Kontaktlose Stromübertragungsvorrichtunq mit Flüssigkeit für eine elektrische Antriebsmaschine; sowie elektrische Antriebsmaschine
Die Erfindung betrifft eine Stromübertragungsvorrichtung für eine elektrische Antriebsmaschine eines Kraftfahrzeuges, wie eines Pkws, Lkws, Busses oder sonstigen Nutzfahrzeuges, mit einem Primärteil und einem gesamtheitlich im Wesentlichen hülsenförmigen, relativ zu dem Primärteil verdrehbar aufgenommenen Sekundärteil, wobei das Primärteil radial innerhalb des Sekundärteils angeordnet ist und ein Kontaktelement des Primärteils mit einem zu dem Kontaktelement des Primärteils räumlich be- abstandeten Kontaktelement des Sekundärteils mittels einer Flüssigkeit (elektrisch) gekoppelt ist. Ferner betrifft die Erfindung eine elektrische Antriebsmaschine aufweisend diese Stromübertragungsvorrichtung.
Gattungsgemäße Strom Übertragungsvorrichtungen sind aus dem Stand der Technik bereits hinlänglich bekannt. Beispielsweise offenbart die DE 11 2020 003 208 T5 eine gattungsgemäße Strom Übertragungsvorrichtung mit einem Rotationslagerelement, das in einer Rotorwelle befestigt ist.
Bei diesen aus dem Stand der Technik bekannten Ausführungen hat es sich jedoch herausgestellt, dass die Stromübertragungsvorrichtung zur Gewährleistung der gegenseitigen Kontaktierung der Kontaktelemente über einen möglichst langen Betriebszeitraum hinweg relativ aufwändig in der Wartung ist. Dies liegt unter anderem daran, dass sich das Volumen der mitrotierenden elektrisch leitenden Flüssigkeit für gewöhnlich über den Betriebszeitraum hinweg reduziert, zugleich jedoch in Abhängigkeit der relativen Drehposition die Kontaktelemente relativ weit voneinander entfernt sind, wofür jedoch ein relativ großes Flüssigkeitsvolumen benötigt wird. Dadurch ist es nach einer gewissen Betriebsdauer unter Umständen möglich, dass ein elektrischer Kontakt zwischen den Kontaktelementen, je nach ihrer Drehstellung und dem Zustand der elektrisch leitenden Flüssigkeit, unterbrochen wird.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine berührungslose Stromübertragungsvorrichtung zur Verfügung zu stellen, die über einen möglichst langen Zeitraum
hinweg eine hohe Übertragungssicherheit aufweist, zugleich jedoch räumlich möglichst kompakt ausgebildet ist.
Dies wird erfindungsgemäß gemäß einem ersten Teilaspekt der Erfindung dadurch gelöst, dass das Kontaktelement des Primärteils und / oder das Kontaktelement des Sekundärteils ringförmig ausgebildet sind / ist.
Durch die ringförmige Ausbildung zumindest eines der Kontaktelemente wird die Wahrscheinlichkeit einer Unterbrechung der Strom Übertragung zwischen den Kontaktelementen deutlich gesenkt, da dieses zumindest eine Kontaktelement unabhängig von einer Drehposition stets mit der Flüssigkeit in Kontakt ist. Sind gar beide miteinander zusammenwirkende Kontaktelemente ringförmig ausgebildet, wird die Übertragungssicherheit nochmals deutlich erhöht. Zugleich werden die Kontaktelemente durch ihre Ringform radial kompakt ausgebildet.
Weitergehende vorteilhafte Ausführungsformen zu dem ersten Teilaspekt sind mit den Unteransprüchen beansprucht und nachfolgend näher erläutert.
Demnach ist es weiterhin von Vorteil, wenn das Kontaktelement des Primärteils und / oder das Kontaktelement des Sekundärteils axial fest aufgenommen sind / ist.
Des Weiteren ist es vorteilhaft, wenn ein mit der Flüssigkeit befüllter radialer Spalt zwischen dem Kontaktelement des Primärteils und dem Kontaktelement des Sekundärteils eine Dicke (das heißt radiale Abmessung) aufweist, die kleiner als eine Dicke (das heißt radiale Abmessung) des Kontaktelementes des Primärteils und / oder des Kontaktelementes des Sekundärteils ist. Als besonders geeignet hat sich eine Dicke des Spaltes kleiner als 1 mm, weiter bevorzugt kleiner 300 pm, besonders bevorzugt kleiner 200 pm herausgestellt. Dadurch wird ein geeigneter Kompromiss zwischen einem benötigten Flüssigkeitsvolumen und einer bauraumsparenden Anordnung der Kontaktelemente realisiert. Der Aufbau wird somit insbesondere in seiner radialen Erstreckung noch kompakter ausgebildet.
Für eine beschädigungsfreie Aufnahme des Kontaktelementes des Primärteils ist es ferner vorteilhaft, wenn dieses radial elastisch / federnd abgestützt ist.
Auch ist es vorteilhaft, wenn das Kontaktelement des Primärteils mittels einer Wellfeder von radial innen abgestützt ist. Damit wird die elastische Abstützung des Kontaktelementes des Primärteils möglichst bauraumsparend umgesetzt. Ist die Wellfeder unmittelbar dazu eingesetzt das Kontaktelement des Primärteils (an einem Grundkörper des Primärteils) zu sichern, wird der Aufbau weiter vereinfacht.
Für eine weiter optimierte Anwendung ist es von Vorteil, wenn das Primärteil und das Sekundärteil jeweils mehrere, vorzugsweise zwei, ringförmige Kontaktelemente aufweisen, die paarweise mittels einer Flüssigkeit gekoppelt sind. Somit weist das Primärteil bevorzugt ein erstes Kontaktelement auf, das mit einem ersten Kontaktelement des Sekundärteils unter Zwischenschaltung der Flüssigkeit zusammenwirkt und das Primärteil weist axial beabstandet zu seinem ersten Kontaktelement ein zweites Kontaktelement auf, das mit einem zweiten Kontaktelement des Sekundärteils unter Zwischenschaltung der Flüssigkeit zusammenwirkt. Auf übliche Weise sind die jeweiligen Kontaktelemente dann mit Polen oder Anschlüssen weiter verbunden. Diesbezüglich ist es zudem vorteilhaft, wenn die Kontaktelemente des Primärteils jeweils mit einem von zwei Polen einer Stromversorgung weiter verbunden sind, wohingegen die Kontaktelemente des Sekundärteils jeweils mit einem von zwei Anschlüssen einer Rotorwicklung / Spulenwicklung des Rotors weiter verbunden sind.
Ist das Primärteil gesamtheitlich im Wesentlichen hülsenförmig / rohrförmig ausgebildet, ist die Strom Übertragungsvorrichtung noch kompakter umgesetzt. Diesbezüglich hat es sich weiterhin als vorteilhaft herausgestellt, wenn das Primärteil auf einem Wellenabschnitt befestigt ist, wodurch die Lagerung des Primärteils weiter vereinfacht wird.
Als zweckmäßig hat es sich ferner herausgestellt, wenn das Primärteil und das Sekundärteil mittels eines Wälzlagers relativ zueinander verdrehbar abgestützt sind, wobei ein Innenring des Wälzlagers auf einer radialen Außenseite des Sekundärteils an-
geordnet ist und ein Außenring des Wälzlagers in einem mit dem Primärteil verbundenen Trägerelement aufgenommen ist. Dadurch kommt es zum einen zu einer kompakten Anordnung jenes Wälzlagers, das die zuvor erwähnte Lagerung ermöglicht, und zum anderen zu einer robusten Abstützung der beiden Teile relativ zueinander.
Für eine axial kompakte Bauweise hat es sich zudem als vorteilhaft herausgestellt, wenn das Wälzlager zumindest abschnittsweise auf einer gleichen axialen Höhe mit einem ersten Kontaktelement des Primärteils und einem ersten Kontaktelement des Sekundärteils angeordnet ist.
Gemäß einem weiteren, zweiten erfindungsgemäßen Teilaspekt, der losgelöst von dem ersten Teilaspekt ist und damit auch Gegenstand einer eigenen (Teil-) Anmeldung sein kann, betrifft die Erfindung auch eine Strom Übertragungsvorrichtung für eine elektrische Antriebsmaschine eines Kraftfahrzeugs, mit einem Primärteil und einem gesamtheitlich im Wesentlichen hülsenförmigen, relativ zu dem Primärteil verdrehbar aufgenommenen Sekundärteil, wobei das Primärteil radial innerhalb des Sekundärteils angeordnet ist und ein Kontaktelement des Primärteils mit einem zu dem Kontaktelement des Primärteils räumlich beabstandeten Kontaktelement des Sekundärteils mittels einer Flüssigkeit gekoppelt ist, wobei das Primärteil und das Sekundärteil mittels eines Wälzlagers relativ zueinander verdrehbar abgestützt sind, wobei ein Innenring des Wälzlagers auf einer radialen Außenseite des Sekundärteils angeordnet ist und ein Außenring des Wälzlagers in einem mit dem Primärteil verbundenen Trägerelement aufgenommen ist. Damit sind Primärteil und Sekundärteil robust zueinander mit möglichst platzsparend angeordneten Mitteln abgestützt.
Weitergehende vorteilhafte Ausführungsformen zu dem zweiten Teilaspekt ergeben sich aus den Teilgedanken des ersten Teilaspekts und sind der Vollständigkeit halber nachfolgend nochmals aufgeführt:
Stromübertragungsvorrichtung nach dem zweiten Teilaspekt, wobei das Kontaktelement des Primärteils und / oder das Kontaktelement des Sekundärteils ringförmig ausgebildet sind / ist.
Stromübertragungsvorrichtung nach dem zweiten Teilaspekt, wobei das Wälzlager zumindest abschnittsweise auf einer gleichen axialen Höhe mit einem ersten Kontaktelement des Primärteils und einem ersten Kontaktelement des Sekundärteils angeordnet ist.
Stromübertragungsvorrichtung nach dem zweiten Teilaspekt, wobei das das Kontaktelement des Primärteils und / oder das Kontaktelement des Sekundärteils axial fest abgestützt sind / ist.
Stromübertragungsvorrichtung nach dem zweiten Teilaspekt, wobei ein mit der Flüssigkeit befüllter radialer Spalt zwischen dem Kontaktelement des Primärteils und dem Kontaktelement des Sekundärteils eine Dicke aufweist, die kleiner als eine Dicke des Kontaktelementes des Primärteils und / oder des Kontaktelementes des Sekundärteils ist.
Stromübertragungsvorrichtung nach dem zweiten Teilaspekt, wobei das Kontaktelement des Primärteils radial elastisch / federnd abgestützt ist.
Stromübertragungsvorrichtung nach dem zweiten Teilaspekt, wobei das Kontaktelement des Primärteils mittels einer Wellfeder von radial innen abgestützt ist.
Stromübertragungsvorrichtung nach dem zweiten Teilaspekt, wobei das Primärteil und das Sekundärteil jeweils mehrere ringförmige Kontaktelemente aufweisen, die paarweise mittels einer Flüssigkeit gekoppelt sind.
Stromübertragungsvorrichtung nach dem zweiten Teilaspekt, wobei das Primärteil ge- samtheitlich im Wesentlichen hülsenförmig ausgebildet ist.
Ferner betrifft die Erfindung eine elektrische Antriebsmaschine für ein Kraftfahrzeug, mit einem Rotor und einer erfindungsgemäßen, an einer Spulenwicklung des Rotors angeschlossenen Strom Übertragungsvorrichtung nach zumindest einer der zuvor beschriebenen Ausführungen (des ersten oder zweiten Teilaspekts). Die Antriebsmaschine ist besonders bevorzugt eine fremderregte Synchronmaschine.
In Bezug auf die zuvor erwähnte, erfindungsgemäß eingesetzte Flüssigkeit (sowohl bezüglich des ersten Teilaspekts als auch des zweiten Teilaspekts) sei darauf hingewiesen, dass es sich bevorzugt um eine elektrisch leitfähige / leitende Flüssigkeit handelt. Bevorzugt ist die Flüssigkeit selbst elektrisch leitend und/oder ist mit elektrisch leitenden Additiven versetzt, wobei sie in Gänze dann als Flüssigkeit wiederum elektrisch leitend ist. Prinzipiell kann die elektrisch leitende Flüssigkeit als ein Flüssigmetall oder eine ionische Flüssigkeit oder dergleichen ausgebildet sein. Bevorzugt ist die elektrisch leitfähige Flüssigkeit jedoch als ein leitfähiges Öl oder leitfähiges Fett ausgebildet. Die leitfähigen Öle und Fette weisen zwar in der Regel eine geringere Leitfähigkeit als z.B. Flüssigmetall auf, sind jedoch weniger giftig und/oder einfacher handhabbar. Durch die Anpassung des radialen Spaltes zwischen den Kontaktelementen des Primärteils und des Sekundärteils können Einbußen in der Leitfähigkeit jedoch kompensiert werden, so dass ein technisch sinnvoller Einsatz von leitfähigen Ölen und/oder leitfähigen Fetten ermöglicht wird. Insbesondere wird daher eine elektrisch leitfähige Flüssigkeit mit einer elektrischen Leitfähigkeit bei 25°C größer als 10.000 nS/m, insbesondere größer als 30.000 nS/m verwendet, wie z.B. Öle oder Fette mit leitfähigen Additiven oder andere ölfreie und/oder fettfreie Flüssigkeiten. Diese sind insbesondere für niederohmige Anwendungen geeignet.
Für geringere Anforderungen an den Übertragungswiderstand, also für höhere Übertragungswiderstände, können durch die geeignete Dicke des radialen Spaltes zwischen den Kontaktelementen des Primärteils und des Sekundärteils sogar gebräuchliche Getriebeöle verwendet werden.
In einer alternativen Ausführungsform weist die elektrisch leitfähige Flüssigkeit dann eine elektrische Leitfähigkeit bei 25°C von weniger als 500 nS/m, vorzugsweise von weniger als 300 nS/m und insbesondere von weniger als 100 nS/m oder weniger als 50 nS/m auf. Dagegen ist es bevorzugt, dass die elektrische Leitfähigkeit größer als 1 nS/m, vorzugsweise größer als 5 nS/m und im Speziellen größer als 10 nS/m ist. Mit dieser elektrischen Leitfähigkeit ist es möglich, Getriebeöle zu verwenden, wie diese gebräuchlich sind, so dass auf speziell angepasste Flüssigkeiten, insbesondere mit
leitfähigen Additiven, verzichtet werden kann. Dies wird durch den Einsatz verringerten Ringspaltbreite / Dicke des radialen Spaltes zwischen den Kontaktelementen des Primärteils und des Sekundärteils ermöglicht. Somit ist es gemäß weiteren Ausführungen auch möglich als Flüssigkeit nicht leitfähiges Öl oder nicht leitfähiges Fett einzusetzen.
Die Erfindung wird nun nachfolgend anhand von Figuren näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Längsschnittdarstellung einer erfindungsgemäßen Stromübertragungsvorrichtung nach einem bevorzugten Ausführungsbeispiel, wobei zwei Kontaktelementpaare eines Primärteils und eines Sekundärteils hinsichtlich ihrer Ausbildung und Anordnung näher zu erkennen sind,
Fig. 2 eine perspektivische Darstellung der Strom Übertragungsvorrichtung nach Fig. 1 in einer Vollansicht,
Fig. 3 eine Querschnittsdarstellung der Strom Übertragungsvorrichtung im Bereich eines Kontaktelementpaares,
Fig. 4 eine perspektivische Darstellung des Primärteils in einer Vollansicht,
Fig. 5 eine perspektivische Darstellung des in Längsrichtung geschnittenen Sekundärteils,
Fig. 6 eine Längsschnittdarstellung der erfindungsgemäßen Strom Übertragungsvorrichtung, wobei ferner ein das Sekundärteil relativ zum Primärteil abstützendes Wälzlager veranschaulicht ist,
Fig. 7 eine Explosionsdarstellung der in Fig. 6 in Längsrichtung geschnittenen Stromübertragungsvorrichtung mit Wälzlager,
Fig. 8 eine schematische Längsschnittdarstellung einer elektrischen Antriebsmaschine aufweisend die Strom Übertragungsvorrichtung der Fign. 1 bis 7, sowie
Fig. 9 eine Seitenansicht der vollständigen Antriebsmaschine nach Fig. 8.
Die Figuren sind lediglich schematischer Natur und dienen ausschließlich dem Verständnis der Erfindung. Die gleichen Elemente sind mit denselben Bezugszeichen versehen.
Ausgehend von den Fign. 8 und 9 ist ein bevorzugter Einsatzbereich der erfindungsgemäßen Strom Übertragungsvorrichtung 1 der Einsatz in einer elektrischen Antriebsmaschine 10 eines Kraftfahrzeuges, welches Kraftfahrzeug entweder als rein elektrisch oder hybridisch angetriebenes Kraftfahrzeug ausgebildet ist.
Die Stromübertragungsvorrichtung 1 dient dabei zum Zuführen einer elektrischen Leistung / eines elektrischen Stroms zu einer schematisch angedeuteten Spulenwicklung 21 eines drehbar gelagerten Rotors 20 der elektrischen Antriebsmaschine 10.
Die Stromübertragungsvorrichtung 1 ragt nach den Fign. 8 und 9 zumindest teilweise axial in eine Rotorwelle 24 des Rotors 20 hinein. Dabei ist insbesondere ein nachfolgend näher erläutertes, gesamtheitlich hülsenförmiges / rohrförmiges Sekundärteil 3 drehfest mit der Rotorwelle 24 verbunden. Die elektrische Antriebsmaschine 10 weist auf typische Weise weiterhin einen Stator 25 auf, der ebenfalls gesamtheitlich ringförmig ausgebildet ist und radial außerhalb des Rotors 20 angeordnet ist.
Es sei darauf hingewiesen, dass die gegenständlich verwendeten Richtungsangaben axial, radial und in Umfangsrichtung in Bezug auf eine Drehachse 26 des Rotors 20 bezogen sind, welche Drehachse 26 einer Längsachse der Strom Übertragungsvorrichtung 1 entspricht. Unter axial / axialer Richtung ist folglich eine Richtung entlang / parallel zu der Drehachse 26, unter radial / radialer Richtung eine Richtung senkrecht zu dieser Drehachse 26 und unter Umfangsrichtung eine Richtung entlang einer konzentrisch zur Drehachse 26 um laufenden Kreislinie zu verstehen.
In Verbindung mit den Fign. 1 bis 5 ist die eigentliche Strom Übertragungsvorrichtung 1 seitens ihres Primärteils 2 und ihres Sekundärteils 3 detailliert veranschaulicht. Es ist zu erkennen, dass das radial innerhalb des Sekundärteils 3 angeordnete Primärteil 2 gesamtheitlich hülsenförmig / rohrförmig umgesetzt ist. Das Primärteil 2 weist, unter
Zusammenschau der Fign. 1 und 4, einen im Wesentlichen hülsenförmigen / rohrförmigen Grundkörper 17 auf, der stoffeinteilig ausgebildet ist. Dieser Grundkörper 17 besteht selbstverständlich aus elektrisch nicht leitfähigem / isolierendem Material. In diesem Grundkörper 17 sind Leitungen 18a, 18b unter Ausbildung zweier separater Pole aufgenommen / eingebracht. Beide Leitungen 18a, 18b sind in Fig. 4 gut zu erkennen. Die Leitungen 18a, 18b ragen zu einer dem Rotor 20 axial abgewandten Seite aus dem Grundkörper 17 hinaus und sind im Betrieb der elektrischen Antriebsmaschine 10 mit einer Stromquelle weiter gekoppelt. Jede Leitung 18a, 18b weist in dem Grundkörper 17 einen in Umfangsrichtung des Grundkörpers umlaufenden, kreissegmentförmigen Kontaktbereich 19a, 19b auf. Eine erste Leitung 18a mündet in einem ersten Kontaktbereich 19a, der in einer ersten axialen Position des Grundkörpers 17 angeordnet ist und in Bezug auf den Grundkörper 17 radial nach außen zugänglich / freigelegt ist. Eine zweite Leitung 18b weist einen zweiten Kontaktbereich 19b auf, der an einer zweiten axialen Position des Grundkörpers 17, axial beabstandet zu dem ersten Kontaktbereich 19a, angeordnet ist und ebenfalls in Bezug auf den Grundkörper 17 radial nach außen freigelegt ist. Diesbezüglich sei auch darauf hingewiesen, dass die Kontaktbereiche 19a, 19b nicht vollständig in Umfangsrichtung umlaufen.
Ferner weist das Primärteil 2 zwei gesamtheitlich ringförmig ausgebildete Kontaktelemente 4 und 6 auf. Ein erstes Kontaktelement 4 des Primärteils 2 ist elektrisch mit dem ersten Kontaktbereich 19a verbunden. Ein zweites Kontaktelement 6 des Primärteils 2, das axial beabstandet zu dem ersten Kontaktelement 4 angeordnet ist, ist mit dem zweiten Kontaktbereich 19b elektrisch verbunden. Es ist in Fig. 4 zu erkennen, dass die beiden Kontaktbereiche 19a, 19b axial zwischen den Kontaktelementen 4, 6 des Primärteils 2 angeordnet sind.
Jedes Kontaktelement 4, 6 des Primärteils 2 weist eine axial vorspringende Kontaktnase 27a, 27b auf, mit welcher es den Kontaktbereich 19a, 19b kontaktiert / auf diesem aufliegt. Das jeweilige Kontaktelement 4, 6 des Primärteils 2 läuft somit in Umfangsrichtung vollständig um. Jedes Kontaktelement 4, 6 des Primärteils 2 ist radial von außen auf dem Grundkörper 17 aufgenommen.
Diesbezüglich wird unter Zusammenschau der Fign. 1 und 3 auch ersichtlich, dass das jeweilige Kontaktelement 4, 6 des Primärteils 2 in radialer Richtung von innen durch eine Wellfeder 9 abgestützt ist. Dadurch ist das jeweilige Kontaktelement 4, 6 des Primärteils 2 in einem gewissen Maß in radialer Richtung elastisch / relativbeweglich zu dem Grundkörper 17 angeordnet / abgestützt.
Ferner ist ersichtlich, dass die Kontaktelemente 4, 6 des Primärteils 2 auch axial fest abgestützt sind. Das jeweilige Kontaktelement 4, 6 des Primärteils 2 ist dabei mittels der Wellfeder 9 in axialer Richtung an dem Grundkörper 17 festgelegt.
Das radial außerhalb des Primärteils 2 angeordnete Sekundärteil 3 ist wiederum unter Zusammenschau der Fign. 1 und 5 gut zu erkennen. Das Sekundärteil 3 weist einen hülsenförmigen / rohrförmigen Basiskörper 28 auf, der mehrere, nämlich zwei Anschlüsse unter Ausbildung zweier Anschlussleitungen 29a, 29b aufnimmt. Eine erste Anschlussleitung 29a und eine zweite Anschlussleitung 29b ragen zu einer dem Rotor 20 zugewandten axialen Seite aus dem Basiskörper 28 hinaus. Der Basiskörper 28 besteht selbstverständlich aus elektrisch nicht leitfähigem / isolierendem Material.
Jede Anschlussleitung 29a, 29b ist mit einem Kontaktelement 5, 7 des Sekundärteils 3 elektrisch verbunden. Die erste Anschlussleitung 29a ist elektrisch mit einem ersten Kontaktelement 5 des Sekundärteils 3 verbunden, die zweite Anschlussleitung 29b ist mit einem zweiten Kontaktelement 7 des Sekundärteils 3 elektrisch verbunden.
Fig. 5 lässt auch erkennen, dass die Kontaktelemente 5, 7 des Sekundärteils 3 ge- samtheitlich im Wesentlichen ringförmig ausgebildet sind. Für eine einfachere Montage ist es von Vorteil, wenn diese an einer Umfangsstelle geschlitzt ausgebildet sind. Radial von außen ist auf den Basiskörper 28 bevorzugt eine Metall- / Blechhülse 32 aufgepresst / aufgesetzt.
Es ist ferner ersichtlich, dass die beiden ringförmigen Kontaktelemente 5, 7 des Sekundärteils 3 bevorzugt axialfest eingespannt sind.
Gemäß Fig. 1 ist das erstes Kontaktelement 4 des Primärteils 2 mit einem ersten Kontaktelement 5 des Sekundärteils 3 axial auf gleicher Höhe angeordnet und bilden demnach ein zusammengehörendes erstes Kontaktelementpaar. Das erste Kontaktelement 5 des Sekundärteils 3 weist hier eine geringere axiale Breite auf als das erste Kontaktelement 4 des Primärteils 2. Das zweite Kontaktelement 6 des Primärteils 2 ist mit einem zweiten Kontaktelement 7 des Sekundärteils 3 axial auf gleicher Höhe angeordnet und bilden demnach ein zusammengehörendes zweites Kontaktelementpaar. Das zweite Kontaktelement 7 des Sekundärteils 3 weist hier eine geringere axiale Breite auf als das zweite Kontaktelement 6 des Primärteils 2.
Ferner sei darauf hingewiesen, dass radial zwischen den Kontaktelementen 4, 5; 6, 7 des jeweiligen Kontaktelementpaares ein radialer Spalt 11 vorgesehen ist, sodass die Kontaktelementen 4, 5; 6, 7 des jeweiligen Kontaktelementpaares radial beabstandet und kontaktlos zueinander angeordnet sind.
Im Betrieb ist eine elektrisch leitende Flüssigkeit 8 in dem Spalt 11 eingefüllt. Insbesondere ist die Flüssigkeit 8 bevorzugt in einem radialen Zwischenraum 23 zwischen dem Primärteil 2 und dem Sekundärteil 3 eingefüllt, in dem auch die Kontaktelemente 4, 5; 6, 7 angeordnet sind. Der Zwischenraum 23 ist zu seinen beiden axial gegenüberliegenden Seiten mittels Dichtungen 30a und 30b abgedichtet. Die Dichtringe 30a, 30b sind als Radialwellendichtringe ausgebildet.
Es ist zu erkennen, dass der Spalt 11 zwischen dem ersten Kontaktelement 5 des Sekundärteils 3 und dem ersten Kontaktelement 4 des Primärteils 2 gleich dimensioniert ist wie der Spalt 11 zwischen dem zweiten Kontaktelement 7 des Sekundärteils 3 und dem zweiten Kontaktelement 6 des Primärteils 2. Jeder Spalt 11 ist so dimensioniert, dass er möglichst dünn ausgebildet ist. Diesbezüglich ist zu erkennen, dass jeder Spalt 11 in radialer Richtung eine geringere Dicke / Höhe aufweist als das jeweilige Kontaktelement 4, 6 oder 5, 7. Bevorzugt ist der Spalt 11 weniger als 200 pm dick.
Somit kommt es im Betrieb bei einer Strom Übertagung zur Übertragung des Stroms über die Leitungen 18a, 18b und die Paare der Kontaktelemente 4, 5 und 6, 7 über die Anschlussleitungen 29a, 29b zur Spulenwicklung 21 des Rotors 20.
Mit den Fign. 6 und 7 wird deutlich, dass das Primärteil 2 und das Sekundärteil 3 über eine spezielle Lageranordnung relativ zueinander verdrehbar gelagert sind. Das im Betrieb gehäusefest / ortsfest aufgenommene Primärteil 2 ist mit seinem Grundkörper 17 mit einem Wellenabschnitt 22 verbunden bzw. fest auf diesem aufgenommen. Der Wellenabschnitt 22 ist weiterhin drehfest mit einem Trägerelement 16 verbunden. Das Trägerelement 16 ist hier gesamtheitlich topfförmig ausgebildet und verläuft von einem mit dem Wellenabschnitt 22 verbundenen Bereich in radialer Richtung nach außen.
Das Trägerelement 16 erstreckt sich derart weit radial nach außen, dass es schließlich in einen (axial verlaufenden) Hülsenbereich 31 mündet. Der Hülsenbereich 31 ist radial außerhalb des Sekundärteils 3, beabstandet zu dem Sekundärteil 3, angeordnet. Zwischen dem Hülsenbereich 31 und einer radialen Außenseite des Sekundärteils 3 bzw. einer Stützhülse 34 des Sekundärteils 3 ist ein Wälzlager 12 angeordnet. Die Stützhülse 34 ist radial von außen auf den Basiskörper 28 und die Blechhülse 32 aufgepresst / aufgesetzt.
Das Wälzlager 12 ist hier als Kugellager realisiert. Insbesondere ist das Wälzlager 12 gar als Sensorlager ausgeführt. Das Wälzlager 12 weist einen Innenring 13 auf, der unmittelbar auf der radialen Außenseite 15 des Sekundärteils 3 aufgenommen / auf diesem fixiert ist. Ein radial außerhalb des Innenrings 13 angeordneter Außenring 14 des Wälzlagers 12 ist in den Hülsenbereich 31 eingepresst / in diesem fest aufgenommen. Somit kommt es im Betrieb zu einer verlässlichen radialen und axialen Abstützung des Primärteils 2 relativ zu dem Sekundärteil 3.
Es ist zu erkennen, dass das Wälzlager 12 in axialer Richtung zumindest abschnittsweise auf Höhe des ersten Kontaktelementes 4 des Primärteils und somit auch des ersten Kontaktelementes 5 des Sekundärteils 3 angeordnet ist.
Gesamtheitlich, wie wiederum in den Fign. 8 und 9 zu erkennen, ist diese Stromübertragungsvorrichtung 1 samt der Lageranordnung in einem Gehäusebauteil 33, das
hier flanschartig ausgeführt ist, aufgenommen. Das Trägerelement 16 ist zu diesem Zwecke radial fest und axial beweglich in dem Bauteil 33 angebracht.
Mit anderen Worten ausgedrückt, ist (insbesondere hinsichtlich des ersten Teilaspektes) erfindungsgemäß ein kontaktloser und somit verschleißfreier Übertrager (Stromübertagungsvorrichtung 1 ) umgesetzt, welcher den Kontakt über Kontaktelemente 4 bis 7 herstellt. Diese erzeugen einen gezielten Spalt 11 zwischen Primärteil 2 und Sekundärteil 3, welcher durch eine elektrisch leitfähige Flüssigkeit 8 überbrückt wird, wodurch die Ströme sicher übertragen werden können.
Der Aufbau des kontaktlosen Übertragers ist dabei folgendermaßen: Der primärseitige, stehende Teil besteht aus einer Isolationshülse (Grundkörper 17), aus Anschlüssen (Leitungen 18a, 18b), aus Federelementen (Wellfeder 9), aus primären Kontaktelementen (erstes Kontaktelement 4 und zweites Kontaktelement 6 des Primärteils 2) und elektrischen Verbindern (Kontaktbereiche 19a, 19b). Der sekundärseitige, rotierende Teil besteht aus einer Stahlhülse (Blechhülse 32), einer Isolationshülse (Basiskörper 28), aus sekundären Kontaktelementen (erstes Kontaktelement 5 und zweites Kontaktelement 7 des Sekundärteils 3) und aus Anschlüssen (Anschlussleitungen 29a, 29b). Bei der Montage der Baugruppe kommen noch Dichtungen 30a, 30b und die elektrische leitfähige Flüssigkeit 8 hinzu.
Die Funktionsweise ist wie folgt: Im Primärteil 2 befindet sich als Träger die Isolationshülse. Auf dieser sitzen beabstandet zwei primäre Kontaktelemente, welche den Plus- und Minuspol darstellen. Diese beiden Kontaktelemente sind über Federelemente (z.B. Wellfedern 9) radial elastisch und axial fixiert gelagert. Die beiden Pole sind über elastische elektrische Verbindungen mit den beiden Anschlüssen verbunden. Zusätzlich besitzen sie Verdrehsicherungen, damit sie radiale Toleranzen ausgleichen können aber sonst drehfest mit dem Träger verbunden sind.
Im Sekundärteil 3 befindet sich als Träger eine Stahlhülse (Blechhülse 32), in der sich die Isolationshülse befindet. In dieser sitzen beabstandet zwei sekundäre Kontaktelemente, welche den Plus- und Minuspol darstellen. Diese beiden Kontaktelemente sind fest in der Isolationshülse befestigt und die Spuren laufen parallel zu den primären
Kontaktelementen. Die beiden Pole sind über elektrische Verbindungen, mit den beiden Anschlüssen, verbunden.
Bei der Montage des Primärteiles 2 und des Sekundärteiles 3 wird eine elektrisch leitfähige Flüssigkeit 8 eingefüllt und die entstandene Baugruppe mit zwei Dichtungen 30a, 30b verschlossen. Somit kann das System in nassen und trockenen E-Maschi- nen / elektrischen Antriebsmaschinen 10 eingesetzt werden.
Vorteilhaft bei der bevorzugten Ausführungsform ist, dass die beiden primären Kontaktelemente über Federelemente radial elastisch gelagert sind und somit Achsversätze und Toleranzen zwischen Primär- und Sekundärteil ausgeglichen werden können. Dies gewährleistet, dass der maximal zulässige Spalt zwischen dem primären - und dem sekundären Kontaktelement, eingehalten und begrenzt wird.
Das Design erlaubt einen gewissen axialen Versatz, zwischen Primär- und Sekundärteil. Somit kann das axiale Spiel, welches bei einer Loslagerung vorgesehen werden muss, bei diesem Aufbau ausgeglichen werden.
Ein weiterer Vorteil dieses Systems ist, das durch den kontaktlosen Betrieb keine mechanischen Verluste und somit auch kein Verschleiß entsteht. Gegenüber kontaktbehafteten Übertragern entsteht somit auch kein Abrieb. Die elektrischen Verluste werden, gegenüber den bekannten Übertragertypen, durch die elektrisch leitfähige Flüssigkeit ebenfalls reduziert. Durch die Reduzierung der mechanischen und elektrischen Verluste wird auch keine aktive Kühlung benötigt. Durch die elektrisch leitfähige Flüssigkeit wird sichergestellt, dass immer ein Kontakt zwischen dem primären und dem sekundären Kontaktelement besteht. Somit hat dieses System keinen negativen Einfluss auf die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV). Entsprechende zusätzliche Schirmungen für den Übertrager werden nicht benötigt. Der Übertrager kann durch seinen Aufbau entfernt von den im Betrieb warmen Rotorwicklungen positioniert werden, sodass eine Erwärmung des Übertragers durch die Rotorwicklungen vermieden wird. Der Aufbau gewährt eine sichere elektrische Trennung der beiden Pole, sodass keine Kapselung der beiden Poole benötigt wird. Dies reduziert den axialen Bauraum. Die Bereiche der Pole können aber auch durch eine zusätzliche Dichtung getrennt
werden, sodass jeder Pol einen eigenen Kontaktraum bildet. Das Design erlaubt auch eine Auftrennung der beiden Pole. Es kann dann eine Baugruppe mit nur einem Pol erstellt werden und diese zweimal in der E-Maschine verbaut werden. In die Baugruppe kann zudem Sensorik oder Elektronik zur Verarbeitung oder Übermittlung von Sensorsignalen integriert werden z.B. zur Bestimmung von Rotorposition, Drehmoment oder Temperatur. Die Baugruppe kann als eigenständiges Produkt aufgebaut, geprüft, beworben und vertrieben werden.
Der kontaktlose Übertrager wird (insbesondere hinsichtlich des zweiten Teilaspektes) zusammen mit einem Lager (Wälzlager 12), zu einer in sich abgeschlossenen Baugruppe verbunden. Dabei wird der sekundärseitige, rotierende Teil des kontaktlosen Übertragers, in das Innere des inneren Lagerträgers (Stützhülse 34) gefügt. Dieser ist dabei fest mit dem Innenring 13 des Lagers verbunden. Der primärseitige, stehende Teil wird koaxial im Inneren des sekundärseitigen Teils angeordnet. Der primärseitige, stehende Teil ist dabei fest mit dem Außenring 14 des Lagers verbunden.
Der Aufbau der Lager - Übertrager - Einheit ist dabei folgendermaßen: Die Lagereinheit besteht aus einem äußeren Lagerträger (Trägerelement 16), dem inneren Lagerträger, dem Lager, einem weiteren Trägerelement (Wellenabschnitt 22, z.B. als Öllanze ausgebildet) für den Primärteil des Übertragers und dem „conductive liquid transmitter“.
Die Funktionsweise ist wie folgt: Das Lager wird um einen inneren- und äußeren Lagerträger erweitert. Der äußere Lagerträger ist auf dem Außenring des Lagers befestigt und nimmt den primärseitigen, stehenden Teil des Übertragers auf. Der Primärteil des Übertragers ist dabei über ein Trägerelement (z.B. Öllanze, welche auch zur Öldurchführung genutzt werden kann), an dem äußeren Lagerträger befestigt. Der Innenring des Lagers ist auf dem inneren Lagerträger befestigt. Der innere Lagerträger bildet dabei einen Teil der mehrteiligen Rotorwelle und nimmt im inneren, den sekundärseitigen, rotierenden Teil des Übertragers auf.
Auf Grund der Anordnung im Inneren des inneren Lagerträgers, der axial langen aber radial kompakten Dimensionierung in Verbindung mit einem radialen Spalt im Übertrager, sowie der Ausbildung als abgeschlossene Baugruppe, können eine Reihe der genannten technischen Probleme gelöst bzw. reduziert werden: Es muss kein zusätzlicher Bauraum vorgehalten werden. Es wird der Bauraum unterhalb des Lagers genutzt und es entsteht so eine kompakte Lager - Übertrager - Einheit. Durch den integrierten kontaktlosen Übertrager, erhöhen sich auch nicht die mechanischen Verluste der Lager - Übertrager - Einheit. Der rotierende Übertragerteil wird durch den inneren Lagerträger drehzahlfest abgestützt. Durch die radial kompakte Abmessung werden die Anforderungen bzgl. Drehzahlfestigkeit zusätzlich entschärft. Gewichtsreduzierung, da keine zusätzlichen Bauteile zur Aufnahme des Übertragers benötigt werden. Die radiale Trennung zwischen primärem und sekundärem Übertragerteil in Verbindung mit einer geringen Toleranzkette zur Rotorlagerung, ermöglicht eine Minimierung des Spalts im Übertrager zwischen primärem und sekundärem Übertragerteil, was eine Verkleinerung der Übertragerkomponenten begünstigt. Der Übertrager ist entfernt von den im Betrieb warmen Rotorwicklungen positioniert, sodass eine Erwärmung des Übertragers durch die Rotorwicklungen vermieden wird. Ist der innere Lagerträger (Rotorwelle) gekühlt, z.B. durch ein Fluid im Inneren der Rotorwelle, können die Verluste des Übertragers günstig abgeführt werden. Reduzierung der radialen Toleranzkette, da die Anbindung direkt an das Lager erfolgt und nur noch das Lagerspiel einen Einfluss hat. Reduzierung der axialen Toleranzkette, da die Anbindung direkt an das Lager erfolgt und somit das axiale Spiel, welches bei einer Loslagerung vorgesehen werden muss, bei diesem Aufbau entfällt.
Ist der innere Lagerträger (Stützhülse 34) aus einem elektrisch leitfähigen Material, z.B. Stahl, gefertigt, schirmt er den Übertrager zusätzlich gegenüber umgebenden Komponenten und Systemen ab, und bietet somit einen Beitrag zur elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) gegenüber umgebenden Komponenten und Systemen.
In die Baugruppe (Stromübertagungsvorrichtung 1 mit Wälzlager 12) kann zudem Sensorik oder Elektronik zur Verarbeitung oder Übermittlung von Sensorsignalen integriert werden, z.B. zur Bestimmung von Rotorposition, Drehmoment oder Temperatur.
Diese Einheit kann als abgeschlossene Baugruppe entwickelt, aufgebaut und geprüft werden.
Bezuqszeichenliste
Stromübertagungsvorrichtung
Primärteil
Sekundärteil erstes Kontaktelement des Primärteils erstes Kontaktelement des Sekundärteils zweites Kontaktelement des Primärteils zweites Kontaktelement des Sekundärteils Flüssigkeit
Wellfeder
Antriebsmaschine
Spalt
Wälzlager
Innenring
Außenring
Außenseite
Trägerelement
Grundkörper a erste Leitung b zweite Leitung a erster Kontaktbereich b zweiter Kontaktbereich
Rotor
Spulenwicklung
Wellenabschnitt
Zwischenraum
Rotorwelle
Stator
Drehachse a erste Kontaktnase b zweite Kontaktnase Basiskörper
a erste Anschlussleitungb zweiter Anschlussleitunga erster Dichtring b zweiter Dichtring Hülsenbereich Blechhülse Gehäusebauteil Stützhülse