EP4704758A1 - Auspressvorrichtung für dentale materialien mit volumenstrom-messvorrichtung - Google Patents

Auspressvorrichtung für dentale materialien mit volumenstrom-messvorrichtung

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EP4704758A1
EP4704758A1 EP24721552.8A EP24721552A EP4704758A1 EP 4704758 A1 EP4704758 A1 EP 4704758A1 EP 24721552 A EP24721552 A EP 24721552A EP 4704758 A1 EP4704758 A1 EP 4704758A1
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EP
European Patent Office
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volume
dental
volume flow
cartridge system
dental material
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EP24721552.8A
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Mike KONDZIELA
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Kulzer GmbH
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Kulzer GmbH
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Auspressvorrichtung für dentale Materialien aus einem Kartuschensystem (1), die Auspressvorrichtung aufweisend einen Motor (5), eine Halterung (6), eine Motorsteuerung (7), einen Aktuator (8) und eine Volumenstrommesseinrichtung zum Bestimmen des ausgepressten Volumens oder Volumenstroms, wobei mit dem Aktuator (8) ein Austragskolben (3) eines Kartuschensystems (1, 51) antreibbar ist, der Aktuator (8) mit dem Motor (5) antreibbar ist, die Volumenstrommesseinrichtung einen Sensor (9, 11) aufweist, der mit einem mit der Motorsteuerung verbundenen Prozessor (10) zur Auswertung von Messsignalen verbunden ist, wobei der Prozessor (10) zur Auswertung derart ausgestaltet ist, dass das Volumen oder der Volumenstrom ausgepressten dentalen Materials bestimmbar ist. Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Auspressen eines dentalen Materials, insbesondere einer dentalen Abformmasse, aus einem Kartuschensystem (1) unter Anwendung einer Auspressvorrichtung, zumindest einen Abformlöffel (40) mit einer maschinenlesbaren Kennung (46) und ein System aus einer solchen Auspressvorrichtung und mindestens einem solchen Abformlöffel (40).

Description

, Auspressvorrichtung für dentale Materialien mit Volumenstrom-Messvorrichtung
Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Auspressvorrichtung für dentale Materialien, insbesondere für dentale Abformmassen, sowie ein Verfahren zum Auspressen eines dentalen Materials, insbesondere einer dentalen Abformmasse, aus einem Kartuschensystem unter Anwendung einer Auspressvorrichtung.
Moderne dentale Abformmassen werden vorwiegend in Kartuschensystemen, insbesondere in Zweikomponenten-Kartuschen angeboten, die mittels einer Auspressvorrichtung mechanisch oder elektrisch ausgefördert und gemischt werden. Solche handgehaltenen Auspressvorrichtungen sind beispielsweise aus der WO 2017/207188 A 1 und der EP 3 718 501 A1 bekannt. Eine Einkammer-Kartusche für selbsthärtende beziehungsweise feuchtehärtende Materialien, wie sie zum Beispiel im Bau zur Abdichtung eingesetzt werden, ist aus der US 5 909 830 A bekannt. Zu solchen Zwecken sind kommerziell auch pneumatische oder elektrisch angetriebene Auspressvorrichtungen im Markt verfügbar. Diese sind aber nicht ohne weiteres zum Auspressen von dentalen Abformmaterialien geeignet.
Zur direkten Applikation von dentalen Abformmaterialien im Patientenmund haben sich kleinere Zweikomponenten-Kartuschen mit zwei Kammern und mit einem Inhalt von 5 ml bis 100 ml durchgesetzt. Eine Auspressvorrichtung für Kartuschensysteme mit solchen geringen Volumen ist beispielsweise aus der US 2018/0250103 A1 bekannt. Es gibt aber auch kleinere, seriell angeordnete Kartuschen mit einem Volumen von kleiner als 5 ml. Das dentale Abformmaterial wird in eine Auspressvorrichtung, auch „Dispensing Gun“ genannt, eingelegt und mechanisch über eine Zahnstange als Aktuator, die auf Austragskolben in der Kartusche wirkt, gefördert. Der Mischer ist dabei statisch ausgelegt.
Diese Kartuschen und solche Kartuschensysteme werden für dünnfließende bis hochviskose Materialien eingesetzt (Typen 1 bis 3 gemäß DIN ISO 4823:2015, Veröffentlichungsdatum 2015-08). Wobei die höherviskosen Abformmaterialien (Typ 1) die Anwender durch hohe Auspresskräfte belasten.
Eine Form zum lokal begrenzten Applizieren einer dentalen Abformmasse ist aus der WO 2017/048918 A1 bekannt. Ein Abformlöffel, der eine Zuordnung zu einem bestimmten Patienten ermöglicht, ist aus der EP 3 037 059 A1 bekannt. Die US 2010/0075273 A1 eine weitere Form zur Aufnahme einer dentalen Abformmasse zum Zweck der Aufnahme eines Abdrucks im Mundraum eines Patienten.
Gattungsbildende elektrische Auspressvorrichtungen, die auch als Ausfördereinrichtungen bezeichnet werden, sind aus der US 2009/279382 A1 , der US 2015/157429 A1 und der DE 20 2006 006 147 U1 bekannt. Derartige Auspressvorrichtungen können einen Standfuß aufweisen und mischen und dosieren vorwiegend dentales Material aus größeren Kartuschen mit zum Beispiel 350 ml bis 400 ml Gesamtinhalt und werden meist stationär eingesetzt. Mit dentalen Abformmassen, die mit derartigen Auspressvorrichtungen bereitgestellt werden, werden dentale Abformlöffel gefüllt, mit deren Hilfe man im Mundraum eines Patienten Abdrücke aufnehmen kann. Bei Auspressvorrichtungen kann ein Mischer vorgesehen sein, das ebenfalls elektrisch angetrieben werden kann.
Beim Befüllen eines dentalen Abformlöffels mittels einer solchen Auspressvorrichtung mit integriertem Mischer und Kartuschensystemen mit Großkartuschen mit 380 ml Inhalt bedient der Anwender einen Förderknopf oder ein Bedienelement auf der Auspressvorrichtung und befüllt einen geeigneten dentalen Abformlöffel. Dabei wird die Menge an Abformmaterial vom Anwender abgeschätzt. Durch Betätigen des Förderknopfs beziehungsweise des Bedienelements fördert die Auspressvorrichtung so lange das dentale Material, wie der Förderknopf beziehungsweise das Bedienelement betätigt wird. Der dentale Abformlöffel muss unter der Auslassöffnung der Auspressvorrichtung geschwenkt werden, um alle Bereiche des dentalen Abformlöffels füllen zu können. Dieser manuelle Prozess muss vom Anwender mit beiden Händen ausgeführt werden. Bei einer großen Varianz von Abformlöffeln erfordert dieser Prozess Routine und Konzentration.
Die dentalen Abformlöffel sind in unterschiedlichen Dimensionierungen passend zu unterschiedlichen Mundraumsituationen verschiedener Patienten verfügbar, so dass das Befüllen vom Anwender eine gewisse Routine erfordert. Im schlimmsten Fall ist der dentale Abformlöffel unterfüllt und der genommene Zahnabdruck nicht vollständig. Der Vorgang muss dann wiederholt werden. Aber auch ein Überfüllen des dentalen Abformlöffels kann zu Problemen führen, da die überschüssige dentale Abformmasse in den Rachenraum gelangen kann und dort beim Patienten einen Würgereiz verursachen kann, der abgesehen von der Unannehmlichkeit auch zum Abbruch der Aufnahme des Abdrucks und damit zum Verlust der Abformmasse führen kann.
Eine Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen Nachteil oder mehrere Nachteile des Stands der Technik zumindest teilweise zu überwinden. Eines der Ziele kann darin bestehen, die Anwendung des Auspressvorrichtung für den Anwender zu vereinfachen. Dabei kann eine Vereinfachung darin gesehen werden, dass eine weitergehende Automatisierung der Abgabe von ausgepresstem dentalen Material ermöglicht wird. Ein Ziel der Erfindung ist es insbesondere dem Anwender die richtige Füllmenge von dentaler Abformmasse für festgelegte Abformlöffel mittels programmierter oder programmierbarer Fördermenge zur Verfügung zu stellen. Die Aufgaben der Erfindung werden zumindest teilweise gelöst durch eine Auspressvorrichtung zum Auspressen eines dentalen Materials, insbesondere einer dentalen Abformmasse, aus einem Kartuschensystem, die Auspressvorrichtung aufweisend einen Motor, insbesondere einen Schrittmotor, die Auspressvorrichtung ferner aufweisend eine Halterung zur Befestigung eines Kartuschensystems, eine Motorsteuerung, einen Aktuator und eine Volumenstrommesseinrichtung zum Bestimmen des Volumens oder eines Volumenstroms eines aus der Auspressvorrichtung ausgepressten dentalen Materials, wobei mit dem Aktuator zumindest ein Austragskolben eines mit der Halterung in der Auspressvorrichtung befestigten Kartuschensystems antreibbar ist, wobei der Aktuator mit dem Motor antreibbar ist oder mit dem Motor ein mechanisch übertragenes Antreiben des Aktuators unterstützbar ist, wobei die Volumenstrommesseinrichtung zumindest einen Sensor aufweist, wobei der zumindest eine Sensor mit einem Prozessor zur Auswertung von Messsignalen des zumindest einen Sensors verbunden ist, wobei der Prozessor mit der Motorsteuerung verbunden ist, und wobei der Prozessor zur Auswertung der Messignale derart ausgestaltet oder programmiert ist, dass das Volumen oder der Volumenstrom des durch Vortreiben des zumindest einen Austragskolbens aus dem Kartuschensystem ausgepressten dentalen Materials bestimmbar ist.
Das dentale Material kann eine Abformmasse sein oder auch ein dentaler Klebstoff oder ein dentaler Zement. Besonders bevorzugt ist das dentale Material eine dentale Abformmasse.
Es kann vorgesehen sein, dass das dentale Material ein viskoses dentales Material ist, insbesondere ein hochviskoses dentales Material.
Die Halterung zur Befestigung des Kartuschensystems in der Auspressvorrichtung soll dazu in der Lage sein, das Kartuschensystem derart in der Auspressvorrichtung zu befestigen oder zu fixieren, dass zumindest ein Austragskolben in zumindest einer Kartusche des Kartuschensystems mit Hilfe des Aktuators in Richtung von zumindest einer Austrittsöffnung der Kartusche vorzutreiben ist.
Das Kartuschensystem weist bevorzugt zumindest eine Kartusche mit jeweils einem zylindrischen Innenraum auf, wobei in dem zumindest einen Innenraum der zumindest einen Kartusche jeweils ein Austragskolben angeordnet ist, der in Richtung einer Zylinder- Symmetrieachse des zumindest einen Innenraums beweglich gelagert ist, wobei an einem Ende der Kartusche wenigstens eine Öffnung zum Auspressen des Inhalts der zumindest einen Kartusche angeordnet ist und wobei zwischen der Öffnung zum Auspressen und dem zumindest einen Austragskolben das dentale Material oder Ausgangskomponenten des dentalen Materials enthalten sind.
Das Kartuschensystem weist besonders bevorzugt zwei nebeneinander liegende Kartuschen mit jeweils einem zylindrischen Innenraum auf, wobei in den Innenräumen der zwei Kartuschen jeweils ein Austragskolben angeordnet ist, wobei die Austragskolben in Richtung einer Zylinder-Symmetrieachse des jeweiligen Innenraums beweglich gelagert sind, wobei an einem Ende der zwei Kartuschen jeweils wenigstens eine Öffnung zum Auspressen des Inhalts der zwei Kartuschen angeordnet ist und wobei zwischen der Öffnung zum Auspressen und dem Austragskolben die Ausgangskomponenten zur Herstellung des dentalen Materials enthalten sind. Durch Vortreiben der Austragskolben mit dem Aktuator werden dann die Ausgangskomponenten aus den zwei Kartuschen ausgetrieben und innerhalb der Auspressvorrichtung miteinander gemischt und dadurch das dentale Material erzeugt. Hierzu kann die Auspressvorrichtung einen Mischer, insbesondere einen statischen Mischer aufweisen, durch den die Ausgangskomponenten mittels des Drucks auf die Austragskolben durch den Mischer hindurchgedrückt werden. Nach dem Mischen wird das dentale Material aus der Auspressvorrichtung ausgetragen. Die hierfür notwendige Energie wird von dem Motor der Auspressvorrichtung aufgebracht, der den Aktuator antreibt.
Bei einem Kartuschensystem mit nur einer Kartusche bringt der Motor der Auspressvorrichtung ebenfalls die notwendige Energie auf, um das dentale Material aus der Kartusche auszutreiben.
Es kann vorgesehen sein, dass zumindest zwei Ausgangskomponenten zur Herstellung des dentalen Materials in dem Kartuschensystem enthalten beziehungsweise gelagert sind und dass die Auspressvorrichtung dazu ausgebildet ist, die zumindest zwei Ausgangskomponenten innerhalb der Auspressvorrichtung miteinander zu mischen. Die Mischung der zumindest zwei Ausgangskomponenten kann dabei von dem Vortrieb des Aktuators angetrieben werden beziehungsweise antreibbar sein.
Die Volumenstrommesseinrichtung ist eine Einrichtung, mit der der Volumenstrom oder das Volumen des aus der Auspressvorrichtung ausgepressten dentalen Materials bestimmbar ist, wobei hierfür ein Messsignal des zumindest einen Sensors mit Hilfe des Prozessors ausgewertet wird. Dabei kann ein über einen bestimmten Zeitraum aus der Auspressvorrichtung ausgepresstes Volumen des dentalen Materials oder ein Volumenstrom des aus der Auspressvorrichtung ausgepressten dentalen Materials mit Hilfe der Volumenstrommesseinrichtung bestimmt werden. Das ausgepresste Volumen kann aus dem Volumenstrom über die Zeit berechnet werden (beispielsweise integral). Ebenso kann umgekehrt der Volumenstrom aus der zeitlichen Abfolge von ausgepressten Volumen berechnet werden. Der Prozessor kann mit der Motorsteuerung als gemeinsame Steuerung einteilig ausgeführt sein.
Unter einem Volumenstrom ist das Auspressen eines Volumens in einer bestimmten Zeiteinheit zu verstehen, beziehungsweise das ausgepresste Volumen pro Zeiteinheit. Unter einem Aktuator wird erfindungsgemäß ein Teil der Auspressvorrichtung verstanden, mit dem ein linearer Vortrieb zumindest eines Austragskolbens oder des zumindest einen Austragskolbens des Kartuschensystems bewirkt werden kann. Der Aktuator kann vorzugsweise ein linear vortreibbarer Stößel oder eine linear vortreibbare Strange beziehungsweise Paare davon sein. Es sind aber auch andere Aktuatoren vorstellbar, wie beispielsweise eine Gliederkette.
Der Motor kann direkt oder indirekt mit dem Aktuator verbunden sein.
Der Motor ist vorzugsweise ein Schrittmotor. Der Sensor oder einer der Sensoren des zumindest einen Sensors ist vorzugsweise ein Schrittzähler des Schrittmotors.
Dass mit dem Motor ein mechanisch übertragenes Antreiben des Aktuators unterstützbar ist. bedeutet, dass ein Teil der Kraft zum Vortreiben des Aktuators von dem Motor aufgebracht wird. Beispielsweise kann der Aktuator gleichzeitig manuell und auch von dem Motor angetrieben werde, indem beispielsweise ein Hebel oder eine Kurbel oder ähnliches manuell bedient wird und dabei die vom Anwender aufgebrachte Kraft zum Vortrieb des Aktuators genutzt wird, während gleichzeitig auch der Motor die restliche für den Vortrieb des Aktuators notwendige Kraft aufbringt.
Es kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass der zumindest eine Sensor ein Volumenstromsensor, ein Schrittzähler zur Bestimmung der Anzahl der Umdrehungen des Motors, insbesondere ein Schrittzähler zur Bestimmung der Anzahl der Schritte des Schrittmotors, und/oder ein Positionssensor zur Bestimmung der Position des zumindest einen Austragskolbens und/oder des Aktuators relativ zu der Halterung zur Befestigung des Kartuschensystems ist oder aufweist, wobei das ausgepresste Volumen des dentalen Materials durch eine Messung des Volumenstroms des dentalen Materials mit dem Volumenstromsensor bestimmbar ist und/oder durch eine Bestimmung der Anzahl der Umdrehungen des Motors oder der Schritte des Schrittmotors und einem bekannten Volumen des ausgepressten dentalen Materials pro Umdrehung des Motors oder pro Schritt des Schrittmotors bestimmbar ist und/oder durch eine Bestimmung der Position des zumindest einen Austragskolbens und/oder des Aktuators und einem bekannten Volumen des ausgepressten dentalen Materials pro Längeneinheit der Position des zumindest einen Austragskolbens und/oder des Aktuators relativ zur Halterung bestimmbar ist.
Durch jede dieser Maßnahmen kann die Bestimmung des Volumens des ausgepressten dentalen Materials auf einfache und reproduzierbare Weise erfolgen und umgesetzt werden.
Als Volumenstromsensor kann beispielsweise ein Flügelradzähler oder eine sich drehende (und auch gegebenenfalls mit einem separaten Motor angetriebene) Förderschnecke eines Mischers verwendet werden, der oder die vorzugsweise im Bereich einer Mischvorrichtung zum Mischen der Ausgangskomponenten des dentalen Materials angeordnet sein kann. Als Positionssensor kann beispielsweise eine potentiometrische Messanordnung verwendet werden, bei der ein elektrischer Widerstand in Abhängigkeit von einem vorstehenden Längenabschnitt des Aktuators gemessen wird. Andere Methoden zur Bestimmung des Volumens oder des Volumenstroms sind dem Fachmann grundsätzlich bekannt.
Dass eine Bestimmung der Position des zumindest einen Austragskolbens und/oder des Aktuators und einem bekannten Volumen des ausgepressten dentalen Materials pro Längeneinheit der Position des zumindest einen Austragskolbens und/oder des Aktuators relativ zur Halterung bestimmbar ist, bedeutet nicht, dass diese unmittelbar an der Halterung gemessen werden muss. Jedes andere Teil der Auspressvorrichtung das in einer definierten und bekannten örtlichen Relation zu der Halterung angeordnet ist, kann für die Messung verwendet werden.
Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass die Auspressvorrichtung einen Volumenstromregler aufweist, wobei der Volumenstromregler mit der Volumenstrommesseinrichtung und der Motorsteuerung verbunden ist und wobei mit dem Volumenstromregler ein auszupressendes Volumen des dentalen Materials aus der Auspressvorrichtung regelbar und/oder einstellbar ist und/oder mit dem Volumenstromregler ein Volumenstrom des aus der Auspressvorrichtung ausgepressten dentalen Materials regelbar und/oder einstellbar ist.
Hierdurch kann mit der Auspressvorrichtung ein bestimmter Volumenstrom oder ein bestimmtes Volumen des aus dem Kartuschensystem ausgepressten dentalen Materials eingestellt und abgegeben werden.
Ferner kann vorgesehen sein, dass die Auspressvorrichtung einen elektronischen Speicher und eine Eingabeeinrichtung aufweist, wobei über die Eingabeeinrichtung mehrere unterschiedliche Volumen auswählbar sind und mit Hilfe der Motorsteuerung die ausgewählten Volumen vollautomatisch mit der Auspressvorrichtung aus einem mit der Halterung in der Auspressvorrichtung befestigten Kartuschensystem auspressbar sind.
Hierdurch wird die Anwendung der Auspressvorrichtung für den Anwender weiter vereinfacht.
Die Eingabeeinrichtung soll manuell bedienbar sein. Die gesamte Austragsvorrichtung soll nicht vollständig manuell bedienbar sein, da der Aktuator motorgetrieben oder zumindest motorunterstützt angetrieben wird. Die Eingabeeinrichtung soll manuell bedient werden können.
Zum Abrufen von gespeicherten Volumen des auszupressenden dentalen Materials kann die Eingabeeinrichtung und/oder der Prozessor mit dem elektronischen Speicher verbunden sein und der elektronische Speicher und/oder die Eingabeeinrichtung können mit dem Prozessor und/oder der Motorsteuerung verbunden sein. Bei Auspressvorrichtungen mit Eingabeeinrichtung kann vorgesehen sein, dass über eine Eingabe an der Eingabeeinrichtung ein zuvor mit der Auspressvorrichtung mittels individueller und manueller Einstellungen ausgepresstes und mit der Volumenstrommesseinrichtung gemessenes Volumen oder gemessener Volumenstrom oder gemessener zeitlicher Volumenstromverlauf des dentalen Materials in dem elektronischen Speicher speicherbar ist und anschließend dieses Volumen und/oder der hierfür notwendige Volumenstrom des dentalen Materials und/oder dessen zeitlicher Verlauf und die dafür benötigte zeitliche Steuerung des Motors über die Eingabeeinrichtung aus dem elektronischen Speicher abrufbar und mit der Auspressvorrichtung reproduzierbar ist.
Damit können auch individuelle Einstellungen und Abläufe mit der Auspressvorrichtung gespeichert und später abgerufen werden.
Ferner kann vorgesehen sein, dass die mehreren unterschiedlichen Volumen, die über die Eingabeeinrichtung auswählbar sind, an der Eingabeeinrichtung anhand einer Kennzeichnung eines mit dem dentalen Material zu füllenden Gefäßes, insbesondere anhand einer Nummerierung und/oder Buchstabenkennung des mit dem dentalen Material zu füllenden Gefäßes, identifizierbar ist, so dass die Eingabe einem Gefäß mit einem passenden Volumen zur Aufnahme des dentalen Materials eindeutig zugeordnet ist.
Dabei kann wiederum bevorzugt vorgesehen sein, dass das Gefäß ein Abformlöffel ist und das dentale Material eine dentale Abformasse ist.
Hierdurch ist die Zuordnung des Programms der Auspressvorrichtung und das zugehörige Gefäß für den Anwender auf einfache Weise zu erkennen und dadurch wird eine erfolgreiche Bedienung und Anwendung der Auspressvorrichtung weiter erleichtert.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass die Auspresseinrichtung eine Restmengenanzeige und ein Restmengenberechnungsmodul aufweist, wobei das Restmengenberechnungsmodul mit der Volumenstrommesseinrichtung verbunden ist und wobei das Restmengenberechnungsmodul derart programmiert ist, dass es das mit dem in der Halterung befestigten Kartuschensystem im vollständig gefüllten Zustand produzierbare Volumen an dentalem Material bestimmt, speichert oder einliest oder dieses durch eine Eingabe definierbar ist und von diesem produzierbaren Volumen das mit diesem Kartuschensystem zuvor produzierte Volumen abzieht, um eine Restmenge zu berechnen, wobei auf der Restmengenanzeige die mit dem Restmengenberechnungsmodul berechnete Restmenge anzeigbar ist.
Dabei kann vorgesehen sein, dass das Restmengenberechnungsmodul derart programmiert ist, dass es bei einer geringen berechneten Restmenge ein passendes Gefäß, insbesondere einen dentalen Abformlöffel, mit einem zur der verbliebenen Restmenge passenden Aufnahmevolumen auswählt und das passende Gefäß auf der Restmengenanzeige vorschlägt.
Auch kann dabei vorgesehen sein, dass das Restmengenberechnungsmodul derart programmiert ist, dass bei einer Auswahl eines auszupressenden Volumens, das gemäß der berechneten Restmenge nicht mehr in dem befestigten Kartuschensystem enthalten ist oder damit herstellbar ist, eine entsprechende Meldung auf der Restmengenanzeige anzeigt, insbesondere eine Aufforderung zum Wechsel des Kartuschensystems anzeigt, und/oder ein maximal verfügbares Volumen der dentalen Materials anzeigt.
Auf diese Weise kann der Anwender unmittelbar erkennen, ob das nächste auszupressende Volumen des dentalen Materials noch mit dem bereits angebrochenen und in der Auspressvorrichtung befestigten Kartuschensystem auspressbar ist, oder ob ein neues beziehungsweise ungebrauchtes Kartuschensystem eingesetzt werden muss oder sollte.
Ferner kann vorgesehen sein, dass die Auspressvorrichtung einen Scanner zum Einlesen einer Kennung des mit der Halterung befestigten Kartuschensystems oder einen Identifikationssensor zum Identifizieren des mit der Halterung befestigten Kartuschensystems aufweist, wobei bevorzugt die von dem Scanner eingelesenen Kennung oder die mit dem Identifikationssensor bestimmte Identifikation an den Prozessor oder an das Restmengenberechnungsmodul zur Identifizierung des Inhalts des Kartuschensystems und/oder des mit dem Kartuschensystem herstellbaren Volumens des dentalen Materials übertragbar ist.
Hierdurch wird die Anwendung der Auspressvorrichtung weiter vereinfacht.
Als Identifikationssensor kann beispielweise und erfindungsgemäß bevorzugt ein RFID- Lesegerät verwendet werden, das einen RFID-Chip des Kartuschensystems ausliest. Alternativ kann der Identifikationssensor auch die Länge und/oder den Durchmesser von zwei Kartuschen des Kartuschensystems bestimmen und daraus geeignete Informationen ableiten. Über einen RFID-Chip oder einen QR-Code oder ein Hologramm des Kartuschensystems können auch noch andere Informationen bezüglich des Inhalts des Kartuschensystems übermittelt werden und anschließend von der Auspressvorrichtung verarbeitet und genutzt werden, wie beispielsweise Informationen zur Haltbarkeit und/oder zur Zusammensetzung des Inhalts des Kartuschensystems. Es kann im Rahmen der vorliegenden Erfindung vorgesehen sein, dass beim Feststellen des Überschreitens der Haltbarkeit und/oder beim Feststellen eines unerwünschten Inhalts ein Auspressen verhindert wird oder zumindest eine entsprechende Warnmeldung an den Anwender erfolgt. Es kann vorgesehen sein, dass an einer Vorderseite des Aktuators zumindest ein Teller befestigt ist, mit dem zumindest ein Austragskolben des Kartuschensystems in die zumindest eine Kartusche des Kartuschensystems zu drücken ist.
Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass die Auspressvorrichtung zum Auspressen von Kartuschensystemen für dentale Abformmassen geeignet ist, insbesondere von Zweikomponenten-Kartuschen für dentale Abformmassen geeignet ist, wobei bevorzugt das Kartuschensystem ein Volumen zwischen 100 ml und 1000 ml der dentalen Abformmasse bereitstellt, besonders bevorzugt ein Volumen zwischen 250 ml und 600 ml der dentalen Abformmasse bereitstellt, ganz besonders bevorzugt ein Volumen zwischen 300 ml und 500 ml der dentalen Abformmasse bereitstellt.
Hierdurch können mit der Auspressvorrichtung dentale Abformmassen in gewünschten Mengen bereitgestellt werden.
Das Kartuschensystem kann bevorzugt ein Teil der erfindungsgemäßen Auspressvorrichtung sein, insbesondere ein auswechselbarer Teil der erfindungsgemäßen Auspressvorrichtung.
Es kann auch vorgesehen sein, dass die Auspressvorrichtung zumindest zum Auspressen von Kartuschensystemen zumindest für dentale Abformmassen des Typs 1 und/oder des Typs 2 gemäß DIN ISO 4823:2015 geeignet ist.
Hierdurch können mit der Auspressvorrichtung handelsübliche dentale Abformmassen in gewünschten Mengen bereitgestellt werden.
Es kann vorgesehen sein, dass die Auspressvorrichtung ein Lesegerät zum Einlesen einer Kennung eines Gefäßes, insbesondere eines dentalen Abformlöffels aufweist, wobei das Lesegerät mit dem Prozessor verbunden ist und der Prozessor derart programmiert ist, dass in Abhängigkeit von dem mit dem Lesegerät erkannten Gefäß, insbesondere von dem erkannten dentalen Abformlöffel, ein zu dem erkannten Gefäß, insbesondere von dem erkannten dentalen Abformlöffel, passendes Volumen, passender Volumenstrom und/oder passender zeitlicher Verlauf des Volumenstroms auswählbar und durch entsprechende Steuerung des Motors bereitstellbar ist.
Hierdurch wird die Anwendung der Auspressvorrichtung weiter vereinfacht.
Es kann erfindungsgemäß auch vorgesehen sein, dass die Auspressvorrichtung ein Lesegerät zum Einlesen einer Kennung des Gefäßes beziehungsweise des dentalen Abformlöffels aufweist. Dadurch können Fehlbedienungen weiter reduziert werden. Das Lesegerät kann ein Scanner, ein Hologramm-Scanner, ein Strichcode-Scanner, ein QR-Code-Scanner oder ein RFID-Tag Lesegerät sein. Auf jedem Gefäß beziehungsweise jedem Abformlöffel kann hierzu eine maschinenlesbare Beschriftung, ein Hologramm, ein Strichcode, ein QR-Code oder ein RFID-Chip angeordnet sein, mit dem eine eindeutige Zuordnung zu einem bestimmten Volumenstrom, Volumen oder zeitlichen Verlauf des Volumenstroms erlaubt. Ein derartiges Lesegerät kann als Teil einer Eingabeeinrichtung oder auch anstatt der Eingabeeinrichtung oder zusätzlich zu einer Eingabeeinrichtung vorgesehen sein. Wenn sich das Gefäß, beziehungsweise der dentale Abformlöffelt nähert und erfolgreich mit dem Lesegerät erkannt wird, kann bereits das passende Volumen, der passende Volumenstrom oder das passende Programm vorgeschlagen werden, das der Anwender dann nur noch aktivieren oder bestätigen muss.
Die der vorliegenden Erfindung zugrundeliegenden Aufgaben werden zumindest teilweise auch gelöst durch ein Verfahren zum Auspressen eines dentalen Materials, insbesondere einer dentalen Abformmasse, aus einem Kartuschensystem unter Anwendung einer Auspressvorrichtung, gekennzeichnet durch die Schritte
A) Befestigen des Kartuschensystems in der Auspressvorrichtung,
B) Antreiben eines Aktuators der Auspressvorrichtung mit einem Motor, wobei mit dem Aktuator zumindest ein Austragskolben des Kartuschensystems in zumindest einer Kartusche des Kartuschensystems vorgetrieben wird,
C) Auspressen eines dentalen Materials oder von Ausgangskomponenten des dentalen Materials aus dem Kartuschensystem durch das Vortreiben des zumindest einen Austragskolbens in der zumindest einen Kartusche, wobei das dentale Material aus der zumindest einen Kartusche ausgepresst wird oder durch Mischen der Ausgangskomponenten aus der zumindest einen Kartusche hergestellt und ausgepresst wird,
D) Messen des Volumenstroms und/oder des Volumens des mit der Auspressvorrichtung ausgepressten dentalen Materials und Bestimmen des mit der Auspressvorrichtung ausgepressten Volumens des dentalen Materials, und
E) Beenden des Antreibens des Aktuators der Auspressvorrichtung bei Erreichen eines Soll- Volumens des ausgepressten dentalen Materials und/oder Steuern des Volumenstroms des ausgepressten dentalen Materials zum Einstellen eines Soll-Volumenstroms des ausgepressten dentalen Materials oder zum Einstellen eines gewünschten zeitlichen Verlaufs des Volumenstroms des ausgepressten dentalen Materials.
Bevorzugt ist vorgesehen, dass das Verfahren kein Verfahren zur Behandlung eines menschlichen oder tierischen Körpers ist.
Bei dem Soll-Volumen kann ein Offset berücksichtigt werden, um ein Nachfließen des dentalen Materials nach dem Beenden des Antreibens des Aktuators auszugleichen. Zu einem solchen Nachfließen kann es insbesondere bei viskosen und hochviskosen dentalen Materialien kommen, weil sich die Teile des Kartuschensystems und auch der Auspressvorrichtung elastisch verformen können und bei einer Rückstellung dentales Material nachfließt. Bei erfindungsgemäßen Verfahren kann bevorzugt vorgesehen sein, dass das Verfahren mit einer zuvor oder hierin beschriebenen Auspressvorrichtung durchgeführt wird.
Das Verfahren weist dann die mit der Vorrichtung erzielbaren und hierzu zuvor genannten Vorteile auf.
Bei erfindungsgemäßen Verfahren kann auch vorgesehen sein, dass das Soll-Volumen und/oder der Soll-Volumenstrom und/oder der gewünschte zeitliche Verlauf des Volumenstroms durch ein vorheriges Auspressen von dentalem Material mit manuellen Einstellungen und Messung des Volumenstroms und/oder des Volumens bestimmt und definiert wird oder werden, wobei bevorzugt das Soll-Volumen und/oder der Soll- Volumenstrom und/oder der gewünschte zeitliche Verlauf des Volumenstroms in einem elektronischen Speicher abrufbar gespeichert wird oder werden, wobei besonders bevorzugt zusätzlich der zeitliche Ablauf des Auspressvorgangs in dem elektronischen Speicher gespeichert wird.
Damit können auch individuelle Einstellungen und Abläufe mit der Auspressvorrichtung gespeichert und später abgerufen werden.
Ferner kann vorgesehen sein, dass das Soll-Volumen aus einer Mehrzahl von zuvor gespeicherten Soll-Volumen ausgewählt wird, bevorzugt passend zu einer Mehrzahl von Gefäßen zur Aufnahme des dentalen Materials ausgewählt wird.
Es kann auch vorgesehen sein, dass der Soll-Volumenstrom aus einer Mehrzahl von zuvor gespeicherten Soll-Volumenströmen ausgewählt wird, bevorzugt passend zu einer Mehrzahl von Gefäßen zur Aufnahme des dentalen Materials ausgewählt wird.
Ferner kann vorgesehen sein, dass der gewünschte zeitliche Ablauf des Volumenstroms aus einer Mehrzahl von zuvor gespeicherten zeitlichen Abläufen von Volumenströmen ausgewählt wird, bevorzugt passend zu einer Mehrzahl von Gefäßen zur Aufnahme des dentalen Materials ausgewählt wird.
Hierdurch wir die Anwendung des Verfahrens vereinfacht.
Bevorzugt kann vorgesehen sein, dass das mit Hilfe der Messung des Volumenstroms und/oder des Volumens und/oder des zeitlichen Verlaufs des Volumenstroms bestimmte, mit der Auspressvorrichtung ausgepresste Volumen des dentalen Materials von einer bekannten Restmenge des verfügbaren dentalen Materials, das aus dem in der Auspressvorrichtung befestigten Kartuschensystem auspressbar ist, rechnerisch subtrahiert wird und die verbliebene Restmenge auf einer Anzeige angezeigt wird und/oder bei einem nachfolgenden Auspressvorgang dahingehend berücksichtigt wird, dass der Auspressvorgang nur dann gestartet wird, wenn eine ausreichende Restmenge für das auszupressende Volumen des dentalen Materials in dem Kartuschensystem zur Verfügung steht und ansonsten eine Warnung oder eine Aufforderung zum Wechsel des Kartuschensystems angezeigt wird.
Auf diese Weise kann der Anwender unmittelbar erkennen, ob das nächste auszupressende Volumen des dentalen Materials noch mit dem bereits angebrochenen Kartuschensystem auspressbar ist, oder ob ein frisches Kartuschensystem eingelegt werden muss.
Ferner kann auch vorgesehen sein, dass die Auspressvorrichtung einen Scanner zum Einlesen einer Kennung des in der Halterung befestigten Kartuschensystems oder einen Identifikationssensor zum Identifizieren des in der Halterung befestigten Kartuschensystems aufweist, wobei die Kennung des Kartuschensystems von dem Scanner eingelesenen wird oder die Identifikation des Kartuschensystems mit dem Identifikationssensor bestimmt wird und anschließend die Kennung oder die Identifikation zur Identifizierung des Inhalts des Kartuschensystems und/oder des mit dem Kartuschensystem herstellbaren Volumens des dentalen Materials verwendet wird, wobei vorzugsweise die Kennung oder die Identifikation bei dem Auspressvorgang, bei dem Start des Auspressvorgangs und/oder bei einer Berechnung der in dem Kartuschensystem verfügbaren Restmenge berücksichtigt wird.
Hierdurch wird die Anwendung der Auspressvorrichtung weiter vereinfacht und der Komfort für den Anwender erhöht.
Es kann auch vorgesehen sein, dass mit einem Lesegerät der Auspressvorrichtung das zu füllende Gefäß, insbesondere der zu füllende dentale Abformlöffel, erkannt oder identifiziert wird und ein zu dem Volumen des Gefäßes, insbesondere des Abform löffels, passendes Volumen, passender Volumenstrom und/oder passender zeitlicher Verlauf des Volumenstroms des dentalen Materials, insbesondere der dentalen Abformmasse, ausgewählt wird oder vorgeschlagen und über ein Eingabeeinrichtung bestätigt wird.
Hierdurch wird das Verfahren für den Anwender weiter vereinfacht.
Es kann ferner vorgesehen sein, dass die Auspressvorrichtung ein Lesegerät zum Einlesen einer maschinenlesbaren Kennung eines Gefäßes, insbesondere eines dentalen Abformlöffels, aufweist, wobei die Kennung eingelesenen wird und anschließend die Kennung zur Identifizierung des Gefäßes, insbesondere einer Form oder eines Volumens eines Hohlraums des dentalen Abformlöffels als Gefäß, verwendet wird, wobei das Soll-Volumen, der Volumenstrom und/oder der zeitliche Verlauf des Volumenstroms des dentalen Materials in Abhängigkeit von der Kennung des Gefäßes eingestellt oder gesteuert wird.
Hierdurch wird eine Fehlbedienung der Auspressvorrichtung vermieden und die Umsetzung des erfindungsgemäßen Verfahrens weiter vereinfacht.
Die der vorliegenden Erfindung zugrundeliegenden Aufgaben werden zumindest teilweise auch gelöst durch einen dentalen Abformlöffel zur Aufnahme einer dentalen Abformmasse, der dentale Abformlöffel aufweisend ein Griff zum Halten des dentalen Abformlöffels und einen Hohlraum zur Aufnahme der dentalen Abformmasse, wobei der dentale Abformlöffel eine maschinenlesbare Kennung aufweist, wobei die maschinenlesbare Kennung eine Information enthält, aus der die geometrische Form, das Volumen, die Länge und/oder die Breite des Hohlraums ablesbar ist.
Es ist vorgesehen, dass die maschinenlesbare Kennung an einer nach außen gerichteten Oberfläche des dentalen Abformlöffels angeordnet ist, bevorzugt an einer dem Griff gegenüberliegenden Seite der Oberfläche des Abformlöffels angeordnet ist.
Dabei kann vorgesehen sein, dass die maschinenlesbare Kennung ein Hologramm, ein Strichcode, ein QR-Code, eine maschinenlesbare Beschriftung, ein graphischer Aufdruck, ein maschinenlesbarer Aufkleber oder ein RFID-Chip ist, bevorzugt ein Hologramm, ein Strichcode, ein QR-Code, oder ein RFID-Chip ist.
Ferner kann vorgesehen sein, dass die maschinenlesbare Kennung eine Information enthält, aus der die geometrische Form, das Volumen, die Länge und/oder die Breite des Hohlraums ablesbar ist.
Hierdurch ist eine eindeutige Zuordnung möglich und eine automatisierte Verwendung der Abformlöffel kann umgesetzt werden.
Erfindungsgemäß kann auch Mehrzahl von dentalen Abformlöffeln vorgesehen sein, bei der jeder dentale Abform löffel eine unterschiedliche maschinenlesbare Kennung aufweist, die eine Erkennung der Form und/oder dem Volumen des Hohlraums erlaubt.
Die der vorliegenden Erfindung zugrundeliegenden Aufgaben werden zumindest teilweise auch gelöst durch ein System zum Aufnahmen eines Abdrucks mit einer dentalen Abformmasse aufweisend eine zuvor beschriebene Auspressvorrichtung mit einem Lesegerät zum Einlesen einer Kennung eines Gefäßes, insbesondere eines dentalen Abformlöffels und aufweisend wenigstens einen zuvor beschriebenen dentalen Abformlöffel oder die zuvor beschriebene Mehrzahl von dentalen Abformlöffeln.
Der Erfindung liegt die überraschende Erkenntnis zugrunde, dass es durch die Verwendung einer Volumenstrommesseinrichtung, die mit einem Prozessor zur Bestimmung des aus dem Kartuschensystem auspressten Volumens oder Volumenstroms gelingt, die Anwendung der Auspressvorrichtung für den Anwender dahingehend zu vereinfachen, dass eine automatisierte und standardisierte Befüllung von Gefäßen wie dentalen Abformlöffeln möglich ist und auch die Möglichkeit besteht, eine Restmenge des noch auspressbaren dentalen Materials anzuzeigen, so dass die Anwendung der Auspressvorrichtung weniger Konzentration und Geschick erfordert und der Anwender auf einen Blick erkennen kann, ob noch eine ausreichende Menge des dentalen Materials mit dem eingesetzten Kartuschensystem auspressbar ist. Durch diese Maßnahmen wird die Bedienungsfreundlichkeit der Auspressvorrichtung verbessert. Gleichzeitig wird eine unnötigen Verschwendung des dentalen Materials durch überschüssiges Einfüllen oder durch wiederholtes Einfüllen des dentalen Materials aufgrund von Fehlbedienungen verhindert.
Die Fördermenge pro Knopfdruck beziehungsweise pro Bedienung kann erfindungsgemäß über ein Steuerprogramm im Prozessor oder auch in der Motorsteuerung der Auspressvorrichtung erfolgen, das den Vorschub des Aktuators und damit die Bewegung der Austragskolben (oder des zumindest einen Austragskolbens) in den Kartuschen (oder in der Kartusche) des Kartuschensystems pro Arbeitsgang und damit die Fördermenge des ausgepressten dentalen Materials festlegt. Der Anwender drückt beispielsweise eine Programmtaste „1“ und es werden zum Beinspiel 55 ml dentale Abformmasse in den dentalen Abformlöffel gefördert. Die Fördermenge ist dabei vorzugsweise schon auf den verwendeten und ausgewählten dentalen Abformlöffel abgestimmt. Der dentale Abformlöffel hat beispielsweise auch eine Markierung mit der Nummer „1“ oder eine geeignete Zeichenfolge für die genaue und schnelle Zuordnung. Das Löffelsortiment ist nummeriert und zu jeder Nummer gibt es jeweilige auf den Löffelinhalt abgestimmte Förderprogramme in der Auspressvorrichtung.
Anstelle einer Markierung mit einer Nummer oder einer Zeichenfolge kann auch eine Kennung mit einem Hologramm, einem QR-Code, einem Strichcode oder einem auslesbaren RFID-Chip vorgesehen sein, der mit einem Lesegerät der Auspressvorrichtung abgelesen beziehungsweise ausgelesen wird, und die Zuordnung des Volumens der dentalen Abformmasse dementsprechend erfolgt.
Bei einer bevorzugten Weiterbildung merkt sich beziehungsweise speichert die Auspressvorrichtung die Abgabemenge, summiert diese und berechnet die verfügbare Restmenge an dentalem Material. Bei der Restentleerung kann beispielsweise ein Abformlöffel vorgeschlagen werden, der mit der verbliebenen Restmenge des dentalen Materials in dem Kartuschensystem noch befüllt werden kann.
Bevorzugt kann zumindest eine weitere Taste vom Anwender frei programmierbar belegt werden. Hier kann mit einem Programm die Menge (das Volumen) und/oder die Dauer und/oder der zeitliche Verlauf der Förderung individuell eingestellt und festgelegt werden. Somit können auch dentale Abformlöffel außerhalb des eigenen nummerierten Sortiments programmiert werden.
Vorteilhaft ist an der erfindungsgemäßen Lösung, dass auch bei ungeübten Anwendern die dentalen Abformlöffel auf Idealmaß befüllt werden können.
Zudem wird weniger Ausschuss des dentalen Materials erzeugt. Ferner wird erfindungsgemäß eine bessere Restmengenverwertung beim Befüllen des letzten dentalen Abformlöffels durch Mengenanzeige und programmseitiger Auswahl eines passenden dentalen Abformlöffels als Gefäß zur Aufnahme des dentalen Materials ermöglicht.
Im Folgenden werden weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand von zwei schematisch dargestellten Figuren erläutert, ohne jedoch dabei die Erfindung zu beschränken. Dabei zeigt:
Figur 1 : eine schematische Querschnittansicht einer erfindungsgemäßen Auspressvorrichtung, in der ein Kartuschensystem befestigt ist, mit einem Gefäß zur Aufnahme eines dentalen Materials; und
Figur 2: eine schematische perspektivische Ansicht auf eine andere erfindungsgemäße Auspressvorrichtung mit transparentem Deckel (gestrichelt), in der ein Kartuschensystem enthaltend die Ausgangskomponenten für eine dentale Abformmasse eingesetzt und befestigt ist.
Figur 1 zeigt (in Figur 1 oben) eine schematische Querschnittansicht einer erfindungsgemäßen Auspressvorrichtung in die ein Kartuschensystem 1 eingesetzt sein kann. Das Kartuschensystem 1 kann eine oder mehrere Kartuschen 2 aufweisen. Jede Kartusche 2 weist einen Austragskolben 3 auf mit dem eine Ausgangskomponente 4 zur Herstellung eines dentalen Materials aus der Kartusche 2 ausgetrieben werden kann. Das Kartuschensystem 1 kann Ausgangskomponenten 4 eines dentalen Materials, insbesondere einer dentalen Abformmasse, enthalten, die mit der Auspressvorrichtung mischbar sind, so dass das dentale Material, insbesondere die dentale Abformasse, entsteht. Die Kartuschen 2 können in der Bildebene der Figur 1 hintereinanderliegend angeordnet sein, so dass in Figur 1 nur eine von zwei Kartuschen 2 zu sehen ist und die andere von der geschnitten dargestellten Kartusche 2 verdeckt ist. Die Kartuschen 2 sind dann parallel zueinander angeordnet, analog zu der parallelen Anordnung nach Figur 2. Es ist aber auch möglich, dass das Kartuschensystem 1 nur eine Kartusche 2 aufweist, wobei die Ausgangskomponente 4 dann das dentale Material selbst ist. Das Kartuschensystem 1 kann mit einer Halterung 6 der Auspressvorrichtung in der Auspressvorrichtung in einer gewünschten Position und Ausrichtung der Kartusche(n) 2 befestigt werden.
Die Auspressvorrichtung weist einen Motor 5 auf, mit dem die in der Auspressvorrichtung bewegliche gelagerten Teile zum Auspressen der Ausgangskomponenten 4 angetrieben werden können. Die Auspressvorrichtung weist eine Motorsteuerung 7 auf, mit der der Motor 5 steuerbar ist. Hierzu ist die Motorsteuerung 7 mit dem Motor 5 verbunden, beispielsweise über ein Kabel und eine Schnittstelle.
Die Auspressvorrichtung weist einen Aktuator 8 auf, der als Schubstange ausgebildet sein kann. Der Aktuator 8 kann auch durch zwei parallel zueinander angeordnete Schubstangen realisiert werden, um damit den Inhalt zweier parallel zueinander angeordneter Kartuschen 2 auspressen zu können. Der Aktuator 8 kann über den Motor 5 anzutreiben sein. Der Motor 5 kann bei einer bevorzugten Ausführung als Elektromotor, insbesondere als Schrittmotor, ausgeführt sein. Der Motor 5 kann über eine Kupplung und über ein Getriebe mit dem Aktuator 8 verbunden sein. Zudem kann auch eine Antriebswelle vorgesehen sein. Der Aktuator 8 kann mit dem Motor 5 in einer axialen Richtung linear anzutreiben sein, so dass mit dem Aktuator 8 der oder die Austragskolben 3 in der oder den Kartusche(n) 2 anzutreiben ist. Der Motor 5 kann beispielsweise zumindest ein Zahnrad (nicht gezeigt) antrieben, wobei der Aktuator 8 dann vorzugsweise zumindest eine Zahnstange aufweisen kann oder als zumindest eine Zahnstange ausgeführt sein kann, so dass durch Drehen des zumindest einen Zahnrads die zumindest eine Zahnstange und damit der Aktuator 8 in axialer Richtung linear angetrieben wird. Andere Möglichkeiten zum Vortreiben des Aktuators 8 mit Hilfe des Motors 5 sind grundsätzlich bekannt und ebenfalls einsetzbar. Zur Energieversorgung des Motors 5 kann in der Auspressvorrichtung ein Energiespeicher in Form von mehreren Akkumulatoren oder Batteriezellen enthalten sein oder die Auspressvorrichtung kann einen Netzanschluss zur Stromversorgung aufweisen (nicht gezeigt). Theoretisch kann auch eine Druckgaspatrone als Energiespeicher verwendet werden oder ein Druckgasanschluss vorhanden sein, wenn als Motor 5 ein Druckluftmotor verwendet wird.
Die Auspressvorrichtung kann eine Volumenstrommesseinrichtung mit einem Sensor 9 und/oder einem Sensor 11 und einem Prozessor 10 aufweisen, wobei der Sensor 9 und/oder der Sensor 11 über eine Verbindung 12, wie beispielsweise eine Leitung, mit dem Prozessor 10 verbunden sein kann. Der Prozessor 10 ist vorzugsweise zur Auswertung der Mess-Signale des Sensors 9 und/oder des Sensors 11 programmiert beziehungsweise ausgebildet. Der Sensor 9 kann im Bereich einer Austragsöffnung 28 der Auspressvorrichtung angeordnet sein, durch die das dentale Material (gegebenenfalls nach Mischung der Ausgangskomponenten 4) aus der Auspressvorrichtung ausgetragen wird. Der Sensor 11 kann ein Sensor zur Bestimmung der Position und der Veränderung der Position des Aktuators 8 sein, der die Position des Aktuators 8 bestimmt, wobei mit dem Prozessor 10 daraus das Volumen, der Volumenstrom und/oder die zeitliche Änderung des Volumenstroms des dentalen Materials berechnet wird.
Alternativ oder zusätzlich kann auch ein Schrittzähler des Motors 5 als Sensor der Volumenstrommesseinrichtung verwendet werden.
An einer Oberseite der Auspressvorrichtung kann eine Eingabeeinrichtung 14 in Form eines Bedienfelds vorgesehen sein. Die Eingabeeinrichtung 14 kann mehrere Schalter, Knöpfe und/oder Tasten 16 sowie eine Anzeige 18 aufweisen. Die Anzeige 18 kann ein reines Display sein aber auch als Touchscreen ausgeführt sein. Die Eingabeeinrichtung 14 kann mit der Anzeige 18 mit dem Prozessor 10 verbunden sein. Auf diese Weise können die Eingaben an der Eingabeeinrichtung 14 unmittelbar vom Prozessor 10 verarbeitet werden. Ebenso können Informationen an den Anwender von dem Prozessor 10 auf der Anzeige 18 dargestellt werden. Insbesondere kann die Auspressvorrichtung ein Restzeitberechnungsmodul 19 aufweisen, dass als Teil des Prozessors 10 ausgeführt sein kann. Das Restzeitberechnungsmodul 19 kann dazu programmiert sein beziehungsweise kann eine Programmstruktur des Prozessors 10 sein, um beziehungsweise mit einem über die Volumenstrommesseinrichtung bestimmten Volumen des bereits ausgepressten dentalen Materials und einer bekannten Füllmenge des ungebrauchten Kartuschensystems 1 eine noch vorhandene Restmenge des mit dem in Gebrauch befindlichen Kartuschensystems 1 zu berechnen. Dabei kann das Restmengenberechnungsmodul 19 das Ergebnis dieser Berechnung auf der Anzeige 18 darstellen und so den Anwender über die noch verfügbare Menge des dentalen Materials in der Auspressvorrichtung und dem im Moment in der Auspressvorrichtung enthaltenen Kartuschensystems 1 informieren. Es kann auch vorgesehen sein, dass eine Warnmeldung erscheint, wenn ein Gefäß (wie ein dentaler Abformlöffel) mit einem zu großen Volumen für die vorhandene Restmenge ausgewählt wird und/oder ein Gefäß vorgeschlagen werden, dass zur noch vorhandenen Restmenge passt.
Bevorzugt kann der Prozessor 10 einen elektronischen Speicher 21 aufweisen oder mit einem elektronischen Speicher 21 verbunden sein. In dem elektronischen Speicher 21 können vorprogrammierte Auspressvorgänge programmiert sein. Diese vorprogrammierten Auspressvorgänge können bestimmten Gefäßgrößen (beispielsweise von Abformlöffeln für dentale Abformmassen) zugeordnet sein, wobei einzelnen vorprogrammierten Auspressvorgängen einzelne Tasten 16 der Eingabeeinrichtung 14 zugeordnet sein können. Der Anwender kann dann über eine der Tasten 16 einen bestimmten, zu einem bestimmten Gefäß passenden Auspressvorgang, insbesondere eine passendes Volumen, auswählen und die Auspressvorrichtung kann anschließend den gewünschten Auspressvorgang durch eine geeignete Steuerung des Motors 5 durchführen. Der Auspressvorgang kann dabei mit dem Sensor 9, dem Sensor 11 und/oder der Volumenstrommesseinrichtung überwacht, gesteuert und/oder geregelt werden.
Es kann auch vorgesehen sein, dass die Eingabeeinrichtung 14 mit der Anzeige 18 unmittelbar mit der Motorsteuerung 7 verbunden ist.
Die Auspressvorrichtung kann ein Gehäuse 20 mit einem schließbaren Deckel 22 aufweisen. Der Deckel 22 kann über ein Scharnier 24 geöffnet werden und durch Anlegen der dem Scharnier 24 gegenüberliegenden Seite des Deckels 22 an einem Anschlag 26 geschlossen werden. Das Gehäuse 20 kann auch einem Kunststoff bestehen und/oder zumindest teilweise transparent sein, um dem Anwender zu ermöglichen mittels visueller Prüfung festzustellen, ob ein Kartuschensystem 1 eingesetzt ist. Das Gehäuse 20 dient der sicheren Lagerung des Kartuschensystems 1 während dem Auspressvorgang. Wenn der Deckel 22 geöffnet ist, kann das Kartuschensystem 1 ausgetauscht werden und dabei ein neues Kartuschensystem in der Auspressvorrichtung mittels der Halterung 6 befestigt werden.
Die Auspressvorrichtung kann einen Standfuß (in Figur 1 die flache Unterseite des Gehäuses 20) zum Aufstellen der Auspressvorrichtung aufweisen. Alternativ kann an einer Seite der Auspressvorrichtung ein Griff (nicht gezeigt) zum manuellen Halten der Auspressvorrichtung angeordnet sein. Die Auspressvorrichtung kann dadurch nach Art einer Kartuschenpistole aufgebaut werden. Der Anwender kann die Auspressvorrichtung mit einer Hand an dem Griff halten. Am Griff kann zumindest ein weiterer Knopf oder Schalter oder Abzug als Bedieneinrichtung der Auspressvorrichtung angeordnet sein. Bevorzugt ist die Auspressvorrichtung jedoch ein Standgerät mit einer Eingabeeinrichtung 14 auf der Oberseite der Auspressvorrichtung, so wie in Figur 1 dargestellt.
An der Spitze des Aktuators 8 (in Figur 1 am linken Ende des Aktuators 8) kann ein Teller (nicht gezeigt) vorgesehen sein, wobei mit einer Seite des Tellers ein Druck auf den Austragskolben 3 des Kartuschensystems 1 ausgeübt werden kann, um die Ausgangskomponente 4 aus der Kartusche 2 des Kartuschensystems 1 auszupressen und gegebenenfalls nach Mischung als dentales Material zu applizieren.
Der Aktuator 8 kann gegen die Halterung 6 und das Gehäuse 20 in axialer Richtung verschiebbar sein, so dass durch eine Bewegung des Aktuators 8 eine Kraft auf ein mit der Halterung 6 befestigtes Kartuschensystem 1 ausgeübt werden kann.
An der Vorderseite der Auspressvorrichtung (in Figur 1 links) kann ein Austragsrohr mit integriertem statischem oder auch aktivem Mischer angeordnet sein, das in der Austragsöffnung 28 mündet. Der Inhalt der Kartusche(n) 2 kann mit dem Mischer beim Austreiben des Inhaltes der Kartusche(n) 2 durchmischt werden.
Die Kartuschen 2 können über eine Leitung 30 in Form eines Rohrs miteinander und mit dem Austragsrohr verbunden sein. Das Austragsrohr und die Leitung 30 bilden dann ein T-Stück, das die beiden Kartuschen 2 und die Austragsöffnung 28 miteinander verbindet.
Durch Vortreiben des Austragskolbens 3 oder der Austragskolben 3 kann der Inhalt der Kartusche(n) 2 durch das Austragsrohr und die Austragsöffnung 28 ausgepresst werden. Der Austragskolben 2 kann oder die Austragskolben 2 können mit dem Aktuator 8 der Auspressvorrichtung angetrieben werden, wenn das Kartuschensystem 1 in der Auspressvorrichtung verbunden ist.
Der Motor 5 kann über eine Strebe 32 mit dem Gehäuse 20 verbunden sein. Die Auspressvorrichtung kann einen Scanner oder einen Identifikationssensor 34 aufweisen, mit dem das eingesetzte Kartuschensystem 1 ausgelesen, identifiziert oder bestimmt werden kann. Der Scanner oder Identifikationssensor 34 kann hierzu mit dem Prozessor 10 verbunden sein. Über den Scanner oder Identifikationssensor 34 kann die Restmenge an Inhalt für das Restmengenberechnungsmodul 19 bestimmt werden. Auch kann die Haltbarkeit des Inhalts oder die Zusammensetzung des Inhalts des Kartuschensystems 1 bestimmt und gegebenenfalls ausgewertet oder für andere Maßnahmen genutzt werden.
An der Vorderseite der Auspressvorrichtung kann ein Lesegerät 38 angeordnet sein, beispielsweise in Form eines Scanners (beispielsweise ein Hologramm-Scanner, ein QR- Code-Scanner oder ein Strichcode-Scanner) oder in Form eines RFID-Lesegeräts. Mit dem Lesegerät 38 kann eine Kennung (beispielsweise ein Hologramm, ein QR-Code, ein Strichcode oder ein RFID-Chip) an einem Gefäß 40, wie einem dentalen Abformlöffel 40, gelesen oder ausgelesen werden. Die Information kann an den Prozessor 10 analog einer Eingabe weitergeleitet werden. Der Prozessor kann dann ein gewünschtes und zu dem Gefäß 40 passendes Programm aus dem elektronischen Speicher 21 auswählen, wie beispielsweise ein bestimmtes Volumen, ein bestimmter Volumenstrom und/oder ein bestimmter zeitlicher Verlauf eines Volumenstroms. Der Motor 5 wird dann mit der Motorsteuerung 7 entsprechend dem Programm gesteuert.
Ein erfindungsgemäßes Verfahren kann beispielsweise folgendermaßen ablaufen:
Zunächst wird ein Kartuschensystem 1 mit zwei parallel zueinander liegenden Kartuschen 2 in der Auspressvorrichtung mit Hilfe der Halterung 6 befestigt. Anschließend kann der Deckel 22 geschlossen werden. Mit Hilfe des Scanners beziehungsweise der Identifikationseinrichtung 34 kann eine Kennung an dem Kartuschensystem 1 (beispielsweise ein Hologramm, ein Strichcode, ein QR-Code gescannt oder ein RFID-Chip ausgelesen) gelesen und in dem Prozessor 10 beziehungsweise in dem Speicher 21 des Prozessors 10 gespeichert werden. Auf diese Weise hat die Auspressvorrichtung eine Information zum Inhalt des Kartuschensystems 1.
Anschließend kann über die Eingabeeinrichtung 14 ein bestimmtes, zu einem bestimmten Gefäß 40 beziehungsweise dentale Abformlöffel 40 passendes Volumen ausgewählt werden. Alternativ oder zusätzlich kann mit dem Lesegerät 38 das zu füllende Gefäß 40, insbesondere der zu füllende dentale Abformlöffel 40, erkannt werden und ein dazu passendes Programm ausgewählt oder vorgeschlagen und über die Eingabeeinrichtung 14 bestätigt werden. Mit dem Prozessor 10 wird die Motorsteuerung 7 entsprechend dem ausgewählten Volumen angesteuert und dadurch der Motor 5 angetrieben.
Mit dem Motor 5 erfolgt ein Antreiben des Aktuators 8 der Auspressvorrichtung, wobei mit dem Aktuator 8 zumindest ein Austragskolben 3 beziehungsweise die Austragskolben 3 des Kartuschensystems 1 in der zumindest einen Kartusche 2 des Kartuschensystems 1 vorgetrieben wird.
Dadurch wird Material aus dem Kartuschensystem 1 ausgepresst durch das Vortreiben des beziehungsweise der Austragskolben(s) 3 in der beziehungsweise den Kartusche(n) 2. Der Inhalt der Kartuschen 2 wird durch den Druck auf die Austragskolben 3 in dem statischen Mischer im Austragsrohr gemischt und dabei das dentale Material, wie zum Beispiel eine dentale Abformmasse hergestellt. Das dentale Material wird aus den Kartuschen 2 und aus der Austragsöffnung 28 ausgepresst und kann in das Gefäß, insbesondere den Abformlöffel, gefüllt werden.
Die Menge des ausgetriebenen Volumens und der Volumenstrom des dentalen Materials wird mit der Volumenstrommesseinrichtung kontrolliert und mit Hilfe des Prozessors 10 berechnet. Dabei wird das mit der Auspressvorrichtung ausgepresste Volumen des dentalen Materials bestimmt. Die Steuerung mit Hilfe des Prozessors 10 beendet das Antreiben des Motors 5 und damit der des Aktuators 8 der Auspressvorrichtung bei Erreichen eines Soll-Volumens des ausgepressten dentalen Materials. Zusätzlich kann ein Steuern des Volumenstroms des ausgepressten dentalen Materials zum Einstellen eines Soll-Volumenstroms erfolgen.
Zusätzlich zu den in dem Speicher 21 hinterlegten Volumen und Volumenströmen kann auch ein individuell bestimmtes Volumen und ein individuell definierter Volumenstrom und zeitlicher Ablauf eines Volumenstroms gespeichert werden. Hierzu kann über die Eingabeeinrichtung 14 eingegeben werden, dass das nachfolgende Volumen oder der nachfolgende Volumenstrom oder der nachfolgende zeitliche Volumenstromverlauf mit einer vorher ausgewählten Zuordnung (beispielsweise einer bestimmte Taste 16) verknüpft werden soll. Anschließend wird manuell ein Volumen oder Volumenstrom oder zeitlicher Volumenstromverlauf des dentalen Materials aus dem Kartuschensystem 1 (beispielsweise durch Drücken einer bestimmten Taste 16) ausgepresst und das Volumen und/oder der Volumenstrom und/oder der zeitliche Volumenstromverlauf mit der Volumenstrommesseinrichtung bestimmt. Beim Beenden des Auspressvorgangs kann die ausgepresste Menge (Volumen) des dentalen Materials in dem Speicher 21 gespeichert werden und später wieder abgerufen und automatisch ausgepresst werden. Ebenso kann ein bestimmtes zeitliches Volumenstrom-Profil erzeugt, gespeichert und später ausgewählt, abgerufen und reproduziert werden.
Auch kann eine Restmengenanzeige mit Hilfe des Restmengenberechnungsmoduls 19 erfolgen.
Mit der Auspressvorrichtung kann ein Gefäß 40, insbesondere ein dentaler Abform löffel 40 als Gefäß, befüllt werden. Eine erfindungsgemäße Form eines dentalen Abformlöffels 40 ist in Figur 1 unten gezeigt. Der dentale Abformlöffel 40 kann einen Griff 42 zum manuellen Halten und Bedienen des dentalen Abformlöffels 40 aufweisen und einen Hohlraum 44 zur Aufnahme der dentalen Abformmasse beziehungsweise des dentalen Materials, das mit einer erfindungsgemäßen Auspressvorrichtung, wie beispielsweise der in Figur 1 oder der in Figur 2 gezeigten Auspressvorrichtung, ausgepresst wurde. Bei dem erfindungsgemäßen dentalen Abformlöffel 40 ist eine maschinenlesbare Kennung 46 an einer Oberfläche des dentalen Abformlöffels 40 angeordnet. Die maschinenlesbare Kennung 46 kann über das Lesegerät 38 eingelesen werden und dadurch die Auspressvorrichtung die Information über das geeignete Volumen, den geeigneten Volumenstrom und/oder den geeigneten zeitlichen Ablauf des Volumenstroms erhalten und entsprechend dieser Information mit dem Prozessor passend zum erkannten dentalen Abformlöffel 40 umsetzen. Der dentale Abformlöffel 40 wird dann auf Knopfdruck oder automatisch und passend zu der maschinenlesbaren Kennung 46 befüllt.
Figur 2 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht auf eine andere erfindungsgemäße Auspressvorrichtung mit transparentem Deckel 72 (in Figur 2 gestrichelt und transparent dargestellt), in der ein Kartuschensystem 51 enthaltend die Ausgangskomponenten für eine dentale Abformmasse eingesetzt und befestigt ist.
Das Kartuschensystem 51 weist zwei parallel zueinander angeordnete Kartuschen 52, 54 auf. Jede Kartusche 52, 54 weist einen Austragskolben 53, 58 auf mit Ausgangskomponenten (nicht zu sehen) zur Herstellung eines dentalen Materials aus dem Inneren der Kartuschen 52, 54 ausgetrieben werden können. Das Kartuschensystem 51 enthält zwei Ausgangskomponenten eines dentalen Materials, insbesondere einer dentalen Abformmasse, die mit der Auspressvorrichtung aus den Kartuschen 52, 54 auspressbar und in der Auspressvorrichtung mischbar sind, so dass das dentale Material, insbesondere die dentale Abformasse, entsteht. Das Kartuschensystem 51 kann mit einer Halterung 56 der Auspressvorrichtung in der Auspressvorrichtung in einer gewünschten Position und Ausrichtung der Kartuschen 52, 54 befestigt werden.
Die Auspressvorrichtung weist einen Motor 55 auf, mit dem die in der Auspressvorrichtung bewegliche gelagerten Teile zum Auspressen der Ausgangskomponenten angetrieben werden können. Die wesentliche Teile des Motors 55 sind in Figur 2 verdeckt und daher nicht zu sehen, da der Motor 55 sich innerhalb der Auspressvorrichtung befindet. Die Auspressvorrichtung weist eine Motorsteuerung 57 auf, mit der der Motor 55 steuerbar ist. Hierzu kann die Motorsteuerung 57 mit dem Motor 55 verbunden sein, beispielsweise über ein Kabel und eine Schnittstelle. Die Motorsteuerung 57 ist vorzugsweise gekapselt und befindet sich bevorzugt innerhalb der Auspressvorrichtung.
Die Auspressvorrichtung weist einen Aktuator auf (in Figur 2 nicht zu sehen aber analog Figur 1), der als Schubstangenpaar ausgebildet sein kann. Der Aktuator kann durch zwei parallel zueinander angeordnete Schubstangen realisiert werden, um damit den Inhalt der parallel zueinander angeordneten Kartuschen 52, 54 auspressen. Der Aktuator kann über den Motor 55 anzutreiben sein. Der Motor 55 kann bei einer bevorzugten Ausführung als Elektromotor, insbesondere als Schrittmotor, ausgeführt sein. Der Motor 55 kann über eine Kupplung und über ein Getriebe mit dem Aktuator verbunden sein. Zudem kann auch eine Antriebswelle vorgesehen sein. Der Aktuator kann mit dem Motor 55 in einer axialen Richtung des Aktuators linear anzutreiben sein, so dass mit dem Aktuator die Austragskolben 53, 58 in den Kartuschen 52, 54 anzutreiben ist. Zur Energieversorgung des Motors 55 kann in der Auspressvorrichtung ein Energiespeicher in Form von mehreren Akkumulatoren oder Batteriezellen enthalten sein oder die Auspressvorrichtung kann einen Netzanschluss zur Stromversorgung aufweisen (nicht gezeigt). Theoretisch kann auch eine Druckgaspatrone als Energiespeicher verwendet werden oder ein Druckgasanschluss vorhanden sein, wenn als Motor 55 ein Druckluftmotor verwendet wird.
Die Auspressvorrichtung kann eine Volumenstrommesseinrichtung mit einem Sensor 59 und/oder einem Sensor 61 und einem Prozessor aufweisen, wobei der Sensor 59 und/oder der Sensor 61 über eine Verbindung, wie beispielsweise eine Leitung, mit dem Prozessor verbunden sein kann. Genaugenommen ist der Prozessor innerhalb der Auspressvorrichtung angeordnet und kann beispielsweise unter dem Gehäuseteil 60 links neben einer Anzeige 68 angeordnet sein. Der Prozessor ist vorzugsweise zur Auswertung der Mess-Signale des Sensors 59 und/oder des Sensors 61 programmiert beziehungsweise ausgebildet. Der Sensor 59 kann im Bereich einer Austragsöffnung 78 der Auspressvorrichtung angeordnet sein, durch die das dentale Material (gegebenenfalls nach Mischung der Ausgangskomponenten) aus der Auspressvorrichtung ausgetragen wird. Der Sensor 61 kann ein Sensor zur Bestimmung der Position und der Veränderung der Position des Aktuators oder zumindest eines der Austragskolben 53, 58 des Kartuschensystems 52 sein, der die Position des Aktuators beziehungsweise der Austragskolben 53, 58 bestimmt, wobei mit dem Prozessor daraus das Volumen, der Volumenstrom und/oder die zeitliche Änderung des Volumenstroms des dentalen Materials berechnet wird.
Alternativ oder zusätzlich kann auch ein Schrittzähler des Motors 55 als Sensor der Volumenstrommesseinrichtung verwendet werden.
An einer Oberseite der Auspressvorrichtung kann eine Eingabeeinrichtung 64 in Form eines Bedienfelds vorgesehen sein. Die Eingabeeinrichtung 64 kann mehrere Schalter, Knöpfe und/oder Tasten 66 sowie die Anzeige 88 aufweisen. Die Anzeige 68 kann ein reines Display sein aber theoretisch auch als Touchscreen ausgeführt sein.
Die Eingabeeinrichtung 64 kann mit der Anzeige 68 mit dem Prozessor verbunden sein. Auf diese Weise können die Eingaben an der Eingabeeinrichtung 64 unmittelbar vom Prozessor verarbeitet werden. Ebenso können Informationen an den Anwender von dem Prozessor auf der Anzeige 68 dargestellt werden. Insbesondere kann die Auspressvorrichtung ein Restzeitberechnungsmodul aufweisen, dass als Teil des Prozessors ausgeführt sein kann. Das Restzeitberechnungsmodul kann dazu programmiert sein beziehungsweise kann eine Programmstruktur des Prozessors sein, um beziehungsweise mit einem über die Volumenstrommesseinrichtung bestimmten Volumen des bereits ausgepressten dentalen Materials und einer bekannten Füllmenge des ungebrauchten Kartuschensystems 51 eine noch vorhandene Restmenge des mit dem in Gebrauch befindlichen Kartuschensystems 51 zu berechnen. Dabei kann das Restmengenberechnungsmodul das Ergebnis dieser Berechnung auf der Anzeige 68 - beispielsweise als schrumpfender Balken und/oder mit von Grün nach Rot wechselnder Farbgebung - darstellen und so den Anwender über die noch verfügbare Menge des dentalen Materials in der Auspressvorrichtung und dem im Moment in der Auspressvorrichtung enthaltenen Kartuschensystems 51 informieren. Es kann auch vorgesehen sein, dass eine Warnmeldung erscheint, wenn ein Gefäß (wie ein dentaler Abformlöffel) mit einem zu großen Volumen für die vorhandene Restmenge ausgewählt wird und/oder ein Gefäß vorgeschlagen werden, dass zur noch vorhandenen Restmenge passt.
Bevorzugt kann der Prozessor einen elektronischen Speicher aufweisen oder mit einem elektronischen Speicher verbunden sein. In dem elektronischen Speicher können vorprogrammierte Auspressvorgänge programmiert sein. Diese vorprogrammierten Auspressvorgänge können bestimmten Gefäßgrößen (beispielsweise von Abformlöffeln für dentale Abformmassen) zugeordnet sein, wobei einzelnen vorprogrammierten Auspressvorgängen einzelne Tasten 66 der Eingabeeinrichtung 64 zugeordnet sein können. Der Anwender kann dann über eine der Tasten 66 einen bestimmten, zu einem bestimmten Gefäß passenden Auspressvorgang, insbesondere eine passendes Volumen, auswählen und die Auspressvorrichtung kann anschließend den gewünschten Auspressvorgang durch eine geeignete Steuerung des Motors 55 durchführen. Der Auspressvorgang kann dabei mit dem Sensor 59 und/oder der Volumenstrommesseinrichtung überwacht, gesteuert und/oder geregelt werden.
Die Auspressvorrichtung kann ein Gehäuse 70 mit einem schließbaren transparenten Deckel 72 aufweisen. Der Deckel 72 kann über Scharniere (nicht gezeigt) an einem Deckel-Griff 74 geöffnet werden und geschlossen werden. Das Gehäuse 70 kann auch einem Kunststoff bestehen und zumindest im Bereich des Deckels 72 teilweise transparent sein, um dem Anwender zu ermöglichen mittels visueller Prüfung festzustellen, ob ein Kartuschensystem 51 eingesetzt ist oder nicht. Das Gehäuse 70 dient der sicheren Lagerung des Kartuschensystems 51 während dem Auspressvorgang. Wenn der Deckel 72 geöffnet ist, kann das Kartuschensystem 51 ausgetauscht werden und dabei ein neues Kartuschensystem in der Auspressvorrichtung mittels der Halterung 56 befestigt werden. Die Auspressvorrichtung kann einen Standfuß 76 zum Aufstellen der Auspressvorrichtung aufweisen. Theoretisch kann an einer Seite der Auspressvorrichtung auch ein Griff (nicht gezeigt) zum manuellen Halten der Auspressvorrichtung angeordnet sein. Bevorzugt ist die Auspressvorrichtung jedoch ein Standgerät mit einer Eingabeeinrichtung 64 auf der dem Standfuß 76 gegenüberliegenden Oberseite der Auspressvorrichtung, so wie in Figur 2 dargestellt.
An der Spitze des Aktuators kann ein Teller (nicht gezeigt) vorgesehen sein, wobei mit einer Seite des Tellers ein Druck auf die Austragskolben 53, 58 des Kartuschensystems 1 ausgeübt werden kann, um die Ausgangskomponente aus den Kartusche 52, 54 des Kartuschensystems 51 auszupressen und nach Mischung als dentales Material zu applizieren.
Der Aktuator kann gegen die Halterung 56 und das Gehäuse 70 in axialer Richtung verschiebbar sein, so dass durch eine Bewegung des Aktuators eine Kraft auf ein mit der Halterung 56 befestigtes Kartuschensystem 51 ausgeübt werden kann.
An der Vorderseite der Auspressvorrichtung (in Figur 2 vorne) kann ein Austragsrohr mit integriertem statischem oder auch aktivem Mischer angeordnet sein, das in einer Austragsöffnung 78 mündet. Der Inhalt der Kartuschen 52, 54 kann mit dem Mischer beim Austreiben des Inhaltes der Kartuschen 52, 54 durchmischt werden.
Die Kartuschen 52, 54 können über Leitungen 80 in Form von Rohren miteinander und mit dem Austragsrohr verbunden sein. Das Austragsrohr und die Leitungen 80 bilden dann ein Rohrsystem, das die beiden Kartuschen 52, 54 und die Austragsöffnung 78 miteinander verbindet.
Die Auspressvorrichtung kann einen Scanner oder einen Identifikationssensor (nicht gezeigt) aufweisen, mit dem das eingesetzte Kartuschensystem 51 ausgelesen, identifiziert oder bestimmt werden kann. Der Scanner oder Identifikationssensor kann hierzu mit dem Prozessor verbunden sein. Über den Scanner oder Identifikationssensor kann die Restmenge an Inhalt für das Restmengenberechnungsmodul 19 bestimmt werden. Auch kann die Haltbarkeit des Inhalts oder die Zusammensetzung des Inhalts des Kartuschensystems 51 bestimmt und gegebenenfalls ausgewertet oder für andere Maßnahmen genutzt werden.
An der Vorderseite der Auspressvorrichtung kann ein Lesegerät 88 angeordnet sein, beispielsweise in Form eines Scanners (beispielsweise ein Hologramm-Scanner, ein QR- Code-Scanner oder ein Strichcode-Scanner) oder in Form eines RFID-Lesegeräts. Mit dem Lesegerät 88 kann eine Kennung 46 (beispielsweise ein Hologramm, ein QR-Code, ein Strichcode oder ein RFID-Chip) an einem Gefäß 40, wie einem dentalen Abformlöffel 40, gelesen oder ausgelesen werden. Die Information kann an den Prozessor analog einer Eingabe weitergeleitet werden. Der Prozessor kann dann ein gewünschtes und zu dem Gefäß 40 passendes Programm aus dem elektronischen Speicher auswählen, wie beispielsweise ein bestimmtes Volumen, ein bestimmter Volumenstrom und/oder ein bestimmter zeitlicher Verlauf eines Volumenstroms. Der Motor 55 wird dann mit der Motorsteuerung 57 entsprechend dem Programm gesteuert.
Ein erfindungsgemäßes Verfahren kann beispielsweise folgendermaßen ablaufen:
Zunächst wird ein Kartuschensystem 51 mit zwei parallel zueinander liegenden Kartuschen 52, 54 in der Auspressvorrichtung mit Hilfe der Halterung 56 befestigt. Anschließend kann der Deckel 72 geschlossen werden. Mit Hilfe des Scanners beziehungsweise der Identifikationseinrichtung kann eine Kennung an dem Kartuschensystem 51 (beispielsweise ein Hologramm, ein Strichcode, ein QR-Code gescannt oder ein RFID-Chip ausgelesen) gelesen und in dem Prozessor beziehungsweise in dem Speicher des Prozessors gespeichert werden. Auf diese Weise hat die Auspressvorrichtung eine Information zum Inhalt des Kartuschensystems 51.
Anschließend kann über die Eingabeeinrichtung 64 ein bestimmtes, zu einem bestimmten Gefäß beziehungsweise Abformlöffel (siehe beispielsweise Figur 1 unten) passendes Volumen ausgewählt werden. Alternativ oder zusätzlich kann mit dem Lesegerät 88 das zu füllende Gefäß 40, insbesondere der zu füllende dentale Abformlöffel 40, erkannt werden und ein dazu passendes Programm ausgewählt oder vorgeschlagen und über die Eingabeeinrichtung 64 bestätigt werden. Mit dem Prozessor wird die Motorsteuerung 57 entsprechend dem ausgewählten Volumen angesteuert und dadurch der Motor 55 angetrieben.
Mit dem Motor 55 erfolgt ein Antreiben des Aktuators der Auspressvorrichtung, wobei mit dem Aktuator die Austragskolben 53, 58 des Kartuschensystems 51 in den Kartuschen 52, 54 des Kartuschensystems 51 vorgetrieben.
Dadurch wird Material aus dem Kartuschensystem 51 ausgepresst durch das Vortreiben der Austragskolben 53, 58 in den Kartuschen 52, 54. Der Inhalt der Kartuschen 52, 54 wird durch den Druck auf die Austragskolben 53, 58 in dem statischen Mischer im Austragsrohr gemischt und dabei das dentale Material, wie zum Beispiel eine dentale Abformmasse hergestellt. Das dentale Material wird aus den Kartuschen 52, 54 und aus der Austragsöffnung 78 ausgepresst und kann in das Gefäß, insbesondere den Abformlöffel, gefüllt werden.
Die Menge des ausgetriebenen Volumens und der Volumenstrom des dentalen Materials wird mit der Volumenstrommesseinrichtung kontrolliert und mit Hilfe des Prozessors berechnet. Dabei wird das mit der Auspressvorrichtung ausgepresste Volumen des dentalen Materials bestimmt. Die Steuerung mit Hilfe des Prozessors beendet das Antreiben des Motors 55 und damit der des Aktuators der Auspressvorrichtung bei Erreichen eines Soll-Volumens des ausgepressten dentalen Materials. Zusätzlich kann ein Steuern des Volumenstroms des ausgepressten dentalen Materials zum Einstellen eines Soll-Volumenstroms erfolgen. Zusätzlich zu den in dem Speicher hinterlegten Volumen und Volumenströmen kann auch ein individuell bestimmtes Volumen und ein individuell definierter Volumenstrom und zeitlicher Verlauf eines Volumenstroms gespeichert werden. Hierzu kann über die Eingabeeinrichtung 64 eingegeben werden, dass das nachfolgende Volumen oder der nachfolgende Volumenstrom oder nachfolgende zeitliche Volumenstromverlauf mit einer vorher ausgewählten Zuordnung (beispielsweise einer bestimmte Taste 66) verknüpft werden soll. Anschließend wird manuell ein Volumen und/oder Volumenstrom und/oder zeitliche Volumenstromverlauf des dentalen Materials aus dem Kartuschensystem 51 (beispielsweise durch Drücken einer bestimmten Taste 66) ausgepresst und das Volumen und/oder der Volumenstrom mit der Volumenstrommesseinrichtung bestimmt. Beim Beenden des Auspressvorgangs kann die ausgepresste Menge (Volumen) des dentalen Materials in dem Speicher gespeichert werden und später wieder abgerufen und automatisch ausgepresst werden. Ebenso kann ein bestimmtes zeitliches Volumenstrom-Profil erzeugt, gespeichert und später ausgewählt, abgerufen und reproduziert werden.
Die in der voranstehenden Beschreibung, sowie den Ansprüchen, Figuren und Ausführungsbeispielen offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in jeder beliebigen Kombination für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen wesentlich sein.
Bezugszeichenliste
1 , 51 Kartuschensystem
2, 52, 54 Kartusche
3, 53, 58 Austragskolben
4 Ausgangskomponente für dentales Material
5, 55 Motor
6. 56 Halterung
7. 57 Motorsteuerung
8 Aktuator
9, 59 Sensor
10 Prozessor
11 , 61 Sensor
12 Verbindung / Leitung
14, 64 Eingabeeinrichtung
16, 66 Tasten
18, 68 Anzeige
19 Restzeitberechnungsmodul 20, 70 Gehäuse
21 Speicher
22, 72 Deckel
24 Scharnier 26 Anschlag
28, 78 Austragsöffnung
30, 80 Leitung
32 Strebe
34 Scanner / Identifikationssensor 38, 88 Lesegerät
40 Gefäß / Dentaler Abformlöffel
42 Griff
44 Hohlraum
46 Kennung 60 Gehäuseteil über dem Prozessor
74 Deckel-Griff
76 Standfuß

Claims

Patentansprüche
1. Auspressvorrichtung zum Auspressen eines dentalen Materials, insbesondere einer dentalen Abformmasse, aus einem Kartuschensystem (1 , 51), die Auspressvorrichtung aufweisend einen Motor (5, 55), insbesondere einen Schrittmotor, die Auspressvorrichtung ferner aufweisend eine Halterung (6, 56) zur Befestigung eines Kartuschensystems (1 , 51), eine Motorsteuerung (7, 57), einen Aktuator (8) und eine Volumenstrommesseinrichtung zum Bestimmen des Volumens oder eines Volumenstroms eines aus der Auspressvorrichtung ausgepressten dentalen Materials, wobei mit dem Aktuator (8) zumindest ein Austragskolben (3, 53, 58) eines mit der Halterung (6, 56) in der Auspressvorrichtung befestigten Kartuschensystems (1 , 51) antreibbar ist, wobei der Aktuator (8) mit dem Motor (5, 55) antreibbar ist oder mit dem Motor (5, 55) ein mechanisch übertragenes Antreiben des Aktuators (8) unterstützbar ist, wobei die Volumenstrommesseinrichtung zumindest einen Sensor (9, 11 , 59, 61) aufweist, wobei der zumindest eine Sensor (9, 11 , 59, 61) mit einem Prozessor (10) zur Auswertung von Messsignalen des zumindest einen Sensors (9, 11 , 59, 61) verbunden ist, wobei der Prozessor (10) mit der Motorsteuerung (7, 57) verbunden ist, und wobei der Prozessor (10) zur Auswertung der Messignale derart ausgestaltet oder programmiert ist, dass das Volumen oder der Volumenstrom des durch Vortreiben des zumindest einen Austragskolbens (3, 53, 58) aus dem Kartuschensystem (1 , 51) ausgepressten dentalen Materials bestimmbar ist.
2. Auspressvorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Sensor (9, 11 , 59, 61) ein Volumenstromsensor, ein Schrittzähler zur Bestimmung der Anzahl der Umdrehungen des Motors (5, 55), insbesondere ein Schrittzähler zur Bestimmung der Anzahl der Schritte des Schrittmotors, und/oder ein Positionssensor zur Bestimmung der Position des zumindest einen Austragskolbens (3, 53, 58) und/oder des Aktuators (8) relativ zu der Halterung (6, 56) zur Befestigung des Kartuschensystems (1 , 51) ist oder aufweist, wobei das ausgepresste Volumen des dentalen Materials durch eine Messung des Volumenstroms des dentalen Materials mit dem Volumenstromsensor bestimmbar ist und/oder durch eine Bestimmung der Anzahl der Umdrehungen des Motors (5, 55) oder der Schritte des Schrittmotors und einem bekannten Volumen des ausgepressten dentalen Materials pro Umdrehung des Motors (5, 55) oder pro Schritt des Schrittmotors bestimmbar ist und/oder durch eine Bestimmung der Position des zumindest einen Austragskolbens (3, 53, 58) und/oder des Aktuators (8) und einem bekannten Volumen des ausgepressten dentalen Materials pro Längeneinheit der Position des zumindest einen Austragskolbens (3, 53, 58) und/oder des Aktuators (8) relativ zur Halterung (6, 56) bestimmbar ist.
3. Auspressvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Auspressvorrichtung einen Volumenstromregler aufweist, wobei der Volumenstromregler mit der Volumenstrommesseinrichtung und der Motorsteuerung (7, 57) verbunden ist und wobei mit dem Volumenstromregler ein auszupressendes Volumen des dentalen Materials aus der Auspressvorrichtung regelbar und/oder einstellbar ist und/oder mit dem Volumenstromregler ein Volumenstrom des aus der Auspressvorrichtung ausgepressten dentalen Materials regelbar und/oder einstellbar ist.
4. Auspressvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Auspressvorrichtung einen elektronischen Speicher (21) und eine Eingabeeinrichtung (14, 64) aufweist, wobei über die Eingabeeinrichtung (14, 64) mehrere unterschiedliche Volumen auswählbar sind und mit Hilfe der Motorsteuerung (7, 57) die ausgewählten Volumen vollautomatisch mit der Auspressvorrichtung aus einem mit der Halterung (6, 56) in der Auspressvorrichtung befestigten Kartuschensystem (1 , 51) auspressbar sind.
6. Auspressvorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die mehreren unterschiedlichen Volumen, die über die Eingabeeinrichtung (14, 64) auswählbar sind, an der Eingabeeinrichtung (14, 64) anhand einer Kennzeichnung eines mit dem dentalen Material zu füllenden Gefäßes (40), insbesondere anhand einer Nummerierung und/oder Buchstabenkennung des mit dem dentalen Material zu füllenden Gefäßes (40), identifizierbar ist, so dass die Eingabe einem Gefäß (40) mit einem passenden Volumen zur Aufnahme des dentalen Materials eindeutig zugeordnet ist, wobei bevorzugt das Gefäß ein Abformlöffel (40) ist und das dentale Material eine dentale Abformasse ist.
7. Auspressvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Auspresseinrichtung eine Restmengenanzeige (18, 68) und ein
Restmengenberechnungsmodul (19) aufweist, wobei das Restmengenberechnungsmodul (19) mit der Volumenstrommesseinrichtung verbunden ist und wobei das Restmengenberechnungsmodul (19) derart programmiert ist, dass es das mit dem in der Halterung (6, 56) befestigten Kartuschensystem (1 , 51) im vollständig gefüllten Zustand produzierbare Volumen an dentalem Material bestimmt, speichert oder einliest oder dieses durch eine Eingabe definierbar ist und von diesem produzierbaren Volumen das mit diesem Kartuschensystem (1 , 51) zuvor produzierte Volumen abzieht, um eine Restmenge zu berechnen, wobei auf der Restmengenanzeige (18, 68) die mit dem Restmengenberechnungsmodul (19) berechnete Restmenge anzeigbar ist.
8. Auspressvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Restmengenberechnungsmodul (19) derart programmiert ist, dass es bei einer geringen berechneten Restmenge ein passendes Gefäß (40), insbesondere einen dentalen Abformlöffel (40), mit einem zur der verbliebenen Restmenge passenden Aufnahmevolumen auswählt und das passende Gefäß (40) auf der Restmengenanzeige (18, 68) vorschlägt, und/oder das Restmengenberechnungsmodul (19) derart programmiert ist, dass bei einer Auswahl eines auszupressenden Volumens, das gemäß der berechneten Restmenge nicht mehr in dem befestigten Kartuschensystem (1 , 51) enthalten ist oder damit herstellbar ist, eine entsprechende Meldung auf der Restmengenanzeige (18, 68) anzeigt, insbesondere eine Aufforderung zum Wechsel des Kartuschensystems (1 , 51) anzeigt, und/oder ein maximal verfügbares Volumen der dentalen Materials anzeigt.
9. Auspressvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Auspressvorrichtung einen Scanner zum Einlesen einer Kennung des mit der Halterung (6, 56) befestigten Kartuschensystems (1 , 51) oder einen Identifikationssensor (34) zum Identifizieren des mit der Halterung (6, 56) befestigten Kartuschensystems (1 , 51) aufweist, wobei bevorzugt die von dem Scanner eingelesenen Kennung oder die mit dem Identifikationssensor (34) bestimmte Identifikation an den Prozessor (10) oder an das Restmengenberechnungsmodul zur Identifizierung des Inhalts des Kartuschensystems (1 , 51) und/oder des mit dem Kartuschensystem (1 , 51) herstellbaren Volumens des dentalen Materials übertragbar ist.
10. Auspressvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Auspressvorrichtung zum Auspressen von Kartuschensystemen (1 , 51) für dentale Abformmassen geeignet ist, insbesondere von Zweikomponenten-Kartuschen für dentale Abformmassen geeignet ist, wobei bevorzugt das Kartuschensystem (1 , 51) ein Volumen zwischen 100 ml und 1000 ml der dentalen Abformmasse bereitstellt, besonders bevorzugt ein Volumen zwischen 250 ml und 600 ml der dentalen Abformmasse bereitstellt, ganz besonders bevorzugt ein Volumen zwischen 300 ml und 500 ml der dentalen Abformmasse bereitstellt.
11. Auspressvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Auspressvorrichtung zumindest zum Auspressen von Kartuschensystemen (1 , 51) zumindest für dentale Abformmassen des Typs 1 und/oder des Typs 2 gemäß DIN ISO 4823:2015 geeignet ist.
12. Auspressvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Auspressvorrichtung ein Lesegerät (38, 88) zum Einlesen einer Kennung (46) eines Gefäßes (40), insbesondere eines dentalen Abformlöffels (40) aufweist, wobei das Lesegerät (38, 88) mit dem Prozessor (10) verbunden ist und der Prozessor (10) derart programmiert ist, dass in Abhängigkeit von dem mit dem Lesegerät (38, 88) erkannten Gefäß (40), insbesondere von dem erkannten dentalen Abformlöffel (40), ein zu dem erkannten Gefäß (40), insbesondere von dem erkannten dentalen Abformlöffel (40), passendes Volumen, passender Volumenstrom und/oder passender zeitlicher Verlauf des Volumenstroms auswählbar und durch entsprechende Steuerung des Motors (5, 55) bereitstellbar ist.
13. Verfahren zum Auspressen eines dentalen Materials, insbesondere einer dentalen Abformmasse, aus einem Kartuschensystem (1 , 51) unter Anwendung einer Auspressvorrichtung, gekennzeichnet durch die Schritte
Befestigen des Kartuschensystems (1 , 51) in der Auspressvorrichtung, Antreiben eines Aktuators (8) der Auspressvorrichtung mit einem Motor (5, 55), wobei mit dem Aktuator (8) zumindest ein Austragskolben (3, 53, 58) des Kartuschensystems (1 , 51) in zumindest einer Kartusche (2, 52, 54) des Kartuschensystems (1 , 51) vorgetrieben wird,
Auspressen eines dentalen Materials oder von Ausgangskomponenten des dentalen Materials aus dem Kartuschensystem (1 , 51) durch das Vortreiben des zumindest einen Austragskolbens (3, 53, 58) in der zumindest einen Kartusche (2, 52, 54), wobei das dentale Material aus der zumindest einen Kartusche (2, 52, 54) ausgepresst wird oder durch Mischen der Ausgangskomponenten aus der zumindest einen Kartusche (2, 52, 54) hergestellt und ausgepresst wird,
Messen des Volumenstroms und/oder des Volumens des mit der Auspressvorrichtung ausgepressten dentalen Materials und Bestimmen des mit der Auspressvorrichtung ausgepressten Volumens des dentalen Materials, und
Beenden des Antreibens des Aktuators (8) der Auspressvorrichtung bei Erreichen eines Soll-Volumens des ausgepressten dentalen Materials und/oder Steuern des Volumenstroms des ausgepressten dentalen Materials zum Einstellen eines Soll- Volumenstroms des ausgepressten dentalen Materials oder zum Einstellen eines gewünschten zeitlichen Verlaufs des Volumenstroms des ausgepressten dentalen Materials.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren mit einer Auspressvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12 durchgeführt wird.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Soll-Volumen und/oder der Soll-Volumenstrom und/oder der gewünschte zeitliche Verlauf des Volumenstroms durch ein vorheriges Auspressen von dentalem Material mit manuellen Einstellungen und Messung des Volumenstroms und/oder des Volumens bestimmt und definiert wird oder werden, wobei bevorzugt das Soll-Volumen und/oder der Soll-Volumenstrom und/oder der gewünschte zeitliche Verlauf des Volumenstroms in einem elektronischen Speicher (10) abrufbar gespeichert wird oder werden, wobei besonders bevorzugt zusätzlich der zeitliche Ablauf des Auspressvorgangs in dem elektronischen Speicher gespeichert wird.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Soll-Volumen aus einer Mehrzahl von zuvor gespeicherten Soll-Volumen ausgewählt wird, bevorzugt passend zu einer Mehrzahl von Gefäßen (40) zur Aufnahme des dentalen Materials ausgewählt wird, und/oder der Soll-Volumenstrom aus einer Mehrzahl von zuvor gespeicherten Soll- Volumenströmen ausgewählt wird, bevorzugt passend zu einer Mehrzahl von Gefäßen (40) zur Aufnahme des dentalen Materials ausgewählt wird, und/oder der gewünschte zeitliche Ablauf des Volumenstroms aus einer Mehrzahl von zuvor gespeicherten zeitlichen Abläufen von Volumenströmen ausgewählt wird, bevorzugt passend zu einer Mehrzahl von Gefäßen (40) zur Aufnahme des dentalen Materials ausgewählt wird.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das mit Hilfe der Messung des Volumenstroms und/oder des Volumens und/oder des zeitlichen Verlaufs des Volumenstroms bestimmte, mit der Auspressvorrichtung ausgepresste Volumen des dentalen Materials von einer bekannten Restmenge des verfügbaren dentalen Materials, das aus dem in der Auspressvorrichtung befestigten Kartuschensystem (1 , 51) auspressbar ist, rechnerisch subtrahiert wird und die verbliebene Restmenge auf einer Anzeige (18, 68) angezeigt wird und/oder bei einem nachfolgenden Auspressvorgang dahingehend berücksichtigt wird, dass der Auspressvorgang nur dann gestartet wird, wenn eine ausreichende Restmenge für das auszupressende Volumen des dentalen Materials in dem Kartuschensystem (1 , 51) zur Verfügung steht und ansonsten eine Warnung oder eine Aufforderung zum Wechsel des Kartuschensystems (1 , 51) angezeigt wird.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Auspressvorrichtung einen Scanner zum Einlesen einer Kennung des in der Halterung (6, 56) befestigten Kartuschensystems (1 , 51) oder einen Identifikationssensor (34) zum Identifizieren des in der Halterung (6, 56) befestigten Kartuschensystems (1 , 51) aufweist, wobei die Kennung des Kartuschensystems (1 , 51) von dem Scanner eingelesenen wird oder die Identifikation des Kartuschensystems (1 , 51) mit dem Identifikationssensor (34) bestimmt wird und anschließend die Kennung oder die Identifikation zur Identifizierung des Inhalts des Kartuschensystems (1 , 51) und/oder des mit dem Kartuschensystem (1 , 51) herstellbaren Volumens des dentalen Materials verwendet wird, wobei vorzugsweise die Kennung oder die Identifikation bei dem Auspressvorgang, bei dem Start des Auspressvorgangs und/oder bei einer Berechnung der in dem Kartuschensystem (1 , 51) verfügbaren Restmenge berücksichtigt wird.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Auspressvorrichtung ein Lesegerät (38) zum Einlesen einer maschinenlesbaren Kennung (46) eines Gefäßes (40), insbesondere eines dentalen Abformlöffels (40), aufweist, wobei die Kennung (46) eingelesenen wird und anschließend die Kennung (46) zur Identifizierung des Gefäßes (40), insbesondere einer Form oder eines Volumens eines Hohlraums (44) des dentalen Abformlöffels (40) als Gefäß (40), verwendet wird, wobei das Soll-Volumen, der Volumenstrom und/oder der zeitliche Verlauf des Volumenstroms des dentalen Materials in Abhängigkeit von der Kennung (46) des Gefäßes (40) eingestellt oder gesteuert wird.
20. Dentaler Abformlöffel (40) zur Aufnahme einer dentalen Abformmasse, der dentale Abformlöffel aufweisend ein Griff (42) zum Halten des dentalen Abformlöffels (40) und einen Hohlraum (44) zur Aufnahme der dentalen Abformmasse, wobei der dentale Abformlöffel (40) eine maschinenlesbare Kennung (46) aufweist, die an einer nach außen gerichteten Oberfläche des dentalen Abformlöffels (40) angeordnet ist, bevorzugt an einer dem Griff (42) gegenüberliegenden Seite der Oberfläche des Abformlöffels (40) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die maschinenlesbare Kennung (46) eine Information enthält, aus der die geometrische Form, das Volumen, die Länge und/oder die Breite des Hohlraums ablesbar ist.
21 . Dentaler Abformlöffel (40) nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die maschinenlesbare Kennung (46) ein Hologramm, ein Strichcode, ein QR-Code, eine maschinenlesbare Beschriftung, ein graphischer Aufdruck, ein maschinenlesbarer Aufkleber oder ein RFID-Chip ist, bevorzugt ein Hologramm, ein Strichcode, ein QR- Code oder ein RFID-Chip ist.
22. Mehrzahl von dentalen Abformlöffeln (40) nach einem der Ansprüche 20 oder 21 , dadurch gekennzeichnet, dass jeder dentale Abformlöffel (40) eine unterschiedliche maschinenlesbare Kennung (46) aufweist, die eine Erkennung der Form und/oder dem Volumen des Hohlraums erlaubt.
23. System zum Aufnahmen eines Abdrucks mit einer dentalen Abformmasse aufweisend eine Auspressvorrichtung nach Anspruch 12 und aufweisend wenigstens einen dentalen Abformlöffel (40) nach Anspruch 20 oder 21 oder eine Mehrzahl von dentalen Abformlöffeln (40) nach Anspruch 22.
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