Frischhaltebehältnis
Die Erfindung betrifft ein Frischhaltebehältnis , insbesondere in Form einer Unterdruckschubladeneinrichtung, für Lebensmittel umfassend wenigstens einen Behältnisgrundkörper und einen auf dem wenigstens einen Behältnisgrundkörper aufsetzbaren Behältnisdeckel , wobei der Behältnisdeckel eine Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung und wenigstens eine Sensorik umfasst . Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Möbel mit einem solchen Frischhaltebehältnis , die Verwendung eines Versorgungsbehälters zur Adj ustage einer Atmosphäre innerhalb einer Schublade sowie ein Verfahren zur Öffnung eines solchen Frischhaltebehältnisses . Weiters betrifft die Erfindung ein rechnerimplementiertes Verfahren zur Regelung einer Atmosphäre eines solchen Frischhaltebehältnisses und ein Computerprogrammprodukt .
Ein solches Frischhaltebehältnis ist bereits aus der Schrift
EP 3 740 099 Al bekannt , bei welchem ein Behältnisdeckel ein Evakuiermittel in Form einer Steuerung in Verbindung mit Ventilen umfasst , um einen Unterdrück in einer Schubladeneinrichtung zu generieren .
Ein solches Frischhaltebehältnis ist bereits aus der Schrift EP 4 073 442 Al bekannt , bei welchem ein Überwachungsverf ahren für einen Schubladeninnenraum vorgesehen ist und ein Feuchtigkeitssensor vorhanden ist .
Ein solches Frischhaltebehältnis ist bereits aus der Schrift EP 4 073 443 Al bekannt , bei welchem eine Hubeinrichtung für eine vakuumierte Schublade mit Dichtungsbeschlägen genutzt wird .
Ein solches Frischhaltebehältnis ist bereits aus der Schrift EP 4 073 444 A bekannt , bei welchem ein mehrschichtiger Behältnisdeckel mit einer Leiterplatte und einem Entfeuchtungskanal herangezogen wird .
Nachteilig am Stand der Technik ist , dass eine Lebensmittelqualität durch die Frischhaltebehältnisse zeitlich lediglich begrenzt hinreichend
aufrechterhalten werden kann, sodass das ökologische und wirtschaftliche Bedürfnis besteht , Abfall von Lebensmitteln weiter reduzieren zu können .
Die obj ektive technische Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher darin, ein gegenüber dem Stand der Technik verbessertes Frischhaltebehältnis bereitzustellen, bei welchem die Nachteile des Stands der Technik zumindest teilweise behoben sind, und welches sich insbesondere durch eine erhöhte Funktionalität und/oder durch die Eignung zur gesteigerten Haltbarkeit von Lebensmitteln auszeichnet .
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst .
Es ist demnach erfindungsgemäß vorgesehen, dass die wenigsten eine Sensorik zur Bestimmung eines C02-Gehaltes , einer Temperatur und/oder eines Anteiles an, insbesondere flüchtigen, organischen Verbindungen einer innerhalb des wenigstens einen Behältnisgrundkörpers angeordneten Atmosphäre ausgebildet ist und die wenigstens eine Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung dazu ausgebildet ist , den CO2 -Gehalt , die Temperatur und/oder den Anteil an organischen Verbindungen der Atmosphäre anzupassen .
Dadurch wird es erst ermöglicht , dass - gegebenenfalls in Ergänzung zu herkömmlichen Maßnahmen wie eine Entfeuchtung oder Druckregulierung - die Haltbarkeit von Lebensmitteln in signifikantem Maße verlängerbar ist .
Relevante Einflussfaktoren auf die Lebensmittelqualität beziehungsweise die Lebensmittelhaltbarkeit respektive den Zustand von Lebensmitteln sind die zeitlichen Umgebungsrandbedingungen in der an das Lebensmittel angrenzenden Atmosphäre , welche durch das Frischhaltebehältnis über die Sensorik überwacht und über die Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung geregelt werden kann . Diesbezüglich wird gewährleistet , Kriterien wie Temperatur, Gaszusammensetzung zu regulieren und beispielsweise Feuchtigkeit durch Bindung oder Entfernung aus Lebensmitteln und/oder der Atmosphäre zu reduzieren oder eine Kühlung oder Erwärmung sicherzustellen .
In Ergänzung kann im Allgemeinen eine Lebensmittelfermentation, eine chemische Konservierung , eine Einwirkung elektromagnetischer - insbesondere UV- oder ionisierender - Strahlung , eine Lebensmittelfermentation, eine chemische Konservierung, mechanischer Energie - insbesondere in Form von Druck oder Scherkräften, eine mechanische Entfernung von Mikroorganismen aus Lebensmitteln erfolgen, um einen Reifeprozess zu beeinflussen oder eine Verkeimung durch Mikroorganismen zu reduzieren . Eine UV-Behandlung von Lebensmitteln hat j edoch aufgrund der limitierten Eindringtiefe nur einen geringen Einfluss auf die Haltbarkeit von Lebensmitteln, da nur eine Oberflächenentkeimung möglich ist .
Früchte weisen beispielsweise einen Stoffwechsel auf , verbrauchen Sauerstoff und erzeugen Wärme , C02 , Wasserdampf sowie aromatische Verbindung in Abhängigkeit von einer Oxidation der Kohlenhydrate , Zucker und Säuren im Gewebe der Frucht . Der Zusammenhang zur Haltbarkeit ist hierbei sehr individuell , wobei durch das Frischhaltebehältnis diesem Sachverhalt Rechnung getragen werden kann . Gegebenenfalls können Kontrollparametern des Abbauungsprozesses , wie beteiligte Vitamine , Säuren, Produktion von Ethen, Zerlegung von Chlorophyll et cetera einbezogen werden, wobei auf die spezifische Wechselwirkung mit potentiellen Schäden an j eweiligen Früchten - zum Beispiel Lagerkrankheiten oder Kernhausbräune - Rücksicht genommen werden kann .
Beispielsweise kann der Einsatz von physikalischen oder chemischen Treibmitteln wie Stickstoff , Kohlendioxid, Sauerstoff , Argon, Helium oder Distickstoffoxid über die Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung genutzt werden, welche den Stoffwechsel von Lebensmitteln als Gesamtheit aller enzymatischen Reaktionen positiv (und gegebenenfalls negativ) beeinflussen können . Der Zusammenhang kann beispielsweise über die sogenannte Arrhenius-Gleichung zugrunde gelegt werden, wobei zum Beispiel die Bildung von Ethylen eine Beschleunigung des Alterungsprozesses ungünstig beeinflussen kann .
Einer unerwünschten Kondensatbildung kann effizient entgegengewirkt werden, wobei im Allgemeinen eine bloße luftdichte Abdichtung nicht hinreichend für eine besonders hohe Lebensmittelqualität über einen langen Zeitraum ist , da der Wechselwirkung zwischen erforderlicher
Luftfeuchtigkeit und nötiger Entfeuchtung - insbesondere in Abhängigkeit von Lebensmittelsorten und eines vorliegenden Leervolumens in dem Frischhaltebehältnis - Rechnung getragen werden sollte , um einen abträglichen Stoffwechsel zu hemmen und/oder einen unerwünschten Bakterienbefall sowie ein Pilzwachstum unterbinden zu können .
Die wenigstens eine Sensorik kann im Allgemeinen als gemeinsame Baueinheit für eine Vielzahl an zu ermittelnden Sensorsignalen und/oder als räumlich gesonderte Sensoreinheiten ausgebildet sein, um Informationen bereitzustellen, welche für die Reduktion von Lebensmittelabfall durch verbesserte Lagerbedingungen sowie Lebensmittelqualität genutzt werden können . Bevorzugt befindet sich eine Sensorik direkt über dem j eweiligen Behältnisgrundkörper .
Durch die Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung kann die Lagerbedingung von im Frischhaltebehältnis verorteten Lebensmitteln durch Adj ustage optimiert werden, wobei beispielsweise ein Luftaustausch mittels Ventile des Behältnisdeckels oder über ein Öffnen des Behältnisdeckels generiert werden kann .
Das Frischhaltebehältnis liegt bevorzugt in Form einer Möbelschublade vor , wobei im Allgemeinen eine Schublade das Frischhaltebehältnis umfassen kann und anderweitige Möbelteile wie Möbelklappen, Boxen oder dergleichen denkbar sind .
Beispielsweise kann ein Milieu / eine Umgebung für Tomaten geschaffen werden, wobei eine Haltbarkeit der Tomaten gegenüber einer Lagerung in einem Kühlschrank und/oder frei in einer Küche im Bereich von Tagen oder Wochen länger ist .
Wie eingangs ausgeführt , wird Schutz auch begehrt für ein Möbel , umfassend einen Möbelkorpus und wenigstens ein relativ zu dem Möbelkorpus verschiebbares solches Frischhaltebehältnis , wobei das Frischhaltebehältnis als Schublade ausgestaltet ist .
Beispielsweise kann eine Feuchtigkeitsabscheidung über das Frischhaltebehältnis über Schlitze oder Öffnungen im Möbelkorpus entweichen oder über einen Schlauch oder einen Behälter abgeführt werden .
Zur Feuchtigkeitsentfernung kann alternativ oder in Ergänzung ein Spalt oder eine Öffnung zwischen Schubladenfronten und/oder - vorzugsweise in einer Möbelkorpusrückwand - vorgesehen sein, um über Verdunstung oder Verdampfung Feuchtigkeit von einem Innenraum des Frischhaltebehältnisses in einen Außenraum ( in Analogie zu einem Lüftungsgitter bei Kühlschränken ) zu transferieren . Bevorzugt wird Feuchtigkeit durch wenigstens einen Entlüftungsschlitz an dem Möbelkorpus und/oder eine Ausnehmung in einer Schubladenrückwand für einen Versorgungsbehälter aus dem Möbelkorpus verdunstet .
Wie eingangs ausgeführt , wird Schutz auch begehrt für die Verwendung eines Versorgungsbehälters zur Adj ustage einer Atmosphäre innerhalb einer Schublade .
Versorgungsbehälter - insbesondere CO2 -Behälter - können erfindungsgemäß genutzt werden, um einen Reifeprozess von in einer Schublade befindlichen Lebensmitteln durch Hemmung oder Verstärkung eines Reifeprozesses zu regeln .
Wie eingangs ausgeführt , wird Schutz auch begehrt für ein Verfahren zur Öffnung eines solchen Frischhaltebehältnisses , wobei die folgenden Verfahrensschritte durchgeführt werden :
- durch einen Auslösemechanismus wird ein Öf f nungswunsch eines Bedieners des Frischhaltebehältnisses , vorzugsweise über eine Überdrückbewegung , detektiert
- der Behältnisdeckel wird über den Auslösemechanismus relativ zu dem wenigstens einen Behältnisgrundkörper angehoben und der wenigstens eine Behältnisgrundkörper wird, insbesondere zeitverzögert , über den Auslösemechanismus und durch eine Antriebseinrichtung relativ zu einem Möbelkorpus in Öf f nungsrichtung verschoben .
Über den Auslösemechanismus kann - insbesondere durch Integration einer Zeitverzögerung - eine Kollision zwischen dem Behältnisdeckel und dem wenigstens einen Behältnisgrundkörper unterbunden werden, wobei ein sachgemäßes Lösen des Behältnisdeckels von dem wenigstens einen Behältnisgrundkörper chronologisch vor der Bewegung des wenigstens einen Behältnisgrundkörpers in Öff nungsrichtung bei Detektion eines
Öf f nungswunsches durch einen Bediener die Funktionalität des Frischhaltebehältnisses über eine lange Standzeit aufrechterhalten kann .
Wie eingangs ausgeführt , wird Schutz auch begehrt für ein rechnerimplementiertes Verfahren zur Regelung einer Atmosphäre eines solchen Frischhaltebehältnisses wobei eine Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung Sensordaten wenigstens einer Sensorik zu einem C02- Gehalt , einer Temperatur und/oder eines Anteiles an organischen Verbindungen einer innerhalb eines Behältnisgrundkörpers angeordneten Atmosphäre erfasst und die Atmosphäre anpasst .
Zum Beispiel kann in Abhängigkeit der gewünschten Funktionsweise und/oder der in dem Frischhaltebehältnis verorteten Lebensmitteln durch die Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung eine Schaltung initiiert werden, bei welcher innerhalb des wenigstens einen Behältnisgrundkörpers ein Unterdrück oder ein Vakuum ( Grobvakuum, Feinvakuum oder Hochvakuum) erzeugt oder gehalten wird, physikalische Größen über die wenigstens eine Sensorik gemessen werden, ein Luftaustausch oder eine Luftumwälzung erfolgt , eine Entfeuchtung erwirkt wird, ein Trockenvorgang generiert wird und/oder ein Trockenvorgang erfolgt .
Besonders bevorzugt wird rechnergestützt eine Feuchtigkeit und/oder ein Druck über wenigstens eine Sensorik erfasst und die Feuchtigkeit und/oder der Druck in der Atmosphäre angepasst .
Wie eingangs ausgeführt , wird Schutz auch begehrt für ein Computerprogrammprodukt umfassend Befehle , welche bei der Ausführung durch eine Recheneinheit diese veranlassen, ein solches rechnerimplementiertes Verfahren auszuführen .
Beispielsweise kann die Recheneinheit integraler Bestandteil der Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung sein und/oder in Datenverbindung mit einer Speichereinheit stehen oder in eine solche bringbar sein, wobei auf der Speichereinheit Sensorikdaten - insbesondere mit einer Historie - hinterlegbar oder hinterlegt sind .
Ein Computeralgorithmus kann zum Beispiel in Form einer Zweipunktregelung zur Feuchtigkeitsregelung vorliegen, wobei Parameter
wie Zieldruck, Abpumpintervall , Hysteresewerte für C02 , bVOC (biogenic volatile organic compound als spezielle organische Verbindungen) und Feuchtigkeit über eine Konfigurationsdatei modifizierbar sind .
Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen definiert .
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass über die wenigstens eine Sensorik eine Luftfeuchtigkeit und/oder einen Druck der Atmosphäre erfassbar ist und die Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung dazu ausgebildet ist , die Luftfeuchtigkeit und/oder den Druck der Atmosphäre anzupassen .
Über den Druck und/oder die Luftfeuchtigkeit kann die Atmosphäre besonders günstig derart innerhalb des wenigstens einen Behältnisgrundkörpers bereitgestellt werden, um für individuelle Lebensmittel eine vorteilhafte Bedingung sicherzustellen .
Vorteilhafterweise ist vorgesehen, dass wenigstens eine Entfeuchtungseinheit zur Reduktion einer Luftfeuchtigkeit der Atmosphäre , vorzugsweise umfassend einen Ventilator , und/oder eine Druckanpassungseinheit zur Anpassung des Druckes der Atmosphäre vorgesehen ist .
Beispielsweise kann die Druckanpassungseinheit einen Druckminderer mit einem Einstellrad umfassen, um an einem in Verbindung mit der Druckanpassungseinheit stehenden Ventil den innerhalb des wenigstens einen Behältnisgrundkörpers vorliegenden Druck einstellen zu können .
Als günstig hat sich erwiesen, dass die Druckanpassungseinheit eine Vakuumpumpe und/oder die Entfeuchtungseinheit eine Membranpumpe und/oder eine Kondensatpumpe umfasst .
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die wenigstens eine Sensorik und/oder die Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung in Verbindung mit wenigstens einem Versorgungsbehälter , vorzugsweise CO2 -Behälter , umfassend wenigstens ein Treibmittel , vorzugsweise C02 , steht , wobei vorzugsweise vorgesehen ist ,
dass der wenigstens eine Versorgungsbehälter liegend oder stehend und/oder zumindest bereichsweise innerhalb und/oder außerhalb des Frischhaltebehältnisses angeordnet ist .
Durch den wenigstens einen Versorgungsbehälter kann eine Gas zusammensetzung innerhalb des wenigstens einen Behältnisgrundkörper kontrolliert werden, wobei beispielsweise durch Hinzufügen von C02 in die Atmosphäre ein Reifeprozess verlangsamt werden kann . Beispielsweise kann der wenigstens eine Versorgungsbehälter in der Schublade oder einer den wenigstens einen Behältnisgrundkörper umgebenden Fassung angeordnet sein, wobei eine Anordnung außerhalb der Schublade bevorzugt ist .
Besonders bevorzugt ist der wenigstens eine Versorgungsbehälter stehend respektive in vertikaler Richtung orientiert angeordnet , um einen Ausfluss von Inhalt , welcher zum Beispiel durch Wärmeentzug zu einer Vereisung von Ventilen führen kann, zu verhindern . Im Allgemeinen kann der wenigstens eine Versorgungsbehälter in Interaktion mit einem
Radiallüfter geschaltet sein .
Eine vorteilhafte Variante der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass wenigstens eine Wärmetransfereinheit , vorzugsweise Peltier-Element , zur Adj ustage der Temperatur der Atmosphäre vorgesehen ist , wobei vorzugsweise vorgesehen ist , dass die Wärmetransfereinheit zur Feuchtigkeitsabscheidung aus der Atmosphäre nutzbar ist .
Durch ein Peltier-Element kann eine gewünschte Temperatur innerhalb des wenigstens einen Behältnisgrundkörpers eingestellt werden, wobei in Ergänzung Feuchtigkeit aus der Atmosphäre abgeschieden werden kann . Beispielsweise kann ein Kühlelement vorgesehen sein, über welches Feuchtigkeit in einer Wasserschale gesammelt werden kann, wobei zum Beispiel Luftfeuchtigkeit an einem über dem Behältnisgrundkörper angeordneten Peltier-Element kondensieren kann und als Kondensat in eine Sammelschale zum Abtransport tropfen kann .
Besonders bevorzugt ist , dass eine Lüftungseinrichtung vorgesehen ist , mit welcher eine Zusammensetzung der Atmosphäre durch Luftaustausch mit einem Außenbereich des Frischhaltebehältnisses änderbar ist .
Beispielsweise können Schlitze im Behältnisdeckel und/oder in dem wenigstens einen Behältnisgrundkörper für einen Lufteinlass beziehungsweise einen Luftauslass vorgesehen sein . Alternativ oder in Ergänzung kann ein Luftaustausch über Ventile oder ein Öffnen des Behältnisdeckels hergestellt werden . Eine Luftumwälzung kann über einen - vorzugsweise oberhalb des wenigstens einen Behältnisgrundkörpers angeordneten - Lüfter zur Durchmischung der Atmosphäre erfolgen . Gegebenenfalls können Entkeimungsmittel herangezogen werden .
Bevorzugt umfasst die Lüftungseinrichtung einen, vorzugsweise austauschbaren, Luftfilter und/oder ein, vorzugsweise abnehmbares , Flügelrad . Besonders bevorzugt sind der Lufteinlass und Luftauslass möglichst weit voneinander entfernt - wie an gegenüberliegenden Behältnisgrundkörperseitenwänden angeordnet - und/oder auf Behältnisgrundkörperseitenwände gerichtet . Besonders effektiv kann Luft über einen Schlitz oder mit einer Vielzahl an Öffnungen verteilt werden . Luft kann über die Lüftungseinrichtung beispielsweise mittels Hubmagneten mit Dichtungen sowie einem Radiallüfter mit Ventilen ausgetauscht werden .
Bevorzugt umfasst die Lüftungseinrichtung einen Wasserbehälter für der Atmosphäre entzogenen Feuchtigkeit .
Bei einem Ausführungsbeispiel der gegenständlichen Erfindung ist vorgesehen, dass der Behältnisdeckel und der wenigstens eine Behältnisgrundkörper in zumindest einer Betriebsstellung des Frischhaltebehältnisses durch ein Dichtungsmittel im Wesentlichen luftdicht miteinander verbunden sind .
Durch das Dichtungsmittel kann ein Eintritt von Umgebungsluft signifikant reduziert werden . Bevorzugt liegt das Dichtungsmittel in Form einer elastischen Dichtlippe vor - besonders bevorzugt ausgebildet mit einem Querschnitt als flexibles Rechteckt , Kreis oder D-Profil . Das Material des Dichtungsmittels kann zum Beispiel aus Schaumstoff , Gelmaterial oder Moosgummi bestehen, wobei eine geringe Oberflächenrauhigkeit besonders bevorzugt ist .
Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass der Behältnisdeckel und/oder der wenigstens eine Behältnisgrundkörper metallisch ausgebildet ist .
Durch einen Behältnisgrundkörper oder einem Bereich des Behältnisdeckels , welcher dem Behältnisgrundkörper zugewandt ist , aus Metall kann eine Keimlast des Frischhaltebehältnisses reduziert werden .
Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist vorgesehen, dass das Frischhaltebehältnis eine Antriebseinrichtung zur Bewegung des wenigstens einen Behältnisgrundkörpers relativ zu einem Möbelkorpus umfasst , wobei vorzugsweise vorgesehen ist , dass die Antriebseinrichtung als Ausstoßeinrichtung ausgebildet ist und/oder in einer Überdrückstellung der Antriebseinrichtung aktivierbar ist .
Dadurch wird ein Bedienkomfort in der Benutzung des Frischhaltebehältnisses erhöht . Ein Öf f nungswunsch kann beispielsweise durch Druckausübung auf die Schublade in eine Überdrückstellung, taktil ( zum Beispiel durch Berührungserkennung ) und/oder elektronisch (beispielsweise via Funkbetätigung ) von einem Auslösemechanismus detektiert werden .
Bevorzugt ist vorgesehen, dass der Behältnisdeckel wenigstens einen, vorzugsweise zwei diagonal an dem Behältnisdeckel angeordnete und/oder elektrischen, Hubmotor zum Anheben des Behältnisdeckels gegenüber dem wenigstens einen Behältnisgrundkörper umfasst .
Beispielsweise kann ein Linearantrieb zur Lüftung des Frischhaltebehältnisses genutzt werden, wobei in Schließstellung ein Anpressen des Behältnisdeckels über die Dichtungen erfolgen kann . Ein vertikaler Hub durch den Hubmotor kann zum Beispiel durch eine Linearführung über Langlöcher , Distanzstücken wie Passscheiben oder eine Kulisse in Verbindung mit Zahnstange generiert werden, wobei ein Motorstopp im Allgemeinen über Endlagenschalter erkannt werden kann . Eine Verzögerung des Motorstopps kann durch Software-Implementierung und/oder mechanisch ausgebildet sein .
Weiters ist bevorzugt vorgesehen, dass an dem Behältnisdeckel eine Führungsvorrichtung angeordnet ist , durch welche der Behältnisdeckel
über den wenigstens einen Hubmotor relativ zu dem wenigstens einen Behältnisgrundkörper anhebbar ist , wobei vorzugsweise vorgesehen ist , dass die Führungsvorrichtung eine schiefe Ebene und/oder eine Nut in Verbindung mit einem Nutenstein umfasst .
Ein Öffnen des Behältnisdeckels kann in Gebrauchsstellung in vertikaler und/oder horizontaler Richtung erfolgen, wobei im Allgemeinen denkbar ist , den Behältnisdeckel zur erhöhten Zugänglichkeit von Staugut gegenüber dem wenigstens einen Behältnisgrundkörper schwenkbar aus zubilden . Eine vertikale Bewegung des Behältnisdeckels kann mittelbar über eine translatorische Bewegung erfolgen .
In einer weiteren Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass ein Auslösemechanismus zur Aktivierung der Antriebseinrichtung und/oder des wenigstens einen Hubmotors vorgesehen ist , mit welchem zuerst der Behältnisdeckel anhebbar und anschließend der wenigstens eine Behältnisgrundkörper in Öf f nungsrichtung bewegbar ist , wobei der Auslösemechanismus vorzugsweise einen Taster und/oder einen Annäherungssensor umfasst .
Dadurch kann beispielsweise zuerst der Unterdrück innerhalb des Frischhaltebehältnisses aufgelöst werden und anschließend eine gegenüber dem Behältnisdeckel kontaktloses Ausfahren des wenigstens einen Behältnisgrundkörpers erfolgen .
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass eine Vielzahl an über eine Separierungsvorrichtung voneinander getrennte Behältnisgrundkörper, vorzugsweise von variierender Ausdehnung, und genau ein Behältnisdeckel für die Vielzahl an Behältnisgrundkörper vorgesehen sind, wobei die Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung dazu konfiguriert ist , die Atmosphären der Vielzahl an Behältnisgrundkörper individuell anzupassen .
Liegen mehrere Behältnisgrundkörper vor, kann auf variierende Lebensmittelsorten spezifisch über die Atmosphäre eingegangen werden, wobei zudem ein Leervolumen eines konkreten Behältnisgrundkörpers reduziert werden kann . Die Ausdehnungen können sich im Allgemeinen in einer maximalen Breite und/oder Tiefe unterscheiden .
Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass an dem Behältnisdeckel eine Vielzahl an Ventilen in Anbindung an eine Verschlauchung des Behältnisdeckels zur Erkennung und/oder Änderung der Atmosphäre angeordnet ist .
Über die Verschlauchung kann der wenigstens einen Sensorik die j eweilige Atmosphäre einer Vielzahl an Behältnisgrundkörpern zugeführt werden und die Atmosphären individuell angepasst werden .
Vorteilshafterweise kann vorgesehen sein, dass der wenigstens eine Versorgungsbehälter zumindest bereichsweise zwischen einer Behältnisrückwand und einer Möbelkorpusrückwand und/oder in einem weiteren Möbelkorpus angeordnet ist und/oder die Möbelkorpusrückwand eine Aussparung zur zumindest bereichsweisen Anordnung des wenigstens einen Versorgungsbehälters innerhalb der Möbelkorpusrückwand aufweist .
Durch eine Anordnung hinter der Behältnisrückwand oder dem Behältnisdeckel kann ein zur Verfügung stehender Stauraum erhöht werden . Durch eine Aussparung kann verhindert werden, dass Standardmaße für Schubladen ersetzt oder angepasst werden müssen . Darüber hinaus kann durch einen im Gebrauch stehenden Versorgungsbehälter eine Dichtheit des Versorgungsbehälters erhöht werden .
Ist der wenigstens eine Versorgungsbehälter in einem, vorzugsweise angrenzenden, weiteren Möbelkorpus angeordnet , so kann beispielsweise eine bereits bestehende Infrastruktur - vorzugsweise in Verbindung mit Armaturen - effizient durch Anschluss an das Frischhaltebehältnis genutzt werden . Der wenigstens eine Versorgungsbehälter kann im Allgemeinen an einem statischen oder einem bewegbaren Möbelteil , zum Beispiel an einem Flaschenaus zug oder Abfallaus zug, fixiert sein .
Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der Figurenbeschreibung unter Bezugnahme auf die in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele im Folgenden näher erläutert . Darin zeigen :
Fig . 1 , 2 ein Möbel mit einem Frischhaltebehältnis gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel in perspektivischer Ansicht mit einem vergrößerten Detailausschnitt im Bereich eines Versorgungsbehälters ,
Fig . 3 , 4 ein Frischhaltebehältnis gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform in perspektivischer Ansicht in Schließstellung sowie in einer Ansicht von oben,
Fig . 5 , 6 das Frischhaltebehältnis gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig . 3 in einer Seitenansicht mit Detaildarstellung einer Führungsvorrichtung und in einem Zustand eines demontierten Behältnisdeckels in perspektivischer Ansicht ,
Fig . 7 ein Schaltbild zur Veranschaulichung einer Regelung eines Frischhaltebehältnisses durch eine Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung .
Fig . 1 zeigt ein Möbel 36 umfassend einen Möbelkorpus 21 und ein relativ zu dem Möbelkorpus 21 verschiebbares Frischhaltebehältnis 1 in Form von Schubladen 37 . Die Anzahl an Schubladen 37 und Frischhaltebehältnissen 1 ist im Allgemeinen beliebig . Beispielsweise kann die untere Schublade 37 eine herkömmliche Schublade 37 und die obere Schublade 37 ein Frischhaltebehältnis 1 darstellen, wobei in diesem Ausführungsbeispiel oberhalb des Frischhaltebehältnisses 1 eine Blende für die Elektronik und Infrastruktur des Frischhaltebehältnisses 1 vorgesehen ist .
Fig . 2 stellt das Möbel 36 mit Blickrichtung auf eine Möbelkorpusrückwand 39 dar , wobei ein Versorgungsbehälter 12 zur Adj ustage einer Atmosphäre 6 innerhalb einer Schublade 37 verwendet wird, wobei der Versorgungsbehälter 12 zwischen einer Behältnisrückwand 38 ( sowie einer Behältnisdeckelrückwand ) und der Möbelkorpusrückwand 39 angeordnet ist .
Die Möbelkorpusrückwand 39 umfasst eine Aussparung 40 zur bereichsweisen Anordnung des Versorgungsbehälters 12 innerhalb der Möbelkorpusrückwand 39 .
Fig . 3 zeigt das Frischhaltebehältnis 1 in Form einer Unterdruckschubladeneinrichtung für Lebensmittel umfassend drei Behältnisgrundkörper 2 ( in der Darstellung verdeckt - vgl . Fig . 6 ) , wobei
die Anzahl an Behältnisgrundkörper 2 im Allgemeinen beliebig ist , und einen auf den Behältnisgrundkörpern 2 auf setzbaren Behältnisdeckel 3 .
Der Behältnisdeckel 3 umfasst eine Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung 4 und eine Sensorik 5 , wobei die Sensorik 5 zur Bestimmung eines CO2-Gehaltes , einer Temperatur und eines Anteiles an organischen Verbindungen (wie flüchtigen bVOC ) einer innerhalb des j eweiligen Behältnisgrundkörpers 2 angeordneten Atmosphäre 6 ausgebildet ist . Die Atmosphäre 6 kann für j eden Behältnisgrundkörper 2 gesondert analysiert werden, wobei dies im Allgemeinen nicht zwingend erforderlich ist . Die Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung 4 ( die Positionierung und/oder Integration in Bauteilkomponenten ist im Allgemeinen beliebig ) ist dazu ausgebildet ist , den CO2 -Gehalt , die Temperatur und den Anteil an organischen Verbindungen der Atmosphäre 6 anzupassen .
Über die Sensorik 5 wird eine Luftfeuchtigkeit und ein Druck der Atmosphäre 6 ermittelt , wobei die Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung 4 dazu konfiguriert ist , die Luftfeuchtigkeit und den Druck der Atmosphäre 6 einzustellen .
Das Frischhaltebehältnis 1 umfasst eine Entfeuchtungseinheit 7 zur Reduktion der Luftfeuchtigkeit der Atmosphäre 6 , wobei die Entfeuchtungseinheit 7 einen Ventilator 8 aufweist , und eine Druckanpassungseinheit 9 zur Anpassung des Druckes der Atmosphäre 6 .
An die Entfeuchtungseinheit 7 ist ein Flüssigkeitsbehälter 42 angeordnet , bei dem Kondensat aus der Atmosphäre 6 gesammelt werden kann .
Die Druckanpassungseinheit 9 umfasst eine Vakuumpumpe 10 ( zur Erzeugung eines Unterdruckes innerhalb eines Behältnisgrundkörpers 2 ) und die Entfeuchtungseinheit 7 umfasst eine Membranpumpe 11 , welche alternativ oder in Ergänzung als Kondensatpumpe ausgebildet sein kann .
Das Frischhaltebehältnis 1 weist eine Wärmetransfereinheit 14 umfassend ein Peltier-Element 15 zur Adj ustage der Temperatur der Atmosphäre 6 auf , wobei die Wärmetransfereinheit 14 zur Feuchtigkeitsabscheidung aus der Atmosphäre 6 nutzbar ist .
Das Peltier-Element 15 ist unterhalb der Entfeuchtungseinheit 7 angeordnet .
Das Frischhaltebehältnis 1 umfasst eine Lüftungseinrichtung 16 , mit welcher eine Zusammensetzung der Atmosphäre 6 durch Luftaustausch mit einem Außenbereich 17 des Frischhaltebehältnisses 1 änderbar ist . Durch die Lüftungseinrichtung 16 kann alternativ oder in Ergänzung eine Umwälzung der Atmosphäre 6 (Umluft-Stellung ) generiert werden .
Angrenzend an die Lüftungseinrichtung 16 ist ein Linearaktuator angebunden, mit welchem abhängig von der Stellung des Linearaktuators eine Leitung der Lüftungseinrichtung 16 freigegeben werden kann, sodass Luft außerhalb des Frischhaltebehältnisses 1 angesaugt werden kann .
Fig . 4 zeigt , dass die Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung 4 angrenzend an die Wärmetransfereinheit 14 angeordnet ist , wobei die Positionierung im Allgemeinen beliebig ist und beispielsweise auch an dem Behältnisgrundkörper 2 , der Schublade 37 oder dem Möbelkorpus 21 angeordnet sein kann .
Die Sensorik 5 und die Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung 4 stehen in Verbindung mit dem Versorgungsbehälter 12 , welcher als CO2 -Behälter 13 mit C02 als Treibmittel ausgebildet ist . Der Versorgungsbehälter 12 kann j edoch im Allgemeinen in Ergänzung oder alternativ anderweitige chemische oder physikalische Treibmittel umfassen .
Die Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung 4 kann beispielsweise als Computereinheit oder als Prozessoreinheit - gegebenenfalls mit einer Speichereinheit und/oder einer HMI - ausgebildet sein .
In Gebrauchsstellung des Frischhaltebehältnisses 1 ist der Versorgungsbehälter 12 stehend und außerhalb des Frischhaltebehältnisses 1 angeordnet .
Das Frischhaltebehältnis 1 umfasst eine Antriebseinrichtung 20 zur Bewegung der Behältnisgrundkörper 2 relativ zu dem Möbelkorpus 21 , wobei die Antriebseinrichtung 20 als Ausstoßeinrichtung 22 ausgebildet ist und
in einer Überdrückstellung der Schublade 37 beziehungsweise der Antriebseinrichtung 20 aktivierbar ist .
Der Behältnisdeckel 3 weist zwei diagonal an dem Behältnisdeckel 3 angeordnete und elektrische Hubmotoren 23 zum Anheben des Behältnisdeckels 3 gegenüber den Behältnisgrundkörpern 2 auf , wobei eine Hubbewegung in vertikaler Richtung durch eine translatorische Bewegung in Öff nungsrichtung 29 generiert wird .
Das Frischhaltebehältnis 1 weist einen Auslösemechanismus 28 zur Aktivierung der Antriebseinrichtung 20 und der Hubmotoren 23 auf , mit welchem zuerst der Behältnisdeckel 3 anhebbar und anschließend die Behältnisgrundkörper 2 in Öf f nungsrichtung 29 bewegbar sind .
In diesem Ausführungsbeispiel ist ein Auslösemechanismus 28 an der Antriebseinrichtung 20 und ein Auslösemechanismus 28 an dem Frischhaltebehältnis 1 angeordnet , wobei ein Auslösemechanismus in Form eines Tasters 30 und ein Auslösemechanismus als Annäherungssensor 31 ausgestaltet ist .
Ein exemplarisches Verfahren zur Öffnung des Frischhaltebehältnisses 1 kann wie folgt durchgeführt werden : Durch den Auslösemechanismus 28 wird ein Öf f nungswunsch eines Bedieners des Frischhaltebehältnisses 1 mittels Überdrückbewegung auf die Schublade 37 detektiert , der Behältnisdeckel 3 wird über den Auslösemechanismus 28 relativ zu den Behältnisgrundkörpern 2 angehoben und die Behältnisgrundkörper 2 werden zeitverzögert über den Auslösemechanismus 28 und durch die Antriebseinrichtung 20 relativ zu dem Möbelkorpus 21 in Öff nungsrichtung
29 verschoben .
Im Allgemeinen ist j edoch auch eine im Zuge der Öf f nungsbewegung der Behältnisgrundkörper 2 erfolgenden Anhebebewegung des Behältnisdeckels 3 möglich, wobei gleichzeitig mit einer beziehungsweise im Zuge der Linearbewegung der Behältnisgrundkörper 2 in Öff nungsrichtung 29 ein Lösevorgang des Behältnisdeckels 3 erfolgt .
An dem Behältnisdeckel 3 ist eine Vielzahl an Ventilen 34 in Anbindung an eine Verschlauchung 35 ( schematisch in punktierten Linien angedeutet ) des Behältnisdeckels 3 zur Erkennung und Änderung der Atmosphäre 6 angeordnet .
Fig . 5 zeigt , dass an dem Behältnisdeckel 3 eine Führungsvorrichtung 24 angeordnet ist , durch welche der Behältnisdeckel 3 über die Hubmotoren 23 relativ zu den Behältnisgrundkörpern 2 anhebbar ist . Die Führungsvorrichtung 24 umfasst eine schiefe Ebene 25 , welche als Nut 26 ausgebildet ist und in welcher ein Nutenstein 27 angeordnet ist .
Der Behältnisdeckel 3 und die Behältnisgrundkörper 2 sind in der Betriebsstellung 18 des Schließ zustandes ( siehe Fig . 3 ) des Frischhaltebehältnisses 1 durch Dichtungsmittel 19 luftdicht miteinander verbunden, wobei die Dichtungsmittel 19 in punktierten Linien schematisch angedeutet sind .
In Fig . 6 ist ersichtlich, dass das Frischhaltebehältnis 1 drei über eine Separierungsvorrichtung 32 voneinander getrennte
Behältnisgrundkörper 2 umfasst , wobei die Form, Anzahl und Positionierung der Behältnisgrundkörper 2 im Allgemeinen beliebig ist .
Die Behältnisgrundkörper 2 weisen unterschiedliche Längen- und Breitenausdehnungen als variierende Ausdehnung 33 auf . Für die Behältnisgrundkörper 2 ist genau ein Behältnisdeckel 3 für die Vielzahl an Behältnisgrundkörper 2 vorgesehen, wobei die Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung 4 dazu programmiert ist , die Atmosphären 6 der Vielzahl an Behältnisgrundkörper 2 individuell anzupassen .
Die Behältnisgrundkörper 2 sind metallisch ausgebildet . Der Behältnisdeckel 3 ist partiell aus Metall und partiell aus Holz ausgebildet , wobei bevorzugt ist , den Behältnisdeckel 3 bereichsweise - in Schließstellung im Bereich der Behältnisgrundkörper 2 - metallisch aus zuführen .
Fig . 7 visualisiert Bauteilkomponenten des Frischhaltebehältnisses 1 in Form eines Schaltbildes . Mit den drei Behältnisgrundkörpern 2 sind eine Vielzahl an Ventilen 34 verbunden, welche wiederum an eine Lufteinlass
43 und ( in dieser Ausführungsform) drei Luftauslässen 44 angebunden sind . Zwischen der Lüftungseinrichtung 16 und der Druckanpassungseinrichtung ist ein Filter 41 vorgesehen, wobei beispielsweise auf den angrenzenden Versorgungsbehälter 12 verzichtet werden kann .
Zwischen einem Ventil 34 und einem Luftauslass 44 ist ein Flüssigkeitsbehälter 42 geschaltet , über welchen aus der Atmosphäre gebundenes Kondensat entfernt werden kann - j edoch im Allgemeinen nicht zwingend erforderlich ist .
Im Allgemeinen kann Feuchtigkeit über Leitungen abtransportiert oder abgelüftet werden . Zum Beispiel kann Flüssigkeit durch Verdunsten in einer Auffangwanne an dem Ventilator 8 und/oder dem Peltier-Element 15 aus dem Möbelkorpus 21 über Lüftungsschlitze , durch eine Verschlauchung 35 und/oder durch den Flüssigkeitsbehälter 42 in Form eines Auf f angbehälters für Kondensat von dem Frischhaltebehältnis 1 beziehungsweise einem Innenraum des Frischhaltebehältnisses 1 abtransportiert werden .
Ein rechnerimplementiertes Verfahren zur Regelung der Atmosphäre 6 des Frischhaltebehältnisses 1 kann wie folgt expliziert werden : Die Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung 4 ermittelt Sensordaten der Sensorik 5 hinsichtlich des vorliegenden C02 -Gehaltes , der Temperatur oder des Anteiles an organischen Verbindungen der innerhalb der Atmosphäre 6 des Behältnisgrundkörpers 2 oder der Atmosphären 6 der Behältnisgrundkörper 2 und passt die Atmosphäre ( n ) 6 entsprechend vordefinierten oder gewünschten Atmosphären- Eigenschaf ten /Zusammensetzungen an .
Hierzu kann ein Computerprogrammprodukt als Algorithmus vorgesehen sein, welches Befehle umfasst , welche bei der Ausführung durch eine Recheneinheit die Recheneinheit veranlassen, das Verfahren zur Regelung der Atmosphäre 6 aus zuführen . Das Computerprogrammprodukt kann auf einem flüchtigen oder nicht-flüchtigen Speichermedium gespeichert sein oder über ein Datensignal übertragen werden .