EP4617080B1 - Verfahren zur herstellung von dekorierten platten, insbesondere von holzwerkstoffplatten sowie mehrzahl dekorierter platten - Google Patents
Verfahren zur herstellung von dekorierten platten, insbesondere von holzwerkstoffplatten sowie mehrzahl dekorierter plattenInfo
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- EP4617080B1 EP4617080B1 EP24187888.3A EP24187888A EP4617080B1 EP 4617080 B1 EP4617080 B1 EP 4617080B1 EP 24187888 A EP24187888 A EP 24187888A EP 4617080 B1 EP4617080 B1 EP 4617080B1
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Description
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von dekorierten Platten für Möbel oder Türen, insbesondere von Holzwerkstoffplatten, sowie eine Mehrzahl dekorierter Platten.
- Die dekorierten Platten für Möbel oder Türen weisen als Trägerplatte insbesondere eine Holzwerkstoffplatte auf, die mit einer oder mehreren Papierschichten oder auch Farb- bzw. Lackschichten beschichtet sind. Insbesondere werden für das Herstellen eines Dekors auf einer der beiden Oberseiten ein bedrucktes Dekorpapier verwendet, das noch mit mindestens einer weiteren die Abriebbeständigkeit erhöhenden Overlayschicht beschichtet sein kann. Anstelle von Dekorpapieren kann auch ein Dekor auf die Trägerplatte aufgedruckt werden.
- Anstelle einer Holzwerkstoffplatte kann auch eine Platte aus einem anderen Werkstoff eingesetzt werden, beispielsweise können auch Platten aus Kunststoff, aus einem Holzwerkstoff-Kunststoff-Gemisch oder aus einem Naturstoff wie Kork mit einem Dekor versehen werden.
- Die Größe der Platten der hier hauptsächlich interessierende Art liegt im Bereich von Abmessungen von mehr als 1,4 Meter. Beispielsweise werden die Platten in einer Länge von 5,6 m und einer Breite von 2,08 m hergestellt und dann in Platten mit einer Länge ca. 2,8 m aufgeteilt. Diese Platten werden auch als Halbformate bezeichnet, die nach ihrer Herstellung in kleinere Plattenteile mit handelsüblichen Formaten aufgetrennt werden. Dabei ist das allgemeine Ziel, dass das Halbformat ein Dekor aufweist, das als Ganzes und dann auch bei den aufgeteilten kleineren Plattenteilen ein möglichst abwechslungsreiches Aussehen hervorruft.
- Für ein möglichst unterschiedliches Aussehen ist der Rapport des Dekordruckes ein entscheidender Faktor. Denn beim Rapportdruck handelt es sich um ein ständig wiederkehrendes Druckbild ohne sichtbare Unterbrechung. Dieses Verfahren wird bei Endlosdruckbildern wie beim Dekordruck eingesetzt.
- Mit Rapport ist ein sich beim fortlaufenden Drucken ständig wiederholendes Muster gemeint, durch dessen Wiederholung das gesamte Dekor entsteht. Ein Rapport wird durch die Rapportlänge und Rapportbreite charakterisiert.
- Standardmäßig entspricht die Dekorbildlänge, also die Rapportlänge ca. 1,4 m, was einem Viertel der Trägerplattenlänge von 5,6 m oder einer Hälfte der Länge des Halbformates entspricht. Daher weisen alle Halbformate bzw. Platten das gleiche Dekorbild auf. Werden die Halbformate in immer gleicher Weise aufgetrennt und Plattenteile mit kleineren Abmessungen erzeugt, so haben die sich aus einem Halbformat ergebenden Plattenteile ein gleiches Aussehen. Werden die Plattenteile zu einer größeren Fläche verbunden, so können die sich wiederholende Muster der einzelnen Plattenteile bei einer Betrachtung des Bauteils wie eines Möbels oder einer Tür auffällig sein.
- Aus der
EP 4 215 383 A1 ist bekannt, die Rapportlänge bzw. die Dekorlänge größer als die 2-fache Länge der Trägerplatte zu wählen, die auch als Kern des herzustellenden Dekorbauteils bezeichnet wird. Damit wird zwar eine höhere Dekorvielfalt bei den Dekorbauteilen erreicht, jedoch treten gleichwohl immer gleiche Plattenteile nach einem Auftrennen auf. - Die
EP 1 908 608 A1 offenbart ein Verfahren zur Herstellung von Dekorbauteilen, bei denen die Wiederholfrequenz einer Oberflächenstruktur ungleich der Wiederholfrequenz des Dekors ist. Da die Oberflächenstruktur und das gedruckte Dekor zusammen das Dekorbild bestimmen, wird die Anzahl der unterschiedlichen dekorierten Platten vergrößert. Auch hierbei liegt die Anwendung insbesondere bei kleineren Bauteilabmessungen der Halbformate. - Die
EP 2 253 470 A1 beschreibt zwei verschiedene Druckwalzen, die unabhängig voneinander in Druck- und Ruhepositionen gebracht werden können. Daher ist diese Anwendung nur auf ein Tiefdruckverfahren beschränkt und die Vielfalt an dekorierten Platten wird durch unterschiedliche Druckanteile der verschiedenen Druckwalzen erzeugt. - Die bisher bekannten Verfahren zur Herstellung von dekorierten Platten haben daher noch keine befriedigende Lösung für das Problem der Herstellung von möglichst vielen unterschiedlich dekorierten Platten unter Berücksichtigung des Rapports ergeben.
- Daher liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine größere Anzahl von unterschiedlich dekorierten Halbformaten und damit auch von unterschiedlich dekorierten Plattenteilen nach Aufteilen von dekorierten Halbformaten zu erreichen.
- Die zuvor aufgeführte Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren zur Herstellung von dekorierten Platten, insbesondere von Holzwerkstoffplatten, gelöst, bei dem Trägerplatten mit einer Trägerplattenlänge (LT) bereitgestellt werden und bei dem jeweils eine Trägerplatte mit einem Dekor versehen wird, wobei sich das Dekor nach einer Dekorbildlänge (LD) entsprechend einem Rapport wiederholt. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass die Dekorbildlänge (LD) in Einheiten der Trägerplattenlänge (LT) in einem der Intervalle [ (n* 0,5+x)*LT; ((n+1)*0,5-y)*LT ] liegt mit n = 0 ... 5 und x, y größer als 0,05 und kleiner als 0,3. Dabei ist n eine ganze Zahl und x und y sind reele Zahlen.
- Beispiele für die Intervalle sind:
- [0,3; 0,45]*LT, [0,55; 0,95]*LT, [1,05; 1,45]*LT, [1,55; 1,95]*LT
- [0,35; 0,4]*LT, [0,6; 0,9]*LT, [1,1; 1,4]*LT, [1,6; 1,9]*LT
- Dadurch, dass erfindungsgemäß die Intervalle ganzzahlige Vielfache von 0,5 mit jeweils einem durch x und y vorgegebenen Bereich vermeiden, kommt es zwischen jeweils zwei aufeinander folgenden Dekoren bei der Herstellung der dekorierten Platten zu einem ausreichend großen Versatz der Dekore, so dass sich die dekorierten Platten als Halbformate und damit auch die nach einem Auftrennen der dekorierten Platten in einzelne Plattenteile die Plattenteile in ihren Dekoren weitaus stärker und öfter unterscheiden, als wenn die ganzzahligen Vielfachen von 0,5 eingeschlossen wären. Daher wird der Vorteil erreicht, dass eine größere Anzahl an Platten mit unterschiedlichem Aussehen hergestellt werden.
- Nach einer Installation der Plattenteile, beispielsweise als Möbelteil oder als Tür, kommt es dadurch weniger oft zu einem gleichen Erscheinungsbild zweier beliebig miteinander kombinierter Plattenteile.
- Ein Dekor im Rahmen dieser Erfindung ist ein Dekor, das eine natürliche Oberfläche wiedergibt. Das Dekor kann also eine Wiedergabe eines pflanzlichen Materials, insbesondere ein Holzdekor, sein. Das Dekor kann aber auch eine Wiedergabe einer Steinoberfläche sein.
- In bevorzugter Weise weist n einen Wert aus dem Intervall [1 ... 5] auf. Dieses hat den Vorteil, dass dann, wenn die Trägerplatte mit der Länge LT in ein Halbformat mit der Länge 0,5 *T aufgetrennt worden ist, bereits das Halbformat vor dem Aufteilen in Plattenteile keine Wiederholung von Dekorbereichen aufweist.
- Beispielsweise können die Trägerplatten, auf die das Dekor aufgebracht wird, eine Trägerplattenlänge in der Größenordnung von 5,6 m aufweisen. Direkt im Anschluss an das Aufbringen des Dekors durch eine Verpressung eines Dekorpapiers werden die beschichteten Platten halbiert, so dass die entstehenden Plattenteile, die auch als Halbformatplatten bezeichnet werden, eine Länge von 2,8 m aufweisen. In dieser Weise werden Platten (Halbformate) mit einer Dekorbildlänge größer als 2,8 m hergestellt. Wenn nun n einen Wert aus dem Intervall [1 ... 5] aufweist, ist die Dekorbildlänge größer als die Halbformatplattenlänge und es treten keine Wiederholungen bestimmter Bildausschnitte auf einer dekorativen Halbformatplatte auf. Zudem weisen die anschließend aufgeteilten kleineren Plattenteile als Bauteile auch alle unterschiedliche Bildausschnitte auf.
- Bevorzugt ist weiterhin ein Verfahren, bei dem das Dekor ohne Dekorsprung erzeugt wird. Somit wird bei Erreichen des Rapportes kein Sprung, also eine Unterbrechung des Dekors sichtbar. Dieses gilt insbesondere in Längsrichtung des Dekors, kann aber auch in Breitenrichtung vorgesehen sein.
- Das Material der Trägerplatten ist bevorzugt eine Spanplatte, eine Oriented Strand Board (OSB) Platte oder eine MDF-Faserplatte (medium density fibre board) oder eine HDF-Faserplatte (high density fibre board). Die Trägerplatte kann aber auch aus Kunststoff, aus einem Holzwerkstoff-Kunststoff-Gemisch oder aus einem Naturstoff wie Kork hergestellt sein. Die Trägerplatte kann bevorzugt auch aus Schichtstoffplatten, aus Compactplatten oder aus mehreren miteinander verpressten Kernpapieren bestehen.
- Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Dekor auf die Trägerplatte aufzubringen.
- In bevorzugter Weise wird eine Papierbahn mit einem Dekor bedruckt, wobei die bedruckte Papierbahn anschließend in Dekorpapierlagen (-bögen) geschnitten wird, wobei die Abmessungen der Dekorpapierlagen den Abmessungen der Trägerplatte entsprechen, und wobei die Dekorpapierlage und die Trägerplatte sowie gegebenenfalls weitere Lagen, unter Einwirkung von Druck und Temperatur zu einer dekorierten Platte verpresst werden. Als weitere Lagen kommen Overlaypapiere, Gegenzugpapiere, Kernpapiere (Kraftpapiere) oder auch eine oder mehrere vor oder nach dem Verpressen aufgebrachte Lackschichten in Betracht.
- Des Weiteren kann das Verfahren durchgeführt werden, bei dem eine Papierbahn mit einem Dekor bedruckt wird, bei dem die bedruckte Papierbahn gemeinsam mit mehreren harzimprägnierten Papierlagen in einer Durchlaufpresse unter Anwendung von Druck und Temperatur zu einem dekorativen Laminat verpresst wird, bei dem das dekorative Laminat nach der Verpressung in einzelne Platten, die auch als Bögen bezeichnet werden können, geschnitten wird, wobei die Abmessungen der Laminatplatte den Abmessungen der Trägerplatte entsprechen, und bei dem die Trägerplatte mit der dekorativen Laminatplatte beschichtet wird.
- Die Reihenfolge der beiden letzten Schritte ist dabei auch umkehrbar, wobei zunächst aneinander grenzende Trägerplatten mit der kontinuierlichen dekorativen Laminatplatte, insbesondere mit einer von einer Rolle abgerollten dekorativen Laminatplatte, beschichtet werden und wobei dann das dekorative Laminat nach der Verpressung entsprechend der Aufteilung der Trägerplatten aufgeschnitten wird, wobei dann die Abmessungen der jeweiligen Laminatplatte den Abmessungen der Trägerplatte entsprechen.
- Ebenso kann bei der Herstellung von Schichtstoffplatten oder Compactplatten die Dekorschicht zusammen mit den weiteren darunter liegenden Schichten in einem Vorgang verpresst werden. In diesem Fall stellt die obere Schicht der Schichtstoffplatte oder der Compactplatte die Dekorschicht und die darunter liegenden Schichten die Trägerplatte dar.
- Während des Pressvorgangs kann auch, insbesondere synchron zum optischen Dekor, eine Oberflächenstruktur in die Oberfläche gepresst werden.
- Ebenso ist es möglich, das Dekor auf die Trägerplatte als Direktdruck aufzubringen, insbesondere mittels Digitaldruckverfahren oder Tiefdruckverfahren.
- Des Weiteren kann die Trägerplatte eine Trägerplattenlänge LT im Bereich von 2,6 bis 5,8 m und/oder eine Trägerplattenbreite von 1,8 bis 2,5 m aufweisen. Somit ergibt sich das Format, das hinsichtlich der Rapportlänge berücksichtigt werden muss. Entsprechend der beschriebenen Intervalle für die erlaubten Dekorbildlängen in Einheiten der Trägerplattenlängen muss die Rapportlänge relativ lang gewählt werden.
- Des Weiteren entspricht in bevorzugter Weise die Dekorbildbreite der Trägerplattenbreite. Somit kommt es auch in der Richtung der Dekorbreite zu keinen Wiederholungen.
- Die oben aufgezeigte Aufgabe wird erfindungsgemäß auch durch eine Mehrzahl von dekorierten Platten mit Trägerplatten mit einer Trägerplattenlänge (LT) und mit einer mit den Trägerplatten verbundenen Oberflächenschicht mit einem Dekor gelöst, wobei sich das Dekor nach einer Dekorbildlänge (LD) entsprechend einem Rapport wiederholt. Die Mehrzahl von dekorierten Platten ist dadurch gekennzeichnet, dass die Dekorbildlänge (LD) in Einheiten der Trägerplattenlänge (LT) in einem der Intervalle [ (n* 0,5+x)*LT; ((n+1)*0,5-y)*LT ] liegt mit n = 0 ... 5 und x, y größer als 0,05 und kleiner als 0,3.
- In bevorzugter Weise ist die Mehrzahl von dekorierten Platten mit einem oder mehreren der oben für das Verfahren beschriebenen Merkmale ausgebildet.
- Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen mit Bezug auf die Zeichnung erläutert. In der Zeichnung zeigen
- Fig. 1
- eine Druckvorrichtung zum Bedrucken einer Dekorpapierbahn mit einem sich wiederholenden Dekor und
- Fig. 2a-c
- eine schematische Darstellung der verschiedenen Aufteilungen der Dekorbildlängen und Trägerplattenlängen.
-
Fig. 1 zeigt eine Druckvorrichtung 2 zum Bedrucken einer Papierbahn 4, die von einer Rolle 6 abgerollt wird und nach dem Bedrucken eine lange Bahn 8 eines Dekorpapiers 10 bildet. Das Dekor ist dabei als eine Nachbildung einer Holzmaserung ausgebildet. - Das von der Druckvorrichtung 2 erzeugte Dekor 12 hat eine Dekorbildlänge LD, so dass sich jeweils am Ende einer Dekorbildlänge LD das Dekormuster wiederholt, das hier beispielhaft und zur Verdeutlichung als eine Nachbildung eines natürlichen Musters einer Holzmaserung ausgebildet ist. Dabei ist zur besseren Kenntlichmachung der Übergang vom Ende des Dekors nach der Dekorlänge LD zum nächsten Anfang des sich wiederholenden Dekors mit einer Unterbrechung der Maserung dargestellt. Dadurch wird die Dekorlänge LD zusätzlich zu der gestrichelten Linie zwischen zwei identischen Dekorabschnitten verdeutlicht. Bei der Herstellung von dekorierten Platten wird jedoch in der Regel ein Dekor verwendet, das am Ende nahtlos in die Wiederholung des Dekors am Anfang übergeht.
-
Fig. 2a zeigt eine aus dem Stand der Technik bekannte Mehrzahl von dekorativen Platten 24, bei der jeweils eine Trägerplatte 20 mit einer Trägerplattenlänge LT mit einem Dekor mit einer Dekorbildlänge LD beschichtet wurde, wobei die Dekorbildlänge LD gleich groß wie die Trägerplattenlänge LT gewählt ist. Daher weist jede der entstehenden dekorierten Platten 24 das gleiche Dekor auf, so dass eine Mehrzahl von dekorierten Platten 24 mit weitgehend identischem Aussehen hergestellt wird. Bei der weiteren Verwendung der dekorierten Platten 24 wiederholt sich das Dekor an immer gleichen Stellen, wodurch der optische Eindruck beeinflusst wird. Denn durch das sich oft an gleichen Stellen wiederholende Design wird ein natürlicher Eindruck verringert, da aus natürlichen Materialien hergestellte Platten einen solchen Wiederholungseffekt nicht aufweisen. - Die
Fig. 2b und 2c zeigen eine Mehrzahl an dekorierten Platten 24, wie sie durch die Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens erhalten wird. Dabei werden Trägerplatten 20 mit einer Trägerplattenlänge LT bereitgestellt und jeweils eine Trägerplatte 20 mit einem Dekor versehen, wobei sich das Dekor nach einer Dekorbildlänge LD entsprechend einem Rapport wiederholt. - Allgemein ausgedrückt liegt die Dekorbildlänge LD in Einheiten der Trägerplattenlänge LT in einem der Intervalle [ (n* 0,5+x)*LT; ((n+1)*0,5-y)*LT ], wobei n = 0 ... 5 und x, y größer als 0,05 und kleiner als 0,3 gewählt sind.
- Wenn beispielweise LD = 1,11 * LT beträgt, dann kommt es nur sehr selten zu einer Wiederholung des identischen Dekors auf den Trägerplatten und somit zu einem sehr großen Set von unterschiedlich dekorierten Trägerplatten.
- In
Fig. 2b entspricht LD = 1,25 * LT. Das Dekor wiederholt sich daher jede fünfte dekorierte Platte 24, wobei das Dekor eine größere Dekorlänge LD als die Trägerplattenlänge LT aufweist und sich daher keine Abschnitte des Dekors auf einer dekorierten Platte 24 wiederholen. -
Fig. 2c zeigt eine Mehrzahl von dekorierten Platten 24, wobei LD = 0,9 * LT entspricht. Das Dekor wiederholt sich daher nur jede elfte dekorierte Platte 24, was außerhalb des in Fig. 3c dargestellten Bereichs liegt. Dabei weist das Dekor eine kleinere Dekorlänge LD als die Trägerplattenlänge LT auf und es wiederholen sich Abschnitte des Dekors auf einer dekorierten Platte 24.
Claims (12)
- Verfahren zur Herstellung von dekorierten Platten (24) für Möbel oder Türen, wobei das Dekor eine natürliche Oberfläche wiedergibt,- bei dem Trägerplatten (20) mit einer Trägerplattenlänge (LT) bereitgestellt werden und- bei dem jeweils eine Trägerplatte (20) mit einem Dekor versehen wird, wobei sich das Dekor nach einer Dekorbildlänge (LD) entsprechend einem Rapport wiederholt,dadurch gekennzeichnet,- dass die Dekorbildlänge (LD) in Einheiten der Trägerplattenlänge (LT) in einem der Intervalle [ (n* 0,5+x)*LT; ((n+1)*0,5-y)*LT ] liegt mit n aus dem Intervall [0 ... 5] und x, y größer als 0,05 und kleiner als 0,3.
- Verfahren nach Anspruch 1,
bei dem die Dekorbildlänge (LD) in Einheiten der Trägerplattenlänge (LT) in einem der Intervalle mit [0,3; 0,45]*LT, [0,35; 0,4]*LT, [0,55; 0,95]*LT, [0,6; 0,9]*LT, [1,05; 1,45]*LT, [1,1; 1,4]*LT, [1,55; 1,95]*LT oder [1,6; 1,9]*LT liegt. - Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
bei dem n einen Wert aus dem Intervall [1 ... 5] aufweist. - Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
bei dem das Dekor ohne Dekorsprung erzeugt wird. - Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,- bei dem eine Papierbahn (4) mit einem Dekor bedruckt wird,- bei dem die bedruckte Papierbahn (8) in Dekorpapierlagen geschnitten wird, wobei die Abmessungen der Dekorpapierlagen den Abmessungen der Trägerplatte (20) entsprechen,- bei dem die Dekorpapierlage und die Trägerplatte (20) sowie gegebenenfalls weitere Lagen, unter Einwirkung von Druck und Temperatur zu einer dekorierten Platte (24) verpresst werden.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,- bei dem eine Papierbahn (4) mit einem Dekor bedruckt wird,- bei dem die bedruckte Papierbahn (8) gemeinsam mit mehreren harzimprägnierten Papierlagen in einer Durchlaufpresse unter Anwendung von Druck und Temperatur zu einem dekorativen Laminat verpresst wird,- bei dem das dekorative Laminat nach der Verpressung in einzelne Platten geschnitten wird, wobei die Abmessungen der Laminatplatte den Abmessungen der Trägerplatte (20) entsprechen, und- bei dem die Trägerplatte (20) mit der dekorativen Laminatplatte beschichtet wird.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,- bei dem eine Papierbahn (4) mit einem Dekor bedruckt wird,- bei dem die bedruckte Papierbahn (8) gemeinsam mit mehreren harzimprägnierten Papierlagen in einer Durchlaufpresse unter Anwendung von Druck und Temperatur zu einem dekorativen Laminat verpresst wird,- bei dem aneinander grenzende Trägerplatten (20) mit der kontinuierlichen dekorativen Laminatplatte, insbesondere mit einer von einer Rolle abgerollten dekorativen Laminatplatte, beschichtet werden und- bei dem das dekorative Laminat nach der Verpressung entsprechend der Aufteilung der Trägerplatten (20) aufgeschnitten wird, wobei dann die Abmessungen der jeweiligen Laminatplatte den Abmessungen der Trägerplatte (20) entsprechen.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
bei dem das Dekor auf die Trägerplatte (20) als Direktdruck aufgebracht wird. - Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
bei dem die Trägerplatte (20) eine Trägerplattenlänge (LT) im Bereich von 2,6 bis 5,8 m aufweist. - Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
bei dem die Trägerplatte (20) eine Trägerplattenbreite von 1,8 bis 2,5 m aufweist. - Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
bei dem die Dekorbildbreite der Trägerplattenbreite entspricht. - Mehrzahl von dekorierten Platten (24) für Möbel oder Türen, wobei das Dekor eine natürliche Oberfläche wiedergibt,- mit Trägerplatten (20) mit einer Trägerplattenlänge (LT) und- mit einer mit den Trägerplatten (20) verbundenen Oberflächenschicht mit einem Dekor, wobei sich das Dekor nach einer Dekorbildlänge (LD) entsprechend einem Rapport wiederholt,dadurch gekennzeichnet,- dass die Dekorbildlänge (LD) in Einheiten der Trägerplattenlänge (LT) in einem der Intervalle [ (n* 0,5+x)*LT; ((n+1)*0,5-y)*LT ] liegt mit n aus dem Intervall [0 ... 5] und x, y größer als 0,05 und kleiner als 0,3.
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