Beschreibung
Vorrichtung und Verfahren zum Erkennen eines Defekts einer Batterieanordnung für ein Fahrzeug und Batterieanordnung für ein Fahrzeug
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Erkennen eines Defekts einer Batterieanordnung für ein Fahrzeug, insbesondere das Vorliegen einer Batteriezellenausgasung und/oder eines thermischen Durchgehens zumindest einer Batteriezelle, sowie eine Batterieanordnung für ein Fahrzeug.
Lithium-Ionen-Batterien werden derzeit bei der Elektromobilität eingesetzt, sowohl für Hybrid-Fahrzeuge als auch für voll elektrische Fahrzeuge. Bei Lithium-Ionen-Batterien werden Aluminiumelektroden auf Kathodenseite und Kupferelektroden auf Anodenseite als Stromaufnehmer verwendet, üblicherweise jeweils in Folienform. Als Kathodenmaterial finden Lithium-Übergangsmetalloxide, wie beispielsweise Kobalt, Mangan und Nickel, und als Anodenmaterial Kohlenstoff/Graphit Anwendung. Der dazwischen befindliche Elektrolyt besteht aus organischem Lösungsmittel mit gelösten Elektrolytsalzen. Um Kurzschlüsse zu vermeiden kann ein für Lithium-Ionen durchlässiger Separator (z. B. aus Polypropylen) zwischen den Elektroden platziert werden.
Entscheidend für einen langlebigen Betrieb ist sowohl, dass die Batteriezellen nicht überladen als auch zu stark entladen werden, da es so zu einer schnelleren Alterung mit Desaktivierung aktiver Bestandteile der Elektroden und Anstieg der Zellimpedanz sowie zu einem thermischen „Durchgehen“ der jeweiligen Zelle, d. h. dem Totalausfall, kommen kann. Hierfür ist es von entscheidender Bedeutung den aktuellen Ladezustand zu kennen.
Im Betrieb von Lithium-Ionen-Batterien ist es wichtig, die Batterie im richtigen Temperaturbereich zu betreiben. Besonders ein Überhitzen der Batterie gilt als besonders gefährlich, da es ab einer kritischen Temperatur zu einem nicht mehr aufhaltbaren thermischen Durchgehen (engl.: Thermal Runaway) kommen kann. Dabei reagieren die einzelnen Komponenten der Batteriezelle unkontrolliert
miteinander. Unter einer sehr starken Hitzeentwicklung und Gasbildung reagiert die Zelle bis alle Komponenten abreagiert sind.
Beim thermischen Durchgehen kommt zu einer Gasbildung in der jeweiligen Batteriezelle und der innere Druck steigt soweit an, bis das Gehäuse der Batteriezelle nachgibt und diese aufreißt. So kommt es zu einem Austreten des erzeugten Gases. Die Batteriezelle wird weiter aufgeheizt, bis die unkontrollierbare Reaktion startet und die Batteriezelle schlagartig komplett reagiert.
Die dabei erzeugten und freiwerdenden Gases können Wasserstoff, Kohlenstoffdioxid, Kohlenstoffmonoxid und Kohlenwasserstoffe, wie beispielsweise Methan oder Ethan, aufweisen. Je nach Fortschritt der Reaktion und somit des thermischen Durchgehens können sich charakteristische Gaskonzentrationen messen lassen, wodurch auf den Zustand der Batterie geschlossen werden kann.
Folglich ist die Information, dass sich ein bestimmtes Gas im Inneren des Batteriegehäuses befindet, einerseits wichtig, um zu erkennen, ob sich ein zündfähiges Gasgemisch innerhalb des Batteriegehäuses befindet, andererseits wichtig, ein thermisches Durchgehen von zumindest einer der Batteriezellen bereits frühzeitig zu ermitteln. Ferner könnten bei einem langsamen (Kalt)Ausgasen zusätzlich Informationen über den Zustand der Batteriezellen eingeholt werden. In Zusammenhang mit anderen Sensoren des Batterie-Management Systems (Spannungs-/ Strom-Sensoren) könnte somit eine genauere Diagnose über den Zustand der Batterie bzw. einzelner Zellen erfolgen.
Zukünftige Überwachungssysteme verwenden daher einen oder mehrere unterschiedliche Gassensoren, die kontinuierlich oder in signifikanten Intervallen bestromt sind und folglich die Gaskonzentrationen innerhalb des Batteriegehäuses erfassen können. Der Gassensor kann folglich permanent oder zyklisch die Zusammensetzung des innerhalb des Batteriegehäuses vorhandenen Gases bzw. Gasgemischs erfassen und ein Gassignal ausgeben, auf dessen Grundlage der Zustand der Batterie bewertet werden kann.
Heutige Batteriegehäuse weisen zumeist ein Druckausgleichsventil auf, um den Einfluss verschiedener Umgebungsdrücke und/oder -temperaturen auf den Druck innerhalb des Batteriegehäuses zumindest teilweise auszugleichen. Dabei können über das Druckausgleichsventil etwaige Gase und Gasgemische aus dem Batteriegehäuse heraus- und in das Batteriegehäuse hineinströmen. Somit würde ein im Inneren des Batteriegehäuses angeordneter Gassensor ein Gassignal auch dann erzeugen, wenn eine vom Gassensor erfassbare Gaskomponente von außen in das Batteriegehäuse einströmt. Bei der Auswertung des Gassignals des innerhalb des Batteriegehäuses angeordneten Gassensors würde in einem solchen Fall fälschlicherweise ein Defekt der Batterieanordnung angezeigt werden, wie beispielsweise eine Ausgasung einer der Batteriezellen oder ein Start eines thermischen Durchgehens.
Der vorliegenden Erfindung liegt im Wesentlichen die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung und ein Verfahren bereitzustellen, mit denen ein Defekt einer Batterieanordnung für ein Fahrzeug auf einfache, günstige und zuverlässige Weise festgestellt werden kann.
Diese Aufgabe wird mit einer Vorrichtung gemäß Anspruch 1 , einer Batterieanordnung gemäß Anspruch 12 und einem Verfahren gemäß Anspruch 13 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
Der vorliegenden Erfindung liegt im Wesentlichen der Gedanke zu Grunde, eine Batterieanordnung mit einer Vorrichtung auszustatten, die zwei Gassensoren aufweist. Dabei ist jeder der beiden Gassensoren dazu ausgebildet, das Vorhandensein und/oder den Gehalt zumindest einer Gaskomponente zu erfassen, wobei einer der beiden Gassensoren das Vorhandensein und/oder den Gehalt der Gaskomponente innerhalb des Batteriegehäuses der Batterieanordnung zu erfassen und der andere der beiden Gassensoren das Vorhandensein und/oder den Gehalt der Gaskomponente außerhalb des Batteriegehäuses zu erfassen. Damit kann das Gassignal des innerhalb des Batteriegehäuses angeordneten Gassensors mit dem Gassignal des außerhalb des Batteriegehäuses angeordneten Gassensors plausibilisiert werden. Damit kann beispielsweise eine Warnung, dass
ein Defekt der Batterieanordnung, wie beispielsweise ein thermisches Durchgehen von einer der Batteriezellen der Batterieanordnung, vorliegt, mit höherer Sicherheit ausgegeben werden. Insbesondere macht sich dabei die Erfindung zu Nutze, dass das Batteriegehäuse von Batterieanordnungen zumeist mit Druckausgleichseinrichtungen versehen sind, mittels denen ein Druckausgleich und somit ein Fluidstrom zwischen dem Äußeren und dem Inneren des Batteriegehäuses ermöglicht ist. Wenn also die Gaskomponente von außerhalb des Batteriegehäuses in das Batteriegehäuse hineinströmt, kann dies anhand eines Signals von jedem der beiden Gassensoren detektiert werden, wodurch keine Warnung ausgegeben werden kann. Insbesondere kann damit eine Warnung an den Fahrer des Fahrzeugs vermieden werden, da trotz des Gassignals des innerhalb des Batteriegehäuses angeordneten Gassensors eine Warnung ausbleibt, da aufgrund des Erkennens des Vorhandenseins der Gaskomponente außerhalb des Batteriegehäuses ermittelt werden kann, dass die Gaskomponenten nicht von einem Defekt der Batterieanordnung stammen, sondern vielmehr von außerhalb eingeströmt ist.
Folglich ist gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung eine Vorrichtung zum Erkennen eines Defekts einer Batterieanordnung offenbart, die ein Batteriegehäuse und zumindest eine im Batteriegehäuse angeordnete Batteriezelle umfasst. Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist einen ersten Gassensor, der dazu ausgebildet ist, auf zumindest eine innerhalb des Batteriegehäuses vorhandene Gaskomponente sensitiv zu sein und ein erstes Gassignal zu erzeugen, das das Vorhandensein und/oder den Gehalt der Gaskomponente innerhalb des Batteriegehäuses anzeigt, einen zweiten Gassensor, der dazu ausgebildet ist, auf die zumindest eine außerhalb des Batteriegehäuses vorhandene Gaskomponente sensitiv zu sein und ein zweites Gassignal zu erzeugen, dass das Vorhandensein und/oder den Gehalt der Gaskomponente außerhalb des Batteriegehäuses anzeigt, und eine Steuerungseinrichtung auf, die mit dem ersten Gassensor und dem zweiten Gassensor verbunden und dazu ausgebildet ist, das erste Gassignal und das zweite Gassignal zu empfangen. Die Steuerungseinrichtung ist dabei ferner dazu ausgebildet, einen Defekt der Batterieanordnung zu erkennen, wenn das erste Gassignal das Vorhandensein
und/oder einen Gehalt der Gaskomponente innerhalb des Batteriegehäuses anzeigt, der einen vorbestimmten ersten Gehaltschwellenwert überschreitet, und das zweite Gassignal die Abwesenheit und/oder einen Gehalt der Gaskomponente außerhalb des Batteriegehäuses anzeigt, der einen vorbestimmten zweiten Gehaltschwellenwert unterschreitet.
Erfindungsgemäß wird somit beim Erkennen einer Gaskomponente innerhalb des Batteriegehäuses das Gassignal des ersten Gassensors mit dem Gassignal des zweiten Gassensors plausibil isiert. Liegt innerhalb kürzester Zeit vor dem Erkennen des Vorhandenseins der Gaskomponente innerhalb des Batteriegehäuses auch außerhalb des Batteriegehäuses die ermittelte Gaskomponente vor, kann davon ausgegangen werden, dass der Ursprung der Gaskomponente außerhalb des Batteriegehäuses liegt und folglich ein Defekt der Batterieanordnung, insbesondere der zumindest einen Batteriezelle, nicht vorliegt. Dabei kann vielmehr davon ausgegangen werden, dass die innerhalb der Batterieanordnung mit dem ersten Gassensor erfasste Gaskomponente von außen in das Batteriegehäuse eingeströmt ist.
In einer bevorzugten Ausgestaltung umfasst die erfindungsgemäße Vorrichtung ferner ein Vorrichtungsgehäuse, in dem der erste Gassensor und der zweite Gassensor zumindest teilweise angeordnet sind und das dazu ausgebildet ist, am Batteriegehäuse derart angebracht zu werden, dass eine im Batteriegehäuse vorgesehene Öffnung durch das Vorrichtungsgehäuse zumindest teilweise luftdicht verschlossen wird.
Das Vorrichtungsgehäuse kann dabei einen Teil des Batteriegehäuses bilden und den ersten Gassensor und zweiten Gassensor jeweils derart relativ anordnen, dass der erste Gassensor die Gaskomponente innerhalb des Batteriegehäuses erfasst und der zweite Gassensor die Gaskomponente außerhalb des Batteriegehäuses erfasst.
In einer derart bevorzugten Ausgestaltung kann es weiterhin vorteilhaft sein, dass die erfindungsgemäße Vorrichtung ferner eine im Vorrichtungsgehäuse
angeordnete Leiterplatte aufweist, mit der der erste Gassensor und der zweite Gassensor elektrisch verbunden sind. Die Leiterplatte ist ferner mit der Steuerungseinrichtung elektrisch verbunden, vorzugsweise über eine geeignete Steckeranordnung.
Ferner ist es in einer vorteilhaften Ausgestaltung bevorzugt, wenn sich der erste Gassensor abdichtend aus dem Inneren des Vorrichtungsgehäuses zumindest teilweise ins Innere des Batteriegehäuses erstreckt, und/oder wenn sich der zweite Gassensor abdichtend aus dem Inneren des Vorrichtungsgehäuses in die Umgebung des Vorrichtungsgehäuses und des Batteriegehäuses erstreckt.
Damit kann insbesondere gewährleistet werden, dass der erste Gassensor die Gaskomponente innerhalb des Batteriegehäuses erfasst und der zweite Gassensor die Gaskomponente außerhalb des Batteriegehäuses erfasst.
In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung weist die erfindungsgemäße Vorrichtung ferner eine Druckausgleichseinrichtung auf, die dazu ausgebildet ist, eine Druckdifferenz zwischen dem Inneren des Batteriegehäuses und dem Äußeren des Batteriegehäuses zumindest teilweise auszugleichen und das Batteriegehäuse zu be- oder entlüften.
Insbesondere kann ein Fluidstrom, beispielsweise die Umgebungsluft, durch die Druckausgleichseinrichtung in das Batteriegehäuse hineinströmen und aus dem Batteriegehäuse herausströmen. Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann somit zusätzlich die Funktion einer Druckausgleichseinrichtung aufweisen und dem Batteriegehäuse eine Be- oder Entlüftung bereitstellen. Folglich kann eine zumindest teilweise kompakte Vorrichtung geschaffen werden, die den ersten Gassensor, den zweiten Gassensor und die Druckausgleichseinrichtung für die Batterieanordnung bereitstellen kann.
In einer solchen vorteilhaften Ausgestaltung ist es gemäß einer weiteren Ausführungsform ferner bevorzugt, dass die Druckausgleichseinrichtung derart am Vorrichtungsgehäuse angeordnet ist, dass das aus dem Batteriegehäuse herausströmende oder das in das Batteriegehäuse hineinströmende Fluid
zumindest teilweise am zweiten Gassensor vorbeiströmt und von diesem vermessen werden kann.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung umfasst die erfindungsgemäße Vorrichtung ferner eine Notentlüftungseinrichtung, die dazu ausgebildet ist, das Batteriegehäuse zu entlüften, wenn der Druck im Inneren des Batteriegehäuses einen vorbestimmten Druckschwellenwert überschreitet.
Die Notentlüftungseinrichtung kann beispielsweise als sogenannte Berstscheibe ausgebildet sein, die in einer Öffnung im Vorrichtungsgehäuse angeordnet ist. Beim Überschreiten des vorbestimmten Druckschwellenwerts innerhalb des Batteriegehäuses zerbricht die Berstscheibe, wodurch das sich im Inneren des Batteriegehäuses angesammelte Gasgemisch zügig und rasch aus dem Inneren des Batteriegehäuses durch die dann vorhandene Öffnung herausströmen kann.
Damit kann beispielsweise ein Explodieren des Batteriegehäuses verhindert werden.
Dabei kann es insbesondere bevorzugt sein, dass die Notentlüftungseinrichtung derart am Vorrichtungsgehäuse angeordnet ist, dass das aus dem Batteriegehäuse durch die Notentlüftungseinrichtung herausströmende Fluid zumindest teilweise am zweiten Gassensor vorbeiströmt. Damit kann wiederum gewährleistet werden, dass das durch die Notentlüftungseinrichtung aus dem Batteriegehäuse herausströmende Fluid vom zweiten Gassensor vermessen werden kann.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung umfasst die erfindungsgemäße Vorrichtung ferner eine Strömungsleiteinrichtung, die am Vorrichtungsgehäuse angebracht ist und sich zumindest teilweise ins Innere des Batteriegehäuses derart erstreckt, dass das aus dem Batteriegehäuse durch die Druckausgleichseinrichtung und/oder Notentlüftungseinrichtung herausströmende Fluid zumindest teilweise am ersten Gassensor vorbeigeleitet wird.
Die Strömungsleiteinrichtung kann folglich wiederum gewährleisten, dass das im Batteriegehäuse vorhandene Fluid vom ersten Gassensor nicht unerkannt aus dem
Batteriegehäuse herausströmen kann. Liegt beispielsweise ein Defekt der Batterieanordnung, wie beispielsweise der zumindest einen Batteriezelle, vor, kann der erste Gassensor die möglicherweise vorhandene Gaskomponente mit hoher Sicherheit erfassen.
In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung umfasst die erfindungsgemäße Vorrichtung ferner einen am Vorrichtungsgehäuse angebrachten Vorrichtungsflansch, mittels dem das Vorrichtungsgehäuse am Batteriegehäuse befestigbar ist. Bei dem Flansch kann es sich beispielsweise um vom Batteriegehäuse nach außen hervorstehende Vorsprünge handeln, die sich nach dem Einsetzen des Vorrichtungsgehäuses in die im Batteriegehäuse vorgesehene Öffnung an der äußeren Wand des Batteriegehäuses abstützen und eine Verbindungsmöglichkeit mit dem Batteriegehäuse bereitstellen.
In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist das Vorrichtungsgehäuse einen ersten Gehäusebereich, der mit dem Inneren des Batteriegehäuses fluidverbunden ist, und einen zweiten Gehäusebereich auf, der mit dem Äußeren des Batteriegehäuses fluidverbunden und von dem ersten Gehäusebereich mittels einer Gehäusewand abgetrennt ist.
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist eine Batterieanordnung für ein Fahrzeug offenbart, die ein Batteriegehäuse, in dem zumindest eine Batteriezelle angeordnet ist, und eine erfindungsgemäße Vorrichtung aufweist.
Gemäß einem noch weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Erkennen eines Defekts einer Batterieanordnung offenbart, die ein Batteriegehäuse und zumindest eine im Batteriegehäuse angeordnete Batteriezelle umfasst. Ferner ist ein erster Gassensor, der dazu ausgebildet ist, auf zumindest eine innerhalb des Batteriegehäuses vorhandene Gaskomponente sensitiv zu sein und ein erstes Gassignal zu erzeugen, das das Vorhandensein und/oder den Gehalt der Gaskomponente innerhalb des Batteriegehäuses anzeigt, und ein zweiter Gassensor vorgesehen, der dazu ausgebildet ist, auf die zumindest eine
außerhalb des Batteriegehäuses vorhandene Gaskomponente sensitiv zu sein und ein zweites Gassignal zu erzeugen, das das Vorhandensein und/oder den Gehalt der Gaskomponente außerhalb des Batteriegehäuses anzeigt. Das erfindungsgemäße Verfahren umfasst ein Erzeugen eines ersten Gassignals mittels des ersten Gassensors, ein Erzeugen eines zweiten Gassignals mittels des zweiten Gassensors und ein Erkennen eines Defekts der Batterieanordnung, wenn das erste Gassignal das Vorhandensein und/oder einen Gehalt der Gaskomponente innerhalb des Batteriegehäuses anzeigt, der einen vorbestimmten ersten Gehaltschwellenwert überschreitet, und das zweite Gassignal die Abwesenheit und/oder einen Gehalt der Gaskomponente außerhalb des Batteriegehäuses anzeigt, der einen vorbestimmten zweiten Gehaltschwellenwert unterschreitet.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren kann somit auf zuverlässige Weise ein Defekt der Batterieanordnung erkannt werden, da das erste Gassignal mit dem zweiten Gassignal plausibilisiert werden kann. Damit kann beispielsweise eine fehlerhafte Defekterkennung der Batterieanordnung erkannt werden, wenn beispielsweise die Gaskomponente von außerhalb des Batteriegehäuses in das Batteriegehäuse hineinströmt und folglich kein Defekt der Batterieanordnung, wie beispielsweise einer der Batteriezellen, vorliegt.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das zweite Gassignal nach dem Ablauf einer vorbestimmten Zeitdauer nach dem Erzeugen des ersten Gassignals erzeugt. Dabei umfasst das erfindungsgemäße Verfahren ferner ein Erkennen eines Defekts der Batterieanordnung, wenn das erste Gassignal das Vorhandensein und/oder einen Gehalt der Gaskomponente innerhalb des Batteriegehäuses anzeigt, der den vorbestimmten ersten Gehaltschwellenwert überschreitet, und das zweite Gassignal das Vorhandensein und/oder einen Gehalt der Gaskomponente außerhalb des Batteriegehäuses anzeigt, der einen vorbestimmten dritten Gehaltschwellenwert überschreitet.
Wenn also die zeitliche Reihenfolge der Erkennung der Gaskomponente derart ist, dass zuerst die Gaskomponente innerhalb des Batteriegehäuses erkannt wird und
zeitlich darauf die Gaskomponente auch außerhalb der Batterieanordnung erkannt wird, kann davon ausgegangen werden, dass der Ursprung der Gaskomponente innerhalb des Batteriegehäuses liegt und folglich ein Defekt der Batterieanordnung erkannt werden kann.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung umfasst das erfindungsgemäße Verfahren ferner ein Erkennen eines Defekts des ersten Gassensors und/oder zweiten Gassensors, wenn nur einer der beiden Gassensoren ein Gassignal erzeugt, das das Vorhandensein einen Gehalt der Gaskomponente anzeigt, der größer ist als der vorbestimmte erste Gehaltschwellenwert.
Dabei kann sich zu Nutze gemacht werden, dass beim Vorhandensein der Gaskomponente, egal ob innerhalb oder außerhalb des Batteriegehäuses, aufgrund einer Druckausgleichseinrichtung der Batterieanordnung beide Gassensoren früher oder später die Gaskomponente erfassen müssten. Wenn dem aber nicht der Fall ist, kann festgestellt werden, dass zumindest einer der beiden Gassensoren defekt ist.
Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung werden dem Fachmann durch Ausüben der hierin beschriebenen Lehre und Betrachten der beiliegenden einzigen Zeichnung ersichtlich, in denen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung für eine Batterieanordnung für ein Fahrzeug zeigt,
Fig. 2 eine schematische Darstellung einer weiteren erfindungsgemäßen Vorrichtung für eine Batterieanordnung für ein Fahrzeug zeigt, und
Fig. 3 eine schematische Darstellung einer weiteren erfindungsgemäßen Vorrichtung für eine Batterieanordnung für ein Fahrzeug zeigt,
Fig. 4 eine schematische Darstellung einer weiteren erfindungsgemäßen Vorrichtung für eine Batterieanordnung für ein Fahrzeug zeigt,
Fig. 5 eine schematische Darstellung einer weiteren erfindungsgemäßen
Vorrichtung für eine Batterieanordnung für ein Fahrzeug zeigt,
Fig. 6 ein beispielhaftes Ablaufdiagramm eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Erkennen eines Defekts der Batterieanordnung der Fig. 4 zeigt.
Im Rahmen der vorliegenden Offenbarung beschreibt ein Gassignal ein elektrisches Signal eines Gassensors, das zum einen qualitativ das Vorhandensein einer oder mehrere vorbestimmter Gaskomponenten, wie beispielsweise Wasserstoff, Kohlenstoffdioxid, Kohlenstoffmonoxid und Kohlenwasserstoffe, wie beispielsweise Methan oder Ethan, anzeigen kann und zum anderen quantitativ den Gehalt der einen oder mehreren Gaskomponenten anzeigen kann.
Die Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Batterieanordnung 100, die ein Batteriegehäuse 110, das dazu ausgebildet ist, zumindest eine Batteriezelle 120 aufzunehmen, und eine erfindungsgemäße Vorrichtung 200 aufweist. In der Fig. 1 ist die zumindest eine Batteriezelle 120 schematisch als Block dargestellt, wobei für den Fachmann selbstredend ist, dass die zumindest eine Batteriezelle - wie im Stand der Technik bekannt - angeordnet sein kann.
Die Vorrichtung 200 weist einen ersten Gassensor 210 auf, der dazu ausgebildet ist, auf zumindest eine innerhalb des Batteriegehäuses 110 vorhandene Gaskomponente sensitiv zu sein und erstes Gassignal zu erzeugen, das das Vorhandensein und/oder den Gehalt der Gaskomponente innerhalb des Batteriegehäuses 110 anzeigt. Der erste Gassensor 210 kann somit den Gehalt der Gaskomponente innerhalb des Batteriegehäuses 110 sowohl qualitativ als auch quantitativ anzeigen. Vorzugsweise ist der erste Gassensor 210 dazu ausgebildet, auf solche Gaskomponenten sensitiv zu sein, die während anormalen chemischen Reaktionen innerhalb des Batteriegehäuses 110 erzeugt werden. Insbesondere kann der erste Gassensor 210 eine solche anormale chemische Reaktion erkennen. Beispielsweise kann während eines thermischen Durchgehens der zumindest einen Batteriezelle 120 Wasserstoff, Kohlenstoffdioxid,
Kohlenstoffmonoxid und Kohlenwasserstoffe, wie beispielsweise Methan oder Ethan, erzeugt werden, die der erste Gassensor 210 erfassen kann. Je nach Fortschritt der Reaktion und somit des thermischen Durchgehens kann der erste Gassensor 210 die charakteristischen Gaskonzentrationen der jeweiligen Gaskomponente erfassen, wodurch auf dem Zustand der Batterie bzw. Batteriezellen 120 geschlossen werden kann.
Die Vorrichtung 200 weist ferner einen zweiten Gassensor 220 auf, der dazu ausgebildet ist, auf die zumindest eine vorhandene Gaskomponente außerhalb des Batteriegehäuses 110 sensitiv zu sein und ein zweites Gassignal zu erzeugen, das das Vorhandensein und/oder den Gehalt der Gaskomponente außerhalb des Batteriegehäuses 110 anzeigt. Der zweite Gassensor 220 weist eine der Konfiguration des ersten Gassensors 210 ähnliche Konfiguration auf und kann auf die gleichen Gaskomponenten wie der erste Gassensor 210 sensitiv sein.
Der erste Gassensor 210 weist ein Sensorelement 212 auf, das auf die Gaskomponente sensitiv ist. Der zweite Gassensor 220 weist ebenfalls ein Sensorelement 222 auf, das auf die Gaskomponente sensitiv ist. Wie in der Fig. 1 gezeigt kann der erste Gassensor 210 beispielsweise in das Batteriegehäuse 110 derart eingesteckt werden, dass das Sensorelement 212 des ersten Gassensors 210 sich zumindest teilweise innerhalb des Batteriegehäuses 110 befindet. Im Gegensatz dazu ist der zweite Gassensor 220 derart angeordnet, dass sich das zweite Sensorelement 222 des zweiten Gassensors 220 zumindest teilweise außerhalb des Batteriegehäuses 110 befindet.
Die Vorrichtung 200 der Fig. 1 weist ferner eine Steuerungseinrichtung 230 auf, die mit dem ersten Gassensor 210 und dem zweiten Gassensor 220 elektrisch verbunden ist. Die Steuerungseinrichtung 230 kann das erste Gassignal des ersten Gassensors 210 und das zweite Gassignal des zweiten Gassensors 220 empfangen und verarbeiten. Insbesondere kann die Steuerungseinrichtung 230 einen Defekt der Batterieanordnung 100, insbesondere ein Ausgasen oder ein thermisches Durchgehen der zumindest einen Batteriezelle 120, erkennen. Wenn das erste Gassignal das Vorhandensein und/oder einen Gehalt der
Gaskomponente innerhalb des Batteriegehäuses 110 anzeigt, der einen vorbestimmten ersten Gehaltschwellenwert überschreitet, jedoch das zweite Gassignal eine Abwesenheit und/oder einen Gehalt der Gaskomponente außerhalb des Batteriegehäuses 110 anzeigt, der einen vorbestimmten zweiten Gehaltschwellenwert unterschreitet, kann ein Defekt der Batterieanordnung 100 erkannt werden. Insbesondere kann dabei davon ausgegangen werden, dass die Gaskomponente ihren Ursprung im Inneren des Batteriegehäuses 110 hat, da der erste Gassensor 210 die Gaskomponente erfasst, der zweite Gassensor 220 jedoch (noch) nicht. In einem solchen Fall kann eine Warnung an den Fahrer des Fahrzeugs ausgegeben werden.
Die Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung einer weiteren erfindungsgemäßen Vorrichtung 200 für eine Batterieanordnung 100 für ein Fahrzeug. Die Vorrichtung 200 der Fig. 2 ist ähnlich der Vorrichtung 200 der Fig. 1 und weist neben dem ersten Gassensor 210 und dem zweiten Gassensor 220 ferner ein Vorrichtungsgehäuse 240 auf, in dem der erste Gassensor 210 und der zweite Gassensor 220 zumindest teilweise angeordnet sind. Das Vorrichtungsgehäuse 240 ist dazu ausgebildet, am Batteriegehäuse 110 derart angebracht zu werden, dass eine im Batteriegehäuse 110 vorgesehene Öffnung 112 durch das Vorrichtungsgehäuse 240 zumindest teilweise luftdicht verschlossen wird. Gemäß der Vorrichtung 200 der Fig. 2 kann das Vorrichtungsgehäuse 240 hierzu einen Vorrichtungsflansch 242 aufweisen, der sich im Wesentlichen vom Vorrichtungsgehäuse 240 nach außen erstreckt und sich an einer Außenwandung des Batteriegehäuses 110 abstützt und eine Verbindungsmöglichkeit zwischen dem Vorrichtungsgehäuse 240 und dem Batteriegehäuse 110 bereitstellt. Beispielsweise kann das Vorrichtungsgehäuse 240 mit dem Batteriegehäuse 110 am Vorrichtungsflansch 242 verschweißt oder verlötet sein.
Innerhalb des Batteriegehäuses 240 ist eine Leiterplatte 244 vorgesehen, mit der sowohl der erste Gassensor 210 als auch der zweite Gassensor 220 verbunden sind. Die Leiterplatte 244 wiederum ist mit der Steuerungseinrichtung 230 elektrisch derart verbunden, dass die vom ersten Gassensor 210 erzeugten ersten
Gassignale und die vom zweiten Gassensor 220 erzeugten zweiten Gassignale von der Steuerungseinrichtung 230 empfangen und verarbeitet werden können.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung 200 der Fig. 2 stellt somit eine kompakte Baueinheit bestehend aus Vorrichtungsgehäuse 240 und den zumindest teilweise darin angeordneten Gassensoren 210, 220 vor, die relativ einfach am Batteriegehäuse 100 befestigt werden kann. Insbesondere bildet das Vorrichtungsgehäuse 240 durch das Einsetzen in die Öffnung 212 des Batteriegehäuses 110 einen Teil des Batteriegehäuses 110.
Die Fig. 3 zeigt eine weitere schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 200 für eine Batterieanordnung 100 für ein Fahrzeug. Die Vorrichtung 200 der Fig. 3 ist ähnlich zu der Vorrichtung 200 der Fig. 2 und unterscheidet sich darin, dass das Vorrichtungsgehäuse 240 neben einem ersten Gehäusebereich 246, in dem die Leiterplatte 244 angeordnet ist, einen zweiten Gehäusebereich 248 aufweist, der von dem ersten Gehäusebereich 246 abgetrennt ist. Insbesondere ist der zweite Gehäusebereich 248 derart angeordnet, dass ein Strömungspfad vom Inneren des Batteriegehäuses 110 ins Äußere bzw. in die Umgebung des Batteriegehäuses 110 durch den zweiten Gehäusebereich 248 ermöglicht ist (siehe beispielhaften Strömungspfad in der Fig. 3, der mit dem Pfeil 10 angedeutet ist).
Der zweite Gassensor 220 ist derart angeordnet, dass das zweite Sensorelement 222 des zweiten Gassensors 220 zumindest teilweise innerhalb des zweiten Gehäusebereichs 248 angeordnet ist.
Die Vorrichtung 200 der Fig. 3 weist zudem eine Druckausgleichseinrichtung 250 auf, die am Vorrichtungsgehäuse 240 angebracht ist und eine Fluidverbindung zwischen dem Inneren des Batteriegehäuses 110 und dem zweiten Gehäusebereich 248 zum Druckausgleich zwischen dem Äußeren des Batteriegehäuses 110 und dem Inneren des Batteriegehäuses 110 herstellen kann. Folglich erstreckt sich der Fluidströmungspfad 10 der Fig. 3 durch die Druckausgleichsöffnung 250. Es ist für den Fachmann selbstredend, dass die Richtung des Fluidströmungspfads 10 auch in umgekehrter Richtung sein kann,
nämlich vom Äußeren des Batteriegehäuses 110 durch den zweiten Gehäusebereich 248 und die Druckausgleichseinrichtung 250 hindurch ins Innere des Batteriegehäuses 210.
Die Vorrichtung 200 der Fig. 3 weist ferner eine Strömungsleiteinrichtung 241 auf, die sich zumindest teilweise ins Innere des Batteriegehäuses 110 derart erstreckt, dass das aus dem Batteriegehäuse 110 durch die Vorrichtung 200, insbesondere durch den zweiten Gehäusebereich 248, strömende Fluid zumindest teilweise am ersten Gassensor 210 vorbeigeführt wird. Damit kann sichergestellt werden, dass bei einem Defekt der Batterieanordnung 100, insbesondere der zumindest einen Batteriezelle 120, das das dabei erzeugte Gas mit der für den Gassensor 210 sensitiven Gaskomponente zumindest teilweise am Sensorelement 212 des ersten Gassensors 210 vorbeiströmt und von diesem erfasst werden kann.
Mit der Vorrichtung 200 der Fig. 3 kann somit eine kompakte Einheit bestehend aus Vorrichtungsgehäuse 200, ersten Gassensor 210, zweiten Gassensor 220 und Druckausgleichseinrichtung 250 geschaffen werden, die als kompakte Einheit am Batteriegehäuse 110 befestigt werden kann.
Die Fig. 4 zeigt eine weitere schematische Darstellung einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 200 für eine Batterieanordnung 100 für ein Fahrzeug. Die Vorrichtung 200 der Fig. 4 ist im Wesentlichen gleich zur Vorrichtung 200 der Fig. 3 und weist ferner eine Notentlüftungseinrichtung 260 auf, die, ähnlich zur Druckausgleichseinrichtung 250, eine Fluidverbindung zwischen dem Inneren des Batteriegehäuses 110 und dem zweiten Gehäusebereich 248 und somit dem Äußeren des Batteriegehäuses 110, im Notfall ermöglichen kann. Die Notentlüftungseinrichtung 260 kann beispielsweise eine Berstscheibe sein, die die soeben genannte Fluidverbindung dann herstellen kann, wenn der Druck im Inneren des Batteriegehäuses 110 einen vorbestimmten Druckschwellenwert, beispielswiese ungefähr 50 mbar über dem Umgebungsdruck, überschreitet. Die Berstscheibe kann in einem solchen Fall brechen und somit das Batteriegehäuse 110 vollständig entlüften.
Mit der Vorrichtung 200 der Fig. 4 kann somit eine kompakte Einheit bestehend aus Vorrichtungsgehäuse 200, ersten Gassensor 210, zweiten Gassensor 220, Druckausgleichseinrichtung 250 und Notentlüftungseinrichtung 260 geschaffen werden, die als kompakte Einheit am Batteriegehäuse 110 befestigt werden kann.
Die Notentlüftungseinrichtung 260 ist insbesondere dazu ausgebildet, beim Überschreiten des vorbestimmten Druckschwellenwerts im Inneren des Batteriegehäuses 110 die Druckausgleichskapazität der Druckausgleichsvorrichtung 250 zu erhöhen. Das heißt, dass der Überdruck im Inneren des Batteriegehäuses 110 dadurch schneller ausgeglichen werden kann.
Die Fig. 5 zeigt eine noch weitere erfindungsgemäße Vorrichtung 200 für eine Batterieanordnung 100 für ein Fahrzeug. Die Vorrichtung 200 der Fig. 5 weist ferner einen dritten Gehäusebereich 249 auf, der mit dem Inneren des Batteriegehäuses 110 fluidverbunden ist und innerhalb dem das Sensorelement 212 des ersten Gassensors 210 die Gaskomponente erfassen kann. Der dritte Gehäusebereich 249 ist von dem zweiten Gehäusebereich 248, innerhalb dem das Sensorelement 222 des zweiten Gassensors 220 die Gaskomponente erfassen kann, mittels einer Gehäusewand 243 getrennt, wobei sich in der Gehäusewand 243 die Druckausgleichseinrichtung 250 und die Notentlüftungseinrichtung 260 angeordnet befinden können, die eine Fluidverbindung zwischen dem dritten Gehäusebereich 249 und dem zweiten Gehäusebereich 248 herstellen können. Auch bei der Ausgestaltung der Vorrichtung 200 der Fig. 5 kann das Vorrichtungsgehäuse 240 über den Vorrichtungsflansch 240 am Batteriegehäuse 110 befestigt werden.
Die Fig. 6 zeigt ein beispielhaftes Ablaufdiagramm eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Erkennen eines Defekts der Batterieanordnung 100, beispielhaft mittels der Vorrichtung 200 der Fig. 4. Für den Fachmann ist jedoch selbstredend, dass das erfindungsgemäße Verfahren auch mit den erfindungsgemäßen Vorrichtungen 200 der Fig. 1 bis 3 und der Fig. 5 durchgeführt werden kann.
Das Verfahren der Fig. 6 startet beim Schritt 300 und gelangt dann zum Schritt 320, an dem ein erstes Gassignal mittels des ersten Gassensors 210 erzeugt wird. Bei
einem darauffolgenden Schritt 330 wird überprüft, ob das erste Gassignal das Vorhandensein und/oder einen Gehalt der Gaskomponente innerhalb des Batteriegehäuses 110 anzeigt, der einen vorbestimmten ersten Gehaltschwellenwert überschreitet. Wird beim Schritt 320 festgestellt, dass das Gassignal das Vorhandensein und/oder einen Gehalt der Gaskomponente innerhalb des Batteriegehäuses 110 anzeigt, der den vorbestimmten ersten Gehaltschwellenwert nicht überschreitet, gelangt das Verfahren zum Schritt 360, an dem eine ordnungsgemäße Batterieanordnung 110 festgestellt wird, bevor das Verfahren beim Schritt 370 endet.
Wird jedoch beim Schritt 320 festgestellt, dass das erste Gassignal das Vorhandensein und/oder einen Gehalt der Gaskomponente innerhalb des Batteriegehäuses 110 anzeigt, der den vorbestimmten ersten Gehaltschwellenwert überschreitet, gelangt das Verfahren zum Schritt 330, an dem mittels des zweiten Gassensors 220 ein zweites Gassignal erzeugt wird. Das zweite Gassignal wird beim Schritt 340 ausgewertet. Wird beim Schritt 340 bestimmt, dass das zweite Gassignal das Vorhandensein und/oder einen Gehalt der Gaskomponente außerhalb des Batteriegehäuses 110 anzeigt, der einen vorbestimmten zweiten Gehaltschwellenwert überschreitet, gelangt das Verfahren wieder zum Schritt 360, an dem keine defekte Batterieanordnung 100 festgestellt wird, bevor das Verfahren wiederum beim Schritt 370 endet.
In diesem Fall kann davon ausgegangen werden, dass die Gaskomponente sowohl außerhalb als auch innerhalb des Batteriegehäuses 110 vorhanden ist.
Insbesondere war die Gaskomponente höchstwahrscheinlich zuerst außerhalb des Batteriegehäuses 110 vorhanden und ist z. B. über die Druckausgleichsöffnung ins Innere des Batteriegehäuses 110 geströmt. Das Erzeugen des ersten und zweiten Gassignals bei den Schritten 310 und 330 erfolgt vorzugsweise zeitgleich.
Wird jedoch beim Schritt 340 ermittelt, dass das zweite Gassignal eine Abwesenheit und/oder einen Gehalt der Gaskomponente außerhalb des Batteriegehäuses 110 anzeigt, der den vorbestimmten zweiten Gehaltschwellenwert unterschreitet, gelangt das Verfahren zum Schritt 350, an dem ein Defekt der Batterieanordnung
100, beispielsweise der zumindest einen Batteriezelle 120, erkannt wird, bevor das Verfahren wiederum beim Schritt 370 endet. Beispielsweise kann nach oder beim Schritt 350 eine Warnung an den Fahrer des Fahrzeugs ausgegeben werden.
Insbesondere kann beim Schritt 340 überprüft werden, ob gleichzeitig auch außerhalb des Batteriegehäuses 110 die Gaskomponente vorliegt. Ist dem der Fall, kann davon ausgegangen werden, dass die Gaskomponente von außerhalb des Batteriegehäuses 110 in dieses hineingeströmt ist und folglich auch der erste Gassensor 210 diese Gaskomponente erfasst und folglich das erste Gassignal das Vorhandensein und/oder einen Gehalt der Gaskomponente innerhalb des Batteriegehäuses 110 anzeigt, der den vorbestimmten ersten Gehaltschwellenwert überschreitet.
Wird hingegen beim Schritt 340 ermittelt wird, dass außerhalb des Batteriegehäuses 110 (noch) kein oder nur eine geringe Menge der Gaskomponente erkannt wird, ist davon auszugehen, dass die Gaskomponente, die vom ersten Gassensor 210 innerhalb des Batteriegehäuses 110 erfasst worden ist, auch innerhalb des Batteriegehäuses 110 erzeugt worden ist und folglich höchstwahrscheinlich einen Defekt der Batterieanordnung 100, beispielsweise der zumindest einen Batteriezelle 120, vorliegt und entsprechend erkannt werden kann.
Ferner ist es erfindungsgemäß, mittels den beiden Gassensoren 210, 220 eine redundante Gasmessung für die Batterieanordnung 100 bereitzustellen.
Beispielsweise kann hierzu analysiert werden, in welcher zeitlichen Reihenfolge der erste Gassensor 210 und der zweite Gassensor 220 die Gaskomponente erfassen. Wenn der zweite Gassensor 220 zeitlich vor dem ersten Gassensor 210 die Gaskomponente erfasst, kann davon ausgegangen werden, dass das Gasgemisch samt der Gaskomponente von außen in das Batteriegehäuse 110 strömt bzw. geströmt ist. Wenn jedoch der erste Gassensor 210 zeitlich vor dem zweiten Gassensor 220 die Gaskomponente erfasst, kann davon ausgegangen werden, dass das Gasgemisch samt der Gaskomponente aus dem Inneren des Batteriegehäuses 110 herausströmt bzw. herausgeströmt ist.
Wenn innerhalb einer vorbestimmten Zeitdauer nur einer der beiden Gassensoren 210, 220 die Gaskomponente erfasst, kann von einem Defekt von einem der beiden Gassensoren 210, 220 ausgegangen werden. Insbesondere ist die genannte vorbestimmte Zeitdauer so groß, dass bei ordnungsgemäßem Funktionieren der beiden Gassensoren 210, 220 auch beide Gassensoren 210, 220 die Gaskomponenten erfassen müssten, insbesondere aufgrund des Vorhandenseins der Druckausgleichseinrichtung 250.
Zudem kann die Vorrichtung 200 dazu ausgebildet sein, denjenigen Fall zu erkennen, bei dem der erste Gassensor 210 die Gaskomponente erst viel später als der zweite Gassensor 220 erfasst. Vielmehr hätte in einem Fall, in dem die Gaskomponente von außen ins Innere des Batteriegehäuses 110 strömt, der erste Gassensor 210 schon relativ kurzzeitig die Gaskomponente erfassen müssen, nachdem der zweite Gassensor 220 die Gaskomponente erfasst hat. Wenn jedoch der erste Gassensor 210 nach dem Ablauf einer vorbestimmten Zeitdauer, wie beispielsweise im Bereich von 1 bis 2 Minuten, erst die Gaskomponente erfasst, nachdem der zweite Gassensor 220 die Gaskomponente erfasst hat, kann auf einen Defekt der Batterieanordnung 100 geschlossen werden. In diesem Fall liegt der Ursprung der vom ersten Gassensor 210 erfassten Gaskomponente wohl im Inneren des Batteriegehäuses 110 und es handelt sich nicht um eine von außen ins Innere des Batteriegehäuses 110 eingeströmte Gaskomponente.