Technisches Feld
Hintergrund
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Die
DE68902399T2 offenbart eine elektronische Anzeigeeinheit, die auch Electronic Shelf Label oder kurz ESL genannt wird und die als Bestandteil ihres Befestigungselements, das baulich in das ESL integriert ist und zur Befestigung des ESLs an einer Regalschiene dient, ein einziehbares Blockier-Element aufweist. Das Blockier-Element ragt aus dem Gehäuse des ESLs heraus und dient zum Einrasten in einer Nut bzw. Aussparung oder einem Loch der entsprechend ausgebildeten Regalschiene. Das Blockier-Element lässt sich mit Hilfe eines separaten Spezialwerkzeugs, das in unmittelbaren Kontakt mit dem ESL gebracht wird, einziehen, so dass das ESL aus der Regalschiene entnommen werden kann bzw. entlang der Regalschiene versetzt werden kann. Mit dieser Maßnahme lässt sich das ESL an der vorgesehenen Position an der Regalschiene blockieren, so dass die Entnahme aus der Regalschiene, der Diebstahl des ESLs, wie auch sein Versatz entlang der Regalschiene zuverlässig verhindert bzw. nur durch jene Personen möglich ist, die einen Zugang zu dem Spezialwerkzeug haben.
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Das bekannte ESL hat sich im Gebrauch jedoch als nachteilig erwiesen, weil es zwingend eine speziell ausgebildete Regalschiene benötigt, um eingesetzt zu werden.
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Die Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt, ein verbessertes Befestigungselement, ein verbessertes ESL und ein System mit einem solchen ESL, das an einer Tragevorrichtung befestigt ist, bereitzustellen, das flexibler einsetzbar ist.
Zusammenfassung der Erfindung
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Diese Aufgabe wird durch eine Anzeigeeinheit gemäß Anspruch 1 gelöst. Die Erfindung betrifft daher eine Anzeigeeinheit, aufweisend ein Gehäuse, wobei das Gehäuse eine Gehäusestruktur aufweist, wobei die Anzeigeeinheit ein in die Gehäusestruktur eingesetztes, als separates Befestigungsmodul realisiertes Befestigungselement aufweist, das zur Befestigung der Anzeigeeinheit an einer Tragevorrichtung dient,
wobei das Befestigungselement zumindest ein ein- und ausfahrbares Blockier-Element aufweist, das in seiner ausgefahrenen Position durch eine in dem Befestigungselement vorgesehene Feder gehalten ist und gegen die Kraft der Feder zu einer eingefahrenen Position bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bewegung des Blockier-Elements ein magnetisches oder magnetisierbares Bauteil vorgesehen ist, sodass durch Einwirkung einer externen Magnetkraft auf das magnetische oder magnetisierbare Bauteil das Blockier-Element gegen die Kraft der Feder in die eingefahrene Position bewegbar ist.
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Weiterhin wird diese Aufgabe durch ein System gemäß Anspruch 14 gelöst. Der Gegenstand der Erfindung ist daher ein System, das eine erfindungsgemäße Anzeigeeinheit und eine Tragevorrichtung, bevorzugt ausgebildet als Regalschiene, an der die Anzeigeeinheit mit Hilfe des Blockier-Elements des in der Gehäusestruktur der Anzeigeeinheit aufgenommen Befestigungselements befestigt ist, aufweist, wobei die Tragevorrichtung zumindest eine Aussparung aufweist, in welche das Blockier-Element eingedrungen ist.
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Offenbart wird weiters ein Befestigungselement, das zum Befestigen bzw. Fixieren einer Anzeigeeinheit, bevorzugt einer elektronischen Anzeigeeinheit, besonders bevorzugt einer elektronischen Preis- und/oder Produktinformation-Anzeigeeinheit, an einer Tragevorrichtung, bevorzugt ausgebildet als Regalschiene, dient, wobei das Befestigungselement zumindest ein ein- und ausfahrbares Blockier-Element, bevorzugt ausgebildet als Stift, aufweist, das in seiner ausgefahrenen Position durch eine in dem Befestigungselement vorgesehene Feder gehalten ist und gegen die Kraft der Feder zu einer eingefahrenen Position bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement als separates Modul realisiert ist.
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Offenbart wird auch eine Anzeigeeinheit, bevorzugt eine elektronische Anzeigeeinheit, besonders bevorzugt eine elektronische Preis- und/oder Produktinformation-Anzeigeeinheit, die ein Gehäuse aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse eine Gehäusestruktur aufweist und die Gehäusestruktur zur Aufnahme eines als separates Befestigungsmodul realisierten Befestigungselements ausgebildet ist, wobei des Befestigungselement zur Befestigung der Anzeigeeinheit an einer Tragevorrichtung, bevorzugt ausgebildet als Regalschiene, dient.
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Die Erfindung stellt also eine Anzeigeeinheit mit einem modular einsatzbaren Befestigungselement bereit, wobei das Befestigungselement wahlweise in die Anzeigeeinheit einsetzbar und von dort wieder entnehmbar ist.
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Mit den erfindungsgemäßen Maßnahmen geht daher der Vorteil einher, dass die Anzeigeeinheit flexibel an unterschiedlichen Typen von Regalschienen einsetzbar ist. So kann die Anzeigeeinheit mit eingesetztem Befestigungselement an einer speziell ausgebildeten Regalschiene eingesetzt werden, die eine entsprechende Ausbildung aufweist, um mit dem Blockier-Element derart zusammenwirken zu können, dass die Anzeigeeinheit hinsichtlich ihrer Position entlang der Regalschiene wie auch an der Regalschiene gegen Entnahme von dort blockiert ist. Ebenso kann die Anzeige ohne das Befestigungselement an einem anderen Typ der Regalschiene eingesetzt werden, der keine solchen speziellen Ausbildungen aufweist.
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Daraus ergibt sich auch der logistische bzw. ökonomische Vorteil, dass in Bezug auf den zu installierenden Typ der Regalschiene flexibel auf Kundenwünsche eingegangen werden kann, wobei trotz der Installation unterschiedlicher Typen der Regalschiene immer ein und dieselbe Ausbildung der Anzeigeeinheit, allerdings einmal mit eingesetztem Befestigungselement und einmal ohne dieses Befestigungselement, zum Einsatz kommt. Es kommt also in Bezug auf die Anzeigeeinheit, welche den Kostentreiber in dem System bildet, der Aspekt "Economy of Scale" zum Tragen, also der Kostenvorteil bei höheren Stückzahlen einer einzigen Ausbildungsform.
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Weitere, besonders vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen sowie der nachfolgenden Beschreibung.
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Bevorzugt ist die Feder als Spiralfeder ausgebildet. Sie kann aber auch durch eine Blattfeder oder auch durch ein elastisches Band und dergleichen realisiert sein.
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Die Anzeige kann als einfaches papier- beziehungsweise kunststoffbasiertes Etikett ausgebildet sein, auf dem Informationen zu Produkten, Dienstleistungen und/oder auch Preise abgebildet sind. Bevorzugt handelt es sich jedoch um eine elektronische Anzeigeeinheit.
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Eine solche elektronische Anzeigeeinheit weist eine Elektronik auf, die dazu dient, Daten zu empfangen und Bildinhalte, die mit diesen Daten transportiert werden, mit einem elektronischen Bildschirm in lesbarer Form wiederzugeben. Eine solche Elektronik, deren Kommunikationsverhalten, also das dort zur Anwendung kommende Funkprotokoll, inklusive Bildschirm ist beispielsweise in der
WO2015/124197 auf den Seiten 2 - 32 offenbart, deren Offenbarung hiermit durch Bezugnahme aufgenommen ist. Bevorzugt kommen als Bildschirme extrem energiesparende, elektrophoretische Bildschirme zum Einsatz. Es können jedoch auch aktive Bildschirme, wie z.B. LCD- oder OLED-Bildschirme, eingesetzt werden. Neben der dort beschriebenen batteriebetriebenen Funktionsweise kann eine elektronische Anzeigeeinheit auch mittels Near Field Communication (NFC)Technologie oder auch Power-over-WIFi Technologie usw. mit elektrischer Energie versorgt werden. Auch kann die Daten-Kommunikation mit den elektronischen Anzeigen nicht nur funkbasiert (z.B. mittels NFC, ZigBee, Bluetooth, oder auch mit dem proprietären Funkprotokoll gemäß der
WO2015/124197 usw.) sondern auch leitungsgebunden realisiert sein, wie dies beispielsweise aus der
WO2017/153481 A1 bekannt ist, wobei auch diese Offenbarung durch Bezugnahme aufgenommen ist.
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Die Elektronik wie auch der Bildschirm und ggf. ein elektrischer Energiespeicher sind innerhalb eines Gehäuses der Anzeigeeinheit untergebracht. Hierbei kann der Bildschirm ggf. mit einem Schutzfenster abgedeckt sein, welches dann einen Bestandteil des Gehäuses bildet, oder selbst als Gehäusebestandteil dienen, wenn auf das Schutzfenster verzichtet wird. Das Gehäuse kann auch vollständig oder zum Teil aus einem transparenten Material bestehen, das den Bildschirm umhüllt und schützt.
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Das Gehäuse weist Befestigungsmittel auf, mit deren Hilfe eine Befestigung der Anzeigeeinheit an der Tragestruktur bzw. Tragevorrichtung ermöglicht ist.
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Die Tragestruktur bzw. Tragevorrichtung kann vielfältig realisiert sein. So kann es sich beispielsweise um einen Tischaufsteller handeln, der auf einem Ladentisch aufgestellt oder dort fixiert werden kann. Ebenso ist es möglich, die Tragestruktur als Kleidungsanhänger auszubilden, der an einer Kleidung hängend dort fixiert sein kann. Aus Gründen der kompakten Beschreibung der Erfindung wird jedoch nachfolgend ausschließlich auf eine Regalschiene als bevorzugte Ausbildungsform der Tragestruktur Bezug genommen.
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Entlang ihrer Längserstreckung kann die Regalschiene eine (z.B. untere) erste Befestigungsschiene mit einem in seinem Querschnitt hakenartig aussehenden Endabschnitt und eine (z.B. obere) zweite Befestigungsschiene mit lochartigen oder auch schlitzartigen oder nutartigen Aussparungen angeordnet im Raster entlang der Regalschiene aufweisen, wobei die beiden Befestigungsschienen derart im Abstand zueinander angeordnet sind, dass die Anzeigeeinheit zwischen diesen beiden Befestigungsschienen einsetzbar ist. Zwischen den Befestigungsschienen kann ein Verbindungssteg ausgebildet sein und weitere Elemente zur Befestigung der Regalschiene an einem Regalboden z.B. als dessen vorderer Abschluss vorgesehen sein.
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Damit nun die Anzeigeeinheit mit der Regalschiene eine (ggf. auch kraftschlüssige) Verbindung eingehen kann, also in ihrer Position blockiert ist, weisen die Befestigungsmittel des Gehäuses z.B. eine (untere) Nut auf, in welche die (untere) erste Befestigungsschiene mit ihrem hakenartigen Endabschnitt eingreifen kann. Die dort zunächst mit ihrem einen Gehäuseabschnitt bzw. Gehäuseende eingesetzte und dort gehaltene Anzeigeeinheit kann dann mit ihrem anderen Gehäuseabschnitt bzw. Gehäuseende so weit in die Regalschiene gedrückt werden, bis das Blockier-Element des Befestigungselements in eine der bevorzugt lochartigen Aussparungen der zweiten Befestigungsschiene einrastet. Da diese Aussparungen entlang der Längserstreckung der Regalschiene in äquidistanten Abständen zueinander angeordnet sind, also im Raster angeordnet sind, kann es ggf. nötig sein, die Anzeigeeinheit etwas nach links oder rechts zu verschieben, damit die Position des Blockier-Element mit der Position einer der Aussparungen zusammenfällt und in sie eindringen bzw. einrasten kann.
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Das Befestigungselement wie auch die Gehäusestruktur, in die es einführbar ist, können so konfiguriert sein, dass nach einem erstmaligen Einschieben des Befestigungsmoduls eine dauerhafte Verbindung zwischen dem Gehäuse und dem Befestigungsmodul eingenommen wird. Dies kann z.B. durch einen oder mehrere Haken, die eine Nase hintergreifen und danach abgesehen von der Einwirkung einer zerstörerischen Kraft nicht mehr gelöst werden können, geschehen.
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Bevorzugt ist das als Befestigungsmodul realisierte Befestigungselement derart ausgebildet bzw. geformt, dass das Befestigungsmodul, insbesondere wieder entnehmbar, in eine zur Form des Befestigungsmoduls korrespondierende Gehäusestruktur des Gehäuses der Anzeigeeinheit einsetzbar bzw. einsteckbar ist. Dies bedeutet, dass die Außenform des Befestigungsmoduls an die Form der Gehäusestruktur angepasst ist, also z.B. beide Formen durch ineinander führbare bzw. schiebbare gekrümmte Formen, insbesondere zylindrische Formen, oder auch eckige Formen, insbesondere rechteckige Formen, gegeben sind. Dabei kann die Form der Gehäusestruktur einen gleichbleibenden Durchmesser entlang Ihrer Längserstreckung aufweisen. Bevorzugt weist die Form der Gehäusestruktur einen Verlauf auf, der sich nach innen hin verjüngt. Die Form des Befestigungsmoduls ist ebenfalls an diesen Formverlauf angepasst und weist demnach eine keil- bzw. kegel-(stumpf)ähnliche Form auf. Dies erleichtert das manuelle Einführen des Befestigungsmoduls in die Gehäusestruktur und stellt auch einen maschinellen Assemblierungsprozess sicher. Auch kann es bei einer im Wesentlichen rechteckigen Querschnittsform vorteilhaft sein, wenn im Übergang zwischen den Seitenflächen des Befestigungsmoduls zumindest entlang der Längskanten des Befestigungsmoduls Fasen ausgebildet sind, also zwischen den Seitenflächen wesentlich kürzere z.B. im Winkel von 45° verlaufenden Verbindungsflächen ausgebildet sind.
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Auch kann das Befestigungsmodul wie auch die Gehäusestruktur derart ausgebildet sein, dass das Befestigungsmodul, das mit ausreichend Druck in die Gehäusestruktur eingesetzt wird, in der Gehäusestruktur z.B. mit Hilfe eines Steck- oder Klammer-Mechanismus einrastet. Dieser Befestigung-Mechanismus kann als eine Art Steckverbindung verstanden werden, sodass das Befestigungsmodul mit entsprechender Zugkraft, welche den Zusammenhalt der Steckverbindung überwindet, beaufschlagt wieder aus der Gehäusestruktur entnehmbar ist. Im Zusammenhang mit dieser Art der Befestigung des Befestigungsmoduls in der Gehäusestruktur sei noch auf eine bevorzugte Ausbildungsform hingewiesen, wobei der Steck- oder Klammer-Mechanismus von außerhalb des Gehäuses der Anzeigeeinheit her zugänglich ist. In diesem Fall kann die Steck- bzw. Klammer-Wirkung dermaßen dimensioniert bzw. bemessen werden, dass sie durch einfaches manuelles Anziehen an dem Befestigungsmodul nicht überwunden werden kann. Erst durch den Einsatz eines Werkzeugs, welches den Stecker - oder Klammer-Mechanismus löst, kann das Befestigungsmodul wieder aus der Gehäusestruktur entnommen werden. Diese Ausbildungsform ist dann von Vorteil, wenn ein temporär irreversibel und für den Normalverbraucher ohne Gewaltanwendung nicht überwindbarer Halt des Befestigungsmoduls in der Gehäusestruktur erwünscht ist.
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Außerdem kann die Gehäusestruktur wie auch das Befestigungsmodul ohne jeglichen Steck- bzw. Klammer-Mechanismus ausgebildet sein, sodass das Befestigungsmodul ohne jegliche Haltewirkung durch einen solchen Mechanismus einfach in die Gehäusestruktur eingesetzt werden kann und dort im Wesentlichen flächenbündig mit der Gehäusestruktur zusammenwirkt und von dort einfach durch Aufbringen einer Zugkraft (oder auch durch Herausschütteln) wieder entnommen werden kann, und zwar ohne, dass irgendeine durch Steck- oder Klemmwirkung verursachte Mindestkraft zu überwinden ist.
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Ein weiterer Aspekt betrifft das Einziehen des Blockier-Elements in seine eingefahrene Position. Dies könnte z.B., durch ein spezielles externes Bauteil oder Werkzeug geschehen, mit dem das Blockier-Element durch direkte oder indirekte mechanische Betätigung bewegt wird. Erfindungsgemäß ist zur Bewegung des Blockier-Elements ein magnetisches oder magnetisierbares Bauteil, insbesondere ein ferromagnetisches Bauteil, besonders bevorzugt realisiert durch das Blockier-Element selbst, vorgesehen, sodass durch Einwirkung einer externen Magnetkraft auf das magnetische oder magnetisierbare Bauteil das Blockier-Element gegen die Kraft der Feder in die eingefahrene Position bewegbar ist. Die externe Magnetkraft kann z.B. durch ein separates Gerät mit einem Elektromagneten oder auch durch einen Permanentmagneten erzeugt werden. Dieses Gerät wird an die Anzeigeeinheit gehalten und die Einwirkung der externen Magnetkraft kann das in dem Befestigungsmodul vorgesehen magnetisches oder magnetisierbares Bauteil in seiner Lage versetzen und/oder auch verdrehen. Das Bauteil kann mit dem Blockier-Element gekoppelt sein, also miteinander verbunden oder einfach nur anliegend positioniert sein. Durch die Kopplung mit dem Blockier-Element wird die Bewegung des magnetischen oder magnetisierbaren Bauteils in eine Translations- oder Drehbewegung des Blockier-Elements umgesetzt, sodass das Blockier-Element von der ausgefahrenen Position in die eingefahrene Position bewegt wird, wobei gleichzeitig die Feder, die ja mit dem Blockier-Element zusammenwirkt, gespannt wird. Sobald die externe Magnetkraft wegfällt, wird das Blockier-Element durch die Federkraft der gespannten Feder wieder in die ausgefahrene Position verschoben. Bevorzugt realisiert das Blockier-Element selbst das magnetische oder magnetisierbare Bauteil. Dies bedeutet, dass die magnetische Kraft, die durch das externe Gerät aufgebracht wird, direkt auf das Blockier-Element wirkt. Besonders bevorzugt ist das Blockier-Element aus ferromagnetischem Stahl gebildet. Damit ist eine möglichst solide und langlebige einteilige Ausbildung gegeben.
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Als besonders vorteilhaft hat es ich erwiesen, wenn das Befestigungsmodul eine äußere Hülse bzw. einen Käfig aufweist, in der sowohl die Feder als auch das Blockier-Element aufgenommen sind und das Blockier-Element zumindest in der ausgefahrenen Position aus der Hülse, z.B. kopfseitig, herausragt. Ist das magnetische oder magnetisierbare Bauteil losgelöst von dem Blockier-Element realisiert, dann ist es vorteilhaft, wenn auch das magnetische oder magnetisierbare Bauteil wie auch ggf. weitere Bauteile oder für die Funktion nötige Komponenten innerhalb der Hülse aufgenommen sind, damit sie von der Hülse geschützt werden. Eine Hülsenwand der Hülse kann vollflächig oder auch durchbrochen oder auch zumindest einseitig freigelassen, also nicht vollständig das Innere er Hülse umschließend, ausgebildet sein.
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Ein weiterer Aspekt betrifft die Abstützung der Feder, wobei die Feder abgestützt an der Hülse das Blockier-Element in der ausgefahrenen Position hält. Die Feder stützt sich also nicht irgendwo am Gehäuse der Anzeigeeinheit ab, in welcher das Befestigungsmodul aufgenommen ist, sondern ist strukturell wie auch funktional innerhalb der Hülse verortet, so dass das Befestigungsmodul auch außerhalb der Anzeigeeinheit vollständig funktionsfähig ist. So kann sich die Feder beispielsweise bodenseitig an der Innenseite der Hülse abstützen oder mit einem weiteren Bauteil zusammenwirken, das sich selbst an der Innenseite der Hülse abstützt, und von dort aus mit dem Blockier-Element zusammenwirken. Bevorzugt sitzt die Feder auf einem nur einige Millimeter langen Stift, der boden- bzw. fußseitig innerhalb der Hülse ausgebildet ist. Das andere Ende der Feder wirkt direkt oder über ein Zwischenelement innerhalb der Hülse mit dem Blockier-Element zusammen. Die Feder ist so bemessen, dass sie in einem im Wesentlichen vollständig oder zumindest teilweise entspannten Zustand, also zumindest leicht vorgespannten Zustand, das Blockier-Element in seiner ausgefahrenen Position hält.
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Ein weiterer Aspekt betrifft die Beweglichkeit des Blockier-Elements innerhalb des Befestigungsmoduls, wobei das Blockier-Element im Inneren der Hülse mit Hilfe einer Führung, insbesondere kasten- bzw. röhren- bzw. schlitten- bzw. schienenartigen Führung, geführt ist und entlang dieser Führung zwischen der ausgefahrenen Position und der eingefahrenen Position verschiebbar ist. Auch diese Maßnahme trägt dem Umstand Rechnung, dass das Befestigungsmodul autonom fungiert. Die erwähnte mechanische Führung des Blockier-Elements stellt dabei im Wesentlichen sicher, dass das Blockier-Element in einem geeigneten Winkel bzw. in geeigneter Orientierung geführt bzw. gehalten wird, um es bei seiner bestimmungsgemäßen Verwendung in einer Anzeigeeinheit das Blockier-Element auch zuverlässig mit der Tragestruktur zusammenwirken zu lassen. Mit Hilfe der Führung können auch Querkräfte, die auf den aus dem Befestigungsmodul herausragenden Teil des Blockier-Elements einwirken, abgefangen werden. Bevorzugt bildet die Hülse mit ihren Wänden eine kasten- bzw. röhrenartige Führung und das Blockier-Element selbst weist zumindest mit seinem innerhalb der Hülse lokalisierten Teil eine schlittenartig ausgebildete Führung auf, die im Wesentlichen angepasst an die kasten- bzw. röhrenartige Führung ausgebildet ist und so ein Gleiten des Blockier-Elements innerhalb der Hülse zwischen der ausgefahrenen Position und der eingefahrenen Position ermöglicht. Weiterhin kann die durch das Blockier-Element gebildete schlittenartig Führung auch die Feder, bevorzugt in der Ausbildung als Spiralfeder, in ihrem Inneren aufnehmen. Die Feder wirkt dann an ihrem ersten Ende - wie zuvor bereits erörtert - mit der Hülse und an ihrem zweiten Ende mit dem Blockier-Element zusammen. Sie ist also zwischen diesen beiden Grenzen eingelegt bzw. eingespannt positioniert und seitlich durch die schlittenartige Führung, ggf. auch durch eine Wand der Hülse gehalten, sodass sie nicht in seitliche Richtung ausweichen kann, wenn sie gespannt wird. Jene Bauelement, welche die Feder räumlich umgeben, bilden also eine Art Feder-Käfig, der die Feder in dem Befestigungsmodul an ihrer Sollposition hält.
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Die Bewegung des Blockier-Elements kann durch den Boden der Hülse oder durch einen bodennahmen Endanschlag der Hülse begrenzt sein. Bevorzugt weist das Befestigungsmodul einen kopfseitigen Deckel mit einer Deckel-Öffnung auf, wobei durch die Deckel-Öffnung hindurch das Blockier-Element zumindest in seiner ausgefahrenen Position herausragt. Der Deckel schützt das Innere des Befestigungsmodul vor Verunreinigung und dergleichen. Auch kann die Deckel-Öffnung das Blockier-Element z.B. im Wesentlichen formfolgend umschließen, um den für die Bewegung des Blockier-Elements nötigen Spalt zwischen dem Öffnungsrand und dem Blockier-Element so gering wie möglich zu halten, ohne dass die Bewegungsfähigkeit des Blockier-Elements beeinträchtigt wird. Vor diesem Hintergrund kann es auch vorteilhaft sein, wenn das Blockier-Element in Längsrichtung betrachtet zwei unterschiedliche Weiten aufweist. So kann beispielsweise ein relativ schlanker, gegebenenfalls dornartig, ausgebildeter Endbereich des Blockier-Elements vorgesehen sein, der in seinen Abmessungen an die Form der Aussparung der Tragevorrichtung angepasst ist und zum Eindringen in eine der Aussparung der Tragevorrichtung vorgesehen ist. Dieser schlanke Endbereich kann in einen breiteren Teil des Blockier-Elements übergehen, der vorwiegend innerhalb der Hülse vorliegt und beispielsweise an die Decken-Öffnung angepasst ist, um in ihr gleiten zu können. Bevorzugt geht der breitere Teil des Blockier-Elements in die schlittenartig ausgebildete Führung des Blockier-Elements über.
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Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn das Befestigungsmodul benachbart zu dem Deckel eine Seitenwand aufweist, bei der eine Seitenwand-Öffnung ausgespart ist, die derart ausgebildet bzw. geformt ist, dass das Blockier-Element in das Befestigungselement einsetzbar bzw. von dort entnehmbar ist. Diese Maßnahme stellt sicher, dass die Einzelteile des Befestigungsmoduls möglichst einfach zusammengesetzt und in das Befestigungsmodul eingebracht werden können. Zugleich ist so sichergestellt, dass ein in seiner Funktion gestörtes Befestigungsmodul möglichst einfach zerlegt werden kann, gegebenenfalls auch gereinigt werden kann, oder auch schadhafte Teile ausgetauscht werden können. Ein solches Befestigungsmodul ist daher extrem wartungsfreundlich. Bevorzugt ist die Seitenwand-Öffnung derart großflächig ausgebildet, dass die schlittenartig ausgebildete Führung des Blockier-Elements bei in den Schacht eingesetztem Befestigungsmodul dreiseitig durch die Hülse geführt ist und an der verbleibenden vierten Seite, also dort wo die Seitenwand-Öffnung ausgespart ist, durch die Wand des Schachts des Gehäuses der Anzeigeeinheit geführt ist. Dies stellt eine extrem materialsparende Ausbildungsform für das Befestigungsmodul dar.
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In Bezug auf die Anzeigeeinheit ist festzuhalten, dass die Gehäusestruktur vorteilhaft als nach außen hin offener Aufnahmeschacht entsprechend der erwähnten hülsenförmigen Form des Befestigungsmoduls ausgebildet sein kann. Sind die Abmessungen des Aufnahmeschacht des Gehäuses und die der Hülse des Befestigungsmoduls mit entsprechender Genauigkeit aufeinander abgestimmt, kann ein zuverlässiges und vor allem im Wesentlichen spielfreies Positionieren der Anzeigeeinheit an der Tragestruktur sichergestellt werden. Dies betrifft im Wesentlichen die Positionsgenauigkeit quer zur Positionierungs-Fläche der Tragestruktur bzw. Tragevorrichtung, an der die Rückseite der Anzeigeeinheit positioniert ist, wenn die Anzeigeeinheit in die Tragestruktur eingesetzt ist.
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Aber auch die Bemessung der Tiefe der Gehäusestruktur kann für die zuverlässige Funktion des Befestigungsmoduls wichtig sein. Daher ist es weiterhin von Vorteil, wenn die Gehäusestruktur, insbesondere der Aufnahmeschacht, derart realisiert ist, insbesondere derart tief dimensioniert ist, dass bei in sie vollständig eingesetztem Befestigungsmodul das Blockier-Element des Befestigungsmoduls zumindest in seiner ausgefahrenen Position an der Stelle der Gehäusestruktur über einen äußeren Rand der Gehäusestruktur herausragt. Damit ist sichergestellt, dass das Blockier-Element mit der Tragestruktur planmäßig zusammenwirken kann, wobei natürlich die Länge des über den Rand herausragenden Teils des Blockier-Elements entsprechend zu bemessen ist, um in der ausgefahrenen Position in die Aussparung der Tragvorrichtung zuverlässig eingreifen zu können.
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Um eine möglichst lange und von Umgebungseinflüssen, wie beispielsweise Staub und Flüssigkeiten, unbeeinflusste Betriebsdauer der Anzeigeeinheit zu erzielen, kann es weiterhin von Vorteil sein, dass das Gehäuse, insbesondere jedoch die Gehäusestruktur, also konkret der Aufnahmeschacht, die Anzeigeeinheit abdichtet. Mit dieser Maßnahme kann der im Unterschied zu konventionellen Anzeigeeinheiten problematische Bereich des Befestigungselements verschlossen bzw. abgedichtet werden, und zwar ohne, dass auf das Befestigungselement verzichtet werden muss, weil dieses ja als separates Befestigungsmodul eingesetzt werden kann. Auch kann basierend auf dieser Maßnahme nun ein rundum abgedichtetes Gehäuse realisiert werden. Das Gehäuse kann so - mit Ausnahme des Batterieaufnahmebereichs, in den Batterien einsetzbar und von dem die Batterien zum Batterietausch entnehmbar sind - vollständig gekapselt realisiert werden. Zur Herstellung des gekapselten Gehäuses können die Bauteile der Anzeigeeinheit zunächst in offene Gehäuseteile eingesetzt werden und die Gehäuseteile dann untrennbar miteinander verbunden werden.
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Insbesondere bei der erwähnten zweiseitig offenen Ausbildung des Gehäuseschachts kann der Gehäuseschacht bei Verunreinigung einfach mit Reinigungsflüssigkeit, wie z.B. Wasser, ausgespült werden.
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Somit kann eine Anzeigeeinheit mit einem in die Gehäusestruktur eingesetzten als Befestigungsmodul realisierten Befestigungselement ein Anzeigeeinheit-Befestigungsmodul-Sub-System zur Verwendung in dem eingangs definierten erfindungsgemäßen System bilden.
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Zusammenfassend ist festgehalten, dass sich die erfindungsgemäße Lösung grundsätzlich von bekannten Lösungen unterscheidet, bei denen das Gehäuse eine Öffnung ins Innere der Anzeigeeinheit aufweisen muss, aus welcher das Blockier-Element herausragt. Durch die erfindungsgemäße Lösung ist also das bekannte Problem behoben, dass die zumeist elektronischen Komponenten innerhalb der Anzeigeeinheit wie auch die mechanischen Komponenten des Befestigungselementes ungeschützt den äußeren Umgebungsbedingungen ausgesetzt sind. Die erfindungsgemäße Lösung stellt also sicher, dass z.B. Flüssigkeiten oder auch staubförmige oder granulare Fremdstoffe nicht mehr in das Innere des Gehäuses der Anzeigeeinheit eindringen können und somit auch die Funktion der Elektronik wie auch die Lesbarkeit der Anzeige dadurch nicht mehr beeinträchtigt werden kann.
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Selbst dann, wenn bei dem erfindungsgemäßen Befestigungsmodul eindringende Stoffe dazu führen, dass das Blockier-Element in seiner Funktion gestört bzw. funktionslos wird, kann dieses durch eine einfache und rasch zu vollziehende Reinigung wieder funktionstüchtig gemacht werden. Situationen, in denen durch eine Fehlfunktion des Befestigungselements der Austausch der gesamten Anzeigeeinheit nötig würde, wie dies bei bekannten Lösungen der Fall ist, können somit ausgeschlossen werden.
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Abschließend sei noch erwähnt, dass das Blockier-Element auch mehrere separate Fortsätze aufweisen kann, die auf einmal zwischen der ausgefahrenen und der eingefahrenen Position verschiebbar sind. Auch kann das Blockier-Element mehrfach in dem Befestigungselement enthalten sein. Das Befestigungselement kann hinsichtlich seiner Größe und Form entsprechend angepasst sein. Weiterhin kann die Anzeigevorrichtung zur Aufnahme von mehreren Befestigungselementen ausgebildet sein.
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Diese und weitere Aspekte der Erfindung ergeben sich durch die nachfolgend erörterten Figuren.
Figurenkurzbeschreibung
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Die Erfindung wird im Folgenden unter Hinweis auf die beigefügten Figuren anhand von Ausführungsbeispielen noch einmal näher erläutert, auf welche die Erfindung jedoch nicht beschränkt ist. Dabei sind in den verschiedenen Figuren gleiche Komponenten mit identischen Bezugszeichen versehen. Es zeigen auf schematische Weise:
- Fig. 1
- eine Anzeigeeinheit und ein in Teile zerlegtes Befestigungselement aus einer ersten Perspektive,
- Fig. 2
- die Anzeigeeinheit und das in Teile zerlegte Befestigungselement gemäß der Figur 1 aus einer zweiten Perspektive,
- Fig. 3
- die Anzeigeeinheit und das zusammengebaute Befestigungselement in der Perspektive gemäß der Figur 1,
- Fig. 4
- die Anzeigeeinheit mit eingesetztem modularen Befestigungselement in der Perspektive gemäß der Figur 1,
- Fig. 5
- die in eine Regalschiene eingesetzte und dort mit Hilfe des Befestigungselements befestigte Anzeigeeinheit in einer dritten Perspektive,
- Fig. 6
- den Einsatz eines Spezialwerkzeugs zum Entnehmen der Anzeigeeinheit aus der Regalschiene,
- Fig. 7
- die Rückseite der Anzeigeeinheit mit geöffnetem Batterieaufnahmebereich und Blick auf das eingesetzte Befestigungselement,
- Fig. 8
- eine Vergrößerung eines Detail-Bereiches der Figur 7,
- Fig. 9
- das zusammengesetzte Befestigungselement,
- Fig. 10
- das in Einzelteile zerlegte Befestigungselement,
- Fig. 11
- eine Hülse des Befestigungselements in einer ersten Perspektive,
- Fig. 12
- die Hülse in einer zweiten Perspektive.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
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In der Figur 1 ist eine elektronische Anzeigeeinheit 1 in Betrachtungsrichtung von schräg hinten dargestellt, die eine nach außen hin offene Gehäusestruktur an ihrer nach oben hin orientierten Seite aufweist, wobei die Gehäusestruktur als Aufnahmeschacht 2 mit einem im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt realisiert ist und zur Aufnahme eines in Bezug auf die Anzeigeeinheit 1 separat vorliegenden Befestigungselements, das als Befestigungsmoduls 3 ausgebildet ist, dient. Dieses Befestigungsmodul 3 ist in der Figur 1 in einer Explosionsdarstellung zu sehen, welche die Komponenten des Befestigungsmoduls 3 zeigt, auf die später noch im Detail eingegangen ist. Auch die Figur 2 zeigt diese kombinierte Darstellung bestehend aus der Anzeigeeinheit 1 und dem Befestigungsmodul 3, allerdings aus der Betrachtungsrichtung von schräg vorne.
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In der Figur 3 ist nun in Betrachtungsrichtung gemäß der Figur 1 das zusammengebaute Befestigungsmodul 3 oberhalb des Aufnahmeschachts 2 zu sehen und die Figur 4 zeigt in derselben Betrachtungsrichtung die Anzeigeeinheit 1 mit in den Aufnahmeschacht 2 eingeschobenem Befestigungsmodul 3.
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In weitere Folge ist in der Figur 5 die in eine Regalschienen 4 eingesetzte Anzeigeeinheit 1 visualisiert. Die Anzeigeeinheit 1 und die Regalschiene 4 sind hier von der Seite her betrachtet zu sehen. Eine solche Regalschiene 4 ist in einem Geschäftslokal eines Einzelhändlers typischerweise am vorderen Ende des Regalbodens eines Regals befestigt, wodurch sich die Bedeutung der nachfolgend verwendeten Orientierungsangaben "oben" und "unten" entsprechend dem üblichen Sprachgebrauch ergeben. Demnach bedeutet "oben" entgegen der Richtung der Schwerkraft und "unten" in Richtung der Schwerkraft. Wird die Anzeigeeinheit 1 anders als in der Figur 5 dargestellt gehalten, bezeichnen diese Richtungsangaben entsprechend andere Seiten bzw. Teile der Anzeigeeinheit 1.
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Allgemein ist festzuhalten, dass die Anzeigeeinheit 1 an ihrer Vorderseite einen Bildschirm 5 aufweist, der zusammen mit einer nicht sichtbaren, also im inneren angeordneten, Elektronik in einem Gehäuse 6 aufgenommen ist.
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An der Rückseite der Anzeigeeinheit 1 weist das Gehäuse 6 einen Batterieaufnahmebereich 7A zum Aufnehmen von Batterien (nicht sichtbar) auf, der sich von einem Bildschirmeinfassungsbereich 7B des Gehäuses 6, der den Bildschirm 5 rückseitig einfasst, abhebt. Zwischen diesen beiden Bereichen 7A und 7B des Gehäuses 6 ist eine erste (obere) Rinne 8 und eine zweite (untere) Rinne 9 ausgebildet. Die beiden Rinnen erstrecken sich entlang des Übergangs der beiden Bereiche 7A und 7B und verlaufen zwischen den beiden seitlichen Enden des Batterieaufnahmebereichs 7A. In der Mitte der oberen Rinne 8 befindet sich der Aufnahmeschacht 2, sodass das Befestigungsmodul 3 von oben her sichtbar ist und zumindest ein Teil eines endseitig als Stift 10 ausgebildeten Blockier-Elements 11 des Befestigungsmoduls 3 über einen äußeren Rand des Aufnahmeschachts 2 herausragt, so wie dies in den Figuren 4 und 5 zu sehen ist.
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Wie in der Figur 5 ersichtlich ist, weist die Regalschiene 4 eine (untere) erste Befestigungsschiene 12 mit einem hakenartigen Endabschnitt 13 auf, der entlang ihrer gesamten Längserstreckung verläuft, und eine (obere) zweite Befestigungsschiene 14 mit lochartigen Aussparungen 15, die entlang der Breite der Längserstreckung der Regalschiene 4 in äquidistanten Abständen zueinander verortetet sind, auf, wobei im vorliegenden Fall der Stift 10 in eine dieser lochartigen Aussparungen 15 eingeführt dargestellt ist. Von unten her betrachtet greift der hakenartige Endabschnitt 13 in die untere Rinne 9 ein und hält dort die Anzeigeeinheit 1 von unten her fixiert als auch im konstanten Abstand von der Regalschiene 4 fixiert. Die untere Befestigungsschiene 12 erlaubt lediglich eine wahlfreie Bewegung bzw. Positionierung der Anzeigeeinheit 1 entlang der Längserstreckung der Regalschiene 4, wobei natürlich diese Bewegung nur dann möglich ist, wenn der Stift 10 nicht in eine der lochartigen Aussparungen 15 eingedrungen ist.
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Auch zeigt die Figur 5 ein System, das zumindest eine Anzeigeeinheit 1 eingesetzt in die Regalschiene 4 aufweist.
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In der Figur 6 ist nun dargestellt, wie ein Spezialwerkzeug 16 an der unteren Hälfte des Anzeigeeinheit 1 positioniert ist und mit Hilfe einer durch das Spezialwerkzeugs erzeugten Magnetkraft das ferromagnetische Blockier-Elemente 11 in seine eingefahrene Position bewegt wurde. Die so an ihrer Oberkante von der Regalschiene 4 entriegelte Anzeigeeinheit 1 kann nun nach wie vor an ihrer Unterkante durch die Regalschiene 4 gehalten mit ihrer Oberkante nach links aus der Regalschiene 4 herausgekippt und von der Regalschiene 4 entfernt werden. Das Spezialwerkzeug 16 weist einen Magneten (nicht im Detail dargestellt) auf, der hinsichtlich seiner zu erzeugen magnetischen Kraft derart dimensioniert beziehungsweise selektiert ist, dass die Kraft über die durch die Geometrie der Anzeigeeinheit 1 definierte Entfernung hinweg, die zwischen dem Blockier-Element und dem Magneten vorliegt, ausreicht, um das Blockier-Element zu bewegen.
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Die Figur 7 zeigt die Anzeigeeinheit 1, bei der von dem Gehäuse 6 die Gehäusewand des Batterieaufnahmebereichs 7A entfernt wurde. Somit sind zwei Batterien 17, die mit Kontaktierungselementen 18 kontaktiert sind, zu sehen. Zwischen den Batterien 17 ist der Aufnahmeschacht 2 positioniert, in den das Befestigungsmodul 3 eingesetzt ist. Wie in dieser Ansicht deutlich zu sehen ist, bildet die Gehäusewand des Batterieaufnahmebereiches 7A nach hinten hin einen Bestandteil des Aufnahmeschachts 2. Deutlich zu sehen ist in dieser Ansicht auch eine Spiral-Feder 19, die im Inneren des Befestigungsmoduls 3 angeordnet ist und das Blockier-Element 11 in ihrem (bis auf eine geringfügige Vorspannung) im Wesentlichen entspannten Zustand in seiner ausgefahrenen Position hält. Erwähnt sei hier noch, dass die Spiral-Feder 19 auch in den Figuren 1 und 2 zu sehen ist, dort allerdings nur grob schematisch als Zylinder angedeutet.
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In der Figur 7 ist auch zu sehen, dass der Boden 20 des Aufnahmeschacht 2 eine Bodenöffnung 21 aufweist, durch die hindurch ein Befestigung-Mechanismus 22 des Befestigungsmoduls 3 geführt ist. Der Befestigung-Mechanismus 22 ist im vorliegenden Fall durch zwei Haken 23 gebildet, die auf elastisch zueinander hin biegbaren Armen 24 sitzen, wobei die Haken 23 voneinander weg orientiert sind, sodass sie den Boden 20 an seiner Außenseite fassen, wodurch das Befestigungsmodul 3 in dem Aufnahmeschacht 2 fixiert ist. Ein Detailausschnitt 25 zeigt in der Figur 8 diesen Sachverhalt vergrößert mit Zuordnung der erwähnten Bezugszeichen.
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Das Befestigungsmodul 3 ist in seinem zusammengesetzten Zustand in der Figur 9 und seinem in Einzelteile zerlegten Zustand in der Figur 10 zu sehen. Hier ist im Detail eine im Querschnitt im Wesentlichen rechteckig ausgebildete Hülse 26 zu sehen. Eingesetzt in die Hülse 26 zeigt die Figur 9 auch, dass die Spiral-Feder 19 kopfseitig mit dem Blockier-Element 11 zusammenwirkt und fußseitig mit einem Bolzen 27 zusammenwirkt. Das in der Figur 10 im Detail zu sehende Blockier-Element 11 weist eine schlittenartige Führung 28 auf, in welche die Spiral-Feder 19 einlegbar ist, wobei die schlittenartige Führung in ihrer Breite, Länge und Tiefe so bemessen ist, dass sie innerhalb der Hülse 26, welche für das Blockier-Element 11 eine kastenartige Führung bildet, zwischen der eingefahrenen Position und der ausgefahrenen Position längs-verschiebbar ist.
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Kopfseitig weist die Hülse 26 einen Deckel 29 auf, der eine Deckel-Öffnung 30 zeigt, wobei deren Rand-Form zu der Form des durch sie hindurchgeführten Teils des Blockier-Elements 11 korrespondiert, so wie dies in der Figur 9 zu sehen ist.
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Die Figuren 11 und 12 zeigen nur die Hülse 26 des Befestigungsmoduls 3 aus zwei unterschiedlichen Perspektiven. Die Hülse 26 ist einseitig offen, damit von dort her die Spiral-Feder 19 zusammen mit dem Blockier-Element 11 einsatzbar ist. Dies ist deutlich in der Perspektive der Figur 12 sichtbar. Seiten-Hülsen-Wände 31 weisen je eine Führungsnase 32 auf, die das eingesetzte Blockier-Element 11 um- bzw. hintergreifen, um ein Herausfallen zu verhindern. Eine Quer-Hülsen-Wand 33, welche die Seiten-Hülsen-Wände 31 verbindet, weist eine zentrale Aussparung 34 auf und zu der Aussparung 34 hin abgeschrägte Wandkanten 35 auf, die im Bereich der eingesetzten Spiral-Feder 19 ausgebildet sind und die bei eingelegter Spiral-Feder 19 zur Führung und Positionierung der Spiral-Feder 19 dienen.
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Es wird abschließend noch einmal darauf hingewiesen, dass es sich bei den vorangehend detailliert beschriebenen Figuren nur um Ausführungsbeispiele handelt, welche vom Fachmann in verschiedenster Weise modifiziert werden können, ohne den Bereich der Erfindung zu verlassen. Es wird der Vollständigkeit halber auch darauf hingewiesen, dass die Verwendung der unbestimmten Artikel "ein" bzw. "eine" nicht ausschließt, dass die betreffenden Merkmale auch mehrfach vorhanden sein können.
Offenbart werden insbesondere die folgenden Ausführungsformen:
- Ausführungsform 1. Befestigungselement (3), das zum Befestigen bzw. Fixieren einer Anzeigeeinheit (1),
- bevorzugt einer elektronischen Anzeigeeinheit (1),
- besonders bevorzugt einer elektronischen Preis- und/oder Produktinformation-Anzeigeeinheit (1),
- an einer Tragevorrichtung, bevorzugt ausgebildet als Regalschiene (4), dient, wobei das Befestigungselement (3) zumindest ein ein- und ausfahrbares Blockier-Element (10), bevorzugt ausgebildet als Stift, aufweist, das in seiner ausgefahrenen Position durch eine in dem Befestigungselement (3) vorgesehene Feder (19) gehalten ist und gegen die Kraft der Feder (19) zu einer eingefahrenen Position bewegbar ist,
- dadurch gekennzeichnet,
- dass das Befestigungselement (3) als separat einsetzbares Befestigungsmodul (3) realisiert ist.
- Ausführungsform 2. Befestigungselement (3) nach Ausführungsform 1, das derart ausgebildet bzw. geformt ist, dass es, insbesondere wieder entnehmbar, in eine zur Form des Befestigungsmoduls (3) korrespondierende Gehäusestruktur (2) des Gehäuses (6) der Anzeigeeinheit (1) einsetzbar bzw. einsteckbar ist.
- Ausführungsform 3. Befestigungselement (3) nach einer der vorangehenden Ausführungsformen, wobei zur Bewegung des Blockier-Elemente (10) ein magnetisches oder magnetisierbares Bauteil, insbesondere ein ferromagnetisches Bauteil, besonders bevorzugt realisiert durch das Blockier-Element (10) selbst, vorgesehen ist, sodass durch Einwirkung einer externen Magnetkraft auf das magnetische oder magnetisierbare Bauteil das Blockier-Element (10) gegen die Kraft der Feder (19) in die eingefahrene Position bewegbar ist.
- Ausführungsform 4. Befestigungselement (3) nach einer der vorangehenden Ausführungsformen, das eine äußere Hülse (26) bzw. einen Käfig aufweist, in der sowohl die Feder (19) als auch das Blockier-Element (10) aufgenommen sind und das Blockier-Element (10) zumindest in der ausgefahrenen Position aus der Hülse (26) herausragt.
- Ausführungsform 5. Befestigungselement (3) nach einer der vorangehenden Ausführungsformen, wobei die Feder (19) abgestützt an der Hülse (26) das Blockier-Element (10) in der ausgefahrenen Position hält.
- Ausführungsform 6. Befestigungselement (3) nach einer der vorangehenden Ausführungsformen, wobei das Blockier-Element (10) im Inneren der Hülse (26) mit Hilfe einer Führung, insbesondere kasten- bzw. röhren- bzw. schlitten- bzw. schienenartigen Führung, geführt ist und entlang dieser Führung zwischen der ausgefahrenen Position und der eingefahrenen Position verschiebbar ist.
- Ausführungsform 7. Befestigungselement (3) nach einer der vorangehenden Ausführungsformen, das einen kopfseitigen Deckel (29) mit einer Deckel-Öffnung (30) aufweist, wobei durch die Deckel-Öffnung (30) hindurch das Blockier-Element (10) zumindest in seiner ausgefahrenen Position herausragt.
- Ausführungsform 8. Befestigungselement (3) nach einer der vorangehenden Ausführungsformen, das benachbart zu dem Deckel (29) eine Seitenwand (31, 33) aufweist, bei der eine Seitenwand-Öffnung ausgespart ist, die derart ausgebildet bzw. geformt ist, dass das Blockier-Element (10) in das Befestigungselement (3) einsatzbar bzw. von dort entnehmbar ist.
- Ausführungsform 9. Anzeigeeinheit (1),
- bevorzugt eine elektronische Anzeigeeinheit (1),
- besonders bevorzugt eine als elektronisches Preis- und/oder Produktinformation-Anzeigeeinheit(1),
- die ein Gehäuse (6) aufweist,
- dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (6) eine Gehäusestruktur (2) aufweist und die Gehäusestruktur (2) zur Aufnahme eines als separates Befestigungsmodul realisierten Befestigungselements (3) ausgebildet ist, wobei das Befestigungselement (3) zur Befestigung der Anzeigeeinheit (1) an einer Tragevorrichtung, bevorzugt ausgebildet als Regalschiene (4), dient.
- Ausführungsform 10. Anzeigeeinheit (1) nach Ausführungsform 9, wobei die Gehäusestruktur (2) als nach außen hin offener Aufnahmeschacht (2) entsprechend einer hülsenförmigen Form des Befestigungsmoduls (3) ausgebildet ist.
- Ausführungsform 11. Anzeigeeinheit (1) nach einer der Ausführungsformen 9 bis 10, wobei die Gehäusestruktur (2) derart realisiert ist, insbesondere derart tief dimensioniert ist, dass bei in sie vollständig eingesetztem Befestigungselement (3) ein Blockier-Element (10) des Befestigungselementes (3) zumindest in seiner ausgefahrenen Position an der Stelle der Gehäusestruktur (2) über einen äußeren Rand der Gehäusestruktur (2) herausragt.
- Ausführungsform 12. Anzeigeeinheit (1) nach einer der Ausführungsformen 9 bis 11, wobei die Gehäusestruktur (2) die Anzeigeeinheit (1) abdichtet.
- Ausführungsform 13. Anzeigeeinheit (1) nach einer der Ausführungsformen 9 bis 12, wobei die Anzeigeeinheit (1) ein in die Gehäusestruktur (2) eingesetztes als Befestigungsmodul (3) realisiertes Befestigungselements (3) gemäß einer der Ausführungsformen 1 bis 8 aufweist.
- Ausführungsform 14. System, das aufweist
- eine Anzeigeeinheit (1) gemäß Ausführungsform 13,
und - eine Tragevorrichtung (4), bevorzugt ausgebildet als Regalschiene (4), an der die Anzeigeeinheit (1) mit Hilfe des Blockier-Elements (10) des in der Gehäusestruktur (2) der Anzeigeeinheit (1) aufgenommen Befestigungselements (3) befestigt ist, wobei die Tragevorrichtung (4) zumindest eine Aussparung (15) aufweist, in welche das Blockier-Element (10) eingedrungen ist.