EP4698762A1 - Durchführung für einen elektrischen leiter - Google Patents
Durchführung für einen elektrischen leiterInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Durchführung (1) für einen elektrischen Leiter (2), wobei der elektrische Leiter (2) aus einem Gehäuse (3) eines Abgassystems herausführbar ist. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der elektrische Leiter (2) zur isolierten Durchführung eines Bauteils aus dem Gehäuse (3) ausgebildet ist, wobei über eine Länge des elektrischen Leiters (2) ein Temperaturgradient ausgebildet ist, um die Temperatur des elektrischen Leiters (2) innerhalb der Durchführung (1) abzusenken.
Description
Durchführung für einen elektrischen Leiter
Die Erfindung betrifft eine Durchführung für einen elektrischen Leiter, wobei der elektrische Leiter aus einem Gehäuse eines Abgassystems herausführbar ist.
Derartige elektrische Leiter können zum Anschluss eines elektrischen Heizgeräts ausgebildet sein. Ein derartiges Heizgerät ist beispielweise in einer Abgasstrecke angeordnet, um schneller eine gewünschte Temperaturschwelle zu erreichen, ab welcher eine wirkungsvolle Umwandlung der im Abgas mitgeführten Schadstoffe erfolgen kann.
Aus der DE 102014218 983 B4 ist eine Durchführung für einen elektrischen Leiter bekannt, wobei diese zum Anschluss einer elektrisch beheizbaren Heizscheibe dient. Die Durchführung weist einen Innenleiter auf, der in einer Isolierung und einer Außenhülse geführt ist. Die Isolierung ist aus einer porösen Keramikschicht mit zumindest zwei Schichten ausgebildet.
Die DE 102021 209264 B3 beschreibt eine weiter allgemeine Durchführung eines elektrischen Leiters, wobei die Isolierung aus einer Glaskeramik mit einem spezifischen Durchgangswiderstand ausgebildet ist.
Allgemein kommt es zu hohen Temperaturentwicklungen des elektrischen Leiters innerhalb der Durchführung. Der elektrische Leiter bzw. eine Elektrode können daher nicht mit handelsüblichen Steckverbindern kontaktiert werden, da diese den hohen Temperaturen nicht Stand halten. Eine Strombelastung kann beispielsweise bis zu 320 A betragen. Für derartig hohe Strombelastungen und die dabei auftretenden hohen Temperaturen, insbesondere in einer Abgasboxumgebung, in der Temperaturen von um
die 200 °C herrschen, können keine handelsüblichen Steckverbindungen verwendet werden.
Weiterhin soll der herausgeführte elektrische Leiter komplett isoliert ausgeführt sein, sodass Kurzschlüsse mit umliegenden Bauteilen, wie einem Gehäuse der Abgasstrecke, insbesondere einer Abgasbox, vermieden werden. Beispielsweise sollen Kurzschlüsse auf Grund von Wasser, Spritzwasser, Eisbildung, Schmutzt, Ölen/Fetten, Sprit und anderen äußeren Einflüssen, die zum Kurzschluss zwischen dem stromführenden Bauteil und dem Gehäuse der Box führen können, vermieden werden. Besonders wichtig ist es beispielsweise, die ADR-Anforderung zu erfüllen, welche eine Sicherung gegenüber einem Kurzschluss vorschreiben.
Des Weiteren soll die Durchführung im Wesentlichen derart dicht ausgeführt sein, um ein Austreten von Abgasen zu vermeiden.
Eine weitere Anforderung an derartige Durchführungen ergibt sich dadurch, dass der elektrische Leiter vor Schmutz, Feuchtigkeit, Salz, Ölen, Fetten, Sprit, Korrosion und anderen äußeren Einflüssen sowie weiteren Medien geschützt werden soll.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, eine Durchführung für einen elektrischen Leiter anzugeben, welche die vorgenannten Nachteile überwindet
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Durchführung für einen elektrischen Leiter mit den Merkmalen im Anspruch 1 , und hier insbesondere im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen ergeben sich aus den hiervon abhängigen Unteransprüchen.
Im Kern der erfindungsgemäßen Durchführung ist der elektrische Leiter zur isolierten Durchführung eines elektrischen Heizgeräts aus dem Gehäuse ausgebildet, wobei über eine Länge des elektrischen Leiters ein Temperaturgradient ausgebildet ist, um die Temperatur des elektrischen Leiters innerhalb der Durchführung abzusenken. Der Temperaturgradient ist bevorzugt derart ausgebildet, dass der elektrische Leiter an der Seite der Durchführung, an welcher er mit dem elektrischen Heizgerät verbunden ist, eine höhere Temperatur aufweist als an einer gegenüberliegenden Seite, an welcher er mit einem Steckverbinder kontaktiert werden kann. Wenn die Temperatur des elektrischen
Leiters innerhalb der Durchführung abgesenkt wird, sind keine gesonderten Materialien erforderlich, um den elektrischen Leiter außerhalb der Durchführung mit einem Steckverbinder zu verbinden. Insbesondere können dann handelsübliche Stecker eingesetzt werden, um das elektrische Heizgerät mit Strom zu versorgen.
Die Durchführung für einen elektrischen Leiter ist dazu ausgebildet, den elektrischen Leiter aus einem Gehäuse eines Abgassystems herauszuführen. Durch die Durchführung ist der elektrische Leiter von anderen Bauteilen elektrisch isoliert, und damit gegenüber Kurzschlüssen geschützt. Durch die isolierte elektrische Durchführung ist weiterhin ein Schutz gegenüber Verschmutzung, Feuchtigkeit und anderen Medien bereitgestellt. Insbesondere kann die ADR Anforderung erfüllt werden, welche eine Anforderung gegenüber Kurzschlüssen umfasst.
Das elektrische Heizgerät kann dabei in einer Abgasbox angeordnet sein, um über die isolierte elektrische Durchführung aus der Abgasbox vollständig isoliert durchgeführt zu werden.
Bevorzugt kann der elektrische Leiter zur Durchführung in einer Hülse geführt sein, wobei zwischen der Hülse und dem elektrischen Leiter eine Isolierung angeordnet ist. Die Isolierung ist insbesondere zur Beanstandung des elektrischen Leiters zu der Hülse ausgebildet, um einen Kurzschluss zwischen der Hülse und dem elektrischen Leiter zu unterbinden. Die Hülse dient insbesondere dazu, den elektrischen Leiter aus dem Gehäuse herauszuführen. Vorteilhafterweise ist die Hülse dabei aus einem schweißbaren Material ausgebildet, sodass die Hülse an das Gehäuse geschweißt sein kann. Während die Hülse weiterhin eine hohe Temperatur aufweisen kann, wird die Temperatur des elektrischen Leiters innerhalb der Hülse abgesenkt.
Gemäß einer sehr vorteilhaften Weiterbildung der Idee kann es dabei vorgesehen sein, dass die Isolierung Magnesiumoxid oder Keramik enthält. Des Weiteren kann beispielsweise Glaskeramik eingesetzt werden. Diese Materialien dienen zur Isolierung zwischen dem stromführenden elektrischen Leiter und dem Außenmantel, insbesondere gebildet durch die Hülse.
Dabei kann es gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung vorgesehen sein, dass der elektrische Leiter zumindest teilweise aus Stahl oder einer Nickellegierung ausgebildet ist.
Der elektrische Leiter, d. h. die stromführenden Komponenten, sind dabei bevorzugt auf kleinste Übergangswiderstände ausgelegt. Insbesondere kann ein Durchmesser der stromführenden Komponenten an eine hohe Strombelastung angepasst sein. Dabei sollte insbesondere sichergestellt sein, dass eine Reduzierung der Isolierung, d. h. eine Reduzierung einer Dicke der Isolation, vermieden wird.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann es vorsehen, dass ein Durchmesser des elektrischen Leiters an eine Strombelastung und eine Wärmeleitung des Abgases angepasst ist. Dabei kann beispielsweise ein Edelstahl zur Ausbildung des elektrischen Leiters verwendet werden. In einer weiteren Ausführung kann der elektrische Leiter ebenso aus Stahl oder einer Nickellegierung, wie beispielsweise Inconel, ausgebildet sein. Edelstahl hat dabei den Vorteil, dass dieser weniger anfällig gegenüber Korrosion ist. Nachteilig weist Edelstahl jedoch einen höheren spezifischen Widerstand auf, weshalb eine Auslegung des Querschnitts bzw. des Durchmessers vorteilhaft ist.
So ist beispielsweise für ein Aufheizen durch Strombelastung ein großer Stromfluss vorteilhaft, allerdings wird dann die Wärmeleitung besser und die Elektroden werden durch das Abgas stärker aufgeheizt. Daher sollte eine Optimierung zwischen Querschnitt und Länge der Elektrode (bzw. des Leiters) gefunden werden, um so wenig wie möglich Wärmeleitung und so wenig wie möglich „ohmic heating“ durch die Strombelastung zu erreichen. Eine größere Länge kann sich beispielsweise positiv auf die Wärmeleitung auswirken, aber nachteilig auf den Widerstand. Ebenso kann sich eine Durchmesservergrößerung positiv auf das Aufheizen durch die Strombelastung auswirken, aber nachteilig auf die Wärmeleitung durch Abgas.
Gemäß einer sehr vorteilhaften Weiterbildung der Idee kann es dabei vorgesehen sein, dass der elektrische Leiter einen Übergang von einem Stahlmaterial zu einem Kupfermaterial oder von einer Nickellegierung zu einem Kupfermaterial aufweist. Ein derartiger Übergang kann derart ausgebildet sein, dass zwei unterschiedliche Werkstoffe aufeinandertreffen bzw. aneinander fixiert sind. Um den Kontaktwiderstand so niedrig wie möglich zu halten, kann eine Schweißverbindung eingesetzt werden, die beispielsweise durch Reibschweißen hergestellt ist. So kann beispielsweise in Richtung des elektrischen Heizgeräts der elektrische Leiter aus einem Stahl mit moderaten spezifischen Widerständen ausgebildet sein, um den hohen Temperaturen am elektrischen Heizgerät standzuhalten. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass der elektrische Leiter mit dem Heizgerät verschweißt wird, also in direktem Kontakt steht. Innerhalb der
Durchführung kann ein Übergang zu einem Material mit niedrigem spezifischen Widerstand vorgesehen sein, um die Temperaturentwicklung innerhalb der Durchführung zu reduzieren.
Dabei kann es gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung vorgesehen sein, dass der elektrische Leiter in einem Bereich innerhalb der Hülse einen Stoß aufweist, an welchem ein Abschnitt des elektrischen Leiters aus einem Stahlmaterial oder aus einer Nickellegierung einen Abschnitt aus einem Kupfermaterial kontaktiert. Ein derartiger Stoß kann beispielsweise als Überlappstoß ausgebildet sein, wobei sich die beiden Abschnitte aus unterschiedlichen Materialien überlappen, und so miteinander fixiert werden. Des Weiteren kann der eine Abschnitt in den anderen Abschnitt eingesteckt sein, und eine Art Stumpfstoß ausbilden. Dabei kann der eine Leiter eine ausgeformte Spitze aufweisen, um spitz in den anderen Leiter eingesteckt zu werden.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann es vorsehen, dass eine Absenkung der Temperatur des elektrischen Leiters innerhalb der Durchführung auf unter 180 °C erfolgt, sodass die Durchführung mit einem herkömmlichen Steckverbinder verbindbar ist. Um derartige Temperaturbereich zu erreichen, kann insbesondere Kupfer bzw. eine Kupferlegierung für einen Abschnitt des elektrischen Leiters verwendet werden.
Gemäß einer sehr vorteilhaften Weiterbildung der Idee kann es dabei vorgesehen sein, dass die Hülse aus einem schweißbaren Material ausgebildet ist, sodass die Hülse mit dem Gehäuse verschweißbar ist. Damit kann der Übergang an jeder beliebigen Position an dem Gehäuse, und dabei beispielsweise auch an beliebigen Positionen eines Abgasnachbehandlungssystems, angebracht werden.
Dabei kann es gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung vorgesehen sein, dass eine ADR Anforderung mit der Durchführung erfüllt wird. Insbesondere wird dabei ein Schutz gegenüber einem Kurzschluss zwischen dem elektrischen Leiter und dem Gehäuse, aus welchem der elektrische Leiter hinausgeführt wird, vermieden. Die ADR Anforderung schreibt vor, dass elektrische Kontakte gegen Kurzschlüsse isoliert sein müssen.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Durchführung für einen elektrischen Leiter ergeben sich auch aus dem Ausführungsbeispiel, welches nachfolgend unter Bezugnahme auf die Figuren näher dargestellt ist.
Dabei zeigen:
Fig. 1 eine mögliche Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Durchführung;
Fig. 2 eine mögliche Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Durchführung mit durchgängigem Leiter; und
Fig. 3 eine mögliche Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Durchführung mit Stoß innerhalb des Leiters;
Fig. 4 weitere mögliche Ausführungsformen einer erfindungsgemäßen Durchführung mit unterschiedlich ausgebildetem Stoß innerhalb des Leiters.
In der Darstellung der Fig. 1 ist eine mögliche Ausführungsform der Durchführung 1 in einem Längsschnitt gezeigt. Der Schnitt verläuft entlang einer Länge eines elektrischen Leiters 2, wobei der elektrische Leiter 2 aus einem Gehäuse 3 eines Abgassystems herausgeführt ist. Im linken Bereich der Darstellung ist der elektrische Leiter 2 daher mit einem elektrischen Heizgerät 4 verbunden, das durch den elektrischen Leiter 2 isoliert aus dem Gehäuse 3 herausgeführt ist. Im rechten Bereich der Darstellung ist der elektrische Leiter 2 mit einem Steckverbinder 12 verbunden. Bei dem Steckverbinder 12 handelt es sich insbesondere um einen handelsüblichen Steckverbinder, der an keine besonders hohen Temperaturanforderungen angepasst ist. Insbesondere ist es ausreichend, einen Steckverbinder 12 zu verwenden, der für eine Temperatur von 200°C oder weniger, insbesondere für eine Temperatur von 180°C, ausgelegt ist. Dies ist dadurch möglich, dass über die Länge des elektrischen Leiters 2 ein Temperaturgradient ausgebildet ist, um die Temperatur des elektrischen Leiters 2 innerhalb der Durchführung 1 abzusenken. Die Temperaturabsenkung erfolgt dabei derart, dass eine in Richtung des elektrischen Heizgeräts 4 vorliegende hohe Temperatur über die Länge des elektrischen Leiters 2 innerhalb der Durchführung 1 bis zu einer Position außerhalb des Gehäuses 3 abgesenkt wird. Dadurch ist der Steckverbinder 12 keinen hohen Temperaturen ausgesetzt.
Die Durchführung 1 kann eine Hülse 5 aufweisen, in welcher der elektrische Leiter 2 geführt ist. Die Hülse kann über Schweißnähte 13 an dem Gehäuse 3 angeschweißt sein. Um einen Kurzschluss zwischen dem elektrischen Leiter 2 und der Hülse 5 zu verhindern, ist eine Isolierung 6 vorgesehen, die den elektrischen Leiter 2 beanstandet zu der Hülse 5 innerhalb der Durchführung 1 führt. Die Isolierung 6 ist insbesondere aus einem Magnesiumoxid, einer Keramik oder einer Glaskeramik ausgebildet. Ist der elektrische Leiter 2 vor Kurzschlüssen mit dem Gehäuse 3 geschützt, kann vorteilhafterweise die
ADR Anforderung erfüllt werden. Insbesondere kann im Übergangsbereich zwischen Hülse 5 und dem Steckverbindung 12 eine Abdichtung erzielt werden, um die ADR Anforderung zu erfüllen. Dies kann vorteilhafterweise durch die Absenkung der Temperatur bis zum Stecker 12 erreicht werden. Die Durchführung 1 ist weiterhin bevorzugt derart dicht ausgebildet, dass ein Eindringen von Schmutz, Feuchtigkeit, Salz oder anderen Medien verhindert werden kann. Des Weiteren kann ein Austritt von Abgas durch die Durchführung 1 verhindert werden.
Fig. 2 zeigt die Durchführung 1 , bestehend aus einem elektrischen Leiter 2, einer Hülse 5 sowie einer Isolierung 6. Die Hülse 5 ist bevorzugt aus einem schweißbaren Material ausgebildet. Die Isolierung 6 kann wie oben erläutert ausgeführt sein. Der elektrische Leiter 2 ist insbesondere aus reinem Stahl oder einer Nickellegierung, wie Inconel, ausgebildet. Dabei ist es vorteilhaft, wenn ein Durchmesser des elektrischen Leiters 2 an die Strombelastung und an die Wärmeleitung durch das Abgas angepasst ist. Insbesondere ist es vorteilhaft, wenn die stromführenden Elemente, d. h. insbesondere der elektrische Leiter 2, auf kleinste Übergangswiderstände ausgelegt sind.
Eine weitere Ausführungsvariante der Durchführung 1 ist in Fig. 3 zu erkennen. Dieselben Bauteile sind dabei mit denselben Bezugszeichen versehen, sodass hierauf im Detail nicht weiter eingegangen werden muss. Im Unterschied zu Fig. 2 ist hier ein Übergang 7 innerhalb der Durchführung 1 gezeigt, wobei an dem Übergang 7 ein Materialübergang des elektrischen Leiters 2 erfolgt. So können unterschiedliche Abschnitte ausgebildet werden, in welchen der elektrische Leiter 2 aus unterschiedlichen Materialien ausgebildet ist. So kann im linken Bereich der Darstellung, welche in Richtung des elektrischen Heizgerät 4 ausgerichtet ist, ein Stahlmaterial 8 oder eine Nickellegierung 10 für den elektrischen Leiter 2 verwendet werden. Im rechten Bereich der Darstellung kann ein Kupfermaterial 9 für den elektrischen Leiter 2 verwendet werden. Die unterschiedlichen Materialien, d. h. die unterschiedlichen Abschnitte, kontaktieren sich an dem Übergang 7, der insbesondere als Stoß 11 ausgebildet sein kann. Der Stoß 11 kann, wie in Figur 4 beschrieben, unterschiedliche Ausgestaltungen aufweisen.
Durch die unterschiedlichen Materialien, d. h. durch die Abschnitte mit unterschiedlichen Materialien, kann innerhalb der Durchführung der elektrische Leiter 2 besonders vorteilhaft einen Temperaturgradienten aufweisen, sodass die Temperatur weg vom elektrischen Heizgerät 4 abgesenkt wird. Dadurch wird an einem freien Ende der
Durchführung 1 eine besonders niedrige Temperatur erzielt, sodass handelsübliche Steckverbinder 12 verwendet werden können, um den elektrischen Leiter 2 zu kontaktieren.
Fig. 4 zeigt unterschiedliche Ausführungen des Stoßes 11 , wie dieser beispielsweise in der Ausführung in Fig. 3 ausgebildet sein kann. In Fig. 4 (a) ist eine Ausführung als Überlappstoß dargestellt, wobei sich die beiden Abschnitte, bestehend aus einem Stahlmaterial 8 oder einer Nickellegierung 10 und bestehend aus einem Kupfermaterial 9 überlappen. Der Übergang 7 ist daher als Überlappstoß ausgeformt, wobei die unterschiedlichen Abschnitte durch die Überlappung miteinander verbunden werden können. In Fig. 4 (b) ist eine weitere Möglichkeit gezeigt, wobei ein Abschnitt des elektrischen Leiters 2 in einen anderen Abschnitt des elektrischen Leiters 2 hineingesteckt werden kann. So kann eine Art Stumpfstoß ausgebildet werden. Es ist ebenso denkbar, dass die beiden Abschnitte unterschiedliche Durchmesser aufweisen. Des Weiteren können die beiden Abschnitte auch identische Durchmesser aufweisen. Dies kann insbesondere dadurch erreicht werden, dass einer der Abschnitte eine Spitze aufweist, wie in Fig. 4 (c) gezeigt. Dadurch kann ein Stoß 11 ausgeformt werden, wobei einer der Abschnitte spitzt in den anderen Abschnitt hineinragt.
Die gezeigten Beispiele zeigen Möglichkeiten, einen Übergang von einem Stahlmaterial 8 oder einer Nickellegierung 10 auf ein Kupfermaterial 9 auszubilden. Dabei können die Durchmesser der stromführenden Elemente, d. h. der Abschnitte des elektrischen Leiters 2, an die hohen Strombelastungen angepasst sein. Gleichzeitig muss gewährleistet sein, dass die Isolation 6 weiterhin mit einer ausreichenden Dicke ausgeformt ist. Vorteilhaft ist es daher, die stromführenden Elemente auf kleinste Übergangswiderstände auszulegen.
Für die erfindungsgemäße Durchführung 1 kann daher der Vorteil ausgenutzt werden, dass ein elektrischer Leiter 2 aus einem Kupfermaterial einen niedrigen spezifischen Widerstand aufweist. Dies kann eine Temperaturabsenkung innerhalb des elektrischen Leiters 2 in der Durchführung 1 unterstützen bzw. besonders vorteilhaft hervorrufen. Dadurch kann die Temperatur des elektrischen Leiters 2 von innen nach außen hin, d. h. von dem elektrischen Heizgerät 4 aus dem Gehäuse 3 heraus, durch geeignete Materialauswahl stark abgesenkt werden. In Richtung des elektrischen Heizgerät 4 wird daher insbesondere Stahl mit einem moderaten spezifischen Widerstand verwendet. Dies ist insbesondere dadurch notwendig, dass hohe Temperaturen am elektrischen Heizgerät
4 herrschen. Die unterschiedlichen Materialien können innerhalb des Übergangs 7 miteinander verbunden werden. So kann beispielsweise ein Überlappstoß von Kupfer auf Stahl, eine eingesteckte Verbindung von Kupfer in Stahl, eine eingesteckte Verbindung von Kupfer in Stahl mit einer Spitze sowie ein Drahtübergang von Stahl zu Kupfer erfolgen. Anstatt von Stahl kann beispielsweise Inconel verwendet werden. Anstatt von Kupfer kann auch eine Kupferlegierung eingesetzt werden.
In einerweiteren nicht dargestellten Ausführungsform können Isolationsscheiben angebracht werden, wodurch verhindert werden kann, dass die Isolierung 6 erodiert bzw. entfernt wird.
Claims
1. Durchführung (1) für einen elektrischen Leiter (2), wobei der elektrische Leiter (2) aus einem Gehäuse (3) eines Abgassystems herausführbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der elektrische Leiter (2) zur isolierten Durchführung eines Bauteils aus dem Gehäuse (3) ausgebildet ist, wobei über eine Länge des elektrischen Leiters (2) ein Temperaturgradient ausgebildet ist, um die Temperatur des elektrischen Leiters (2) innerhalb der Durchführung (1) abzusenken.
2. Durchführung (1) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der elektrische Leiter (2) zur Durchführung in einer Hülse (5) geführt ist, wobei zwischen der Hülse (5) und dem elektrischen Leiter (2) eine Isolierung (6) angeordnet ist.
3. Durchführung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolierung (6) Magnesiumoxid oder Keramik enthält.
4. Durchführung (1) nach Anspruch 1 , 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der elektrische Leiter (2) zumindest teilweise aus Stahl oder einer Nickellegierung ausgebildet ist.
5. Durchführung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Durchmesser des elektrischen Leiters (2) an eine Strombelastung und eine Wärmeleitung des Abgases angepasst ist.
6. Durchführung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der elektrische Leiter (2) einen Übergang (7) von einem Stahlmaterial (8) zu einem Kupfermaterial (9) oder von einer Nickellegierung (10) zu einem Kupfermaterial (9) aufweist.
7. Durchführung (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der elektrische Leiter (2) in einem Bereich innerhalb der Hülse (5) einen Stoß (11) aufweist, an welchem ein Abschnitt des elektrischen Leiters aus einem Stahlmaterial (8) oder aus einer Nickellegierung (10) einen Abschnitt aus einem Kupfermaterial (9) kontaktiert.
8. Durchführung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Absenkung der Temperatur des elektrischen Leiters (2) innerhalb der Durchführung (1) auf unter 180 °C erfolgt, sodass die Durchführung mit einem herkömmlichen Steckverbinder (12) verbindbar ist.
9. Durchführung (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (5) aus einem schweißbaren Material ausgebildet ist, sodass die Hülse (5) mit dem Gehäuse (3) verschweißbar ist.
10. Durchführung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine ADR Anforderung mit der Durchführung (1) erfüllt werden.
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