergleichen. Einem NFT können auch physische Güter als „Besitznachweis“ zugeordnet werden, wie beispielsweise Häuser, Fahrzeuge, Sneaker oder dergleichen. Die das einem NFT zugeordnete Gut beschreibenden bzw. referenzierenden Informationen werden typischerweise in die Metadaten des NFT geschrieben. Die Metadaten können in den Blöcken der Blockchain selbst, oder bevorzugt auf einem blockchainexternen Speicherort, vorgehalten werden. Eine Blockchain kann zentral oder dezentral verwaltet werden. Ein sogenannter Non-Fungible-Token Standard, beispielsweise ERC721 oder ERC1155, definiert dabei die Art und Weise wie jeweilige Metadaten auszugestalten und zu verarbeiten sind.
Ferner sind sogenannte hybride Smart-Contracts bekannt, welche auf der Blockchain laufenden Programmcode mit extern zur Blockchain vorhanden Informationen und Berechnungen verknüpfen. Als Schnittstelle werden dabei sogenannte Blockchain-Orakel
verwendet. Ein solcher Service zum Verknüpfen einer Blockchain mit externen Systemen, was das Ausführen von Smart-Contracts in Abhängigkeit von Inputs und Outputs der realen Welt ermöglicht, wird beispielsweise von der Firma Chainlink bereitgestellt.
Aus der DE 102022 000646 A1 ist ein Verfahren zur Prägung und Nutzung fahrzeugbezogener None-Fungible-Tokens bekannt. Die Druckschrift beschreibt das Bereitstellen auf NFTs basierenden Fahrzeugfunktionen. Hierzu werden während des Betriebs eines Fahrzeugs Fahrzeugdaten gesammelt und diese zum Prägen von NFTs verwendet. Somit nimmt das Fahrzeug am Prägeprozess der NFTs selbst teil. Beispielsweise können NFTs geprägt werden, wenn das Fahrzeug hergestellt wird, repariert wird oder eine Wartung durchgeführt wird, das Fahrzeug verkauft wird oder dergleichen. Dies ermöglicht es einen Zustand bzw. Abnutzungsgrad des Fahrzeugs anhand von NFTs nachzuverfolgen. Auch können fahrzeugbezogene NFTs geprägt werden, wenn mit dem Fahrzeug bestimmte Meilensteine erreicht werden, wie das Erreichen einer festgelegten Betriebsdauer, zurückgelegten Wegstrecke, ein Aufenthalt an einem bestimmten Ort oder dergleichen. Somit können mit dem Fahrzeug sogenannte „Achievements“ erreicht werden, wodurch sich die Nutzung des Fahrzeugs durch die Bereitstellung von auf Gamification basierenden Funktionen für einen Nutzer noch reizvoller ausgestalten lässt. Anhand der beim Erzielen eines solchen Achievements geprägten NFTs kann der Nutzer seine persönlichen Leistungen nachverfolgen und anderen Personen als Beweis vorlegen.
Ferner offenbart die US 2022/0383295 A1 einen sogenannten Sammelbehälter für NFT Güter. Die Druckschrift widmet sich dem Problem, dass mit einem NFT meist digitale Güter, auch als „Digital Asset“ bezeichnet, verknüpft werden, mit denen in der realen Welt nicht interagiert werden kann. Der Sammelbehälter stellt ein elektronisches Gerät in Form einer Recheneinrichtung dar, die dazu in der Lage ist, über das Internet mit einem NFT verknüpfte digitale Güter herunterzuladen und über vom Sammelbehälter inkludierte Ausgabemittel auszugeben. So können beispielsweise digitale Kunstwerke auf einer Anzeigevorrichtung dargestellt werden oder Audioinhalte über integrierte Lautsprecher wiedergegeben werden. Dabei verfügt der Sammelbehälter über ein eigenes Wallet, sodass jeweilige NFTs bzw. respektive digitale Güter eindeutig einem bestimmten Sammelbehälter zugeordnet werden können. Besitzer solcher Sammelbehälter können die besessenen NFTs samt korrespondierender digitaler Güter miteinander handeln, beispielsweise durch Austausch der Sammelbehälter selbst, oder durch das Durchführen
entsprechender Transaktionen der NFTs auf der jeweiligen zugrunde liegenden Blockchain.
Ferner beschreibt die US 2023/0071093 A1 ein System und Verfahren zum einheitlichen Einstellen und Überweisen von NFT-Gütern über mehrere Plattformen hinweg, basierend auf dem Einsatz von Smart-Contracts. Die Druckschrift beschreibt einen Mediator zur Nutzung verschiedener N FT-Marktplätze. Dabei umfasst der Smart-Contract zum Prägen eines NFTs von mehreren unterschiedlichen NFT-Marktplätzen verarbeitbare Bedingungen. Zudem beschreibt die Druckschrift ein Übersetzungsmodul, welches dazu in der Lage ist, Konditionen für Smart-Contracts in natürlicher Sprache zu definieren und in maschinenlesbaren Code zu übersetzen. Dies erhöht die Nutzerfreundlichkeit bei der Formulierung der Smart-Contracts für Anwender mit geringen oder keinen Programmierkenntnissen.
NFTs finden Anwendung für den Besitznachweis digitaler Kunstwerke. So kann ein Künstler beispielsweise eine Videodatei oder eine Bilddatei erschaffen und diese in einem Prägeprozess einem NFT als digitales Gut zuordnen. Das NFT kann dann über eine Kryptohandelsplattform verkauft werden. Der Künstler wird den Zugang zum digitalen Gut meist über das Internet bereitstellen, beispielsweise durch Hochladen der entsprechenden Datei auf einen Cloudserver oder einen dezentralen Netzwerkspeicher wie ein Peer-To- Peer Netzwerkspeicher. Beispielsweise kann hierzu das sogenannte Interplanetary File System (IPFS) genutzt werden.
Typischerweise wird ein Künstler darum bemüht sein, sein Kunstwerk auf eine bestimmte Art und Weise in Szene zu setzen. So kann eine Skulptur beispielsweise auf eine bestimmte Art und Weise beleuchtet werden, ein Gemälde in einem bestimmten Bereich einer Ausstellung aufgehängt werden, im Rahmen einer bestimmten Veranstaltung der Öffentlichkeit präsentiert werden und dergleichen. Der Genuss von digitaler Kunst ist weniger frei gestaltbar. So kann typischerweise jede Person durch das öffentliche Bereitstellen des digitalen Guts dieses beziehen und auf einem beliebigen mobilen Endgerät bzw. einem Desktopcomputer betrachten, anhören, etc.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde ein Verfahren zum Ansteuern eines Fahrzeugfunktion anzugeben, mit dessen Hilfe der Erzeuger eines digitalen Guts festlegen kann, wie das einem NFT zugeordnete digitale Gut präsentiert werden soll.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Verfahren zum Ansteuern einer Fahrzeugfunktion mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sowie ein Fahrzeug zur Durchführung des Verfahrens ergeben sich aus den hiervon abhängigen Ansprüchen.
Ein gattungsgemäßes Verfahren zum Ansteuern einer Fahrzeugfunktion, wobei die Fahrzeugfunktion über die Hardware eines Fahrzeugs ausgebbar ist, die Hardware durch Software angesteuert wird und die Fahrzeugfunktion durch die Hardware ausgegeben wird, wenn die Hardware mit einem Ausgabebefehl angesteuert wird, wird erfindungsgemäß dadurch weitergebildet, dass
- ein Schaffer das Prägen eines NFT veranlasst, wobei dem NFT ein erster Ausgabebefehl für eine erste Fahrzeugfunktion als digitales Gut zugeordnet wird und den Metadaten des NFT wenigstens ein weiterer Ausgabebefehl für eine weitere Fahrzeugfunktion zugeordnet wird;
- ein Nutzer das NFT erwirbt und seinem Wallet zuordnet;
- der Nutzer einer fahrzeuginternen Recheneinheit zumindest Lesezugriff auf sein Wallet gewährt;
- die Recheneinheit das Wallet ausliest und für wenigstens ein vom Wallet umfasstes NFT den ersten und jeden weiteren Ausgabebefehl bezieht; und
- die Recheneinheit die Hardware des Fahrzeugs zur Ausgabe der durch den ersten und den weiteren Ausgabebefehl definierten ersten und weiteren Fahrzeugfunktion ansteuert.
In dem erfindungsgemäßen Kontext lässt sich der erste Ausgabebefehl als ein Kunstwerk verstehen und die weiteren Ausgabebefehle als Inszenierungsbeschreibung. So lässt sich durch die einem NFT zugeordneten Informationen exakt angeben, wie das einem NFT zugeordnete digitale Gut präsentiert werden soll.
Bei dem „Schaffer“ kann es sich beispielsweise um einen Verfasser, Urheber, Künstler oder dergleichen handeln. Bei dem digitalen Gut kann es sich beispielsweise um ein digitales Bild, Foto, Video, Animation, Textdatei, Audiodatei oder dergleichen handeln. Der Ausgabebefehl beschreibt dann, insbesondere durch das Umfassen entsprechenden Programmcodes zum Ansteuern der Hardware, dass die referenzierte Datei über eine geeignete Hardware ausgegeben wird. Im Bezug zum Fahrzeug kann es sich dabei
beispielsweise um eine fahrzeuginterne Anzeigevorrichtung, eine Beleuchtungsvorrichtung, einen Lautsprecher und/oder dergleichen handeln. Durch das Verwalten des digitalen Guts mit Hilfe von NFTs lässt sich dabei im Zweifelsfall eindeutig rückverfolgen, von wem das jeweilige digitale Gut geschaffen wurde, was es ermöglicht, die Echtheit zuverlässig zu überprüfen. Hierzu umfasst das NFT eine eindeutige Referenz des Schaffers wie eine eindeutige ID bzw. eine öffentliche Adresse des Wallets des Schaffers, auch als öffentlicher Schlüssel bzw. Public Key bezeichnet.
Das NFT umfasst neben dem ersten Ausgabebefehl auch zumindest einen weiteren Ausgabebefehl für eine weitere Fahrzeugfunktion. Das digitale Gut und/oder ein weiterer Ausgabebefehl kann dabei direkt in den Metadaten des jeweiligen NFTs enthalten sein oder aber auf einem zentralen und/oder dezentralen Netzwerkspeicher abgelegt sein, wobei die Metadaten dann einen Verweis wie beispielsweise eine URL auf den jeweiligen Speicherort umfassen. Ein solcher Verweis wird auch als URI bezeichnet.
Handelt es sich bei dem digitalen Gut beispielsweise um ein digitales Kunstwerk in Form einer Bilddatei, so kann der Künstler beispielsweise eine Untermalung mit einer gewissen Musik, Lichtstimmung, Temperatur oder dergleichen wünschen. Entsprechend sind jeweilige weitere Ausgabebefehle in den Metadaten des NFT enthalten. Dabei können die Metadaten die weiteren Ausgabebefehle direkt in Form von Text bzw. Programmcode umfassen und/oder der Programmcode wird auf dem durch die Metadaten referenziellen Netzwerkspeicher vorgehalten. So kann beispielsweise durch entsprechenden Programmcode das Infotainmentsystem des Fahrzeugs angesteuert werden, um einen referenziellen Musiktitel wiederzugeben. Auch könnten die Innenraumbeleuchtung, beispielsweise eine Ambiente-Beleuchtung, gezielt aktiviert werden, um ein bestimmtes Lichtmuster auszugeben. Auch könnte automatisch die Klimatisierungseinrichtung des Fahrzeugs angesteuert werden, um beispielsweise eine bestimmte Innenraumtemperatur einzustellen. Enthält das digitale Kunstwerk beispielsweise eine Darstellung einer winterlichen Szene oder einer Polarszene, wie einen auf einem Eisberg tanzenden Eisbär, so könnte die Klimaanlage des Fahrzeugs auf maximaler Stufe aktiviert werden. Generell können alle denkbaren und ansteuerbaren Fahrzeugfunktionen durch entsprechende von den Metadaten enthaltene bzw. referenzierte Programmcodeabschnitte angesteuert werden.
Durch das gezielte Inszenieren des dem NFT zugeordneten digitalen Guts lässt sich eine zusätzliche künstlerische Tiefe und/oder Immersion erzeugen. Somit lassen sich entsprechende Kunstwerke bzw. Inhalte noch tiefgreifender von Nutzern erleben. Der Kernaspekt der Erfindung liegt also darin erstmalig den Metadaten eines NFTs eine Inszenierungsvorgabe zuzuordnen.
Das Wallet des Nutzers, umfassend jeweilige NFTs, wird dabei von einer fahrzeuginternen Recheneinheit ausgelesen. Diese Recheneinheit übernimmt dann orchestrierend das Ansteuern der restlichen Fahrzeughardware. Dabei kann die fahrzeuginterne Recheneinheit entsprechende Sicherheitsmechanismen implementieren, dass das Wohl der Fahrzeuginsassen durch das Ausgeben der jeweiligen Fahrzeugfunktionen nicht gefährdet wird. So könnte beispielsweise das Ausgeben bestimmter visueller Reize während der Fahrt die fahrzeugführende Person ablenken und einen Unfall provozieren. Entsprechend wird das Ausgeben entsprechender Fahrzeugfunktionen während solchen Randbedingungen aktiv durch die Recheneinheit des Fahrzeugs unterbunden. Hierzu können in der Recheneinheit Randbedingungen definiert sein, in welchen Situationen welche Fahrzeugfunktionen auf welche Art und Weise generell genutzt werden können.
Eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht dabei vor, dass das digitale Gut und/oder die Metadaten auf einem dezentralen Netzwerkspeicher vorgehalten werden. Generell kommen, wie bereits erwähnt, verschiedene Möglichkeiten zum Vorhalten von digitalen Gütern bzw. den Metadaten infrage. Generell ist es möglich sowohl das digitale Gut selbst, als auch Teile der Metadaten oder sogar die gesamten Metadaten beim Prägen des NFTs direkt in der zugrunde liegenden Blockchain zu speichern. Dies ist jedoch untypisch aufgrund der großen Menge in die Blockchain zu schreibender Daten. Bevorzugt enthält der jeweilige Blockchaineintrag neben einem eindeutigen Bezeichner des NFTs, wie eine ID, lediglich wenigstens eine Referenz auf einen zentralen und/oder dezentralen Netzwerkspeicher, an dem das jeweilige digitale Gut und/oder die sonstigen Metadaten vorgehalten werden. Dabei liegt der Vorteil in der Verwendung von dezentralen Netzwerkspeichern darin, dass beim Ausfallen eines oder mehrerer Knoten die jeweiligen Informationen von den noch aktiven Knoten des Netzwerkspeichers bezogen werden können. Dies senkt das Risiko, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt die einem NFT zugeordneten Informationen nicht abgerufen werden können.
Insbesondere enthalte die Metadaten des jeweiligen NFTs einen Verweis auf einen öffentlich einsehbaren Speicher, insbesondere besagten dezentralen Netzwerkspeicher, auf dem jedoch lediglich Demos des digitalen Guts, also im Umfang eingeschränkte bzw. reduzierte Versionen des originalen digitalen Guts, vorgehalten werden. Die Originaldateien in vollem Umfang können dann durch einen zentralen Netzwerkspeicher, beispielsweise in Form eines durch einen Fahrzeughersteller verwalteten Cloudservers, vorgehalten werden.
Entsprechend einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens sind die weiteren Ausgabebefehle in einem einheitlichen maschinenlesbaren Format angegeben, insbesondere im JSON-Format. Dies ermöglicht es die Qualität entsprechender Kunstwerke bzw. nutzbarer Fahrzeugfunktionen in gleichbleibender Weise sicherzustellen.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht ferner vor, dass ein zum Prägen des NFTs ausgeführter Smart-Contract auf einem zentralen oder dezentralen Netzwerkspeicher eine Schaffer-Programmcodedatei anlegt, umfassend Genehmigte-Ausgabebefehle, wobei die Metadaten des NFTs einen Verweis auf die Schaffer-Programmcodedatei umfassen. Generell ist es denkbar, dass Nutzer des erfindungsgemäßen Verfahrens die Inszenierungsvorgaben zur Präsentation des jeweiligen dem NFT zugeordneten digitalen Guts anpassen möchten. Durch Vorsehen der Schaffer-Programmcodedatei wird dabei dem Schaffer des jeweiligen Kunstwerks bzw. digitalen Guts die Möglichkeit eingeräumt, die initialen Inszenierungsvorgaben nachvollziehbar zu speichern. Somit kann zu jeder Zeit nachverfolgt werden, wie der Schaffer ursprünglich die Inszenierung des digitalen Guts vorgesehen hat. Dabei programmiert der Schaffer des NFTs den entsprechenden Smart-Contract zum Prägen des NFTs selbst und kann dadurch zuverlässig die jeweiligen Inszenierungsvorgaben angeben. Da diese Inszenierungsvorgaben vom Schaffer selbst vorgegeben wurden, werden entsprechende Ausgabebefehle in diesem Kontext als „Genehmigte- Ausgabebefehle“ bezeichnet.
Die fahrzeuginterne Recheneinheit kann dann die Genehmigten-Ausgabebefehle einlesen und entsprechend ausführen.
Bevorzugt räumt der Smart-Contract dem Schaffer auch nach dem Prägen des NFTs Schreibzugriff auf die Schaffer-Programmcodedatei ein. So kann der Schaffer über einen Zugang auf den zentralen und/oder dezentralen Netzwerkspeicher verfügen, was ein nachträgliches Ändern der dort hinterlegten Dateien bzw. Programmcodes erlaubt. Generell wäre es auch möglich, dass zum nachträglichen Verändern der Metadaten des NFTs sogenannte dynamische NFTs verwendet werden. Unter Nutzung eines sogenannten Blockchain-Orakels lassen sich von Blockchain externen Informationen abhängige Bedingungen definieren, die zu einer Änderung der jeweiligen Metadaten führen. Das Blockchain-Orakel stellt dabei das Bindeglied zwischen der Blockchain bzw. dem Smart-Contract und den blockchainexternen Informationen dar. Beispielsweise können hierzu hybride Smart-Contracts und das entsprechende Blockchain-Orakel der Firma Chainlink verwendet werden.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht ferner vor, dass ein zum Prägen des NFTs ausgeführter Smart-Contract auf einem zentralen oder dezentralen Netzwerkspeicher eine Nutzer-Programmcodedatei anlegt, umfassend Nicht-Genehmigte-Ausgabebefehle, wobei die Metadaten des NFTs einen Verweis auf die Nutzer-Programmcodedatei umfassen, und wobei ein zum Handel des NFTs ausgeführter Smart-Contract einem Erwerber des NFTs zumindest temporären Schreibzugriff auf die Nutzer-Programmcodedatei gewährt. Mit Hilfe der Nutzer-Programmcodedatei können Nutzer bzw. Personen, die ein jeweiliges NFT erwerben, zumindest während des Besitzes des NFTs Schreibzugriff auf die Nutzer-Programmcodedatei erlangen, um dort persönliche Vorlieben für Inszenierungsvorgaben anzulegen. Dies ermöglicht eine Anpassung der durch den Schaffer vorgegebenen Inszenierungsvorgaben. Im Kontext der Erfindung werden die entsprechenden Ausgabebefehle daher als „Nicht-Genehmigte- Ausgabebefehle“ bezeichnet.
Bevorzugt ist der Schreibzugriff auf die Nutzer-Programmcodedatei dabei so ausgeführt, dass die Nutzer-Programmcodedatei lediglich ergänzt, nicht jedoch der Inhalt in Teilen ersetzt bzw. gelöscht werden kann. Auf diese Art und Weise lassen sich vormalig ergänzte Inszenierungsvorgaben erhalten. Beispielsweise kann in der Nutzer- Programmcodedatei für jeden Besitzer des NFTs eine eindeutige Nutzer-ID wie beispielsweise die öffentliche Adresse des Wallets des jeweiligen Nutzers hinterlegt werden, was das eindeutige Referenzieren entsprechender Programmcodeabschnitte zu Nutzern erlaubt. Dies erleichtert es der fahrzeuginternen Recheneinheit die vom
Fahrzeugnutzer angegebenen Inszenierungsvorgaben in der Nutzer-Programmcodedatei aufzufinden, ins Fahrzeug zu übertragen und dort auszuführen.
Entsprechend einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens liest die Recheneinheit das Wallet des Nutzers mittelbar über eine zentrale Recheneinrichtung aus. Beispielsweise kann der Fahrzeughersteller über die zentrale Recheneinrichtung ein Onlineportal bereitstellen, über welches sich Nutzer mit einem persönlichen Nutzeraccount anmelden können. Dabei wird eine Referenz zwischen dem Nutzeraccount und dem Fahrzeug des Nutzers hergestellt. Über das Portal kann dann der Nutzer die Adresse des Wallets, wie insbesondere den öffentlichen Schlüssel (Public Key) des Wallets, angeben. Die zentrale Recheneinrichtung fungiert dabei als Kommunikationsrelais und leitet die vom Nutzer gemachte Eingabe an die fahrzeuginterne Recheneinheit weiter. Die zentrale Recheneinrichtung liest dabei jedoch selbst den Inhalt des Wallets des Nutzers nicht aus.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht dabei ferner vor, dass wenigstens ein weiterer Ausgabebefehl zumindest eine Randbedingung zur Ausgabe der ersten Fahrzeugfunktion definiert, wobei die Recheneinheit Informationen von wenigstens einem Fahrzeugsensor und/oder einem Fahrzeugsteuergerät bezieht, die Informationen mit der Randbedingung abgleicht und die Ausgabe der ersten Fahrzeugfunktion freigibt, wenn die Informationen das Erfüllen der Randbedingung bedingen und ansonsten die Ausgabe der ersten Fahrzeugfunktion unterdrückt. Wie bereits erwähnt kann ein Sicherheitsmechanismus eingeführt werden, der sich so umsetzen lässt, um das Ansteuern bzw. Ausgeben der Fahrzeugfunktion in gefährlichen Fahrsituationen zu unterbinden.
Eine derart umsetzbare „Unterdrückungsfunktion“ geht jedoch über das reine Unterdrücken von Fahrzeugfunktionen in sicherheitsrelevanten Situationen hinaus. So kann es für den Schaffer relevant sein, dass bestimmte technische Voraussetzungen bzw. Randbedingungen erfüllt sein müssen, damit sein Kunstwerk ausgegeben wird. Dies kann beispielsweise die Lesbarkeit, den Kontrast, das Abspielmedium, die Ablenkung des Nutzers, die jeweilige Fahrsituation, die im Fahrzeug vorhandene Ausstattung und dergleichen betreffen.
Um die Lesbarkeit zu bewerten, kann beispielsweise mittels fahrzeuginterner Sensoren die Umgebungshelligkeit und die Helligkeit der zur Ausgabe des digitalen Guts verwendeten Anzeigevorrichtung erfasst werden. Ist die Umgebungshelligkeit ungefähr gleich hell oder heller als die Helligkeit der Anzeigevorrichtung, so kann die Lesbarkeit schlecht sein, sodass die Darstellung des digitalen Guts in dieser Situation unterbunden wird. Auch können die entsprechenden Ausgabebefehle Anweisungen enthalten, die in einer solchen Situation die Anzeigevorrichtung ansteuern, um die Displayhelligkeit zu erhöhen. Auf diese Art und Weise lassen sich ebenfalls rechtliche bzw. markenrechtliche Randbedingungen, wie zum Beispiel das Einhalten eines Corporate-Designs oder Lizenzbedingungen überprüfen und umsetzen.
Entsprechend einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist das NFT als dynamisches NFT ausgeführt und es passt der Schaffer den Inhalt der Metadaten zum Aktualisieren der ersten Fahrzeugfunktion und/oder zumindest einer weiteren Fahrzeugfunktion an. Wie bereits erwähnt, kann durch die Nutzung von hybriden Smart-Contracts nachträglich der „Inhalt“ eines NFTs geändert werden.
Bei einem Fahrzeug, umfassend eine Recheneinheit, ist erfindungsgemäß die Recheneinheit zur Ausführung eines im vorigen beschriebenen Verfahrens eingerichtet. Bei dem Fahrzeug kann es sich um ein beliebiges Straßenfahrzeug, Schienenfahrzeug, Wasserfahrzeug oder Luftfahrzeug handeln. Insbesondere handelt es sich um einen Pkw. Es könnte sich generell jedoch auch um einen Lkw, Transporter, Bus, eine Baumaschine, eine Landmaschine oder dergleichen handeln.
Durch die Integration des erfindungsgemäßen Verfahrens in das Fahrzeug wird es ermöglicht gänzlich neue Funktionen im Fahrzeugkontext bereitzustellen. Dies kann die Nutzerinteraktion mit dem Fahrzeug verbessern. Das erfindungsgemäße Fahrzeug bzw. die Fahrzeuge der Fahrzeugflotte eines Fahrzeugherstellers können so als „verteilte“ Galerie oder Kunstmuseum fungieren, um die Kunst eines Künstlers in einer „verteilten“ Ausstellung oder Vernissage der Öffentlichkeit zu präsentieren. So kann zu einem gewissen Zeitfenster beispielsweise der Künstler seine digitale Kunst der Öffentlichkeit zugänglich machen, woraufhin entsprechend interessierte Nutzer als „Eintrittskarte“ jeweilige NFTs vom Künstler beziehen. Anschließend können die Nutzer die vom Schaffer generierte Kunst in ihren eigenen Fahrzeugen „erleben“. Da nicht nur die Kunst an sich ausgegeben wird, sondern auch besagte Inszenierungsvorgaben eingehalten werden,
wird eine besonders hohe Immersion und damit ein besonders intensives Erlebnis garantiert.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Ansteuern von Fahrzeugfunktionen ergeben sich auch aus dem Ausführungsbeispiel, welches nachfolgend unter Bezugnahme auf die Figur näher beschrieben wird.
Dabei zeigt Figur 1 eine schematische Darstellung der an dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Ansteuern von Fahrzeugfunktionen beteiligten Akteure.
Mit Hilfe eines erfindungsgemäßen Verfahrens wird es einem Schaffer, beispielsweise einem Verfasser, Autor, Künstler oder dergleichen, ermöglicht ein digitales Gut 4, beispielsweise ein digitales Bild, Video, Sounddatei, Textdokument oder dergleichen, mit einer vom Schaffer definierten Inszenierungsvorgabe Nutzern zu präsentieren. Dabei erfolgt die Präsentation des digitalen Guts 4 in einem Fahrzeug 2 durch das Ansteuern von durch die Hardware 1 des Fahrzeugs 2 ausgebbarer Fahrzeugfunktionen. Als Hardware 1 kann das Fahrzeug 2 beispielsweise aufweisen: eine Ambiente-Beleuchtung 12, eine HiFi-Anlage 13, eine Anzeigevorrichtung 14, ein sogenanntes digitales Licht 15 und dergleichen. Bei dem digitalen Licht 15 kann es sich beispielsweise um Matrixprojektionsschweinwerfer oder auch einen Projektor zum Werfen von Lichtmustern in die Umgebung handeln. Die Hardware 1 ist dabei durch eine oder mehrere fahrzeuginterne Recheneinheit(en) 7 ansteuerbar. Hierzu führt die interne Recheneinheit 7 entsprechende Software 3 aus.
Der Schaffer des digitalen Guts 4 besitzt ein Wallet 16 zum Bevorraten von auf einer Blockchain 17 erzeugbaren und handelbaren NFTs NFT. So kann der Schaffer ein entsprechendes NFT NFT prägen, auch als „minten“ bezeichnet, und dem NFT NFT das digitale Gut 4 zuordnen. Insbesondere kann der Prägeprozess des NFTs NFT durch einen Smart-Contract SC initiiert werden. Das NFT NFT wird dann dem Wallet 16 des Schaffers zugeordnet. Anschließend kann der Schaffer das NFT NFT verkaufen, wodurch das NFT an ein Wallet 6 des Nutzers überwiesen wird. Hierzu werden entsprechende Transaktionsblöcke in die Blockchain 17 eingefügt. Die Blockchain 17 ist dezentral durch die Knoten eines Kryptonetzwerks verwaltet, die miteinander über das Internet 18 in Kommunikationsverbindung stehen. Dem Schaffer zugeordnete Aktionen sind in Figur 1
durch gestrichelte Linien angedeutet und dem Nutzer zugeordnete Aktionen durch gepunktete Linien.
Einem NFT NFT werden dabei im Prägeprozess Metadaten 5 zugeordnet. Generell können die Metadaten 5 und/oder das digitale Gut 4 direkt in die Blockchain 17 geschrieben werden, was jedoch untypisch ist. Typischerweise enthält das jeweilige NFT NFT einen Verweis auf einen zentralen Netzwerkspeicher 9 und/oder einen dezentralen Netzwerkspeicher 8, auf dem die jeweiligen Metadaten 5 und/oder das digitale Gut 4 bevorratet wird. Bei dem in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel sind sowohl die Metadaten 5, als auch das digitale Gut 4 im dezentralen Netzwerkspeicher 8 gespeichert. Beispielsweise kann es sich um das sogenannte Interplanetary File System (IPFS) handeln. Die entsprechenden Inszenierungsvorgaben, sprich weitere Ausgabebefehle zum Ansteuern der Fahrzeugfunktionen, können dabei direkt in die Metadaten 5 geschrieben sein. Es ist jedoch auch möglich, dass, generiert durch den Smart-Contract SC, eine Schaffer-Programmcodedatei 10 und/oder eine Nutzer-Programmcodedatei 11 auf dem dezentralen Netzwerkspeicher 8 angelegt werden. Dabei können entsprechende weitere Ausgabebefehle, sprich Inszenierungsvorgaben, in den jeweiligen Programmcodedateien 10, 11 gespeichert werden. Dabei verfügt der Schaffer zumindest beim Prägen des NFTs NFT über Schreibzugriff auf die Schaffer-Programmcodedatei 10 und jeweilige Nutzer bzw. Käufer des NFTs NFT verfügen über Schreibzugriff auf die Nutzer-Programmcodedatei 11 zumindest während sie im Besitz des jeweiligen NFTs NFT sind. Hierzu kann der Smart-Contract SC dem durch die öffentliche Adresse des Wallets 6 referenzierbaren Nutzer durch die Transaktion des NFTs NFT auf das Wallet 6 Schreibzugriff einräumen. Besonders bevorzugt umfasst der Schreibzugriff lediglich die Möglichkeit die Nutzer-Programmcodedatei 11 zu ergänzen.
Die fahrzeuginterne Recheneinheit 7 liest das Wallet 6 des Nutzers aus und ist hierdurch dazu in der Lage vom Wallet 6 umfasste NFTs NFT zu identifizieren. Entsprechend kann die Recheneinheit 7 die Blockchain 17 auslesen und somit auf die Metadaten 5 und das digitale Gut 4 zugreifen. Dies ermöglicht es das digitale Gut 4 bzw. einen entsprechenden ersten Ausgabebefehl sowie weitere Ausgabebefehle, also besagte Inszenierungsvorgaben, zu beziehen und entsprechend das vom Schaffer generierte Kunstwerk im Fahrzeug 2 gemäß der Inszenierungsvorgaben auszugeben bzw. zu präsentieren. Hierzu werden zumindest eine erste und eine weitere Fahrzeugfunktion angesteuert. Beispielsweise handelt es sich bei der ersten Fahrzeugfunktion um die
Darstellung eines dem NFT NFT zugeordneten digitalen Bilds auf der Anzeigevorrichtung 14 und bei einerweiteren Fahrzeugfunktion um das Ausgeben einer bestimmten Melodie über die HiFi-Anlage 13.
Ferner können auf einem Cloudserver 19 in besagtem zentralen Netzwerkspeicher 9 ein genehmigter Inhalt 20 sowie ein auf das Fahrzeug 2 optimierter Inhalt 21 vorgehalten werden. Der genehmigte Inhalt 20 und/oder der optimierte Inhalt 21 können dabei ebenfalls durch die Metadaten 5 referenziert und entsprechend zur Ausgabe im Fahrzeug 2 auf die Recheneinheit 7 übertragbar sein.
Claims
1. Verfahren zum Ansteuern einer Fahrzeugfunktion, wobei die Fahrzeugfunktion über die Hardware (1) eines Fahrzeugs (2) ausgebbar ist, die Hardware (1) durch Software (3) angesteuert wird und die Fahrzeugfunktion durch die Hardware (1) ausgegeben wird, wenn die Hardware (1) mit einem Ausgabebefehl angesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, dass
- ein Schaffer das Prägen eines NFT (NFT) veranlasst, wobei dem NFT (NFT) ein erster Ausgabebefehl für eine erste Fahrzeugfunktion als digitales Gut (4) zugeordnet wird und den Metadaten (5) des NFT (NFT) wenigstens ein weiterer Ausgabebefehl für eine weitere Fahrzeugfunktion zugeordnet wird;
- ein Nutzer das NFT (NFT) erwirbt und seinem Wallet (6) zuordnet;
- der Nutzer einer fahrzeuginternen Recheneinheit (7) zumindest Lesezugriff auf sein Wallet (6) gewährt;
- die Recheneinheit (7) das Wallet (6) ausliest und für wenigstens ein vom Wallet (6) umfasstes NFT (NFT) den ersten und jeden weiteren Ausgabebefehl bezieht; und
- die Recheneinheit (7) die Hardware (1) des Fahrzeugs (2) zur Ausgabe der durch den ersten und den weiteren Ausgabebefehl definierten ersten und weiteren Fahrzeugfunktion ansteuert.
2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das digitale Gut (4) und/oder die Metadaten (5) auf einem dezentralen Netzwerkspeicher (8) vorgehalten werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die weiteren Ausgabebefehle in einem einheitlichen maschinenlesbaren Format
angegeben sind, insbesondere im JSON-Format.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein zum Prägen des NFTs (NFT) ausgeführter Smart-Contract (SC) auf einem zentralen (9) oder dezentralen Netzwerkspeicher (8) eine Schaffer- Programmcodedatei (10) anlegt, umfassend Genehmigte-Ausgabebefehle, wobei die Metadaten (5) des NFTs (NFT) einen Verweis auf die Schaffer- Programmcodedatei (10) umfassen.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Smart-Contract (SC) dem Schaffer auch nach dem Prägen des NFTs (NFT) Schreibzugriff auf die Schaffer-Programmcodedatei (10) einräumt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein zum Prägen des NFTs (NFT) ausgeführter Smart-Contract (SC) auf einem zentralen (9) oder dezentralen Netzwerkspeicher (8) eine Nutzer- Programmcodedatei (11) anlegt, umfassend Nicht-Genehmigte-Ausgabebefehle, wobei die Metadaten (5) des NFTs (NFT) einen Verweis auf die Nutzer- Programmcodedatei (11) umfassen, und wobei ein zum Handel des NFTs (NFT) ausgeführter Smart-Contract einem Erwerber des NFTs (NFT) zumindest temporären Schreibzugriff auf die Nutzer-Programmcodedatei (11) gewährt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Recheneinheit (7) das Wallet (6) des Nutzers mittelbar über eine zentrale Recheneinrichtung ausliest.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein weiterer Ausgabebefehl zumindest eine Randbedingung zur Ausgabe der ersten Fahrzeugfunktion definiert, wobei die Recheneinheit (7) Informationen von wenigstens einem Fahrzeugsensor und/oder einem
Fahrzeugsteuergerät bezieht, die Informationen mit der Randbedingung abgleicht und die Ausgabe der ersten Fahrzeugfunktion freigibt, wenn die Informationen das Erfüllen der Randbedingung bedingen und ansonsten die Ausgabe der ersten Fahrzeugfunktion unterdrückt.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das NFT (NFT) als dynamisches NFT ausgeführt ist und der Schaffer den Inhalt der Metadaten (5) zum Aktualisieren der ersten Fahrzeugfunktion und/oder zumindest einer weiteren Fahrzeugfunktion anpasst.
10. Fahrzeug (2), umfassend eine Recheneinheit (7), dadurch gekennzeichnet, dass die Recheneinheit (7) zur Ausführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 9 eingerichtet ist.
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